Elite 4
*^^M—E—1— â- ———----- - ■ ■ - - - - Tffi —
pt. Langendiebach, 15. Septbr. ( Schnlfest.) Das gestern vom Lehrerkollegium veranstaltete Schulfest verlief «t schönster Weise. Wenn auch das Wetter am Vormittag nicht gerade sehr günstig zu werden versprach, so verschwanden pegen Mittag allmählich die grauen Wolken und die Sonne spendete ihre wärmenden Strahlen zur Freude für jung und alt. Die festlich gekleideten Kinder, welche buntverzierte Lampions trugen, zogen unter Vorantritt der Musikkapelle im Zuge vom Schulhofe nach dem schön gelegenen Festplatz ibei den vier Linden. Hier angekommen gelaugten alle mögliche Spiele und Wettspiele zur Aufführung, die dem zahl- rreich erschienenen Publikum angenehme Abwechselung boten. Außer den hübschen praktischen Preisen erhielten sämtliche Schulkinder Würstchen mit Brötchen, die selbstverständlich nach den gemachten Anstrengungen ganz besonders mundeten. Eine Abteilung der Hanauer Stadtkapelle trug durch ihre wirkungsvolle Musikstücke noch zur Erhöhung der Festesfreude wesentlich bei. Nach Eintritt der Dunkelheit bewegte sich der stattliche Zug der Kinder mit den hellerlenchteten Lampions unter den Klängen der Musikkapelle und des Schüler-Trommlerkorps nach dem Schulhofe, wo sich der Zug auflöste. Jedenfalls ist es den Kindern zu gönnen, -daß ihnen nach monatlicher, angestrengter Tätigkeit in der Schule, durch eine solche Veranstaltung eine bcfonbre Freude bereitet wird. Dem Herrn Rektor und dem Lehrer- 'kollegium gebührt für ihre Mühewaltung auch an dieser Stelle inniger Dank.
§ Bischofsheim, 15. Sept. (Widerstand). Als am 15. März d. Js. zwei junge Burschen, der Porte- feuiller Joh. Sch. und der Hutmacher Joh. Se. sich mit einem Hunde auf bestellten Grundstücken der Gemarkung Bischofsheim bewegten, wurden sie von dem Gemeinde- Feldschützen Vogel angetroffen und aufgefordert, ihre Personalien anzugeben. Da die jungen Leute der Aufforderung des Feldschützen nicht nachkamen, wollte sie dieser auf das Bürgermeisteramt mitnehmen. Sie weigerten sich aber mitzugehen und leisteten dem sie am Arme fassenden Feldschützen Widerstand, indem sie sich loszureißen versuchten. Sie besannen sich jedoch bald eines besseren und gingen mit dem Feldschützen, bis dieser zu Leuten stieß, welche die beiden kannten, worauf er sie nach Feststellung ihrer Namen laufen ließ. Die Strafkammer in Hanau verurteilte heute jeden der Burschen wegen Vergehens gegen § 113 des Strafgesetzbuches zu 1 Woche Gefängnis. Das Gericht stellte sich auf den Standpunkt, daß die Feldschutzbeamten energisch in der schweren Ausübung ihres Amtes unterstützt werden müßten. Der Vertreter der Anklage hatte gegen jeden der Angeklagten 6 Wochen Gefängnis beantragt.
$M Illi MM.
Wir erhalten folgende Zuschrift:
Ich setze den Fall, die Reichspostverwaltung käme und erklärte der Stadt Hanau:
Verehrte Hanauer, das Postamt in Kesselstadt kassieren wir, das Hauptpostamt jedoch, am Kanaltorplatz, verlegen wir' nach Großauheim.
Ich habe in Vorstehendem nur einen Fall angenommen, im übrigen würde ihn jeder für einen Scherz halten. Kein Scherz, sondern ernste Tatsache mit noch viel schlimmeren wirtschaftlichen Schädigungen ist folgendes:
Hanau soll seine zwei wichtigsten Güterbahnhöfe verlieren, den Westbahnhof und die Gleisanlagen an der sogen. Wiener Spitze. Dieser Verlust wird um so herber, als der künftige Güterbahnhof HanaU-Ost noch entfernter von der Stadt liegen soll, als bisher, nämlich draußen auf dem ßogen. Mississippigelände.
