LinrSckungsgebShr:
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Rotationsdruck und Verlag der Bruhdruckerri des Herein. ev. Waisenhauses in Hanan.
General-Anzetger
Amtliches Orgaa für AM- und KMKreis Kanan.
Bezugspreis:
Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich SS Pfg^ M Po^ bezug vierteljährlich 2.10 ML, monatlich 76 Pf- Dis einzelne Nummer kostet 5 Pfg.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. Verantwort?. NedaNeur: 8. Schreck« in Hans».
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Nl. 166 $tmift>red)<iiifd)Iiifi Nr. 230.
Smilstag btit 19. Juli
Fer»spr«cha»Ichlnsr Dir, 230.
1913
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Hierzit
Amtliche Beilage Nr. 5"
AmILiches
Eandkreis f^anau.
Bekanntmachung.
Der Königliche Kreisarzt Dr. Sauberzweig ist vom 20. bis 27. Juli d. Js. beurlaubt und wird von dem Kreisarzt Medizinalrat Dr. Grau, Gelnhausen vertreten.
Hanau den 18. Juli 1913. V 5050
Der Königliche Landrat.
Frhr. Laur.
Stadtkreis Ranau.
Bekanntmachung.
• Arbeitsuchende: 5 Erdarbeiter, 3 Hausburschen, 2 Maschinenschlosser, 2 Schreiner, 7 Tagelöhner.
Gesucht werden: 1 Bauschlosser, 1 Dienstmädchen, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Maschinenschlosser, 1 Schreiner, 2 Schuhmacher, 1 Tapeziererlehrling, 1 landw. Tagelöhner. 5 17093 Hanau den»19. Juli 1913.
Städtische Arbeitsvermittelungsstelle.
Handelsregister.
Firma:
„Hanauer Kunstseidefabrik, Aktiengesellschaft"
fn Großauheim.
Durch Beschluß der Generalversammlung vom 25. Sunt 1913 sind die Statuten der Aktiengesellschaft gemäß Anlage ITI dieses Protokolls geändert.
Der sich aus der Bilanz ergebende Gewinn ist wie folgt zu verteilen:
1. nach Bornahme der üblichen Abschreibungen erhält der Reservefond solange 5°/ o/* bis er den zehnten Teil des jeweiligen Grundkapital erreicht hat,
2. alsdann erhalten die Vorzugsaktien eine Dividende von 6°/o mit der Maßgabe, daß zunächst eine Nachzahlung derjenigen Dividenden bis zu 6e/0 zu geschehen hat, welche in einem oder mehreren Geschäftsjahren den Vorzugsaktien als Vordividenden nicht geleistet worden sind,
3. alsdann erhalten die Stammaktien bis zu 6«/» Dividende,
4. alsdann erhält der Aufsichtsrat eine Tantieme von 10°/o des nach der Dotierung des Reservefonds und der 5°/ottgen Verzinsung des Aktienkapitals verbleibenden Reingewinns,
5. von dem verbleibenden Rest erhalten die Hälfte die Vorzugsaktien, während die andere Hälfte hälftig zu einer Superdividende für die Stammaktien und hälftig zur Auslosung der auf Grund des General-
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in Königs Hofbuchhandlung am Marktplatz.
„Wer die Natur schildert, schildert nur sich und die Feinheit und Stärke seines Gefühls.»
(Goethe.)
Der Mensch, welcher über die Arbeiten eines anderen tlwas sprechen oder schreiben muß, hat keinen leichten Stand, onders wenn es sich um Arbeiten künstlerischer Art handelt. Sobald der Mensch zum Kritiker wird, muß er sich mldedmgt bte notwendige objektive Beschaulichkeit bewahren. e"Km Künstler Kritik üben, heißt doch im edelsten Sinne v n eidm vnstehen, ja ihn in manchen Punkten, die jener Brrn-fc e"'es Temperamentes vielleicht übersah, sogar besser m,L ,u' *mb 2$?. duf weitere Möglichkeiten aufmerksam ... hat also kurz gesagt, nichts Besseres in ihm' eU ^o^^ 8" fördern, indem er den Menschen in seinem "^ ueue ^te Bahnen bringt, die natürlich hi, T "°" der Natur vorgezeichnet sein müssen, neuester S? Ausstellung zeigt uns eine Anzahl z. T. dab sic. ^ K ^ ^1™ Höfler. Gerne glaube ich, * v°n seiner stärksten Seite zeig! sm , E . 11 daß wir in Hanau keinen Portrait- m h fomitcn\ der diese Arbeiten an Charakteristik Stand/ v"re" "" malerischen Qualitäten zu übertreffen im
< a[i man aus einem Familienbildnis auch ein gutes Bild ""en Smne machen kann, zeigt uns das größere in welchem der Künstler sich mit seinen ^amilienanae*
versammlungsbeschlusses vom 17. Oktober 1912 geschaffenen Genußscheine verwendet wird.
Im Falle der Liquidation der Gesellschaft oder im Falle einer sonstigen Heimzahlung des Gesellschaftskapitals werden die Vorzugsaktien voraus befriedigt.
