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Hanauer K Anzeiger

Die ögespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. tm ReUameteil die Zeile 50 Pfg.

Genkral-Anzeiger

Vierteljährlich 1.80 ML, monatlich «Pfg. M Ptz^ bezug vierteljährlich 2.10 ML, monatlich 70 U-r

verein. ev. Waisenhauses in Hanan.

Amtliches Orga« für Stadt- und FaadKreis Sanaa. ®*^*1 ^

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. verantwortL Redakteur: S. Schrecker in Hamm,

Nr. 135 Rmtfp«d).mw<tii Nr. 230._________Donnerstag den 12. Juni

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Fernsprechanfchltttz Nr. 230.

1913

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BeKanntmarqung.

Wahl zur Zahnärztekammer.

Auf Grund der endgültig feslgestellten Listen der Wahlberechtigten bestimme ich, daß für die nach der Allerhöchsten Verordnung vom 16. Dez. 1912 (Gesetz­sammlung 6. 233 ff.) errichtete Zahnärztekammer zu wählen sind:

im Wahlbez. Ostpreußen

2 Mitglied, u.

2 Stellvertr.

ff

Westpreußen

2

ff

ff

2

ff

ff

ff

Brandenburg

2

ff

ff

2

ff

If

H

ff

ff

Berlin (Landes­polizeibezirk)

Pommern

5

2

ff

ff

ff ff

5

2

ff

ff

ff

ff

Posen

2

ff

ff

2

ff

ff

ff

Schlesien

3

ff

ff

3

ff

ff

ff

Sachsen

2

ff

ff

2

ff

ff

H

Schleswig-Holstein 2

ff

ff

2

ff

ff

ff

Hannover

2

ff

>f

2

ff

f

ff

Westfalen

2

ff

ff

2

ff

ff

ff

Hessen-Nassau

2

ff

ff

2

ff

f

ff

Rheinprovinz (mit Hohenzollern)

3

ff

ff

3

ff

Homburger Kurhaustheater.

Johannisfeuer."

Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann.

Nach längerer Pause erschien wieder einmal Suder­mann auf unseren Brettern. Endlich! Denn gegenüber dem seichten Alltagskram des modernen Nepertoirs wirkt Suder­mann immer wieder wie eine Erfrischung. WennJo­hannisfeuer" auch nicht gerade das beste Sudermannsche Werk ist, so ist es doch eines der besten. Sudermann zeigt sich hier wieder als glänzender Dramatiker von einer Stärke und Originalität, wie sie nur wenige Bühnendichter auf­zuweisen haben. Mag sein, daß er auch hier raffiniert mit Effekten arbeitet, seine Personen aber sind keine Pappfi­guren, die er marionettenhaft hin- und herschiebt. Niemals! es sind imer lebende, denkende und handelnde Menschen, die mit unerbittlicher Notwendigkeit der Strenge des Schicksals folgen müssen. Durch diese psychologischen Feinheiten, die hier der Verfasser verrät, werden seine Gestalten und seine Szenen, die er technisch in vollendeter Meisterschaft aufbaut, zu einem lebendigen Ganzen, daß in seiner Wucht den Zu­schauer mit fortreißt, zu lebendigem Leben. Man kann selbst­verständlich über die philosophischen und ethischen Anschau­ungen des Verfassers im Zweifel sein, aber seine derbe Ehr­lichkeit ist der beste Schutzdamm gegen ims leichte Wucher­pflänzchen Prüderie.

Johannisfeuer", in dessen packender Handlung Suder­mann die Probleme der Vererbung und Schicksalsbestimmung geschickt verficht, ist seinem Inhalte nach bekannt. Wir wollen uns deshalb auf die Darstellung beschränken.

Martin W i e b e rg als Regisseur war mit Umsicht und feinem Verständnis zu Werke gegangen und hatte für wirk­same Bühnenbilder bestens Sorge getragen. Die ganze Auf­führung ging-flott und einheitlich von statten und garan­tierte von Anfang an ein gutes Belingen. Martin Wieberg selbst in her Rolle des starren, urwüchsigen und dabei doch so gutmütigen Gutsbesitzers Vogelreuter gab eine Charak-

. Die Zahnärztekammer wird sich danach aus 31 Mit­gliedern und ebensovielen Stellvertretern zusammensetzen.

