Hanauer
I -^ AM
«mttUkm»«--e»»hrr
. «e 7gchâ« Petit^ile »der der« Raum 20 Pd- im Rrklometril die ZeS« 60 M.
4 ----
[ jtohdto**ta# «d Verlag der Buchdrucker« der
, I vorrin. O. Waisenhauses « Hanan.
General-A«zi
AMchts Orzav für Stadt- md K
Erscheint täglich mit Ansnahme der Sonn» und Feiertag«.
RezugSpreUt a; - ^ »ierteljShrllch 3.15 3»., monatKch 1.05 TOt/für <p^ vierteljährlich 2.70 Mk, monatlich 90 PfA,^ Üe emzÄne, Nummer kostet 10 Kf». .
Redakteur?-Gsstav Lchreârè für Anzeigen «.Reklamen: August Brodt, beide in Hana«
Li--
Hr. 54
Setnf pTt*en|*li| Redaktton 149 — Exp«ditto« ISS
Mittwoch den 5. März WMDLLL'L
«mtttcheS
Bakanntmachnng.
1 Del anerkennenswerte Verhalten der Bevölkerung von ^«««« seit Verhängung des Belagerungszustandes berechtigt ^ zu der Erwart mg, daß Ruhe und Ordnung auch weiterhin aufrecht erhalte« bleiben.
, Ach hebe daher den Belagerungszustand auf. Se endet Mittwoch den 5. März, um 2 Uhr mittags.
; Hanan den 5. März 1919.
Rnmfchöttel» Generalmajor.
Bekanntmachung.
Rach Aushebung der Belagerungszustandes tritt für ben ßtsdtbezirk Hanau »am heutigen Tage ab wieder die vom Herrn Regierungspräsidenten auf 11 Uhr festgesetzte
sslzelstAnde in Iha ft.
; Hanan den 5. März 1919. W
Der Polizeidirektor. Schmid. ^ *
Die Abwürgung Deutschlands.
8 6tx^ 4. März. An her geftrigein Beratung der Vertreter I ber Großmächte hat zum ersten Male der erste japanische Frie- I dersunterhändler Marquis Sajonja terlgenommen. Die Waffen, k SillpandsbedinMugen, die Foch der Konferenz varschbiiAt, ent« Wfprechsil tvahrfcheinlich dem Wortlaut der von den Lyoner Blât» Wem mtdwBgefleibenen Mitteilurrgen. Ueber bie wirtschaftlichen UForderunaen, die Frankreich erhebt, macht der Lyoner Progreh" Wfolgende Mitteilung: Auslieferung seiner Eâreserven (jedoch des Goldes, das sich noch in den Banken oder im Pvrvat- ^bâ defindet) und 916tretumg «ller DuthaLem, die Deut^Maad è m Auslande hat. Die Summ« dieser Guthaben ist wesentlich R Hoyer, als die bisher veröffen-tlichteu Ziffer« angeben und wurde I knre^ sofort flüssig zu machende starke Anzahlung darstelle«. MNatiwlich würden sämtliche beweglichen und unbeweglichen WWert«, die Deutschland im Auslande besitzt, in diese Rechnung m emaestellt werden. Echliehlich wurde Deutschland für ebne ge» t wisse Anzahl von Jahren die Lieferung bestimmter Erstewgntzsse WSAserlegt werben, zum Beispiel von Kali und Kohlen. Man »Mricht von 60 Millionen Tonnen Kohlen jährlich. Auch soll K Deutschland das Holz Kxrücklivfern, das es aas Frankreich mit» ■ Momme« hat.
I Zur Lage in Berlin.
