Einzelbild herunterladen
 

Mnrüâna S-rbührr

Mj fiMmkkem Petit, eile «der deren Ra«« BO PUtz ^ im Arllametttl die Zell« SO W

jto&ffkmlbnrf und Oerleg bet Duchtzruckerel bei

Kreta. ed. Waisenhaus«» ta Hanau.

General-Anzeiger.

JOUsriomorW» tes Arbeiter' i SslSstKrates für des Stadt- n Lasdlreis Zasau a. M.

MeEhâh 8.15 TOL, «onetlich LOB Ott, fflt 0* bezug vierteljährlich 2.70 ML, monotlub SO PH».

Ler»,t»örtlich ftr Oefitt! e. S»kckr«:«#*» 4fr«wwee stades gesamten übrigen Teils. echrrEe» in Hanau,

Wr. 9

Fernsprechanschtaß

Btebaffion 649 Trptdi ton 281

Smstafl den 11. Jnnnar

5etn|pte4an|*ln|

Nedaktion 849 Trpedition 289

1919

Bekanntmachungen des Arbeitgr- und Soldatenrats.

i Wir machen nochmals die Herren Bürgermeister darauf «ufmerkfa», daß alle Geldsendungen sür den Kreisausschuß Wie seiiher an den Arbeiterrat LandratSamt Rimmer 15 zu senden find. Die Arbeiteirfite der ein­zelnen Orte haben schärfste Kontrolle r« üben, daß die» ge­schieh«. Jede Zuwiderhandlung eine« Bürgermeisters wird Wtngstens bepralt.

Arbeite«. »rd Eoldatenrat. Z. A.: Schnellbächer.

Alle mNitilrifchen Dienststellen, Behörden und Private haben fafart Kraftfahrzeuge, einschl. Motorräder und Zubehörteile, Bereifungen und Betriebsstoffe, die sie in ihrem Besitze haben, beim Soldatenrat, Sandeldamm 7 «niet Vorzeigung einer Herlunftsbefcheluigung oder Kaufquittung pp. zu melden. Bitte nach dem 18 Januar nicht gemeldeten Kraftfahrzeuge usw. verfallen der Be, schlagnahme und die Best;, er setzen sich gerichtlicher Ver­folgung aus.

Arbeiter- und Soldateurat.

Die GrschäliSttmmrr deS Soldatenrates sind jetzt von 8 bi« 4 Uhr geöffnet.

': Gegen d^e Re^tssozialiften.

ptU' â»qlM zur ^La&^^fa*rfLDMnSâ .qeb?" ^ V*** «ängigen Sozialdemokratie die erste Gelegeuk^it zu einer großen »Auseinandersetzung mit den Rechtssozialisten über ganz Deutsch- »land. Uebeian stehen ihre Kandidaten im Wahlkampf« ge^en die bet Rechtssozialisten. Zu dieser ersten Auscinandersetinng beider »Parteien Lei einer allgemeinen Wahl ist der Zeitpunkt für die »Rechtssvzialisten günstig gewählt. Nur zwei knappe Wochen »trennen uns noch vom Wahltage, und je mehr die Aufklärungs- »tStigkeit der Unabhängigen Sozialdemokratie beschränkt ist, um » so günstiger die Aussichten für die Rechtssoziallsten. Darauf sehen »sie ihr« Hoffnungen. Sie fürchten bei einem späteren Wahltermin »die Wirkungen der Aufklärungstätigkeit, sie fürchten, daß sie »dann von den Masten zur Rechenschaft gezogen werden könnten. füt das, was sie während des Krieges getan haben. Denn das »Matz ihrer Schuld während des Krieges ist fast ebenso groß wie »dar der bürgerlichen Parteien.

