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Redaktion 64# Expedition 28*

Fmnzöfische (Sewattmaßnahmen und fran- Wsche Enttäuschungen in Elsaß-Lothringen.

Unser,elsaß-lothrinqer Mitarbeiter schreibt unS:

Der französische Ministerpräsident hat mit Wirkung vom 1. Febr. IA 3- die wirtschaftliche Einbeziehung Elsaß-LothrrugenS in daS fran- : zische Zollgebiet verfügt. Damit ist all den völkerrechlrwidrigen Maßnahmen der Franzosen seit Beginn des Waffenstillstands die frone aufgesetzt. Tatsächlich ist Elsaß - Lothringen für Frankreich stdiglich ein besetztes Gebiet de? deutschen Reiches. Die Franzosen aber gebärden sich, als ob der Friedensvertrag längst unterzeichnet und ft unumschränkte Herren der WaSganS wären.

Die kerndeutsche Bevölkerung soll durchaus französisch gemacht Verden, jedes Mittel scheint den Franzosen dazu erlaubt. Vor allem fallen die deutschen Elemente aus dem Lande hinaus. Die AuS- veisungcn werden systematisch fortgesetzt. Und was fast noch schlim­mer ist, die Plackereien der Dentschgesinnten int Lande nehmen der­art Überhang daß viele, auch Altellösser das Land verlassen, selbst venu sie genötigt sind, ihr Hab und Gut zurücklaffen zu müssen.

Zeder soll in Zukunft in Elsaß - Lothringen nach dem Grade Keiner Stammeszugehörigkeit behandelt werden. Dazu sind alle Ein- kvsbner in vier Kategorien ein geteilt worden. Die erste Klasse der kLolldür-er umfaßt Franzosen und solche, deren beide Eltern Alt- ktlMer find, die zweite solche, deren Vater oder Mutter niât aus »km Elsaß stammt, die dritte sind die Ausländer, die vierte die Feinde Baratt freies: Deutsche, Oesterreicher, Bulgaren, Türken. Die Fran- Uzisen erstaunten, als endlich diese Einteilung fertig vor ihnen lag. Wan 180 000 Einwohnern in Straßburg konnten nur 26 000 in die erste Klaffe eingereiht werden, in Colmar von 40 000 nur 10 000, in UMülbgusen von, 90 000 nur 20 000. Aber auch viele der bisher I leitenden Persönlichkeiten, die dak Vertrauen der Franzosen in vollem »Miße besaßen, mußten ihr Amt niederlegen, so stellte sich in Straß» Wrg heran?, daß der Bürgermeister Ungemach, der Poincar« empfing, MU§ Bayern stammt, der Reichstag-abgeordnete Peirotes, der die Wkneräle begrüßte, hat eine Badenserin zur Frau, der Beigeordnete »Mmnreutber ist Württemberger. Auch in Mülhausen haben sich die Wkiden Präsidenten der Gemeindeverwaltung als Badener entpuppt, alle wurden entlassen !

U Wenn nicht die meisten Vertrauensmänner der Franzosen über WiiACâvgesägt werden sollten, mußte der Armeebefehl vom 14. ^c* Wmder 1918 abgeändert werden. Der vielberühmte Wekerle reiste k «lizst nach Paris und erwirkte eine Aenderung der fatalen Be- DKinimmg. Ausnahmsweise können in besonderen Fällen Personen Wcer Klaffe 2 in die Klaffe 1 versetzt werden. Eine besondere Kom- » Mission hat darüber zu entscheiden! Auch sollen in Zukunft alle »Maß-Lothringer ohne weiteres als Franzose» anerkannt werden, »deren Vater oder Mutter Elsaß-Lothringer gewesen sind.

Besonders liegt die Hand der Franzosen auf den Lehrern und » den evangelische» Geistlichen. Das Französische ist auch in den rein »putschen Gemeinden zur Schulsprache gemacht worden. Von den MPsarrern wird alles mögliche verlangt, so die Benutzung des Franzö- »^en. bei ihren KultuSverrichtuiigen, obwohl ihre Gemeinden kein U'rtnzösischeS Wort verstehen. Die Gerichtssprache ist die französische, Mrbn sind neun Zehntel der Bevölkerung rein deutsch. Da braucht Maan bald wehr Dolmetscher all Richter im Elsaß!