I Ueber die BorgSirge in Berli« (Generalstreik) find vns heute früh folgende Drahtberichte zugegangen: M^Die Ausführung der militärische« Maßnahme» i« M Bertt« ist, wie der „Deutschen Tagesztg." aus Auverlässiger I Uwell« mitgeteilt »irb, Oberst Reinhard übertrage« worden. I */tzält den Befehl auch über bie anderen in Berlin stativ» ■ *Ekn Freikorps. Auch das Freikorps Lützow ist gestern nach. I Ettag ans seinem Quartieren nördlich von Berlin unter Hin» ■ Spiel unter Führung seines Kommandeurs Major von I in Berlin eingerückt. Die Truppen machtoa ans das I w«et^ zufchnuendr Publikum wege« ihoer vorzügliche« Hal» I ^S 'inen ausgezeichneten Eindruck. M» «-^Ä ^J ierxxgskreis«, hofft man, daß bie Krisis sich ■ 2??".$ Wn wird. Zur Vorsicht find jedoch die wichtigsten und ^âtarrfch wertvollsten Gebäude mit starkem Schutz versehen ■ Die Fernsprechämter, das Haupttelegraphonamt, die I die Leben sm ü tefbepate und der Schlachthof haben B ’me Besatzungen echaltsx, um jeden etw» von den Komm». ■ Angriff abwehr«« zu könne«. Autzerdem sind ■ j ”* Aahe der gewarnrten Gebäude Truppen in Privatquar- I: «ntergegebracht worden, um im Notfall mit eingreise« H kl t*”*^ Besonders starken Schutz hat der Reichstag erhalte«, I ^.?^, Regierung mitoeiettt worden ist, daß in den nächsten ^Erf« Gebäsde, ebenso wie auch auf die Katzer«« B ' Garderegiments, Angriffe zu erwarten fein dürfte». I ^j^tejsmtn-ifter Noske hat, wie eine Nachrichtenagentur wettet, vor fei«« Ab reif« nach Berlin eine längere K o»f«. I L^*n übrigen Mitgliedern des Kabinetts abgechalpen. ■ v uvereingekommen^ die Unruhen rücksichtslos zu unter» I * ^ alle Ausschreitungen aufs strengste zu bestrafen. Bet I ^^Erattinge» hat sich Nos« dahin geäußert, daß Berit* ein hatt ^E«n«n wird, â es Berlin bisher «ch nicht em .»Deutsche Tageszeitung" meldet: Abgesehen von dem Men derBerkehrsmittel hat Berlin von dem General» I y^Y "ach nicht allzuviel gespürt Man geht wohl kam» fchl, 9^ nnan dem ganzen Ausstand in Bertin fei» allzu langes I prophezeit. ufi! ^aufe des heutigen Tages hat sich eine Kommisfilm der i^tt^âati schen Partei, der auch Kaliski mrgehört, «ach I «fleben, um dort mit der Regi-eroug Beratungen zu ö,^7"' .Der Generalstreik ist zwar von den Arbeitern einzelner hi^lt^ befchlosten und am Dienstag durchgesührt worden, »ch haben die mittleren und kleinen Betriebe bet Aufforderung hcht-7^âitung nicht Folge geleistet 3« dar Mehrgatz der nternehmumMN wurde gearbeitet. sm»., Streiklage in Spanbau hat dadurch eine BerEhär» öaiâr^^^^" daß die Arbeiter des Kraftwerkes an der Ober- Ä wo aus Spandau mit Strom versorgt wird, es bei all- » ^paudau durchgesetzt haben, daß seitens der Stadt 8^^E«ci«Le, bie den olektrischen Strom bemötigen, von d« M^^n^ abgeschnttten werden. Die Duvchfichruny dieser ton «^me "ird durch Arbeiterabordnungan kontrolliert, bte K ^x°us zu Haus gehen. Dadurch wird in Spandau nach und I leder größere Betrieb zum Stilliegen gezwungen.
St.^ »Borwärts" meldet, wurde gestern bie Lage des b ^6»^ einer Versammlung bet auf dem Boden der sozial- «1?"°kratisch«n Partei Deutschlands stehenden
6 ------f—>_ .^x «.^fc^Ä** »rärterL Der R«fö»
r«lt Büchel führte ew: In ebnem Teil her Betriebe Ächt die Arbeit ollerdrwgs völlig. Das ist aber daraus zu erklären. daß in den meiste» die Entscheidung über die Fmge des GenavaL- streiks nicht durch geheime Abstmmmng erfolgt ist. In anderen Betrieben haben die dort wißenommerten geheimen Abstinv- tmtngen das Ewaebnie gehabt, daß eine starke Mehrheit sich gegen den St new erklirrte. In der Diskussion wâe aus den verschiedensten Betrieben berichtet. Jmmsr erfuhr man, daß die geheime Abstimmung «kne Mehrheit «zagen den Streik er« gehe« hatte. Eine IusanArnistellung aus etwa 80 Betrieben tert geheimer Abstimmung zeigte das BÄd, -atz nur 7908 CtÄw- teCR für «ich 20720 gegen den Streik abgesehen rvurden.
