Erstes Blatt.
ErnrvckungsgebShr:
Die Kgespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. im Reklameteil die Zelle 50 Pfg.
Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- and Landkreis Danan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Bezugspreis:
Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich M^fy, M Pop- bezug vierteljährlich L10 Mk., monatlich 70 Pf^ Die einzelne Nummer kostet 5 Pfg.
Verantwort!. Redakteur: E. Schrecker in Hanau.
Nr. 160 K«r»wrccha»jchluk Nr. 230
Samstag den 12. Juli
Ferttsprechatrschlud Nr. 230. 1913
Die heutige Nimmer mW Mr dem MetWwW 14 Seiten.
Amtliches.
Stadtkreis hanau.
Einladung
zur Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung
am Donnerstag den 17. Juli 1913, nachmittags 5 Uhr.
Tagesordnung:
i. Wahl von Armenpflegern.
2. Außerordentliche Revisionen verschiedener Kassen.
3. Steuerzuschläge zur Deckung des Defizits, das durch die Rückzahlung der für die Zeit vom 1. Oktober 1910 bis 31. März 1913 erhobenen Kanalgebühren und Beiträge entstanden ist.
4. Kosten des von dem Geschichtsverein herausgegebenen Eeschichtswerks über die Schlacht bei Hanau.
5. Beschaffung eines neuen Badekessels für die Bezirksschule III.
6. Teilnahme von Vertretern der Feuerwehr an dem deutschen Feuerwehrtag in Leipzig.
7. Einladung zur Teilnahme an der Versammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege vom 17.—20. September 1913 in Aachen.
8. Gesuch des Bezirksvereins Hanau des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke um Ueber- lasiung einer Turnhalle und Gewährung eines Beitrages zu den Kosten einer Ausstellung.
9. Unterstützung der Vereinigung.zur Bekämpfung der Trunksucht.
10. Gesuch der freireligiösen Gemeinde um Bewilligung eines Zuschusses.
11. Besetzung der Hausmeisterstelle im Stadttheater.
12. Löhne der städtischen Arbeiter.
13. Herstellung von Hausanschlüssen für Wohnungen bis zu 300 Mark Mietwert.
14. Verlegung der Kabelleitung in der Philippsruherallee.
15. Verlängerung der Kabelleitung in der Augustastraße.
16. Verlegung von Gasleitungen in Groß- und Klein- Steinheim.
Hanau den 11. Juli 1913.
Der Stadtverordneten-Vorsteher.
Uth, Justizrat.
Handelsregister.
1. Firma:
„Gerth van Wyk & Co." in St. Petersburg, Zweigniederlasiung in Hanau.
Die Prokura des Kaufmanns Emil Leuthold in Hanau ist erloschen.
Dem Kaufmann Leonhard Weber in Hanau ist Prokura erteilt.
2. Firma:
„Wolf & Knell" in Hanau.
Die Prokura des Kaufmanns Ferdinand Knell ist erloschen.
Die Firma ist erloschen.
3. Firma:
„Vereinigte Silberwarenfabriken Wolf & Knell-Gebr.
Glaser".
. Unter dieser Firma ist mit dem Sitze zu Hanau.eine offene Handelsgesellschaft errichtet worden, welche am 31. Rai 1913 begonnen hat.
Persönlich haftende Gesellschafter sind:
'Silberwarenfabrikant Christian Knell in Hanau,
2^ilberwarenfabrikant Thomas Glaser in Hanau.
-^em Kaufmann Ferdinand August Knell in 9 an au ist Prokura erteilt.
4. Firma:
„Gebrüder Glaser"
i Hanau.
, Die Firma ist erloschen.
5. Firma:
»Heinrich Amend" in Hanau.
Die Prokura des Kaufmanns Julius Lang und des Kaufmanns August Pult zu Hanau ist erloschen
Die Firma ist unter Ausschluß des Ueberganas der Ak
tiven und Passiven an die Firma Heinrich Amend, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, übergegangen, welche das unter der Firma Heinrich Amend betriebene Geschäft unter der bisherigen Firma mit dem Zusatz „Gesellschaft mit beschränkter Haftung" weiterführt.
6. Firma:
„Louis Houy" in Hanau.
Der bisherige Gesellschafter Edmund Houy in Hanau ist alleiniger Inhaber der Firma.
Die Gesellschaft ist aufgelöst.
7. Firma:
„Magazin für Gelegenheitskäufe, Sofie Hahn" in Hanau.
