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Fernfprechanscht «b

Redaktion 649 Expedition 881

M

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Das Schicksal der deutschen Kriegs- und Handelsflotte.

DieKreuzzeitung" hatte in einem die Reckifertsgungs- Mt der deutschen WaffenstMtandskommissron kritisierenden Irtikel behauptet,daß schon beim ersten Gespräch über die Mieferung der Kriegsschiffe gar kein Zweifel darüber be­fand, daß die anSgeüeferien Fahrzeuge nickt wieder an Deutschland zurückkommen sollten, trotzdem ist monatelang 16(6 erzählt morden, es handele sich um eine vorübergehende

* Dazu robb hssSamtlich erf13rt:

Diese

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steht mit den Tatsachen in klarem Widerspruch.

Zu der Frage, ob durch das log. Schiffahrtsabkommen itte Auslieferung oder nur eine Zurverfügungstellung der Mischen Handelsflotte stattgefunden hat, wird augenschem- ich von einer der Waffenstillstandskommission nahestehenden Seite der Sachverhalt wie folgt dargestellt:Wus das Schiffahrtsabkommen betriff«, so ist ans dem amtlichen Protokoll, Drucksache Nr. 8 der Waffenstillstandskommission, Seite 9, ersichtlich, daß die Alliierten von Anfang an bei er Verlängerung deS Waffenstillstandes im Januar darauf «standen haben, daß in das Waffenstillstandsabksmmen Ki« Bestimmung aufzunehmen sei, welche die Bedingungen irdie Gestellung der deutschen Handelsmarine zur Ver­jüng der alliierten und assoziierten Regierungen zum sivecke der Mithilfe bei der Lebensmittel Versorgung Deutschlands und Europas" festlegt. Die Alliierten ver- inflten ihrerseits weiter, daß diese Bedingungen n allen Einzelheiten bereits in das Abkommen selbst auf- uuehmen seien. Demgegenüber hat die Deutsche Waffen- lillstandSkommisfion erreicht, daß diese Bedingungen in den kinjesheiten nickt in daS Abkommen auszunehmen waren, daß br die Durchführung bei Maßnahmen n:^hMtscher Dele- lierler bestellt wird, daß bre^urrerriiiiiim^ auf ite Dauer des Waffenstillstandes gilt, daß hierdurch über «s Eigentumsrecht der Schiffe nickt verfügt wird, daß für i« Zurverfügungstellung der Schiffe eine entsprechende von <n Alliierten festzusetzrnde Vergütung gewährt wird, daß ißt Ausnahmen und die Einzelheiten in einer besonderen Vereinbarung zu regeln find und daß die deutschen Schiffe lt der Regel mit deutscher Bemannung fahren, die Alliierten iber in Einzelheiten die Bemannung teilweise oder ganz ad- ist« können."

Generalstreik-Bewegung.

WB. Erfurt, 26. Febr. Seit heute morgen herrscht hier bet venervlstreik. Die Stadt ist ohne elektrisches Licht, die Straßen­sahnen verkehren nicht. Die Arbeiter fordern: 1. Sofortige Ein- e^ttng von Betriebsräten mit Kontroll- und Mitbest immmtgs- !«cht durch Verordnung der Regierung. 2. Sofortige Sogialffie- arng der Bergwerke und Monopolbetrieb«. 3. Zurücknahme des Jastas über die Wiedereinführung der Kommandogewalt, t Restlose Anerkennung der Arbeiter- und Soldatenräte.

bieTribüne" milteilt, sind Regierungstruppert gestern wenb aus Gotha abgerückt. Zu Gunsten der Arbeiter im mtteDeutschen Kohlenrevier wird jedoch der Generalstreik im

trotzdein fortgesetzt. Erfurt ist ruhig.