Die Unabhängige Sozialdemokratie führt deshalb den Wahl- Mkampf mit nicht minderer Schärfe gegen die Rechtssozialisten, wie » gegen die bürgerlichen Parteien. So, wie sie dein Bürgertum den »Spiegel seiner Kriegspolttik im Wahlkampfe entgegenhält, so »stellt sie die Tatsachen der rechtssozialistischen Kriegspolttik setzt g ungehindert durch Zensur und Belagerungszustand einwandfrei I und schonungslos fest. Sie hat keinen Anlaß, über diese Tatsachen I stillschweigend hinmegzugehen, um so weniger, als di« Politik I der Rechtssozialisten seit Ausbruch der Revolution die konse- I quente Fortsetzung der durch 45$ Jahre hindurch geführten Pv- | lttik der 4. August 1914 ist

Die'e Politik begann mit der Bewilligung der Kriegskredtte I durch die Rechtssozialisten am 4. August 1914. Mit dieser parla- I mentarischen Handlung haben die Rechtssozialisten ihre opposi- I tionelle Stellung der alten deutschen Sozialdemokratie gegenüber dem preußisch-deutschen Militarismus und dem System der impe­rialistischen Klassenherrschaft in Deutschland aufgehoben. Sie übernahmen die Verantwortung für die Politik Wilhelm II. ! Diese Politik hat dem deutschen Volke unermeßliche Blutopfer i «Nlferlegt. Ungeheuer ist der Schmerz und das Leid, das. diese Politik über das deutsche Volk gebracht ha t. Der völlige wirt­schaftliche Zusammenbruch, Rot, Elend, Hunger, Krankheit. Tod ist durch diese verbrecherische Politik herbeigeführt worden. Die Rechtssozialist«« aber haben durch ihre Kriegskreditbewilligrmg, die fi« fortgesetzt haben bis zum Ausbruch der Revolution, die Verantwortung für diese Politik übernommen.

Sie sind mitschuldig an dem Elend, das sie fettt selbst heuch­lerisch beklagen, mitschuldig an dem ungeheuren Zusammenbruch, . den das deutsche Volk jetzt erlebt.

Während her 4% Kriegsjahr« haben die Rechtssozialisten nie­mals ernsthafte Anstrengungen für die Herbeiführung des Frie­dens gemacht: Ci« haben im Dezember 1915 stillschweigend di* Eroberungspläne des Reichskanzlers Bethmann Hollweg hinqe- nommen. Si« haben zur Unterstützung dieser Regierung gegen das Ausland gehetzt, statt die Eroberungspläne zu bekämpfen. Sie haben die Arbeiterschaft betrogen über die wahren Absichten der deutschen Regierung. Si« haben die Berirrungephrase vom Verteidigungskrieg In das Volk getragen. Si« haben in ihren Zeitungen, in Broschüren und Büchern bte Schuld Wilhelms II. und seiner Hintermänner zu vertuschen versucht. Dadurch haben sie sich zu Mitschuldigen an der Politik dieser Kreis« gemacht.

Sie haben sich nicht allein daraus beschränkt. di« Schuldigen am Ausbruch des Weltkrieges in Schutz zu nehmen, sie haben vielmehr auf das schärfste die bekämpft, die in Deutschland für die Herbeiführung eines schnellen Friedens eingetreten sind. Sie haben teilgenomm«« an der Hetze, die die bürgerlichen Parteien gegen Liebknecht veranstalteten, sie haben, als der Genosie Haase die frtebensfainbHcbe Haltung der deutschen Regierung bei dem englischen Friedensfühler im Frühjahr 1915 aufdeckte, nicht etwa den Kampf ausgenommen gegen die Regierung, sondern gegen Haase, der im Interesse des Friedens die Haltung der deutschen Regierung krftisierte. Sie haben sich den Versuchen der friedens­freundlichen Arbeiterschaft, durch das Mittel des politischen Streiks für den Frieden zu wirken, entgegengestemmt, sie sind nicht davor zurückgeschreckt, streikende Arbeiter als Landesver­räter dem Staatsanwalt zu empfehlen.

