Einzelbild herunterladen
 

««rLckttngSgrSühsr

MMchâm Petitzeile oder deren Reum 20 P^. < im Rrklameteil die Zelle 50».

General-Anzeiger

MWMMW K§ NNW- Y. SsldZtèUM

rÄÄX-* Mr Ma SM i Mdkres Mâa n U

>1 '* ..... ...........

kr. 16 Redâion 648? Ern^'S ts. Montan den 20. Januar

Der«g§prelS»

MerteMhrfick 3.18 monatlich 1.05 Mk. für Post. i^Kg ViervLrâhrllch 2.70 Mk., monatlich 90 $$t iv« eu^elne Steamer kostet 6 Pf»

verantwortlich für Politik n. Lokales: «usiav Hamm« str den gesamte« fitogen Teil: @. SchreSer in Harun».

Fernspr«cha«fch!utz Redaktion 546 Expedition 288

1919

Amtlich««

Achtung! Nusgabe von BekleidnnZsstSSe«.

Nlle diejenigen Leute, die noch keinen Eutlassungsanzug tot Besitz haben, aber Kontrollmarken Nr. 1200 für den 14. Januar 1919 hatten, melden sich am Dienstag den 21 Januar 1919, vormittags 811 Uhr Seim Garnissnkommaudo, Zimmer 131, zur Empfangnahme des Anzuges.

Garmsonkommando. Einkleidungsstelle.

Bekanntmachung.

Für die Wahlen zur verfassunggebenden preußischen LandeS- Versammlung bleiben die Einteilung der Stimmbezirke, die Wahl- rSume, die Wahlvorsteher und ihre Stellvertreter dieselben wie für die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung. Hiernach ist für die Wahlen zur verfassungaebendes preußischen Landrsversammlung die Stadt Windecken zu einem Stimmbezirk eingeteilt. Wahlvorsteher ist Bürgermeister Schlegel hier, sein Stellvertreter Beigeordneter Jo­hanne» Friedrich Schmidt hier. Als Wahlraum ist der hiesige Rathautsaal bestimmt. Die Wahl findet am Sonntag den 26. Ja­

nuar 1910 statt. Die Wahlhandlung beginnt um 9 Uhr vormittag« und endigt um 8 Ufer nachmittags.

Wahlberechtigt find die sämtlichen für die Wahl zur verfassung­gebenden deutschen Nationalversammlung Wahlberechtigte«, ine in kiesiger Stadt wobnen, d. h. sich längere Zeit hier aufhalten. Die Personen der GoldatenftandeS "nd wahlberechtigt. Alt Wählerliste wird der Wahl eine zweite Nebenaussertigung der Wählerliste für die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung zu Grunde gelegt.

Windecken, den 18. Januar 1919. 1101t

Der Magistrat: Schlegel.

Durch nntersertigte« Arbeitsamt wird für nachstehende ArbeitS- triste geeignete Beschäftigung gesucht.

Männliche Arbeukkräste:

4 Bäcker, 1 Silberarbeiter, 1 Kettenmacher, 58 Tagelöhner, 62 Portefeuiller, 9 Weißbinder, 23 Kaufleute, 1 Kaufmann (Reisepostenl, 18 Fabrikarbeiter, 2 Küfer, 2 Ciseleure, 3 Diamantschleifer, 1 Förster, 3 Mechaniker, 1 Lederarbeiter, 1 Sortiermeister, 7 Maurer, 3 Pflaste­rer, 1 Kellner, 10 Anschläger, 30 Schieffer, 12 Dreher, 1 Hilfsdreher, 1 Monteur, » Schriftsetzer, 2 Zeichner, 4 Sattler, 1 Drahtweber, 1 Spengler, 1 Bohrer, 1 Verkäufer, 1 Goldarbeiter, 2 Former, 1 Gra­veur, 1 Hobler, 1 Zimmermann, 2 Metzger, 1 Architekt, 2 Gürtler, 1 Färber', 1 Tapezierer, 1 Zuschneider, 1 Maschinenarbeit«, 1 Werk­zeugmacher, 1 Einrichter, 1 Bautechniker, 9 Grundarbetter.

