Einrückungsgebühr:
Kie ögespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. im Reklameteil die ZeUe 50 Pfg.
Bezugspreis:
Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich 60 Pfg., für Posb
bezug vierteljährlich 2.10 Mk., monatlich 70 Pfg,
Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, eo. Waisenhauses in Hanau.
Amtliches Organ für Stadt- and Landkreis Sana«.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Die einzelne Nummer kostet 5 Pfg.
Verantroortl. Redakteur: E. Schrecker in Hanau,
Nr. 251
Aerttsprechairschlttst Nr. 230
Montan den 27. Oktober
Fernsprechattfchlits; Nr. 230,
1913
-—
Amtliches.
Anstelle des in den Ruhestand tretenden Geheimen Regierungsrats Professors Dr. v. Drach hier ist der Königliche Baurat Dr. phil. Dr. ing. Holtmeyer zum Bezirkskonservator für den Regierungsbezirk Cassel gewählt und von dem Herrn Minister der geistlichen und Unterrrichs- Angelegenheiten in dieser Eigenschaft bestätigt worden. Baurat Holtmeyer vertritt in der bezeichneten Stelle für den Umfang des Regierungsbezirks Cassel d— Königlichen Konservator der Kunstdenkmäler in Berlin. Anzeige, Anträge und Ansuchen auf dem Gebiete der Denkmalpflege sind daher in erster Linie an Holtmeyer zu richten.
Cassel den 27. September 1913.
Der Oberpräsident. Hengstenberg.
Stadtkreis Hanau»
Bekanntmachung.
Für die mit Ende dieses Jahres ausscheidenden Mitglieder der Stadtverordneten-Versammlung für die Stadt Hanau ohne Ortsbezirk Hanau-Kesselstadt sind Ergänzungswahlen vorzunehmen. Es sind dies in der
III. Wahlabteilung.
Lithograph Max Fischer, Qberbahnassistent Wilhelm Kempf, Weißbindermeister Jean Lückhardt, Kaufmann Karl Sommer.
II. Wahlabteilung.
Bauunternehmer Heinrich Franz, Holzhändler Philipp Müller, Rentner Julius Schwabe, Fabrikant Julius S t ü b i n g.
I. Wahlabteilung.
„ Fabrikant ©Jie Backes,
Rechtsanwalt Dr. Franz Malkmus, Kaufmann Wilhelm Schroeter, Rentner Karl Spatz.
Außerdem ist in der III Wahlabteilung eine Ersatzwahl vorzunehmen und zwar für den Parteisekretär Robert Dißmann, dessen Wahlzeit Ende 1917 abläuft.
Die Wahlen finden wie folgt statt:
Die Wähler der IH. Abteilung wählen am Montag den 10. November, Dienstag den 11. November und Mittwoch den 12. November d. Js. täglich von vormittags 10 Uhr bis mittags 1 Uhr und nachmittags von 4—8 Uhr und zwar die Wähler, deren Name mit den Buchstaben von A—K beginnt, im unteren Saale, die Wähler, deren Name mit den Buch
Kunst und Leben.
Wissenschaftliche Sitzung der Senckenbergischen Natursor- schenden Gesellschaft.
1. Sitzung am 25. Oktober 1913.
Vorsitzender: Geh. Reg.-Rat. Dr. A. v. Weinberg.
Der Vorsitzende begrüßt die zahlreich erschienenen Mitglieder und ihre Damen zu Beginn des Winterhalbjahres und gibt der Befriedigung über die sehr erfreuliche Weiterentwicklung sowohl der Gesellschaft, wie des Museums Ausdruck. Die Mitgliederzahl ist im Laufe des Sommers von 1358 auf 1443 angestiegen. Die wissenschaftliche und die Schausammlung haben einen derart reichen Zuwachs an kostbaren Objekten erfahren, daß die geplante Erweiterung des Museums nicht länger hinausgeschoben werden kann. Die Verwaltung hat sich deshalb entschlossen, obwohl ihr ausreichnede Mittel zurzeit noch fehlen, unverzüglich mit dem Erweiterungsbau des Museums zu beginnen, dessen Grund st einlegung zugleich mit der für das Zoologische Institut der Universität am 22. November d. I., dem 96. Gründungstageder senckenbergischen Gesellschaft, erfolgen wird. Hierauf spricht Prof. Dr. H. Poll, Berlin:
„Ueber Vererbung beim Menschen".
