EmrSckmrgsgebShr:
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Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.
General-Anzeiger
Amtliches Organ fit §tadt- und Landkreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Vellage.
Bezugspreis:
Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich MPfS^ M Postbezug vierteljährlich 2.10 ML, monatlich U Pf- Die einzelne Nummer kostet 6 Pjg.
Verantwort!. Redakteur: 6. Schrecker in Hanau.
$ft 169 ^mift>red)AitWitfj Nr. 230.
Mittwoch den 23. Juli
SetnforedjanWuß Nr. 230. 1913
AmMKeS.
Stadt- und Eandkreis Ran au.
Das Eisenbahnregiment Nr. 3 wird am 23., 25., 26. und 28. bis 31. d. Mts., jedesmal von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags, Sprengübungen abhalten. Die Sprenggrube liegt am Ende der Feldbahn im Bruchköbeler Wald zwischen der Eammelwasenmeisterei und dem Waldweg nach Langendiebach und Reuserhof. Das Gelände wird im Umkreis der Grube 500 Meter weit abgesperrt und darf während der Uebungsstunden nicht betreten werden.
Den Weisungen der Sicherheitsposten ist unbedingt Folge zu leisten.
Hanau den 23. Juli 1913. M 1283
Der Königl. Landrat und Polizeidirektor.
J. A.: Scheelhaase.
Eandkreis Ranau.
Diejenigen Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher, welche mit der Erledigung meiner Verfügung vom 20. Juni d. Js., J.-Nr. 849 Ü, betreffend Vorlage des neu ausgestellten landwirtschaftlichen Betriebsunternehmer-Verzeichnisses, noch im Rückstände sind, werden aufgefordert, dieselbe nunmehr bestimmt binnen 8 Tagen zu erledigen oder aber binnen gleicher Frist die Hinderungsgründe anzuzeigen.
Hanau den 22. Juli 1903. U 849
Der Vorsitzende des Sektions-Vorstandes.
J. A.: Karbe.
Von dem RegierungSrat Kreutz, Hilfsarbeiter im Ministerium für Landwirtschaft rc. ist eine „Erläuternde Darstellung des neuen Wassergesetzes unter besonderer Berücksichtigung der für die Landwirtschaft wichtigen Bestimmungen" bearbeitet worden. ES wird darin ein allgemeiner Ueber- blick über den Inhalt des neuen Gesetzes gegeben und auf die Neuerungen, die das Gesetz für die Landwirtschaft bringt, noch besonders hingewiesen. Die Schrift ist im Verlage von Paul Parey in Berlin (SW. 11, Hedemannstraße 10) als Heft 12 der Veröffentlichungen des Landes-Oekonomie- Kollegiums erschienen. Der Einzelpreis für diese Schrift stellt sich auf 1.20. Mark.
Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher ersuche ich, etwaige Bestellungen auf diese Schrift bis zum 1. August d. Js. an mich zu richten.
Hanau den 15. Juli 1913. V 4917
Der Königl. Landrat.
J. V.: Karbe.
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Stadtkreis Ranau.
Bekanntmachung.
Die Erdarbeiten in der Eoethestraße (Liefern und Einbauen von rund 2600 ebm Boden) sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Ausführung von Arbeiten und die Lieferung von Materialien für die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.
Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zimmer Nr. 22, zur Einsicht aus und können von dort gegen Entrichtung von 0,50 Mk. bezogen werden.
Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Freitag den 1. August, vormittags 12 Uhr, einzureichen.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa ci|ri)ienener Anbieter.
Zuschlagsfrist 4 Wochen.
Hanau den 19. Juni 1913. 17313
Der Stadtbaurat. Estrich.
,., ^^en eines Holzversteigerungstermins bleibt die ftonitp 2i ^iin?Jge^ hierselbst am Donnerstag den
Hanau den 21. Jutt 1913.
Der Königl. Rentmeister, __________ Lucke..
Bekanntmachung.
^111 unterzeichneten Bezirkskommando ist zum Herbst 19Io noch eine freiwillige Schneiderstelle zu besetzen. Bewerber wollen umgebend Eeiucbe nebst Lebenslauf
und einen vom Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission ausgestellten Meldeschein zum freiwilligen Eintritt einreichen.
Königliches Bezirkskommando Hanau a. M.
Politische Rundschau. .
Der Kaiser unternahm vorgesternvormittag einen längeren Spaziergang in Balestrand. Am Nachmittag fand Wettrudern statt. Gestern war Tee und Tanz an Bord der „Hohen- zollern", an dem 132 Personen teilnahmen. An Bord ist alles wohl.
