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General-Anzeiger

AM'iihts Organ für Stadt- ui Landkreis Hanan

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Verantwortlicher Redakteur: Gustav Schrecker^

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«r. 47

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Redaktion «4» SrpeblHon 83t

Dienstag den 25. Februar

Redaktion

Expedition 83t

1919

Großdeutsche Rtzichseinheit.

I Mchdrm der Gtaatrnausschuß den Eniwurf der enbgülfigen «eichsversaffung verabschiedet hat, wird sich nunmehr die Pijianalversammlung m;t dem Verfaffungswerk zu beschäf- n haben. Der umgeänderte Entwurf, so wie er heute liegt, lrSstt den Charakter einer Verfassung zur groß. tfeben Reichseinheit. Die im ersten Entwurf vorgesehene Neuschaffung von 16 Gliedstaaten fehlt, da sich ein Wider- fimd hiergegen stark geltend gemacht hatte. Nach dem neuen Entwurf haben die Gliedstaaten auch in erster Linie Träger der Rtlch-gedanken« zu sein. Die Schwierigkeit der Reservat- ktchte beim Militär- und Verkehrswesen, wie auch beim Zoll­end Lbqabenwefen muß die Tendenz in sich tragen, auf dem -Wege zur Einheit gelöst zu werden. DaS Sonderrecht der Htsandtschaften ist erfreulicherweise fallen gelassen worden. Die Gesetzgebung auf dem Gebiete der Reichsverteidigung steht aussch' eßlich dem Reiche zu, doch sollen den obersten

Lsmmandostellen in den einzelnen Landerteilen, um die be- [entert StammeStüchtigkeit und die landsmannschaftliche Ngenart zu pflegen, Verwaltungsbefugnisse eingeräumt wer­ten. Ene Umgruppierung der Kleinstaaten ist vorgesehen, -sie gleichfalls nach dem Gedanken der wachsenden Einheit Wehe« soll. So enthält der Artikel 15 die Bestimmung, kl ne« zu errichtende Gliedstaaten mindestens eine Million Anwohner umfassen sollen. Auch die Verteilung des Stimm- «-te- der Gliedstaaten im neu zu gründenden Reichsrat phnet die EinheitStendenz. Gliedstaaten, die weniger als tine Million Einwohner haben, sind nur stimmberechtigt, Min durch ReichSgesetz anerkannt wird, daß überwiegende Wirtschaftliche Gründe eine besondere Vertretung erörtern. Dem Anschluß Deutsch-Oesterreichs an da« dar deutsche Reich

der Weg durch die Bestimmung oste« gälieu,

Deutsch-Oesterreich das Recht der Teilnahme am Reichsrat mit der seiner Einwohnerzahl entsprechenden Stimmenzahl ferhält. Bis dahin nimmt e« mit beratender Stimme teil. Ikon großer Bedeutung für den Reichsgedanken ist auch die Mstimmung, daß das Reich u. a. die Gesetzgebung hat über M Etaatsangehörigkeit, die Freizügigkeit, das Armenwesen, M bürgerliche Recht, das Strafrecht, das Enteignungsrecht pemie über die Rechtsverhältnisse der Arbeiter und Ange- Seilten, den Handel, das Maß- und Gewichtswesen, daß Mänzwesen, Versicherungs-, Seeschiffahrts- und Gewerbe- Wesen, dm Bergbau, Gesundheitswesen, Schutz der öffent l«d)tn Sicherheit und Ordnung, die Fürsorge für Kriegsteil- Infamer und ihre Hinterbliebenen, das Wohnungswesen, Viedtiungswesen, sowie über den Schutz und die Förderung der schulentlassenen Jugend. Das Reich kann ferner das Post- lüb Telegraphenwesen von Bayern und Württemberg im sWege des Vertrages in eigene Verwaltung übernehmen. Die ffostwertzeichen sollen für das ganze Reich gemeinsam sein. Juch ist et Aufgabe bet Reiches, die dem allgemeinen 23er« dienenden Binnenwasserstraßen in seine Verwaltung zu ^übernehmen. Auch hier kann die Uebernahme allerdings nur M Wege des Vertrages gegen Entschädigung erfolgen. Wenn M Nationalversammlung jetzt in die Beratung über das «trfastungswerk rintritt, so wird sie hoffentlich «ihre Pflicht -«kennen und alle Hemmungen beseitigen, die den Reichs- -tdinken, dem großdeutschen Reichsgedanken, noch entgegen- Vhru. B.

