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Hanauer EinrSckungsgebZhr: M«*n

Die ggespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. im RellarseLell die Zelle 50 Pf»

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, es. Waisenhauses in Hanau.

Nr. 149

Erstes Blatt.

Geueral-Aazeiger

n;elger

AMlichts Organ für Stadt- and Fandkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Äusnahms der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Bezugspreis:

Vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich M Psg^ M Pop- bezug vierteljährlich 110 ML, suruatlich « Pf» Die einzelne Rümmer kostet 5 ML

verantwort!. Redakteur: 6. Schrecker tu Hanau.

M«r»sprecha»!chlitb Nr. 230. MvUtSg teil 30. JUM

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F«r»sprrcha>»kchl«L Nr. 230. 1913

Dit heutige Kummer «mW Mee dem MkWs«MI

14 Seiten.

Wundem und uetiittae SegeMände re.

Gefunden: 1 schwarze Damen-Sammettasche mit Taschentuch (gez. M. H.) und mit 1 Hausschlüssel in Wilhelmsbad, 1 Quittungskarte Nr. 2704 vom Sanitäts­verein Hanau für Ph. Hauck.

Verloren: 1 Lohndüte mit 20 Mk., 1 fertige blau- und weißgestreifte Bluse. 1 Kinderschirm in Wilhelmsbad.

Entlaufen: 1 Vernhardinerhund mit braunen, Abzeichen m. Eeschl. *

Hanau den 30. Juni 1913.

Die BalKanKrifis.

PC. Sofia, 30. Juni. Die Nachricht von der Mobili­sation der Schwarzen Meer - Flotte hat hier großes Aufsehen hervorgerufen. Die Mobilisation wird von politischen Kreisen und der Presse lebhaft kommentiert. Man ist der Ansicht, daß diese Maßnahme gegenüber der immer deutlicher werden­den Kriegslust Rumäniens ergriffen wurde.

PO. London, 30. Juni. DerDaily Telegraph" er­klärt in einem Telegramm aus Bukarest, daß die Haltung der rumänischen Regierung für den Fall eines Krieges durch­aus nicht feststeht. Jedenfalls wird eine Mobilisation er­folgen. Gegen welche: rrrnpâ

setzt noch nicht gesagt werden, Rumänien wird die Territorien zwischen Durukai und Baltis okkupieren und wird selbst nicht angreifen, wenn nicht ein Angriff von bulgarischer Seite er­folgt. Man nimmt hier nicht an, daß Bulgarien sich dieser Okkupation durch Rumänien widersetzen wird. Die rumä­nische Politik schwankt augenblicklich noch zwischen zwei Ten­denzen. Der König und eine Anzahl Minister traten für den Anschluß an den Dreibund ein, während andere Mi- vister und die liberale Partei zur slavischen Sache halten.

errichtet worden ist, zu huldigen. Dort angekommen an ge­weihter Stätte, an dem Werke, das dem Manne gilt, der das neue deutsche Reich zielbewußt mit starker Hand uns schuf, gab der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Kreisvereins, Herr Landrat Frhr. L a u r den Gefühlen, die angesichts des steinernen Wahrzeichens deutscher Kraft die Brust aller Vaterlandsfreunde durchziehen, treffend Ausdruck, indem er in markiger Rede die Blicke rückwärts schweifen ließ auf die große Zeit, auf den Mann, der das heiße Sehnen und Ringen von Generationen in kaum geahnter Weise erfüllte, um dann der gesegneten, kraftvollen Regierungszeit unseres jetzigen Kaisers mit packenden Worten zu gedenken, schließend mit der Aufforderung, unserem Herrscher ein dreifaches Hurra auszubringen. Weithin schallte die Kundgebung patriotischer Männer und Frauen und nach Absingung der National­hymne war die Ehrung an der Bismarcksäule vorüber. Mit Musik wurde der Rückweg angetreten und dann im Saale das gemeinsame Abendessen eingenommen, an dem sich 200 Personen beteiligten und das, gewürzt durch Trinksprüche, den besten Verlauf nahm. Der Vorsitzende des Vereins Herr Landrat Frhr. L a u r brachte sein Hoch dem Blühen und Gedeihen der Landwirtschaft, Herr Oekonomierat Koch bankte im Namen der Landwirte und quittierte mit einem Hoch auf den Vereinsvorsitzenden, Herr Kornhausdirektor T h y l m a n n feierte die Damen, denen er fein Glas weihte. Später wurde dem Tanze gehuldigt, und zwar mit einem lobenswerten Eifer. Bei eintretender Dunkelheit wurde ein herrliches Feuerwerk geboten, ,fras, von Herrn Menger durchgeführt, allgemeine Ueberraschung bereitete und an der 3«ttt 111 döyem jviw^ tVn^ttttiwbe. W. alten Burs und der Zisman Rumpf/) au^croc'oenü..y zu . t .

