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General-Anzeiger.
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Redaktion 646 - Expedition 281
Dienstag ben 21. Januar
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Redaktion «4» - Srveditton 236
1919
Die Kritik der reinen Vernunft.
VS ist nicht die Kritik qemeint, der Kant die reine Ber- s Mn ft unterzieht, sondern die Kritik, die die „reine Vernunft* £er bür-er licken und rechtssozialistischen Zeitungsschreiber an ■ die Berliner Ereignisse anlegt. O, ste triefen förmlich von . der Salbe der reinen Beinunkt, die Herren vom »Berliner i Tageblatt*, von der „Vssstschen Zritunq*, der „Welt am : Montag*, dem „Vorwärts*, dem „Berliner Lskalanzeiger* ■ »sw., wie die Pastoren vom öligen Wohlwollen der christ-
- lichen Nächstenliebe. Sogar die „Bronnschwrigische Landes- ; Otting* hat ihr demokratische« Herz entdeckt und fließt über ; von der ihr noch bis zum Ausbruche der Re-olut^on so - völlig unbekannten Weisheit der wahren Demokratie. Man ? glaubt stch in die Akademie de» Platon versetzt, in der die ; menschliche Torheit vom alles durchdringenden Geiste phiio- ; sophischer Urberleoenbeit an da« Krenz geschlagen wurde.
Armer Spartakus, * in welchem Irrgarten der Verbohrt- 5 heit bist du doch gewandelt ! Scheuklspsen mußtest du dir um die Schläfen gebunden haben, daß dn die sonnenklare Wahrheit nicht schärten wb die selbst einem Schulsungen in die Augen springenden Zusammenhänge der politischen Ver- - hâllwsse «icht erkennen koantest! Wie war eS nur möglich, daß in den Taqen der reinen Vernunft, die stch in den Keilen der bürgerlichen «»d rechtssozialistischen Presse lviegelt, wie da« wolkenlose Mittag-licht im ungetrübte.« Bergsee, «och solche mit ewiger Blindheit geschlagenen Narren leben konnten!
Men wäre versucht, vor der Kritik dieser uuwsderleg- lichen reinen Vernunft von vornherein z« kavitnlieren und «ie ein verdatterter Anhänger der NkckttanwaliS'unst schon vor dem Beginn des Plaidsyers die Flinte in das Kern zu werken, wenn man sich nicht erinnert«, dieselben siegeSsicheren Def-LeMsrücke der rein-n Vernunft schon anderswo gelesen j« haben, wo sie stch, mtw'schen von der geschichMchen Gn«- Wicklung bis zur Lächerlichkeit ad absurdum geführt, beim doch ganz anders ausnahmen.
Kamen uns da vor Isbr und Tag einmal die dicken Hände einer Hamburger gelehrten Zeitung aus den Jahre« der ersten französischen Revolution zu Gesicht. Auch diese Hände waren mit der Kritik der reinen Vernunft pomadisiert, wie eine Dorsschöne norm Erntetanz mit wohlriechendem Schweineschmalz. Da lag es klar auf der Hand, daß die Danton, Marat, Camille Desmoulins mitsamt dem ganzen Zakobinerklub nicht nur verbrecherische Unmenschen, sondern »«di komplette Narren waren. Da ließ sich gar nicht mehr zweifeln an bet Verwerflichkeit und Undurchführbarkeit der verrückten Hirngespinste der französischen Umstürzler. Da sah sich der einfache, nackte, gesunde Menschenverstand, die uns von der Natur in die Wiege gelegte reine Vernunft ohne weiteres gezwungen, die große französische Revolution für die Ausgeburt überzeichnappter Phantasten und das heilige römische Recht deutscher Nation für den Ausfluß höchster göttlicher Weisheit zu erklären. Da stand ein Danton wie ein schellenklappernder politischer Bajazzo auf der Bühne der Weltgeschichte, ein Herzog von Braunschweig dagegen wie der Menlch gewordene Gott der reinen Vernunft. Und der göttliche Goethe selbst hat ja diese reine Vernunft in einem Lustspiel niedergelegt und die französische Revolution so weiblich verspottet, daß kein Hund mehr ein Stück Brot von ihr genommen hätte.