Präliminarfriede Anfang Mai?

Berlin, 24. Febr. Auf Grund der letzten Aeußerungen Misons und Pichons, die auf eine Beschleunigung der Vorbereitungen zum Frieden Hinzielen, rechnet man in hie- !Mn politischen Kreisen mit der Möglichkeit, daß der Pra- chminarfriede ungefähr Anfang Mai unterzeichnet wer­den könne.

Das linke Rkeinufer.

vv?. Amsterdam, 24. Febr. Der .Tinies" wird unterm 21. rWntar von ihrem Sonderkorrespondenten in Paris gemeldet, der ^nzSsische Standpunkt auf der Friebenskonferenz fei der, daß die ^slichkciten eines deutschen Ueberfalles ein für allemal beseitigt ^«r müßten und daß die Errichtung einer strategischen Grenze am conditio sine qua, non sei. Wieweit biefe Forderungen schon M bie Waffenstillstandsbedingungen verwirklicht werden, bleibt ab- !p>ivarten, el sei aber sehr wahrscheinlich, daß die Abrüstung aller twisten Militäranlagen auf dem linken Nhemufer eine der Bc- »gnnqen sein werde. Die britische Regierung stehe auf feiten der Wfif^en in Bezug auf ihrer Forderung nach absoluten Garantien r die Sicherheit ihrer Grenzen, sehe aber die Tatsache, daß Deutsch­es die Zähne und Klanen cuigeriffen werden, als genügende Stiebenigarantien an und sei nicht geneigt, bie Forderung derjenigen . ""rösischtn Kreise, die eine dauernde Besetzung des gesamte» linken itinuferi verlangen, zu unterstützen Bisher sei nur in drei Fragen " hervorragender Bedeutung seine Einigung getroffen worden, : J^M in der russischen Frage, der Frage bez glich der dalmatisch«»

nab bewisicn bei ligfen »Heinufer».

Bayern gegen München.

DDP. Weimar, 24. Febr. Nach den Mitteilungen, bie baye­rische Abgeordnete in ben Wandelgängen der Nationalversammlung machten, können im Bereiche bei 2. und 3. bayerischen Armeekorps, insbesondere in Nürnberg, bie Zustände als durchaus geordnet» be­zeichnet werden. Man nimmt nicht an, daß bie Unruhen in München auf bat Land übergreifen werden, sondern glaubt im Gegenteil eher, daß das Land deutlich seine Meinungsverschiedenheit durch Sperrung der Zufuhren für München bekunden wird und daß man daher der Räteregierung, weil el ihr nicht möglich sein wird, München aus. reichend zu verprovianüeren, keine lange Lebensdauer zusprechen könne.

Die Neubildung der Negierung.

München, 24. Febr. Das Problem der Neubildung der bayerischen Regierung ist, lautFrkf. Ztg", noch nicht gelöst. Die Aufstellung der Ministerliste, deren endgültige Fassung morgen dem Landeskongreß der A.- und S.-Rate zur Begutachtung und Genehmigung vorgelegt werden soll, begegnet noch einigen Schwierigkeiten. Man darf an­nehmen, daß der bisherige Justizminister Timm wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Rätepolitik durch einen Juristen aus den Reihen der Mehrheitssozia­listen und zwar wahrscheinlich durch den Nürnberger Abge. ordneten Süßheim ersetzt werden wird. Gegen die Kan­didatur des Prof. F. W. Foerster für das Ministerium des Aeußern haben sich ebenfalls Bedenken erhoben, einmal «weil man ihn nicht gern auf dem Posten des bayerischen Gesandten in der Schweiz wissen möchte, dann aber auch wegen seiner den bayerischen Anschauungen zuwiderlaufen-

beit Stellung in der deutsch-österr" Mischen Frage. Es find darum für diesen Ministerpcsten Verhandlungen mit Dr. Mühlon angeknüpft worden, dem ehemaligen Direktor bei

dort aus mit besonderem Eifer an der pazifistischen Pro­paganda beteiligt hat. Dr. Mühlon wird heute abend in München erwartet. Er ist übrigens von Geburt Bayer.

Vor der Operation Clemeneeaus.