mochte. Der Ve' ynb Sommerfestes war in allen Teilen ein wohlgelungen alle Besucher hoch befriedigender.

warte günstig liegt, um ihr für die Ernte und Herbstbe­stellung erforderliches Pferdematerial zu beschaffen. Der voraussichtliche Eesamtauftrieb wird auf 1200 Stück ge­schätzt.

* Eisenbahnbauten in Gelnhausen. Die Stadtver­ordneten in Gelnhausen' haben in ihrer letzten Sitzung be­schlossen, städtisches Gelände im Umfange von 2 ha an den Eiseubahnfiskus zu verkaufen. Die Eisenbahnverwaltung be­absichtigt eine umfangreiche Erweiterung der Geleisanlageu im Bahnhöfe Gelnhausen, ebenso die Errichtung eines Loko­motivschuppens, der nach Inbetriebsetzung des Distelrasen­tunnels wohl die erforderlichen Vorspannlokomotivrn beherr- bergen soll. Die Anlage soll gleichzeitig zur Entlastung deS Bahnhofes Hanau dienen.

* Einzelfahrer - Vereinigung (Rennmannschaft). Dienstag den 1. Juli, abends 8 Uhr, UebungSfahrt über 26 km, Hanau-Rothenbergen und zurück. Donnerstag den 3. Juli, Abends 71/« Uhr, Uebungsfahrt über 22,4 km, Hanau-Windecken und zurück.

* Kath. Kasino »Eintracht" e. V. Morgen, Dienstag, wirb die Wirtschaftzur großen Krone" eröffnet. Die Mit­glieder werden zu diesem Zwecke auf morgen abend eingeladen, vollzählig zu erscheinen.

* Kath. Arbeiterverein. Morgen, Dienstag, wird di« Wirtschaftzur großen Krone" eröffnet. Die Mitglieder werden zu diesem Zwecke auf morgen abend etng^ben, voll­zählig zu erscheinen.

.*» beachtenswerter FastalSWL ^ .äscheret. Fol­

genden Fall wurde der ^^^ih^aJWB^L ^^^?n deS Aerzt-

Aus Hanau Stadt und Land.

Hanau, 30. Juni.

* Nationalliberale Partei des Wahlkreises. Am Mittwoch den 24. ds. Mts. trat in Hanau der Geschäfts­führende Ausschuß der Nationalliberalen Partei für den Reichstagswahlkreis Hanau - Gelnhausen - Frankfurt- Land zusammen. Seither bestanden die nationalliberalen Organisationen nur im Kreis Hanau und Landkreis Frank­furt und zwar in loser Verbindung mit einander; der Kreis Gelnhausen war überhaupt nicht organisiert. Nachdem aber im Verlauf des letzten Landtagswahlkqmpfes auch dort auf- blühende.nationalliberale Vereine entstanden sind, machte sich das Bedürfnis geltend, dem ganzen Wahlkreis einen festeren Zusammenschluß zu geben. Zu diesem Zwecke wurde der Geschäftsführenbe Ausschuß gebildet, an dessen Spitze Herr Dr. Heraeus - Hanau als Wahlkreisobmann steht; Stell­vertreter^ sind die Herren Mittelschullehrer Landgrebe- Bockenheim und Dr. K ü ch e n t h a l in Gelnhausen. Nach Erledigung innerer Angelegenheiten wurde die Abhal­tung eines Parteifestes in Wilhelmsbad für Ende August beschlossen; sodann wurde eln Arbeitsplan/für die Partei­tätigkeit im kommenden Winterhalbjahr ausgestellt.

