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Erstes Statt

E inrückungsgebühr:

Die Kgsspaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. im Rettametetl die Zeile 50 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanan.

Bezugspreis: .

Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich 60 Pfg, für Pop» bezug vierteljährlich 2.10 Mk., monatlich 70 Pfg. Die einzelne Nummer kostet 6 Pfg.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. Verantwort!. Redakteur: 6. Schrecker in Hanan.

Nr. 297

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Samstan beii 20. Dezember

t¥ertihnedi<mWHf; Nr. 230.

1913

M fjeiitige Nummer «mW Wer dem Unln!!ol!«ng5b!«l<

24 Seiten.

Amtliches.

Stadtkreis ßanau.

Ausschreiben.

Der Taglöhner Georg Molter hat seine aus Frau und 2 Kindern bestehende Familie verlassen. Die Familie muß aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Der Aufenthalt des Molter ist unbekannt.

Im Falle der Ermittelung des Aufenthaltes des Georg Molter ersuchen wir, Mitteilung an uns gelangen zu lassen.

Hanau den 15. Dezember 1913. 31679

Der Magistrat, Armenamt.

Glaser.

Bekanntmachung.

Arbeitsuchende: 1 Fahrbursche, 2 Hausburschen, 3 Monatsfrauen, 5 Tagelöhner, 1 Wasch- und Putzfrau.

Gesucht: 1 Dienstmädchen, 1 Silberformer, 2 Schneider.

Hanau den 20. Dezember 1913.

Städtische Arbeitsvermittelungsstelle.

Kreissparkasse.

Wegen des Jahresabschlusses bleibt die Hauptstelle der Kreissparkaffe vom 23. bis einschl. 30. d. Mts. für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen.

Die Nebenstelle, Marktplatz Nr. 15, ist für die Annahme und Rückzahlung von Sparein­lagen nach wie vor geöffnet.

Hanau den 18. Dezember 1913.

Der Vorsitzende des Vorstandes.

iLt h r. Laur.

Aufgebot.

Die Ehefrau des Oberverwaltungsschreibers Konrad Weigand, Berta geb. Schroth, in Großauheim hat das Auf­gebot des Hypothekenbriefes über die Band I Art. 46 des Grundbuchs von Großauheim auf den Grundstücken der Antragstellerin Abt. I Nr. 14 und 15, in Abt. HI Nr. 2 für die Landeskreditkaffe in Gaffel auf Grund der Schuld­verschreibung vom 6. August 1881 am 8. August 1881 ein­getragene, mit 4^ % jährlich verzinsliche Darlehnshypothek von 1950 Mark beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf

den 23. April 1914, vormittags 9 Uhr, k vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Ausgebots- termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzu­legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er­folgen wird.

Hanau den 17. Dezember 1913. 7158f

Königliches Amtsgericht 5.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bau­unternehmers Johann Heinrich Hack, Inhabers der Firma Johann Heinrich Hack, in Hanau, ist zur Prüfung der nach­träglich angemeldeten Forderungen Termin auf

den 16. Januar 1914, vormittags 11 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte in Hanau, Nutzallee 17, Zimmer Nr. 17, anberaumt.

Hanau den 2. Dezember 1913. 31587

Königliches Amtsgericht 5.

Politische Rundschau.

Ein Kaisertelegramm zum Stapellauf desColumbus". Der Kaiser hat anläßlich des Stapellanies des Dampfers oes Norddeutschen Lloyd" Columbus" an den Generaldirektor Heineken vomNorddeutschen Lloyd" in Bremen und an Gehelmrat Ziese von der Schi ch au werft in Danzig folgendes Telegramm gesandt:Haben Sie beide herzlichen Dank für die Meldung von dem Slapellauf desColumbus", bei dem zu.meiner Freude der Kronprinz und die Kronprinzessin mit« gewirkt haben.Möqe derColumbus", dieses neue beredte Zeugnis deutscher Schiffybaukunst und deutschen Unter­nehmungsgeistes, die frohe Hoffnung erfüllen, die Sie und mit Ihnen auch ich für seine Laufbahn auf dem Meere hegen."

Der Bundesrat stimmte den Vorlagen betreffend die In­landshöchstpreise für die einzelnen Kalisorten, betreffend ' die Ergänzung der Ausführungsbestimmungen zum Kali­gesetz, betreffend die deutsche Arzneitaxe für 1914, ferner dem Entwurf der Bestimmungen über die Produktions­statistik der Kohlen-, Eisen- und Hüttenindustrie, der Vor­lage betreffend die Denkschrift über die Rücklagen bei den Berufsgenossenschaften und den Uebergangsbestimmungen zur Durchführung der hausgewerblichen Krankenversiche­rung.

Die Hessische Erste Kammer hat ben Gesetzentwurf an­genommen über die Hingabe eines Darlehens von einer Million Mark an die landwirtschaftlichen Genoffenschaften des Großherzoglums, entsprechend dem Beschlusse der Zweiten Kammer. Beide Kammern haben sich bis Mitte Januar oeitagt.

