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Erzberqer ruft zum Protest eenen den Raub der deutschen Kolonien auf.

WB. Berlin, 2. Febr. Staatssekretär Erzberger hielt heute in einer Versammlung der Kolonialaesellsck>aft eine Rede, in der er u. a. sagte: Ein neues großes Blatt in der Geschichte der Volker wird ausgeschlatzen. Ein dauernder Weltfriede soll vor- shereitet und der TAkerdnnd aufacrichtet werden, Nack; allem, -mas wir bis jetzt über die Steäungnahme der Alliierten zur kolonialen Frage gehört haben, liegt derzeit die Absicht vor, Deutschland von jedem kolonialen Besitz auszuschließen. Man Äricht Deutschland die koloniale Befähigung überhaupt ab. Dabei hat Deutschland das meine für Aufichlutz der unerforschten Erdteile durch Entdeckerfahrten getan. Die bisherigen wenigen Fahre konsegruenter deutscher Kolon ialvolitik haben dem deut» «hen Volke Gelegenheit geboten, den Befähigungsnachweis für erfolgreiche Kolonialpolitrk zu erbringen. Die Alliierten haben genau so wie Deutschland die vierzehn Punkte Wilsons ange­nommen. In Punkt 5 verlangt Wilsoneine freie, weithrr^ge und unbedingt unparteiische Schlichtung aller kolonialen Dn- sprüch«'. Was di« Alliierten aber jetzt in Paris wollen oder schon beschlossen haben, ist keine Schlichtung aller kolonialen An- wrüche, sondern ein Machtdiktat nur gegenüber den deutschen Kolonien. Dir wissen ans den Zeitungen, daß man den Vor­schlag gemacht hat, man möge den deutschen Kolonialbesitz intcr* rationalisieren und dem Völkerbund zur Verwaltung unter­stellen. Diefe Lösung der Kolonialfraae müssen wir, mag sie «ch noch so gut von Wilson gemeint sein, rundweg ablehnen. Wenn die deutschen Kolonien internationalisiert treiben sollen, so könnten wir uns nur unter der einen Voraussetzung damit ab- finden, daß der gesamte Kolonialbesitz aller Mächte internst io- «alisiert wird. Deutschland hat aber nach dem Wilsonschen Pro­gramm ein unveräußerliches Recht auf ein eigenes selbststän­diges koloniales Gebiet. Man tausche sich nicht: Der Raub in Paris bringt lebt Glück für di« Welt. Er ist der Raub des Lebens des Völkerbundes. Darum muß unser Volk wie ein Mann sich erheben und einen ehernen Protest einlegen, den man an der Seine. an der Themse und in Washington hört und beachtet.

Gegen die Loslösungsbestrebungen im Rheinland.

WB. Berlin, 8. Februar. Wie die Nationalliberal« Karre» âondenz meldet, ist von feiten der Deutschen Velksvartei nachstehendes Protesttelegramm an die Negierung gerichtet worden: Nach den Mitteilungen, die uns auS Westdeutschland zu- «che« ist dort anscheinend schon vor der Einberufung brr Nationalversammlung die Ausrufung der westdeutschen Republik Klant Wir sind überzeugt, daß diejenigen, welche eine Strennung der Provinzen Rheinland und Westfalen anscheinend unter Ginbeziebung noch weiterer Gebietsteile von Preußen erstreben, in einer Weise berechtigt find, im Namen der Mehrheit der dortigen Bf -ölkerung: sprechen, und wir erheben weiterhin entschiedensten Einspruch dagegen, daß die verfasMNq»gebtnden Körperschaften der Reiches und der Einzelstaaten, welche allein berechtigt sind, über die künftige Gliederung des Reiches zu entscheiden, durch den Ueberrumpe» lungsversuch einzelner Gruppen in den preußischen Landesteilen vor eine vollendet« Tatsache gestellt werden sollen. Wir richten an Sie die Bitte, auch seitens der Volksbeauftragten mit aller Entschiedenheit dagegen Stellung zu nehmen, daß irgendwie der Stanb plinst geändert wird, und daß lediglich den verfassung­gebende« Körperschaften die Entscheidung über diese Frag« zusteht.

