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Waffenstillstandskommisston in Spaa.
CrtzMgsibericht twm 8. 3JZätg.
WB. Berlin, 9. März. A, der heutigen Vollsitzung besprach General v. Hammer st «in nochmals die Haltung der Entente gegenüber den deutschen Truppen, die an der Ostfront gegen den russischen Bolschewismus kämpfen. Die deutsche Kommission hatte vor einiger Zeit angefragt, ob die Entente an der Fortführung dieses Kampfes noch Interesse habe oder nicht, und hat im An, schlutz daran ersucht daß sie dementsprechend ihre Maßnahmen in widerspruchsloser Leise treffe. Insbesondere war di« Entente ersucht worden, den Transport deutscher Truppen auf dem Seewege nach der Ostfront zuzulassen, falls sie auf die Fortsetzung des Kampfes gegen den Bolschewismus Wert lege. Andernfalls wurde es Deutschland verziehen. Liese Truppen im Inneren des Reiches zu verwenden. Darauf hatte General N u da nt gestern in einer Note geantwortet, in ber lediglich der Transport deutscher Truppen auf dem Seewege nach Libau von der Entente abgelehnt war. In der heutigen deutschen Note hob General von Hammerstein hervor, daß damit die von deutscher Seite gestellte grundsätzliche Frage nicht erledigt s«i. Es müsse vielmehr von teutscher Seite erneut darauf hingewiesen werden, welche Nachteile dieses in sich zwiespältige Verhalten der Entente für di« deutsche Kriegführung gegen die Bolschewisten zur Folge habe. Einerseits fordere die Eirtente seit dem 11. Dezember, daß Deutschland den Bolsckewiemus bekämpfe, andererseits tue sie aber alles, um sowohl in der Ukraine, als in Nordruhland die. fen Kampf zu erschweren. Sie nehm« offenbar die deutschen Erklärungen mit Mißtrauen auf urrd schenke statt dessen irgend welchen Parteigängern und Wichtigtuern Glauben. Nachdem die Entente fortgesetzt in dieser Weise gehandelt habe, stellt die heutige deutsche Note fest, daß im Falle einer weiteren Zuvückdranz» ung der Schwachen ohne Nachschub gelassenen deutschen Kräfte an der Ostfront, ausschließlich die Entente die Verantwortung dafür zu tragen hat, wenn das bolschewistische Verbrechen weitere Landesstriche überflutet. Deutscherseits ist jedenfalls alles Notwendig« geschehen, indem die Aufrechterhaltung dieser Front mit militärischer Offenheit dargelegt worden ist, General Nu- dank sagte die Lebermittelung dieser Note an die zuständige Stelle zu. Nachdem General Nudant gestern erklärt batte, daß Für die Heimbefärderung der in Dtisrato befind licken Deutschen die italienischen Behörden zuständig sind, wandte sich General von Hammerstein an den Vorsitzenden der italienischen Mission, diese in Misrato befindlichen Deutschen abzuholen und nach Deutschland zurückguführen. Auf die Klagen der Entenr« über die Verzögerung bei der Ablieferung landwirtschaftlicher Mr. sannen ontu ortete der Vertreter der deutschen Regierung in einer Note. Die Note hebt hervor, daß die deutsche Regierung in )^r Weise bestrebt sei, die Ausführung der übernommenen Der. pflrchtung sicher zu stellen. Es ist aber zweifellos auch den Alliier, t«« und assoziierten Regierungen bekannt, daß in den Fabrik. Setrieber und im Transpcrtnewerbe zur Zeit Au-siände ausge, brocken sind, die den vegelmaßioen Verlauf der Derftnlduna die. ser Maschinen hemmen. Die telegraphischen, telephonischen und brieflich,an Verbindungen der Berliner Zentralstelle mit einem «rohen Teil des Reichsgebietes seien unterbrochen, was die zur Zeit eingeleiteten umfassenden Erhebungen über das gegen, triartig lieferbare Material in den Fabriken und über rollendes Äxr auf Bahnhöfen festliegendes Material lä^ne. Sobald ein Ergebnis dieser Erhebungen vorliege, werde es umgehend den «llrrerten und assoziierten Regierungen zugehen. Ferner fragte der Vertreter der deutschen Negierung an, ob die französische Zertungs-nachncht zutrifft, wonach deutsche Saortohle nach Paris «Ntsge fuhrt wird. w
Die Lage in Berlin.