Weibliche Arbeitskräfte:

800 Arbeiterinnen, 1 Schneiderin, 1 Schneiderlehrmädchen, 10 keberarbeiterinneu, 20 Dienstmädchen, 1 Bereiferin.

Ferner werden für nachstehende offene Stellen sofort gesucht:

6 Pferdeknechte, 1 Heizer, 1 Schuhmacher. 1 Wagner, 1 Schmied, 1 Lehrlin- für Neschlagschmiede, 20 Dienstmädchen, 1 Metzger.

Die Herren Arbeitgeber rc. die Arbeitskräfte gleich welcher Art in ihren Betrieben beschäftigen können, werden dringend gebeten, ihren Bedarf umgehend bei den ArbeitS«achweisenftelleu den Bürger­meister ihre» Wohnorte» oder dem Kreisarbeitsamt Hasan, Ham- straße 8, anzumelden.

Hanau den 18. Januar 1919.

KreiSärdeitSamt Hanau, Arbeitsnachweis für den Landkreis Hanem.

Stundenplan für erwerbslose Mädchen.

Vekannlnrachuug, betreffend Schulbeginn der Bezirk«schule.

Die Bezirksschulen I und II beginnen ihren Unterricht wieder am

Dienstag, 21. Januar 1919, msraenS/,9 Utzr, ÄÄiT «.»mwä^ s

Hanau den 18. Januar 1919.

Die Gtadtschul-Deputation: Dr. Bere«S«an«.

Gemäß § 8 Abs. 8 der Anordnung für die ErwerbSlosenkürsorge der Stadt Hanau vom 29. November 1918 wird hierdurch bestimmt, daß alle männlichen und weiblichen Erwerbslosen bis zum 18. Lebens­jahre die für sie errichtete Pflichtfortbttdungkfchule zu besuchen haben. Wer den Unterricht versäumt, verliert für diesen Tag de« Anspruch Mf ErwerbSlosenfürsorge.

Hanau den 1*. Januar 1919.

Der Vorsitzende de» ErwcrbSlosenfiirsorgeauSschuffeS. Hild. |0BaHMiwiMM«aiMiiM-^!amm8»mKFaaEMmB»«a^^

Klaffe I

Klaffe n

8 s

Kaffe in

Klaffe IV .

Klaffe V

es

Z

8 9 910 1011 1112 12 1

Hygiene

Kochen

M.

D.

Rechnen Deutsch

1 Hand-

1 arbeit

O.

H. Kr.

D.

Deutsch

Rechne«

H.

O.

1 Hand-

J arbeit Deutsch

Kr.

D.

H.

Rechnen Deutsch

O.

H.

5 SS

8 9 9-10 10-11 11-12 12- 1

Rechnen Deutsch

1 Hand- f arbeit

Q.

H.

Kr.

D.

Hygiene

1 Kochen

M.»

G.

1 Hand-

J arbeit

Deutsch

Str. D. H.

Rechnen Deutsch

O.

H.

Deutsch

Rechnen

O.

H.

's? 1 i

8 9 3-10 1011 1112 12- 1

Rechne« Deutsch

O.

H.

Deutsch

Rechnen f Hand- ' arbeit

L Kr. D.

Hygiene

Kochen

M.

D.

Rechnen Deutsch

O.

H.

l Hand- / arbeit Deutsch

Kr

D.

H.

Z

ei O a

3 9 9-10 1011 1112 12- 1

1 2 2 8

1 Hand-

/ arbeit

Deutsch

DM M

Kr. D.

H.

Rechnen Deutsch Deutsch

O.

Deuttch ,. Rechnen \ Hand- / arbeit

H. O. Kr.

D.

Hygiene

Kochen

M.

G.

Rechnen Deutsch

\ Hand- / arbeit

O.

H.

G.

Kr.

8 9 9-10 10-11 11-12 12- 1

biechnm Deutsch

O.

H.

Rechnen

Deutsch

O.

H.

f Hand-

/ arbeit

Recknen

Deutsch

Kr.

G.

O.

H.

Hygiene

1 Kochen

M

D

O. = Rektor Otto. Kr. Fräulein Krause. H. Hoffmamr. D- Fräulein Dünkel. G. Fräulein Göbel». W. Fräulein Müller.

Hanau den 18. Januar 1918. Der Vorsitzende der ErwerbSlosenfürforge. Hild.