Es braucht wohl nicht näher dargelegt zu werden, welche kostspielige Umwälzung der Einwohnerschaft damit bevor- ssteht. Neben Hanau-Nord, das mit seinen gänzlich unzureichenden Einrichtungen für einen nennenswerten Güterverkehr gar nicht in Frage kommt, bliebe uns nur ein einziger Güterbahnhof, und der wäre mehr in Großauheim als in Hanau. Die Fuhrlöhne für eine derartige Entfernung ,— man denke an den Weg von Kesselstadt nach dem sogen. Mississippigelände —, die Arbeitslöhne für die Begleitarbeiter, die Zeitverluste für Hilfsarbeiter, die zur Vornahme besonderer Verladungen, sei es für Ankünfte, sei es für Versendungen, extra hinausgesandt werden müßen, die Einstellung neuer Fuhrwerke und weiterer Arbeiter zur Ausgleichung der Zeitverluste bei den Verladungen und bei der An- und Abfuhr, würden eine nette Verteuerung Hervorrufen. Alle Lebensmittel werden davon betroffen; man denke nur daran, daß das Schlachtvieh nicht mehr wie bisher vom Westbahnhofe nach dem benachbarten Schlachthofe getrieben werden kann, sondern vom Mississippigelände nach dem Kanaltorplatz transportiert werden muß. In ähnlichen Verhältnißen wird die Zu- und Abfuhr der kleinen Güter, Kolonialwaren usw. verteuert, doch dies sind noch Kleinigkeiten gegen die Verteuerung der Maßen- güter, gegen Fuhr- und Arbeitslöhne für Kohlen, Holz, Baumaterialien, Steine, Eisen usw.
Man wende hier nicht ein, daß mit der Fertigstellung des Hanauer Hafens zu viel Maßengut nach den Gleisanlagen des Hafens abwandern wird.
Es darf nicht vergeßen werden, daß selbst von Brennmaterialien eine ganze Reihe ohnehin dem Bahnbezuge vorbehalten bleibt. Vor allen Dingen die hochwertigen Sorten wie z. V. Anthrazitnüsse und Anthrazitbriketts, sowie manche Kokssorten. Ferner sind insbesondere die wichtigen Braunkohlenbriketts, sowie sämtliche Saarkohlen, die teils von der Industrie, teils von den Backereien gebraucht werden vom Wasserbezuge so gut wie ausgeschloßen
So ziemlich jedes Gewerbe wird durch den Wegfall unserer beiden wichtigsten Güterbahnhöfe leiden, Metzger, Bäcker, Kolonialwarenhändler, Kohlenhändler und neben feen Kohlenhändlern die sämtlichen Kohlenkassen oer 'Uber-
®iwfU tervereinigungen, die bisher ebenfalls gewohnt waren, mit einem Minimum an Arbeits- und Fuhrlöhnen auf der Wiener Spitze oder dem Westbahnhofe auszuladen.
Da mit dem Güterbahnhöfe Hanau-West auch der Zollhof fallen soll, bieten sich auch auf dem Gebiete der Verzollung böse Aussichten, um so böser, als hier neben großen Gegenständen auch vielfach Kleinigkeiten, wie einzelne Paketchen usw., in Frage kommen.
Eine engere Gruppe von Jntereßenten hat sich bereits bemüht, wenigstens die Geleisanlagen an der Wiener Spitze zu erhalten, nachdem das Schicksal des Güterbahnhofes Hanau-West unwiderruflich besiegelt ist. Diese Gruppe von Interessenten hat sich für ihre Verladungen sogar zu besonderen Opfern bereit erklärt. Der Weg ist angängig, aber nicht empfehlenswert. Ein Güterbahnhof soll der Allgemeinheit dienen und die Allgeminheit hat das stärkste Interesse an dem Güterbahnhofe Wiener Spitze, an seiner Beibehaltung nicht nur, sondern an seiner Vergrößerung, an der Anlegung einer Güterabfertigung und an Verladungs- einrichtungen für Stückgüter. Dafür können der Lokomotivschuppen und das langgestreckte Gebäude des alten Bebraer Bahnhofes niedergelegt werden. An eine Güterabfertigung für kleine Güter im zukünftigen Hanauer Hafen ist nicht zu denken, so etwas gibt es in der Mehrzahl der übrigen Hafenanlagen auch nicht.
