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furt Annahme, wonach mindestens 2 Jugendherbergen, in jedem oderhessischen Kreise eine, errichtet werden sollen. Diese Jugendherbergen sollen nach dem Beispiel des Sauer- känbischen Gebirgsvereins eingerichtet, d. h. allen, also auch den Volksschülern und jugendlichen Personen zugänglich ge­macht werden, im Gegensatz zu dem Höhenelbesystem (Böh­men), welches mir Studenten und den Schülern höherer Lehranstalten Unterkunft gewährt. Der Zweigverein Frank­furt richtet außerdem auf seine Kosten eine Jugendherberge auf dem Hoherodskopf ein.

Der Voranschlag für 1913/14 wurde mit 9140 Mark in Einnahme und Ausgabe gut geheißen und dabei auch die finanzielle Lage des Vereins erörtert. Er besitzt ein Ver­mögen von 75 000 Mark, auf dem 42 000 Mark Schulden lasten so daß das Vermögen des Gesamtverbandes sich auf 33 000 Mark beläuft.

Um halb 1 Uhr wurde die Versammlung geschlossen, wo­rauf die Teilnehmer den vor der Tür wartenden Autobus bestiegen, Ker sie nach Wilhelmsbad brachte, woselbst ihrer bereits die Festtafel harrte. Der erste Redner Lehrer L i n k- RMngshain wies auf den hohen Protektor des Verbandes, Se. Kgl. Hoheit den Großherzog von Hessen und das In­teresse hin, welches er dem Vogelsberge bekundet. Er regte an, ihm das 1. Glas zu weihen und ein Huldigungstele­gramm an das Hoflager des hohen Herrn abzusenden, was allgemeinen jubelnden Beifall fand.

Alsdann sprach der Vorsitzende des Offenbacher Vereins Herr Lehrer Dern dem Hanauer Zweigverein und nament­lich seinem 1. Vorsitzenden Herrn Heinrich Heusohn den Dank der Gäste für die prächtige Veranstaltung aus. In seiner Rede wies er auch darauf hin, was der junge Ha­nauer Verein bereits geleistet. Er gedachte der Ronneburg­festspiele, der Belebung der Sitte des Johannisfeuers in Steinheim, der Vorträge auf dem Gefechtsfelde bei Frohn­hofen, der Erwerbung des Weinberghäuschens, schließlich auch in humoristischer Form der universalen Geschichts­kenntnisse des Herrn Heusohn. Die Kenntnis der Heimatsgeschichte ist die Voraussetzung für das Entstehen der Heimatsliebe. Mit diesen Worten schloß der wie immer so auch heute fesselnd spre­chende Redner.

Der bisherige Verlauf des Festes war schön am schönsten aber noch sein Abschluß, in dem herrlichen mai­frischen Parke, unter dem wundervollen lachenden Mai- himmel, wie ihn das Jahr dem armen Sterblichen wohl nur einmal bescheert. Richt nur Hunderte nein Tausende waren herbeigeströmt, die nun den Weisen der Ulanen­kapelle lauschten oder der Kinderpolonaise und den sonstigen \ Veranstaltungen zusahen. Dieser Besuch erhellte nach und nach auch die Gesichter der Mitglieder des Finanzaus­schusses, die mit finster-entschlossener Miene sich durch die Massen drängten, um die Kassierer zu überwachen.

Der 25. Mai 1913 wird in der Geschichte des Hanauer V. H. C. immer ein Glanzpunkt ein Ehrentag sein. Der Verein hat sich dem Gcsamtverband'e als gesund, stark, gut geführt und leistungsfähig erwiesen. Diese Eigenschaften dürsten ihn auch künftig und umsomehr aufwärts führen, als die übrigen Vereinszweige gleichfalls mit Eifer bestrebt sind, den hohen Vereinszielen nahezukommen, ihre Kräfte daher auch ihn fördernd durchstrahlen werden.

Der Verkehrs- und Presseausschuß des Hanauer V. H. C.

Bk.

Homburger Kurhmistheater.

