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Aus^anau Stadt und ta«»d.
/ ^nnM, 27. Januar.
Preußische Laudesversammlung.
Bei den gestern stattgefundenen Wahlen zur preußischen ^andesversaminiung haben erhalten im
Stadtkreis Hanau:
MessrheftSsszialisten
Dtnische demokratische Partei Zentrum ...... Deutsche Do kSpartei . . . Deutschnationale Volkspartei
5853
5278
5652
1643
1790
487
(7026) (6089) (5690) (1704) (1916) ( 491)
Die Zahlen brr bei den Wahlen zur Nationalversammlung cm vorigen Sonntag abgegebenen Stimmen sind in Klammern () beigrsetzt.
Die Beteiligung an der Wahl hat nach dem »srlâufigen Ergebnis gegenüber dem Wahlgang am nötigen Sonntag etwa» nachgelassen. Von diesem Rückgänge sind alle Parteien betroffen worden, bie eine Partei e>wa» stärker oder
Stringer als die andere Partei.
Das Ergebnis ans dem Landkreise Hanau liegt noch nicht vor
Lansenfelvolv, 26. Jan. (Wahlergebnis.) Sender Mnabbängige Sozialdemokratie) 1202, Graf fMebrheilSzwlisten» 648, Aade (Deutsche Demokratische Partei) 362, Ritter (Deutschnationale Volkrpartcl) 181, Gebeschu» (Deutsche Volkspartei) 80, Schwarz (Zentrum) 36, ungültig 9 Stimmen.
Großauheim, 26 Jan. <W a h le rg e b n i»). Mehrheits» Sozialisten 1065, U. S. P. 1229, Deutsche Demokratische Partei 247, Zentrum 1048, Deutsche Dolkspartei 18, Deutschxati«nale Vollr- vartei 93.
F. Postpakete sind nach dem amerikanischen Besgtzimgsgebiete »gelassen.
* Gtavttheater. Das erfolgreiche Schauspiel .Jettchen Gebert" diird Dienstag abend im Abonnement zum letzten Male zur Auffüh- .«na gelangen. Mittwoch abend 67. Uhr wird die Komödie »Der gutsitzende Frack" im Abonnement wiederholt; während für Donnerstag dieser Woche eine Wiederholung bei Gesangsstücke» »Das Pracht- «adel" angelegt ist. Die 8. Aufführung von »Der gutsitzende Frack" ist für Freitag im Abonnement vorgesehen. In Vorbereitung befindet sich «Die Schmetterlingsschlacht', Komödie von Hermann Sudermann.
• Rezitation Auerbach. Auf die heute abend halb 7 Uhr in der Aula der Zeichenakademi« stattfindende Rezi-tation Alfred Auerbachs fei nachmals hingewiesen. Es wird gewiß für jeden ein reizvoller Genuß fein, sich durch den trefflichen fchwä. bischen Künstler, bet uns aus Sckwarzwalddichtern vorträgt, auf Stunden von allem Hasten und Wogen der Zeit lösen «nd heiter stimmen zu lassen.
* Schulreform. Am Dienstag den 28. Januar, abexbl 7 Uhr, spricht Gustav Wynecken in Frankfurt im Saalbau über Schulreform. Eintritt 1 Mark an der Kasse.
* Grosse Kälte in Gicht? Heuer war uni bis jetzt ein ux» ^wöhnlicher Winter beschieden t nur in den Bergen ist ««»giebiger «ebnee gefallen. Die anormale Milde in diesen Wochen bat schon manches vorwitzige Blümchen zum Lebe» erweckt. Doch f^eixt nun der milden Witterung ein Ziel gesetzt zu sein; ans bett vereinigte»
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Staaten von Amerika wird eine riesige Kältewelle gemeldet, die über dem ganzen Lande, mit Ausnahme von New-Aork und der Ostsee, küste, lagert. Man verzeichnet Tenperaturen von 20 bis 30 Grad Celsius unter Null. 3k vielen Teilen der Vereinigten Staaten geb es grosze Schneeslürme. Er ist nicht auSgeschlvsscn, taz die Kältewelle über den Ozean zu uns herüberkommt.
