1* Dezember
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schuldet ist, so hat es sofort über ihn den Konkurs zu eröffnen. In diesem Falle hat der Gläubiger, der die Pfändung oder die Vormerkung beantragt hat, keine Priorität Lei der Realisierung seiner Forderung gegenüber den bezeichneten Gläubigern, auch wenn der Antrag auf Sicherstellung früheren Datums war als der Beschluß über die Konkurseröffnung. Hiervon werden die vor dem 17./30. September 1912 getroffenen Sicherstellungsmaßnahmen ausgenommen.
Alle Mittel der Sicherstellung sowie auch das Konkursverfahren können gegenüber den Schuldnern beantragt werden.
Desgleichen können Uebertragungen unbeweglicher Güter vollzogen werden.
Pfändungen, Vormerkungen, Intabu^ationen, Supervormerkungen, Superintabulationen, bedingte und gewöhnliche Grundbucheintragungen, Sequestrierungen, sowie überhaupt alle Vormerke in Intabulationsbüchern sind, wenn sie in der Zeit vom 17./30. September 1912 Lis zum 29. Oktober/ 11. November 1913 beantragt wurden, gleichen Ranges und werden so angesehen, als wenn sie bei dem Gerichte am 30. Oktober/12. November d. I. anhängig gemacht worden wären.
Die eingestellten Prozeßfristen (für Rekurse, Beschwerden usw.) laufen am 30. November/13. Dezember 1913 ab.
Das Gesetz über die Verlängerung der Zahlungsfristen vom 1./14. Oktober 1912 bleibt auch weiterhin in Kraft, soweit es nicht durch vorliegendes Gesetz abgeändert wird.
Erforderlichenfalls kann der Justizminister im Einvernehmen mit dem Ministerrate im Geiste dieses Gesetzes eine Ausführungsverordnung erlassen.
Schiffsnachrichten.
Der Hamburger Dampfer „President Lincoln" ist am 27. November wohlbehalten in New-Aork eingetroffen.
Der Postdampfer „Finland" der „Red Star Sine* in Antwerpen, ist laut Telegramm, am 25. November wohlbehalten in New-Uork angekommen.
Aus Hanau Stadt und Land.
Hanau, 1. Dezember.
Bos Kenner MtMn.
Allgemeines.
Die Eisenbahn, die so manchem den Garaus machte, war eigentlich auch der Totengräber des Marktwesens. Was heute davon noch geblieben, ist nur ein Rest früheren Glanzes. Wir denken dabei weniger an die Vieh- und Wochenmärkte, als an die Jahr- und Krammärkte, vor allem an die Messen. In Deutschland spielt heute nur noch die Leipziger Messe eine Rolle, während es früher zahlreiche Städte mit bedeutenden Messen gab. Die größte Messe der Welt ist die zu Nischnij-Nowgorod in Rußland. Sie währt, am 15. Juli beginnend, 6 Wochen, dient hauptsächlich dem Handel zwischen Asien und Europa und ver- Tnitt^t einen Warenaustausch, namentlich in Pelz- und BbÜmwollwaren, sowie in Tee, im Werte von einer halben Milliarde Rubel.
