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ten Antwort die höhere Gehaltsgrenze und Sie Schaden­ersatzpflicht des Prinzipals Lei geheimer Konkurrenzklausel rundweg ab und bezeichnete auch von den beiden anderen Forderungen nur eine als erwägenswert. Dieses Ultimatum Des Chefs des Reichsjustizamtes gab der Kommission dann Den Anlaß, sich zu Vertagen und einstweilen unter sich zu entscheiden, wie weit sie auf diese Bedingungen der Regie-' rung eingähen könnten. Gestern und heute früh habe diese Besprechungen vertraulich stattgefunden. Es stellte sich dabei heraus, daß die vorher gegenüber den ersten Entschließungen der Regierung herbeigeführte Verständigung aller Parteien jetzt nicht mehr zustandekam. Als dann die Regierungsver­treter erschienen, begann eine Kommissionssitzung. Die bür­gerlichen Parteien bei der ersten Verständigung hatten die SoziaCemokraten positiv mitgemacht, jetzt schlossen sie sich aus wollten das Zugeständnis machen, die Cehalts- grenze, wie es die Regierung wünscht, auf fünfzehnhundert Mark zu beschränken, aber nur bei einjähriger Dauer der Klausel, dagegen bei zweijähriger Dauer an der ursprüng­lichen Forderung der Kommission von zweitausend Mark festzuhalten. Auf die an die Regirung nunmehr gestellte neue Anfrage erwiderte sie, eine Antwort jetzt noch nicht geben zu können. Von naLionalliberaler und Zentrumsseite wurde großer Wert darauf gelegt, daß das für die Hand­lungsgehilfen so wichtige Gesetz durch Mitwirkung sämt­licher Parteien zustandekomme. Jedenfalls war aus der Stellungahme der Regierung und der Parteien jetzt ge­geben, in die zweite Lesung des Entwurfs einzutreten. Sie soll anfangs nächster Woche beginnen, damit inzwischen die Mitglieder der Kommission mit ihren Fraktionen über die veränderte Lage Rücksprache nehmen können.

Aus Hanau Stadt und Land.

Hanau, 20. Juni.