* Deutscher Vkctavarbeiter-verpaud, DerwaktunktsKeK« Hanau. Mit der Firma Ginsberg und dem Deutschen Metallarbeiter-Verband wurde folgende Vereinbarung getroffen. Der Tarif wftd um 20 Proz. erhöht. W'r aber trotz dieser Erhöhung nachfolgende Stundenverdienste nicht erzielt, erhält dieselben trotzdem, wenn harte Ware, Materialmangel oder sonstige unverschuldete Ursache die Folg« des Mindcrverdisnst«s sein sollte. Wer in dem letzten Jahre vor dem Kriege verdiente 40 Mark pro Woche, muß mindestens pro Stunde verdienen 1.40 Mk., wer 45 Mk. verdiente 1.50 Mk., bei 50 Mk. 1.60 Mk.. 55 Mk. 1.70 Mk., 60 Mk. 1.80 Mk., 65 Mk. 1.90 Mk., 70 Mk. 2.05 Mk., 75 Mk. 2.10 Mk., 80 Mk. 2.20 Mk., 85 Mk. 2.35 Mk.. 90 Mk. 2.50 Mk., 95 Mk. 2.65 Mk., 100 Mk. 2.80 Mk. Der Mindestlohn für neu ausksslernte Reiber und Schleifer ist pro Stunde 1.10 Mk. Bei Arbeitor, die während des Krieges oder später eingetreten sind, wird der Lohn nach Vereinbarung beider Parteien unter Zustimmung des Arbeiter- ausschusses festgesetzt. — Dort wird nach einem auszuarboitenden Tarif gestellt unter Derucksichtiigung der. Ware. Der Dort ist Eigentum des Arbeiters. Feiertage, die auf einen Werktag fallen, werden voll bezahlt. Heimarbeit darf nur mit Zustimmung des Arbeiterausschusses und nur bonn, wenn es durch die Detriebsverhältuisse bedingt ist. vergeben werden. Alls Streitfragen sind mit dem gesamten Arbeiterausschuh zu regeln. Di« Verhandlungen wurden geführt durch die Kollegen Schott und Hofmann und den Drbeiterausschutz. Die Firma Datzbach und Eeyer hat, nachdem die Kollegen Grast und Hofmann bei der Firma vorstellig waren, vorstehende Vereinbarung auch für ihren Betrieb anerkannt. Nachdem Kollege Hofmann wiederholt bei der Firma Heraeus vorstellig war. Hat sich dieselbe nach gemeinsamer Verhandlung mit dem Arbeiterausschutz auf nach- stebender Grundlage geeinigt. Gelernte handwerksmähig ausgebildete Arbeiter erhalten eine Lohnzulage von 25 Proz., angelernte Handwerker 15 Proz.. Hilfsarbeiter und Auslauger 10 Prozent. Ferner Lohnausgleiche von 50 Pfg. bis 4 Mark um bestehende Lohndiffereuzen auszugleichen. Die Rechte an die Pen- fionskaffs treten von fett ab schon mit 40 Jahren in Kraft, statt wie bisher mit 50 Jahren, und die Wartezeit wurde von 15 Jahren herabgesetzt auf 5 Jahr«. Bei Entlassung wird 50 Proz. des Guthabens ausbezahlt. Bei Entlassungen entscheidet der Dr- beiteraussclutz. Auch schweben zur Zeit Verhandlungen mit bett Cietzereibesitzern über Beseitigung der MiWänds im Akkord- we"en unter Zugrundelegung zeitgemäßer Stundenlöhne und Aufbesserung der geringen Verdienste.