Eine Rede Haases.

In der Versammlung der U. S. P. D. rm filierten m Berlin hielt Gen-offe Haase eine Rede, au« der wir «an paar Stellen ihrer programmatischen Bedeutung wegen wiedergeben:

Zwei Monate nach der siegreichen Revolution stehen wir heute mitten in der Gegenrevolution. Wieder erheben alle die keck ihr Haupt, die Deutschland ins Elend gestürzt haben; All- deutschtum, Militarismus sind wieder Trumpf. Und das alles haben die Ebert-Scheidenumn und Landsberg grotzgezüchtet. Die Schrecken der letzten Tage zittern noch in uns allen. Die Partei­leitung der U. S. P. D. versuchte eine Einigung herbeizu- führen, ein Zugeständnis nach dem andern wurde gemacht. Selbst Herausgabe der Zeitungen vor Eintritt in die Verhand­lungen wurde zugestanden, wenn die Regierung über die Streit­fragen in versöhnlichem sozialistischen Sinne verhandeln wollte. Die Besetzung des Polizeipräsidiums sollte im Einvernehme« mit der U. S. P. D. erfolgen. Loyaleres konnte man nicht Vor­schlägen. Aber es war nicht möglich, die Regierung auf diese Grundlage zu stelle«.

So kam jenes fürchterliche Blutvergießen. Ich lenns kaum einen Fall in der Geschichte, in welchem man so leichtherzig, so frivol ein Blutbad angerichtet hat. Es war möglich, es zu ver­hindern. Aber es geschah nicht, weil die angeblichen Machthaber in Regierung und Zentralrat einmal zeigen wollten, was sie durchsetzen konnten. Der alte Machtdünkel, der alte Autoritäts- «igensinn beherrschte sie, das alte Pochen auf das Militär war ihre Regierungskunst. Auch in dieser sogen, sozialistischen Re­gierung herrscht Geist e o m Geiste Hindenburgs und Ludendorffs, kein Funke sozialistische« noch demokratischen Geistes. Daher verlangten die Arbeiter, daß diese Personen, die Ebert-Scheidemann-Landsberg und Roske, den Platz räu­men. Aber sie bleiben, und sollte auch die Welt darüber zu­grunde gehen.

Die Herrschaft der Soldateska heute ist schlimmer als die alte Militärdiktatur. Früher sonnten die Machthaber sich wenigstens auf ein Gesetz stützen, heute gibt es aber keine gesetzliche Grund­lage dafür, Haussuchungen vorzun«hm«x, Personen zu verhaften, Telephone zu sperren.

Es ist geradezu unbegreiflich, wie die Männer in der Re­gierung sehenden Auges der Konterrevolution die Waffen in die Hand gegeben haben. Aber sie graben sich selbst ihr Grab. Die Waffen, die jetzt Studenten und Offi­ziere gegen die Arbeiter führen, sie werden bald willkommene Werkreuae in tret Hand der sonstigen Machthaber sem-

Klar zeichnet sich nunmehr die neue Kampffront: Hre Ar­beiter, dort Bourgeois. Die Arbeiter erkennen die Gefahr. Und so dringt überall der

Schrei »ach Einigkeit

durch. Das alte WortProletarier aller Länder vereinigt Euch" wird der stürmische Kampfruf. Aber ehe die Proletarier der verschiedenen Länder sich vereinigen, ist es nötig, daß die Ar­beiter Deutschlands selbst untereinander einig sind. Im Grunde denken und fühle« die klassenbewußte,, Arbeiter in den Fabriken das Gleiche. Auch viele Anhänger der Mehrheitspartei verur­teilen die Politik ihrer Führer, rote sie es gerade in diesen Tagen offen und ehrlich bekannt haben. Aber sie sind in der alten Partei ans einem ihnen airorzogeinn Disziplinbegriff geblieben.

Das Hindernis der Einiskeit bilde« also die Führer.