Diese Messen waren früher eine Notwendigkeit, nicht nur für die Landbevölkerung, auch für die Städte. Die mangelhaften Verkehrs- und Gewerbsverhältnisse im Verein mit der fehlenden, oder unentwickelten Industrie waren die Ursachen, daß viele Waren, namentlich solche, die sich eines guten Rufes erfreuten, wie Schlesische Leinwand, Solinger Stahlwaren, Bunzlauer Küchengeschirr, Erfurter Schuhwaren, Thorner Pfefferkuchen, Sächsische und Bergische Textilwaren usw. in den heimischen Geschäften nicht und nur gelegentlich einer Messe zu haben waren. Das ist heute natürlich anders geworden, wodurch auch die Messen ihre Bedeutung verloren haben. Der moderne Kaufmann versorgt heute, gestützt auf die hochentwickelte Industrie und Technik, unser weitverzweigtes Eisenbahnnetz und die prompt arbeitende Post jeden Ort, auch auf dem platten Lande mit der gewünschten Ware. Die vorgenannten Gegenstände, damals Seltenheiten, sind heute selbst in ländlichen Geschäften zu haben, sie können aber schlimmstenfalls auf Grund eines Kataloges jederzeit von den zahlreichen Versandtgeschäften bezogen werden. Das Warten auf die Messe als die einzige Kaufgelegenheit ist heute nicht mehr nötig. Diese Entwicklung hat zur Abschaffung vieler Messen geführt und den noch bestehenden einen ganz anderen Charakter gegeben. Früher war der Handel die Haupt-, das Vergnügen die Nebensache. Heute ist es umgekehrt. Da die Messe als Warenabgeberin bedeutungslos geworden ist, dient sie in der Hauptsache nur noch der Volksbelustigung. Hierdurch sind Mißstände aufgetreten, die auch den noch vorhandenen wenigen Messen eine starke Gegnerschaft erstehen ließen. Auf dem Lande und in kleineren Städten fehlt es häufig an einer guten Polizei. Hier sind die Klagen über die Schädigung der Bevölkerung durch die Messen in sittlicher und materieller Beziehung nichts Seltenes. Der Kundige wundert sich darüber auch nicht. Das stehende Gewerbe ist reeller, steht auf gesünderer Basis, wie der Hausierhandel. Der Inhaber des stehenden Geschäfts kennt seine Kunden und diese ihn. Er muß auf eine einwandsfreie Geschäftsführung Wert legen, um sich das notwendige Vertrauen seiner Kundschaft zu erringen und zu erhalten. Dieses Band findet sich zwischen dem Messegeschäft und dem Messekäufer nicht. Dem Händler auf der Messe kommt es hauptsächlich darauf an, momentan ein Geschäft zu machen, und da ist die Versuchung, es mit Treu und Glauben weniger genau zu nehmen, eine starke. Denn morgen ist man ja über alle Berge, und ob man noch einmal wiederkommt, weiß man nicht.
Infolge des steten Ortswechsels und der meistens niedrigen Löhne haben die Geschäfte, die der Belustigung dienen, bei der Beschaffung ihres Personals mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Sie müssen nehmen was sie kriegen können und sind daher gezwungen, vielfach zweifelhafte und auch bestrafte Personen einzustellen, die dann ihre Neigung zu Ausschreitungen und Straftaten, nament
lich in dem Trubel der Messe,. nicht zu zügeln vermögen. Sie sind in der Hauptsache die Ursache, daß die kriminellen Ziffern während der Messe nahezu überall ausfallend emporschnellen.
Zum Marktwesen sind
a) Kram- und Jahrmärkte, oder Messen
b) Vieh- und
c) Wochenmärkte zu rechnen.
Die Viehmärkte finden in Hanau wöchentlich auf dem Platze zwischen den Türkischen Gärten und der Kinzig statt. Auf sie soll heute nicht eingegangen werden. Wir wollen nur die Messen und Wochenmärkte betrachten.
Die Messen in Hanau.