* Zur Tarifbrwraitna der Gärtner schreibt unS bet Gan- leiter Fr. Fnch » aus Frankfurt a. M.: Seit Wochen bemüht sich die Verbantzsleitumz der Gärtner und Gartenarbeiter an allen Orten Deutschlantzr. um für ihre Berufsangehörige den Achtstundentag und LohnauSaleich zu erhalten. Es ist ein großer Schritt mit vierlerlei Hindernissen, um von der bisherigen Anarchie in den Lohn- und Ardeitsverhältuissen zu einer tariflichen Regeluvg zu gelangen. Indessen dürfte es cans außer Zweifel stehen, daß nur auf diesem Wege eine Gesundung des gesamten Berufes möglich iss. Mit vollem Recht erwartet die Berufsorganisation, daß sich alle im Berufe tätigen Versauen, auch die der Privat- und StadtgärtnereieR, hinter unsere Fordenmgen stellen. Er geht um Ordnung, Freiheit und meusche«- würdige Existenz der gesamten Gärtnerei. Beiseite steh-n, zweifeln und schimpfen ist heute Verrat an unserer guten Gache. Ueber den Tarif von Frankfurt a. M. und Umgegenb wird am Mittwoch den 29. Januar, abend» 6 Uhr, im Lokale bei Restaurant» ,Zum Bürgerbrâu" berichtet.
* «rotz« Werte gerettet. Vom Rricglminiflerinm, Allgemeines Kriegs-Departement, ist dem Soldatenrat folgende Verfügung
zugegangen: Den Pizefeldwebeln Schmid.t und Markwort vg„ | der Nach» und Nbschubüberwachuv^Sstelle Hanau wird eine Belobnunz I von je 75 Mk. »verkennt, weil fte unter erheblichen Schwierigkeiten I durch Umsicht und Gewandth-it in einer Diebstablsiache zum Nachteil der Heere8ver1va'tn«g fünf Täter ermittelt und HeereSgut im Wert« von etwa 110 000 Mk. gerettet haben. Der Gesamtsma^en beläuft sich auf etwa 150000 M. Das Departement bittet, den Truppenteil dem die Genannten zur Verpflegung zugeteilt sind, anjutvefen, ihne, den aufgcsübr'en Betrag zu zahlen. Ferner werden den in bei gleichen ErmittelungSsache tätig gewesenen Kriminalichutzlciiten Haag und Saalfeld von der Polizeidirektion Hanau und dem Vizefftd, Webel Mever vom Solda'enrat Haxan, Sandeldamm 7, ebenfalls je 75 Mk. Belohnung zu gebilligt. I. A.: Fleck. — ES ist da» nur ein Fall von den vielen, die der Soldateurat seit der Revolution mit Erfolg bearbeitet hat, I» obige» Falle deckte der Soldatenrat bie Schiebung auf und zog die Beamten der Kriminalpolizei zur Mit. Hilfe herbei.
* Svirkries« dev TnrngefeKschaft Hanan. Am 2. F». bruar unternimmt die Spielriege der Tnrngesellschait Hanau einen Ausflug nach Klein-Eteiubkim in Gaal tes Herrn Herty, verbunden mit Römers und Ball. Anfang 4 Ubr. Karten sind im Vorverkauf im VereiuSlokal .Zum deutschen Schätzen', sowie bei den Mitgliedern der Spielriege erhältlich.
* Gesangverein ^ltttra^f. Die Mitglieder wrrden an die heute abend 7 Uhr stattfindenden Zusammenkunft im Lazarett .Con, cordia" erinnert.
* ?f«mtlren»Abenb. Die Konzertverbindung Hanau veranstaltet Mittwoch den 29. Januar, abends 7 Uhr, im Saale der »Cen» tralballe" eine Abendunterhaltung mit Ball. Nähere» im Inseratenteil der heutigen Nummer.
* Mar. Annafranen-Konaregati»«. Heute beginnen Wiede, die regelmäßigen Gruppenabende im Jugendheim (Montag, Donner»« tag, Freitag; für die Jugengabteilung Mittwoch nachmittag».)