So muffe« sich die Arbeiter auch über die Köpfe der Führer hinweg vereinigen. Die Arbeiter können sich neue Führer wählen. Daher haben aus fast allen Betrieben nicht nur dir Unabhängigen, sondern auch die rechtssozialistischen Anhänger den Ruf erschallen lassen, daß alle diejenigen Führer, die dieser (Einigung entgegenstehen, besonders die, welche jetzt auf ihre Arbeitsbrüder schießen lassen, die Ebert-Scheidemann-Lands- derg, Stosse abtreten und anderen Platz machen.

Ich selbst habe immer erklärt, daß ich fernen Augenblick länger auf meinem Führerposten bleiben werde, wenn das ein Hindernis der Einigung bildet. Selbstverständlich werde ich nicht etwa politisch gleichgültig werden, aber ich will i« die Reihen der Kämpfer zurücktreten, als einfacher Soldat in dem proletarischen Heere.

Die künftige Partei soll nicht die Urmbhängige Partei fein, auch nicht die Mehrheitspartei, Jon berx eine

Vereinigte sozialistische Partei.

Diese Part», soll keine unklare Verschmelzung der alten Parteien werden, lei« verschwommenes Kompromiß, sondern etwas Neues, Grohes. Einigkeit allein sagt noch nichts. Es kommt darauf an, worüber man einig sein soll. Wir wollen

Einigkeit auf der Grundlage des in ter nationalen revolutionären Sozialismus.

So ist's richtig.

In Cuxhaven, dem an der See gelegenen Hâfenvorort von Jamburg halten bürg-rliche Elemente einen Pntiä, ge- plant gegen den Arbeiter- rind Soldatenrat. Der Anschlag mürbe aber rrchtznlig entdeckt. Um sich vor neue» gegen­

revolutionären Unternehmungen zu schützen, hat der Arbeiler- nnb Ssldaleurit das Standrecht über Cuxhaven verhängt und außerdem folgende Bekanntmachung erlassen:

Da die Fsavimen der Revolution von Neuem wieder durch die Lande J obern und die gegenrevolutionären Be­strebungen mehr denn je sich geltend machen, um die Re­volution niederzudrücken, ist es von finsterster Wichtigkeit und im Interesse der Einwohnerschaft EnxhavenS dringend erforderlich, ba§ hier nm Orte die Ruhe gewahrt bleibt. Da schon »erfdücbme Angriffe auf Mitglieder des A^- und S.-Rates stattgefunden haben, macht der A.» und S.-Rat von Cuxhaven bekannt, daß für jeden Meuchelmord, der an einem Mitglied des ?L» und S.-Rates verübt wird, 11 Reakiiouäre mit ihrem Leben dafür haften.

Arbeiter- und Soldaten-Rat. gez. L - e b p.

Hier ist also jum ersten Mal« nach russischem Must« der Bersuch gemacht worden, durch die Festnahme von Gei­seln, den Anschlägen der Gegenrevolutionäre zu begegnen.

Erschoffene Sparsamsten.

Berlin, 17. Januar. In der letzteil Nacht versuchien vier Spartakusanhäliger, die während der Umtriebe in Spandau verhaftet warten waren, rm Tegeler Forst eilreu Fiucht- versuch. Das Begleiikommando schoß auf die Flüchtlinge und tötete sie sämtlich.

Wieder und wieder sckamlofe Morderei von politisch In» gastierten. Die grössten Verbrecher an der Menschheit laufen unter dersozialistilchni" Regierung Ebert-Scheidemann frei herum und üben noch immer Kommandogewall aus, ja sie haben das Recht, Kämpfer für die Befrciuug des arbeitenden Volkes wie Jagdwild niederzuschießen. Wann wird endlick das Gciviffen sich regen?

Eichhorn und Radsk.

Berlin, 17. Januar. Von zuverlässiger Seite erhalte« dieBerl. Neuest. Nachr." die Meldung, daß sich der frühere Berl ner Polizeipräsident Eichhorn aller Wahrscheinlichkeit nach noch in Berlin aushält und gar nicht geflohen ist. Dafür spricht auch die Taisache, daß er nach wie vor auf dem Wahlvorschlag der Unabhängigen als erster Kandidat steht und Au«sicht hat, gewählt zu werden. Auch an eine Flnchl Radeks glaubt man in Berliner Polizeikreiscn nicht und bei den zahlreichen Unterschluvfstellen, die ihnen Anhänge«