I Unsere deutschen Denkmäler in Metz und Straßburg, die meist Wschon vor dem Einzug der Franzosen demoliert wurden, werden nun »durch französische ersetzt. So steht in Metz der Entwurf der Statue H. uanzösisckcn Feldsoldaten schon auf dem Sockel Wilhelms!. MTieie Statue wird aus dem Metalle der Statue bei alten Kaiser? Mjegoflen werden. Eine Denkmünze an die Erknneriing der Errichtung Meter Statue erhält jeder Zeichner von 20 Franken. Auch diese W Denkmünze wird aus der Bronze der Kaiserdenkmals geprägt.

L . âr haben die Franzosendenkmäler, die Standbilder von Fran- foiengenerßlen wie Ney, Fabert, Kleber, Rapp ruhig stehen lassen, ja logar geduldet, daß deutscheindliche Kundgebungen mit ihnen verbun- wurden!

I Der endgültige Waffenstillstandsvertrag.

»V t.^^ Rotterdam, 18. Febr. Aus London wird gemel- i * unmittelbar nach der Rückkehr Fochs aus Trier wird »unter seinem Vorsitz eine Konferenz von acht Mitgliedern f * ndgültigen Waffenstillstandsvertrag ^kutschlaud onsarbeiten. Der Vertrag wird bis Ende ®o®e fertig gestellt sein und von dem Obersten Kriegs- rollftjte.tt werden. Die neuen B-dingungen werden den »Erstand des deutschen Heeres und den Umfang der Rüstungen

ih ^fbrner wird den deutschen Armeekorps die Lage Garntsoue» genau vorgeschrieben werden.

I Amerika für einen raschen Frieden.

I . ^k. Kopenhagen, 18. Febr. DerMorning Post"

lt .^^" intern Waihingtoner Korrespondenten gemeldet, die I ^l^ ^"sse be'châfilgt sich ausführlich m t dem an- I ^"r Attsspruch Wilsons und seiner Assoziierten, daß ^" ^r Haliuug gewisser amtlicher Personen Frankreichs ., ^eSeu ^Es Tones eines Teiles der sranzösische» Presse M Sitzungen der Friedenskonferenz von Paris nach einem 'ulen Lande verlegt werde. DieNew-Dork Tones'' m ^rauf, daß man ohne Zeit zu verlieren, mit e u H 4 l a n b Frieden schließen müsse.

W Graf V. Brockdorff-Rüntzau bleibt.

I , ^Vk. Weimar, 18. Febr. Graf v. Biockdo,ff-Naiktzau

I m M, wie sckon oemeldrt, mit Rückiriltsab^chlen getragen. H Vernehmen narb bearsindi ic er das Rücktrittsgesuch »"''^' daß er seinem Vorschlag die neuen Forderungen der .^""u^ zur Verlängerung des Woff nstillsiaiides abzulehnen, 1er km schadenden Kabine tlssttzu g, zu der auch die Partei« " erschitsten warn, nicht durchzudrinaen Dermo^ie. W .'e 'chsregieruug ist aber nicht der Ansicht, daß t * !^!kr Meinungsverschiedenheit ein Anlaß zum Rücktritt |»>itaM(taili.

DlcnstW den 18. Februar

Die Verwendung der deutschen Hmdels- flotte.

DDP. Genf, 18. Febr. Der interalliierte Ausschttß für Seetransporte hat in Paris über die Verwendung der deut­schen und österreichischen Handelsschiffe B«'chlüsfe gefaßt, die jedoch noch der Genehmigung der Friedenskonferenz bedürfen. Auf Grund dieser Beschlüsse soll der Deutschland abgenom- mene Schiffsraum zu Transporten zwischen den Vereinigten Staaten unb Europa benutzt werden und zwar zu gleichen Teilen für die Rückbeförderung der Truppe«: und den Trans­port von Rohstoffen und Lcbeirsmitteln. Von den letzteren soll Deutschland nur einen Teil erhalten, sodaß die deutschen Handelsschiffe in erster Linie den Bedürfnisien der Alliierten nutzbar gemacht werden. Nur ein Bruchteil der Handels­flotte kommt während der Uebergangsreit für die Versorgung Deutschlands in Betracht, so saß auch nach Unterzeichnung des Präliminarfriedens noch für unabsehbare Zeit auf eine durch­greifende Besserung der Lebenshaltung nicht zu rechnen ist.

Pichon über Rußland und Deutschland.