Die Stadtverwaltung ist verpflichtet, mit allen Mitteln und bei allen Instanzen für den Ausbau der Wiener Spitze zu kämpfen, nachdem der Westbahnof doch nicht mehr zu retten ist.
Vereins- und Bergnimunas-Nachrlchten. für Dienstag den 16. September.
Turngemeinde: Abends von 8'/-—10'/2 Uhr: Turnen der Jugendabt.
Turn- u. Fechtklub: Von 6—7 Uhr, Turnen der Knabenabteilung, von halb 9 bis 10 Uhr, Turnen der Jugendabteilung.
Turnverein Hanau: Turnstunde.
Turnverein .Kesselstadt: Abends von 9—10 Uhr, Turnen der Jugend- abteilung.
Erster Athleten-Verein: Uebunasstunde int Vereiuslokale.
Rad-Rennklub: Zusammenkunft im Restmrrairt „Sandhof".
Humoristischer Musikverein „Germania": Von 9—11 Uhr, Uebungs- stunde im Restaurant „Sandhof".
Gesangverein „Melomania": Singstunde in der „Karthaune".
Famillen-Marken-Konsumverein „Einigkeit": Abends von 8—10 Uhr, Markenausgabe für Kontrahenten (Vereinshaus „Concordia"').
Verein für Handlungs - Kommis von 1858: Vereinsabend im Hotel „zur Post".
Hanauer Stadtkapelle: Probe im Saale der „Schwedischen Krone".
Stenographen-Verein Gabelsberg er (Lokal: „Concordia", Eingang Paradeplatz, 1 Treppe hoch), abends von 8—9 Uhr, Anfängerkursus (Zimmer 1 und 2); von 9—10 Uhr, 1. Fortbildungskursus, 60 Silben (Zimmer 1), Rednerschristkursus, 100 Silben (Zimmer 2).
Stenographen - Gesellschaft Gabelsberger (Vereinslokal: „Hotel zum RiesenM abends von 8—9 Uhr, Anfängerkursus (Zimmer Nr. 2 und 3); von 9—10 Uhr, Ucbungsstubde für Abteilung 120—140 Silben (Zimmer Nr. 1), sowie 80—100 Silben (Zimmer Nr. 3).
Musikverein „Eintracht": Abends '/.9 Uhr: Streichprobe im Gasthaus „zum Elefanten".
Zither-Quartett Hanau, gegr. 1912: Probe im „Elefanten".
Hanauer Sport - Anzeiger.
Herbst-Tennis-Turnier Hanau a. M. 1913.
Leider mußten gestern, infolge des ungünstigen Wetters, sämtliche angesetzten Spiele ausfallen. Erlaubt es die Beschaffenheit der Plätze einigermaßen, so wird heute weitergespielt. Die noch teilnahmeberechtigten Spieler haben nunmehr ständig zur Verfügung der Turnierleitung zu sein, bezw. sich bei derselben rechtzeitig zu informieren, ob gespielt wird oder nicht, andernfalls sie gestrichen werden. Die auf Mittwoch angesetzle Schlußfestlichkeit ist auf Samstag verschoben worden. Das Nähere wird noch bekannt gegeben.
Die T u r n i e r l e i t u n g.
Futzvallsport.
Sportverein Wiesbaden — Viktoria 94 Hanau. (Ligaspiel.)
