EinrückungsgeLZHe:
Vie Kgespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Psg. im Reklameteil die Zeile 50 Psg.
Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.
Organ für Stadt- und Landkreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 236
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Ferttsprechanschlittz Nr. 230.
Donnerstag den 9. Oktober
Bezugspreis:
Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich 60 Pfg., für Post- bezug vierteljährlich 2.10 Mk., monatlich 70 Pfg, Die einzelne Nummer kostet 5 Pfg.
Verantwort!. Redakteur: E. Schrecker in Hanau,
Fernfprechaufchlttf; Nr. 230. 1913
Amtliches.
Befreiung von der Angestelltenoerficherung.
Der Bundesrat hat auf Grund des § 14 Nr. 1, 2 des Versicherungsgesetzes für Angestellte und der §§ 1, 2 des Gesetzes vom 22. Juli 1913 über die Angestelltenversicherung der Privatlehrer (Reichs-Gesetzblatt S. 600) beschlossen:
Die §§ 9, 10 Nr. 1, 11 bis 13 des Versicherungsgesetzes für Angestellte gelten mit Wirkung vom 1. Januar 1913 ab für
1. Lehrer und Erzieher, die an nicht öffentlichen Schulen oder Anstalten beschäftigt sind oder privaten Einzelunterricht erteilen, soweit sie bei der Allgemeinen deutschen Pensionsanstalt für Lehrer und Lehrerinnen in Berlin (gegründet 1875) versichert und soweit ihnen auf Grund der Satzungen dieser Anstalt mindestens die im § 9 des Gesetzes bezeichneten Anwartschaften gewährleistet sind oder sie lediglich für ihren Beruf ausgebildet werden.
2. Personen, denen auf Grund früherer Beschäftigung als Lehrer oder Erzieher an nicht öffentlichen Schulen oder Anstalten oder als privaten Einzelunterricht erteilende Lehrer oder Erzieher von der Allgemeinen deutschen Pensionsanstalt für Lehrer und Lehrerinnen in Berlin Ruhegeld, Wartegeld oder ähnliche Bezüge im Mindestbetrage nach den Sätzen der vom Bundesrate festgesetzten Gehaltsklasse (§ 9) bewilligt sind und daneben eine Anwartschaft auf Hinterbliebenenfürsorge (§ 9) gewährleistet ist.
Berlin den 18. August 1913.
Der, Reichskanzler
J. A.: Caspar.' a
Der Herr Minister der geistlichen und Unterrichts-Angelegenheiten hat durch Erlaß vom 21. August d. J. auf Grund des § 9, Absatz 3 A.-V.-G. allgemein anerkannt, daß, soweit eine ausreichende Versicherung in der dem Angestellten- Versicherungsgesetze entsprechenden Abt. 3 der Allgemeinen deutschen Pensionsanstalt in Berlin seitens der Lehrer und Erzieher abgeschlossen wird, die im § 9 des Gesetzes bezeichneten Anwartschaften gewährleistet und daher die Lehrer und Erzieher (Lehrerinnen und Erzieherinnen), die sich entsprechend versichert haben, von der gesetzlichen Versicherungspflicht zu befreien sind.
Ferner ist der Herr Minister mit den Herren Ministern für Handel und Gewerbe und für Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Verbindung getrteten, damit auch für die zu diesen Ressorts gehörigen privaten Schulen, Anstalten, Lehrer und Lehrerinnen eine gleiche Anerkennung ausgesprochen wird.
Gaffel den 12. September 1913. B. I. Nr. 4105 Königliche Regierung, Abteilung für Kirchen- u. Schulwesen.
v. E s ch w e g e.
soll auf der Kreisjungviehweide ein zur Zucht geeigneter
1 Jahr 8 Monate alter
Simmenthaler Bulle
— wiederholt prämiiert — meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden.
Hanau den 8. Oktober 1913. A. 4547
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
_____________________ J. V.: Karbe.
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«MiMMsil-KsWck des JoMnorW'.