DDP. Genf, 18, Febr. Eine Havasmeldung besagt:

Pichon empfing mehrere ausländische Journalisten, denen er erklärte, daß die Allierten einig darin seien, Ruß­land nicht in den jetzigen Zustand der Anarchie zu lassen. Frankreich werde dem Entwurf des Völkerbundes einen Zusatz beantragen. Der endgültige Vertrag werde von den Parlarmenten gut geheißen werden müssen. Deutsch­land müsse begreifen lernen, daß es besiegt sei und daß seine Verbrechen Strafe verdienten.

^L- N^!^^*-* *'***'*'t-4**^^ Neutrale Stimmen.

WB. Amsterdam, 17. F«ör.Allgemren Han^elSblad" schreibt über ben Paragraphen des Völkerbundentwurfs, der die Reqelunq der Kolonialfrage betrifft: Wir können hierin vorfiâufig nichts anderes erblicken, als den mehr oder weniger scheinheiligen Versuch, die Verteilung der kolonialen Beute unter schönen Losungsworten zu verbergen und Deutschland von jedem Kolonialbesitz auSzuschließen.Nieuwe v. d. Tag" schreibt: Es frÄgt sich, woraus denn ersichtlich ist, daß Deutschland in seinen Kolonien es so viel bunter trieb, als ander« Mächte, die überseeischen Besitz haben. Treten etwa dir Portugiesen in ihren Kolonien menschenfreundlicher auf?

Revolutionszunahme in Barcelona.

WB Amsterdam, 17. Febr. Einem hiesigen Blatte zu­folge meldet dieTemps" au« Barcelona, daß der Belage- riingszustand in Stadt und Provinz Barcelona fortbesteht. Die nationalistischen Agitatoren find verhaftet oder an Bord der vor Anker liegenden Kriegsichiffe gebracht. Die natio­nalistischen Parteien beabsichtigen, die Selbstverwaltung durch Revolution zu erzwinge».

Ein Ausstand in Albanien.

(Telegramm beiHan. Auz/).

WB. Agram, 17. Febr. (Wiener Korresponzbnreau.) Aus Belgrad wird gemeldet, daß in Albanien ein Aufstand ansgebroche» sei. Bei Ipek seien heftige Kämpfe im Gange. Die Arnauten standen mit den Italienern in Verbindung.

Kleine Nachrichten.

Die GrnLhettngSfrage in Vattern. Minister Auer gab in einer Besprechung am Samstag einen Neberblick über den Stand der Ernährung und verwies auf die Rückstände in der Ablieferung und meinte u. a. auch, daß die Bauernräte vielfach zerrüttend gewirkt haben. Wir brauchen, ohne Einschluß des bayerischen Heere-, noch 1 600 000 Doppelzentner Brotgetreide. An Gcriie sollten 8140 000 Doppelzentner verfügbar sein, bis Anfang Februar sind 2 240 000 Doppelzentner erfaßt. An Hofer ist die Lieterwilligkeit ebenfall* r»- rückgeganaen, Grund ist der Käferpreis, der von norddeutschen Reren- ftäÈen in Riederbavern cezablt wird. Die Kartoffelversorgnng ist, insbesondere in der Oberpfalz und in Obersranken, beträchtlich zurück­gegangen. Auch bte Eicrvtnorgung gebt langsam vor sich, ebenso die Anlieferung von Butter an di« Butterzentrale. Die Stilchver- sorgung bat eine Verschlechterung erfahren. Die Käseversorgung ist von 471 000 Zentner auf 43l 0M Zentner zurückgegangen. Das starke Viebangebot beginnt nachzulassin. Assessor Wörner vom Ministerium schlug Maßnahmen vor und zwar in erster Linie einen Quirns an die gesamte Bevölkerung, dann ein Zusammenarbeiten aller beteiligten Kreise und Personen in der Bekämpfung dc» Schleich- Handes?.

Gereizte ethntttv.no unter de« Sranzofisäe« Be- satzttngrtrttvpen. Aus Kehl mirb berichtet t Verschiedene ?hv »eichen lassen erkennen, daß die.französische Militärbehörde der sehr aer tsten und müden Stimmung der Truppen Rechnung tragen muß. Für das leichte Gebiet »inb neueibingl nur auserwählte Truppen bestimmt worden. Sie mnfen ganz zuverlässig sein.