Nachdem am vergangenen Sonntag die Saison bereits begonnen, empfängt die Hanauer Viktoria auf ihrem Platze am kommenden Sonntag den 21. d. Mts. die Ligaeis ues spielstarken Wiesbadener Sportvereins. Wie man uns hierzu mitteilt, wird Wiesbadens „Elf" zum ersten Mal seit geraumer Zeit wieder komplett antreten, wohl ein Zeichen dafür, wie" hoch man das spielerische Können der Hanauer Viktoria trotzalledem einschätzt. Wenn auch die letzten Resultate des Wiesbadener Sportvereins gerade keine glänzenden ivaren, so ist dies wohl nur bem Umstände zu- zuschreiben, daß diese Mannschaft stets gezwungen roar,jmt reichlichem Ersatz anzutreten. Jetzt jedoch, wo die ^agd nach den so kostbaren Punkten einsetzt, sind alle Mann zur Stelle. Selbst der allbekannte und beliebte Spielinbrer Dr. Lenhardt ist eigens wieder herbeigeeilt um für Wiesbadens Farbeii zu streiten, eventuell seine Manuschas zum Siege zil führen. Aber auch die Hanauer Viktoria wird geivlß dieseii Gegner richtig einzuschätzcii verstehen uiw die nötigen Vorbereitungen für den fom nienben Sonntag treffen, um nicht ein zweitesmal überrumpelt zu werde». Die ^ii^ei- lage von 1 : 5 des verflossenen Jahres durfte beim doch noch allzulebhaft in Erinnerung sein. Wenn man nun
Ergebnis des vergangenen Sonntags einer oberflächlichen Betrachtung unterzieht, so hätten eigentlich die Angauger d^ „94er" allen Grund, dem Treffen dieser Gegner mit einiger Besorgnis entgegenzusehen. Dem ist iudH ^ ; denn nur bem rücksichtslosen Draufgängertum der Frankfurter Sportverein!?:, wußten die Viktorianer, trotz aufopfernden Spieles, weichen. Ihre geradezu mustergültig faire Spielweise hat den „94ern den Sieg gekostet, aber auch eine heilsame Lehre für künftige Spiele gegeben. Die Hanauer Viktoria wird am Sonntag alles daran setzen, um ein möglichst ehrenvolles Resultat herauszubringeu. Für alle Sportssreunde kann es deshalb
<6* September
—..........- ——-----:------——r
Brodt'scher Mannergesangverein: Abends 9 Uhr: Singstunde in dr Brauerei Orschler.
Gesangverein „Eintracht": Singstunde. •
Kathol. Kaufmännischer Verein: Zusammenkunft im Rest. Mohr.
1. Theatralische Verbindung: Probe im „goldncn Schwan".
Verein Freundschaft: Vereinsabend im „Neubau".
Kegelgesellschaft „Alle Neun": Zur „Mainlust"-Kesselstadt. Dramatischer Verein „Schiller": Leseprobe im „großen Kurfürsten". Verein der Bauern: Vereinsabend im Gasthaus „zur großen Krone". Gewerbe- u. Handwerker-Verein: Dereinsabend in der „Centralhalle". Naturbeilverein „Baunscheidt": Versammlung im „Deutschen Hauè". Verein Hanauer Aquarien- und Terrarienfreunde : Mitgliederversammlung und Literaturbesprechung in der „Karthaune".
Ocsfcntlilher Wetterdienst.
Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt a. M. vorattsflthtliche Witterung für Die Zeit von» Abend des 16. September bis zum iiMfien Abend.
Erneut Trübung, zeitweise Regenfälle, unveränderte Temperatur, südwestliche Winde.
Aus Nah unD Fern.
Gelnhausen, 14. Sept. Eine junge Frankfurter Dame, die Telephonistin Julie Pfeiffer, die sich zu Besuch in Lohrhaupten, Kreis Gelnhausen, aufhielt, wollte gestern mit ihrem Rad von da nach Bieber fahren. Unterwegs stürzte sie so unglücklich, daß sie mit schweren Verletzungen bewußtlos liegen blieb. Zwei Radfahrer fanden die Bewußtlose und ver« anlaßten ihre Ueberführung nach dem Krankenhaus in Bieber.
Weinheim a. d. B„ 16. Sept. Die 23 Jahre alte Eva Bechtold, die Tochter eines hiesigen Landwirtes, ließ sich gestern, am Tage vor ihrer Hochzeit, von einem Eisenbahnzug überfahren. Vor der Tat hatte sie sich bei einem Gärtner einen Kranz für sich bestellt.
W. Cronberg, 15. Septbr. Prinz Adalbert von Preußen ist heute abend von hier nach Kiel abgereist.
W. Cronberg, 15. Septbr. Der König von Griechenland hat die auf heute abend festgesetzte Reise nach England nochmals verschoben.
