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fr 37 N.d^.'7-7/l?V.!,L^-»^ Donnerstaq den 13. Februar 1919
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Von der Revolution zur Gesetzlichkeit.
Ein schlckfalschweres Vierteljahr liegt hmter uns. Die Vorgänge der letzten Monate haben in ihrem unerhört schnellen Wechsel unser ganzes Leben so stark in Anspruch ynomtnen, dass wir uns erst wieder zw'ngen müssen, um uns in die Zustände des alten Staates hineinzuversetzen, einer Staates der durch den vie>. jährigen K ieg, und nicht nur rurch dielen, innerlich zerfallen wir und der nur durch ^linkende Fassaden unsere Gerner und uns selbst über den ßkiâh^lichtn Zustand des Verfalls hinwegzuiâuschen vermochte, tir mit dem Sturmm nd der Revolution alle Stützen zerstachen, bis in T ü> meru lrg, wo'ür deutsche Colda en «i hr als vier Jahre geblutet hatten, wofür das deut che Volk nicht z> übe- bietende Entbehrungen auf sich genommen hatte. Wir standen am 9. November vor den Trümmern teS Reiches und begannen an diesem Tage unter so überaus schwierigen Verhaltn ssen bereits robbet mit dem Ausbau. Kann es ein besseres Zeichen für die Lebenskraft des deutschen Volkes cebn? Emstwei cn zimme ten wir ein Gerüst aus fiaikei', kräftigen Stämmen: Die Elnrichiung der A.- und E-Räte. Doch dacht n wir beee ts vom ersten T^ge daran, einen festeren Neichsbau zu schaffen, als wir ihn mit Hilfe des Râ e-Systems Hecstellen konnten. Man mag der Volks- Heiung vorwerfen, was man will, man muh aber immer bedenken, daß sie ausbaden mußte, was ih e Vorgänger verschuldet hat en. Ihr großes Verd e> st blei t aber b>e Tatsache — fpâ ere Geschichts'chreider der Revolu ionszeit werden mit Recht darauf Hinweisen — daß ihr stetiges una1’» lässiges Bemühen war, die Resolut ou selbst in die D hn der Entwicklung zu zwingen. Wir ‘einten alle d e Hindernisse, de sich dem entgegenLellten. Wir wissen, daß auch ^^^^^^^Krâfte,sich an diesem Hindernden Werk be-
^beolocre körnte uns nickt helfen. W r mußten sauf das Nächste ' sehen und doch w eder darüber hinaus. Mr brauchten Politiker, die fest auf dem Boden standen, die das Reichssch'ff mit fester Ha' d durch den inneren und äußeren Sturm führen konnten. Bei die er wilden Fahrt hat das Schiff des beut feben Reiches leiden müssen. Segel sind zerfetzt, Masten zerbrochen, manch ce> jährliches Leck wurde ih n beigebracht; aber nun hat es das erste Ziel, den ersten Hafen erreicht, nun konnte die bisherige Wrung zurücktreten, nun kann es an den endgültigen Neu- aufbau gehen. Die Vertreter des deutschen Bo kes haben drei Monate nach der Revolution in Weimar die Notverfassung ««genommen. Aus dem Zustand des ungeschiiebenen revolutionären Rechtes sind wir wieder auf den sicheren ?oben deS geschriebenen Rechtes zurückgekehrt. Alles was wir nach dm 10. Febru rr bauen, bauen wir auf dem Grundstock der Gesetzlichkeit. Neu belebende, oder wenn man so tagen will, revolutionäre Kraft wird bei dimer Arbeit nicht fehlen; aber sie wird nicht n'ederreißend wirken, sondern erschaffend, sie «,''d ummwaudelt sein in politische Kraft und dadurch erhöhte Bedeutung «ewinnen. Wir dürfen auch in Zukunft uickt alles sinnlos verneinen, we l es vom alten Reiche stammle, sondern wir müssen die gut n Kräfte, die im alten Eich wirk am waren, auch in den neuen Staat umleiten. Dazu gehört aber vor allem Freude am Reich und der Wille M Reich. Die endgültige Verfassung muß den beredttigten Etammkseigenarten Raum zu gesunder kräftiger Entwicklung stbtn, aber sie wird klar zum Ausdruck bringen müssen, daß Einordnung ins Ganze erstes und höchstes e^ebot ist. Des Eiteren muß aber auch in der endgültigen Nm ch? Umfassung Anau wie es jetzt in der einstweiligen oesckehen ist, der demo- natische Grundgedanke durchaus zur Geltung kommen. Die Nationalverlammluna hat mit der Annahme der Nolver- Tuffung ihre erste Psticht getan; sie bars und wird da^ei »icht steh n bleiben, sondern wird auf dem Boden des jetzt ^schaff- nen weiterbnuen müssen, um das große Werk zu sollenden, um das Haus des deutschen Volkes zu errichten, hem untere Kinder und Kindeskinder frei und sichrr we9»tn können. '
Sche demann über die Zukunft.