Unter dieser Firma betreibt die Ehefrau des Kaufmanns Georg Hahn, Sofie, geb. Kronenberger, zu Hanau ein Handelsgeschäft in Eelegenheitsposten von Waren aller Art mit Ausschluß von Goldwaren und von Lebensmitteln.
Dem Kaufmann Georg Hahn in Hanau ist Prokura erteilt.
8. Firma:
„Jean L. Schlingloff"
in Hanau. *
Die Prokura des Kaufmanns Ludwig gen. Louis Schlingloff ist erloschen.
Der Kaufmann Ludwig genannt Louis Schlingloff zu Hanau ist in das Geschäft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten.
* Die Gesellschaft hat am 1. Juli 1913 begonnen.
9. Firma: • _
„I. D. Schleißner Söhne"
in Hanau.
Die Prokura des Kaufmanns Peter Heilmann in Hanau ist erloschen.
Dem Kaufmann Louis R a mb in Hanau ist Prokura erteilt.
Der Fabrikant Wilhelm Rodde ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Gleichzeitig ist der Kaufmann Hans Rodde zu Hanau als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten.
10. Firma:
„Kunstgießerei Wilhelms, Konrad Vörtzel" in Kesselstadt.
Dem Kaufmann Hermann Uthke in Wilhelmsbad und dem Ingenieur Theodor Pillmann in Hanau- Kesselstadt ist Gesamtprokura erteilt.
11. Firma:
„Löwenapotheke Dr. M. Hessenland"
in Hanau.
Unter dieser Firma betreibt der Apotheker und staatlich geprüfte Nahrungsmittelchemiker Dr. Max Hsssenland zu Hanau eine Apotheke und ein öffentliches Untersuchungslaboratorium, verbunden mit einer Probieranstalt für Edelmetalle.
Einträge des Königlichen Amtsgerichts 6 in Hanau zu 1 vom 18. Juni, zu 2, 3 und 4 vom 21. Juni, zu 5 vom 26. Juni, zu 6 vom 27. Juni, zu 7 vom 1. Juli, zu 8 und 9 vom 3. Juli, zu 10 und 11 vom 8. Juli 1913.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über das Vermögen des früheren Handelsmanns, jetzigen Metzgers Salomon Strauß III., Liebmanns Sohn, in Wachenbuchen ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf
den 26. Juli 1913, vormittags 9 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau, Rußallee Nr. 17 — Zimmer Nr. 17 — anberaumt
Hanau den 9. Juli 1913. 16487
Königliches Amtsgericht 5.
Politische Mmwschmr.
Der Kaiser in Bergen. Der Kaiser besuchte am Freitag vormittag den Regenschirmfabrikanten Eriksen und fuhr - um halb 1 Uhr mit Gefolge nach Fjösanger, wo bei Konsul Mohr das Frühstück eingenommen wurde. Das Wetter ist - nebelig, so daß die Feuer, die am Donnerstag zu Ehren der ■ Ankunft des Kaisers angezündet wurden, nicht zu sehen waren.
Angebliche Kaiserreise nach Gmunden. Von einer Absicht des Kaisers, Mitte August dem Cumberlander Hofe in Gmunden einen mehrtägigen Besuch abzustatten, von dem verschiedene Blätter nach der „Grazer Tagespost" Mitteilung ‘ machen. ist. wie unser Berliner Vertreter meldet, an sonst
gut unterrichteten Stellen in Berlin bis jetzt nichts bekannt. Damit entfallen auch die Kommentare, die von den Blättern an diese Meldung geknüpft wurden, und die dahin gehen, daß der Kaiser hoffe, durch persönliche Einwirkung leichter als durch amtliche Verhandlungen die augenblicklich bestehenden Unstimmigkeiten in Bezug auf das Verhältnis zwischen dem Hause Hohenzollern und dem Welfenhause beseitigen zu können. Die noch zu erfüllenden Vorbedingungen für die Thronbesteigung des Prinzen Ernst August in Braunschweig sind staatsrechtlicher Natur und weichen nur auf dem dadurch gewiesenen Wege erledigt werden.
Der neue preußische Fideikommißgesetzentwurs ist seit einiger Zeit fertiggestellt. Er will u. a. die Bildung von Fideikommißbesitz erschweren, damit dem Staat kein Mangel an geeigneten Kolonisationsland erwächst.