(Direktion Adalbert S t e f f t e r.)

k. Als einzigste Bühne Deutschlands veranstaltete gestern bas Kuhrhaustheater in Homburg aus Anlaß der Ver- mählungsfeierlichkeiten am Kaiserlichen Hofe eine Festvor­stellung, die unter der zielbewußten RegieAdalbert Steffters einen glänzenden Verlauf nahm. Ueberhaupt herrschte gestern in Homburg eine Feststimmung, wie sie wohl selten in einer ^Stadt anzutreffen gewesen sein wird. Die Straßen prangten in reichem Flaggenschmuck, darunter viel braunschweigische Flaggen, und am Nachmittage veranstaltete die Kurkapelle ein Festkonzert, während ihr am Abend die Militärkapelle folgte. Den Mittelpunkt der Festlichkeiten aber bildete die Festauf­führung im Kurhaustheater, die vor einem auserwählten Auditorium vor sich ging. Nachdem die stilvolle Festouverture oon Lestner verklungen war, sprach Direktor Staffier mit viel Schneid einen poetischen Festprolog, den Redakteur K i ck e l h a h n-Homburg verfaßt hatte. Hierauf spielte die Kapelle den alten Braunschweiger Armeemarsch. Dann ging mit glänzender Ausstattung und in neuer Besetzung das LustspielHusarenfieber" von Kadelburg und Skowronneck in Szene, das nach jedem Aktschluße förmliche Beifallsstürme entfesselte. Die Aufführung zeichnete sich durch eine angenehme Abrundung und Geschlossenheit an^. Direktor S teff 1er, der vor 2 JahrenHusarenfieber mit viel Erfolg vor dem Kaiser in Wiesbaden anffü^reit bmfte, stand darstellerisch wieder an der Spitze. Musterlelstungen schufen ferner Martin W i e b e r g, Otto H u n o l o , Her­mann N e i f e n st e i n , Wilhelm Hell m u t h unb Georg Land, und die Damen Franziska Hesse, Ulibe B a hn, Else Kauffahrt und Therese Wald. Auch Trauner, die allerdings nur in einer Nebenrolle be­schäftigt war, wirkte als Gast mit. Die Festvorficllimg c- deutete für die künstlerische Seite des Steffterschen Ensembles einen durchschlagenden Erfolg.

Kurhaustheater Bad Homburg v. d. H.

S p i e l p l a n :

Dienstag den 27. Mai, abends 8 Uhr,Der gui]:^ nbe Frack". Samätsto den 31. Mai, abends 8 Uhr,Groß­stadtluft".

2Ak!M Wen her freiwilligen Sonitiiis« tonne neu Röten Kreuz in Sonnn.

Als nach dem ruhmreichen Kriege von 1870/71 Deutsch­lands Heldensöhne in ihre Heimat zurückgekehrt waren, grün­deten sich in allen Gauen unseres deutschen Vaterlandes Kriegervereine, in denen die auf den französischen Schlacht­feldern geschmiedete deutsche Einheit auch weiter eine gute Pflegestätte fand. Ursprünglich hatten sich diese Vereine speziell die Pflege treuer Kameradschaft und des vaterländischen Geistes zur Aufgabe gemacht, später gesellten sich aber solche sozialer Natur hinzu, Wohltätigkeitseinrichtungen und Unter« stützungskafsen wurden gegründet und auf eine Anregung des Kriegsministeriums hin auch Sanitätskolonnen. Um in diesem edlen Wettkampfe der werktätigen Nächstenliebe nicht zurückzustehen, trat auch in den ersten Monaten des Jahres 1888 der Hanauer Kriegerverein der Gründung einer Sanitäts­kolonne näher, die sich kurze Zeit nach dieser Anregung aus 31 Mitgliedern des Vereins konstituierte. Als einige Jahre später die deutschen Vereine vom Roten Kreuz eine Organi­sationsänderung vornahmen, löste sich die Kolonne vom Hanauer Kriegerverein ab . und bildet seit dem 30. Oktober 1906 eine selbständige Vereinigung unter der Bezeichnung Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Hanau." Die Kolonne wuchs von Jahr zu Jahr und heute nach 25 Jahren kann sie 187 Mitglieder aufweisen. Während ihres 25jährigen Bestehens hat sie sich neben den Vorberei­tungen für die Unterstützung des Kriegs-Sanitätsdienstes be­sonders auch dem sreiwilligen Rettungs- und Hilfsdienst mit hingebender Pflichttreue gewidmet und in dieser Hinsicht eine retchgesegnete Tätigkeit entfaltet, welche die Mitglieder mit Genugtuung erfüllen wird. Wie hoch diese freiwillig über­nommene Ausgabe der Nächstenliebe auch von unserer Ein­wohnerschaft anerkannt wird, bewiesen die nach vielen Hunderten zählenden Zuschauer, die der gestrigen am Wesibahnhof beziv. Mainquai stattgesundenen

