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^ Geverat-Anzeiger

ElnrSckungsgebShr:

®W Sg-spatte« Petitzelle oder deren Raum 10 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

Zeiger

Amilichtg Organ fut Stadt- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Bezugspreis;

Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich SvPfg^ M Pop- bezug vierteljährlich 140 ML, monatlich 70 Pf- Dis einzelne Nummer kostet 5 Pfg.

Verantwort!. Redakteur: 6. Schrecker in Hanau.

Nr. 175

Aeritsprechanschlufj Nr. 230

Mittwoch den 30. Juli

Fernsprechanschltttz Nr. 230

1913

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Amtliches.

Nach amtlichen Nachrichten ist sowohl unter den bul­garischen als auch unter den griechischen Truppen in der Gegend von Saloniki die Cholera ausgebrochen. Zeitungs­nachrichten melden das Auftreten der Cholera auch in anderen Teilen der Balkanhalbinsel.

Die Polizeibehörden des Bezirks werden deshalb ange­wiesen, die aus den Balkanländern einschließlich Rumänien jureisenden Personen bis auf weiteres gemäß 8 8 der An­weisung des Bundesrats zur Bekämpfung der Eholera vom fA I? 6458/13 )°4 ^^ Beobachtung ju unterwerfen.

Cassel, am 23. Juli 1913.

Der Regierungspräsident.

Graf von Bernstorff.

Eandhreis Ranau.

Einstellung von Freiwilligen bei der Kaiserlichen Marine.

Die 2. Abteilung II. Torpedodivision in Wilhelmshaven stellt am 1. April und 1. Oktober eines jeden Jahres Jäh­rig-Freiwillige als Torpedomaschinistenanwärter ein und zwar:

Maschinisten und Maschinistenassistenten von Dampfern und in Betrieb befindlichen Dampfmaschinen, sowie junge Leute, die eine 3jährige Lehr- oder Arbeitszeit als Maschi­nenbauer, Schlosser, Kupferschmied, Elektrotechniker, Mecha­niker, Klempner, Kesselschmied oder in ähnlichen Hand­werken nachweisen. Von dieser Zeit darf ein Jahr als Maschinist oder Gehilfe zugebracht sein.

Bewerber wolkèn sich umgehend unter Vorlegung eines Dom Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission des Aus- Hebungsbezirks ausgestellten Meldescheins, zum freiwilligen Dienst auf 4 Jahre lautend, eines selbstverfaßten und selbst­geschriebenen Lebenslaufes und sämtlicher Schul- und Ar- beitszeugnisse evtl. Seefahrtspapiere an das oben genannte Kommando wenden.

Zur Erlangung des Meldescheins sind dem Zivilvor- sitzenden der Geburtsschein, die väterliche Einwilligung für eine 4jährige Dienstzeit und ein polizeiliches Führungs­zeugnis vorzulegen.

Bemerkung: Die Aufnahmeprüfung zum Maschinisten­anwärter umfaßt:

1. Jm Deutschen: Einige Fertigkeit im mündlichen und schriftlichen Wiedergeben der Gedanken;

2. im Rechnen: die Grundrechnungsarten mit gewöhn­lichen und Dezimalbrüchen;

3. im Zeichnen: einige Kenntnisse im Anfertigen von Skizzen einfacher Maschinenteile. ;

Das 4. Dienstjahr gilt als Kapitulationsjahr und ist bestimmungsgemäß für den Besuch einer 6monatigen un­entgeltlichen Maschinistenmaaten - Schule (Unteroffizier­schule). Die mit Erfolg abgelegte Prüfung und die er­wiesene Brauchbarkeit zum ToiWdo-Maschinisten-Maat be­rechtigt zum Besitz des Seedampfschiffsmaschinisten-Patentes 3. Klasse.

Es wird noch darauf hingewiesen, daß auch solche junge Handwerker eingestellt werden können, die ihre Lehrzeit erst zum oben genannten Einstellungstermin beenden ynb dann mindestens 17 Jahre alt sind.

Prospekte werden auf Wunsch kostenlos zugesandt. Hanau den 24. Juli 1913. M. 1309

Der Königl. Landrat.

I. A.: Karbe.

Entwertung der Invalidenversicherungs-Beitragsmarken.

Sämtliche für die Invaliden- und Hinterbliebenenver­sicherung verwendeten Marken müssen alsbald nach dem Einkleben entwertet werden. Beim Entwerten dürfen die Marken nicht unkenntlich gemacht werden; insbesondere müssen der Geldwert, die Lohnklasse und der Name der Ver­sicherungsanstalt ersichtlich bleiben.