(Telegramm des „Hanauer Anzeigers".)
WB. Berlin, 10. März. Wie uns von berufener Geste mitge- teSi wird, ist btt Lage in Berlin seit gestern abend unverändert. An Bereich des von den Regierungstruppen besetzten Stadtge- b-ietes herrscht völlig« Ruhe trab Ordnung. Außerhalb dieser Linie dagegen treibt Spartakus sein Unwesen weiter. Nach ihren Mißerfolgen in Berlin besetzten die Spartakisten gestern abend Lichtenberg und unternahmen einen Racheakt gegen die Polizei, wache des ersten Reviers, die am Dienstag einen spartakistffchen Angriff abgewiesen hatte. Die Spartakisten er mordeten sämtliche Offiziere, Wachtmeister und Sold». ^A ^ach der »L. Z, a. M." Lageblich 60 an bet Zahl.
Kleine Nachrichten.
der
Ein deutscher Flugzeugpark «t die Bolschewisten verbaust. ^«2s »L-er,. —agebl. berichtet: Ein aufsehenerregender Prozeß wird in kurzer Zett das Berliner Kriegsgericht" beschäftigen. ^umJ^^ra™ â Nâm-ber vorigen Jahres den gesamten SS^^J^lS^1 «E Wert von annähernd 10 Mill. 1^1 ^^'>^^.^ ^onen an ch« BvKchewisten verkauft zu
s ^^5 Fliegerleutnant Porten. der vor einigen Tagen ^U^tersuck ungs gefangn is in Berlin einveliefert M,-denM fc^^rSÄ? ZugvortchrLandsbere-Warthe. Der Gissen,
vom Osten her nach Berlin wird auf Anordnung der E lsenba hn d^ektr an Bromberg nur bis Küstrim durchs führt. Z^Ae ^ende müssen hier Unterkunft suchen. DftPer- ™ r4^®«^ ^E «bend versuchsweise bis Paulsdorf ^^^lS^^^ ^1 VE dort von ferne Zeugen der Jcrtef^e« Kampfe im Osten von Berlin. Die Reisenden . ächten Brwak beziehen.
-., vergebene Sommerieit. Die Regiernug batte ursprüug- stch geplant, die Sommerzeit am 2. März wieder ix Kraft treten zu laffen. Sie hat aber inzwischen soviel andere Sorge» bekommen, daß sie eine entsprechende Verfügung total verschwitzt hat. Die Beifügung Y^Ä? ^^^k k" ^'"blichen Behörden in den be- WtnjÄtbttHn gehen. Diese haben nun einen solchen Erlaß auch wirklich heran,gegeben und die Folge ist. daß da» linke Rheinufer die Sommerzeit hat, die Rechte aber nicht. Heilige Ordnung .