In Hanau finden alljährlich zwei Messen statt, die erste in der Fronleichnams-, die zweite in der Martiniwoche. Sie beginnen des Montags mittags um 12 Uhr und enden am nächsten Montag zur gleichen Stunde, wahren also genau eine Woche. Die Hanauer Messe erfreut sich noch eines guten Rufes und hat bisher, soweit bekannt, keine besonderen bedenklichen Erscheinungen gezeitigt. Zum Teil kommt dies wohl daher, daß Hanau eine gute und ausreichend starke Polizei besitzt, die schon durch ihren Ruf die Neigung zu unlauterem Eeschäftsgebahren, oder zu Ausschreitungen der „Künstler" und ihres Personals dämpft. Zudem hat die Hanauer Messe auch nur einen geringen Umfang und ist örtlich sehr günstig gelegen. Als Messeplatz dient nur die westliche Hälfte des Paradeplatzes und die ist im Verhältnis zur Größe der Stadt nur klein. Dadurch befindet sich die Polizei in der angenehmen Lage, von den zahlreichen Angeboten der Geschäftswelt sich die besten heraussuchen zu können. Die geringe Größe des Platzes gibt ihr einen plausiblen Grund, ein zweifelhaftes Geschäft abweisen zu können, ohne dem Abgewiesenen berechtigten Grund zur Beschwerde zu geben. Vor allem ist aber die Lage des Messeplatzes nicht nur in geschäftlicher, sondern auch in polizeilicher Beziehung eine sehr günstige. Er liegt mitten in der Stadt, ist befestigt, und abends gut beleuchtet. Er kann und wird daher auch von dem besseren Bürgerpublikum besucht, auch kann er von allen Seiten, namentlich von den umliegenden Häusern aus, eingesehen werden. Das ist sehr wichtig. Dadurch wird er unter die Kontrolle der breitesten Oeffentlichkeit gestellt, die sich immer noch als die beste Polizei erweist. Nehmen wir an, der Messeplatz läge außerhalb der Stadt, z. B. da, wo die Viehmärkte stattfinden, ohne Zweifel würde auch die Hanauer Messe bereits arge Uebelstände erzeugt Haven.
Auch die Hanauer Messe könnte fallen, ohne daß ihr deswegen Tränen nachgeweint zu werden brauchten. Ein Bedürfnis für sie ist auch hier nicht mehr vorhanden. Alles was die Messe an Waren bietet, vermag die Hanauer Geschäftswelt jederzeit auch zu liefern. Und an Vergnügungen fehlt es hier, zumal in der Nähe Frankfurts, gleichfalls nicht. Die Messe wirkt aber Verkehrs- und durch ihren zeitweise gewaltigen Lärm auch betriebsstörend. Dabei ist darauf hinzuweisen, daß auch eine Schule, die katholische Kirche und das Theater in der Nähe des Messeplatzes liegen. Auch stellt der Lärm für die in der Nähe Wohnenden, namentlich für kranke und nervöse Personen, eine arge Belästigung dar. Bedauern würden ihren Fortfall wohl nur zwei: der Stadtsäckel, dem die Standgelder verloren gingen, und die Jugend, die sich um das turbulente Messevergnügen gebracht sehen würde.
Die Wochenmarkte in Hanau.
Es werden wöchentlich 3 Wochenmärkte in Hanau abgehalten: Dienstags auf dem Neustädter, Freitags auf dem Altstädter und Samstags wiederum auf dem Neustädter Marktplatze. Die Dienstags- und Freitagsmärkte haben nicht viel auf sich, wir fassen daher nur den Samstagsmarkt ins Auge.
Die Hanauer Polizei gliedert sich in staatliche und kommunale. Erstere in der bekannten blauen Uniform auftretend und dem Königlichen Landrat und Polizeidirektor unterstellt, verwaltet die Kriminal- und Sicherheitspolizeigeschäfte, während der Eemeindepolizei, die der Oberbürgermeister befehligt, die Ausübung der Wohlfahrtspolizei, wozu auch die Marktpolizei gehört, übertragen ist. Dem äußeren Marktpolizeidienst steht Herr Marktmeister Wagner vor, dem weitere Kräfte in den, einen roten Kragen tragenden Polizeisergeanten zur Verfügung stehen.
Vom Standpunkte bps Wochenmarktverkehrs betrachtet, ist die Lage Hanaus in Anbetracht der nur 17 Kilometer entfernten Großstadt Frankfurt keine günstige. In Orten, die unweit großer Städte liegen, hört man von Hausfrauen, East- und Kostwirten, also von allen, die „eine Anzahl Mäuler zu stopfen haben", ständig darüber klagen, daß die betreffende Großstadt ihrem Markte die Produkte entziehe, oder deren Preis unnatürlich in die Höhe schraube, oder ihnen gar nur die Reste lasse, die die Großstädter nicht mögen.