Die Rechtssozialisten sind niemals entschlossen gegen einen Er- oberunasfrieden, für einen Frieden der Dölkerverständigung auf Erund des Selbstbeftincmungsrcchts der Völker eingetreten. Ihre Reichstagsfraktion hat auf den Vorschlag Davids hin Leitsätze ^t t'' K^-'i-se anp <? ►ie > ntHeh imperialistische Züge zeigten. Diele der Mitalieder ihrer Reichstagsfraktton haben sich offen zu annektionistischeu Plänen besannt Herr Landsberg wollte die Annektion der Narewlinie gutheitzen. An­dere traten für eine Ausbreitung bet deutsch«« imperialistischen Macht in Belgien ein. Als der deutsche Imperialismus den Frie­den mit der Ukraine abschloh, der die Bevölkerung und die Wirtz schläft der Ukraine dem deutschen Kapitalismus und Militaris­mus dienstbar machen sollte, haben die Rechtssozialisten diesem Stieben, bei so deutlich imperialistische Züge auftoies, zuge- Wmmt, und als jener Dewaltfriede gegen Rußland erzwungen wurde, der Rußland auf das ick;werste schädigst«, da haben sie nicht gewagt, gegen diesen Eroberungssrieden, den die Alldeut­schen als die volle Verwirklichung ihrer Forderungen bezeich­neten, im Reichstag zu stimmen.

Als nach diesem Frieden der deutsch« Militarismus zu einem Schlage gegen die Weltmächte aushotte, der nach der Ansicht der deutschen Militärpartei die W«stmächte zu Boden schmettern und auch im Westen einen Erobetungsfrieden ermöglichen sollte, da haben die Rechtssozialisten erklärt, daß sie einen Eroberungsftie- den im Westen hinnehmen würden, und ihr Zentralorgmr, der ^Vorwärts", erklärte am 11. April 1918:Wir marschieren mit. wir zahlen mit, wir hoffen mit.

Sie wollten also mnmarschmren. Seite an Beite mit den All­deutschen, und sie wollten mit zahlen aus den Taschmr des Volkes.

Kein Wunder datz die Führer der RechtsfozialWen die sich so schamlos zur Bundesbrüderschaft mit dem kriegswahnsinnigen Bürgertum bekannten, die Grundsatz« des Klasisnkampfes ver­raten haben. Sie haben zu Ätie,gsbeginn die Arbeiterschaft auf­gefordert, die Unternehmer nicht mehr durch Lohnstreiks zu be­lästigen. Di« rechtssozialistischen Sewerkschaftsführer haben die Gelder der Cewerkschastsmitglieder dem Krieg« dienstbar gemacht in dem sie aus den Geldern der Gewerkschaften Kriegsanleihe zeichneten und so den Krieg verlängern halfen.

Die Rechtssozialisten haben ihre Freundschaft für die Kapita­listen auf das DeutlicUte gezeigt, als sie dem Zwangsarbeiter- gesetz, das die Zensur nur unter dem Titel Vaterländisches Hilfe- dienstgesetz bezeichnen ließ, im Reichstage ihre Zustimmung gaben. Dies Gesetz machte die Arbeitskraft der gesamten deutschen Arbeiterschaft dem Kriege nutzbar. Es lieferte die Arbeiterschaft dem Willen der Kapitalisten und Vehörden aus. Es betäubte den Arbettern der persönlichen Freiheit und der Selbstbestimmung über seine Arbeitskraft. Es verbot den Stteik und bedrohte ihn

mit schweren Strafen. Diesem Gesetz haben die RechtrsorialPe» ihre Zustimmung gegeben.

Als sich die Opposition gegen ble gesamte KriegspolMk bet Rechtssozialisten in den Reihen bet Sozialdemokratie regte, haben di« Rechtesozialisten sich das Bestehen des Belagepuns«- znstandes und der Zensur zu nutze gemacht, um die Sozial fitzen, di« während des Krieges ehrlich und mutig für Frieden and Freiheit kämpften, zu unterdrücken. Es war ihnen nicht genug, daß die Zensur di« oppositionelle Presie knebett«, sie haben außer­dem die Opposition ihrer Zettungen beraubt, indem sie den oppo­sitionellen Kreisen ihre Zeitungen stahlen. Die Behörden haben die Rechtssozialisten mit allen Mitteln geschützt gegen die An- griffe, die sie von der Unabhängigen Sozialdemokratie erfuhren. Nichts kann die Schmach abwaschen, die die Rechtssozialisten auf sich geladen haben, indem sie die Unabhängige Sozialdemokratt«. di« während des Krieg«« tapfer und aufrecht für den Frieden und für die Klasieninteresien des Proletariats eingetrete« ist. mit Hilfe der Regierung bekämpft.