Die Erforschung der 'Erblichkeitserscheinungen hat zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts den wichtigsten Fortschritt gemacht: sie ist durch die endgültige Wiederentdeckung der seit fünfzig Jahren unbeachtet gebliebenen Mendelichen Erbregel zu einer maß- und zahlenmäßigen Darstellung des Erbvorganges gelangt. Auch bei dem schwierigsten und sprödesten Objekts dem Menschen, kann die moderne Vererbungswissenschaft sichere grundlegende Erkenntnis aufweisen, wenn auch noch nicht in gleichem Grade wie 3. B. für die Nuütiere und -pflanzen tn°der
staben von L—Z beginnt, im oberen Saale des Neustädter Rathauses.
Die Wähler der II. Wahlabteilung wählen am Freitag den 14. November d. Js., vormittags von 10 Uhr bis mittaas 1 Uhr und nachmittags von 4—8 Uhr im unteren Saale des Neustädter Rathauses.
Die Wähler der 1. Abteilung wählen am Samstag den 15. November d. Js., vormittags von 10 Uhr bis mittags 1 Uhr tm unteren Saale des Neustädter Rathauses.
Zur I. Wahlabteilung gehören die in der Liste der Stimmberechtigten verzeichneten Wähler, welche an direkten Steuern (Staats- und Gemeindesteuern' zusammengerechnet) in der Stadt Hanau 3 881.73 Mk. und mehr, zur II. Wahlabteilung diejenigen, welche 227.88 Mk. und mehr bis einschl. 2 863.58 Mk. und zur KL Wahlabteilung diejenigen, welche 226.55 Mk. und weniger entrichten.
Für die Wahl kommt die Vorschrift des § 18 der Städte - Ordnung für die Provinz Hessen - Nassau vom 4. August 1897 in Anwendung und müssen demzufolge von den in der III. Wahlabteilung zu Wählenden 3 Hausbesitzer, von den in der II. Wahlabteilung zu Wählenden 4 Hausbesitzer und von den in der I. Wahlabteilung zu Wählenden 1 Hausbesitzer sein.
Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Personen, welche in der Liste der Stimmberechtigten verzeichnet sind.
Wir laden hiermit die Stimmberechtigten zur Teilnahme an den Wahlen ein.
Hanau den 24. Oktober 1913.
Der Magistrat.
Hild.
Konkursverfahren.
Ueber das Vermögen des Kaufmanns Heinrich Gruber in Hanau alleinigen Inhabers der Firma Lechleder LStroh in Hanau ist heute am 23. Oktober 1913, vormittags 11 Uhr 50 Minuten, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Dr. Koref in Hanau ist zum Konkursverwalter ernannt. Offener Arrest und Anzeigepflicht, sowie Termin zur Anmeldung bis 1. Dezember 1913. Erste Gläubigerversammlung am 18. November 1913, vormittags 11 Uhr, Prüfungstermin am 11. Dezember 1913, vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht 6 in Hanau, Nußallee 17, Zimmer Nr. 21.
Hanau den 23. Oktober 1913. 25781
Der Gerichtsschreiber Königl. Amtsgerichts Abt. 5.
Aufgebot.
Der Schuhmachermeister Heinrich Gibson und deffen Ehefrau Maria Gibson geborene Bertel aus Hanau haben beantragt, im Wege des Aufgebotsverfahrens die
Landwirtschaft. Es liegt dies an dem Mangel der Forschungsmittel und Organisationen, die erst in England und Amerika so weit ausgebaut sind, daß großzügige Untersuchungsreihen verfolgt werden können.
Auch mit den vermehrten Mitteln gelingt es erst, einfache Fälle menschlicher Evbgänge klarzulegen. Die einzelnen Merkmale, die Anlagen, verhalten sich nach der Mendel schen Regel wie selbständige Einheiten, die auseinander weichen oder spalten, sich wieder vereinen oder kombinieren, Außeneigenschasten hervorrufen und wieder zum Verschwinden bringen: die sich von Generation zu Generation fort„erben" in einer nach Art und Zahl voraus- bestimmbaren Weise. In der Darstellung der Ergebnisse benutzt man, wie in der Chemie, eine Art von Formeln, Erbformeln, die heute z. V. schon für Haut-, Haar- und Augensarbe nahezu festgestellt sind. Auch für Formen des Gesichts, für die Fruchtbarkeit, für die Zwillingsgeburt, vor allem aber für eine große Anzahl von Anomalien und Krankheiten, Mißbildungen usw. liegen solche Formeln vor. Zwergwuchs, Fingerverbildungen, Hasenscharte, manche Haut- und Augenkrankheiten, Diabetes können unter vielen anderen krankhaften Anlagen in ihrem Erbgange bestimmt werden. Eine besondere Vererbungsart, die sog. nach dem Geschlecht begrenzte Vererbung, gewinnt heute dadurch ein ’ besonderes Interesse, daß ihre nähere Erforschung vielleicht berufen ist, in der Erkenntnis der Entstehung des Geschlechtes eine wichtige Rolle zu spielen. Hierher gehört eine Menge von Krankheiten, die besonders die Männer Le- fallen, die Frauen aber ganz oder zum größten Teil ver- ; schonen, wie die Bluterkrankheit, die Farbenblindheit, die Nachtblindheit und einige andere.