Die Situation im österreichischen Abgcorduetenhause ist ganz unhaltbar geworden. Die Demissioir des früheren Mi­nisters Elugosz wird stündlich erwartet. Es ist schon zum zweiten Male der Regierung widerfahren, daß ihr unbe­queme Anträge im Hause eine Majorität gefunden haben, so auch heute der Antrag Baskinsky, über die Antwort des Grafen Stürgkh die Debatte zu eröffnen. Diese Debatte ist nicht nur dem Polenklub unangenehm, der seine schmutzige Wäsche nicht noch einmal vor dem Hause waschen lassen will, sondern auch der Regierung selbst, weil daraus leicht ein Anklageantrag entstehen kann. Sie ist auch eine Hilfeleistung für die Obstruktion der Ruthenen, die sich nun nicht mehr zu bemühen brauchen. Das Haus wäre ge­wiß schon vertagt, wenn nicht die Rücksicht auf die Dele­gation die Regierung von diesem Schritte noch abhielte. Aber von einer wirklichen Arbeit kann keine Rede mehr sein. Der Notparagraph steht vor der Tür und mit ihm wahrscheinlich der Rücktritt des gesamten Kabinetts Stürgkh, der auch im Herrenhaus eine stärkere Gegnerschaft findet und im Abgeordnetenhaus, wie sich zeigt, über keine zuverlässige Majorität mehr verfügt. Als kommende Män­ner werden Bienerth, Beck und Bilinski genannt. Jedoch beruht die Erwähnung nur auf Kombinationen und Wünschen.

Die russische Reichsduma ist durch einen kaiserlichen Ufas vom 20. Dezember bis zum 27. Januar vertagt.

Tanga und die ostafrikanische Städteordnung. Die BürgerversaMmIunq in Tanga erklärte sich mit der.Inkraft­setzung der ostafrikanischen Städteoiduung unter der Voraus­setzung einverstanden, daß die Kosten des vom Gouverneur ausgeführten Projektes zur Sanierung Tangas nicht der Stadt aufgebürdet werden. Der Gouverneur sagte zu, daß er die Einstellung der Mittel für das Projekt, das die Ent- Wässerung der Moskito-Sümpfe in den Niederungen bei Tanga bezwecke, in den Etat des Schutzgebietes beantrage.

Amerikt nischer Strafvollzug.

Berlin, 19. Dez. Die von Preußen nach Nordamerika zum Studium des dortigen Strafvollzuges entsande Kom- mission ist jetzt von einer siebenwöchigen Amerikareise, an die sich noch ein 14tägiger Studienaufenthalt in England schloß, zurückgekehrt. Die Kommission wird über die Er­gebnisse amtlich Bericht abstatten. Die Kommissare haben dank dem Entgegenkommen der amerikanischen Bundesstaaten und der kanadischen Behörden außerordentlich viel . gesehen. ( yie Vorstellung, als ob es ein besonderes amerikanisches DtrafoollzugSsystem gäbe, hat sich als irrig herausgestellt. Schon die außerordentlich großen Verschiedenheiten deL KlimaS und der Bevölkerung führen in ?lmerifa zu weit von einander abweichenden Methoden in der Behandlung der Kriminellen.

San Francisco.

W. London, 19. Dezbr. Aus Ersuchen des im Zu­sammenhang mit der Ausstellung in San Francisco ge­bildeten Komitees, eine Abordnung des Komitees zu empfangen, erklärte Asquith, daß die Regierung die Frage der amtlichen Beteiligung an der Ausstellung wiederum in Erwägung zöge, jedoch außerstande sei, ihre frühere Ent­scheidung zu ändern. Daher halte er es für zwecklos, die Abordnung zu empfangen.

WeiterePolitische Rundschau" tm zweiten Blatt.

Die Lage auf dem Balkan. Offizielles türkisches Dementi einer Finanzkrisis.

Berlin, 19. Dezbr. Die türkische Botschaft ist ermäch­tigt, auf das energischste die gestrige Blättermeldung zu demen­tieren, wonach der Großwesir erklärt haben sollte, die türki­sche Regierung sehe sich mit Rücksicht auf den Geldmangel gezwungen, zu außerordentlichen Maßregeln ihre Zuflucht zu nehmen, und daß diese Maßregeln hauptsächlich in der Nicht­auszahlung der Coupons bestehen sollten. Der Großwesir hat niemandem eine derartige Erklärung gemacht. Die Re­gierung hat niemals die Eventualität in Bewacht gezogen, die Couvons nicht auszuzahlen »der ihren anderen Der- ,

pflichtungen nicht nachzukommen. Auch die Meldung von einer Demission des Finanzministers Rifaat-Bei, der sich nach Berlin begeben hat, wird amtlich nicht bestätigt.

Bulgarien und Serbien.

