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Dez«sSpr«i»t
Vierteljährlich 3.15 Mk., monatlich 1.05 Mk„ für Soft» bezug vierteljährlich 2.70 Mk., monatlich 90 Pj^
Die einzelne Nummer lostet 10 Pfg.
Verantwortlicher Redakteur: Gustav Schr«k«r, Erscheint täglich mit Ausnahmeder Sonn- und Feiertage, mit Unterhaltungsbeilage, jâr Anzeigen «.Rellamen: AugustBrodt, beide in Hana«.
Kr. 65
Fernjprechanschr uß
Redaktion 640 — Erpedi ton 238
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Amtliches
Beratungsstelle für Lungenkranke.
Seit Anfang Februar d. Js. findet im Landkrankeubause zu Hanan unter Leitung deS Herrn Sanitätsrats Dr. Zuschlag eine pnent-zelEchs Beratung Lungenkranker statt. Die Beratungs- ftnde wird in Abänderung einer früher veröffentlichten Bekanntmachung künftig *
an jedem 3. Mittwoch im Monat nachmittags 4 Uhr »igehalten werden, worauf die Kreiseingesessenen hiermit hingewiesen Verden.
Hanan den 22. Februar 1919.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses. I. A.: Dr. Scharnow.
Handelsregister.
1. Firma: Hoffe & Schlingloff in Hana«.
Die Prokura des Kaufmanns Heinrich Morin ist erloschen.
S. Firma: Kling. Klenk L Hack, Holzbearbeitung und MSb lfabrikation vereinigter Schreiner, in Hana«. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen.
8. Firma: Ohl & Rau in Hanau.
Die Prokura der Ebesrau Rau ist erloschen. Die Firma ist erloschen.
Zu 1—3 Einträge des Amtsgerichts, Abteilung 5, Hanau vom 18. März 1919.. 5009
fftldprämiierungen im Stadt- und Landkreise Hanau.
Diejenigen Landwirte im Stadt-und Landkreise Hanau, welche sich an der diesjährigen Feldprämiierung beteiligen wollen, werden ersucht, dies bis spätestens zum 1. k. Mts beini Schriftführer des landwirtschaftlichen Kreisvereins, Herrn Domänenrat Reinhardt, Fronhof 7 hier, anzumelden.
Der Vorstand des landwirtschaftlichen KreiSveremS.
Endlich Lebensmittel!
Im setzten Augenblick der Entscheidung hat sich der Ver- kand nun endlich zu jener Abmachung bequemen müssen, die mMe Versorgung bis in den Wmter hinein garantiert. Nachdem wir vier Monate nichts als Versprechen und abermals Versprechen gehört hatten, ist es allerhöchste Zeit geworden, daß wir in Wirklichkeit Getreide und Fett ins Land hineinbekommen. Wenige Wochen noch, und wir wären mit dem Rest unserer Vorräte zu Ende gewesen. Der Alarmrul bei Berliner Reuter-Korrespondenten hat den Völkern des Verbandes unere ganze traurige Eruâhrungslage enthüllt, oon der die verantwortlichen Politiker ireilick längst wußten. Cie glaubten indessen noch, unsere Verzwe flungslage als politi ches Druckmittel für ihre Pläne eiiistellen zu können, »ergoßen allerdings dabei, daß, da mir dem Nichts gegen» überslehen, irgendwelcher Druck bei uns nicht mehr verfangen kann. Aus diesem Grunde heraus ist auch der Abbruch der Verhandlungen in Spaa zu verstehen. Damals wurde die Gesamtauslieferung unserer Handelsflotte verlangt und uns nur ein ganz geringer Bruchteil der notwendigen Nahrung», mittel zu esichert. Wmn setzt für die Gesamtlieferung unterer Schiffe auch die Gesamtversorgung gewährleistet wird, so ist das nicht» weiter als eine Selbstverständlichkeit. Nur auf bitter Grundlage konnten unsere Unterhändler in Brüssel überhaupt erst verhandeln. Man muß nun nicht glauben, daß jetzt mit einem Schlage das gute Leben wieder einigen Wtb, sondern wenn wir im Monat 800 000 Tonnen Ge- iwtbe und 70 000 Tonnen Fett erhalten — vorausgesetzt, daß wir alle» wirklich bekommen und kaufen können — so sind das für den Kopf etwa 9 Pfund Brot