Wie alljährlich, veranstaltet das b e st e n s b e k a n n t e Hock-Quartett, bestehend ans den Herren Konzertmeister Hermann Hock, Fritz Dippel, Gotthold Graf und Heinrich A p p u n n , auch in diesem Winter wieder einen Zyklus von 3 Kammermusik-Abenden. Wie wir ans dem uns vorliegenden Programme ersehen, ist die rührige Kammermusik-Vereinigung bemüht, den Konzertbesuchern wieder durch ihre künstlerisch anerkannten Darbietungen einige genußreiche Stunden zn bereiten. Der erste Kammermusik-Abend findet in diesem Winter erst am 24. November statt, da die Vereinigung durch anderweitige Ver- pstichtungen zu sehr in Anspruch genommen ist. Als mitwirkende Solisten sind in Aussicht genommen: Frl. Alice Baumgartner aus Z ü r i ch und Frl. Lenne aus Frankfurt, Gesang, und Herr Chr. G e r h. Eckel aus Frankfurt und Herr Georg Szell aus Wien, Klavier. Herr Georg Szell, der erst 16 Jahre alt ist, wird sich dem Hanauer Konzertpublikum nicht nur als phänomenaler Klaviervirtuose vorstellen, sondern er wird auch im Verein mit dem Hock-Quartett eine eigene Kom- posiUon, Klavierquintett E-dur, spielen. Alle Fachzeit- bringen erstaunliche Berichte über die außergewöhn- l'che Begabung des Herrn SM auf dem Gebiete der Kom- posHwn, so daß es wohl zu einem Ereignis gezählt werden rann, diesen jungen Komponisten in unserer Stadt persönlich ennen zu ernen. Wir möchten daher nicht versäumen, dem Konzertpubllkum die genußreichen und künstlerischen Dar- bietlliigen des Hock-Quartetts, das uns schon seit einerlangen Reihe von Zähren immer nur das Beste in der Kunst geboten hat, nochmals ganz besonders zu empfehlen, damit auch die große Muhe durch zahlreiche Unterstützung seitens unserer Einwohnerschaft belohnt werde. Ueber die einzelnen Abende werden wir noch näher berichten. Wie uns in i t geteilt w i r d , z i r k u l i e r t d i e L i st e z u in Ein - zeichnen erst Anfang Novembc'r.
Eandkreis Hanau.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten wird der Landweg Nr. 26 von Kilianstädten nach Oberdorfelden von Stat. 7,5 —9,0 für die Zeit vom 8. bis 16. d. Mts. für Fuhrwerke von mehr als 20 Ztr. Ladegewicht, sowie für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt.
Hanau den 7. Oktober 1913. V 6142.
Der Königliche Landrat.
J. A.: Sch eelh aase, Kreissekretär.
Der diesjährige Abtrieb der Fohlen und Rinder von der Kreisjungviehweide erfolgt
am Samstag den 11. Oktober 1913, vormittags 9 Uhr.
Die Besitzer werden ersucht, sich zur Empfangnahme ihrer Tiere rechtzeitig bei der Unterkunftshalle einzufinden und bei der Verwiegung anwesend zu fein; die Abfahrt der Tiere darf vor der Gewichtsfeststellung nicht erfolgen.
Die Weidegelder und die Versicherungsgebühren, deren Höhe den Viehbesitzern noch besonders mitgeteilt wird, werden an Ort und Stelle vor der Ueberlieferung der Tiere erhoben.
Hanau den 8. Oktober 1913. Ä. 4546
Der Vorsitzende des Kreisausschuffes.
J. V.: K a r b e.
Am Samstag den 11- Oktober d. I., vormittags 10 Uhr, soll auf der Kreisjungviehweide bei Langendiebach
ein zweijähriges Rind
zum Schlachten meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden. Das Tier ist wegen einer Kniegelenkentzündung zur Zucht ungeeignet.
Hanau den 8. Oktober 1913.
Der Vorsitzende des Kreisausschuffes.
J. V.: Karbe.
Bullen-Verkauf.
Am Samstag den 11. Oktober 1913, vormittags 10 Uhr,
MWM in Mo«.
Die spanische Fliege.
Daß heute noch bei flottem Spiel der humorvolle Unsinn auf der Bühne trefflich zu unterhalten versteht, bewies die ungetrübte Heiterkeit, welche „Die spanische Fliege" auch gelegentlich ihrer gestrigen zweiten Aufführung wieder anslöste. Groteske Situationen purzeln in dem tollen Schwank aber auch in so großer Zahl auf die Bühne und entfesseln stellenweise so kräftige Lachsalven, daß die Schauspieler oftmals für eine Minnie pausieren müssen, um das Gelächter erst wieder etwas zur Ruhe kommen zu lassen. Eine „Inhaltsangabe" über das Stück zu machen, ist bei der ver- zwicklen Sachlage nicht möglich, es ist auch gar nicht ratsam, viel darüber nachzugrübeln, inwiefern die vor 25 Jahren in der deutschen Provinzstadt gastierende spanische Tänzerin in den Kreis ihrer Verehrer vier arglose Bürger gezogen hat. Gespielt wurde mit gutem Humor, eine treffliche Karrikatur war Herr Karl W a n c z y ck i als Mostrichfabrikant Klinke, welcher ihm reichlich Gelegenheit bot, seinen trockenen Witz gilt an bcit Mann zu bringen, ohi^ zu übertreiben. Stürmische Heiterkeit entfesselte beim jedesmaligen Auftreten Herr Land, der den Assyriologen und Freiersmann „Heinrich" in Maske und Spiel so vortrefflich verkörperte, daß ihm der Hauptanteil an dem gespendeten Beifall zugeschoben werden muß. Alich Herr Walter Steinert verlieh dem Rechtsanwalt Dr. Fritz Gerlach eine flotte Eleganz, die das allerliebste kleine Fabrikantenlöchterchen „Paula" (Frl. Saling) wohl bestochen haben mag. Erwähnung verdienten ferner die Damen Hesse, welche als Frau Klinke ihre Rolle mit Verständnis und Würde durchtührte, und Tilly Clement, die als „Wally" gut gefiel. Die übrigen Mitwirkcnden, die gleichfalls durch schönes Spiel zu dem Erfolg des Abends beitrugen, mögen sich mit einem Gesamt- I lob begnügen.
