erstes Blatt.
Hanauer
EinrSckmrqsgebShr:
Die ögespaltene PetitzeUe oder deren Raum 20 Pfg. tm Reklameteil die Zeile 60 Pfg.
General-Anzeiger
Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des
Amtliches Organ für Stakt- and Landkreis Kanan
Bezugspreis:
Vierteljährlich 1.80 Ml., monatlich KSPfg., M Post, bezug vierteljährlich 2.10 Mk., monatlich 70 Pf- Die einzelne Nummer kostet 6 Pfg.
verein, ev. Waisenhauses in Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. Verantwort!. Redakteur: 6. Schrecker in Hanau.
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Die heutige Mnuuer umiaht mite Dem ilnterhaltungsbiall 14 Seiten.
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Amtliches.
Eandkreis Rana«.
Einstellung von Freiwilligen bei der Kaiserlichen Marine.
Die 2. Abteilung II. Torpedodivision in Wilhelmshaven stellt am 1. April und 1. Oktober eines jeden Jahres 4jäh- rig-Freiwilligè als Torpedomaschinistenanwärter ein und zwar:
Maschinisten und Maschinistenassistenten von Dampfern und in Betrieb befindlichen Dampfmaschinen, sowie junge Leute, die eine 3jährige Lehr- oder Arbeitszeit als Maschinenbauer, Schlosser, Kupferschmied, Elektrotechniker, Mechaniker, Klempner, Kesselschmied oder in ähnlichen Handwerken nachweisen. Von dieser Zeit darf ein Jahr als Maschinist oder Gehilfe zugebracht sein.
Bewerber wollen sich umgehend unter Vorlegung eines vom Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission des Aushebungsbezirks ausgestellten Meldescheins, zum freiwilligen Dienst auf 4 Jahre lautend, eines selbstverfaßten und selbstgeschriebenen Lebenslaufes und sämtlicher Schul- und Arbeitszeugnisse evtl. Seefahrtspapiere an das oben genannte Kommando wenden.
Zur Erlangung des Meldescheins sind dem Zivilvorsitzenden der Geburtsschein, die väterliche Einwilligung für eine 4jährige Dienstzeit und ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen.
Bemerkung: Die Aufnahmeprüfung zum Maschinistenanwärter umfaßt:
1. Im Deutschen: Einige Fertigkeit im mündlichen und schriftlichen Wiedergeben der Gedanken;
2. im Rechnen: die Grundrechnungsarten mit gewöhnlichen und Dezimalbrüchen;
3. im Zeichnen: einige Kenntnisse im Anfertigen von Skizzen einfacher Maschinenteile.
Das 4. Dienstjahr gilt als Kapitulationsjahr und ist bestimmungsgemäß für den Besuch einer 6monatigen unentgeltlichen Maschinistenmaaten - Schule (Unteroffizierschule). Die mit Erfolg abgelegte Prüfung und die erwiesene Brauchbarkeit zum Torpedo-Maschinisten-Maat berechtigt zum Besitz des Seedampfschiffsmaschinisten-Patentes 3. Klasie.
Es wird noch darauf hingewiesen, daß auch solche junge Handwerker eingestellt werden können, die ihre Lehrzeit erst zum oben genannten Einstellungstermin beenden und dann mindestens 17 Jahre alt find.
Prospekte werden auf Wunsch kostenlos zugesandt.
Hanau den 24. Juli 1913. M. 1309
Der Kontgl. Landrat.
J. A.: Karbe.
28. d. Mts. öffentlichen
P 8314
Stadtkreis Ranau.
Zwecks Ausführung von Pflasterarbeiten wird die Blachidrestraße zwischen Mühltorweg und Grüner Weg, sowie die Eberhardstraße von Montag den ab auf die Dauer von 3 Wochen für den Fuhrverkehr gesperrt.
Hanau den 25. Juli 1913.
Königliche Polizei-Direktion.
I. A.: Karbe.
Bekanntmachung.
Die Wohnung Vorstadt 29, bestehend in 1 Zimmer und Küche im Erdgeschoß, 2 Zimmern im ersten Obergeschoß und 3 Kammern im Dachgeschoß, nebst Keller, Hof und Garten, ist zum 1. September d. Js. zu vermieten.
Bewerber wollen ihre Angebote im Rathaus auf Zimmer 27 während der Dienststunden von 10 bis I2V2 Uhr vormittags abgegeben.
^nau den 24. Juli 1913. 17519
Der Magistrat.
J. A.: Ehrich.
Bekanntmachung. Einquartierung.
2" den Monaten August und September d. Js. sind hrerselbst aröße Einouartierunaen au leisten. Es eraebt
Samstag teil 26. Juli
an alle diejenigen, welche bereit sind, Quartiere zu stellen, die Aufforderung, sich bis zum 9. t. Mts., abends 6 Uhr, im Zimmer Nr. 36 des Rathauses, 2. Obergeschoß, zu melden.