Die Handelskammer zu Hanau

hielt vorgestern nachmittag in Fulda im Stadtverordneten- Sitzungssaale eine Plenarsitzung ab. Aus den Verhand­lungen heben wir nach derFuld. Ztg." folgendes hervor: Nach 40j ädriger Arbeit ist im vorigen Jahre im Haag ein internationales Wechselrecht zustande gekommen, dem sich außer dem Deutschen Reiche 36 andere Kulturstaaten angeschlossen haben, unb das im Grunde auf dem alten deut­schen Wechselrecht fußt. Die in der neuen Ordnung getroffe­nen Aenderungen haben das deutsche Wechselrecht nicht ver­schlechtert, vielmehr es in manchen Punkten verbessert, so­daß die Handelskammer es zur Annahme und Erhebung zum Gesetz durch den Reichstag empfiehlt. Sodann wurde eine Vorlage betreffs des Zugabewesens zur Verhandlung ge­bracht. Es wurde betont, daß sich diese Sitte zu einer wahren \ Unsitte ausgewachsen habe, daß die Zugabe oft sogar, wenig­stens scheinbar, den Wert des Kaufobjektes übersteige. Wenn man auch die Gewerbefreiheit anerkennen müsse, so sei doch nicht zu bezweifeln, daß das reelle Handelsgewerbe, beson­ders der Detaillist, durch diesen unlauteren Wettbewerb ge­schädigt werde, und ebenso auch der Konsument, der so über die Minderwertigkeit der Ware hinweggetäuscht werden soll. Die Handelskammer nimmt einstimmig folgende Reso­lution an:Soweit die Zugabe nach ihrem Werte in einem offenbaren Mißverhältnis zum Preise der Hauptware steht und somit den Charakter eines unlauteren Geschäftsgebah- rens gegenüber dem kaufenden Publikum und dem reellen Handel hat, erscheint ein gesetzliches Einschreiten geboten, etwa durch eine Ergänzung des Gesetzes gegen den unlau- tern Wettbewerb." Der Verein zur Bekämpfung des Be­st e ch u n g s u n w e s e n s, dem auch die Handelskammer angehört, hat bislang feine Tätigkeit nur in Anrufung der Gerichte zur Verfolgung von Bestechungen gesucht, will aber neuerdings auch vorbeugend vorgehen, indem er die Händler zur Unterzeichnung von Reversen verpflichten will. Die Handelskammer ist jedoch der Ansicht, daß das Vestechungs- unwesen schon genügend durch § 12 des Wettbewerbsgesetzes getroffen wird. Der Entwurf des preußischen W o h - nungsgesetzes wird als eine brauchbare Gruirdlage bezeichnet für das Eingreifen auf einem Gebiet, dessen große Bedeutung für körperliche, sittliche und soziale Gesunderhal­tung unseres Volksganzen und damit für die Erhaltung un­serer nationalen Leistungsfähigkeit außer allem Zweifel steht. Sodann wird mitgeteilt, daß eine Umfrage im Ge­biete des Kammerbezirks ergeben hat, daß ein Bedürfnis für die Errichtung eines Fachausschusses für Heimarbeit, die vom Minister angeregt wurde, hier nicht vorliegt und daß in entsprechender Weise an den Herrn Regierungspräsi­denten berichtet wurde. Auch dem von der Handelskammer Schweidnitz gemachten Vorschläge einer schematischen Ab­grenzung des Kleingewerbes schließt sich die Handelskammer nicht an, da sie die Abgrenzung nach den örtlichen Vrhältnissen für vorteilhafter hält. Ein in Hanau eingerichteter Fortbildungskursus für Verkäuferinnen hat verhältnismäßig wenige Teil­nehmerinnen gefunden. Dagegen scheinen die Erfolge in der Ausbildung gut zu sein, sodaß die Handelskammer der Ansicht ist, daß die Versuche mit dem Kursus fortgesetzt wer­den. Eine Textilfirma Fuldas hat an die Kammer be­richtet, daß in den deutschen Bundesstaaten sich Gepflogen­heiten ausgebildet haben, wonach dort nur einheimische Fir­men zu Lieferungen herangezogen werden, während in Preußen eine derartige Einrichtung nicht bestehe. Aus der Besprechung ergibt sich, daß eine Reihe anderer Firmen aus dem Kammergbiete derartige Erfahrungen gemacht haben. Die Kammer beschließt, den Handslstag zu ersuchen, geeig­netes Material zu sammeln und dieses dem Handelsminisier vorzulegen. Beim Punkte Verkehrsangelegenheiten wird mitgeteilt, daß wegen erheblicher eingetretener Schmierig­keiten der D i st e l r a s e n t u n n e l nicht vor dem 1. Ok­tober 1914 eröffnet werden kann. Von einigen Fuldaer Fir­men ist eine bessere Z u q v e r b i n d u n g von Fulda nach Hambura aewünscht, und am ar wird hierfür der

D-Zug 41 vorgeschlagen, der morgens 8,08 Uhr Fulda ver­läßt. Die Angelegenheit soll der Eisenbahndirektion dringend empfohlen werden. Don feiten der Stadt Schlüchtern ist gewünscht worden, daß einer der drei Vormittags-D-Züge dort halten möchte. Auf Verwenden der Handelskammer hat die Eisenbahndirektion zugesagt, daß ein D-Zug in Salmünster und einer in Schlüchtern halten solle, falls Fulda auf einen Zug verzichten würde. Die Handelskammer ist der Ansicht, daß man Fulda dies nicht anmuten könne, zumal die Cisenbahndirektion schon im vorigen Jahre das Halten eines D-Zuges in Schlüchtern in Aussicht stellte, ohne daß irgend eine Bedingung daran ge­knüpft wurde. Auch der Verkehrsverein Fulda hat energisch gegen den Vorschlag der Eisenbahndirektion Stellung ge­nommen. Es wird anerkannt, daß Schlüchtern als Kreis­stadt ein Anrecht auf die Erfüllung seines Wunsches hat, uni) die Handelskammer will auch erneut wieder dafür ein­treten. Das Kammermitglied Arn d-Fulda stellte den Antrag, die Handelskammer Hanau wolle veranlassen, daß für die Kreise Fulda, Gersfeld und Hünfeld je ein Extraausschuß für den Kleinhandel errichtet werde, da die Verhältnisse es hier wünschenswert erscheinen lassen. Dann werden an 34 Angestellte und Arbeiter Fuldaer Firmen Ehrenurkunden für langjährige ununter­brochene Dienstzeit verliehen.