DDP. Geuf, 24. Febr. Aus Paris wird gemeldet, daß die nach der letzten ärztlichen Untersuchung ClemenccanS angeordnete Operation morgen fiattfinben soll. Die in unmittelbarer Nähe der Lunge fitzende Kugel muß durch operativen Eingriff entfernt werden, utp etwaigen Komplikationen vorzu beugen. Die halbamtlichen Berichte bezeichnen den Gesamt-Zustand des Patienten als befriedigend. Die privaten Mitteilungen der Presse lassen aber erkennen, daß der Gchwächeznstand bei greisen Ministerpräsidenten zur gewissen Besorg­nis Anlaß gibt. Zn den Wandelgängen der Kammer wurde berichtet, daß Clemenceau selbst bei glattem Verlauf der Operation und nor­malem GesundungSprdzeß sich größte Schonung aukerlegen müsse. Ans alle Fälle werde er seine Arbeite» ans die wichtigsten und dring­lichsten Angelegenheiten beschränken und mindestens nach Unterzeich­nung des endgültigen Friedensvertrages sich aus dem politischen Leben znrückziehen müssen.

Die Stimmung in Posen.

Trotz der vollzogenen Pretsgâ des Dewtschtumrs iw der Ostmark dürfen wir nicht anfhörep, der Oeffentlichkett ein Bild des borstigen Jammers zu geben. Nachstehend fchAdevt eine KronkensäLrester die Lage in Posen:

Nachdem die Provinz Posen zum größten Teil von den Polen besetzt ist, leben wir Deutsche gercäezu wie Gefangene. Um Lfsentbiche Eebäude betreten zu können, bedürfen wir eines polnischen Ausweises, der auf der polnischen K-ommandnntur durch eine stieldspende für polnische Verwundete zu haben ist. Unsere deutschen Männer in der Provinz werden bis zu 46 Jah­ren interniert, da man befürchtch, sie könnten sich dem Hermat- s^rtze vcrpflichcken. Viele sperren, wie Zusiizbeamte, Pfarrer, Gutsbesitzer und Kaufleute, werden nach Kongreß-Polen ge­bracht und dort fürchterlich behandelt. Wir Deutsche sind von Deutschland völlig abgeschlossen, der Postverkchr ist fast ganz für uns eingestellt, wir dürfen eventuell Postkarten in dringendston Fällen senden, die aber meistens von der Zensur beanstawdet werden. Telegramme erreichen uns gar nicht. BüabsichtiUt N an nach Deutschland zu reifen, so kann man nur durch Be­stechung der Beamten zu einem Paß gelangen. Zn Posen

ben sämtliche deutsche Reisende aus den Zügen herausgeholt, die Pässe besichtigt. Man ließ uns Deutsche, Frauen, Männer und Kinder, drei Stunden im Freien stehen. Als man fragte, wes­halb man nicht Weiterreisen dürfe, wurde uns von polnischen S-oldaten, die uns mit Gewehren bewachten, folgendermaßen geantwortet:Wartet doch, bis manEuch" Bescheid gibt, Ihr" werdet schon sehen, was man mitEuch" "tut." Nun begann die Revision. Zn einen Raum wurden ungefähr fünf Reisende mit ihrem Gepäck gebracht, letzteres wurde in uner­hörter Weise durcheinander geworfen, und darauf wurde zur Loibesrisitation geschritten. Auf Frauen nahm man durchaus picht Rücksicht, sondern in Gegenwart der polnischen Beamten mutzte man sich alles bieten lassen. Bei der Weiterreise ver­schonte man uns bis zur letzten Station, die noch von den Polen mhe'etzt war. Hier wiederholte sich der Vorgang. Von Posen bis Berlin nahm die Reise drei Tage in Anspruch.

wmr-

ANe Deutschen der Provinz rechnen bestimmt damit, daß ihnen geholfen wird, die Stimmung unter den Deutschen ist die Lenkbar traurigste. Win Laagen kaum die Straße zu betreten, foa bei der geringsten Kleinigkeit Strafen bis zu mehreren tau­send Mark auferlegt werden. Im Namen aller deutschen Frauen und Männer richte ich daher die Bitte an das deutsche Walk, uns aus unserer traurigen Lage befreien zu wollen.

Aus^anauKtadtund Tand.

Kana«, 25. Februar.

Hk Zus P ost-rsSrderung aus dem unbesetzt«« Deutsch­land nach dem Brâcksnkopfgebiet Kehl find SBrieffenbung« in gleichem Umfange und unter ben gleiche» Bedingung«« wie »ach Elsaß-Lotbringen zugelassen.