DDP. Berlin, 12. Febr. Scbeibeniunn erklärte in einer ’WrtammhmQ: Tie Entente mag denjenigen Frieden ichl-eßeu, " ihren Interessen enlftricht. Aber auch für uns gibt es Grenz-, über die hinaus zu geheit, uns Iinmöülich ist. » ^nme also ein Ängeublick eintrete ', in dem w>r den jrbandlungst'sch verlassen mußt", nicht um die Waffn . '"«r in die Hand zu nehmen, ober um die Vnanlwartuug r eie furchtbaren Folgen eines solchen Friedens allein in e Hände derjenigen zu leren, di- ibn vor der Ges bicb'e ^"uben verantworten zu können. W r bauen, saft? S beide- , nicht auf das Mit ?id unserer westlichen Nachbarn, ’Hbfrn höchstens auf ihre Verminst. Wir alanbcn an den ] ber Geschichte auch in diese« trüben Tagen. DkUl'ch ück ro,t^ nicht untergeben. Daiür bürgt der aunenblitf» ^n Krankheitsericheinungen zum Trotz unverwüstliche ^ Twille unseres Volke«
Ebert als Reichspräfident.
Dor wenigen Tagen bat Fritz Ebert, der neue Reichrpräsident, seinen 48. Gebnrtstag begehen können. Er wurde am 4. Februar 1871 in Heidelberg geboren. Sein Vater war ein kleiner Schneidermeister, der nur mab'am für die Seinen — Ebert hatte noch fünf G schwister — sorgen konnte. Ter junge Ebert besuchte in Heidelberg die Volksschule und trat 1885 in die Ssttlerkehre ein Dir Lehrzeit endete 1889 und die folgenden Jabre führten den jungen Sattter- geMen nach Mannheim, wo er zum erstenmal in Berührung mit der sozialdemokratischen Partei kam, nach Hannover, wo er eine Zahlstelle der Sattlerverbande» mitgründete, nach Castel, Braunschweig- Elberfeld^Barmen und Bersenbrück bei Osnabrück. Vom Mai 1891 an ist er noch ein Jahr als Sattlergeselle in Bremen tätig, dann trat er in den Dienst der sozialdemokratischen Partei, indem er in die DHriftleitung der „Bremer Bürgerzeitung" eintrat. 1900 wurde er Arbeitersekretär in Bremen. In diesem J«br wählte man ihn auch in die Bremer Volksvertretung, die Bürgerschaft. EbertS ruhige Be- sonneuheit und daS Verantwortungsgefühl, das ihn auszeichnete, hatten zur Folge, das; er im September 1905 in Jena in den Vorstand dyc sozialdemokratischen Partei gewählt wurde. Er beschäftigte sich zuerst mit den inneren Angelege«beiten der Partei. Der Entwurf über die Neuorganisation der Partei an den Leipziger Parteitag 1909 stammte von ihm. Als Bebel 1913 starb, wurde Ebert auf einstimmigen Vorschlag des Vorstandes als Vorsitzender der sozia'demokrati- schen Partei gewählt und ebenso zum Mitglied des internationalen sozialistischen Büros, besten Sitz in Brüssel war. In den Sieichstag hatte ihn 1911 der Wahlkreis Elbevield-Barmen entsandt. 1916 wurde er Fraktionsvorsttzender neben Scheidemann und trat 1918 an Fehrenbachs Stelle die Leitung des Hauptausschusses des Reichstages an. Die Rcvolut'on des 9. November hob Ebert auf die Stelle des Reichskanzlers. Er amtierte 2 Tage und wurde dann leitende Perlon
an die èpitze der neuen deutschen Repubfik stellte.