Die Lage in Da «zig. -^4
DDP. Berti«, 4. März. Die „Deutsche TaNeszeituntz" meldet aus Danzig: Auf die immer wieder auftauchenden Meldungen, Eenewak Halber melde demnächst mit seiner voln-ischen Armee in Danzig landen, hatte sich der Magistrat drahtlich an die Regierung mit der Bitte um Aufklärung gewandt, Darauf ist heute folgende Dahtantmoirt eingelaufen: Von Landung polnischer Truppen nichts bekannt. Hegen wegen Danzigs Zânft keine
ernsten Bedenken. Noske. i« Wta»<u
Aus dem Reiche. „ ^ ^»
WB. Leipzig, 4. März. Laut „Leipziger Volkszeitung" ist über Halle das Standrecht «xd der Belagerungszustand verhängt worden. Einige Perionen solle« bereits standrechtlich erschossen worden sein. Gestern sollte die AnSstandSleitung verhaftet werden; die Versammlung brach die Beratungen ab und brachte die Leiter in Sicherheit. — Wie die „Leipziger P»M-«itxn," berichtet, tarierte der Leiter de» Militärwesens in Dresden, Reuring, den Arbeiter« und Saldatenrat in Leipzig aus, seine Maßnahmen gur Behinderung des Eisenbahnverkehrs rückgängig m machen und ihm keine Schwierigkeiten «ehr gx bereiten- Sollte dieser Forderux» bis 5. Mörz nicht entsprochen sein, so behalte das Ministerium für Militärwese« sich alle weiteren Schritte
vor. Der engere Ausschuß des Arbeiter- uni Soldaten?«'» fordert breBeaMte« auf, da durch ihren Ausstand die Auszahlung von Krie»S- vnferRitnnrt, ArbeitslolenNnterstützrm», Löhne, usw. verhi«bert werben, unverzüglich die Arbeit wieder anfzunehwen. Es werde nicht geduldet, daß die Beamten AuSstandSunterstützung durch die Fart- zahlung ihrer GedLter bezögen. Der Arbeiter- und Soldaten- rat werde dafür Sorge tragen, daß hex ««»ständigen Beamte, die »«kftandrtage «* Schalt abgezogen würden nxh werde »eitere Maßnahme« i» Erwägung gießen.
WB. teSute, 4. März. Der Stress in Westtbüringen erfuhr bis hexte keine Abschwächnu«. Die Züge Snttex Erfurt nicht er» reichen, da die Stretfe Neu-Dietendorf und Vieselbach verkehrSunfähig gemacht ward« ist Trotz dc» in Eisenach bestehenden Streit» sönnen die Zuge über Eisenach in der Richtung Frankfurt «. M. und Cassel fahren. Der Drahtverkehr «it k* mittelthüringischen Städten ist untkrdrochen. In Südthâringe» fmb Streiks in größerer Ausdehnung «icht * befürchten.
W. *aW< (Saale), 4. März. Heute früh forderte der Sektion»- a«»fch«ß »er Hallefchrn Bürger durch Handschlag die Bürger auf, die Arbeit wieder «nsznxehm«» und für eine geregelte Versorgung der Stadt Halle «inz*trete«, da General Maerker mit Truppe« geordnete Verhältnisse wieder Herstellen wird, fe daß der Terror bestimmter Klafle« der Bevölkerung wieder axfiört Auch der Bahnveekehr feil heute d»rch Militär wieder ermöglicht werde», de-gleichex werden Telephon und Telegraph sowi« bi« Postämter ihre Tätigkeit wieder anfnchmc», wenn auch noch in beschränttem Umfange. Dre Leitungen solle« worgen wieder «scheine«, die Bäck« backe» wieder Brot, er geht also wieder geordneten verhältniffe« entgegen.
Nationalversammlung.
WB. Berlin, 4. März.
Am Regierung-tisch: Dr. Preuß, Missell, Erzberger, Robert Schmidt, Backe «. a.
Präsident Febrenb ach eröffnet die Sitzxxg «ach SV« Uhr. **f der Tagttorbmng stehen »«nächst Anfragen.
»Hg. Dr. »a,l (D. Spt) fragt, welche Schritte die ReichS- regimtxfl «enternomme« hat, um die sofortige Befreiung der zx rn- recht »BW Feind« strafrechtlich zur Verantwort»»» gezogene» aber ver» xrteilten deutsche» 8«kleit« gx bewirken.
Em RegierungSkemwistar erwidert, daß bei den Miierte« mehrfach Einspruch gegen bie Berbafttmg erhoben wurde, ein eudgüttiger Bescheid fei biSH« nicht erfolgt.
Abg. Arnstadt xxb Genossen fragen, Ml die Regierung zur Beseitig«« bei 3e>iermangel» für die deutsche Presse tun will.