* Der Landesausschuß versetzte Dr. Lindner, Di­rektor des Hersfelder Krankenhauses, zum 1. Oktober d. J. nach Hanau als Leiter der chirurgischen Abteilung des Ha­nauer Krankenhauses. Von dem gleichen Zeitpunkt an wird der bisherige Inhaber dieses Postens, Dr. Fertig, mit der Leitung des Hersfelder Krankenhauses betraut.

* Eine Kaiserjubilärrmsfeier der Landwirte. Im Kurort Wilhelmsbad hatten sich am Samstag nachmittag die Mitglieder und Freunde des landwirtschaftlichen KreiS- vereins Hanau versammelt, um eine Nachfeier zum Regierungs­jubiläum unseres Kaisers in der Form eines Sommerfestes zu begehen, um in ungezwungener, heiterer Geselligkeit das alle umschließende Band gemeinsamer Berufsmieressen fester zu knüpfen. Trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse hatten sich Besucher in fast nicht erwarteter großer Zahl ein­gefunden, sodaß bei den herrlichen Weisen der Kapelle des Eisenbahnregiments anet; recht bald die erforderliche Fest- stimmung vorhanden war. Der Höhepunkt der Festesfreude wurde jedoch erreicht, als die Aufforderung erging, in ge- meinsamem Zuge sich zur Bismarcksäule zil begeben, nm dort dem Kaiser und gleichzeitig auch dem Altreichskanzler, dem das volkstümlichste Wahrzeichen vaterländischen Dankes

futter Aerzte- StlMS' S W '" Haufen, 29. begab sich am^ '. ' _ .

Kesselstabt

(Betrachten b> § noch ordnete eine

reichlich Sennc -^^ " câee. Nach der Heimkehr von der Koüst^'"" über Kopfweh, fieberte

und phantasier. 6. ustav- «te Kur hin trat Er- brechen und ? tach 3 Tagen wurde der

Zustand bedenklich!^, ^ nnb t dem Kurpfuscher tele­phonieren ließ, ber t; , j Tage kam. An diesem Tage war da» Befinden außerordentlich schlecht. Trotzdem

. ,^. L., ;jr;gén Voran., en" Miller aus Augendiagnose"

ivaäge: ^ber fromme.

rsitzendes

* Handwerkk ^Stiftung. Die von der Vollversamm­lung der Handwerkskammer zu Cassel am 3. März d. I. aus Anlaß des 2Äjährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers und Königs beschlosseneKaiser Wilhelm- Jubiläums-Stiftung" ist durch Allerhöchsten Erlaß vom 13. Juni 1913 genehmigt worden. Diese Stiftung tritt also jetzt in Kraft. Sie soll bekanntlich dazu dienen, erholungsbedürftigen selbständigen Handwerkern auS dem Kammerbezirk zum Besuche von Luftkur- und Badeorten Bei­hilfen zu gewähren. Zu diesem Zweck stehen dem Vorstande alljährlich 1000 MkX zur Verfügung. Unbemittelte Hand­werksmeister, welche die Wohltaten dieser Stiftung in An­spruch nehmen wollen, müssen begründete Gesuche bald an die Handwerkskammer in Cassel, Jordanflraße 12, einsenden.

* Die Hanauer Straßenbahn veröffentlicht in der heu­tigen Nummer ein Inserat betr. Lie für Juli gültigen Mo­natskarten.

* Ulanen! Nächsten Donnerstag den 3. Juli, abends 9 Uhr, Monatsversammlung des Vereins ehem. 6. Ulanen Hanau im Vereinslokal zumgroßen Elefanten" hier. Da über die. Abhaltung unseres diesjährigen Sommerfestes ge­sprochen werden soll, so bitten wir die Mitglieder dringend, recht pünktlich erscheinen zu wollen. Kameraden, die unserem Vereine noch fernstehen, können sich in jeder Versammlung aumelden, ebenso nimmt jederzeit unsere Geschäftsstelle Salz­straße 28, Schriftführer Hahn, Anmeldungen entgegen und erteilt gewünschte Auskünfte.