WB- Leipzig, 26. Febr. In der Sitzung der ArbeiterrSte illurde heute nachmittag mit 40 000 gegen 5000 Stimmen der Generalstreik für morgen früh beschlossen. Dieser erstreckt sich l^och nicht auf die Lebensmittelbetriebe, Lazarette, Kranken­häuser und Wasserwerke. Auf die Arbeiter der bürgerlichen Mutigen soll eingewirkt werden, die Arbeit niederzulegen. peit heute ruht der Eisenbahnverkehr vollständig; im Bornaer

^eufelwitzer Kohlenrevier beschlossen heute die Beleg- schäften, morgen in den Streik einzutreten. Im mitteldeut-

Braun kohln revier ruht die Arbeit auf sämtlichen Gruben, ^Eujo in Anhalt. Der Eisenbahnerstreik erstreckt sich von Nord- ^usen über Halle bis nach Torgau. Halle ist völlig gesperrt; Met selb und Delitzsch ebenfalls. Zn der chemischen Industrie

°^e großen Betriebe still; so haben die lleberlandkraft- ^>èrke in Eolbe, Bitterfeld und Schortzewitz ihren Betrieb ein- Mellt. AR« der Leipziger Arbeiter- und Eoldatenrat mit- ist der Generafftreik für ganz Thüringen erklärt. Bisher sich 23 Städte angeschlossen. Wie aus Zeitz gemeldet wird,

^5 dortige Bürgertum in den Streik eingetreten. In ^i^enfels ist die gleiche Maßnahme geplant. Wie wir in- [ Ekt aus Halle erfahren, durchzogen heute große Menschen- ^Len die Straßen der Stadt. Zu größeren Ruhestörungen

es aber, wie überhaupt im ganzen Streikgebiet bis in die f ^uittagsstunden, soweit bekannt, nicht.gekommen.

Generalstreik in Leipzig.

sPrivattekegramm.i

, ^ipzig, 27. Febr. Der gestern beschlossene Generalstreik ist "te früh in Wirksamkeit getreten. Die Straßenbahn hat den I eitieb eingestellt. Es gibt weder Gas noch Eleftrizität. Der | chziger Dürgeraussckuß erläßt in den bürgerlichen Blättern

; ^ftufe an die Kaufmannschaft, Handwerkerschaft, die städtiischea /' staatlich«» Beanlten, Aerzte, Apotheker, Lehrer ujsw und

Re auf, heute mittag 12 Uhr in den allgemeinen Bürger- ervâreteu als. Antwort auf den EeneraWreik her Arb-ei- *

Donnerstag den 27. Februar

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terfchast. Wie verlautet, ist der Vorsitzende des Leipziger Arbei­ter- und Soldatenrates, Schriftleiter Seger, zurückgetretne, an seine Stelle soll der Stadtverordnetenvorfteher Dr. Kurt Geyer getreten sein. Der Leipziger Hauptbahnhof wurde in der ver­gangenen Nacht vollständig geräumt, auch die WirtschaftstLune geschlossen. Die Eingänge zum Hauptbahnhof sind von Matrosen besetzt.

Die Lage in Magdeburg.

DDP. Magdeburg, 26. Febr. Der Embabnverkebr ist durch den Streik labnwelegt. Nach einer Arbeitslo-enveriammlung zogen mehrere hundert Demonstranten Mer den B -iten Weg, wobei Zettel verteilt wurden, in denen zum . '.eueralfircik und zur Bildung des Rätespstems aufgefoidcrt wird. Dann zogen die Demonstranten nach dem Bahnhof. Die Lokemtiv- und Werkitätkenarbeiter kamen der Aufforderung zum Streik nach. Aus den in den Lokomstivschuppen bereitstehenden Maschinen wurde die Feuerung herausgeriffen. Der Berliner D-gug 2,10 Uhr nachmittags konnte noch abgelaffen wer­den. Seitdem ist Magdeburg von jedem Eisenbahnverkehr gesperrt.

Ausschreitungen in Bamberg.

WB Nürnberg, 26. Febr. DerFränkische Kurier" meldet ans Bamberg: Nach der heute vormittag anläßlich der Einäscherung Eisners von etwa 5000 Personen besuchten Trauerkuudgebunz kam es zu schweren Ausschreitungen jugendlicher Feldgrauer und halb­wüchsiger Burschen. Diese zogen, um gegen die Verweigerung des angeordneten' Glockengeläutes zu protestieren, nach der St. Martins- kirche und dem Dom, dem erzbischöflichen Palastund der Klosterkirche St. Jacob. Die versperrten Kirchentürèu wurden mit Beilen und Stemmeisen gewaltsam gesprengt und schwer beschädigt. Soldaten und Zivilisten drangen in We Kirchen und setzten die Glocken in Be­wegung. Der Dompmrrer, Domkapitular Seiger und der Erzbischof Dr. v. Hauck wurden schwer am Leben bedroht. Herbeigerufene Artillerieabteilungen mit Maschinengewehren und SchutzmannSauf- gebote stellten die Ordnung wieder her. Dreizehn Hanptfchuldige wurden verhaftet.