»eichSvnrtschastSminifter Wiss«ll- Eine befriedigende Papier» vers»^,»ng der Presse wird «st dan» möglich sei«, wenn daS deutsche WirtschaftSledex wieder ri»i,ermaßen in geordnete Bahnen zurückkehrt.
Ab«. Ob Ur (Dtsch.-uatl. Bp.) fragt, waS die Rcich«regi«rx»g h* woll« mn beut Mangel an Düngemittel abzuhelfen.
Reichsminister Schmidt: Die ReichSregierung ist bemüht, Don de» Alliierten bie Freigabe der Produktion an» beut besetzte» Gebiet $n erlangen und tut auch sonst alle« in ihrer Macht stehende.
Mg. Hexk« (Unabh.f: Der kapitalistische Charakter der Ler» fassxxg zeigt sich darin, daß Enteign «»gen nur gegen Entschädigungen zulässig sein soffen. Die Arbeiter sehen in dem ettgewemen Wahlrecht xickt ein Mittel, da» sie »o« alew Elend befreien könnte. Sie wiffen Bessere», »« ihre Interessen wabrzuxehmex. Di« Arbeiter» wb Eoldatenräte fordern mit allem Nachdruck, daß dem Räiestzstrm
auch in der Verfassung sei« Recht wird. Da« Attesystem bedeutet da» »ade de» ParlamcittariSmx» Erst wenn die Arbeiter sehen, daß dem Uebel a» di« Bürget ,«,«»-«« wird, werden fie ,«friede« fein. Oie werde« »orSberarhod niedergeschlagen werde« Kuxen, werde» aber mit immer größerer traft wieder axfftehe«.
irmtzexd xiedergeschmg«« »er ößerer traft wieder axfftehen.
Ab«. Gtr«»«»»»» (D. BeH»VL): Wa» der Vorredner erstreit ist «i«<»tlich der v»llk»»«en veesaffuxgslose Zustand. Eins Iieht sich durch aste xxfert Behandlungen al» Kernpunkt: da» Zroblem Preußen« Le«t!chla«d. Da hört «a« ixtwter wieder die bef« tigfle* »«griffe geg«x Preuße«, «»gen die Sonderrechte der süddeut- sey«» etaat« ist »an viel z»rückdalt«nd«r. Sa der 6in|eit»ftaat mit Provinz«« »nwtglich ist, so bleibt nur möglich die Aufrechterhaltung der vundt»staate«, hexen man aber di« Möglichkeit »ur Entfaltung ihrer Eigenart «eben muß. Für di« LsslSsun« innerhalb Preußens beißt H: Wid«rsteht de« Auläugen. Man lasse Preußen wie e» ist, feine H«gem»nit ist nicht meut vorhanden. Der letzte Teil der Rede beschäftigt sich mit Einzelheiten de» Vcrsassung«cntwu^I ix ihrer Be- aiehiuK ant »xßenpoluik.
Reichsminister Dr. Davit faßt bei Ergebn!» der ersten A«»-> spräche zusammen uxb vermißt dabei über dem Heransstellm der Stängel b«? Entwurfs die Anerkennung des nach seiner Muff off ang: positiv Erreichten. Seine Darstellung der Republik als einer bereit» zur Selbstverständlichkeit gewordenen Tatsache blieb rechts nicht «n» widerfpr»chen. Im großen Umrissen zeichnete «r dan« nochmals bat Progranun der Regierung zur Befestigung der Politik und zxm Rn»» bau der wirtschaftlichen Dem»kralle, die er dem secialismia asiatioae deS Abg. Henke und seiner Genoffen entgegenstellte. <t y** •/
I« teuer kurzen persönlichen Bemerkung behielt -sich ‘ der Ä6gJ Triixb » rn vor, über seine Stellung zur Frage der rheinisch-westfälischen Republik im VerfassungSauSschxß zu sprechen, an.beerbet Entwurf vh«« Widerspruch verwiesen wurde. ‘ '
^: M Umsturzbewegung in ItalienWU
? Lugano, 4. März. Aus Rom wird gemeldet: Ein Kavinietts» rat besänftigt sich mit.der Zunahme der Umfturzbewegung. Dick Regi^rumg leugnet nicht, daß die Sittwation bedenklich ist. Sick macht sich feine Illusionen über die Zimerläfsigkeit des Militärs^ Es mutz mit der MLglichkÄt eines Kabinett sw eMols gerechnet werde«. Die. Ansprüche der Dew,eg«ntz gehen auf -je Bildung! ebner Republik hinaus.