Eine Kaiserjubiläumsspende des Flottenbundes Deutscher Frauen. Am Abend des 2. Juli empfing der Kaiser auf der Hohenzollern die Vorsitzende des Flottenbundes Deutscher Frauen, Fräulein Cl. Müller-Hannover, die ihm im Namen des Bundes eine künstlerisch ausgeführte Adresse über 25 000 Mk. für ein Wasserflugzeug als Jubiläumsgabe überreichte. Der Kaiser besichtigte mit lebhaftem Interesse die Adresse und äußerte, daß man ihm mit der „Frauen- spende" eine große Freude bereitet habe.
Neue Dienstauszeichnungen für Unteroffiziere. Durch Allerhöchste Ordre vom 4. Juli 1913 haben die Dienstaus- Zeichnungen für Unteroffiziere usw. eine Abänderung erfahren. Dieselben.werden in Zukunft nach neuen Mustern hergestellt und zwbr: a) die erste Klasse als Kreuz von Kupfer, b) die zweite Klasse als Medaille von Bronze, c) die dritte Klasse als Medaille von NeusilSer. Auf die erste Klasse gibt die vollendete fünfzehnjährige, auf die zweite die vollendete zwölfjährige Dienstzeit Aspruch. Außerdem ist Allerhöchsten Orts bestimmt, daß die Land- wehr-Dienstauszeich'nung zweiter Klaffe künftig als Medaille von Kupfer nach einem neuen Muster herzustellen ist Die Dienstauszeichnungen und die Landwehr-Dienstaus- zeichnung werden am kornblumenblauen Bande an der Ordensschnalle getragen. Das Kriegsministerium hat im Anschluß an diese Allerhöchste Kabinettsordre mit Allerhöchster Ermächtigung nachstehendes bestimmt: Die neuen Dienstauszeichnungen führen und zwar: die erste Klasse im Mittelschilde auf der Vorderseite die Königskrone, auf der Rückseite die Zahl XV, Höhe und Breite 35 Millimeter; die zweite Klaffe auf der Vorderseite die Königskrone mit der Umschrift: „Treue Dienste bei der Fahne", auf der Rückseite die Zahl XII, Durchmesser 30 Millimeter; die dritte Klasse: Vorderseite wie zur zweiten Klaffe, auf der Rückseite die Zahl IX, Durchmesser 30 Millimeter. Die Personen des Soldatenstandes, welche jetzt im stehenden Heere dienen, erhalten die neuen Dienstauszeichnungen nach der neuen Bestimmung. Von ihnen schon erworbene Dienftauszeichnungen sind gegen solche neuer Art umzutauschen. Die dem aktiven Heere nicht mehr angehörenden Personen können die erworbenen Dienstauszeichnungen in der neuen Form auf eigene Kosten anlegen. Die Bestimmungen über die verkürzten Tragezeiten haben jedoch hierbei keine rückwirkende Kraft. Die Dienstauszeichnungen werden an der Ordensschnalle vor den Kriegsdenkmünzen getragen. Diejenigen Personen, denen die Landwehrdienstauszeichnung zweiter Klasse bisher zuerkannt worden ist, können sie fortan in der neuen Form auf eigene Kosten anlegen.
Eine neue österreichische Spionageaffäre. Im Kriegshasen Polt wurde eine umfangreiche Spionageaffäre aufgedeckt. Bis jetzt wurden 15 Personen verhaftet. Es sind der Feldwebel Schmutz, der Besitzer des Hotels Balkan, der Hotelier Sado, ein Unteroffizier, einige frühere Unteroffiziere der Kriegsmarine sowie Arbeiter und Angestellte des Marinearsenals. Am meisten belastet ist Schmutz. Eine Durchsuchung seiner Wohnung ergab, daß er zahlreiche militärische Geheimnisse an das Ausland verraten hat. Die Verfehlungen datieren schon drei Jahre zurück. Es ist naub gewiesen, daß er in den letzten drei Jahren von seinem Mitschuldigen, dem Hotelier Sado. 30 000 Krnoen ausgezah erhalten hat und daß ihm durch ein Postamt in Pola von bisher unbekannter Seite 40—50 000 Kronen zugsstellt wurden. Er dürste also seinen Auftraggebern sehr wertvolle
Dienste geleistet haben.
Ein Gegengewicht zum französischen Eeburtenruckg ng. Die französische Deputiertenkammer hat den Gesetzen u urf über die Unterstützung kinderreicher Familien in einfach Abstimmung angenommen. . h Ään:a4n
Em Mi°i!t°'ir.m d-r Linken n' Sââ ^“' g Rathen d-matratisch-liirraleu
Bilduna des Kabinetts betraut, das sich uns bei S I« Linken der Kammer zusarmnensetzen lou.