~ ®‘" ^^"t. Folgender Eingesandt findet sich in einem sächsischen Blatt: „Die Iugond von Großchchrau Md Umpeae-rdd lischt sich vEulaßt, g^en die hiesige Musikkapelle Stellung zu nehmen. Es war einstimmig bsschloff«n worden, für Tm«- murkon wieder Akkoâ-siitze oinKuführem, wie es vor dem Kriege der Fall war. Doch sollten die Sätze den heutigen Verhältnissen gang und voll wnpepoßt teerten. Der Beschluß lautete: bei £ Durnfl 3.50 AA„ bei 8 Mann 4.50 Mk. Darauf will aber die Leitung der Kapell« nicht eingeben, saubern die Iu-geNd mit kurzen 10 lf fennig-Teuren (zweimal um den Gaal) ausautzen. D« Mige Verdienst der Kapelle, bis 700 Mk. pro Abend ist haarsträubend. STfo-ntm hat er mit seiner Kapelle um 8 Uhr den Saal verlassen? Dir Jugend bleibt auf ihrem Standpunkt Md wenn die Kapelle unseren Beschluß nicht anorkennt, lassen wir inrät mehr spielen, beM. wir tanzen nicht mehr. Es gibt ja auch Orchrstrions. Die Jugend vs.r Bautzen-Land bitten wir uns zu untrtstützon. Die Jugend von Grosiduhrau." — Dieses ^Eiwgesvnd:" kann als Zeitdokument feinen Wert behalten. Die sock, sisäen Tor-musiker, die zu 6 oder 8 Mann am Abend 700 Mk «Mienen, können sich ruhig neben den Berliner Müllkutscher.i fthm lassen. Die Sehnsucht der Crohduhrauer Jugend nach billiger Tangmusik wird vielleicht bald gestillt werden An der iffieewje steht der Tscheche, der wird ihr schließlich ganz umsonst iOJmuMtt. das LftvanLoe» kostet höchstens das Leben.
AusOananStadt und Land.
Hanau, 10, März.
Milchmangel.
Seit Monaten leidet die ©tebt Hanan an einem beständigen Milchmangel, der in den letzten Tagen wieder einen solchen Umfang angenommen hat, daß die Bejug-berechiigten (Kinder unter sechs Jahren und Kranke) nicht mehr mit der ihnen zustehendkn, an und für sich kärglichen Menge beliefert werden können. Es muffen leibet wieder einmal Abzüge gemacht werden. Dies ist für die keilende Vertrilungsstelle immer eine sehr schwierige Aufgabe. Grundsatz ist, daß bei Kindern unter zwei Jahren und Kranken, die nur auf die Ernährung durch Milch angewiesen find, Abzüge überhaupt nicht gemacht werben dürfen. Auch bei den übrigen lallen die Abzüge, wenn irgend möglich, so verteilt werden, daß sie nur jeden zweiten Tag zu geschehen brauchen. Es liegt als» hauptsächlich an den Inhabern der einzelnen Verkaufsstellen, daß sie sich der Mühe unterziehen, eine sorgfältige und unparteiische EliNeikung ihrer Kundschaft nach diesem Gesichtspunkte hin zu treffen. Gründe dieses fortwährenden Mikchmangels ffnd einerseits die andauernde Verringerung be« Milchvieh- bestandes durch Abschlackten und Mangel an geeigneten Futtermitteln, andererseits die stets zunehmende Zahl der milchbedürftigen Kranken. Aber trotz alledem würde sich der Mangel lange nicht so fühlbar machen, wenn von Seiten bet liefernden Landwirte nur annähernd die Mengen zur Ab- lieferiing gebracht würden, zu denen sie verpflichtet sind, ohne daß sie in der Versorgung für sich beeinträchtigt würden. Dies geschieht aber leider nicht. Vielmehr wird ein nicht unerheblicher Tei! der Milch zurückgehalten, um entweder zu einem weit höheren Preis abgesetzt oder verbuttert zu werden. Letzteres ist bekanntlich viel gewinnbringender, da das Liter Milch von den Händlern nur mit 40 Pfennigen bezahlt wird, während für das Pfund Butter, zu dem etwa 15 bis 16 Liter- Milch erforderlich sind, 18 bis 20 Mark, unter Umständen noch mehr geboten werden. Es ist eine bekannte Tatsache, daß in den meisten Ortschaften unseres Kreises und auch anderwärts ein schwunghafter Handel in dieser Weise getrie« ben wird, der den Verkiuiern zuweilen auch noch manchen anderen Vorteil bringt. Lerder stehen die zuständigen Behörden unter den jetzigen Zeitverhältniffen, in denen jeder glaubt, daß er tun und lassen sann, waS er will, diesem unmoralischen Treiben fast machtlos gegenüber. In einer Zeit, in der wir von unseren Feindm geknechtet und geknebelt werben, ohne unS dagegen wehrm zu können, sollten wir doch mdlich zur Besinnung kommen und den ernsten Willm zeigen, aCeS zu vermeiden suchen, was uns das Leben noch unerttäglicher macht. Dazu gehört in erster Linie dir unrechtmäßige Entziehung und Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel.