Die Behandlung der Kriegsgefangenen.

WB, Berlin, 8. Frbr. Die .Deutsche Allgemeine Leitung' kKrerbt: Die KoMMM zur unterfit^un'i bei Snnaaen »egen völkerrechtswidriger Behandlung der Kriegsgefangenen in Deutschland Sielt am Freitag den 81. Januar int ReickSmilitärgericht ihre erste äffevtliche Sitzung ab. Di« Sitzung wurde durch eine kurze Ansprache Leg Vorsitzenden, Professor Schücking, eröffnet. Dieser toieS darauf hin, daß daß Material über die Beschwerde«!!« nickt mehr zunetzmcn Serbe, weil Deutschland entsprechend den übernommenen Völkerrecht- kichen Verpstichtnvgen sämtliche Kriegsgefangenen der Entente zurück- ,gegeben habe. Dies fei nicht geschehen ohne ein Gelittn ber Bitter­keit, daß unsere Gesanaenen immer noch in Feindesband seien. Deutschland sei mit der Errichtung dieser Kommission den anderen Staaten vorangegangen. Die Vertreter der Sckutzmäcktr würden sich davon überzeugen könne«, daß das internationale Recht in einem wahrhaft nationalen Geiste zur Anwendung gelange. In diesem Sinne bade die Kommission auch de« Schutzmâchtrn vor der Verhand­lung Einsicht in die Akte« gewährt. Zur Verhandlung gelangte der Fall m Stralsund, wo zwei englische Leutnants getötet und ver­wundet worden find. Die Kommission kam hier zu dem Ergebnis, daß !eütt Verletzung des Völkerrecht- vorliege. Die Verhandlungen wurden am Samstag fortgesetzt und bi: Vorfälle in Langensalza er* örtert, wo am 27. November v. IS. eine Anzahl von Kriegsgefangenen bet einer Schießerei von Wachmannschaften getötet oder verwundet worden ist. Der Spruch der Kommission eraing in diesem Fall Vabin, daß eine Verletzung der Völkerrecht« gegeben sei.

Amerika und Deutschland.

WB. Hamburg, 8. gebt. Der Statte thatet Korrespondent

«esHamburger Fremdenblattes" meldet unterm 1. Februar: Nach Unterredungen mit Kreisen, die über die Stimmung des amerikanischen Volkes auf das genaueste unterrichtet find, hatte ich es für meine Pflicht, darauf hinzuwefsen, daß das ameri­kanische Volk, soweit es auch heute noch von jeder Sympathie mit Deutschland entfernt ist, doch in seiner überwältigenden Mehrheit entschlossen hinter seinem Präsidenten steht, wenn er »erlangt, daß die Bedingungen, unter denen Deutschland den Waffenstillstand und mit ihm seine Entwaffnung angenommen hat, nicht als ein Fetzen Papier behandelt werden dürfen und daß alle Eeheimverträge der Alliierten, die gegen die 14 Punkte verstoßen, dadurch ungültig gemacht sind.

Rückkehr aus Deutschostasrlka.

DDF. Berlin, 8. Febr. Der Dampfer .Feldmarschall' mit ben Generälen v. Lettow-Vorbeck und Wähle, dem Gouverneur Dr. Schnee, 24 Offizieren, 88 Militärpersone«, 19 Zivilisten, 106 Frauen und 30 Kindern ist am 17. Januar von Daressalam nach Europa abge- zange«.

Foch als Instrument Gottes.

DDF. Amsterdam, 8. Febr. DerTijd' infolge, teilte Kar­dinal Mercier in einer Katholikenversammlun« in Brüssel mit, daß Marschall Foch auf bat Glückwunschtelegramm Englands beim Ab­schluß bei Waffenstillstandes geantwortet habe: Sagt Gott Dank, besten Instrument ich gewesen bin.

Das beschlagnahmte feindliche Eigentum.