und l Pfund Fett. Diese Lebensmittel treten aber nicht etwa zu den bereits vorhandenen, sie vergrößern nickt die Ration n, sondern man muß immer wieder bedenken, daß Anfang Mm unsere Getreidevoriäte fast völlig er cköpfl find und daß bas Stiche Schicksal auch die vorhandenen Fettmeugen trifft. Wir werden deshalb voraussichtlich bis zur neuen Ernte in der gleichen Rationierung leben muffen, wie bisher und können frühestens nach diesem Zeitpunkt auf eine langsame Verwehrung der Lebensmittel rechnen. Wir müssen auch weiter- $ö< betonen, daß biete Lebensmittel, die uns nicht geliefer werden, sondern die wir gegen Arbeit erst kaufen w ü s s e n , die teuersten sein werden, die mir jemals gekauft haben. Die Einzelheiten des Finanzabkommens geben un» darüber Au'schluß. Das war ja begreiflich, daß der Verband ,m Hinblick auf unsere immerhin noch unsichere politische und traurige stuanzulle Lage für sich die Sichersten beanspruchte, die ihm am besten schienen. Daß es ihm nicht daraus ankam, sein gutes Herz zu zeigen, wird au« diesen Bestimmungen hervorgeben. Wir haben nickt noii.i, ben Abschluß des Brüsseler Vertrages als ein hohe» Lied kes braven Verbände» zu preisen, der Abschluß des Verirages war für uns und für den Verband nichts weiter als eine Notwendigkeit.
Gegen Annexionen.
DDP^ Rom, 18. März. Zu dem Gerücht, daß Amerika der «innerton des Saarbeckens durch Frankreich Mummen werde, sagt der »Koitiere della Sera" in seinem Leitaitikel vom 12. März: Es heißt, daß Amerika darein willigen werde, taß sich Frankreich mit biefem reichen Kohlcugebicte für seine Verluste teilweise schad os halten solle. : «"ir sind sprachlos solchem Gerede gegenüber. Hat nicht erst vor | «Uttr Woche Wilson Amerika rur Herstellung der Gerechtigkeit für 1
Dienstag den 18. März
Alle aufgerufen, was es auch kosten möge. Statt dessen würde Amerika jenem Gerücht zufolge sich lieber die Milliarden zu ersparen suchen, die ihm die finanzielle Einheitsfront der Alliierten kosten würde unb Frankreich entschädigen, in dem es ihm ein Volk überantworte, das weder den Franzosen noch den Amerikanern gehört, indem es dieses Volk wie eine Horde oder wie ein bewegliches Gut behandelt, also gerade das tut, was Wilson nach den Grundsätzen seiner Rede vom 11. Februar 1918 nicht wollte.
. . Der „Manchester Guardian" schreibt: Man weiß, daß Frankreich ein kleines aber zweifellos deutsches Gebiet zu annektieren wünscht und zwar das Saartal mit seinen Kohlengruben und daß es außerdem die Rheinprovinz politisch von Deutschland zu trennen sucht, wodurch sie politisch und wirtschaftlich von Frankreich abhängig würde. Der erste Wunsch kann nur erfüllt werden, wenn man ausdrücklich mit den Grundpriuzivien des Völkerbundes bricht. Bezüglich der Rheinprovinz ist die Frage noch wichtiger. Dort handelt es sich um große und blühende Fabrikgebiete mit berühmten Städten wie Köln, Koblenz, Bonn, Düsseldorf und Krefeld, von Essen gar nicht zu reden. Wollte man diese Gebiete mit Macht oder unter einem mehr ober weniger berechtigt erscheinenden Vorwand von Deutschland trennen, so würde map genau dasselbe Gefühl in Deutschland erwecken, da? fast ein halbes Jahrhundert lang Frankreich bezüglich Elsaß-Lotbringen beherrscht hat. Was Frankreich von Deutschland ober Italien von seinem Nachbar nehmen würde, müßten sie selbst verteidigen unb zwar mit den alten Machtmitteln. Alle aufrichtigen Freunde, dieser beiden Länder müßten wünsche«, daß sie einen so schicksalschweren Schritt vermeiden werden.
Ein neuer Mordanschlag auf Lenin.