Aus Nah und Fern. <
= Gekuhattken, 29. Januar. In Stufenan wurde eine ganz, Familie von der Militärbehörde verhaftet, weil sie.Heeresgut, da» ein Automobil und zwei Wagen füllte, nnrechtmäßig erworben haben soll.
() Offenbach, 24. Januar. Lohn- und Gehalterhöhungey billigte die Stadtverordnrtenversammlung den stâdtischm Arbeiter» und Beamten zu. Sämtliche Arbeiter erhalten eine L-obnerböhung von 40 Prozent, die Gehälter der Beamten und Lehrer bis zu 40)0 Mk. eine 4Nprozcntiqe, bis zu 6000 Mk. eine ZOptowntige, und darüber hinaus eine 20prozeutige Aufbesserung. Zur Durchführung dieser Beschlüffe, wozu jährlich zwei Millionen Mk. erforderlich sind, must die Eiukommensteuer um 41 Prozent und die Kapitalrenteusieue» um 77s Prozent erhöbt werden.
— Gießen, 24. Januar. Zigeunl-r, teil» mitJnsanteriennifor« bekleidet, suchen Angehörige von Musikschülern auf, mit der Behaup. tune, sie kommen im Auftrag des Musiklebrer» und bieten Geige« zum Tausch und Verkauf an, wobei sie rninderlvertige Geigen gege» gute eintauschen und sich noch Geld darauf bezahlen lassen.
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»Jo, sagt »ie Ex»«».
I Derss durch bie Arbcitsci» stellung auf den Zechen hervor» ! gerufene bedrohliche Rückgang in der Koblenzusnhr und d-r Mangel an Lokomotiven zwingt uns, nachstehende Züge sofort anssalltn zu lassen:
465 iM Frankfurt Ost ab
4 5ssN.,HauauOstaiib.MN, 466 (W> Hana» Ost ab 5.12 N,
Frankfurt Oft an 5.49 N. 7501 (SB) Gelnhausen ab 8 50
N^ Nidda an 10.38 N. “1 1852 (W) Friedberg ab 4.26 B^
Hanau Ost an 5.26 V. ' । 2265 (W) Treysa ab 6.51 v.
Hersfeld an 9 31 V.
2266 (W) HerSfeld ab 2.20 N., Treysa an 5.02 N.
7291 <W) Hünfeld ab 9.00 3, SBenigentaft an 11.06 V.
2206 (W> Wenigentaft ab 12.15 N., Hüpfeld an 1.17 N.
Nachstehende, bisher täglich oerkehrenden Züge verkehrn nur noch an Werktag«»: 843 Fulda ab 6.24 V„ Bebr-
an 7.56 V.
820 Salmünster-Soden ab4.10 V., Hanau an 5.2a V.
805 Frankfurt-H. ab 6.28 N, Fulda an 1072 N.
2367 Frankfurt Ost ab 3.209k
Aschaff-nburg an 5(04 N. 1 2372 Aschaffenburg ab 8.37
Frankfurt Ost an 10.25 St 2271 Hersfeld ab 3.53 N,
Bebra an 4.16 N. 1573 C-s«nbast„dir«ktio»» _____Frankfurt (Ät.) __
Der durch die Ärb-lteraus» stäube auf den Zechen hervor« gerufene bedrohliche Rückgang in der Kohlenzufuhr und der Mangel an Lokomotiven zwingen uns, nachstehend« Schnellzüge sofort au»fallen zu lassen. 16718
D 48 Frankfurt a. M.
ab 11 40 nachmittags, Aschaffenburg an 12.^ (München),
D 47 (München) Alchaffew bürg ab 5.28 vorm.,
Frankturt au 6.27 vorw- ©ifenbahnbitefti»»
Frankfurt a. W«__
Guterhaltener S200I
KirckkklkMM z. ui Gresie Dechanaislr-ahr 13.