HH&t«i Mast« «»ters«1tz»»,r für Ltud e: end«. Das prenß. Wninrrinm des Innern Hal An-sübruugSanweisungen über »ie Er- «verbslosenlürsorge keranSc.ege' en, nach denen guch Studierende, wenn sie bie Kosten des Studiums nicht mehr aufbruigen können, daber auf Erwerb angewiesen sind imb eine Arbeit nicht finden, bei der Er- werbSlosenunterstützung berücksicktigt werden tönnem

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Redaktion 64® Expedition 238 Ul«/

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Spartakistenputsch in 91ürnberg.

Slütntiero, 16. Febr. Nach Abschluß der gestrige» $im^ gedungen der Garnison Nürnberg gegen die Weiße Garde und da» Verbleiben des Minister? Roßhaupter in seinem Amte fanden iw Laase bei Nachmittags an verschiedenen Stellen der Stadt Ansammlungen von Menschenmaffen statt, wobei die Vorgänge der letzten Stunden erörtert wurden. Heute vormittag sand auf dem Aegidienplatz eine gro&e Versammlung unter freiem Himmel all Protest gegen die Mi­nister Roßhaupter und Auer statt. Nach Schluß der Versammln»- zog die Menge durch die Stadt. Als sic am Gebäude de? General­kommandos vorbeikam, wurde auf sie gefeuert. Wie verlautet, mürber fünf Soldaten getötet und vier verletzt. Die Menge stürmte daran« das Generalkommando. Ueber dem Einfahrtrtor desselben hängt nun ein Plakat mit der Aufschrift: Von den Unabhängigen unb Sparta­kisten besetzt. An den Fenstern des Generalkommando? im erste» Stockwerk sind Maschinengewehre ausgestellt. Um diese sind Bücher zum Schutze der Bedienungsmannschaft aufgeschichtet. Der die Strasse und den Platz vor dem Generalkommando beherrschende Weiße Tun» erhielt gleichfalls Besatzung mit Maschinengewehren. Die zum Ge­neralkommando fftbrenben Straßen sind mit Wachtvosten bestellt, die den Verkehr aufrecht erhalten. Auch in der Karolinenstraße, woselbst die dort besindlickcn Telephon- und Telegraphvrämter ebenfalls besetzt wurden, werden Abiperwungsmaßnabmen getroffen. Ab unb zu rattern Lastautos mit aufgebaute» Maschinengewehren, die von bewaffneten Soldaten dicht besetzt sind, durch die Strafeen. Gruppen mit Ma­schinengewehren, die, nach den mitgeführteu Holzkästen zu schließen, reichlich mit Munition versehen sind, durchsabren die Straße», um 0» den ihnen zugewiesenen Poftiermrgen Aufstellung» zu nehmen. Der .Fräukrsche Kurier" und dieFränkische Tage-pol? wurden von den Unabhängige» besetzt. Der Verkehr auf dem Hauvtbahubof vollzieht sich, in normaler Welle. Der gesamte Drabtvcrkrhr innerhalb her Stadt wie der Fernverkehr war bei nachmittags 4 Uhr stillgelegr. Im Generalkommando finden zwi'cken den vcrschicdsaen sozialistischen Gruppen Verhandlungen über die Lage statt.

Stüruber-r, 17. Febr. Die Lage hat sich se't gestern nicht viel geändert, Das Gebäude des »Fränkischen Kurier" ist immer noch mit Maschinengewehren besetzt. DaS Blatt kann insolgescsien ntär erscheinen. DaS Telegraphenamt wurde heute freigegeben. Die Frage, weshalb das stellvertretende Generalkontmand0 de? 3. Armee­korps icmerici Maßnahmen gc^cu ue Lemsnpr-t.âu aetroffc» Hst^ klärt fick jetzt dahin aus, daß auch Ne Leiter bei stellvertretender GeneralkomniandoS, der frühere Landtag-abgeordnete Ichwevpenborst und Dr. Ewinaer, selbst ein Plakat ber Demonstranten, in d?» gegey die Errichtung einer'Weißen Garde" in Dauerst Zollang genommen wird, unterzeichnet haben. Bei dem gestrigen Angriff auf daS Geweral- kommando gab es drei Tore unb einen Verwunderen. Die »Fränkische Tagespost", daS Organ der MehrhcitSsozialisnu. nimmt heute sehr scharf gegen die Diktatur Stellung, die von einerleinen Gruppe tu Nürnberg ausgepichte! worden sei. Pas Blatt erklärt, daß die Nürn­berger Arbeiterschaft und die sözlaldc.n-llrati'che Partei gegen diesen terroristischen Akt mit aller Entschiedenheit Stellung nehmen müßten. Zu einer morgen stattfindendcn Ma-- nbemonsratirn wird die Ar­beiterschaft von derTagespost" anfgetnrbert. (Frtf. Zig ).