Ereuel.

DDP. Berlin, 26. Febr. Welche Rolle die polnische Geistlich­keit bei den Aufständen spielt, zeigt drastisch folgender Fall: Als die Plünderer in ein Hotel von Schubin eindrangen, kam es zu einem Tumult, bei dem ein deutscher Bürger erstochen wurde. Ein polnischer Geistlicher, der hinzueMe, hetzte, anstatt be­ruhigend auf die Wütenden- einzuwirken, noch die Menge gegen den Besitzer des deutschen Hotels auf. Ein anderer Gewährs­mann sprach vor einigen Tagen mit den polnischen Unteroffi­zieren Kitha und Kapal, die aus Wifsek stammen. Sie erklräten beide, daß die Polen keine Matrosen- und Erenz'chutzsoldaten ge­fangen nehmen, sondern sie kurzerhand erschießen. Die Polen ließen es auch nicht bei solchen Worten allein bewenden. Vier Matrosen und ein Artillerist, die ihnen in die Hände fielen, wur­den sofort zur Hinrichtung ahZeführt. Als die Unglücklichen hacken, ihnen doch wenigstens die Augen zu verbinden, wurde dies unter Hohnlachen abaerviefen. Dem Gewährsmann gelang es bald darauf, die Nichtstätte zu betreten. Die Leichen der Er­schlagenen lagen noch in derselben Stellung, wie sie erschoffen worden waren, am Beden, die (Gesichter mit Blut besudelt. Einem Matrosen war der Schädel eingeschlagen, sodaß die Ee- hirwmasse einige Sch'rickte weit abseits des Körpers lag.

An aüs neutralen Aerzte.

' DDP. Haag, 26. Febr. Die Deutsche Gesellschaft für staats­bürgerliche Erziehung hat an die medizinischen Fakultäten aller neutralen Staaten und an Wilson einen Aufruf über- die Hungersnot in Deutschland oeichickt. Darin wird auf die 800 000 Opfer verwiesen, die die Blockade in Deutschland während des Krieges gefordert hat. Es heißt weiter darin: Viele Millionen Städter leben seit Jahren von der Hälfte der- lebensnotwendigen Kalorien und noch weniger. Mit ihrem aller Refervsa beraub­ten Körper werden sie Todesopfer jeder ZufallskranKieit. Wenn Kinder nachweislich aus Hunger- Kohlenstaub, Kranke aus den MülleiN'Srn der Spitäler rohe Kohlstrünke- verschlingen, wird es verständlich^ daß Verzweiflung Jung und Alt zu schwersten Eigentumsvergehen hinreißt. Die sittliche Vernichtuna steht un­mittelbar vor der Tür. Deutschland will nicht Hilfsaktionen, die von immer neuen und härteren Bedingungen abhängig gemacht werden und für Preise, die für Millionen Armer unerschwing­lich sind, Deutschland und Deutsch-Oesterreich mästen Aushebung der Hungerhlockade verlangen. In Norwegen lagern Vorräte an Fischen, in den llebersee-Gebieten Mengen von Brotgetreide, Fleisch, Reis und Oelsamen. Der Waffenstillstand ist ^it 3)4 Monaten abgeschlossen. Die 75 Millionen Völker Deutschlands und Deutsch- -Oesterreichs sterben weiter Hungers. Die große Not macht es zum Gebot der Menschlichkeit, schnelle Hilfe auck an Zo Mungebebirgvrgen nicht scheitern zu lasten. Diesem Aufruf, der von'den nanftiastesten Aerzten Deutschlands unterzeichnet ist, schließen sich durch Unterschrift dick Oberbürgermeister der deut- scheu Großstädte u. a. v. Dvrscht-Mrinchen, Voigt-Frankffirt an und erklären, daß die Fortdauer der Sperre, die alle Gesetze der Mensthlichkeit verletze, die Lel'ensniittelversorgnng der deutschen Städte mehr und mehr zur Unmöglichkeit macht und daß das deutsche Volk dadurch einer unverdienten Hungerkatastrophe entgegengeführt wird.