WB. Pari-, 8. Febr. DemEcho de Paris' anfolge beschloß kie Internationale Waffen stillftandsk»mmisnon in Spa, eine aus­reichend beglaubigte Delegation nach Deutschland zu senden, um die Herausgabe bei beschlagnahmt n und der Entente gehörigen Eigen­tum- xu sichern, da trotz des Abkommen? vom 13. Dezember 1818 Deutschland sechs Wochen später noch nicht die geringste Erklärung darüber abgegeben habe, auf welche Weise er eine Heran »g be ins Werk zu setzen gedenke. Urbrigevs teilte Graf Brockdorff-Rantzau der Lmnmilsion mit, er verweigere den alliierten Untersuchnnatbramten ba» Pahvisnm, und dir beutübe Regierung gibt bekannt, daß sie auf ihrem Standpunkt hinsichtlich der beschlagnahm rn Güter von Deutschen in Elsaß-Lothringen beharre. ES ist wahrscheinlich, daß sich die Lommlsston in Sva hierüber äußern und dafür Sorge tragen wird, daß ihr« Abmachung«» beachtet »erbex.

Die Berner Sozialistenkonferenz.

WB. Bern, 3. Febr. In demselben Saal, in dem gestern die schweizerische sozsaUstische Partei die Beteiligung an der Bern er Sozialistenkonserenc ablehnte, wurde heute nachmittag der Kongreß unter zahlreicher Beteiligung eröffnet. Erschienen find bisher 80 Delegierte an» 21 Ländern: Deutschland, Elsaß- Lothringen, Deutsch -Oe^ei-reich, Frankreich, England, Schweden, Dänemark, Finnland, Böhmen, Rußland, Georgien, .Griechenland. Ungarn, Rumänien, Livland, Eüland, Polen, Bulgarien usw. Erwartet tverbeit n«ch die Vertreter von 17 Staaten, barunter nur Spanien, Ser­bien und Jap«n. Belgien und die Bereinigten Staaten verhalten sich weiterhin ablehnend. Henderson schildert in seiner Eröffnungs­ansprache die Schwierigkeiten, die einer internationalen Konferenz bei Kriegsausbruch entgegen stauben und betonte, daß die jetzige Konferenz auf die Friedmsverhandluugen einwlrkcn werde und de« Interessen der Arbeiterschaft dienen solle. ZurEinberusütig hätten nur 14 Sage zur Verfügung gebauten. Aus Vorschlag von Henderson wurde Sranting zum Präsident her Konferenz erwählt, während auf Vor­schlag von Huyrman« der Holländer Wibant und der Argen­tinier Susie mm Vizepräsidenten gewählt wurden. Zum Vertreter der Jentralmächte wurde der Deutsch- Oesierretcher Seip und Henderson als Vertreter der Entente znm Vorsitzenden ernannt. Branting nahm die Wahl zum Präfidentm als Beweis der Anerkennung für bie von neutraler Seite, besonders von Schweden während bei Kriege« unternommenen Schritte zu Gunsten der Internationale an.

Italiens NeutralWtsabfichten im Auqust 1914.

DDF. Sutane, 3. Febr. lieber die Politik Italien« in der NmiralitâtSprriode wird soeben eine neue Tatsache bekannt. Bei einem Salandra gegebenen Bankett in PatiS, also in Salandra» Anwesenheit, hielt der bekannte offiziöse Publizist Bettorie eine Rede, worin er folgende Enthüllung maltet In ben stürmischen Augusttagen des Sabres 1914 sah Bettori den Minilrerpräfidenten Salandra, der ihm erklärte, er habe zwar die Neutralität verkündet, aber bies fei nur deshalb geschehen, um bett Befreiungskrieg gegen die Mittelmächte besser vorbereiten zu können. Der anwesende Salandra bestritt diese teschämende Enthüllung nicht.