Hk Aushebung vo« Beschlagnahmungen. Das Neichr- amt für wirtschaftliche Dcmobilmach«ng weist nachdrücklich daraus hm, daß nur bie Beschlagnahme bestimmter Gegenstände wie Leder, Häute, Felle, Chemikalien, Nußbaumholz, Mahagoniholz usw. aufgehoben ist, und daß sich diese Aufhebungen nur auf das besetzte Erbiet bezieheu. Zur Beseitigung von Zweifeln über bie Behandlung von Leimleder wird bekannt gegeben, daß Leimleder nicht unter bie Freigabe von Leber fällt, und daß die BundeSratsverordnung über den Verkehr mit Leimleber auch noch im besetzten Gebiet gilt

* Ktadttheater. Als 20. Vorstellung im Dunstas-Abomu- ment geht heute abend b^ Uhr die Sudermann'sche Komödie »Die SchmetterlinySichlächt"' zum letzten Male in Szene. Teueinfinbiert gelangt im Mittwvch-Abonuemeut Max Halbes svannendeS Drawa »Hau- Rosenhagen" zur Auffübrung, während, für Freitag die 3. Wiederholung bei reizenden LustspielsDie selige Exzellenz" ange­setzt ist Die Erstaufführung bei Volksstücke« mit Gesang »Der Glücksschmied" von Görner und Spennuth - Bodenftedt, Musik fron Groth, findet Samstag ben 1. März statt.

* Bericht bei Mittelve«tsch«n ArbeitsnachweiSver- Sandes. Die Sage des ArbeitHmarkLeS im Monat Fa«««-- 1919. Im Vergleich zum Vormonat hat die Arbeiièlvsiakep eine weitere auffällige Verschärfung erfahren. Zwar liegen bie Verhält­nisse im Casseler Wirtschastszebiit im allgemein«« noA günstig. Da. gegen blieben die Zahlen der Erwerbslosen in den größeren Städte, des übrigen Verbandsgebietes trotz nicht ungünstiger Vermittlung?- ergebniffe ziemlich stabil. Stellenweise traten sogar Verschärfungen der Sage ein. Di» Zahl der Arbeitslosen betrug m Frankfurt 14500, Darmstadt 2600, Offenbach 7000. Wiâ»rp 5500. Besonders auf. fallend ist die vollständige Amkehruâg der V»rdältnisie in den Land- kreisen, die im Vormonat noch ziemlich aufnahmefähig waren, nun­mehr aber ihren Bedarf an Arbeitskräften selbst decke«, vielfach sogar mit recht erheblicher Arbeitslosigkeit zu kâmvseu haben. Die Ver­mittlung leidet dauernd unter ben »urch die Besetzung bervoMrufeneu Hemmung««, die «brr« geordneten Meldruerkebr unmöglich maxien unk einen Ausgleich mit dem besetzten Sedier Lurch die Erschwerung m Einreise (14 tägige Quarantäne) aulfdi Tieften. Die Ähschneidung mancher Bezirke von ihrem natürlichen wirtschaftlichen Zentrum haben in äußerst starkem Umfange zur Steigerung der ArbeitslvsenziffLrn beigetragen. Stark betroffen waren insbesondere die Steife Bens. Heim und Heppenheim, bie durch die Einschränkurrgen der Mannheimer Industrie, namentlich in den Orten des Riedes, große Erwerbslosig­keit auswkisen. Als Ursachen der Arbeitslosigkeit werden daneben alleuihalbe» der Kohlen- und Materialmangel, im Baugewerbe und für Notstandsarbeiten auch die Einwirkung des Frost« genannt. Di« Betriebseimchränkuugcn und Stillegungen haben sich namentlirb in der Metallindustrie gemehrt. Eine weitere Steigerung der Schwierigkeiten wird erwartet; namentlich werden einige Frank- für ter Gießereien in der nächsten Zeit hart betroffen. Die Anforde­rungen der Landwirtschaft sind gegen ben Vormonat erheblich gestiegen und erstrecken sich in der Hauvtsache auf gelernte Knechte, deren Angebot nicht nnoümng war, indeven naht ausreichte. Am meisten litten Teile des besetzten Gebietes unter _ Arbeitermangel. Die Aufnahmefähigkeit für ungelernte Kräfte war vorerst «och gering. Der Mangel an Dienstm âdcken verschärfte nc^ merflich. Gartenarbeiter waren in erbedl'ckcr Zahl augf* fordert und boten Gelegenheit, auch ungelernte Strafte unterzubringen.