Stadtkreis Hana«.
Am Dienstag den 21. Oktober d. Js., vormittags
11 Uhr, werden im Kreishaus, Hainstraße 10 hier
24 ausrangierte Tuchmäntel,
26 ausrangierte Tuchröcke und
5 ausrangierte Helme der Schutzmannschaft gegen bare Zahlung versteigert, wozu Kaufliebhaber ein. geladen werden.
Hanau den 3. Oktober 1913. P 11174
Königliche Polizeidirektion. "
- ' " I. A.: Karbe.
Bekanntmachung.
Am Donnerstag den 16. d. Mts., vormittags 9 Uhr, findet im unteren Saal des Neustädter Rathauses, Zimmer 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt. Hanau den 7. Oktober 1913. 23927
Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.
J. V.: Bartmuß.
Bekanntmachung.
Eine Anzahl beteiligter Handwerker hat bei mir bre Errichtung einer Zwangsinnung für alle diejenigen beantragt, welche im Stadt- und Landkreise Hannu das Schlaffer-, Schmiede- und Kupferschmiede-Handwerk als stehendes Gewerbe selbständig betreiben, gleichviel, ob dieselben der; Regel nach Gesellen oder Lehrlinge halten oder nicht.
Ich habe daher auf Grund der Bestimmung unter Ziffer 100 der Ausführungsanweisung zur ReichsgewerbeorL- nung den Herrn Bürgermeister Hild in Hanau zu meinem Kommissar bestellt zur Ermittelung, ob die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden im Bezirk der geplanten Zwangsinnung der Einführung des Beitrittszwangs zu- stimmt.
Caffel den 9. September 1913. A H. *G 1590
J. A.^v. Graevenitz.
Bekanntmachung.
Die Aeußerungen für oder gegen die Errichtung einer Zwangsinnung für das Schlaffer-, Schmiede- und Kupfer- schmiedehandwerk im Stadt- und Landkreise Hanau sind bei mir entweder schriftlich bis zum 23. Oktober d. Js. oder mündlich in der Zeit vom 17. Oktober er. bis 30. Oktober er., werktäglich in der Zeit von 10 bis 12^ Uhr vormittags, im Rathaus, Zimmer Nr. 42, abzugeben.
Ich fordere hierdurch alle Handwerker, welche im Stadt- und Landkreis Hanau das Schloffer-, Schmiede- und Kupferschmiedehandwerk selbständig betreiben, zur Abgabe ihrer Erklärung mit dem Bemerken auf, daß nur solche Erklärungen gültig sind, welche erkennen lassen, ab der Erklärende der Errichtung der Zwangsinnung zustimmt oder nicht, und daß nach Ablauf des obigen Zeitpunktes eingehende Erklärungen unberücksichtigt bleiben.
Es wird noch bemerkt, daß auch diejenigen ihre Er- klärung abzugeben haben, welche den Antrag auf Errichtung der Zwangsinnung unterschrieben haben.
Hanau den 4. Oktober 1913. 24003
Der Kommissar.
Hild, Bürgermeister.
Aufgebot.
Der Kettenmacher Johann, Friedrich Philipp genannt Ferdinand Lotz aus Hanau hat beantragt, im Wege des Aufgebotsverfahrens die unbekannten Gläubiger der im Grundbuch von Hanau Artikel 1516 in Abteilung III unter Nr. 2 auf den Namen des verstorbenen Bijouteriefabrikan- ten Ferdinand Weisborn aus Hanau eingetragenen Hypothek in Höhe von 4800 Mark Darlehn, verzinslich zu 5 %, mit ihrem Rechte aus dieser Hypothek auszuschließen.
Die unbekannten Gläubiger werden aufgefordert, ihre Rechte aus dieser Hypothek spätestens in dem am 5, Februar 1914, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 13, anstehenden Termin anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Rechten ausgeschlossen werden. Hanau den 1. Oktober 1913. 23959
Königliches Amtsgericht 2.
Handelsregister.
Firma: , . ,
Framag, Frankfurter Maschinenfabrik, Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Sitz Frankfurt a. M., Zweigniederlassung Großauheim.
Der Geschäftsführer, Diplom-Ingenieur Breuckmann zu Köln-Kalk, heißt nicht Conrad sondern Bernard mit Vor. namen.
Eintrag des Königlichen Amtsgerichts 6 in Hanau
vom 17. September 1913. 23931