3ur Frage eines Großheffens

schr«ibt uns die Deutsche demokratische Partei in Cassel:

Sn dem öffentlichen Wahlaufruf der Deutsch«« demo­kratischen Partei in Berlin ist der Standpunkt vertreten, daß Preußen unversehrt und ungeteilt bleiben und die Deutsche beuto= kratilche Partei sich hierfür einfegen müsse. Dieser Wortlaut in dem großen Ausruf ist zunächst dahin zu verstehen, daß unter keinen Um­ständen preußisch-deutsche Gebiet-teile im Osten etwa an bas Polen- tum fallen dürften. Ebenso ist wohl an die großen polnischen LoS- reißungsbestrebungen in Schlesien und an bie unglückliche Lage des SaargebietS gegenüber den französischen NnnexwnSgelüstkU gedacht. KemekwegS soll mit den Worten deS genannten Aufruf« in die Frage eingegriffen werden, oh da« heutige Preußen ungeteilt fortbestehe ober ob es in eine größere Zahl leistungsfähiger. Mütelstaaten aufge'tellt werden soll und muß. Noch viel weniger ist aber durch die Veröffent­lichung diese» Berliner Aufruf« daran gedacht, in die augenblicklich in inneren engeren Heimat in Fluß gebrachte Frage eines Groß- Heffen» cinzngreifen. Die Vereinigung aller alten heisischen Landes­teile im Großherzogtum, dem ehemaligen Kirrheffen und dem Naflauischm ist keine politische Frage allgemeiner Art und kann überhaupt nicht zum Gegenstand von« Partcrwünschen und Parteilordemngen im Wahlkampf gemacht werden. Wie sich jeder einzelne zu dieser Frage stellen toirb, bleibt ihm vollständig über* lassen und die Deutsche demokratische Partei nimmt kcmetwegS für sich in Anspruch, zu dicker Frage für oder gegen Stellung M' nyhWW-

statische Partei in Caflel mit allen Parteiangehörigen, wenigstens in Süddeutschland einig zu gehen, daß die Zentralisation in Berlin beteiligt werden müßte. Die Frage eine! Groß- Hessen« wird, wie alle diese Fragen, demsSchst nach bet Bekannt­machung der Reichrreßicrnng durch eine besondere Volk»- abfti mmnng entschieden, der durch die bevorstehenden preußische» Wahlen nicht borgegriffen wird.

Kleine Nachrichten.

Zum N«chfor»«k des «eneraimai^rl d. Wi«ters«kd all Vorsitzenden der Wafttnsüllstandrkommission wurde General Frei­herr v. Hamerstein, zurzeit AbschnittSkommandeur in Welch berufen.

Am preußische»» Ltaatsminisitrium haben heute bie Ver­handlungen der Regierung mit ben Teutschpolen begonnen. Von polnischer Seite sind fünf Vertreter erschienen: Adamski, Korfanty, Prystewicz, Meister und Ander«.

Di« 185 deutschen U-Wsot« find, wie bie Pariser Blätter melden, unter bie Alliierten folzendermaßen verteilt worden: Eng­land 30, Frankreich 16, Amerika 4, Japan 7, Italien 10. 68 blieben noch unverteilt in englischen Gewässern.

Die LebettSnlitttldersurHnng Deutschkai»dS. DieMor- uingpost' meldet au« Paris: Die Lcbrnsmittclversergung De»!sch. land« wurde auf der Pariser Konferenz dahin festgesetzt, daß Deutsch­land vom 1. April einen boprozentigen, vom 1. Juli einen lOOpro« »entigen Zuschuß zu seinem noch testzusetzcndcn, aus eigenen Vorräten zu dccke -den Mindestbedarf erhält. Die Lebensmittelversorgung ab August wurde todteren Vereinbarungen Oorbe»a(ten.

Ergebnis der Wahlen zur fachsifchen Volkskammer. Nach den vorläufigen nichtamtlich-en Dkieldungen wurden bei den vor­gestrigen Wahlen zur säHsikl)en Volkskammer nach unverbind­licher V«r«chnVNg insgesamt gewählt: 40 Sozialdemokraten. 21 Deutsche Demokraten, 15 Unabhängige, 5 Mitglieder der Deutschen Volkspartei, 14 Mitgliederbet Deutsch-nationalen Volkspartei und ein Mitglied der Christlichen Volkspartei.

Zusammenschluß D^ntsch-Oesterrmchs mEt dem Deutschen Reich. In der heutigen Sitzung her deutsch-österreichischen Na­tionalversammlung wird von sämtlichen Parteien ein Antrag eingebracht, in dem der Zusammentritt der Deutschen National Versammlung in Weimar begrüß» und dem festen Willen eines engen Zusammenschlusses Deutsch-Oesterreichs mit dem Deutschen Reich« Ausdruck gegeben wird.