Der Reichsanzeiger veröffentlicht folgende Bekanntmachung des Kriegsministers vom 15. Juli: Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß es den Unteroffizieren und Mannschaften der Armee dienstlich verboten ist, innerhalb der eigenen oder fremden Truppe oder Behörde Zivilpersonen oder Handwerksmeistern bei den Truppen oder militärischen Anstalten usw. zur Ausübung ihres Gewerbebetriebes Beistand zu leisten, insbesondere durch Vermittlung oder Erleichterung des Abschlusses von Kaufgeschäften, Versicherungsverträgen usw. Den Unteroffizieren und Mannschaften ist befohlen, von jeder an sie ergehenden derartigen Aufforderung ihren Vorgesetzten Meldung zu machen.
Abänderung der Gewerbeordnung. Ueber das Ergebnis der am 30. Juni und 1. Juli d. Js. im Reichsamt der Innern abgehaltenen Konferenz, die zur Behandlung der vom Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag heraus- gegebenen Denkschrift zur Abänderung der Gewerbeordnung ftaftgefunben hat, werden in der Presse fortgesetzt allerhand Nachrichten verbreitet, die sich angeblich auf Berichte der für die Konferenz abgeordneten Vertreter des deutschen Handwerks stützen sollen. Di« Veröffentlichungen entbehren zum größten Teil der tatsächlichen Grundlage und stellen müßige Kombinationen dar. Es ist dem Handwerk mit diesen vielfach schiefen Darstellungen seiner angeblichen Anträge und ihrer Behandlung in der Konferenz keineswegs ein guter Dienst geleistet, weil damit di« wirklichen Anträge des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages nur in ein falsches Licht gerückt werden. Die jetzigen Veröffentlichungen sind auch überflüssig, weil zu gegebener Zeit, d. h. nach erfolgter unmittelbarer Anhörung von Vertretern auS Handel und Industrie über die sie berührenden Punkte der Denkschrift des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages, über die erzielten positiven Eregebnisse der schon seit Jahren statt- gehabten Konferenz ein Vorentwurf bezw. Grundsätze für eine Novelle zur Gewerbeordnung der allgemeinen Kritik vorgelegt werden soll.
Sondersteuer auf Kraftfahrzeuge. Wir in Kreisen der Automobilindustrie mitgeteilt wird, plant di« preußische Regierung eine Sondersteuer auf Kraftfahrzeuge. Der Minister des Innern und der öffentlichen Arbeiten haben an die Ober- prästdenten eine gemeinsame Verfügung gerichtet, in welcher diese um Beantwortung einer Reih, non Fragen und um Vorschläge ersucht werden. Die Oberpräsidenten haben bis zum 9. September d. Js. zu berichten.
Militärische Zweibundberatungen. Der französische Generalstabschef Joffre wird seine bereits vor längerer Zeit angekündigte Reise nach Petersburg demnächst antreten. Es handelt sich um eine Erwiderung des im vorigen Jahre von dem russischen Generalstabschef abgestatteten Besuches. Der „Matin" bemerkt, daß dieser Reise des Generals Joffre im Hinblick auf die Frage der Heeresvermehrung und die letzten Maßnahmen, welche die beiden verbündeten Länder gegenwärtig beschäftigen, ein besonderes Interesse beigemessen werde.
Botschafterwechsel in Petersburg. Der österreichische Botschafter Graf Thurn-Walsassina verläßt voraussichtlich mit Beendigung des Balkankrieges seinen Posten; er wird durch den Grafen Esterhazy, einen hohen Beamten des Auswärtigen Amtes, ersetzt.
Im englischen Unterhaus fragte Ronald Hay (Unionist), ob Grey Mitteilungen machen wolle über die Natur der Zusicherungen, die er von der deutschen Regierung über die Schiffahrt auf dem Euphrat und dem Tigris erhielt, und ob er dem Hause Gelegenheit geben wolle, die Bedingungen der beabsichtigten Konvention mit der Türkei zusammen mit den entsprechenden Abmachungen mit der deutschen Regierung zu erörtern, bevor die Konvention wirklich abgeschlossen sei. Grey antwortete: Ich kann gegenwärtig keine Erklärung bezüglich der Verhandlungen über Gegenstände abgeben, die sich noch im Gange befinden. Wenn die Abmachungen ab- geschlossen sein werden, werden sie dem Parlament vorgelegt werden, aber es würbe iveder dem Brauche entsprechen noch tunlich sein, den Abichluß von einet vorherigen Besprechung im Hause abhängig zu macken-
Aufstand der Schweizergarde. Der „Messaggero" schreibt zu dem Aufstand der päpstlichen Schweizergarde: Es scheint, daß die Garde im Augenblick einer kleinen Reform unterzogen wird, der nachher eine gründlichere Reform folgen wird, um die Garde wieder zu ihren Aufgaben der Dekoration und Parade zurückzuführen. Die Gardisten würden nach und nach ersetzt werden. Der Vatikan bewahrt strengstes Stillschweigen, wünscht jedoch vor allen Dingen, daß die Ruhe wieder hergestellt wird. Der „Messaggrro" glaubt zu wissen, daß Oberst Repond abermals seinen Abschied nehmen würde. Die Gardisten würden nicht bestraft werden.
