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Freitag den 7. März

1911

Verhandlungen in Spaa unterbrochen.

Unsere Lehensmittelstersorgnng.

WB. Berlin, 6. März. Die in Spaa geführten DerhanLlrm- Mr bie LebensmitteLverforgung Deutschlands, die Aus- bor Handelsslotte und bie damit im Zusammenhang finanziellen Dereimbarungen find abgebroche« n, nachdem die Alliierten auf bet sofortigen Auslieferung deutschen Handelsflotte bestanden, oh'ae bindend« kpflichtungen für die Lebensmittelversor- ,g Deutschlands zu übernehme«.

WB. Berli«, 5. März. Nach einer Mitteilung der Maffen- lhondstommiffiom hat die Reichsregierung die lluterhänbler Spaa angewâcson, die deutsche Handelsflotte nur zur Set» ng zu stellen, sobald durch bindende Verträge die Lebons- elversorgung Deutschlaade bis zur neuen Ernte sichovgestellt - Zn der letzten Sitzung über bie Lebensmittelversorgung " ands in Spaa führte der deutsche Vertreter aus, die rang Deutschlands sei einer bet Gründe für die Annahme x harten WafsensiilfftandsLedingungen gameson. Deutschland Mit aber nicht seine Handelsflotte abliefetn, ohne datz eine ng bet Alliierten vorliege, daß die Lebensm titele infuhr lh tatsächlich erfolge. Bisher erhält Deutschland noch keine ige Tonne Lârsmitbk von den Miierten. Deshalb sei der Standpunkt der, bie Handelsflotte zur Verfügung zu it, sobald durch bindende Erklärungen bie Lebensmrtte-lver- 9 Deutschlands dis zur ^aäMten Ernte sichergestellt sei.

aber vor, um weitere Verhandlungen zu er-

yen, eine teilweise zur Verfügungftellang der Handels- vorzwnehmen und bei dem Vorhandensein des definttiven 'gunigsplawos Lea Resi der Flotte «uszu liefern. Der eng. reter erklärte, die Alliierten hätten die Absicht, die mit Deutelnds von Monat M Monat M erteichbern,, per énWibwwj â -OLeusien KriM-Wts,. MN;; ^ b sofort die gesamte Flotte abliesere. 3a elfter Linie wie bie Einfuhr von 270 000 Tonnen genehmigt und die Frage st Lieferungen werde dem Obersten Kriegsrat Mr Ent- DOTgelegt. Utriersiao-tssCrerar v. Braun entgegenete diese ErÄärung, datz dadurch die weitere Versorgung tschlwnbs von drei mrsichcren Faktoren abhängig gemacht die Entscheidung dem Obersten Kriegs rat Vorbehalten fei, dem Deutschland leine Berlinblungsmöglichleit habe. Er ite nochmale, daß die Frage der Lebensmittelversorgung Frage auf Sehen und Tod für Deutschlands Bsvöl- g fetz von der schon jetzt täglich 800 Menschen Hmrgers stÄr- - Keine Regierung könne es veranttvorien. sich ohne Cicher- h datz die Alliierten helfen, des letzten Mittels berauben, sich helfen. Hierauf erklärte Admiral Hope, datz die affe, siertvetor keine Vollmacht hätten weilerzuMhen. Een« deutschen Vertreter keine weiteren Zirftruktio>ren Hütts«, e et vor, die Verhandlungen abzukaechen. Untenftaatst. «r v. Braun bemerkte, er holte es für wenig wahrscheinlich, die beuifc^e Regierung in dieser Lebensfrage nachgebex e. Da ein weiteres Der Handeln zwecklos erschien, warben Lechandlungem abgebrochen. Die beiderseitige« Ksmmis- reisten von Spaa ab.

*

Verhandlungen in Span, in beiten ein Abbonime» über «nsmiitelveafouguirg T-eutfchla.ids und die Usberlasiung chchon Handelsflotte an Lie Alliierten getroffen werden nd etgebmg-Ire verlaufein. Ditz Vertreter der Entente mit begrenzten Vollmachten gekommen. Diese Vollmoch- rügten nicht, bie von deutscher Seite gestellten Fordtzrun- ner geregelten Lebensnr-ittslveÄovaaaa Deutschlands bis

nächsten ©tute M erfüllen. Die Berhândkungen würben da- nogebrochen. Die Vertreter bet Entente reiften ab, ohne zu ob sie weitere Instruktionen einhoken wollen oder ob sie chandlungen als endgültig gescheitert ansehem