Und zu allem kommt hinzu, daß die Rechtsfozialksten auf dem Patteitag zu Würzburg feierlich die alte revolutionäre Tradi­tion bet deutschen Sozialdemokratie abgeschworen haben. Sie wollten nicht mehr die polittsche Macht für das Proletariat et» oberm, sondern sie wollten sich mit den Kapitalisten in die Macht teilen, um gemeinsam mit ihnen den Aufbau nach dem Kriege vorzunehmen. Und das, was sie in Würzburg beschloßen haben, di« Verständigung mH den Kapitalisten, das wollen sie jetzt während der Revolution durchführen.

Es sind di« einfachen Tatsachen bet Kriegspolttik der Rechts­sozia listen. Sie sind während des Krieges bie Verbündeten des Bürgertums gewesen, und sie sind es heute noch. Don dieser Par­tei kann niemand Ne Durchführung > SozialKerung der Pro­duktion. bie Verwirklichung des & i« - -^ --wirten. Der fest daher ein Protest >»r n^st-nNwr'tte« Sf-Mtet* schaft gegen bie Rechtssozialisten werden ein Protest gegen i^ ; Kriegspolitik wie gegen bie Haltung, bi< ste jen während der Revolutton einnehmen.

Nieder mit den Rechtssozialiften, wählt unabhängig!

DerRevolutionär" Scheidemann.

Wie die N echtS soz i alisten für die Revolution gearbeitet haben.

Als Anfang November die Bewegung der Matrosen gegen den verbrechettfchen Plan der Marineoffiziere begann, bie die deutsche Flotte samt der Mannschaft dem Popanz der sogenannten nationalen Ehre opfern wollten, erschienen itt Wilhelmshaven am 5. November Plakate und Flugblätter der Neg erung, die durch lügnerttche Dehauvtringen die Er- re«unq unter den Matrosen zu beschichtigen suchten, für den Fall der Revolution ab-r unverblümt mit Gewalt drohten.

In dieser Veröffentlichung der Regierung Wilhelm« U. wurde die beginnende revolurionäre Bewegnng als ein tief« kedauerlickes Ereignis, als beklagenswertes Geschehnis be­zeichnet. D e Bestrebungen der Marineoffiziere wurden rund­weg abge eugnet. Trotz der ganz offenkundigen Tatsache, daß die Ausfahrt der Kriegsflotte zu einer Derzweiflungs- schlachl bereits inszeniert war, wurde in dem verlogenen Plakaie bethupM:

Die Offiziere der Kriegsflotte leisten der Regierung Gehorsam und der gegen fie gerichtete Vorwurf, sie hätten d esen Gehorsam verletzt oder wollten ihn velletz^n, ist unberechtigt. Niemand dentt baran, das Leben von Volks- genoffen, Familienvât rn zwecklos ans Spiel zu setzen.

Dann aber folgt in diesem Plakat eine Erklärung gegen bte Revalution:

Wir wollen den Völkerkrieg nicht abschließen, um den Bürgerkrieg zu beginnen. Gewiffenlos handelt, wer durch Ausstreuung phantastischer Gerüchte w ruhe verbreitet und die Flamm« des Bürgerkrieges entfacht. Die Regierung ist aber auch verpflichtet, mit allen Mitteln, die ihr zu Gebote stehen, das Valk vor dem Eiend zu. schützen, das ihm aus der Ze störung jeg icher Ordnung erwachse« würde, fie ist verpflichtet, nach Recht und Gerechtigkeit zu vettohren, dafür trägt sie vor dem ganzen Volk und seiner - gewählten Vertretung, dem Deutschen Reichstag, die voll« Derantwottiing.:

Sotöccten, ^rßeifer, Arbeitslose!

Kr sch sirrt irr Mcrfferr

am Sonntag vormittag 9^ Ahr im Gewerkschaftshaus.

B^- Dis Tagssovörrurrg ist übevarrs wichtig! "MU

Sozialrflische WepubLikaner! Seiö zur Stelle!