An Vergütung für die Quartierleistung werden gezahlt:
0,75 Mk. pro Mann und Tag ohne Verpflegung, 2,50 ,, ,, ,, ,, ,, mit ,,
4,— „ für ein Offizier-Quartier mit Morgenkost.
Hanau den 24. Juli 1913. 17517
Die Einquartierungs-Kommission.
Dr. G e b e s ch u s.
Bekanntmachung.
Arbeitsuchende: 2 Fabrikarbeiterinnen, 5 Hausburschen, 1 Maschinenschlosser, 6 Taglöhner.
Gesucht werden: 1 Bauschlosser, 1 Dienstmädchen, 1 junger Schreiner, 1 junger Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Etuismacherlehrling, 1 Tapeziererlohrling.
Hanau den 26. Juli 1913. 17565
Städtische Arbeitsvermittelungsstelle.
Politische Rundschau.
Mp. Ein neues Marine-Leuchtgeschoß. Die Friedr. Krupp-A.-G. hat, wie uns mitgeteilt wird, ein neues Leuchtgeschoß konstruiert, das besonders auch in Marinekreisen viel Beachtung erfährt. Nach einer bestimmten, durch Zünder festzustellenden Flugdauer des Geschosses werden im absteigenden Ast der Flugbahn durch die Entzündung kleiner Pulverladungen mehrere in einer gemeinsamen Hülse steckende Feuerwerkskörper nacheinander ausgestoßen und zur Entzündung gebracht. An jedem dieser Feuerwerkskörper befindet sich ein kleiner Fallschirm, der unmittelbar nach dem Ausstößen durch den ßuftmiber|fanb selbsttätig geöffnet wird und den Leuchtkörper während des Abbrennens der Leuchtmasse langsam zu Boden gleiten läßt.
Mp. Abschaffung der Drilchanzüge. Die Drilchhose kann vom Soldaten wegen ihrer weithin sichtbaren Farbe nicht mehr zur Felduniform bei Felddienstübungen angelegt werden. Die Heeresverwaltung tritt daher jetzt der Frage näher, den Drilchanzug durch Anzüge aus einem anderen Stoff zu ersetzen, besten Farbe der Färbung der Felduniform sich nähert. Bei in kleinerem Umfange vorgenommenen Trageversuchen hat sich im Innendienst für diesen Zweck der jetzt als Futterstoff benutzte farbige Köper bewährt. Da aber vor einer endgültigen Einführung dieses Stoffes noch seine Haltbarkeit bei den Anforderungen des Außendienstes festgestellt werden muß, find bei allen Waffengattungen des Gardekorps umfangreiche Trageversuche mit den neuen Köperanzügen angeordnet.
Der Zentrumsabgeordnete Lender, der dem Reichstag seit dessen Bestehen angehört, ist laut der „Germania" sehr schwer erkrankt; an seinem Auskommen wird gezweifelt.
Gegen die Wahl des Sozialdemokraten Ewald im Kreise JLetrbog-Zauch-Velzig ist von Bürgern der Stadt Beelitz Protest erhoben worden. Der Protest richtet sich in erster Linie gegen die Wahlberechtigung der dortigen Heilstätten- patienten. Diese wird bestritten, weil die Heilstättenpatienten polizeilich gar nicht gemeldet und lediglich Logiergästen eines Hotels gleichgeachtet zu werden pflegen, so daß die Voraussetzungen für die Begründung eines Wohnsitzes, wie solcher auf Grund des Wahlgesetzes für die Ausübung der Wahl an dem betreffenden Orte gefordert werde, nicht gegeben gewesen wären. Durch die Aufnahme jener Patienten in die Wahllisten und die ihnen dadurch verliehene Wahlberechtigung sei für diese Wähler, so wird in dem Protest ausgeführt, ein Doppelwahlrecht geschaffen worden. Der Protest wendet sich ferner dagegen, daß bei der Kürze der Zeit nicht habe nachgeprüft werden können, ob die in die Liste aufzunehmenden Heilstättenpatienten die persönliche Wahlqualifikation besaßen. Der Protest glaubt eine erhebliche Verschiebung des Wahlresultats motivieren zu können, das zu ungunsten von Herrn v. Oertzen auch deshalb ausgefallen sei, weil zwischen der Bekanntmachung des Ergebnisses der Hauptwahl und dem Termin der engeren Wahl nur ein Zwischenraum von drei Tagen gelegen habe, so daß auf Urlaub befindliche Beamte usw. nicht mehr in der Lage gewesen wären, ihr Wahlrecht am Stichwahltage auszu» üben. Schließlich wird in dem Protest noch darauf hingewiesen, daß, obwohl die Stichwahl sich nur auf den beiden Kandidaten v. Oertzen und Ewald zu beschränken hatte, eine Reihe von Stimmen auch noch für den Kandidaten der J-ortschrittlicben Nolksvartei abgegeben worden seien. Auch
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dadurch sei das Wahlergebnis zugunsten der Sozialdemokratie beeinflußt worden. *
Die französische Kammer hat das Gesamtbudgrt angenommen.