Doch, wie sich die Ansichten ändern! Schon Goethes Zeitgenossen mußten jenes Lustspiel für sein schwächstes Stück erklären und $u geben, daß die staatsmännische Bedeutung eines Herzog« von Braunschweig neben die einer Danton zu stellen, einen Dâumelinß an einem Riesen messen hieße.
Diese Erwägung gibt uns denn doch den Mut, uns vor der Kritik der reinen Vernunft jener bürgerlichen und rechtssozialistischen Zeitungsschreiber nickt so demütig zu beugen, wie sie eS im Gefühl ihrer geistigen Ueberlegenheit ver- kangrn und selbst der Weisheit des großen Friedrich Stampfer vom »Vorwärts* nickt die Ueber, zeugungskraft zuzugestehen, die seine reine Vernunft selbstherrlich beansprucht.
Es ist schon von Friedrich Stampfer, daß er, soeben erst in die geschossenen Redaktionsräume des „Vorwärts* zurückkehrt, sozusagen noch bei offenen Fenstern seinem Feinde Spartakus wenigstens moralisch mildernde Umstände zubilligt.
der große Friedrich Stampfer, der selbst den Pariser <wlia und Mârzkämpfern feine Bewunderung zolle, er, der gliche §ekb des Kapitalismus, stehe Spartakus auch in Hiner ra enden Verirrung anders gegenüber als der preußi ch- pdlzeiliche Ordnungsmann, der b sorgte Kapitalist, der rat= lose PH lister. Er, der große Friedrich Stampfer, bekämpfe Spartakus, weil er in seinem tollen Eifer die Gesetze der Demokratie, des Vorrechts, das uns in Flcisck und Blut Übergegangen, über den Haufen werfen wolle, die Republik gefährde, den ruhigen Au bau des Sozialismus hindere, den Frieden untergrabe und alle Errungenschaften der Rev»- iutioii wieder in Frage stelle. Er, der große Friedrich Stampfer, vertraue darauf, daß mancher, der beule im Lager | w Spartakus Pehr, später einmal einsehen werde, wie recht I
die Ebert und Scheidemann gehabt hätten und daß sie handeln mußten, ie es ihre Pflicht an der Republik, dem Sozialismus und der Arbeiterichaft geboten.
Friedrich Stampfer glaubt also an den Sieg seiner reinen Vernunft. Seiber hören wir aus b-efem Glaubensbekenntnis nur die Rattenfängerpfeife des mephistophelischen Partei- pfaffen heraus. Heute sei nämlich, so meint Stampfer weiter, eine Enigung nur mit jenen Unabhängigen möglich, die überrennte Anhänger der Demokratie und entschiedene Gegner des Bolschewismus seien. Da aber die alte Doz>aldemokiatie eine große Partei darstelle, die Rechts-Unabhâng gen dagegen nur eine kleine Gruppe bildeten, sei eine Einigung nur in der Weise möglich, daß die kleine Gruppe reumüt'g in das Lager der aroßen Partei zurückkehre. — Also, wie der verlorene Sohn, sollen die Unabhängigen vom Vater Ebert «ufgenommen werden. D e große einige Partei soll nach S «wpfer der Sammelpunkt der nersprengten verlorenen Söhne sein.
Da hätten wir des Pudels Kern, Die Zersprengung der Unabhängigen war der Zweck der Uebung. Wit einst die katholische Kirche den Protestanten wieder die Arme öffnete, wenn sie die Ketzer abschworen und sich der alten römischen Mut er bedingungslos r-nterwerfen wollten, so will die große sozialdemokratische Kirche die kleine Gruppe der Reckts^Unadhänfligen wieder aufnehmen, wenn sie die Un- tehlbarke't der Parteipäpste anerkennen. Die Macht der Partei kirche, oder viklmehr die unumschränkte Herrscher-fewalt de» ParteikleruS, dis war es, was die Berliner Bartolomâus- nacht wiederherstellen sollte.