Das Echo Eberts.
Auch die heute aus dem Auslande vorkiestenden Betrachtungen der Rek'e, die Ebert bei der Eröffnung der Nationalversammlung gehalten hat, zeigen, daß man dem Verlauf und den Beschlüssen der Nationalversammlung in Weimar ernste Bedeutung beimißt. Je nach der Haltung, die die ausländische Vreffe dem deutschen Volke gegenüber einnimmt, ist auch hie Auffassung, die sie aus den Vorgängen gewinnt
Das Londoner »Daily Chrouicle" ist der Nustcht, daß die mili- täril hen Stellen der Alliierten mit grösster Aufmerksamkeit die militärische Entwicklung in Deutschland verfolgen müßten. Der Ton der Rede Eberts zecge, daß das offizielle Deutschland einsehe, daß eS für die Alliierten schwierig sein würde, die Feindseligkeiten in irgend einer Richtung wieder aulzunehmen. Darauf beginne es seine Hoffnung zu bauen. Damit müsse ein Ende gemacht werden und zwar dadnrch, daß man diese Hoffnung sofort vollständig vernichte. Bei jeder Erneuerung des Waffenstillstandes wurde eine Demobilisierung in Dentschlaud in bestimmtem Umfange verlangt. Er ist jetzt an dec Zeit, daß bi eie Forderung auch wirklich ausgeführt wird.
Der ebenfalls deutschleindl'.che Amsterdamer »Tclearaas" meint: Ebert solle lieber seinen Lanssleuten einprägen, daß die Alliierten nur ein besiegtes Deutschland fe inen. Sie haben vier Jahre lang gefochten mit keinem anderen Ziel, als Dcurschlaud, ba§ will sagen, das gesamte deutsche Volk zu besiegen. Die Franzosen und Engländer haben ihr Blut nicht bloß vergossen, um die Deutschen von ihren Alach-Habern zu erlösen.
- Die Wochenschrift „De Amsterdamer" schreibt: Unser Blick darf nicht allein nach Versailles, sondern muss auch nach Weimar gerichtet sein, wo sich mit der Geburt des neuen Deutschland ein Ereignis von Weltbedeutung vollzieht; denn von jeder jungen Entwicklung geht eine magische Kraft aus. So sehr mir den deutschen Imperialismus ahlehnen, beißen wir doch alles willkommen, was von der Macht Weünars zeugt.
Die schwedische „Tagens Sèyheter" besprechen Eberts Eröffnungsrede zustimmend. Sie schreiben: Wenn Ebert in feiner Siebe die Ansicht der deutschen Volksniehrheit wiedergegeben hat, so ist Deutschland aus seiner materialistischen MachtpllilasoLbie ausgemacht und hat ange'angt», die Bedeutung der ideellen Faktoren einzuseben. Wie Prinz Max, so knüpft Ebert an das Saht 1848 an und stellt dadurch das Kaisertum bloß als dunkle ©probe in der Geschichte deS deutschen Volkes. hin. Auf den Imperialismus folgt der alte deutsche Jdrakismlis. Man will jene geistige Größe wiedergewinnen, die das deutsche Volk auszeichuete, bevor es durch die allzu eindringliche Gewaltpolitik korrumpiert wurde. DaS Rutsche Volk hat den Krieg verloren, aber eS hat die Freiheit und das Selbst- bestimmungsrecht gewonnen, welche die unnmgängltchen -Voraussetzungen für eine bessere Zukunft sind.
Bon dieser Fre heil und von diesem (Selbstbestimmung^ recht wird das deutsche Volk, das mach en wir den vorstehenden Auslassungen hinzufügen, den Gebrauch machen, von dem es seine politivbe und wirtschaftliche Wiederaufricktung erhoffen darf. Daran w rd es sich dn»ch femerle* Hetzereien Urb Veidâchtigungcn hindern lassen. In W- mar 'cll und muh d e Sonne des Lebens für Deutschland w ober aussen assen denen zum Trotz, b e das deutsche Volk erniedrigen unb in danerndir Armut halten motten.