Sofia, 19. Dezbr. Nachdem sich das Belgrader Kabinett nach längeren Verhandlungen der Auffassung Bulgariens angeschlossen hat, zwischen den auë Bulgarien und den aus Mazedonien stammend-n Kriegsgefangenen keinen Unterschied zu machen und seine Zustimmung erteilt hat, alle bulgarischen Kriegsgefangenen, die entgegen den Bestimmungen der Genfer Konvention in Monastir gefangen gehalten mürben, aus­zuliefern, hat die bulgarische Regierung in dem Wunsche, daß der anormalen Lage ein Ende bereitet und die diplo- matischen Beziehungen wieder hergestellt werden, eingewilligt, der Ernennung Tscholak Antik zum serbischen Gesandten in Sofia das Agrement zu erteilen. Gelegentlich der diesbe­züglichen Verhandlungen, die durch Vermittlung der russischen Gesandtschaft geführt rourbeit, hat die bulgarische Regierung den Kabinettssckretär des Königs, Tichabraschikoff, als diejenige Person bezeichnet, für die sie das Agrement als bulgarische« Gesandten verlangell wird.

Aus Hanau Stadt und Land.

Hanan, 20. Dezember.

* Postdienstliches. Am Sonntag den 21. Dezember sind die Paketannahme- und Aufgabeschalter sowie die Brief- aunahme und Aufgabe des Hauptpostamts außerge­wöhnlich auch von 912 Uhr vormittags und von 18 Uhr nachmittags geöffnet. Während dieser Zeiten werden Einschreibsendungen und gewöhnliche Pakete ohne Erhebung der besonderen Gebühr angenommen. Außerdem wird am 21. vormittags und nachmittags je eine Ortspaketbestellung ausgeführt werden. Die Zweigpostanstalt (im Stadtschloß) ist am 21. wie an Werktagen geöffnet, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags und 37 Uhr nachmittags jedoch nur für die Annahme von gewöhnlichen Paketen und Ein­schreibsendungen. Am 1. Weihnachtsfeiertag finden vor­mittag? eine Paket- und eine Geldbestellung statt. Erforder­lichenfalls wird ferner am 1. Feiertag nachmittags ober 2. Feiertag vormittags noch eine Paketbestellung auSgeführt werden.

Ilk. Mitteilung der Handelskammer. In denBe­richten über Handel und Industrie", zusammengestellt im Reichsamt des Innern, ist eine Ausarbeitung über Reklame im A u s l a n d e erschienen, welche folgende Länder be­handelt: Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Niederlande, Böhmen, Oesterreich, Bukowina, Portugal, Ruß­land, Schweden, Serbien, Spanien, Turkel, Kuba, Peru, Vereinigte Staaten von Amerika, China, Aegypten. Das Heft liegt für Interessenten auf der Handelskammer zu Hanau zur Einsichtnahme aus.

* Hanauer Tierschutzverein. Morgen Sonntag den 21. d. Mts., vormittags IP/i Uhr, findet im Restaurant Mohr (oberes Sälchen) der diesjährige Prämiierungsakt statt, wozu die Mitglieder des Vereins, Freunde und Gönner der Tierschutzsache freundlichst eingeladen sind. Es werden in diesem Jahre 15 Tierschützer Auszeich­nungen durch den Tierschutzverein erhalten.

* Das neue Adreßbuch. Es sei an dieser Stelle da» raus mihnerffam gemacht, daß das neue Hanauer Adreß­buch 1914 mit einigen bemerkenswerten Verbesserungen heute zur Ausgabe gelangt. Zu beziehen durch Fr. Königs Hof- buchhandlung (A. Zippelins).

* Hühnerberg-Verein. Nächsten Montag den 22. b. M , abends 9 Uhr, Vorstaudssttzuug und Mitgliederversammlung in der Restauration Moor. Da im nächsten Jahre der Turm gebaut werden soll und dadurch wichtige Punkte zu be­sprechen sind, werden die Mitglieder ersucht, vollzählig zu erscheinen. . ,

* Vaterländischer Frauenoerem. Dienstag den 16. Dezember fand die Prüfung von 15 Helferinnen vom Roten Kreuz statt. Herr Oberstabsarzt Dr. Kuchendorf war L-iter des Kurses, welcher im Militârlazaret stattfand. Herr Stabsarzt Dr. K r a n k e n h a g e n und Oberstabsarzt Dr. D o r b r i tz , gaben den Helferinnen den Unterricht. Sämt­liche Helferinnen bestanden die Prüfung, welcher der Vor­sitzende des Vereins vom Roten Kreuz, Frhr. Laur sowie einige Damen deS Vorstandes deS Vaterländischen Frauen- vereinS beiwohnten. Am Schluß der Prüfung dankte dir Vorsitzende den Herren Aerzten für ihre Bereitwilligkeit, den Unterricht zu erteilen und überreif jeder der Teilnehmerin- neu ein Diplom.

* Weihnachtsfest. Am Sonntag den 21. Dezember, abends T1^ U^r feiert der Jungmädchen-Verein K e s s e I st a d t in der Turnhalle deS Turnverein« sein Weih­nachtsfest. Soweit noch Karten vorhanden, sind Freunde der Sache hierzu freundlichst einaeladen.