Hanau den 12. Juli 1913. 17029
Königliches Amtsgericht 6.
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Hanau belegenen, im Grundbuche von Hanau, Artikel 707 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Gastwirts Jakob Zeh, Michaels Sohn, in Hanau eingetragenen Grundstücke:
D 35 1 / = 13,05 ar,
D 34 I Vorstadt Rr. 6 \ _ 2,72 ar,
a) Wohnhaus — Wirtschaftshaus — mit Einfahrt, Seitenbau rechts (A) Hofraum und Hausgarten (2040 Mark Nutzungswert), b) SeUenbau rechts (B), (470 Mk.),
c) III u. IV Seitenbau rechts (C) und (D) Stallung und Lagerräume (330 Mark),
d) Seitenbau links (E) mit Waschküche (300 Mark),
e) I Querbau (F) (90 Mark),
f) III Seitenbau links (G) (810 Mark>,
g) II Querbau (H) mit Zwischenbau (J), Stallung und Aborte (100 Mark),
Art. 1125 der Erundsteuermutterrolle, Nr. 1589 der Eebäudesteuerrolle am 10. September 1913, vormittags 10 Uhr, d^rch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Nußallee Nr.. 17, Zimmer Nr. 21, versteigert werden.
Hanau den 10. Juni 1913. 17031
Königliches Amtsgericht, Abt. 8.
MMm und DHlome ©caeuitänbe it.
Gefunden: 1 schwarzes Sammetportemonnaie mit 6,92 Mk., 1 kleines Portemonnaie mit der Aufschrift „Andenken an den 29. 12. 1912“ mit 7,33 Mk.
Hanau den 19. Juli 1913.
Politische Rundschau.
Eine Gehaltserhöhung für die Eisenbahnassistenten soll zur Durchführung gelangen: Der Eisenbahnminlster hat einer Abordnung deS Vorstände- des Preußisch - Hessischen Eisenbahnasststentenverbandes, die er am 10. d. M. empfing, I mitgeleilt, daß im nächsten Etatsjahre auch den Eisenbahn- asststenten die für die Postasststenten beschlossene Gehaltserhöhung gewährt werden soll.
Im englischen Unterhause ist der Etat für die Schiffsbauten angenommen worden.
Der Tod des Reiters Müller gesühnt. Als vor Jahresfrist der Einfall der Kopperleute in Deutsch-Südwestafrika gemeldet wurde, entsandte das Kommando der Schutztruppe zwei Kompanien, um die Ostgrenze der Kolonie von unsicheren Eingeborenenelementen gründlich zu säubern. Bei diesem Versuch wurde eine Patrouille von den Einge
hörigen dargestellt hat. Dieses Bild hat trotz der Strenge der Auffassung, eine große Frische, die eben aus der Sicher- heit der Technik des Künstlers entspringt, für die es halt fast keine Schwierigkeiten zu geben scheint. Das Familien- bild erfüllt alle Forderungen, die an ein modernes Kunstwerk — vernünftigerweise — zu stellen wären; es zeigt eine starke sichere Kraft im Aufbau und in der Darstellung, was ich gleichbedeutend mit „gesund aufgefaßt" haben möchte. Einen derartig gesunden und frischen Künstler mitten unter all dem übernervösen, saftigen und unentwickelten Künstlermaterial zu finben, berührt außerordentlich wohltuend. Gerade der Bildnismaler hat Grenzen, innerhalb deren er sich allerdings unendlich frei bewegen kann, aber er darf nie ohne Gefahr die Grenzen übertreten, ein Portrait muß Portrait bleiben.
Das lebensgroße Bildnis des Soldaten ist eine gute und wohldurchgeführte Arbeit, ohne dabei konventionell zu sein. Was der Künstler gibt, soll stets möglichst nur das Beste sein; zu gute Kunstwerke gibt es nicht. Die bedeutendsten Kunstwerke sind vollkommen — über die wahre Vollkommenheit hinaus, geht's doch nicht mehr.
Das Bildnis der Mutter des Künstler- hat in seiner schlichten Einfachheit eine so große Ruhe, daß man eigentlich nichts an dem Bilde anders wünschen kann. Gerade in diesem Bilde zeigt sich ein großer Fleiß und ein starkes Wollen — bei demselben ist das Temperament in der Gewalt gehalten und mit Ueberlegung gearbeitet. Das ist ja ( das Höchste, wenn Temperament, Begabung und Intelligenz ! im glücklichsten Maße vereinigt vorhanden sind und nun so • in einanderarbeiteu.
19ln dem Bildnis des Mönches, sowie den kleineren Studien« kövken ist ru ersehen, wie ücü der Künstler ernsthaft versuchte
borenen angeschossen, und der Reiter Müller fand dabei seinen Tod. Diese Mordtat hat nunmehr endlich ihre Sühn« gefunden. Wie aus Windhuk gemeldet wird, gelang eS der Schutztruppe, des Buschmanns Gunchab, des Anführers der Bande habhaft zu werden. Sein Genosse, der wirkliche Mörder des Reiters Müller, leistete dabei verzweifelten Widerstand und wurde im Kampfe erschossen. Gunchab wurde zum Tode verurteilt nnd am 4. Juni zu Gibeon durch den Strang hingerichtet.