Rfickkrh« des Kaiser- nach Dentfchland? Bern,81.Jan. Echo be Bari#* läßt fick ans Ami-erdam melden, Kaiser Wilhelm habe an Ebert geschrieben und um die Erlaubnis ersucht, nach Deutsch­land zurückkeüren zu dürfe». Er würbe jeden ihm angewiesenen Aufenthaltsort entlehnten. Ebert habe geantwortet, daß nur die Nationalversammlung hierüber entscheiden könne.

Der «rbeiter- «nd Toldatenrat Kolbrrg erläßt folgenden Aufruf: Brüder! Unser« Kinder, Kranke nnd Verwandte erfrieren; Ihr verurteilt sie zum elende» Tode. Arbeitet, denkt an unser Vater­land und an unser Volk!

Ueber d«n Kestrtu-Sbereich Thorn ist vom Gouverneur im Einverständnis mit dem Tho.nec Arbeiter- und Soldatenrat der Belag«run,»zustand verhängt unb^befonbere Kriegsgerichte eingerichtet worden.

Van weiteren «inschränkun-en im Eisendahnverkehr will da«Berliner Tageblatt' berichten können. Der Fernverkehr werde vom 10. Februar »b nur noch auf Grund besonderer Erlaub­nisscheine gebattet sein.

Die ehemalige KSniein Maria Therefia von Bayer»» ist beute abend auf Schloß Wildenwarth nach langem Leide» ge» sterbe*.

Oeffentlicker Welterberrcht.

parau»fi»ßtliche »Siiterun« für die Zeit Vam X8eit> bei 4. Februar bis lUM niesen chrbenb.

Bedeckt, verbreitete Schneefälle, »acht« Frost, tags wärmer, west­liche bis südwestliche Winde.

2htsBatmit Sterbt und Eand l

* Die netten Vi'enbahnsahrhreise. Am 1. April w«rh,I die Persinenzugfabwreise 1. bis 4. Klasse u* 100, 40, 80 unb 251 Prozent erhöbt Die ErgSnzungSgebüdr fällt bei Schnellzügen Hy I Nebe« de» Perfoneuzugpreis werden dann Schuellzugzusthläq« 75 Km. 1. und 2. bezw. 3. Maste 2 bezw. 1 Mark, bi» 150 9^1 4 Sczw. 2 Mark, über 150 Km. 6 bezw. 3 Mark erhoben. Für btJ Nahverkehr mit Schnellzügen wird ein Mindekffahrprcis von 17 MeyI für 1. Klasse, 10 Mark für 2. Klaffe und 5 Mark für 8. Klasse fM gesetzt. Eine Erhöhung der Arbeiter-, Schüler- und Monatskartrui tritt nicht ein; bei letzteren fällt die einzerechnete ROproi- Erg^.l zungSgebühr fort. Militär zahlt verauSsichtlich außer dem seit Ndrill 1918 eiiigeführten IVproz. einen weiteren 20proz Zuschlag. 9|<t I fammeugeftente Fahrscheinheste gibt eS vorerst nicht mehr. tyl Hllndefahrprei» wird um 20 Prozent erhöht. Bei Gevâck und Preßgut entfällt der doppelte Frachtsatz, e» werden 50 Prozent M schlag erhoben. Die Befchrânkung bei EinzelstückS box 60 9t| fällt fort.

Bitte hera«rfchneid«tt «nA ausbewahre«. Nach dgl amtlichen Bekanntmachung vom 1. bl. Mt». sind bie Geschäftsräume der Polizeidirektion verlegt und geteilt. Das Polize»» Sekretariat l (Sekret. Claus) befindet sich igl

Hause Hainstraße 12 (Eingang: Rückertstraß»j,k Da, Polizei-Sekretariat ll (Sekr. Schmidt) ist i,i Hause Marktplatz 15 (Drogerie Schlegel) zu eben«! Erde unterg ebracht. Hier soll sich der gesamte Publikum.« Verkehr abwickeln. Unter Erledigung anderer Arbeiten, als Fü4 sorgeerziehung-sachen, Namensänderungen, Aus.l ^a 6me in ben preußischen Staat-verband nf»J werden insbesondere ausgestellt; 1. Bescheinigungen zur ErlangnM von Eisenbahnfahrkarten, 2, Arbeitsbücher, 8. Reisepässe, 4. Giftscheiuzk 6. LegitimationSkarten für Handlung-reisende, 6. FährungSzerlgnisfl