= Münâen, 17. Febr. Die fcfiio erige Lage, in der sich bt< mebrheitSsozfallsiiscken Mitglieder der Negierung ge crüver dem An­sturm der radikalen Elemente befinden, <t durch den weiteren Verla»! der Tagung bei Laude-kongresse« der Arbeiter, Soldaten »»»Bauern- rät« noch verschärft ivordeu. Die Verkammlung, Sie mit Einschluß der mehrbeitSsozialistischen Delegierten gan» dem Einfluß der unab­hängig-kommunistischen Agitat'on Ver allen u sein scheint, nahm er­neut Stellung gegen den Roßbaupterschen Erlaß zur Bildung einer Solti wehr und beschloß einstimmig, zu fordern, - liuveriüglich die bestehenden Werbestcüen zur Bildung einer Volksw-br in >te Hän-e der örtlichen Soldaten- und Bauernräte zu legen seien: die Aübtet der 23erbestehen gemeint sind natürlich die Offiziere, die sich dieser Forderung widersetzen sollten in Schutzhaft genommen werden; außer gewerkschaftlich organisierten Arbeitern kämen für »ie Anwerbung nur bauernbünölerisch organisierte Dauern in Frage. Mimsterp äsiden» Kirner erklärte sich mit dreien Forderungen einverstanden. Ob »al auch bei dem Minister für militärische Angelegenbeiteil, Roß mitpècr der Fall sein wird, bleibt zu bezweifeln, umsomehr, uechbem ebenfaU» einstimmig eine neungliedrige Kommission au? der Sitzung heraus 1« daS Krieg-minffterimu beordert morsen ist, um die Dnrchnihrnag der neuen Beschlüffe sofort in Angriff zu nehmen Zu bemerken ist in diesem Zusammenhang«, daß her Vollzugsausschuß bei Landes-Sol' datenrate? über den Kopf der Behörden hinweg von sich ant bereits heute nachmittag an alle militärischen Stellen im Lande die Wellung ergehen ließ, die Werbetätigkeit für die Volkswehr sofort einjuueffen. Wird Herr Roßdaiiptcr sich die>c Willkürhei rfäeft unb liefe selbst­herrlichen Uebergriffe in seine ministeriellen Befugnisse gefallen lassen c Jedenfalls stehen schwerwiegende Entscheidungen für die nächsten Tage zu erwarte».

Unsere Kriegsgefangenen.

DiePolitisch-ParlamLntarischen Nachrichten" treiben: ber lieberer be bei deutschen Lokomotiven an die Entente be- aMsta-gte Heizer s«ven überßinTtimmtnb folgendes aus: Am 81. Januar 1919 brachten wir Lokomotiven von Koblenz nach Longyo« und kehrten von da znrLck. In Longyan um reu den tische Cesar gene n ii der Aufräumung Les Bahnhofes be­schäftigt. Tick Cesar.enen hatten zerrissene Schuhe an und zwischen den Wickelgamaschon und Schuhen traten die nackten Unterschenkel Herror. Wir sprachen mit den Gefâagonen und sie sagten uns, Latz sie ungenügend verpflegt mürben. Morgens erhielten sie nur tTCcten-es Brot und oft seinen Kaffee: zu Mittag bekämen sie fast nur Reis mit Mauer und abends Las. selbe. WajS'geleaerheit in itretv Lager hätten sie nicht und sie hätten sich schon seit mehreren Tagen nickt gewaschen. Di» Cefangenen äußerten, man n vik Loch in der Heimat bafüt sorgen, Latz sie wenigstens beim Friedensschluß nach Haus« kämen und nickt noch länger dort bleiben müßten. Des Nachts lägen sie auf Streb arf bei Erde unb besäßen nur eine Decke zum ZuLeäem Mir sahen. ir;e die Cosanaenen bk auf bei» BahrbosxxelörLe un herliegerLen Konsernwidosen auflasen u«b die etwa'Larin befindlichen kleinen Reste mit den Linae-r» Luskratzten unb atzen.

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