Von höchster Wichtigkeit ist endlich das letzte und schwierigste Problem der Erblichkeitsforschung, die Uebertra- gung der geistigen Eigenschaften, ihrer hervorragenden Ausbildung, Leim Talent und Genie, und ihrer Störungen, der Nerven- und Geisteskrankheiten. Für einzelne einfache
unbekannten Gläubiger der im Grundbuch von Hanau Artikel Nr. 441 in Abtlg. III unter Nr. 1 auf den Namen der verstorbenen
1. des Schuhmachers Franz Hetzel und
2. dessen Ehefrau Juliane Hetzel geborene Eisenhut aus Hanau eingetragenen Hypothek in Höhe von 1457,14 Mark mit ihrem Rechte aus dieser Hypothek auszuschließen.
Die unbekannten Gläubiger werden aufgefordert, ihre Rechte aus dieser Hypothek spätestens in dem am
26. Februar 1914, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 13, anstehenden Termine anzumelden, widrigenfalls sie mit ihrem Rechte ausgeschlossen werden.
Hanau den 17. Oktober 1913. 25783
Königliches Amtsgericht 2.
SktrtrnlenlaSe für iei Sanitreis Nean Bekanntmachung.
Es wird hiermit bekannt gemacht, daß auf die Bekanntmachung vom 4. Oktober 1913 hin, aus jedem Bezirk und von jeder Gruppe nur je ein Wahlvorschlag eingegangen ist. Die angesetzten Wahlen sind daher nach § 10 der Wahlordnung nicht erforderlich und die Vorgeschlagenen somit gewählt. •
Die Gültigkeit der Wahl kann innerhalb eines Monats angefochten werden.
Anfechtungen sind bei uns oder beim Versicherungsamt anzubringen; das Versicherungsamt entscheidet über die Anfechtungen.
Hanau den 27. Oktober 1913. v
Der Vorstand.
Koggen, Mr, M Mb Stroh kauft zu den jeweiligen Tagespreisen 24261
Proviantamt Hanau.
Dienftnachrrchten.
Unter dem Schweinebestande des Landwirts Johannes Ludwig in Marköbel ist die Schweineseuche ausgebrochen. Die erforderlichen Schutzmaßregeln sind angeordnet.
Hanau den 27. Oktober 1913. V. 7234
Gefunden: 1 Handschuh auf dem Meldeamt; abzuholen auf dem Geschäftszimmer der Armenverwaltung. Hanau den 25. Oktober 1913.
Fälle ist das Problem etwas gefördert worden, besonders für eine seltene Form der Epilepsie.
Die Ergebnisse der menschlichen Erblichkeitslehre greifen in alle menschlechen Verhältnisse tief hinein: in die des Einzelnen, wie der Gesamtheit. Die Fragen der Verwandt- schaftsehe, die Rassenmischung, die Identifizierung der Verbrecher, die Ausmerzung unbrauchbarer Familienstämme gehören hierher. Sie bedeuten für die Zukunft einer Nation und des menschlichen Geschlechts wichtige Probleme. Nach dem gesunden Grundsätze: „Vorbeugen ist besser als heilen baut ein neuer Zweig der Gesundheitslehre seine Forderungen und Lehrsätze auf der Verwertung der Ergeb- nisse moderner Vererbungsforschung auf. Ihre feste Begründung ist die Tatsache, daß viel wichtiger als die Bedingungen der Umwelt die Lebensstruktur, die Erbkonstitution des Einzelnen, der Sippe, der Nation ist.
Auch abgesehen von solchen praktischen Erwägungen erzwingt sich die menschliche Erblichkeitsforschung durch eine Beachtung: Sie bietet die Mittel und Wege, in die Probleme des „Erkenne Dich selbst tiefer einzudringen, wenn sich das Ziel auch mit dem Fortschritt der Wissenschaft in immer weitere Fernen entrückt.
Albumblätter.
Willst du glücklich sein im Leben, Trage bei zu andrer Glück, Denn die Freude, die wir geben, Kehrt ins eigne Herz zurück. Marie Kalin.
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Die Fieude am Kleinen ist die schwerste Freude, denn es gehört ein großes, ein göllüches Herz dazu.
Plag dich, ringe, sorge, sinn Ohne Gott ist kein Gewinn.
Fleiß und Ausdauer sind d'c Geburtshelfer des Erfolgs