Eschwege, 15. Septbr. In gemeinschaftlicher Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten wurde vormittags 10 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaale die Wahl des neuen Bürgermeisters vollzogen. Es entfielen auf Dr. Kühn- Oberschöneweide 18 Stimmen, Beigeordneten Friedrich Wagner-Neunkirchen (ein Hanauer. D. Red.) 15 Stimmen. Da die absolute Stimmenmehrheit 17 betrug, so ist Dr. Kühn als Bürgermeister der Stadt gewählt. Das Gehalt ist auf 6000 Mark, steigend von drei zu drei Jahren bis 9000 Mark, festgesetzt worden.
Fulda, 14 Septbr. Von einem wütenden Bullen würd» der Landwirt Marschall in Kaltennordheim gegen eine Wand gedrückt und getötet.
Bettenhausen, 13. Septbr. Billige Zwetschen gab es bei der gestrigen Obstversteigerung. Für 600 Zentner wurden nur 120 Mark gelöst.
am kommenden Sonntag nur ein Ziel geben, nämlich der Sportplatz der Hanauer Viktoria an der Freigerichtstraße.
Hanau 93 — Sportklub Bürgel 8 : 1 (3 : 0).
Das am vergangenen Sonntag auf dem Sportplatz „Schöne Aussicht" ausgetragene erste Ligaspiel zwischen den obengenannten Vereinen endete mit dem Resultat von 8 : 1 zu Gunsten von Hanau 93. Mit dem Spielbeginn konnte man sich überzeugen, daß die Bürgeler Elf an Körpergröße den Hanauern bedeutend überlegen war. Man war um die kleineren Hanauer Spieler anfangs besorgt, gab dies aber bald auf, als ein flottes und giitcs Kombinationsspiel den Gegner oft matt setzte und sich so immer mehr Vorteile für die Hanauer Mannschaft bildeten. Bürgel ging mit viel Schneid in den Kampf; allzuviel „Schneidigkei't" wußte der Unparteiische Herr Späth-Mannheim im rechten Moment zu strafen. Zu Anfang auf beiden Seiten etwas aufgeregtes Spiel, bei dem hanpisnchlich vor dem Tore der Gäste einige Torchancen ausgelassen wurden. Oft wurde auch zu viel kombiniert und das Schießen vergessen oder vernachlässigt. Der Hanauer Sturm mit der sehr guten Läuferreihe brachte das Tor der Bürgeler in immer größere Gefahr; vorerst wußte der gute Torwächter, der in Berlin sich als Torwächter einen Namen gemacht halte, alle Momente zu seinen Gunsten zu entscheiden. Bei einem Angriff von rechts konnte der linke Verteidiger nicht retten und knapp am Pfosten vorbei landet der erste Ball im Netz. Bürgel antwortet mit ver- fchärftem Tempo und geht hauptsächlich am linken Flügel oft ganz beängstigend vor, trifft aber hier auf die besten Hanauer Läufer, die gut retten und den eigenen Stürmern gut vorlegen. Bis zur Halbzeit errang Hanau 93 noch zwei Tore, die durch schöne Kombination unhaltbar eingeschoffen werden sonnten. Nach dem Wechseln war das Spiel schärfer, der Hanauer Angriff wurde dem Gegner immer gefährlicher. Bürgel schien von der ersten Hälsie schon zieinlich mitge- ' nommen und so versuchten einige Spieler mit scharfem Spiel ihren Vorteil, fanden jedoch in dem Schiedsrichter einen strengen Richter. Nach mehrmaliger Verwarnung mußte ein Bürgeler Spieler das Spielfeld verlassen. Im weiteren Verlauf des Spieles erwies sich die Hanauer Elf in Bezug auf Kombination und Technik als die bessere und wurden bis zum Spielschluß noch 5 Tore erzielt, von denen einige das Endziel einer guten Kombination, zwei das Verdienst guter Einzelleistungen waren. Das Spiel war stark besucht und dürfte ein jeder auf seine Kosten gesäumten sein. Der Beifall bei den einzelnen Erfolgen bewies, daß das Publikum regen Anteil an dem Spiel selbst nahm. — Am nächsten Sonntag hat Hanau 93 gegen Germania Bieber in Bieber anzutreten.