großen kriegsmäßigen Uebung aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Kplonne beiwohnten. An derselben nahmen weiter die Freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz Gelnhausen, Fechenheim, Großauheim und Bergen-Enkheim mit zirka 80 Mann teil und als Zuschauer Deputationen der Kolonnen von Alzenau, Cassel, Cronberg, Fulda, Frankfurt (2 Kolonnen), Höchst Höhr, Homburg v. d. H.,Hünfeld, Langenschwatbach, Sossenheim, Treysa, Miltenberg, Offenbach, Bad Nauheim, Oberrad, Rüsselsheim, Klein- Steinheim und 14 Mann von der hiesigen Eisenbahn-Sani­tätskolonne. Ferner waren auf ergangene Einladung er­schienen: die Herren Regierungsassessor Karbe, Bürgermeister Hild, der Inspekteur der freiwilligen Krankenpflege für den Reg.-Bezirk Cassel, Oberstabsarzt z. D. Dr. Reymann-Cassel, zugleich als Vertreter des Provinzialvei'eins, Kreisinspekteur Sanitätsrat Dr. Kittsteiner, der Instruktor der Eisen­bahn-Sanitätskolonne Sanitätsrat Dr. Seligmann, Oberstabsarzt Dr. Kuchendorf, Kreisarzt Dr. Sauber­zweig, Geh. Sanitätsrat Dr. Ferd. Noll, mehrere Schwestern der hiesigen evangelischen Diakonissenstation. Vertreter des Krieger-, Garde-, Militäranwärtervereins, des hiesigen Ortsvereins des Verbandes deutscher Kriegsveteranen und andere. Die Kolonnen, auch die nichtmitübenden, rück­ten um 12H? Uhr mittags nach dein Uebungsgelände zur Ausführung der Uebung ab, welcher folgender Gedanke zu Grunde gelegt war: Es ist ein vollbelegter planmäßiger Hilfslazarettz,ug zur Verpflegung mit warmer Kost ange­meldet und trifft am Sonntag den 25. Mai, nachmittags

1 Uhr, in Hanau-West ein. Die Sanitätskolonne Hanau hat am Güterbahnhof Hanau-West eine Ersrischungs- und Verbandstelle zu errichten. Die Kranken und Verwundeten sind unter Assistenz der Helferinnen des Franenvercins oom Roten Kreuz und der zur Verfügung heranzu sichenden 6a« nitätskolonnen des Bezirks im H.-L.-Z. zu verpflegen. Etwa nötig gewordener Verbandwechsel ist in dem hierzu aufgè- stellten Verbandzelt vorzunehmen. Alsdann sind die Kranken und Verwundeten nach dem zum Reservelazarett eingerich­teten, am Main gelegenen Schloß Rumpenheim in Rumpen- Heim zu verbringen. Da aber der Bahnhof daselbst kein Ueberholungsgeleis hat, so sind die Patienten auszuladen, auf requier. Wagen, Lastautos usw. nach dem Main zu transportieren und von da aus mittelst Hilfslazarettschiff und Floß nach dem Bestiinmungsort zu befördern. Die Aus­führung dieses Gedankens wickelte sich wie folgt ab: Der Hilfslazarettzug wurde mit 30 Kranken (Mannschaften des Eisenbahnregiments Nr. 3), darunter 12 Verwundete, belegt. Der den Zug begleitende Arzt (Dr. Himmelreich-Bergen) machte nach der Einfahrt desselben dem Bahnhofskomman­danten (Dr. Roth) die Meldung von dem überbrachten Kranken- unb Verwundetentransport. Die den Zug revi­dierenden Aerzte stellten fest, daß bei zwei Kranken ein Ver­bandwechsel nötig war, welcher in dem von der Kolonne Hanau aufgezogenen Verbindezelt durch Herrn Dr. Münzel- Fechenheim und die Helferinnen vorgenommen wurde. In einer provisorischen Feldküche war unterdessen unter Assistenz der Helferinnen eine warme Kost zubereitet worben, mit welcher die im Zuge untergebrachten Kranken und Verwnn- deten verpflegt ' wurden. Die Viktualien waren von der Firma Knorr, Aktiengesellschaft, durch ihren Generalvertreter Herrn Koch zur Verfügung gestellt worden, für die Er­frischung der Kranken und Verwundeten sorgte die neue Mineralwasserquelle A.-G. Selters bei Stockhausen a. L., welche durch ihren Generalvertreter Herrn Thcis mehrere hundert Flaschen Selters spendete, und die Brauerei J. L. Kaiser Söhne hier, welche mehrere Kasten Komoll gestiftet hatte. Nachdem die Kranken verpflegt, was einen Zug­aufenthalt von 45 Minuten bedingte, wurden dieselben, wie im Uebungsgedanken vorgesehen, ausgeladen und mitlelst Last- Autos, Pritschenmagen und anderen zum Transport herge­richteten Krankenwagen nach dem Main (Ochsenwiese) gefahren. Hierauf erfolgte die Verladung auf zwei von der Königlichen ' Strombauuermaltuna zur Verfügung Gestellten Scheichen,