Eine Sitzung des Arbetterrates.
Gestern vormittag hatte sich im Sitzu-n^ssaalv der Stâver- ordneten der Hanauer Arbeiterrat zu einer Vollversammlung zu» sammengefunden, in der wichtige Fragen beraten wurden. Die Verhandlungen leitete in umsichtiger Weise Herr August Sch m idt, der die Frage der Freilassung aller politisch Inhaftierten als ersten Puntt zur Beratungs stellte und einleitend betonte, daß unter der Bevölkerung di« Verhas» taugen wi« auch di« Haussuchungen ungeheure Erregung hervor- serufen hatten, da die werktätige Einwohnerschaft auf dem Standpunkt stehe, daß jeder Bürger das Recht habe, sich nach dieser oder jener Richtung hin politisch zu betätigen. Nachdem sowohl bie Ü. S. P. wie auch der sozialdemokratische Verein bereits Schritte zur Freilassung bet Inhaftierten unternommen hätten, müsse jetzt auch der Arbeiterrat zu dieser Frage Stellung nehmen. Herr Gröbener hielt die Freilassung politisch In- gastierter für selbstverständlich. Bemerken wolle er jedoch, daß kurz nach Verhängung des Belagerungszustandes eine Versammlung im Lyzeum stattgefunden habe, an der sich Vertreter aller Bevölkerungsschichten und Parteien, auch der Unabhängigen, be- tetligten. Im Verlaufe dieser Versammlung habe Generalmajor Rumschöttâ erklärt, daß der Haftbefehl von der Staatsanwalt, sihaft ausgestellt und schon vor seinem Eintreffen in Hanau Vorgelegen hat«. Festzusteven sei, welcher Art Me Vergehen seien, auf deren Grundlage man die Verhaftungen vorgenommen habe. Der Vorsitzende, H«rr Schmidt, meinte, daß nach seiner A.chcht die Verhaftungen wegen politischer Vergeben erfolgt seien, wogegen man Protest erheben müsse. Herr K o h a u p t war auch für Einlegung eines Protestes, wenn di« Verhaftungen wegen politischer Vergehen erfolgt sei, dagegen müsse et abseits stehen, wenn die Haftbefehl« wegen anderer Vergehen erlassen worden seien. Darauf wurde eine zu Beginn der Beratung v orgele nie Entschließung einhellig angenommen. Sie lautete: Die Vollversammlung des Arteiterrotes verlangt die sofortige Befreiung aller wegen politischer Vergehen Inhaftierten, besonders bei gewählten Stadtverordneten Dr. Magner, Schnellbacher und Spinger. Der Aktionsamssä-uß hat bei der Reichsnogieruog sofort das Nötige zu veranlassen.