^■tip^SS^ I Aus^ancruStadt und Land.
> ^^IHM' :* -^ ^ 5. März.
Ausheburrg des Belagerungszustandes.
Im amtlichen Teile ist eine Bekanntmach««» des
Generalmajors Rumfchottel enthalten, lautend, daß der Belagerunsiszustand heute wieder aufgehoben worden fetj
Er endet um 2 Uhr mittags. Das anerkennenswerte Verhalte« der Bevölkerung von Hanau seit Verfügung des Belagerungszustandes berechtige ihn zu bet Erwartung, daß Ruhe und Ordnung auch weiterhin «nfrechi erkalten bleiben. — Gleichzeitig macht der Polizeidirektot bekannt, daß dick Polizoistunde wieder.auf, 11 Uhr festgesetzt mm^:^é^^
MM^vVon der Burgerwehr.^
Me Vorarbeiten zur Gründung einer Bürgerwrhr sinh nunmehr zum Abschluß gebracht, sie wird mit dem heutiges Tage in Tätigkeit treten. Damit hat man einem allgemeinen Bedürfnis unserer Stadt in weitgehendstem M»ße Rechnung getragen, nur so ist e8 möglich, ähnlichen Borkommnisien,' wie in den bergangtuen Wochen vorzubeugen. Die Anmeldungen zur ständigen Wehr haben n»türlicherweise eine; überaus große Zahl gebracht — man spricht von über 700, Anmeldungen. — D.'e Bürgerwehr soll auf 200 Manns gebracht werden, sodatz demgemäß eine große Anzahl der Anmeldungen nicht berücksichttgt werden konnte. Bei ber' Ausammensttllung ist die aus 1 Vertreter der Stadtverwaltung, 6 Vertretern der Arbeiter« sch Lft und 3Bertreter»des»ürgerauSschusfeS zusammengesetzte Äom misst an, wie Herr Rechtsanwalt Dr. Rußbaum (Mitglied der genannten Kommission) in einer Versammlung der Bürgerwehr am gestrigen Nachmittag in der Aula der Oberrealschule ausführte, streng darauf bedacht gewesen, Leute mis allen politischen Parteien in die Wehr einzustellen. Selbstverständlich muß jegliche politische Besatzung nach links noch nach rechts auSgefchaltet werden^ da es sich hier um das Gesamtwohl handelt. Die Kom- mandturfrage ist der Eile halber derart gelöst worden, ba# die Kommission Herrn Rittmeister von Bopeliull vom Thür. Manenregiincnt Nr. 6 zur Uebernahme biefet; Stolle gebeten hatt Die Leute sollen nach 14 Tagen entscheiden, ob dieser Führer ihr Vertrauen und ihre Zufriedenheit genießt, bejahendenfalls besteht btt vorläufige Wahl zu Rechtt Ferner werden die Mannschaften aus den Reihen ihrer Kameraden Vertrauensleute wählen, die Wünsche und Beschwerden verbringen und sich zu einem Vertrauensausschuß vereinigen solle». Weiterhin werden 5 Zugführer und mehrere Gruppenführer in' Vorschlag gebracht, deren endgültige Wahl von den Mann- schafte« nach Ablauf einer 14tägigen Frist zu bestätiget Bleibt. Der Dienst ist ettf 'täglich 8 Stunden festgesetzt und wird fich ans Stellung einer dauernden Bereitschaft durch et *e bestimmte Anzahl Leute im Rath»« so,^ auf 7Strgßen^ Patrouille und Bewachung des 8 eb «« S.m lt - te 11 * ff er 8 für b t n Stadt- und Land kreir Hanau erstreck««. Die R e s e r v »w e b r wird nur in Notfällen zur Unterstützung der ständigen W»hr rinfugreifeti Hoden, ihre Mn,lieber sollen von Zeik t« Zeit, vorgesehen sind Sonntage, zulammen treten und kl«»»»« Uflimpen vor. nobmen. Nächst Herrn Dr. Nußbaum Reffte sich Herr Rittmeister van VopeliuS den Versammelten vor und erläuterte in knrzen Worten Ziele und Bestrebungen, di» Organisation der Bürgerwehr. Wenn eS gilt, geg« un-j fentere, lichtscheue Elemente eiujnschreiten, dann »nß jede» seinen Ma«in stellen, fa führte Rittmeister von Bapeliu? etwa «uS, muß mit eisernem Besen gekehrt werben. Ruhe und Bess iure ii he it muß aber auch dan n die . Oberhand ^tschaltMck