Das Entwerten der Marken hat in der Weise zu er- folgen, daß mit Tinte oder einem ähnlich festhaltenden Farbstoff auf jeder einzelnen Marke handschriftlich oder durch Stempel der betreffende Kalendertag lediglich in Zahlen deutlich bezeichnet wird, z. V.27. 4. 13", nicht etwa 27. April 1913" oder garEntwertet am 27. April 1913" oder dergleichen.

l'lach § 1431 Satz 2 der Reichsversicherungsordnung soll als Tag der Entwertung der letzte Tag desjenigen Zeit­raums angegeben werden, für den die Marke gilt. Da die Veitragswoche nach § 1387 Abs. 2 a. a. O. mit dem Montag beginnt, so ailt iede einzelne Beitragsmarke, sei es nun

eine Einwochen-, eine Zweiwochen- oder eine Dreizehn­wochenmarke, immer bis zu einem Sonntag, auch wenn bei dem die Marke einklebenden Arbeitgeber eine Beschäftigung am Sonntag nicht stattfindet oder die Beschäftigung sogar während der Woche aufhört (§§ 1426, 1428 a. a. O.). So­mit ist durchweg der Sonntag als Tag der Entwertung ein­zutragen, auch wenn die Markenverwendung oder die Ein­tragung schon an einem früheren oder erst an einem späte­ren Tage stattfindet. ,

Ständige und unständige Arbeiter sind inbezug auf das Entwerten der Marken gleichmäßig zu behandeln.

Nur auf den Zusatzmarken, die für die freiwillige Zu­satzversicherung zu verwenden sind, soll als Tag der Ent­wertung der Tag vermerkt werden, an dem sie in die Quit­tungskarte eingeklebt werden.

Hanau den 25. Juli 1913.

V. A. 957

Königliches Versicherungsamt für den Landkreis Hanau.

Stadtkreis Ranau.

Bekanntmachung.

Nachdem der Plan betreffend die Abänderung der Flucht­linien für die Straße Nr. 52b und für die Kinzigstraße zwischen Hainstraße und Kinzig Kartenblätter SS und ZZ durch Beschluß vom 22. Juli 1913 förmlich festgestellt worden ist, wird er auf Grund des § 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 von nun an im städtischen Vennessungsamt, Rathaus Zimmer 2829, während der Geschäftsstunden zu jedermanns Einsicht offen gelegt.

Hanau den 25. Juli 1913.

Der Magistrat.

Steuererhebung.

Die Zahlungsfrist für die Steuern des 2. Viertel­jahres läuft mit dem 15. August d. J. ab. Siehe Rückseite des Steuerzettels.

Hanau den 28. Juni 1913. 17727

Städtische Steuerkaffe.

Einquartierung.

In den Monaten August und September d. I. sind hier- selbst größere Einquartierungen zu leisten. Es ergeht an alle diejenigen, welche bereit sind, Quartiere zu stellen, die Aufforderung, sich bis zum 9. L Mts., abends 6 Uhr, im Zimmer Nr. 36 des Rathauses, 2. Obergeschoß, zu melden.

An Vergütung für die Quartierleistung werden gezahlt: 0,75 Mk. pro Mann und Tag ohne Verpflegung, . 2,50 mit - n Fr Fr rr 4, für ein Offizier-Quartier mit Morgenkost. Hanau den 24. Juli 1913. 17517

Die Einquartierungs-Kommission.

Dr. G e b e s ch u s.

Ausschreiben.

Zur Unterbringung von mittellosen Obdachlosen suchen wir geeignete Räumlichkeiten. Angebote, die die Bezeichnung des Raumes, dessen Größe und die Bedingungen, unter wel­chen der Raum hergegeben wird, enthalten müssen, sofort erbeten. 17745

Hanau den 28. Juli 1913.

Der Magistrat.

Dr. Eebejchus.

Bekanntmachung.

Nach § 1431 Satz 2 der Reichsversicherungsordnung soll als Tag der Entwertung der letzte Tag desjenigen Zeitraums angegeben werden, für den die Marke gilt. Da die Veitragswoche nach § 1387 Absatz 3 a. a. O. mit dem Montag beginnt, so gilt jede einzelne Beitrags­marke, sei es eine Einwochen-, eine Zweiwochen- oder Dreizehnwochenmarke, immer bis zu einem Sonntag, auch wenn bei dem die Marke einklebenden Arbeitgeber eine Beschäftigung am Sonntag nicht stattsindet oder schon im Laufe der Woche aufhört.

Somit ist durchweg der Sonntag als Tag der Ent­wertung in Zukunft einzutragen, auch wenn die Marken­verwendung oder die Eintragung schon an einem früheren oder erst an einem späteren Tage stattfindet.