Ueber die Bürgerwehr ergab sich eine längere Aussprache, die von dem Vorsitzenden, Herrn Schmidt, eingeleitet wurde und Darlegungen über di« Veranlassung zur Gründung bet Mehr enthielt, wie auch über die Arbeit, die bei bei Auswahl der Mannschaften geleistet worden ist Ja beachtenswerter Weise äußerte sich Herr Gröbener über die Nicktlinlen, die bei der Auswahl maßgebend gewesen seien. Die Bürgerwehr habe die Aufgabe, persönliche Freiheit, Eigentum und Leben eines leben Einzelnen zu schützen, alles Forderungen, für die die Sozialdemokratie stets mit voller Hingabe eingeritten sei. Daß man nun nicht alle Leute gebrauche» konnte, auch wenn sie arbeitslos waren, daß sie nicht alle geeignet waren, in eine Bürgern:«hr einzutreten, müsse doch anerkannt werden Ms Mitgftev der ehemaligen Schlchwehr könne er mit. teilen, daß damals fast jede Sitzung sich mit unehrlichen Posten habe beschäftigen müssen. Diese Leute habe man damals beseitigt, sie könne man auch in bet jetziger Bürge rwehr nicht gebrauchen. Auch Deute, die mit Gesinnungswechsel offen Hervoroetreten seien, habe man ausgeschoftet. Wie schwer es gewesen sei, die richtige Auswahl M treffen, könn« er durch verschiedene Tatsachen er. Härten. Es hätten sich selbst Element« aemeldet, b-ie ihren Wohn, sitz nickt in Hanau haben Md jedenfalls nur bestrebt gewesen seien, ihre dunkle Tätigkeit dahier auszuüben, Porteiunterschiede habe man bei der Auswahl nicht gemacht, auch sei ihm nicht bekannt, daß man Lertt« aus Betrieben hervusgeholt habe. In weitgehendem Maße habe man die Erwerbslosen berücksicktigt. Die Konmission habe sickerlich mit Lmsiä-t und ouck sehr gut gearbeitet. — Das Mitglied des Arbeikslosen-Ausschuffes Herr Borst ernste um Vorlegung der Listen, da in der Versammlung der Arbeitslosen behauptet worden sei, daß man Leitte aus aut bezahlten Stellungen heran sgebolt hab«. Der Vorsitzende
Herr Schmidt betonte, es sei ja bedauerlich, daß sich werbslosen bei den Wahlen zum Arbeikerrot demonstrativ gälten hatten, ebenso die Mitglieder der U. S. P. Zusamt svssend könne er Mitteilen, daß man die vorgebrochien Mvâ ber Erwerbslosen prüfen werde und die Versammlung damit verstanden sei, daß die Kommission her Arbeitslosen Einsicht bte Liste der Bürg-erwehr erhalte. Herr Craß bemerkt noch die Entlohnung, daß, wer sein Leben in Gefahr setzt, besser zahlt werden müsse, als der Notstandsarbeiter.
lieber die angestrebte Erhöhung der
Dkhl- und Brotpreise
bevichtete in ausführlicher Welle Herr Pense, der an der | seiner Erfahrungen in der KonsumuereiUsbäckerei zu beut (S | nis gelangte, daß die erstrebte Erhöhung unberechtigt und | zu verwerfen sei. Im Verlaufe der Debatte kam es auch zu Ä | interessanten Duseiaanderictzung mit einem Angehörigen I Bäckergewerbes. Die weiteren Redner waren der Ansicht, dcch â I Abbau der Lebensm ittelpreise erstrebt werden müsse. Von Hey, I S ch n a b r i ch wurde unter allgemeiner Zustimmung di« K o I munalisierung der Brotversorgung unter fWI tun g einer Großmichl« und Großbäckerei gefordert. Er brvch l folgenden Antrag ein: „Der Vorstand des Arbeiterrates I beauftragt, mit einer schriftlichen Eingabe an bte StadtveM I neten ülxr die Kommunalisieruing der Brotversorgung der I neuer Bevölkerung herangutrcten." Dieser Antrag/fand nahm«. Einstimmig wurde auch die ErhöhMg des Mehl, | Vrotpreises abgelebitt.
Arbeiterräte.