Natürlich sagt das ein Kle-us nicht klipp und klar, such Monsigno e Stampfer, der Geheim'âmmerer des sozialdemokratischen Kardinalskollegiums, nicht. So nackt stellt man seine Machtgier nicht an den Pranger, man bemäntelt sie mit erhabenen Z'elen. Nur von erhabenen Zielen 6aben sich die Kardinäle letten lafpn. «w mitä«« »«^epytoilr ^ krat'sche Freiheit und ihre Friedensmöglickkeiten nach allen Seilen verteidigen. Sie durften das Volk, da« ihrer Hut anvertraut ist — es fehlte nur noch, daß Monsignore Stampfer, wie der heilige Stuhl und Wilhelm II. sagte; von Gott anvertrsut ist — nicht der Vergewaltigung wehrlos zum Opfer fallen lassen.
Genau so konnte der Gehei ukämmerer des Konstanzer Ksnzils gesprochen haben, als man Huß verbrannte. In Wirklichkeit wurde Huß verbrannt, weil er sich gegen die Allmacht des Klerus auflehnte. Aber daS Konzil sagte mit S-ampter ? er mußte verbrannt werden, weil er daS festum- rissene Ziel der Kirche gefährdete. Das feftumriffene Ziel der sozialdemokratischen Kirche ist nach Stampfer die Schaffung der demokratischen Republik, die vom Willen des ganzen Volke« aetr«jen, also doch wohl ganz und gar vom guten Willm der Nationalversammlung abhängig ist. Mit anberen Worten heißt das, daß die sozialdemokratische Kirche einen Strich unter die Resolution machen, sich mit dem Kapital versöhnen und das Proletariat bis zu einem Sankt Nimmerleinstage wieder der Lohnsklaverei auSliefern wird. Darüber soll es sich mit erhebenden Gedanken trösten, daß es sich im Schoße einer großen Partei die von einem allmächtigen Klern« regiert wirb, in der alten, auch durck die Erfahrungen des Weltkrieges nicht zu erschütternden Vertrauensseligkeit wohl geborgen fühlen und der Freundschaft der bürgeriichen Partkisn erfreuen kann.
Diese überzeugende Kritik der reinen Vernunft imponiert denn auch der Bourgeoisie, die sich jetzt nicht mehr um ihre Geldsäcke z« ängstigen braucht, da sie ja weiß, daß die so- zialdemokraiische Kirche mit der Beseitigung der Kapitalherr- schaft und der z«hn!k!averei nie ernst machen wirb, derart, d«ß die „Deutsche Allgemeine Zeitung* erleichtert ausruft: „Daß man da« in der MehrheitSsozialdrmoki'atie erkannte, und daß es in der Mehrheitssozialdemokratie ausdrücklich betont wird, gibt auch dem Bürgertum die Sicherheit, daß bei der jetzigen Regierung der Ausbau des neuen Reiches in Händen ist, denen man vertrauen kann.
Wem aber das Bürgertum vertrauen kaun, dem muß natürlich auch die von den verbohrten Narren bei Spartakus, b'e die proletarische Revolution vârwärtstrriden, und den Unabhängigen, die mit der Verwirklichung des sozialistischen Endzitle« Ernst machen wollten, schmählich irregeleitete Arbeiterschaft ihr volles Vertrauen schenken.
Wer das nicht einsteht, versündigt sich am gesunden Menschenverstand und sann vor der Kritik der reinen Vernunft der bürgerlichen und sozialistischen Zeitungsschreiber kbensowtnig bestihen, wie die große französische Nevalution vor der höheren Einsicht der Hamburger gelehrten Zeitung und bei He zogs von Brannschwrig.
Armer Spartak««, erst haben dich bit Haubitzen bei dummen aber starken Noske inau-elot gemacht und nun macht dich die Kritik der reinen Vernunft bei ü-ervernünflrgeu Friedrich Stampfer noch einmal toi!
Die Mordregierung.