* Fahrplanänderung. Von Sonntag den 22. Juni ab wird der jetzt zwischen Kahl und Hanau-West verkehrende Personenzug 352 bis Frankfurt-Ost durchgeführt und sein Fahrplan wie folgt festgesetzt:

Kahl ab 724 Hanau-West an 746 ab 748 Wilhelmsbad 753 , 755 H.-Dörnigheitn 801 n 803

B.-Rumpenheim 807 808

Mainkur 813 814

Frankfurt-Ost 821

Die Rechte des Platzkarten-Jnhabers. Zur Reifezeit ist die Klärung der vielbesprochenen und durch Vorkommnisse in neuerer Zeit wieder aktuell gewordenen Frage von be­sonderem Interesse: Welche Rechte hat der Inhaber einer Platzkarte? Di« Antwort von amtlicher Stelle lautet dahin: Der Inhaber einer Platzkarte hat uneingeschränktes Recht auf den durch sie bestimmten Platz. Wird dieser von einem Unbefugten eingenommen, so haben die Zug- oder Stations­beamten auf Ansuchen des Berechtigten die Verpflichtung, den Platz für den Karteninhaber frei zu machen, und sie dürfen bezw. müssen, wenn der Unbefugte nicht gutwillig weicht, Gewalt anwenden. Im übrigen hat die Eisenbahnverwaltung auch in diesem Jahre vor Beginn der Reisezeit allen Beamten Höflichkeit und Hilfsbereitschaft dem Rat und Schutz suchenden Publikum gegenüber ans Herz gelegt.

* Jungdeutschland-Bund (Freischar). Sonntag den 22. Juni Antreten 11,20 Uhr vorm., Nordbahnhof, zur Fahrt nach Friedberg-Nauheim. Rückkehr 11,21 Uhr abends. Kosten 0.70 Mk. Vesper und Abendbrot mit­bringen.

* 50jähr. Fahnenjubiläum des Turnvereins Kessel- stadt. Unter den 400 Fahnen deutscher Turnvereine, welche in diesem Jahre auf ein Alter von mindestens 50 Jahren zurückblicken, und im Festzuge des Deutschen Turnfestes in Leipzig ganz besonders geehrt werden sollen, wird sich auch die Fahne des Turnvereins Kesselstadt befinden. Das alte ehrwürdige Banner, das im Jahre 1863 dem Verein von den Frauen und Jungfrauen gewidmet wurde, hat leider im Laufe der vielen Jahre an seinem Aussehen großen Schaden gelitten. Das seidene Tuch ist teilweise zerstört und auch in den Farben unansehnlich geworden. Aus diesem Anlaß ent­stand unter den Damen des Vereins der Wunsch, demselben wieder ein sichtbares Zeichen treuer Anhänglichkeit in Gestalt einer neuen Fahne zu geben, und so entwickelte sich denn in. Kcsselstadt eine rege Sammeltätigkeit in dieser Richtung, die den schönen Erfolg halte, daß die Frauen und Jungfrauen jetzt in der Lage sind, dem Verein eine prächtige, rcichgestickle Fahne überreichen zu können. Die Weihe derselben soll in Verbindung mit der Jubelfeier der alten Fahne am 21. und 22. Juni b. Js. durch eine Reihe von Veranstaltungen fest­lich begangen werden. Eine besondere Freude ist dem Vereine dadurch beschieden, daß von den Stifterinnen der ersten Fahne noch 25 am Leben sind, unter ihnen auch diejenige, welche dem Vereine bei dein damaligen Feste die Fahne über­gab, Frl. Auguste Stör ck. Ein Kommers am Samstag den 21. Juni wird die Festlichkeiten einleiten, die akademische Feier findet am Sonntag den 22. Juni statt, der sich ein Waldsest in bem vor Wilhelmsbad herrlich gelegenen Eichen­wald in der Vurgallee anschließt. Der Turnverein Kessel­stadt, dessen Feste schon von jeher eine große Anziehungs­kraft besessen haben, wird auch bei seiner Fahnenweihe nicht verfehlen, seinen Mitgliedern und Gästen einige frohe und genußreiche Stunden zu bereiten und alles daran setzen, das Fest zu einem in jeder Beziehung würdigen zu gestalten.