Nachdem her Vorsitzende über diese Angelegenheit einkeiteE gesprochen, mich berrotgehoben hatte, daß sich der Arbeiten?: nochmals an diejenigen Kreise, die sich an dem Arbeitenrt r^ her nicht beteiligt hätten, an alle Hand- unb Kopfarbeiter «/, den werbe, fand folgende Entschließung Annahme: „Die Versammlung des Hanauer Arbeiterrates verlangt "richt mit toti, tert Anerkennung, sondern vielmehr den organisatorischen fe bau der Arbeiterräte. Die bisherigen Erfolge der Revolvt!« sind für bte Arbeiterschaft so gering, und die Hoffnung ans bli Nationalversammlung nicht weniger, sodaß die sozialen Fâ rangen im Räteshstem einzig und allein verwirklicht wud, bürsten. Die Versammlung fordert die schleunigste Einbsrnft« der Rütekonferenz, welche vor allen Dingen zur reichsgeßW, Regelung bei Rätefrage Stellung zu nehmen hat. Von der Reich» renferung wirb mit Bestimmtheit erwartet, daß sie sich jebei Entscheidung über die Zukunft der Arbeiterräte enthält, bis bi Stelluntznahme der Konferenz erfolgt ist"
Die Wohnungsfrage
behandelte Herr L a n g h v i« e ck e, der folgende Richtlich gab, die Annahme fanden:
1. Aufnahme sämtlicher Wohnungen der Stabt und sämtlich« Baulichkeiten, die für Wohnungen hergerichtet werden f3m (wie Kavernen, altes Landaericht usw.). Die Aufnahme hat ich zu erstrecken auf Fragen nach der Zimmerzahl, der Groß«, bä Preises, des Einkommens usw. Die Aufnahme hat durch befolg Personen zu erfolgen, Der Arbeiterrat hat bei der Aufmchl! ausschlaggebend milzuwirker.
2. Das Bauamt ber Stadt hat die sofortige Vorrichtung i« entsprechenden Gebäude (Kaserne usw.) vorzunehmen und zm unter möglichster Ausschaltung bet privaten Unternehmer. 1» Tariffätze mtifieu aufrechterhälten werden.
3. Privatgeböude sind zu enteignen, wenn der Besitze: ^ Räume Mr Vermietung nicht freigibt oder die nötigen Arbriin nicht Dornebmen läßt.
4. Der Magistrat hat sofort bte nötigen Vorarbeiten für bei Bau von Kleinwohnungen vorzunehmen, a) Es darf kein Enü und Vaden verkauft, sondern nur in Erbpacht vergeben wertet Mo Räbtiftfer Grund und Baden nicht ausreicht, ist feitet x enteignen nach dem Mert, wie er vor dem Kriege bestanden W b) Die londhausmäßige Bâuung wird verlangt. (Mo Kasernen.) c) Ersckliefung von Baugelände durch den Ancm der Straßenbahn und sonstiger Verkehrsmittel, d) WeftgchM Unterstützung der bestehenden oder M gründenden Daugeneh» schäften, dagegen absolute Ausschaltung privater Unternehmer
* GvhShitnc? ber 'Aeamken-Teueimugszulogeu.