Wenn nun auch Frankfurt und die nahen Badeorte mit ihrem großen Fremdenzuflusse dem Hanauer Wochenmarkt manches, vielleicht vieles entziehen, so ist die Umgebung Hanaus doch so reich, daß der hiesige Platz darunter nichtleide t. Die stets reichliche Beschickung des Hanauer Wochenmarktes beweist das. Aus dem Kinzig- und Maintal, namentlich dem gesegneten Bayern und aus der fruchtbaren Wetterau strömen dem Hanauer Markt so viele Warep und Lebensmittel zu, daß von seiner Beeinträchtigung durch Frankfurt und Offenbach, sowie die Fremdenplätze nicht gesprochen werden kann. Gut ist es auch, daß die Ware, wie in Hanau meistens vom Erzeuger selbst und nicht vom Händler auf den Markt gebracht wird. Der Produzent ist billiger wie der Händler, auch ist das Produkt in besserer Verfassung, wenn es noch nicht zu viele Hände passiert hat. Diese Eigenart ist aber auch insofern wichtig, als der hiesige Markt dadurch von der Eisenbahn unabhängig wird. Selbst wenn diese einmal streiken sollte, würde der Hanauer Markt nicht in Not aeraten. Als er-
wünscht ist allerdings der Erlaß einer polizeilichen Verfügung zu erachten, daß die Händler vor einer gewissen Stunde (9—10) Uhr von den Produzenten auf dem Wochenmarkte nichts aufkaufen dürfen. Durch das Frühaufkaufen der Händler werden die auf den Markt gebrachten Produkte sehr verteuert.
Von den Hanauer Plätzen ist der Neustädter Marktplatz der schönste. Er kommt mir an den Marktagen immer vor wie ein Bild. Die ihn einfassenden schönen, altertümlichen Bauten stellen den äußeren, die ihn umgrenzenden Linden den inneren Rahmen dar. Wenn wie an den letzten Markttagen des November die Sonne freundlich vom blauen Himmel herabsieht, wie sich hier Stadt und Land um Berge von Kohl und Rüben, Obst und Blumen, Käse und Eier scharen, die Mainfischer ihren zappelnden Fang, die Händler weiße, quiekende Ferkel, glatt wie die Aale, darbieten, die Bauersfrauen in grauwollenem Rock und Kopftuch in langen Reihen wie bei einem militärischen Appell hinter ihren Erzeugnissen stehen, alle die Arme verschränkt, von einem Fuß auf den andern tretend, mit der Nachbarin und mit den Kunden plaudernd, — so ergibt dies ein reizendes Gesamtbild. Auch an weiblicher Schönheit fehlt es um diese Zeit nicht, — an schmuck angezogenen Frauen, die zum Teil in Begleitung hübscher, frischer Mädchen nach realen Dingen Umschau halten und dadurch auch den meistens zahlreich vertretenen und gleichfalls Umschau haltenden Frühflaneur auf seine Rechnung kommen lassen. Hunger und Liebe — die beiden großen Antriebskräfte, auch hier.
Ich habe selten einen solch übersichtlichen, geordneten und sauberen Wochenmarkt gesehen wie in Hanau. Wie ein ausgerichteter Artilleriepark stehen die Wagen der Verkäufer mit hochgerichteter Deichsel an der östlichen Seite des Platzes. Sie dienen gleichzeitig als Wand, hinter der sich der weniger ästhetische Ferkelverkauf vollzieht. Die Gebrüder Grimm können ihren Standort natürlich nicht verlassen, aber man hat in pietätvollem Bestreben den Blumenmarkt hierher verlegt, und so sehen sie stets eine Blumen- pracht zu ihren Füßen, um die sie eine Primadonna beneiden könnte. An der verlängerten Krämerstratze stehen die Buden mit Käse, Butter, Fleisch und Wurst. Das Gemüse und Obst baut sich in wohlgeordneten Reihen auf der nördlichen, die Haushaltungsgegenstände auf der südlichen Seite auf. In der Mitte gewahrt man seit einiger Zeit ein Kaffeezelt, welches von den Bäuerinnen, die vielleicht schon bei Nacht den heimischen Herd verließen, stark in Anspruch genommen wird. Für den Reichtum des Marktes sprechen auch Gegenstände, die man anderwärts nicht so leicht findet, wie Pilze, Hagebutten, Wald- und Feldblumen, Hollunderbeeren und — geschlachtete Gänse. Und wenn diese so billig sind, wie am letzten Wochenmarkttage, 75 Pfennige das Pfund, so stellen sie in Anbetracht ihres Fettreichtums ein so billiges Fleisch dar, welches auch dem weniger Bemittelten erreichbar ist. Und wer wollte ihm das nicht gönnen, denn
So'n Eänsebraden is en Stück Von en richtijet Familienglück.