Die Wahl ist in der Zeit vom 22. bis einschließlich 28. Juni d. J. vorzunehmen; die Wahlperiode setze ich auf die Zeit vom 1. Juli d. Js. bis Ende Dezember 1915 fest. E^ wird durch Stimmzettel gewählt, die an den zuständigen Oberpräsidenten zu senden sind. Jeder Stimmzettel muß Namen, Stand und Wohnort des Wählenden, der von ihm gewählten Mitglieder und Stellvertreter enthalten und rechtzeitig bis zum Ende der Wahlfrist eingereicht sein.

Ungültig sind:

1. Stimmzettel, die die Person des Wählenden nicht erkennen lassen oder die von einer nicht wahlbe­rechtigten Person ausgestellt sind;

2. Stimmzettel, die keinen oder keinen lesbaren Namen enthalten;

3. Stimmzettel, auf denen mehr Namen als zu wählende Personen verzeichnet sind;

4. Stimmzettel, die einen Vorbehalt oder Einspruch enthalten;

5. Stimmzettel, soweit sie die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft erkennen lassen oder den Namen einer nicht wählbaren Person bezeichnen oder der Angabe entbehren, ob der Benannte als Mitglied oder als Stellvertreter gewählt worden ist.

Gewählt sind diejenigen, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

Das Ergebnis der Wahl wird seinerzeit bekannt ge­macht werden.

Die näheren Anordnungen über die Wahl in dem einzelnen Wahlbezirken werden durch die zuständigen Oberpräsidenten ergehen.

Berlin den 30. Mai 1913.

Der Minister des Innern.

J. V.: Holtz.

Vorstehendes wird hierdurch mit dem Bemerken be­kannt gemacht, daß die Stimmzettel für die in dem Wahlbezirk der Provinz Hessen-Nassau zu wählenden beiden Mitglieder und Stellvertreter der Zahnärzte­kammer innerhalb der Zeit vom 22. bis einschließlich 28. Juni d. J. in verschlossenem Briefumschlag an mich einzusenden sind. Jeder Stimmzettel muß ersehen lassen, ob die darin genannten Zahnärzte als Mitglieder oder als Stellvertreter in Betracht kommen sollen.

Cassel den 5. Juni 1913. Nr. 6180

Der Oberpräsident.

_________________Hen gstenberg. terfigur von feinster Prägnanz, die sich klar und originell bis in alle Einzelheiten an dem Rahmen des Spiels abhob. Die Gutsbesitzersfrau, der Typ der fragenden, kleinlichen Hausfrau ohne Blick für das wilde und wüste Leben da draußen, fand in Franziska Hesse eine ausgezeichnete Ver­körperung. Else Kauffahrt als Trude war bisweilen in ihrer Naivität ganz reizend, öfterer aber fand sie nicht den rechten erwärmenden Ton und konnte langweilig wir­ken. Als Georg v. Hartwig spielte Herrmann Reiffen- st e i n mit gutem Glück unb feinem Verständnis und gab seinem Spiel, daß sei ihm besonders angerechnet, eine charak­teristische persönliche Note. In der Hauptrolle des Heimchen stellte sich uns Lina Habermann als East auf Engage­ment vor. Es ist schwer, nach einer Vorstellung ein Urteil über die Dame zu gewinnen. Nach der gestrigen Vorstellung kann man wohl sagen, daß man es mit einer intelligenten Künstlerin zu tun hat, die mit feiner Vertiefung spielt. Aber die Mittel des Ausdrucks erscheinen zu primitiv und die Rolle geht oft mit der Künstlerin durch. So erschien das Heimchen gestern rührend gutmütig und edel und bemit­leidenswert. Aber das sind nicht die treffenden Charakter­züge, die hier nach dem Glück, das rücksichtslose Vernichten und Verachten fremden Glücks, das Menschenunwürdige im Menschen, das kam zu matt zum Ausdruck. Aber wie gesagt, das kann kein Endurteil sein und ein Probeengagement könnte man empfehlen, zumal an sentimentalen Lieb­haberinnen sowieso kein Ueberfluß herrscht. Hellmuth Neu- p e r t als Hilfsprediger hielt sich sehr tapfer und führte vor allem sein Ostpreußisch trefflich durch. Lobend zu erwähnen wären noch Therese Wald (Weßkalene) und Fritz Müller (Inspektor Plötz). W. K. ~

Kurhaustheater Bad Homburg v. d. H.