Die Unruhen in China. Die Regierung hat sich der Loyalität der Flotte versichert, indem sie mit den Banken, die die Fünfmächtegruppe repräsentieren, eine Vereinbarung zur regelmäßigen Besoldung der Mannschaften abgeschlossen hat. — Ein südchinesischer General ist bei Kiukiang von seinen Truppen, die zu den nordchinesischen Truppen übergingen, ermordet worden. — Die Presse der Kuomintang- Partei meldet, daß sich die Nankinger Regierung folgendermaßen zusammensetzt: Tsenschuan-Paup, Präsident der Republik, Wantschaoming, Premierminister, Huanghsing, Kriegsminister, Tschentschimei, Verkehrsminister, Wangtschunghui, Justizminister, Fangjuanlien, Unterrichtsminister, Scheng- meiyung, Finanzminister. — Die Provinzen Kwangtung unb Füllen haben ihre Unabhängigkeit erklärt. Die TutuS von Kwangst, Jünnan, Kweitschou und Szetschuan versicherten Jüanschikai ihrer Loyalität.. — Sunjatsen und der kürzlich abgesetzte Gouverneur von Kwangtung pnb in Kanton eingetroffen. 18 000 Se'daten bereiten den Abmarsch nachdem Norden vor. Die chinesische Handelskammer für Kanton hat von Hongkong an Jüanschikai telegraphiert "Und ihn gebeten, die Provinz Kwangtung nicht zu bekriegen, da die Bevölkerung der neuen Bewegung abhold sei.
Die mexikanischen Wirren. Huerta zieht das Militär aus den Nordstaaten zurück, da neuerdings Rebellen im • Staate Hildalgo in der Nähe von Mexiko aufgetaucht sind. Gleichzeitig schickt er den letzten ernsthaften Mitbewerber um die Präsidentschaft, de la Lara, als Sondergcsandten nach Italien.
Neues Komplott in Lissabon. Neue Verhaftungen wurden vorgenommen und mehrere Bomben beschlagnahmt. Die Blätter melden, daß ein neues Komplott entdeckt sei, wodurch mehrere Unteroffiziere des 1. Artillerie-Regiments kompromittiert sind. In den Provinzen herrscht Ordnung.
Die Balkankrifis.
Die Rumänen 50 Kilometer von Sofia.
Bukarest, 22. Juli. Das Preßburoau des Kriegsministeriums veröffentlicht einen amtlichen Bericht über die Operationen der Kavallerietruppen, die in südlicher und südöstlicher Richtung vorrücken. Am 20. Juli besetzte die Ka- valleriedivision Orhanje, einen wichtigen strategischen Punkt am Nordfuße des Balkan, der die von Sofia über das Jskerdefilee zur Donau führende Strafte und namentlich die Landstraße Sofia—Rahova—Nikopolis beherrscht. Die Division machte 600 Mann des 16. bulgarischen Infanterieregiments zu Gefangenen. Nach kurzem Widerstand ergab sich der Feind, ohne daß auf rumänischer Seite irgend welche Verluste zu verzeichnen gewesen wären. Hierdurch wird der rumänischen Kavallerie die lleberwachung der Ausgänge jenseits des Balkans erleichtert. Das Defilee von Orhanje ist 50 Kilometer von Sofia entfernt. Zwei Tage vorher erbeutete die rumänische Kavallerie bei Osikowitza in der Nähe des Jskerdefilees einen Transportzug von etwa 100 Wagen mit Waffen und Munition, die der Feind von Rahova nach Orhanje und Sofia transportierte. Durch das Gewehrfeuer der Eskorte des Transports wurde ein Kavalleriesergeant leicht verwundet. Aus den letzten Meldungen, sagt das Kommunique, geht hervor, daß die Verbindung zwischen der rumänischen Armee und dem linken serbischen Flügel hergestellt ist, sowie, daß die feindlichen Truppen aus dem Gebiet nördlich vom Balkan verschwunden sind. Der amtliche Bericht schließt mit der Bemerkung, daß bie in Friedenszeiten ausgearbeiteten Operationsplane in allen Punkten und Vermutungen ausgeführt werden können. .
Bulgarisch-türkisches Gefecht in Thrazien.
Konstantinopel, 21. Juli. Die Türken hatten beider Scienung -inig-r ftrategifch-r Punkte mit d-n Bulgar-N die Widerstand leisteten, einen Kampf P W • bulgarischer Offizier und 135 bulgarische S°Lat°n wurden gefangen genommen. Hierauf wurden der H h f Lüleburaas und die groste Brücke über den Er-ene-Flutz ge-