WB. Wien, 18. Mürz. Ein Funkspruch des „Korr .-Bureaus" aus Kopenhagen besagt: Wie aus Moskau gemeldet wird, wurde neuerdings auf Lenin ein Mordanschlag verübt. Als er im SIktrn obi! durch die Stadt fuhr, wurden aus einem Hause auf ihn Schfliss« abgegeben. Der Chauffeur wurde verletzt, Lenin selbst nicht getroffen..
Noch nichts bekannt.
WB. Wien, 18. März Wie das „Korr.-Durcau" mitteilt, ist an zuständiger Stelle von den von verschiedenen Seiten aus- âeherte« Cerüchteu von ebner angeblichen Entscheidung über das Schicksal Deutsch-Böhmens und Deutsch-Südtirols nichts bekannt.
Kleine Nachrichten.
DDP. Nrbeitezwang. Das Pariser „Jourftal" meldet, daß Frankreich der Lebensmittelversorgung Deutschlands mit dem Vorbehalt zu gestimmt habe, daß der Arbeitszwang in Deutschland eingeführt werde.
DDP. Sie Deutschen vor Riga?' Die „Morning Post" meldet über Kopenhagen: Die Deutschen sollen wieder 20 Kilometer vor Riga stehen. Tie Bolschewisten haben diesmal fast alle wehrfähigen Einwohner Rigas vor Rüumwig der Stadt unschädlich gemacht, zum Teil sind sie zwangsweise in die Rote Garde eingestellt worden.
DDP. Kein Schissen angel. Wie den „Franks. Nachr." von zuständiger Stelle mit geteilt wird, können nach genauer Schätzung 1 250 000 Tonnen deutscher Schiffe sofort auslaufen, eine Zahl, die ausreichend ist, um die notleidenden Länder reichlich mit Lebensmitteln zu versorgen.
DDP. Einmarsch der Bolschewisten? Aus Helsingfors wird «meldet, daß der Vollzugsausschuß von Moskau dem Stab der Roten Armee Anweisung gegeben habe, unverzüglich 150 000 Mann bereitzustellen, um Ende April oder Mitte Mai über Dolen und Kurland in Deutschland einzufallen. Das Hauptziel dieser Expedition soll die Unterstützung der Spartakisten und die ‘Bewaffnung einiger Hunderttausend russischer Kriegsgefangener sein in dem Falle, daß die Regierungen der Entente darauf beharren würden, mit der bolschewistischen Regierung keinen Frieden zu unterzeichnen. Urheber dieses Planes soll ein gewisser Major Busch sein, welcher ehemaliger Kriegsgefangener ist und gegennartig in Moskau eine sehr wichtige Rolle spielt.
DDP. Brbeiterräte gegen das politische Rätesystem. Aist der Konferenz der Arkeiterräte des Regierungsbezirks Minden wrack sich Severing-Dielefeldw scharf gegen das RäteWem als aârung der wirtschaftlichen Befugnisse zwecks Entwicklung zum douernden politischen $ achifaktor aus, dagegen für die Der- vemotratiscken Fabriksystem. Eindringlich warnte er vor dem Kommunismus, da die Arbeiter dafür noch nicht reif seien. Die Versammlung stimmte einmütig zu.
DDP. Sie Kabinettsbildung in Preußen. Heute beginnen die Verhandlungen zwiscken den Parteien bei Preußischen Landes- nersammlung über die Bildung der neuen preußischen Regierung. Ta bis Verhandlungen noch nicht begonnen haben, sind nock Angabe der „P. P. N." alle Meldungen über eine Regierungsbildung mit oder ohne Zentrum, verfrüht. Das Reichsministerium hat sich nm 6 Uhr nachmittags zu einer Sitzung versammelt.
DDP. Wilsons Einspruch. Die Pariser Korrespondenten englischer Blätter berichten, daß in Paris starke Mißstimmung herrsche über SBilmne Weigerung, den militärischen Bedingungen für Deutschland jujuftimmen, bevor er sie n cbt näher geprüft hat. Daru kommt da» Gerücht, daß Wibons Abücht, darauf zu beharren, daß der Völkerbund unb sogar der jetzige Entwurf des Völkerbund statufs in den Vorfriedensvertrag aufaenommen werden solle, unverändert ist. Demgegenüber betont die „Times", daß man in Amerika eine sorgfältige Aenderung des VölkerbundsentwurfeS wegen Frankreich und England wünsche.