S p i e l p l a n :

Freitag oen 13. Juni, abends 8 Uhr:Mein Freund

T e d d y".

| Dienstag den 17. Juni, abends 8 Uhr :D a s Buch

* einer Frau".

Stadtkreis Ran au.

Bekanntmachung.

Aus Anlaß des Regierungsjubiläums Sr. Majestät des. Kaisers und Königs find die städtischen Amtsstellen am 1C ds. Mts. geschloßen.

Das städtische Steueramt und die Heuwage sind bis 10 Uhr, das Standesamt von 10-11 Uhr geöffnet. Hanau den 9. Juni 1913. 14085

Der Oberbürgermeister.

Dr. E e b e f ch u s.

Bekanntmachung.

Die im hiesigen Stadttheater im Sperrsitz befindlichen Stühle mit Klappsitz bezw. festem Sitz sollen verkauft werden.

Nähere Auskunft wird im Stadtbauamt Rathaus Zim­mer 47 erteilt. Schriftliche Angebote sind alsbald im vorge­nannten Dienstzimmer mit entsprechender Aufschrift ver­sehen einzureichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Hanau Len 5. Juni 1913. 14051

Der Stadtbaurat.

Ebrich.

Die Militärpflichtigen hiesiger Stadt', welche beim dies« jährigen Musterungs- und Aushebungsgeschäft auf 1 Jahr zurückgestellt und noch nicht im Besitze ihrer Losungsscheine sind, werden hierdurch aufgefordert, dieselben in den Dienst­stunden vormittags von 1012% Uhr und nachmittags von 2%5 Uhr beim städtischen Meldeamt, Langstraße Rr. 411, abzuholen.

Hanau den 6. Juni 1913. 14155

Der Magistrat.

Ä.: Bartmutz.

Handelskammer zu Hanau.

Tagesordnung zur Plenarsitzung

am 18. Juni er^ 4 Uhr nachmittags, in Fulda im Stadtverordnetensitzungssaal zu Fulda.

1. International einheitliches Wechselrecht.

2. Zugabewesen.

3. Vestechungsunwesen.

4. Entwurf eines preuß. Wohnungsgesetzes.

5. Fachausschüsse für Heimarbeit.

6. Abgrenzung des Kleingewerbes (§ 4 H.-G.-B.)

7. Verkäuferinnen-Kursus.

8. Submission in außerpreußischen Bundesstaaten.

9. Fracht für Musterkoffer.

10. Verkehrsangelegenheiten.

11. Mitteilungen.

Im Anschluß an die Sitzung wird an 28 Angestellte und Arbeiter Fuldaer Firmen die Ehrenurkunde der Handels­kammer für langjährige Dienstzeit verliehen werden.

Hanau den 11. Juni 1913.

Die Handelskammer.

Can thal.

Der Syndikus.

Dr. phil. Grambow,

Gras-Berkauf.

Königl. Oberförsterei Wolfgang.

Am Donnerstag den 19. Juni 1913 soll

l. nachmittags 43U Uhr, Zusammenkunft bei Tor 1 der Pulverfabrik, die diesjährige Erasnutzung auf den Wiesenflüchen in den Jagen 115a, 115b, 122c und 129a des Schutzbezirks Lamboybrück auf 2,9 ha in 8 Losen;

2. nachmittags 51/* Uhr, Zusammenkunft bei der Wiese im Jagen 91a, die diesjährige Grasnutzung auf den Wiesenflächen in den Jagen 81a, 81b und 91a des Schutzbezirks Neuwirtshaus auf 7,9 ha in 41 Losen öffentlich meistbietend verkauft werden. 14217

Dienftnachrichten.

Der Landwirt Friedrich Fassing IT. in Dörnigheim ist zum 3. Feldhüter dieser Gemeinde bestellt und ver­pflichtet worden.

Hanau den 10. Juni 1913. V 8535

WM« uni) oeriorene KegMM it.

Gefunden: 1 Peitsche, 25 Tapetenrollen, 1 Perlen- tasche.

Verloren: 1 silbernes Kettenarmband, 1 Brief­tasche mit Militärpaß und Führerschein für Robert Buck und noch verschiedene andere Papiere.

Hanau den 12. Juni 1913.