Ständige und unständige Arbeiter sind in Bezug auf . das Entwerten der Marken gleichmäßig zu behandeln.

Unsere Bekanntmachung vom 29. November 1912, wonach der Samstag als Entwertungstag einzutragen ist, ist somit hinfällig geworden.

Hanau den 15. Juli 1913.

Das Versicherungsamt.

J. V.: Bartmuß.

16899

Bekanntmachung.

Das Öffentliche Untersuchungsamt Hanau für die Kreise Hanau Stadt und Land, Gelnhausen und Schlüchtern (Leiter: Nahrungsmittel-, vereid. Gerichts- und Handels­chemiker Dr. Braunmüller) befindet sich Kanalplatz 3, Tele­phon 594.

Für die Arbeiten des Untersuchungsamts (Untersuchung von Nahrungsmitteln, chemisch-technische Untersuchungen jeder Art und physiologische Untersuchungen) ist ein von dem Herrn Regierungspräsidenten genehmigter Gebüb'"m- tarif aufgestellt, der im Untersuchungsamt eingesehen wer­den kann.

Hanau den 9. April 1913.

Der Magistrat.

Hild.

9405

MinH« 11116 »nimm EmnWM it.

Gefunden: 1 Portemonnaie mit 1.03 Mk., 1 Porte» mannaie mit 41 Pfg., 1 dreikantige Schlinke.

Verloren: 1 schwarzes Ledertäschchen mit Taschentuch.

Zugelaufen: 1 roter Dachshund m. Geschl.

Entlaufen: 1 grauer deutscher S^äferhund.

Hanau den 2g. $n»i 191z

PoMische Rundschau.

Der Kaiser auf der Nordlandsreise. Bei der I Frilhjofstatue fand am Montag vormittag eine Feier statt. : Kaiser Wilhelm verteilte persönlich Auszeichnungen an Pro­fessor Unger, Direktor Gerstiuger und an deutsche Offiziere, sowie Medaillen an diejenigen Marinemannschaften, die an der Aufstellung des Denkmals mitgearbeitet haben. Nach I der Verteilung der Auszeichnungen hielt der Kaiser eine An­sprache. Um das Denkmal herum waren 500 Marine­mannschaften aufgestellt. Die Kapelle der Hohenzollern kon- I zertierte unter Leitung des norwegischen Komponisten Ole Olsen. Das morgens anfänglich regnerische Wetter klärte sich auf, so daß der Kaiser nachmittags einen längeren Spaziergang unternehmen konnte. Am Dienstag herrschte klares Wetter.

Das Reichsamt des Innern veröffentlicht neue Be« I stimmungen über die Anlage neuer funkentelegraphischer I Stationen.

Die Bestimmungen des deutsch-französischen Ab» kommens über die Landung deutscher Luftfahrzeuge auf französischem Boden und französischer auf deutschem Boden, I das bereits am 15. August in Kraft treten soll, werden I amtlich befanntgegeben.

Der Alterspräsident des Reichstags, der Zentrums­abgeordnete Prälat Dr. Lender, ist gestern nachmittag im dreiundachtzigsten Lebensjahre gestorben.

Der französische Senat hat das Gesamtbudget ange­nommen und ferner einem Resolutionsentwurf zugestimmt, der sich für die Beratung über die Einkommensteuer in der nächsten Session ausspricht.

Die Engagements für die Fremdenlegion. De» Temps" veröffentlichte gestern interessante Einzelheiten über die Engagements für die Fremdenlegion in den letzten Jahren. Es geht daraus hervor, daß sich 1912 2282 Ausländer der Fremdenlegion verpflichtet haben, im Jahre 1911 dagegen I 2265 und im Jahre 1910 2118. Die Engagements im Jahre 1913 dürften pach der bisherigen Uebersicht noch zahl» reicher sein als die der letzten Jahre. DerTemps" erklärt, daß fast alle Ausländer in den Bureaus an der Ostgrenze Frankreichs sich antverben lassen, so im Jahre 1912 in Nancy 289, in Paris 246, in Mezieres 259 und in Belfort 235. Die Zahlen sprechen für sich. Es geht aus ihnen hervor, daß neun Zehntel aller Fremdenlegionäre Deutsche sind und daß die Werdebnreaus ihre Pforten schließen könnten, wenn die deutsche Jugend endlich hinreichend aufgeklärt würde.

Aus China.

Schanghai, 29. Juli. Die Chinesen machen gegen die Besetzung des Tschapi'e-Dfftrikts durch die fremden Mächte Schwierigkeiten. Das Marine-Freiwilligenkorps besetzte in­folgedessen den Bahnhof Nankings.