* Vortrag. Wir machen unsere Leser auf den am Sonn­tag den 5. Juli d. J. stattfindenden Vortrag des Herrn Dr. Kohler- Hamburg vom Verein für Han'olungs - Kommis von 1858 aufmerksam, und verweisen gleichzeitig auf das Inserat in heutiger Nummer. In Anbetracht der Wichtigkeit der heutigen sozialen Bewegung sönnen wir allen Beteiligten den Besuch des Vortrages nur empfehlen.

* Jubiläum. Ein wohl seltenes Jubiläum feierte gestern der in Sängerkreisen bekannte Dirigent des Gesangvereins Eintracht". Mit Umsicht und Erfolg steht er 35 Jahre als Dirigent an der Spitze des Vereins und mit Liebe, Achtung und Dankbarkeit gedenken die Mitglieder seiner an seinem Ehrentage. Möge Herr Hamburger der ihm lieb gewordenenEintracht" noch lange erhalten bleiben.

* Frankfurter Arbeitspferdemarlt. Für den Mittwoch

hen 2. Juli auf den Reit- und S-hrpkäßen des l-ndwiri. ^M zur Erhtzunz des D-I-rmt-ièâ b-U-agen 1 wird, dürfte nicht verfehlen, in der Zeit vom 6. Lis 19. Juli den Strom der Rheinfahrer über die schöne grüne Lahn

schaftlichen Vereins zu Frankfurt stattfindenden Arbeits- pferdemarkt sind die Anmeldungen reichlich eingegangen, im ganzen wurden 486 Pferde zum Verkauf angemeldet. Wenn auch diese monatlichen Märkte lediglich für den Handel mit Arbei'tspferden bestimmt sind, so werden doch auch viele schwere und leichtere Wagenpferde, welche von den Fuhrwerksbesitzern und benachbarten Oekonomen ge­sucht werden, umgefetzt. Dieser bevorstehende Markt ver­bricht ein lebhaftes Geschäft, da der Termist für die Land­

Eigner fest und ver-

beneid h . n - . .

t Alöe und einen

üjm v ^ über Kopfweh, fieberte

sand der Kurpfuscher alles ganz in Ordnung und erklärte wiederum auf Grund derAugendiagnose", der Gries müsse weggehen, dann würde alles gut werden; Patient solle nur weiter die Kur genau befolgen. Zwei Tage darauf wurde der Arzt gerufen, der den Patienten hoch fiebernd, phanta- sierend, mit schlechtem Pulse und in großer Schwäche vor­fand. Es bestanden erbsenbreiartige Darmentleerungen. Der Arzt stellte sofort die DiagnoseTyphus" und veranlaßte am gleichen Tage dir Uebersührung in das Krankenhaus. Dort wurde die Diagnose bakteriologisch und serologisch be­stätigt. Der Patient ist in der Nacht vom 3L Mai zum 1. Juni gestorben. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß der Kurpfuscher für seine beiden Konsultationen jedesmal 4 Mk. berechnet hat. Es erübrigt sich, dieser Diagnose und dieser Behandlung eines Typhus ein Wort hinzufügen. Was mag wohl bis zum Eintreffen des Arztes geschehen sein, um der Weiterverbreitung des Typhus vorzubeugett?

Ems-Nassauer Stein-Festspiele in Nassau. Unter großer Anteilnahme der ganzen Bevölkerung schreiten die Vorbe­reitungen zu dem WeihefestspielAm Nornenstern" von Heinz Gorrenz vorwärts. Der künstlerischen Leitung, die in den bewährten Händen des Wiesbadener Theaterdirebtors Dr. Rauch liegt, steht eine der denkbar schönsten Natur­bühnen und eine täglich wachsende Schar begeisterter Dar­steller zur Verfügung, die durch eine Reihe bekannter Künstler verstärkt ist. Als Festredner haben ihre BeteUi- gung u. a. zugesagt: Generalsuperintendent Dr. Klinge- mann-Koblsnz, der Steinforscher Dr. Albert Pohlmayer, der bekannte Bonner Historiker Privatdozent Dr. Herrmann. Die glänzende und überaus günstige Lage der festgebenden Städte Naffau und Bad Ems, von denen besonders das letztere durch glänzende Veranstaltungen an den Festspiel-

zu diesen eigenartigen und großzügigen Beranstaffungen zu lenken.