DDP. Zurück aus Eug and. Am Montag morgen traf auf dem Dentzer Banbof ein englischer Lazarettzug mit ungefähr 500 aus England zurückgekehrten deutschen schiververlctzten Kriegsgefangenen ein. 30 aus Köln und Umgebung stammen be Soldaten wurden hier ausgeladen, wäbrend die übrigen zwecks Beförderung in ihre Heimat in zwU bereilsteheude deutsche Lozarettzüge nmgelade» wurden. Die Angckommeutn sprachen sich einstimmig sehr anerkennend über die ärztliche Behandlung und Verpflegung in England als auch auf der Fahrt auS.
DDP. Käruttg auch in Ä^me: lkn. Der „Observer" nietet aus Newhork, daß 37 resp. 43 Rcvouitionüre demnächst devoetiert werden; man weiß noch nicht wohut und «an« Die $oli«i bä« noch immer
Fernsprechanschiuß Redaktion 648 — Expedition 281
im großen Maßstab Reid? ab. Vergangene Woche fanden in HeW* York eine Anzahl Verkostungen statt, habet wurde auch der wohl« habende Frauenverband für Verbreitung sozialistischer Lehren in Mitleidenschaft gezogen. Inzwischen nimmt die revolutionäre Krise p» rallel mit der Arbeitslosigkeit zu, da die deimgekehrten Soldaten bk Zahl der Arbeitslosen vergrößern. Durch die Streiks liegt der Hafni von Newyork still. Miliz-Regimenter haben Befehl erhalten, sich bereit zu halten, um die Ruhe im Staate New-Jersey wieder herzn» stellen, wo in einer Stadt die Zahl der Arbeitslosen innerhalb zwei« Monate um 67 Prozent zugenommen hat. Auch der Lokaleisenbahn« verkehr in Newyork ist seit voriger Woche vollkommen gestört infolge der mit den Unruhen zusammenhängenden Streik». Die Newhorâ» Arbeiter haben ihre Wohnungen zum teil nicht erreichen können.
DDP. Sie Verluste zue Lee. Eine Tabelle der „Times" bringt über die Verluste zur See der kriegführenden Mächte mit Ausnahme von Rußland folgende Zusammenstellung: Geiamtvcrlust aller Flotte» der ^Anetten 803000 Tonnen, Gesamtverlust der Mittelmächte 415000 Tonnen.
Der Hansa-Bund für die geschloffene Organisation des Bürgertums.
Der Hansa-Bund hielt eine Bersammluiig in der Berkin« Philharmonie ab, in ver sein Bundesdirâar Dr. Curt Kühlep über das Thema' „Wie erlangen Handel, Gewerbe und Industrie die verdiente Eelturg in Deutschland?" referierte. Der Redner führte zunächst aus, wie gering sich das erwerbstätige Bürgertum und das Bürgertum überhaupt, trotz der Mahnungen bisher an der Gestaltung der politischen Dinge beteiligt habe. Falsch sei, von einer früheren Herrschaft Les Bürgertums zu sprech««. Das alte Deutschland sei von der Bureaukratie, in Verbindung mit dem preußischen Feudaladel und dem Groß agrar ceitum beherrscht worden. Der Grund des politischen Versagens des Bürgertums suchte der Redner im der Gleichgültigkeit, dem Nur- Celd-Verdienèn -Wollen und der mangelnden politischen Erziehung des Bürgertums, insbesondere auch in dem gänzlichem Fehlen Les Solidarttätsgefühls. — Durch die Umwandlung bet politischen Verhältnisse sei das erwerbstätige Bürgertum zunächst in eine Abwehrstellung gedrängt, die unÈebrngt eine Zusammenfassung der im Bürgertum vorhandenen wirtschaftlich«^ und kulturellen Kräfte erfordere, wenn es als gleichberechiigrer und verhanLlungsfähiger Faktor zukünftig noch gelten unb nicht ernfach dauernd überrannt werden wolle. Redner fordert des, halb, daß die zahlreichen Fachorganisationeir zu einer Einheit zufammengefaßt werden, erstens, um dem Bürgertum einen größeren bitter notwendigen Einfluß auf die politischen Pa-o- teien unb damit auf das politische Leben überhaupt zu sichern, zweitens aber auch, um nötigenfalls die Idee Les bürgerlich««' Angriffsstreiks zu organisieren. Ein sehr willersstarker Teil bet Arbeiterschaft proklamiere die Generalstreiks heute ja nicht mehr aus wirtschaftlichen Gesichtspunkte:'., sondern im wesentlichen aus politischen Rücksichten; bas Endziel sei Lie (Schaffung der einseitigen Herrschaft der Vroeitcrsä nst unter vollkommener Aus, schaltuntz bes Bürgertums. Es handele sich also nicht etwa um die folbsisiichtigen Interessen einer Klasse, sondern um die Siche- rung der Grundpfeiler der deutschen Volkswirtschaft, die die Mitarb«it und die Führerschaft des erwerbstätigen Bürgerrum« nicht entbehren' könne Durch enge Verbindung mit dem Reicks, bürgerrat und den örtlichen Bürgerräten sowie, wenn nötig, mit den zentralen Stellen bei Landwirtschaft, müsse eine Spitzenorganisation des erwerbstätigen Bürgertums in einem Aktionsausschuß der Fackverbände geschaffen werden.