In der Bergbauindustrie waren verschiedene Semübungen, ungelernte Arbeitskräfte zutnwri'en, von geringem Erfolg, da die Zn- Weitung im rheinisch-westfälischen Jndustriegebie: wegen erwarteter Arbeitslosiakeit in den "dortigen 3nbuüriegemeinbeu meist abgelehnt wurde. In der M e t al l in d u ft r i c, im N a h r u n g s m i t t c l- gewerbe, im Baugewerbe, in den graphischen Berufen und im Gastwirt? geiverbc blieb d'r Sage dauernd ungünstig. In der chemischen Industrie wirkte bie EinsLf-änkung des Betrieb« der HSckstrr Farbwerke verschärfend. In der Leder- i nb u ft r i e war ein absoluter M angel au Aufträgen zu verzeichnen, bet erst in den letzten Tagen des Monats einer kleineren Bess-rung Platz machte. An« der Teitilindnstri- werden von Cassel größere Betriebseinschränkniigen. bie auf ungünstige Disvositioncn der Ver- teilungSstellen zurückgefübrt werden, mitgeteilt. Ein größeres Wer. rechnet bereits mit völliger Stillegung bei Betriebs. Aentz« ungünstig erwies sich auch der Beschäftigungsgrad Packerund Ausläufer, meist auch für ungefehr Fabrikarbeiter. Zm Holzgewe'rbe war bie Nachfrage für M . schreiner. Stnblbaucr und Polierer gut. An Sauicfiremern, @k:ein und verwandten Berufen war dagegen erheblicher Ueberichuß. Tennen!« teerte Rachfre»» int Bekleidung?- und Schuhmachergewerbe. Du kaufmäsnis/ben Berufe stellen xadi wie nor das größte Kontingent an Ctellenloicii. Die Vclketzrsichwierigkeiten baden '« solchem Umfange zu Warenmangel geführt, baft in den einzelnen Be­trieben da» artgefieUfe Personal vielfach beschäftignugSloS ist. Die Aufnabmefäb^k-it ist gleich null. Größere Städte haben allgemein mit der Ausscheidung nicht auf Erwerb angewiesener Frauen aus den ftäbti leben und staatlichen Betrieben und berex Ersatz durch Kriegs­teilnehmer begonnen. Dasselbe gilt auch für die technachen Berufe. Auf bem wei büchen St-llenmarkte zeigte sich im ganzen das gleiche Bild. Der Mangel an häuslichem Personal bleibt konstant. An Notstandsarbeiten sind meist Straßen- und Wegebau, Ei - arbeiten, Bahnbauarbeiten und Eismachr«, Holzhauerarbeiten vorgesehen. Die Post und Eiseitbahn wirkte weiterhin ent. lastend. Vielfack ist eine überstarke Neigung der landwirtschaftlichen Bevölkerung zu EiieiibahnarbeiteiM bervorgetreten, der entgegengewirkt W-rden muß. Die Rückführung vom Lande stammender Fabrik« arbeiterinnen in die Landwinschaft machte vielfach sehr große Schwic« rigfeiten. Die Bergleute des Dillkreifes und die Dietall- und Trans­portarbeiter in Darmstandt sind wegen Lobudiffereuzen in Streit ge­treten. Die Wefterbeschäftianag »ine« großen Teils der Arbeite!« schaft war vielfach nur durch eine Verkürzung der Arbeitszeit möglich. In Frankftlrt a. M. We^en 0 Stunden allgemein all Norm einge­setzt. In Darmstadt muß: die Arbe trieft sogar auf 4'/- Stunden berabgeminbert werben. In den rheinischen Bezirken trugen die Weinbergarbeiten nicht unerheblich zur Behebung mancher Schwierig­keiten bet

* Mütterberatung. Morgen Mittwoch 4 Uhr und Zusotz- markenaukgabe von 3 Uhr ab (Marktplatz 17). . .

* Silberne Hochzeit feiern heute die Eheleute Otto Ä»eW» moy er mrd Frau Mf«, «eb. Ltppex^ . ^ ^^ .....-. .^