. welche von der Kolonne Hanau zur Aufnahme der Verwun­deten u. Kranken hergerichtet waren. Die Beförderung auf bet Wasserstraße war von Herrn Strommeister Krolikowsky übernommen worden. Nach der Ankunft an der Mainkette wurden die Verwundeten und Kranken mittelst Hebekran aus­geladen und im Werftschuppen abgestellt, welcher als Reserve­lazarett gedacht war. Hiermit war die Uebung, bei welcher zum erstenmale eine von Damen des Vaterländischen Frauen­vereins gebildete Helserinnenabteilung mitwirkte, beendigt. Der Verlauf derselben zeigte nicht nur, in welch vorzüglicher Verfassung sich sämtliche an den Uebungen beteiligenden Ko­lonnen befinden, sondern sie legte auch von der Bereitschaft und der tüchtigen Schulung der Mannschaften ein glänzendes Zeugnis ab. Dies kam auch in der von Oberstabsarzt z. D. Herrn Dr. Reymann-Cassel gehaltenen Kritik zum Ausdruck. Nach dem Parademarsch der gesamten Kolonnen, welcher von den Gästen abgenommen wurde, marschierte das Ganze unter Vorantritt der Kapelle des Eisenbahnregiments Nr. 3 nach derCentralhalle", wo die offizielle

Jubiläumsfeier

stattfand. Nach einigen einleitenden Musikstücken der vor- genannten Kapelle begrüßte der Vorsitzende der Kolonne Herr Dr. med. Roth die Erschienenen, worauf Herr Regie­rungsassessor Karbe der Kolonne zu ihrem Jubeltage die herzlichsten Glückwünsche der staatlichen Behörde und die­jenigen des Herrn Landrat Frhrn. Laur, welcher am Er- scheinen verhindert war, übermittelte. Die Worte des Red­ners klangen aus in einem begeisterten Widerhall findenden Hoch auf Se. Maj. den Kaiser. Das Töchterchen des Herrn Kolonnenführers Schmidt betrat hiernach die Bühne und trug s recht ausdrucksvoll folgenden, von Herrn Seminarlehrer Sallet- I Osterode verfaßten Prolog vor:

Willkommen! Frauen, Männer allzumal, Verehrte Gäste hier in großer Zahlt

Die Freiwillige Sanitätskolonne hat Fünfundzwanzig Jahre lang gewirkt in dieser Stadt, Bescheiden, still, nur wenigen bekannt,

Doch stets dem höchsten Ziele zugewandt.

Das Bild der Liebe leuchtet unserm Bunde, <

Seht hier das Rote Kreuz ans weißem Grunde.

Wir haben weder Titel, Rang, noch Stand,

Der Hände Werk nährt uns am Mainesstrand.

Aus Müh' und Sorg' und Arbeit hier am Ort

Treu folgen wir des Herrn und Meisters Wort,

Wie Galiläas Fischer einst getan.

Auch Deutschlands Kaiserin geht diese Bahn.

Vom Kreuz auf Golgatha die Opferkunde

Zeugt laut fürs Rote Kreuz auf weißem Grunde.

Vierzehn Frauen nehmen Pflegeunterricht

Seit kurzem hier im roten Kreuzeslicht.