Das find die Tatsachen. Die Rechtslage fft die folgende: echen Waffenstikfftandsvertrag vom 11. November be- Wnunfe Art. 26, Latz die Blockade im gegenwärtigen Umfang erhalten bleibe, daß aberdie Mliierte« mrd die Set. JWen Staaten in A«sficht nehmen, während der Dauer des 0 neust tUftanbes Deutschland in dem als notwendig erkannt«« mit Sebs.ismitteln yzu versorgen." " ' " M^âlmrgon wurde dann bei bet Verb ^tatetes am 16. Januar folgender Zusatz-----------

^m die Lebensmittelvechongung Deutschlands »nd des übri. M Europas fickerzustellcm, wirst bie deutsche Rqgier««« alle taeffetn, um während der Dauer be» Waffenstill- witbes. bie ganze bautfcbe Handelsflotte bet Kontrolle und der FW der alliiertem Mäch^ unb der Vereinigten Staaten, T! rin deutscher Delegierter beige geben ist, zu unterstelle». kJ'^N Btteimbatue* greift in feiner Weise der endgültige« ^UMng übet biete Schiffe vor usw."

N, änlich ist bie Lage also vollkommen klar. Wir sind zur xD.^seruag unserer Handelsflotte mit verpflichtet, wenn wir ^wnsmittet haben wolle». Unsere Schiffe würde, dann gleich- bet Versorgung des übrigen Europas bienen. ©ine Ste JSkS^ die Kündigung des Waffewstillstandes rechtlich be- ÄMnb wir d«mnLch»icht etagegangen. Will bfe Gnt-è 3 i ^«^enft W<mb unter der zuletzt angenomwenen Fr» von J^ mtfk gen, da»« begeht fieehten offenen GewaltM, ben K moralisch niemals rechtfertigen kann.

Auf Grund weiterer rt gensag des Waffen»

omwea:

jVB. BerN», 7. Mrrz. Am «stschlutz an den Abbruch der Set. Wangen bet drei AirteiBoinmMonen i» Span wurde Jettens

Wllsons Rückkehr

WB. Amsterdam, 5. März. Wilson sagte in einer gestern ge­haltenen Rede: Welch sähe Rache, die wir an der Welt ge­nommen. Sie lochten Wer uns, und sie Lachten. Latz wir es mit unserem SefermiTSis von Grundsätzen nicht erlist meinten, «ad sie dachten so bis Ende April 1917. Es erschien ihnen, kaum glaublich, dah wir mehr tun würden, als ein paar Leute über See zu schicken, und nur so tun, als ob wir helfen wollten. Die süße Rache b^teht also darin, dost wir an bie Gerechti^eit glaubten, und dich wir wisse«, datz wir beteit find, ihr auch die

glaubten, und datz torr wisse«, bi

größtem Opfer zu bringen. Co tthkr ich mit tontet Kraft M meiner Aufgabe auf der anderen Seite des Meeres zurück. Ich glnub«, daß wir der " können. Die MenA

!t Zunerficht entge ein, datz bas

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etnbe Gut der Welt die Gerechtigkeit fft, und datz eine Regelung narr zeitweilig sein kann, weit fee auch mir zeitnom sein darf. Es wird der Tag kommen, an dem bie Menschen in AmerNa gehobenen Herzens und mit Stolz auf bte Tatsache zu­rückblicken werden, doch sie das Vorrecht hatten^ Opfer M bristAva, die ^notwendig waren, um ihre Macht und ihre moralffche Kraft mit der Sache der ©eredftigteit für alle Menschen auf der ganze» Welt zu verbinden. Gott gebe uns das Vorrecht, einMfehen, dcch wir es taten, ohne an den Preis M denken, weil wir «chls tonet ifcwter und Freunde der Freiheit und des Rechtes waten

vor bet Reste M fernem und im i BBkterbund au s.

ich der frühe« Präsident Tast in ea«ne to «mfor« peace" Mr den

Die Friedensverhandlnngen.

WB. Haag, 7. März. DemRieuwfchen Seurent" wirb aus Daris gemeldet, daß dort jetzt die Dorbereituxgen für die Unter­bringung bet deutschen Bevollmächtigten getroffen mürben. Clemenceau, Lloyd George xwb Wilson fmb auSersehen, den Deutschen die Frie- benibebixgwngen »orzulege». Dan» würben die deutschen Bevok-

Um das Rhriuafer.

die Kampagne her fvanzösischen Presse auf Annektierung des ^ -^^^ Rhermufers ntcht den Wiinsihen und Absichten bet