aierunß hat her vom Deutschen Veamtenbimde erhobenen Forderung N Erhöhung und Veremheiffichung der lautenden KrieaSzuweudnnqen m sprocken. Die «achstebende Zusammenstellung läßt bie Höke « künftigen Sätze der Einheitszulagen erkennen »Der Deutite amtenbund bat erst auf Wunsch des ihm angeschlossenen Bimd-t« Beamten der Preußisck-Hessiscken Stätte« und der Reichs-EisenttW einer Staffelung der Zulage nach Teuerungrbezirken zngeüimmh » Staffelung nach Geboltrsâtzen dagegen abgetehnt. Die .Kmdm'M wird lediglich nach Teuerun«»bezirken gestaffelt. Die Einbeitbr« wird mit rückwirkender Kraft vom 1. Januar 1919 sofort grM Die im Bereiche der Poll- Mb Eisenbahnverwaltung gezablte » triebSiulase wird ab 1. Januar 1918 auf die Ginbcitejitlajt f!’ rechnet. Bttriebk;ulage und bisher gezahlte KriegSbeibilsin M KriegsteuerungSzulagen kommen künftig in Wegfall. Die I«i| Beamten erbalten 80 Prozent der an bte kinderlos Serbeiratetexj zahlenden Zulage. Ledige Beamte mit eigenem Haushalt werben w kinderlos »erheitratete Beamte abgefunbett. Die RegelE Teuerungszulage für bie Ruhegehalt-empfänger geschieht in tu w herigen Weise. . .,
* Haldpostsenduua««- E» wird erneut darauf blnMst' daß infolge der Demobilmachung die den Heeres- und MonnE hörigen im Inland« gewährten Portovergünlligungen für tF' Pofdendungen erloschen sind. Seit 1. Februar werden nur l Sendungen an die Angehörigen der Heeres und der Marine. int c laude nach den für FriedenSzeiten bestehenden Vorschnste« „Soldatenbrieft befördert. Inwieweit Feldpostvergünüiguueen x für bestimmte Truppenteil« im Inland« (Grenzschutztruppen) ßt$M werden, ist besonder? bekannt gemacht.
* Et«,dtthe«tek. Im DienStag-Llbonnement gelangt komische Schwank „Die Logenbrüder" am Dienstag zur ©arwM Mittwoch wcrd im Abonnement da» Koffümlustspie! „Nenail!«. Kiederßolt, während Donner»tag da» Volksffâck mit Gesang - AlSckSschmied' zur Aufführung kommt. Die Gastspiele bei P Fntz Alberti finden EauiStag und Tountag abend b'/' ü^ Herr Alberti spielt den »Egmont' an beide» Abenden. I» ^st', reitung befiudet sich unter der Spielleitung de» Direkor» da» Traumspiel „Hau» Sounenstößers Höllenfahrt'.
* Houptvsrsammlu»»« der Turnaemeinbe. M losnng von 50 Anteilscheine« begrüßte der Vorsitzende die erschitüs^ 19 Turnerinnen unb 81 Turner, gedachte M't ehrenden Worrt" ' beimgckedrteu Krieger und der Toten und feierte die Turneri"«- 3 Mitglieder, bie im vergangenen Jahre der Duntganeinbe w < «ngebörten und ber 5 neuen Jubilar«. Nack Verlesung deS Berubll > - dievorjährigeHauptveriammlun, trug dervorlitzende folgenden.'».. bericht vor: I Allgemeine«. Da» 81. Geschäftsjahr derTurngcE (1918) hat da« laugt ersehnte Ende de« furchtbaren Mordens S^ Die Kämpfe bei Weltkrieg» sind beendet, aber der Friede ist «°® fr! da. Und er, auf ben hur alle mit Gebnsuckt gewartet hatten, '^ nach Lage der Dinge nur Furchtbares für uh« bringt«. E? ns alle« ganz ander« gekommen, at« unsere Sne«er gewollt unb liefst betten. Unser Vaterland liegt wehrlos unter ben GE sj Feinde. Und den Frieden fanden unsere heimkehrenden KnW ^ in der Heimat nicht. So br»bt been ger'ng-u Rest uusereS Wor '°^ und unserer Kultur die Bcrmchlunz. Gr wir» unserer ganzrn^ traft bedüneN, in solch verzweittlter Lage nicht den Klauen o, Zukunft unsere« Volke» zu herberen. Wie vor 110 3^"" „ Vater Jad«, stehen wir vor einem Trömmerbaufen. Aber w> ^ nicht verzwcittlte, wollen auch wir eS rucht. Wir «cdmcn ^ Kauchfruf aus: Turner heraus! Hier in unserer TurnqeweM« ii«irre A'bnt zunächst dem Aiede-anibau unsere» Ver«la»' Gatc Ausängc dazu sind gamacht. Wir wollen unsere R«chc» , _,cfter schließen «U de«her. Hub ^r- ^Scx wa ®b4 *