Vierzehn, unter Tausenden! Das ist nicht viel

Für unser hohes, heil'ges Lebensziel.

Zur Wundbehandlung braucht das Vaterland

Die milde, weiche, sanfte Frauenhand.

Gin heilsam kräftig Wort aus Frauenmunde

Braucht hier das Rote Kreuz auf weißem Grunde.

Hat Feuersbrunst die Stube dick verqualmt.

Gar- Eisenbahnunfall ein Bein zermalmt,

Ist Menschenleben irgend in Gefahr:

Das Rote Kreuz beut seine Hilfe dar.

Doch braucht es ^Spenden, braucht die Männerhand

Für Schiene, Krankenbahre, Notverband.

Fürs Vaterland erweitert unsre Runde!

Drum tretet bei dem Roten Kreuz auf weißem Grunde!

Seid froh, daß unsres Kaisers starke Hand

Den Frieden sichert unserm Vaterland,

Seid froh, daß unsres Kaisers scharfes Schwert

Die Arbeit schirmt für Heimat, Haus und Herd.

Doch wenn des Kriegers Blut nach Hilfe schreit,

Der Samariter steht zur Tat bereit,

Und Balsam in des Kämpfers Todeswunde

Traust von dem Noten Krenz auf weißem Grunde.

Soll Noten Kreuzes schlichte Himmelspracht

Hier nur als Veilchen blühn in Schattens Nacht,

Bekannt nur manchem, dem der bleiche Tod

In: Unfall jählings mit der Sichel droht?

Wird Friede künftig kränzen unsern Herd?

Blitzt nicht ringsum der Feinde drohend Schwert?

Wir stehn mit Gott und Gott mit unserm Bunde.

Fest steht das Rote Kreuz auf weißem Grunde.

Herr Dr. Reymann-Cassel wandte sich bann an den Zug« und Schriftführer der Kolonne, Herrn Gutsvorsteher Philipp Neureuther-Pulverfabrik, welcher schon mehr als 23 Jahre eine leitende Stellung innerhalb der Kolonne bekleidet und zeichnete ihn unter anerkennenden Worten für seine außer­ordentlichen Verdienste um das Sanitätswesen mit einer unter Rahmen gebrachten Ehrenurkunde aus, welche er tm Auftrage des Centralkomitees vom Roten Kreuz in Berlin überreichte. Weiter überreichte er im Auftrage des Provin­zialvereins den Herren Jean Kaufhold und Jean Schleckfer, welche beide auf eine 15jährige Tätigkeit in der Kolonne zurückblicken können, je ein Diplom und die Auszeichnungs- borbe und Herrn Heinrich Prell für 9jährige treue Dienst­leistung die letztere Auszeichnung unter Worten der Anerkennung. Die Kolonne wurde nun von allen erschienenen Vertretern zu ihrem Jubiläum beglückwünscht. Kolonnenführer Nuß­baum-Cassel überreichte ein Diplom, Winkl er-Fechenheim desgleichen, Kolonnenführer Hammran-Frankfurt einen Ver­bandskasten, Mendel-Bergen-Enkheim ein Schreibzeug; Kolonnenführer Mirs ch-Gelnhausen stellte als Geschenk ein Bild, die Kaiserpfalz darstellend, in Aussicht, Tapezierermeister Karl Pfisterer hier stiftete eine Tischfahne, Wäschereibesitzei' Wilh. Hofmann eine Tischglocke, Sattlermeister Wilh. Drill einen Verbandstournister für fliegende Wachen. Im Auftrage der Witwe des Landtags - Abgeordneten Junghenn, welcher zu Lebzeiten Ehrenmitglied und ein eifriger Förderer der hiesigen Kolonne war, überreichte kolonnenführer E. Schmidt ein Bild des Verstorbenen. Auch mehrere briefliche und telegraphische Glückwünsche liefen während der Feier ein. Nach Erledigung des offiziellen Teiles erfreute Frl. Matthäus die Festversammlung mit einigen sehr gut vorgetragenen Liedern und der Schüler Fritz Hett gab, begleitet von der Kapelle des Eisenbahnregiments, zwei prächtige Vorträge auf dem Tubus-Campanophon zum Besten, welche dem Talent des jungen Künstlers alle Ehre machten und ihm stürmischen Beifall eintrugen. Besonder-