PC. Schwerer Unfall an Bord eines Kriegsschiffes. Aus Nom, 26. Juli, wird gemeldet: Ein schwerer Unfall hat sich an Bord des Panzerkreuzers „Regina Margherita" ereignet, als sich dieses in der Bai von Scarpanto beafnd. Während einer Wendung des Schiffes riß die Ankerkette und traf den Fregattenkapitän Proli mitten auf die Brust, sodaß derselbe auf der Stelle getötet wurde. Ein Leutnant und drei Marosen wurden so schwer verletzt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt werden muß.
PC. Neue Erkältung des Papstes. Der Papst hat sich abermals eine leichte Erkältung zugezogen. Sein Befinden ist nicht besorgniserregend, doch haben die Aerzte angeord- net, daß die für heute vorgesehenen Besuche bedeutend eingeschränkt werden.
Vom Panamakanal. Aus San Franzisca wird gemeldet: Der Marinesekretär erklärte, daß die Flotte der Vereinigten Staaten voraussichtlich im nächsten April als erste durch den Panamakanal fahren widr. Sofort darauf wird mit der Errichtung einer Flottensttion, Kohlenlagerpkätzen und Trockendocks begonnen werden.
PC. Raifuli bringt seine Habe in Sicherheit. Bekannt- lich ist das Gerücht verbreitet, daß Raifuli das Oberkommando über die Harka gegen die spanischen Truppen übernehmen will. Er selbst dementiert zwar diese Nachricht, doch gewinnt sie durch die Tatsache sehr an Wahrscheinlichkeit ,daß Raisuli in M-i Nacht von Mittwoch zum Donnerstag seine sämtlichen Frauen, Kinder und Sklaven, sowie alle bewegliche $kl6c unter einer Bedeckung von beinahe 500 bewaffneten Leuten aus Tanger fortschaffen ließ, da er offenbar befürchtete, daß die Spanier sie als Geiseln gegen ihn benutzen mürben.
König Alphons von Spanien und Gemahlin haben auf der Reise nach England dem Präsidenten Poincarè in PariL einen Besuch abgestattet.
Die Vorgänge in Süd-China. Aus Schanghai, 25. Juli, wird gemeldet: In der letzten Nacht griffen mehrere tausend Hunanesen aus den Kiangjin-Forts in den Kampf ein und zwar auf der Seite der Rebellen, die, dadurch wesentlich verstärkt, mit Löwenmut fochten. Zur Zeit brennen alle Dörfer rings um das Arsenal; dadurch ist die Lage unübersehbar geworden. Anscheinend gewinnen die Nordtruppen zwischen dem Arsenal und der Ehinesenstadt die Oberhand, während die Rebellen die Lunghua-Pagode und das Pulvermagazin halten. In der Ehinesenstadt wurden neuangekommene kantonesische Truppen unter den Rebellen gesehen.
Die norwegische Jnvasionsfurcht. Wie unser Berliner Vertreter aus Marinekreisen erfährt, liegen von feiten der norwegischen Regierung Kundgebungen vor, die sich sehr energisch gegen das Treiben gewisser Chauvinisten in Norwegen richten, den bevorstehenden Besuch deutscher Kriegsschiffe in den norwegischen Häfen al« eine Demonstration Deutschlands auszulegen und den Norwegern die Furcht vor einer deutschen Invasion zu imputieren. Sicherem Vernehmen zufolge ist dieses Bestreben denn auch in Norwegen gänzlich wirkungslos geblieben, und es wird nicht daran gedacht, dem Besuch irgend einen politischen Charakter beizulegen.
Arbeiterbewegung.
Pretoria, 25. Juli. Durch die Konferenz, die zwischen den Vertretern der Negierung und den Minenbssitzern stattfand, besserten sich die'Aussichten der Arbeiter auf Erfüllung ihrer Forderungen.
Kongresse.
Der 18. Deutsche Neichsfeuerwehrtag in Leipzig brachte gestern eine Anzahl Vorträge und Vorführungen. Abends fanden Festlichkeiten im Palmengarten und in den „Drei Linden" zu L.-Lmdenau statt.
Die besonderen Vorzüge de? Hanauer Anzeigers
welche ihm eine stete Zunahme seiner Abonnentenzahl und Erweiterung seines Abonnentenkreises verschafft haben, sind x
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