* Kurort Wilhelmsbad. Anläßlich des Negierungs­jubiläums Sr. Majestät des Kaisers und Königs findet am nächsten Sonntag ein großes im Nahmen eines Volksfestes gehaltenen patriotisches Fest statt. Alles nähere wird morgen durch Annonce und Anschlag an den Plakatsäulen bekannt gegeben.

* Tapezierer-Zwangs-Innung. Um eine Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage zu erzielen, sowie viele ihr Hand- merf schädigende Mißstände zu beseitigen, hielten die selb­ständigen Tapezierer Hanaus am vergangenen Dienstag unter dem Vorsitz des Tapezierermeisters W. Wolf fr. eine Ver­sammlung ab. Nachdem der Vorsitzende in klaren Worten verschiedene Mißstände beleuchtete und darauf hinwies, daß man dieselben unbedingt beseitigen müsse, ergriff der Vor­sitzende des Handwerker- und Gewerbeansschusses Herr Reinhardt das Wort und führte der Versammlung in sachlicher Weise den Zweck und Nutzen einer Organisation vor Auarn. Nachdem noch einiae Herren aus der Ver­

sammlung in demselben Sinne sprachen, wurde einstimmig beschlossen, eine Tapezierer-Zwangs-Junung, der auch die Sattler angehören, zu gründen.

* Spessart-Touristen-Verein. Wir machen an dieser Stelle nochmals auf die sechste Vereinswanderung des Ver­eins vom Rhein durch den Hunsrück an die Mosel aufmerk­aufmerksam und verweisen auf die Annonce im heutigen Blatte. Nähere Auskünfte erteilen die Führer, sowie die Vorstandsmitglieder auf Anfrage gerne. Es ist von ver­schiedenen Mitgliedern eine weitere Ausnutzung der Fahrt vorgesehen nach Trier, Luxemburg, Luxemburger und Echternacher Schweiz, wozu Anschluß gestattet und er­wünscht ist.

* Auch ein freudiges Ereignis. Der Gickel auf der französisch.niederländifchen Kirche hat wieder, in neuem Golde gekleidet, seinen alten Standort bezogen, um mit seinem er­habenen Kopfe die Windrichtungen anzugeben, welches dem ganzen südlichen Stadtteile sehr gefehlt hat und nun will­kommen geheißen wird.

* Musikkritiker-Verband. Der kürzlich begründete Verband Deutscher Musikkritiker (e. V.), der sich die künst­lerische, moralische und soziale Hebung des deutschen Musik­kritikerstandes zur Aufgabe gemacht hat, hielt am 3. Juni zu Jena seine erste Hauptversammlung ab. Zum 1. Vor­sitzenden wurde Dr. Alfred Heuß, Leipzig, zum 1. Schrift­führer Paul Bekker, Frankfurt gewählt. Zur Erledigung von Aufnahmeanträgen setzte die Versammlung eine besondere Kommission ein, ferner beschloß sie die Herausgabe eigener Verbandsmitteilungen.

* Einzelfahrer-Vereinigung Hanau, Rennmannschaft. Da infolge des strömenden Regens das für gestern ange­setzte Training über 50 Kilometer nicht stattfinden konnte, werden hiermit die Teilnehmer ersucht, sich am Freitag den 20. d. MtS., abends 7 Uhr, an dem verabredeten Treffpunkt einzufinden.