Eine der wichtigen Aufgaben der Marktpolizei ist natürlich die Lebensmittelkontrolle — die Sorge dafür, daß nur Nahrungsmittel feilgeboten werden, die weder verdorben, noch verfälscht sind. Die Nahrungsmittelpolizei ist in Deutschland lange nicht genügend entwickelt. Das ist dem Kundigen bekannt. Sie hat mit den Fortschritten der Fälschungstechnik nicht Schritt gehalten. Sie ist auch noch verhältnismäßig jung, denn das Nahrungsmittelgesetz ist erst im Jahre 1879 geschaffen worden. Bei meiner diesjährigen Oesterreichreise habe ich auch die Nahrungsmittel- polizei Oesterreichs studiert und gefunden, daß man uns in der Beziehung dort weit voraus ist. Damit will ich durchaus nicht die österreichische Polizei in ihrer Gesamtheit über die deutsche stellen. Diese Erscheinung hat natürlich ihre Gründe. Dem Oesterreicher ging es auch zu der Zeit schon ganz gut, als der Deutsche infolge seiner politischen Verhältnisse noch nicht zu Wohlstand gelangt war. Der Oesterreicher ist daher durchschnittlich mehr Genußmensch und Feinschmecker wie der Deutsche. Er interessierte sich daher auch bereits weit früher und mehr für die Lebensmittel- polizei. Die Marktpolizeibeamten, selbst diejenigen der kleineren Städte, dürfen in Oesterreich erst dann ihres Amtes walten, wenn sie an einem der ständig bei der Poli- zeidirektion zu Wien stattfindenden Matktpolizeikurse teilgenommen haben. Das Ziel dieser Kurse ist, die Beamten dahin zu bringen, daß sie das Verdorbensein oder die Fälschung von Nahrungsmitteln erkennen und das Lactodensi- meter und Mikroskop sowie auch andere Untersuchungsinstrumente sachgemäß verwenden können. Auch werden sie zu ganz sicheren P i l z e k e n n e r n ausgebildet. Es ist beim Marktverkehr in Oesterreich Grundsatz, daß jedes Geschäft, jeder Verkaufs st and, an jedem Markttage revidiert wird. Ja die Strenge geht so weit, zu bestimmen, daß mit dem Feilbieten von Obst und Pilzen erst dann begonnen werden darf, wenn das Obst in reifes und unreifes sortiert, als solches bezeichnet, dies von den Beamten nachgeprüft und die Pilze aufihreUnschädlichkeitsämtlichuntersucht sind. Die Stadtväter leiden auch in Oesterreich nicht an übergroßer Polizeifreundlichkeit, aber auf diesem Gebiete knausern sie nicht. Und ein burschikos veranlagter Stadtrat entgegnete mir auf meine entsprechende Frage lachend: „Ne, da wird nicht gespart, wir wollen nicht nur wissen, was wir rauchen, wir wollen auch wissen, was wir fr . . . . .!"*)
Nahrungsmittelfälschungen kommen in Oesterreich auch seltener vor wie bei uns. Wenn sie aber vorkommen, so werden die Fälscher von den Gerichten im Allgemeinen auch härter wie in Deutschland bestraft.
Die Lebensmittelkontrolle wird beim Hanauer Wochenmarkt in der Weise ausgeübt, daß die Polizeibeamten beliebig hie und da an jedem Markttage einige Proben ent- nehmen und sie dem Vorstände des bieüaen Nabrunas-