Wilson in Amerika.

Boston, 24. Febr. In einer Rede bei feiner Ankunft in Ame­rika sagte Mllon, er habe aus der Friedenskonferenz sehr glück liâ Eindrücke bckomn en Die Männer auf der Pariser Kon­ferenz wüßten, daß sie nicht die Herren, sondern die Diener ihrer Völker seien. Die Konferenz scheine langsam voranzu schreiten, aber dies scheine nur so Alle Völker Europas vereinigten sich uertrauensroll tu der ßoxtuuua. weil sie daran ala-ubea. dak

Fernfprechanschluß

Redaktion 840 Ervedition 831

1919

N'» 'M »««MI m M im iriwiüi I rmiiutmrawwBmBBBWiMMMMWBi

wir an der Schwelle eines neuen Zeitalters stehen, iw dem die Nationen ihre ganze moralische und physische Kraft zusammew- fassen müssen, um dem Reckt Geltung zu verschaffen. Wenn Ame­rika in diesem kritischen Augenblick versagte, würden die Weld und die Menschen der Bitterkeit der Verzweiflung überlasten- werden. Jedermann, der glaube, daß Amerika an einem solche« Rückstoß und einer solchen Enttäuschung der Melck rwithelftn würde, kenne Amerika wicht. Der Präsident fuhr fort:Glaubt ihr an die Sache der Polen, wie ich daran glaube? Werdet ihd ein Polen errichten und um es herum einen Kreis von Heeren« lassen? Glaubt ihr an die Bestrebungen der Tschecho-Slowaken und der Jugoftawcn, wie ich daran glaube? Wißt ihr, unetrbel Möchte schleunigst über sie herfallen würden, wenn hinter ihrer Freiheit nicht die Garantien der Welt stünden? Die Regcklwwg«i des jetzigen Friedens Linnten nicht Generationen hindurch wäh< ren, wenn sie nicht von den vereinigten Kräften der zivilisierten Welt garantiert wurden." Wilson sagte schließlich, daß er iw seinem Versuche, die Dinge nach -ibrer Gerechtigkeit zu bettrtef» len. das Ziel und den Gedanken Amerikas ansdrücke.

Boston, 26. Febr. In seiner in Boston gehaltenen 91 A< sagte Wilson noch u. a., es müsse nachdrücklich daraus Hingewio' sen werden, daß keine der amerikanischen Nationen die Beweg­gründe, aus denen heraus die Bereinigten Staaten in den Krieg eingetreten seien, verdächtigt hätten. Wenn man einer Natân» ein derartiges Vertrauen entgegen bringe, so müsse diese Nation bestrebt sein, das Vertrauen auf immer zu rechtfertigen Die andern Staaten könnten narörlich nicht alle ihre früheren Ziele preisgeben. Wilson sagte bann, daß die öffentliche Mvimmg in Europa zuerst mit den Vereinigten Staaten nicht ^ufnMn ge­wesen sei, daß sich dies aber gründlich geändert habe, als man in Europa sah, daß die Vereinigten Staaten alle ihre Hilfs­mittel den für die Eerecktiokeit kämpfenden Nationen zur Ber- sügung stellten. Wilson lobte dann den Kampfeseifer der ame­rikanischen Soldaten und fönte weiter, Amerika sei die Hoff­nung der Welt Der Friedensrertrag werde aber nur ein Fetzen Papier sein, wenn die Nationen sich nicht zusammenschlieffen, um ihn auch tatsächlich zu vertreten und wenn den erschöpfte« Völkern keine Sicherheit werde, daß der kommende Frieden sie nicht schädigt.

Washington, 25. Febr. W'lson ist am 25. Februar morgens hier andekommen. Das.Kabfnett wird heute wachnftttag z» fammentreten

Amsterdam. 26. Febr Das Reuterfcks Bureau meldet^ ates Mo-Wngton, fas WMon eine Gesetzesvorlage unterzeicknet habe, wonach den Kriegsgewinnlern eifte Steuer von 6 Milliarden Dollar auferlegt werde.

Kleine Nachrichten.