7. Waffenscheine, 8. Leichenpässe, 9. Staat-angehörigkeitSan»weiszU

10. Heimat-scheine, 11. Arbeitskarten für Kinder, 12. Genehmigung«« zu Lustbarkeiten, 13. Arbeiterlegitimationskarten für Ausländer, He Ausstellung von Radfahrkarten. Ferner findet daselbst der Ouil tunz-kartenUmtausch, soweit er bisher schon im Ärci«l)Ng erfolgte, und die Behandlung der Fundsachen statt« Außerdem werden dott selbst Beglaubigungen aller 8rt «inschließliif« der MonatSquittunzm der Renten- usw. Empfänger borgenommen. I

* Nachrichten für die deutschen Schwarze-Meer- und OrientI truppen. Der Angehörigen-Ausschutz der deutschen Truppen amr Schwarzen Meer und in der Türbei hat Gelegenheit, an bitt Truppen in Nikolajew und Odessa, möglicherweise auch naL« Haidar Pascha (Konstantinopel) Mitteilungen gelangen ant lasten. In Frage kamen nur kurze Grüße im Telegrammstil,I außer der genauen Adresse des Absenders und Empfängers et weg acht bis zehn Worte. Den Angehörigen wird empfohlen, der» artige Nachrichten auf Pc^tkarten umgehend an den Ängrhöitr gen-Busschütz, Geschäftsstelle Charlottenburg 4, Dahmannstrahe« 22. zu richten. Für die Truppen in Nikolajew und Odessa f'4:g außerdem noch der kürzlich mit der Entente vereinbarte Wczl über das Feldpostamt Großes Hauptquartier, unter AdrcsiiL Nikolajew zur Verfügung. Die Regierung bemüht sich zurzeitI diesen auch für die Truppen in Haidar Pascha zu erwirken.