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Mit aber bet offiziösen Presse das Stichwort für eine Behand­lung des Problems Ler deutfch-französischoni Grenze, bk nür noch mLhfelrger den crnnexionffflschen Charakter dieser Fratz« enthüllt. DasJournal" stellt die Sache so dar, Latz Frankreich mlli- Erffchè Garantien verlange, die die natürliche Folge jedes sieg­reichen Krieges si^en, und die die Grba'Stixnlß des Mgonreiiven! Friodeins genrötz dem Wunsche der Völker M sichern bezroecksn. Frankreich wolle lediglich die militärische Besetzung Les linken Rheinufers bis Mr völliger Durchführung der Friestsnsbestim- gvingon durch Deutschland und übeülasie dann der linksrheini­schen BevöSerung ihr Seldstbestrmmuntgsrechi, wobei allerbings felbstverftändliche Voraussetzung sei, dich diese Gebiete für immer vom preiitzlsche« Staat ohgetncnnt wurden, innndchdens aber

während der Tromm Staat

etnen unNbhängfgen auto- bes Saarbeckens itab Lan-

Laus habe mit dieser Angelegenheit nichts zu tatt, wert die A«- gliederung dieses Gebietes an Frankreich eine Wiedergut­machung alten Unrechts und als eine EnctschäLrguchg an die Bergwerte Frankreichs zu betrachten sei. DerPetit Pavisi-en" kommt hiufichtlich Landaus und des Satirbedens zu demfelbo»

DerDemps", dar auf die «chdsrh«inische>.r Brücken köpfe bet Entente verzichtet, jorbest, Latz Ler Rhone in seiner gemzen Bvsite ein französischer begw. inchsralkiierter Fluß werde. Die ..Hunacmite" stellt angesichts dieser Sachlage und der Tatsache, Latz die Arbeiten bet Fisiedenskonseronz ins Stocken geraten seien, fast, Latz Wilson gegen bk schk«hdev Kräfte, wie sie sich in den Fvrderrcngen Ftcmrv»ichs, Stattens und Serbiens dar­stellten, anUrkämpfen suche. Das Statt befürchtet jedoch, Lotz trotz dieser ArPmengungan WtHons bet stiebe bet kapitalisti­schen Mächte ein Friede her Intoleranz und bet llrgerochtigLejjt

werde.

Das Schicksal unserer Kriegsgefangenen.

WB. «wWeebam# 7. März. Rach «Sex hier einqetroffeneu englischen Blätter» v»« 4- März erklärte her ®tMt$fc!retär für bat Krieg Curchill in der UnterhauSsitzn«, vom 8. März in Beantw»rtn»< von Fragen, die englische Legierung schicke bie deutschen Krieg», «efengexen so rasch wie möglich nach Frankreich und Belgien, x m sie dort arbeite» zu lassen.

Die Lage im Osten.

WB Starnberg, 7. März. Wegen der schlechten Bahndertin- bimgen sollen die Verhandlungen zwischen den deutschen Delegierten und der interalliierten Kemmilfion in Posen stattfinden. Hiergege» haben bk deutschen Delegierten energisch Protest eingelegt

Die russische Frage.

WK Beta, 6. März. DieHunmnAè" schreibt, daß tat Gegensatz zu den vor der Regierung abgegebenen Erklärungor die Surfte reitiingeu für eine militärische Intervention tu« Rutz- laust weiterbeteieben würden. In Cherbourg seien kürzlich französische Truppen nach Rußlaub ein geschifft worden. Im Innern des Lattdes und auch an der Front rekrutiere ma<t bfe für einen Feldzug in Nutzland tauglichen Mannschaften. Den M«nmsck»sten wurden für die Teilncchme Zulage« versprochen. Dieèwnaniié schreibt weiter: Wir warnen das Land, die Sankt und die Arbeiterorganisationen und ftxweu ch weiterhin gewillt sind, vor diesen Tatsache« bte

WB. Berlin, 6. März. Ein Berichterftâr mekdet: Ster «* rrchr ht Berlin, welchem nach Versicherung «ntevrdhteter Ändfe

geben bemüht find, uu eine e^tfob^e Steb eatwfei

zeipriPdtx» bcstcrrven aus bewcrifneten ArstÄte» der

8 Uhr, scheiterte ehr Livgrist auf das Povgechröstdium. 8de kich einer kleinen AböeiLmg von etwa 60 Mann gekang ee, dem CSLflügel des Polizeipröfidèumv verüberMhend *

Präsidium wurde an Saust des Vormittags weiter beßhoffe« reust mach alle» Setten vbyeMosse». Davanfhi» wurste der Garde- Scmcrlliepie-SchStzendi»^ d« SauLerrmg Les and bie Entsetzung Les PoriyeipDäsLimims Lbsokratze«. Der griff der GardekavaNeâ-Schützondivisian bega« nur 2 Uhr

$aw* bie Gesamtlage daWr gekerrnzeühwet werden Latz bie 31*

hitzte stuf dem Mchriuehaus Lie wsitze FlaWe und räumte La» MarirrHaus. Zur Zeit P das Marinehaus vo» plü-ndsruLe» Zivilfften amgefüM. Die Wache Ler «puoMaachuMu ecweae»#.