Niederlagen der chinesischen Südtruppeu. Die Bewegung der chinesischen Südpartei scheint der strafferen Organisation der Regierung Juanschikai nicht gewachsen zu sein. Obwohl japanische Offiziere in die Reihen der Südtruppen getreten sind, um ihnen den Halt ihrer auf europäischer Bildung beruhenden überlegenen Erfahrung zu geben, hat man doch bisher nur von Niederlagen der Südchinesen gehört. Nach einer Mitteilung von vertrauenswürdiger Seite aus Kiukiang sind die Südtruppen zurückgeschlagen worden. Viele fliehen nach Kuling hinauf und legen die Waffen nieder. Die Stadt Kiukiang und die Forts befinden sich im Besitz der Nordtruppen. In Pukou, wo sich die Truppen zum Norgehen nach dem Norden sammeln, wird eine rege Tätigkeit entfaltet. — In Shanghai ist man ruhiger geworden. Der Kurs des Dollar nähert sich wieder mehr dem Normalstand. Allgemein wird erwartet, daß, falls die Nordtruppen einen entscheidenden Sieg erringen, die Bewegung in Kiangsi zusammenbrechen wird. Allerdings wird zugegeben, daß die Bewegung sehr ausgedehnt ist.
Die Balkankrifis.
DaS Vorgehen Ruw^nienS.
Wien. 18. Juli. Die „Militärische Rundschau" meldet» daß bereits die gesamte Hauptmacht der rumänischen Arme«, vier Armeekorps und größere KavalleriekorpS, sich auf bulgarischem Gebiet befinden.
Bukarest, 18. Juli. Dem „Universul" zufolge richtete die Königin Eleonore von Bulgarien an die Königin Elisabeth von Rumänien ein Telegramm, in welchem sie um ihr« Jut«rv«ntion für den Frieden bittet. Die Königin von Rumänien antwortete mit der Versicherung, daß die rumänischen Truppen bisher mit der größten Schonung für die bulgarische Bevölkerung vorgegangen seien, was auch weiter der Fall sein werde. — „Minerva" gibt folgende Schilderung d«S Donauüberganges der Truppen unter der Führung deS Prinzen Ferdinand: Eine Abordnung der Gemeinde Rakova bat den Prinzen, den Uebergang nicht bei Nacht auszuführen mit Rücksicht auf die Angst der Frauen und Kinder. Der Prinz versicherte, die rumänischen Truppen kamen nicht nach Bulgarien, um der Bevölkerung Uebles anzutun. DerUebsr- gang erfolgte um drei Uhr früh. DerPriuz ging gleichfalls auf das bulgarische Ufer.
Rumänien im Bunde mit Rutzland.
PC Paris, 19. Juli. Der Petersburger Korrespondent des „Petit Parisien" will von gut unterrichteter Seite die unbestätigte Nachricht erhalten haben, daß Rumänien bis zu einem gewissen Grade im Einverständnis mit der russischen Negierung gehandelt hat, unter der Bedingung später dem Balkanbunde beizutreten.
I und die Form zu bewältigen und zu beherrschen erstrebte, t Diese Arbeiten kleineren Format- find vsrzügliche Stücke malerischer Qualität.
Alles in allem zeigt diese Ausstellung, daß ein ernstes, starkes, gesundes Wollen in dem Künstler steckt und daß ein derartiges Talent nicht mehr unterschätzt werden kann und darf. Wilhelm Brede
Kunst und Leben.
Das Mesothorium als Heilmittel. Aus Düsseldorf wird geschrieben: Bisher sind hier aus den Kreisen der Bürgerschaft rund 200 000 Mark aufgebracht worden, um in den städtischen Krankenanstalten die Anwendung deS Mesothoriums, deS neuen Mittels für die Heilung bösartiger Krebsgeschwülste zu erweitern und die Akademie für praktische Medizin zu einem wissenschaftlichen und praktischen Mittelpunkte des neuen Heilverfahrens zu machen. Die ^andes- verstcherungsanstalt Rheinprovinz hat weitere 30 000 Mark gezeichnet und auch von der Stadt ist ein namhafter Zuschuß zu erwarten.
EmS-Nastauer-SteinfestsPiel- in Rasta«. Der An drang des Publikums zu den Aufführungen b-s Weihes-st spiels „Am Nornenstein» von Heinz,^orJ^VstJ^ ordentlich stark, daß sich der Festspremusschuß 0 3 9 sieht, am Sonntag den 20. JuU noch eine■ ® f betont der Freilichtbühne im Mühlbachtal anzusetz n. S-e beginnt, um den Wünschen vieler Ortschaften Rechnung zu ^ag , bereits um 4 Uhr nachmittags. Der bisher $ J 9 ^nf+fnipT? übprtrifft alle Erwartungen. Die Aufführung am WA « d.nn«
das Spiel, die Darsteller und ihre Leiter, Herrn Dr. Nauck, piit beaeilterten Kundaebunaen ehrten.