Der prenffisch« L aats^autdnltvlan. Der vreußisch« Staatshaurhavplan für das Recknim^sjabr 19«9sicht naturgemäß unt« den Nachwirkungen der Kr-easw'me, die die finanzielle Krafi bei preußischen Staates auherordrnlliw üar! in Anspruch genommen haben. Der habe Feblbetrag im Ge^amtdauSbalt, der in der Haupt­sache auf die bekannten großen ÄuScjlle bei den Effenbabneinncckmen zurückgehl, wird nur zu einem Teile durch die mit dun Beginn bei neuen Sieinuugliabreë in Aussicht genommenen Tari/ erhöb u r gen ausgeglichen werden können. ilm das Gleichgewicht zw.scheu Ec»- nahmen und Ausgaben im SieLik!>auShaltplan herzustellen, dürfte« Steuerzuschlä ge, die bei den böberen Einkommen zu b-träckt- lieben Sätzen anlläge», «i forderlich werden. Es besteht die Absicht» den Staatshansbaltvian am Tage des Zusammentritts der preußischen Landesversammlung- vorzulegen. Der Stand der Vorarbeiten JiM el aber noch gweiselball erscheinen, ob dies möglich sein wird. ~

WB. Mandatsu'sdrrleauna. B ra u Ns chweig. 27. Febr. Wie dieBraunfchw. LandesM." berichtet, teilte der früher« Präsident des Reicksstaates Braunschweig, Mertens, gestern in einer Dersa.mmh'vg mit, daß er sein Mandat zur Brau-nlchwei- gisichen Laudesvar'c -lung niedergelegt habe. Er bekannte sich offen zum Kommnuismus.

Segen bie ^Sjiere. Aus Chemnitz, 26. FcSruar, wir» berichtet: Anlä-ll ck >»r Beerdigung ffunerS beschloß die vom ^thaten« rat ein berufene ?P-9t - -Versammlung die Absetzung sämtlicher Offiziere der Garnison Cbemujtz und im Berich der hl. Division, weil Eisner von einem Dffüer erschossen word-n ist. Die Versammlung erklärt­stes, für die MeN-beit-sozialisten. Sm llmziig schloß sich an.

^tn Rit e«snr a - Vermächtnis für »en preußische« Sandes-Kriege °Vrrz»ond. Der verstorbene Rittergutsbesitzer Linck vermachte 'ein im Dir'ckauer Kreise gelegenes Rittergut SenSca» dem preußischen Lavdrs-Krieger-Verband in Berlin. Das Rittergut ist 557 Hektar aro - rxb bat einen Wert von Vf, Millionen Mark. In dem Testament wird emvioblen, daS Gut als SiedelungS» land für Kriegsbeschädigte aufzuteilen oder auf ihm et» Krieaerwaisenbans sm eibten .

Verbote für Studenten. Der Rektor der Untwrfrtat Bonn gibt ant schwarzen Brett im Auftrag der britischen Behörde das Verbat von Mansuren mit scharfen Waffen, von Zweikämpfe« und des Waffentraoens bekannt.

Dir Verl» e i-, Krieg. Nach demNienw? Rotterdanycht Courant" teilte Bevor Low dem Unterhause schriftlich mir, daß bie britische Flotte im Kriege folgende Verluste hatte: 2061 Ofst. ziere, 20197 Mannschaften tot. 813 Offiziere und 4081 Mann« schäfte« verwundet, 15 Offiziere und 8 Mannschaften vermeßt. Die Gefamtverlnste befreien nach den letzten Angaben: Tot: 30 807 britische Offiziere, 7602 indische und Kolo- nial-Offiziere, 466 839 bntiicne Mannschaften. 168 703 iJtbtKbe unb koloniale Mann'challtu. Verwundet« 78 132 britische Offiziere, 17 125 indische und Kolonial-Ofäzierc. 1532 552 britische Man», schäften, 421402 indische und Kolonialmanuschallen. Die Zahl d« L^ermißtcs an Offizieren und Mannschaften beträgt vermutlich «35743

Eine folgenschwere Explosion. Am Sonntag ist das CifL» bahnaebäude der Station Dees in Siebenbürgen infolge einei Borasitviplosion in die Lust geflogen. Die Explsion forderte mehr als 30 Tote und 80 Verwundete. Mem Anzchem nach ha» deft es sich um ein Attentat.

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