Der JBonifreunb" in Braunschweig schreibt:
Sie hat er geschafft, die Mordregienmg Ebert-Scheider«»». D-rrch monatelang-! Verlerimdrrnaen und Lügen, zu benen sie alle Machtmittel, die sie hatte, auSnützte, bat sie den Mord an der Genossin Rosa Luxemburg und am Genoflen Karl Liebknecht darbe» reiten helfen. Zwei ehrliche Sozialisten Würben hingemordet do» jenen beiden Söldlinren bei Kapitalismu», der jetzt in Berlin den weihen Schrecken ansgerrchtet hat. Aber wie die bethen Mordkumpane Ebert und Scheidemann gegen alle Sozialisten wüteten — eine Reibe ehrlicher Genossen sind im Kampfe gefallen, anbere find in die Kerker geschleppt worden, Ledebour ist verhastet, Meier ist verhaltet, Kcnrtzky und Herzfeld find »erhallet worden, allerdings find letztere toiebet freigegeben — ihre Hanvtwut richteten sie doch gegen die Genosst» Luxemburg und Karl Liebknecht und alle ihre Anhänger. Jede Leidenschaft peitschte die Mordregierunz Ebert-Scheidemann auf ruck tansendzüngig half ihr dabei ihre Sippe im ganzen Lande, bis endlich erreicht war da» Ziel und zwei Menschen, die stch durch ihr Werl und ihr Wirken als Sozialisten unsterbliche Verdienste erworben haben, hingemordet waren.
Jcht, nach dem Morde lügt diese tanftndköpfige Märderb«nde Wetter. M-n voran dar erbärmlichste Subjekt, dar ie die Weltgeschichte hervorgebracht bat, dieser Scheidemann. In Cassel hat er nach dem Morde gesprochen, zynisch gesprochen. Er sand kein Wort bei Bedauern». Er fand nur Worte der Entschuldigung und bet Rechtfertigung für den Mord. Mr feiner Dienstknecht bei Kapitalir- mur log er bet Versammlung vor, hab Rola Luxemburg und Liebknecht in Verbindrmg mit den Russen erneut den Krieg auSbrechen lassen wollten. Der Dnbe Scheidemann weih, daß er lügt. Und ei ist tief bedauerlich, hab deutsche Arbeiter, vor denen er log «nd vor denen er den Mord entschuldigte, ihm nicht sogleich die gebührende Antwort gegeben hab-m.
Und die gesamte bürgerllche Presse lügt mit Scheidemann zusammen über die Vorgänge, die sich bei dem Morde abgespielt haben. @8 ist nicht wahr, daß Zenosse Liebknecht einen Fluchtversuch machte und auf der Flucht erschossen worden sei. Nachdem die Bravo» der Ebert und Scheidemann den Genossen Liebknecht schwer verletzt batten, nachdem man mit Absicht das Auto, da» ihn transportierte, durch die belebtesten Straßen nnb Gegenden Berlin» fuhr, ist Genast« Liebknecht, wie die ärztliche Untersuchung feststellte, durch zwei Schüsse- in die Brust und einen Schuß in den Kops al» schwerverletzter Mann >a«b± wrxdrn, Ist Lieft« Mrd scheußlich, so zeigt die aanff Verruchtheit der Moröbuben Eberts und Scheidemanns die Ennordungâ der Genossin Luxemburg. Auch sie wurde nach der Verhaftung durch die belebtesten Gegenden und Straßen Berlins im Auto gefahren. Sie wurde bei der Ermordung so furchtbar „-gerichtet, daß sich die Henkersknechte Eberts und Scheidemann» selbst ihrer Tat schämte» und die Leiche verschlepptm. damit sie nicht durch ärztliche Untersuchung zur furchtbarsten Anklägerin wird gegen bit MSrderregierung Ebert-Scheidemann und gegen den verächtlichen Militarismus, den die Ebert und Scheidomann zur Erwürgung der Revolution herbeigerufen haben nnb der jcht in Berlin herrscht, herrscht als das mal der Militarismus immer war, die Organisation bei gemeinsten Mordes. Der russische ZariSmn» hat in den Jahrzehnten feiner Herrschaft viel Verbrechen gehäuft, aber die Mörderregierung Ebert- Scheidemann hat ihn in ben zwei Monaten ihrer Herrschaft bet weitem übertroffen.