Marßball wnrde daraufhin ist Starrn gettom-mee und die Wache der «päNonichhen CoWatemoehr ausgechobsr. Der heutige Tat hat «ach Meldung eines anderen Berichterstatters bew Sie»

felg gebracht. Die Volksnvcrrin estivisiv» mit Zellen der icpUbl^ ianifchen Soldwtenroehr hatte sich im Mattnehans verschanzt und das Hans mit Geschützen^ Masch inevgewehven und allen rnoder. Wt Kampfmitteln ta duxe Festung verwandelt. Gleichzeitig versuchte« die Spartak ffieu heute nacht Los Politzeipröfidiu»«,

runpstruppem gehalten werthe, zu stürme». D« wären See» teidkghr schluWN stundenlang alle erbittend« Angriffe Mrück, trotzdem die Gegner auch Artillerie anwendeten, L muh leichte

geleitete Angriff der Regie rungs truppen an allen Stetten «l-ich. fettig ein und brachte ihnen vollen Erfolg. Das Marinehau, schielt drei Volltreffer von schweren Feldhaubitzan. Die Ser« Leidiger verliehen fluchtartig ihre Festung. Der Alexanderplatz rmd die umliegenden Strafen wurde« von frvrwttlige» Fonmo- tirmen der Eardekavolleriedivision gestürmt und vollständig ge. säubert. Der Erfolg der Truppen fft trotz erbitterten Gegenwehr der Spartakisten ein voller.

WB. Berli», 6. März. 9 Uhr abends. Md von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, befindet sich bas Polizeipräsidium rest­los i* bat Händen der Regierungstruppen. Der Mepaisterplatz und dessen gesamte Umgebung ist von de» AufstäNstffchea voll­ständig gefäubert.

WB. Berlin, 6. März. Durch einen umstassendetr Angriff bet Regrorungstruppen wurde die innere Stadt, bie von den Sparv takisten besetzt war, genommen. Die verschiedenen Gebäude, rost das Schulgebäude, in dem sich bie Spartakisten nivLergetasse-

divifion besetzt. Natürlich müssen eiNzeffpe Sparta kistenneftei noch geräubert werden.

Kleine Nachrichten.

D«s U»ti«Nst«rnn«ö»ef«tz. Es besteht unter den Mehrheit». Parteien die Absicht, das SozialisierungSgcsetz und da» damit im Zu­sammenhang stehende Kohlexgesetz ohne AuSschutzbcratuug möglichst rasch in alle« zwei Lesungen im Plenum zu verabschiedn.

Dar Henernlfleeif in erfurt i# beendet. Der bürger­liche Gegenstreik hat ben Erfolg gehabt, daß der Unabhängige Streik- «urschuß die Sorbenntgex bei Bürgertum» angenommen hat.

Der Schade» i» Halle. Obwohl in Halle alle Hauptpunkte der Stadt in den Händen der Regicrung»truppen sind, konnten Plönderungtn nicht verhindert werden. Durch diese ist ein Schaden von 20 Millionen Mark an«erichtet worden.

Unsere Ostafrikaaer. Ueber ualerc tapferen OstafrikLner, bfe Wrzlich «hreuvoll begründ in Settia cönzoaoii, mürb berfchchsh, Latz ihr ruhmreicher Führ« General von Lettow-Vorbeck sehr frisch und wettergebräunt aussicht: man steht ihm von Lon grohen Strapazen nicht viel an. Die Offiziere sprechen sich übe» bie Reife zufrieden aus «nb hatte« «W unter boso-nbereir Be- jchwersten M leiste«. Eve erzählen, daß sie der WaFfanstilytaAL sehr übevrafcht habe, da sie gerade bei sehr erfolgreichen Ope^ matiane» waren. Die Kriegführung habe alle Forme« b« Guerillakrieges angenammen, wobei besonders die Größe bei Geländes viele Schwierigkviten verursachte. Müt Munètäon^sel die Trappe stets reich versorgt gewesen1, da es gelungen wau^ von aussen her eitrige Mal« das nsttwenstige Materöal |e<6cfe