* Aus Per KotftundSkwMiniWStt. Gegen die in der letztall KommtssisnSsitzung in Aussicht genommene Neuauflegung teil Kundenlisten bei bex Metzger« hat bie MttzgeriummqBedenk«I geäußert. Die Mitglieder der Innung sind der Ansicht, daß durch bing Neuauflegung der Listen, bie durch bie seitherige Zwangrzuweistingl auf die einzâe» Geschälte entfctKenbe^ Kundenzabl erbeblick suS tag Gleichgewicht gebracht und befürchtet wird, daß verschiedenen Mristml ein Kundenzuspruch überhaupt versagt bleibt Dem wurde entgegen«| grhalten, daß sich in der Kolonialwürenbranche das System der freien I KundeneintragunZ gut bewährt hat, obwohl sich auch hier bei einzelner I Firmen bis zu 2000 Kunden und mehr haben eintragen lassen, wäh-I rend andere mit nur 20 Kunden vorlieb nehmen mußten. Die Kom'l Mission erkannte Wennauch die von der Innung vorgeSrackten Bedenken I nicht als stichhaltig an und beschloß, die Kundenlisten am 17. Februar I neu anftulegen. Weiter war von den Metzgern bie Abschaffunzl der Abquittierung auf ben Gruvvenkarten durch tal Vertäuter beantragt worden, weil diese Anordnung sich als ein Hemm-1 ni$. bei ber Bebiemuig im Ladin berausgesteßt habe. Auch biete I Antrag wurde abgelehnt. Im Schlachthaus kommen noch fori« | gesetzt Diebstähle a« Fleisch- und Wurst waren voy I oüwvh! eine Kontrolle eingeführt worden ist, um den ober bie Dieb« I auf frischer Tat abzufassen. Die Kontrolle soll verschärft werden. -1 Dir verschirdenartigen Schwierigkeiten, bie in ber auf einer sehr kurz« I Zeit zusainmendrängrndt» Ä a r s o f f e I b e r j o r g u n g zu über-1 winden waren, haben dazu geführt, daß die Eindeckung des Winter' | hedarfs in unserer Stadt noch nicht restlos durchgesübrt werden konnte I Eg find noth rund 1000 Perlouen, die durch da« KornhauS und di« I Händler ihre Belieferung beantragt haben, unversorgt. Sobald dir I WittcrungrverKLltniffk es zulafsen, wird aber auch tiefer I noch verbliebene kleine Bruchteil der Bezugsberechtigte« sei« I Kartoffeln m ben Keller bekommen. Da auch diel Mengen zugesagt find, bie für die Abgabe gegen Marken n»ch be-1 nötigt werden, so darf man hoffen und sagen, daß die Versorgung I unserer Einwohnerschaft bis zum Ende der Versorgung-periode ze-1 sichert ist. Zwischenzeitlich ist bekanntlich unterm 22. Januar b. I« I eine Beriuenug ber Reichskartoffelffelle ergangen, nach der die wvchenb I licke Kartosfelration von 7 auf 5 Pfd- und für Selbstversorger von 101 auf / Pfd. bcrabzusetztn ist. Durch diese Verfügung ist in der I Kreisen der Verbraucher bie Befürchtung , aufgetreten, daß von ben I bereits früher eingefefferten Kartoffeln bie über 5 Psd. betragender I Mengen wieder zurückverlangt werden würden. Die Steichrkattofsel' I stelle hat die AuSsühruna einer derartigen Anordnung den einzelner I Kommunalverbänden überlassen. Der Leiter der hiesiger I Kartoffelftelle hofft, daß von einer so einschneidender I Maßnahme hier Abstand genommen werden kann. Im Anschluß I hieran kam der Leiter der Kartoffelstelle auch auf einen am 23. Januar I d. I. in derVolkrstimme" erschienenen B«richt bei Arbeiter- und I SauernratS in Windecken, ber sich mit der Saatkartoffelabgabe t« I Landkreis Hanau befaßt, zu sprechen, und betonte, daß bie darin auf« I gestellten Behauptungen teilweise auf irrtümlichen Angabe« | beruhen, war den Herren auch na*gewicfen worden st« I Insbesondere wie» er zurück, daß es bie Stadt an der I erforderlichen Mühe hätte fehlen lassen, um bie benötigte« I Kartoffeln zu beschaffen. Im Gegenteil, «L fei nichts unveruicd! I geblieben, um die Bezugsberechtigten zufrieden zu stellen, wenn da« I nicht immer gelungen sei, so habe das nicht an dem guten Willen I der Stadt, sondern ax denjenigen Stellen gelegen, von benen diese die I Kartoffeln gern haben mochte. Wegen der FettversorguuS in Hanau waren mehrere Vertreter der Stadt beim Regierungvpräsi' I bentex in Cassel vorstellig. Es wurde ihnen dort die Zusage ge' macht, daß die Fettversorgung Hanau» soweit wie angängig plan­mäßig durchgeführt werden sott. Weiter wurde auch zugesagt, daß die Versorgung der hiesigen Stadt mit Zucker nicht mehr nach ben im Mai v. JS. »orgeuommexen DevölkerungSaufuahme angegebener Zahlen, sondern nach der jetzt borhaiibexen tatsächliche» Slnwoh«"? zahl erfolgen soll.

* ®ta btt he »ter. Heute abend 6», Uhr gelangt die Komodu Der gutsitzende Frack' zum letzten Male zur Darstellung. Jnftlzt der lebhaften Nachfrage nach Linlaßkarien fürDie SchmctteriulS*' schlacht' ist dieses Suvrrmann'sche Werk außer Mittwoch abend a«4 für Freitag dieser Woche angejetzt. Die Erstaufführung der Remöbi< Adam, Eva und bie Schlange' ist technischer Schwierigkeiten wegen um einige Tage verschoben.

* Unruhen In der Nähe des Kleinbahnhofes kam es hem« vormittag zu Unruhen, wobei auch van Waffen Gebrauch g6 macht wurde und zwei Mann schwer verletzt worden jein follek Näheres konnten wir nicht in Erfahrung bringe«.