Presse und Reichspräsident.
WB.SFcimar, 12. Feb-r. Reiche Präsident Ebert empfing am Mittwoch nachmittag im Foyer des Nationaltheaters zu Weimar die Vertreter der bciitfdxn r ub deuisch-österveichijchen Presse, um gleich beim Antritt seines Amtes persönlich mit ihnen sa Fühlung zu treten. Er führte hierher folgendes aus: •
Der erste Tag meines Amtes soll auch der Tag fein, an dens ich mit der deutschen Presse Fühlung nehme. Sie wissen, ich war ebenfalls Redakteur. Ich kenne aus eigener Erfahrung die Aufgaben und Pflichten der Presse, die mit dem Pressedienst verbundenen Echwrerigkeiron und Anstrengungen. Bei mir können Sie jeder Unterstützung sicher sein. Ich freue mich, daß mir ein Amt zugefallen ist. unter dessen vornehmsten Aufgaben die Wah. rung der völligen Pressefreiheit obenansteht. Unter den hier »er* sann eiten Herren sind alle Parteirichtungen vertreten. Es ist meine Aufgabe und die Obliegenheit meines Amtes, mit Ihne» allen in Beziehung zu treten ohne Rücksicht auf Ihre und meine Parteizugehörigkeit. Sehen Sie bitte darin ein Zeichen für die Art, wie" ich das Präsidentenamt verwalten will. Nicht eine Partei, sondern die große Mehrheit des ganzen Volkes hat mich gewählt und kann daher auch von mir verlangen, daß ich der Präsident des Dolles und nicht der Leiter einer Partei hin. Ich glaube, mir alle, die wir im öffentlichen Leben politisch tätig si^>,"haben bis zu einem gewissen Grade diese Pflicht, uns nicht als Vertreter eines Teiles, sondern als Vertreter des ganzen Volkes zu fühlen. Das Einzelne tann nur gedeihen, wenn das Allgemeine gedeiht, und Parteiideale lassen sich nur durchführen und dürfen nur durch geführt werden, wenn sie dem Wohle des Ganzen entsprechen. Zur Demokratie gehört auch der Respekt vor einer andern Ansicht, der dem Parteikampf feste Grenzen, ziehen muß. Die große Mehrheit von Ihnen gehört ja Parteien an oder steht ihnen nahe, aus denen sich die neue Regierung bilden wird. Die andern Herren bitte ich, in unsern Tagen nicht nur das Parteiinteresse, sondern auch das gemeinsame Interesse des Vaterlandes vertreten zu wollen und bei mir das vorauszusci;en. was ich auch bei Ihnen voraussetzen will: Eine tiefernste Auffassung von der Pflicht zum Vaterland.
Zwei Aufgaben hat die neue Regierung vor allen anderen: den Frieden zu schließen und die Verfassung zu beschließen. Beides muß geschehen im Zeichen der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit nach außen und nach innen für Deutschland gegenüber unsern bisheriaen Gegnern, für jeden unserer Dolksgenoiien gegenüber bisheriger Bedrückung und Unfreiheit. Das Arbeitsprogramm, auf Grund dessen b« neue Regierung diese Aufgaben lösen wird, wird der Ministerpräsident morgen vertreten. Ich will heute nur dazu, sagen: Alle Parteien die an bem heutigen Kompromiß- P rag ramm mitgearbeitet haben, haben sich rückhalttos auf den Boden der unverfälschten und unverkürzten Demokratie gestellt. Wir können heute sagen: Tie Temolratie ist für Deutschland in einem Umfange gesichert, wie für kein anberes Land. Bei unserer ausschlaggebenden Beteiligung an Regierung und Programm können Sie sich denken, daß auch unsere sozialistischen Ideale die Aufstellung des Proarau ms wesentlich beeinflußt haben. Allerdings als wahrhafte Demokraten haben wir nicht daran gedacht, andere Aussickten und Auffassungen zu vcraewaltigen, aber wir haben es ermöglicht, daß eine volle IfeUreiwtimung erzielt wurde über die Art. wie die S s' tahjierrrg anzubahnen sei. Danach sollen Wirtschaftszweige, die nach ihrer Art und ihrem Entwickelunasaana einen monopolistischen eJ’aratter angenommen haben und dadurch zur Sozialisierung reif geworden sind, auf Reichs-. Staats- oder Eemeindeverbände übernommen wer, beu, so vor allen die Bergwerke und die Erzeug!'ng von Energie. Sie sehen.' die sozialdemokratische Partei kann und wird ihren Idealen nicht untreu werden, aber sie ehnt es in echt marxi, l- scher Weise ab, ein Verwaltn noenrivftp des Witt chattsl^bens an die Stelle des Prinzivs des orga, Ischen Wachstums zu sehen. Als die Zeit für die Demokratie reif war, ist das beirolratib.be Deutschland entstanden. Nun muß die ^eh für den Sozialismus reif werter mb bis dahin der soziale Gedanke alle Handlungen jeder Regierung bestimmen. .