Es gibt kein Wort der Empörung, ei gibt kein Wort bei Abscheu», daS man anwenden könnte, um zum Ausdruck zu bringen, welche Gefühle der schändlichste Mord der Ebert und Scheidemannregierung, der nicht ihr letzter sein wird, wenn sie an der Herrschaft bleibt, in uni aullöst. Denn diese Regierung morbet nicht nur, sie läßt sogar die Opfer bestehlen, die durch sie gemordet sind. Die nach dem Sturme auf da? VorwärtSgebäude erschossenen Arbeiter sind von der Mörderregierimz Ebert-ScheidemannS und ihren Henkersknechten auSgcplündert worden. Eine Regierung von Dieben und Mördern ist die Regierung Ebert-ScheidemannS geworden, nachdem sie von Anfang an eine Regierung des Verrats ant Proletariate war und an der Revolution.
An dem Proletariat, an den gesamten gesitteten Teil bei Volle» liegt eS nun, zu entscheiden, ob sie auch nur einen Tag noch sich unterwerfen wollen einer Mörderregierung und einer Regierung die zu ihrem Schutze nenorganiüertè ben Henker Militarismus. Jetzt darf nicht eine Aktion unternommen werden von feiten bei Proletariats, die die endgültigr Abrechming mit der Mordregierung Ebert- Scheidemann nicht zu einer vollkommenen Abr echnung macht. Es kann für die gesamte Arbeiterschaft jetzt nur ein Ziel geben. Los von her Möckerregierung Ebert-Scheidemann. Ebert-Scheidemann werden freiwillig nicht gehen. Sie werden sich stützen auf ihre Armee von Offizieren, Studenten und Bürgersöbne», Wie sie sich gebildet haben all weiße Garde zu ihrem unb der Kapitalisten Schütz und der Arbeiters cf) -ft z«m Trutz Ebert und Scheidemann werden bleiben wollen, weil sie nsch mehr Mordvlâne hege» und vor allem ben Mordplan, der ihnen am meisten am Herzen liegt und zu dessen Durchftibrung die Ermsrdung so vieler Genossen nnb die Abschlachtung Liebknechts nnb Rosa Luxemburgs nur dienten — die Ermordung und Erwürgung der Revolution.
Jetzt gilt es in dieser Ctu.de, alle Kräfte des revolutionären Proletariats aufzuruftn, zu sammeln und in groß angelegter gemeinsamer Aktion gegen btt Mordregierung Ebert-Scheidemann», gegen die Weiße Äarse, die in Berlin herrscht und ein Schreckenl- regiment dort errichtet hat, anfiurufen. Gegen Berlin und gegen Ebert-Scheidemann! das muß die Parole sein der gesamten Arbeiterschaft Deutschlands. Zwei Monate lang haben Ebert und Scheidemann die deutsche Revoluüon geschändet, nachdem sie vier Jahrelang das dmtsche Proletariat verraten haben. Keinen Tag länger dürften sie, — bie Schmach und Schande Deutschlands — noch am Ruder bleiben. Alle Kräfte gesammelt, alle Kräfte angespannt, aBe Kräfte gegen die Mordregierung Ebert-Scheidemann! Das muß jetzt die Losung sein, das Proletariat mnß Deutschland von seiner verächtlichen Schande befreien. Das Proletariat muß die Revolution retten. Da» fei die Rache für die Ermordung Liebknechts und Rosa Luxemburg». Wenn der Mord an unsere alten sozialistischen Vorkämpfer daS revolutionäre Proletariat Dentschland» eint und stählt zum Kampfe gegen die Gegenrevolution und gegen bie Mordregierung Ebert-Scheidemann, dann ist das Opfer her beiden Hin,-mordeten für die Revolutron unb ben Sieg de» SozialiSm»» von höchstem Wert» gewesen.
An alle Arbeiter- und Soldatenräte ergeht deshalb der Ruf: Sühnt den Mord am Genossen Karl Liebknecht und an der Genosst» Rosa Luxemburg, sühnt ihn dadurch, daß il» bit MörderrtgienaiU sofort beseitigt und die Revolution rettet