Der Vorsitzende des Bürgerrats von Groß-Berlin, K-mful Marx, sicherte der Bewegung die Mitwirkung auch des Reichs- bürgerrats zu. Zahlreick« Diskussionsredner, die als Vertreter verschiedener Berufsverlände sprachen, stellten sich gleichfalls in der Hauptsacke auf den Boden der Ausführungen des Referenten.
An seinem Schlußmont faßte Direkter Dr. Köhler Lie Aussprache dahin zusammen, daß Ler Hansa-Bund zunächst umgehend an Lie Fockorganisationen herantreten werde, um eine aktions» fähige Spitze bes erwerbstätigen Bürgertums, organisiert in fernem Fackverbändsa, zu schaffen. Daneben werde der Reichs- bürgerrot seinerseits beauftragt werden, die Idee des bürgerlichen Vngriffksireiks fc zu organisieren, daß im Notfall seiner SlutterbaiTtg ein Erfolg gesickert sei. Der Haâ-Bund werbe -einer in feinen 700 Ortsgruppen und 23 Landesverbänden diese CeLankengänge und Forderungen ebenfalls zur Erörterung stellen, um eine eirbeitPcfe großzügige Bewegung, mit dem Ziel Ler weitmogkicksten Organisation des Bürgertums auf wirtschaftlicher und kultureller Grundlage zu sichern.
?ht5^anauStabtunb Land.
Hanau, 18. März.
* Der andauernde Mangel an Druckpapier legt uns weiterbin Beschränkungen im Umfang unseres Blattes auf. Wir sehen uns daher leider gezwungen, heute im Texttkil wie auch rm AnHargenteil Verschiebungen für die nächste Num-Nder vorzu» ftCftiTIfCilt .
* Die Militärfahrscheine. Wir in der Ocffentlichkcit bislan, nur vereinzelt besannt geworben ist, sind nach Anordnung des Krieg?» Ministerium? im Militârverordnnngstzlatt Nr. 21 die Militärfabr» scheine v»m 5. b. Mts. ab außer Kraft getreten. Für Transporte unter 30 Mann sowie insbesondere für alle Einzelreisen — fei <S tut Dienst ober im Urlaub — haben die Militärp-rsone« auf Grund eines ihnen vom Truppenteil überlassenen Ausweise? gegen Btzat» lung Fahrkarten zu lösen. Die bisherigen Urlaubsscheme zum Lösen von Milttärfahrkarten sind ebenfalls weggefallc«. Militär, fakrschtinc gibt es nur noch für Transporte in Stärke von übex 30 Slaitn und im Mlitärverkebr vom besetzten ö st l i ch e n Gebiet nach ^er Heimat. Wir sprechen die Erwartung aus, daß die Nilitârperko. nen, k e hiernach ohne Lösung van Fahrkarten zur Reise nicht «ein zuge.äu'-n werben surfen, den Eisenbahnbedienflete« an den Schaltern, an ben Bahnsteigen und in den Zügen ihren an sich schon schweren Dienst nicht durch Widersttzlichkeit noch fweiter erschweren. Auch cs unvermeidlich, daß Personen, die ohne gilttge FabranSwelfe unter- weg« angetroffen werden, von der Weitcriahrt ausgeschlossen xnb de» mUttirifd)« Ordnungswache« ooer der Polizei übergeben »erbte.