Meine Herren, die Oraanc der Regierung, die mit den -Derrn von der Presse zu tun haben, sind angewiesen, biete ihre Arbeit in verstäubn tsrcvstem• Sünna zu leisten, in wnam Sinne bet nichts zu tun hat mit Beeinflussung, sondern bei geeignet i’^ die Mitarbeit bet Presse anzursocn. Ter enahide Demokrat Junius hat einmal gesagt, die Freiheit der Presse, wenn ne unter einer despotischen Regierung mögrich wäre, könne allem schon ein Cepen oewickt gegen die Macht der Für:au buben, lieber einen 'solchen Gegen atz sind wir weit hinaus gewachten. Aber ich sage heute und würde mich freuen, wenn ich dabei Ihre Zustimmung färbe, daß die Freiheit her Pre"e, ihre vmit, ihre Mitarbeit, ihre Anneaungen und ihre Vor-ckläge, wenn das alles im heutigen Deutschland von jeder sEeWänfung bereit sein soll, eine notwendige Fortsetzung unserer Arbeit in der Regierung bilden und uns Tau sfr Tag in lebendigem Zusammenhang mit her Dolksmeinung und dem Volkswillen erhalten muß.
Die Atckvracke des Reiâ sxrck'denten fand bei den Pressevertretern leisesten Beifall. Im Ramen der Pressevertreter er. widerte Herr Bernhard: ,
Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß den Pressevertretern Eeleocubeit aegeben worden sei. den Reicbsprandenien in ihrer Mitte zu bemühen. Der Zusammenklang aller Stimmen bet Presse, der die sogen am te öffentliche Meinung bilde, erhebe sich über die Parteien hinaus und gebe in seinem Grundton die wesentlichen Mamenll' les Em prindens des 'ganzen Eiolfcs wie» ber' denn zwischen öffentlicher Meinung ^und Journalismus finde eine lebbaste Meck'elwcrkung statt. So sehr auch die Zer- trugen von Einfluß aus die Bildung der öffentlichen Memung seien, so sei dock jeder Journakift im innersten Dreien ein Kind seines Volkes, teile fair e Empfindungen und gewinne aus der Berührung mit seiner Heimat die beste Kraft fernes Daseins. So habe auch jeder Anaebörioe der Presse mit jeder Fiber seines 6ervns die Not des Vaterlandes während der Kriegsjahre gefühlt, und jeder trage an seinem Teile die schwere Last mit, die das Verlieren des Krieges für Deutschland mit sich gebracht habe. „Sie dürfen, Herr Reichspräsident«, so fuhr der Redner fort, „sicher sein, daß die gesamte deutle Presse ohne ckvterschied der Partei sich auf den Bel en der fortgeschrittenen Entwickelung stellen und alle Maßnahn en unterstützen wird, die dazu dienen, das Vaterland aus den Taner seiner schwersten Not wieder in ruhigere Zeiten zu führen. Nur die gemeinsame, auf das höchste gespannte Arbeitsleistung der oesamten deutschen Nation nach einem einheitlichen Plan, in einem einigen Deutschen Reiche kann die Erundlaae obeeben für die Entfaltung der kulturellen Eigenart aller deutschen Stämme. Dies mit herbeisühven zu helfeit, sehen wir als unsere höchste Aufgabe an." — Dernharf» schloß mit einem Hoch auf den ReiLsvräsidenchi«,