* Kaninchen-Ausstellung. Wie alljährlich, hat eS sich auch in diesem Jahre der Kaninchen - Zuchtverein Hanau- Keffelstadt zur Aufgabe gemacht, mit einer größeren Aus­stellung in die Oeffentlichkeit zu treten, um die werte Ein­wohnerschaft sowie Freunde und Gönner unseres Vereins, von der Nützlichkeit der Kaninchenzucht, insbesondere von der Verwertung des Fleisches, sowie des Felles zu über­zeugen. Wie bis jetzt zu ersehen ist, wird die Ausstellung von sehr vielen hiesigen, als auch von auswärtigen Züchtern beschickt und wird voraussichtlich in Tieren als auch in Produkten nur das Beste geboten werden. Um allen Be­suchern Rechnung zu tragen, wird gelegentlich der Aus­stellung ein großes Gartenfest, wozu die beliebte Eckhardt'sche Musikkapelle sowie einige Gesangvereine ihre gütige Mit- wirkung zugesagt haben, arrangiert werden, um abends mit einem gemütlichen Tänzchen das Fest zu beschließen. Zur Unterhaltung sind weiter noch Preisschießen, Preiskegeln und Tombola vorgesehen. Um es jedermann möglich zu machen, dieses Fest auch mit seiner Familie besuchen zu können, bat der Vorstand beschlossen, den Eintrittspreis auf 20 Pfg. pro Person zu setzen und Familienkarten zum Preise von 50 Pfg. abzugeben. In der Hoffnung, daß auch der Himmel uns ein freundliches Gesicht zeigen wird, laden wir nochmals die werte Einwohnerschaft von Hanau-Kesselstadt freundlichst ein. (Näheres siehe Inserat im heutigen Blatte).

* Unentgeltliche Abfuhr von Kohlenschlacken. Im Betriebe der Königlichen Pulverfabrik haben sich zur Zeit große Mengen von Kohlenschlacken angesammelt, die an jedermann unentgeltlich abgegeben werden. Die Abfuhr kann an allen Werktagen von 7 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags erfolgen.

* Jungveutschlandbund. Versammlung Sonntag 9 Uhr vormittags in der Kaserne des Eisenbahn-Regiments Nr. 3. Endgültige Aufstellung der Teilnehmerlisten für die Wettspiele.

* Kath. KasinoEintracht" e. V. Wie bereits im Anzeigenteil bekanntgegeben, findet morgen abend Festfeier anläßlich des 25 jährigen Negierungsjubiläums des Kaisers statt, wozu die Mitglieder hiermit nochmals eingeladen werden. Hieran anschließend Besprechung einiger wichtiger Punkte, welche die Anwesenheit aller Mitglieder benötigen.

* Verhafteter Messerstecher. Wie den Lesern noch er­innerlich sein wird, wurde am Sonntag den 8. Juni in Gronau der Maurer Jakob Schmidt aus Kilianstädten auf dem Heimweg überfallen und durch einen Messerstich in den Kopf so schwer verletzt, daß er an den Folgen der Ver­letzung am 11. b. Mts. im hiesigen Landkrankenhause ge­storben ist. Der Rohling, der den Stich geführt hat, ist der Arbeiter Emil Zins aus Egenroth, welcher in Gronau be­schäftigt war. Er wurde alsbald verhaftet und in bas Amtsgerichtsgefängnis in Bergen übergeführt. Der rohen Tat ist an dem fraglichen Sonntag abend in Gronau ein Streit zwischen mehreren Burschen um einige junge Mädchen vorausgegangen, der den oben geschilderten bedauerlichen Ausgang genommen hat.

* Wiener Spitze. Sonntag den 22. Juni findet von 4 Uhr an in der Wiener Spitze großes Tanzvergnügen bei gutbesetztem Orchester statt (Näheres die Samstags-Annonce.)

* Schwedische Krone. Ganz besonders gute Unterhaltung finden am Samstag und Sonntag die Besucher der Gast­spiele des Possen-TrioBackes-Jost-Gürtler". Wer den urkomischen Christian mit seiner Partnerin Frl. Jost kennt, weiß, daß sie nur das Beste leisten, ebenso Herr Gürtler. Das vorgesehene Familienprogramm enthält verschiedene neue Possen. Tanzmusik findet wie immer Sonntag von 4 Uhr an statt.

* Ertrunken ist gestern nachmittag in der Kinzig der 46jährige Gelegenheitsarbeiter Wilh. Hellmann von hier.

Bersteigerungs- rc. Kalender für Samstag den 21. Juni.

Nachmittags l1/» Uhr soll die der Gemeinde Eichen zustebmbe Feld- und Waldjagd auf dem Rathbause daselbst öffentlich meistbie­tend vervacktet werden (L Nr. 131 -Han. Anz."^