Abg. Sir (Zentr.):
Die Staatsbctriebe sollen in jeder Beziehung Mustern«- sialtcn sein, auch in der Beziehung zum Verkehr, zur Industrie und zürn Handiverk. S üd d e u t s ch l a n d wird noch nicht genügend berücksichtigt. Der Staatssekretär sollte auch einmal uns s ü d d c u t s ch e n A b g c o r d n c i c n Gelegenheit geben, den ganzen Marinebetrieb kennen zu lernen. Laden Sic uns nur einmal ein! (Heiterkeit, — Der Staatssekretär nickt.) Wir Süddeutschen sind doch nicht bloß dazu da, für die Marine zu zahlen; wir wollen auch für unsere Landwirtschaft und Industrie Vorteile haben. (Beifall)
Geh. Admiralitätsrat Hams:
Wir bemühen uns, auch Süddeutschland zu berücksichtigen. Die Süddeutschen müssen sich aber auch selbst melden, denn es werden genug Ausschreibungen veröffentlicht. Der Redner bespricht dann die Arbeiterwünsche. Alles wird sorgsam geprüft. Bei den Arbeiterausschüssen soll die Verhältniswahl eingeführt werden. Wir haben so ständige Arbeiterverhältnisse, daß 40 Proz. der Arbeiter länger als 10 Jahre im Dienst sind; 60 Proz. sind sünf Jahre und länger im Dienst. Kommissarische Verhandlungen über die Ausdehnung der Befugnisse der Arbeiterausschüsse sind ci«- geleitet. Agitatoren können wir in den Betrieben nicht brauchen. Wer einmal Agitator ist, kann nicht aus seiner Haut heraus; er agitiert eben außerhalb und innerhalb des Dienstes. — Es kann vorkommen, daß ein einzelner Arbeiter in der Privat«,dustrie mehr verdient, aber im Durchschnitt verdienen die Arbeiter bei uns mehr. Sollte das für das Jahr 1912, dessen Ergebnisse uns noch nicht vorliegen, nicht gelten, so würden wir unsere Tarife erhöhen. Verbesserungen des Tarifs sind in Vorarbeit, aber sie stehen noch nicht fest.
Abg. Giesbcrts (Zentr.)
weist mit Schärfe die Behauptung Legiens zurück, daß alle intelligenten Arbeiter Sozialdemokraten seien. Das ist eine unerträgliche Großmannssucht. Auf jeden Fall muß darauf gehalten werden, daß die Großbetriebe, die Staatsaufträge bekommen, nicht scharfmacherische Politik in ihrem Verhältnis zu ihrer Arbeiterschaft betreiben.
Abg. Brandes (Soz.):
Bei Krupp sind die Arbeiterausschüsse nur eine Farce. „Was/' hat man den Leuten gesagt, „Ihr wollte hier so eine Art Parlament bilden und alles kritisierend Das gibt es nicht!"
Abg. Legien (Soz.) erläutert den gewerkschaftlichen Begriff der Werkstattsagitation. Daß wir non ihr nicht lassen, davon können Sie überzeugt sein. (Hörtl Hört!) Ihr verdanken wir unsere ganzen Erfolge. Aber unter Werkstattsagitation verstehen die Gewerkschaften nicht, saß in der Wertstatt agitiert wird, sondern daß
man die Arbeiter aus denselben Werkstätten außerhalb des Werkes zusammenbringt und sic über die speziellen Arbeitsverhältnisse in ihrem Betriebsteile aufklärt.
Angenommen wird eine' Resolution Ablaß (Vp.), die sich gegen jede Beeinträchtigung des Petition s r e ch t s der Beamten, Angestellten und Arbeiter ausspricht. A n g c n o m m e n wird ferner eine Resolution der Budgetkommission, die eine Revision der Arbeitsord- n u n g c n (Ausbau der Arbeiterausschüsse, Einführung der Ver- hältnisioahl usw.) fordert. Weiter werden Resolutionen angenommen, die jährlich Statistiken über die Löhne, die Zahl der Arbeiter usw verlangen.
Ebenfalls zur Annahme gelangt eine Resolution, die im nächsten Etat eine Entschädigung für die alteingesessenen Fischer an der Kieler Föhrde fordert, die durch Marineanlagen usw. benachteiligt werden.
Abg. Ahlhorn (Vv.)
führt Beschwerde, daß ein altehrwürdiges Bauwerk, ein alter Leuchtturm, auf Vangcroog in rohester Weise verschandelt werden soll. Man will ihn antecren lassen. Hoffentlich nicht aus bloßer Vorliebe für die schwarze Farbe (Heiterkeit.) Auf eine Beschwerde wurde entgegnet, man würde ihn nicht verschandeln, wenn man das nötige Geld zur Ausbesserung hätte. Ben Akiba, was sagst du nu? (Heiterkeit.) Die Welt scheint heute mit Dummheit geschlagen zu sein.
Staatssekretär des Reichsmarineamts von Tirpitz:
Es gibt keinen alten Marineoffizier, der nicht den Turm so lassen möchte, wie er ist. Der Vorschlag zur Anteerung ist aber von der preußischen, bremischen und auch von der oldenburgischen Regierung ausgegangen. Ich würde es sehr bedauern, wenn der Turm schwarz angestrichen würde.
Abg. Dr. Semler (Natl.):
Ich stimme Herrn Ahlhorn durchaus zu. Das ehrwürdige Bauwerk darf nicht verschandelt werden.
Angenommen wird ein Antrag, wonach im nächsten Etat eine Neuregelung der Bordabzüge in der Weise vor- genommen wird, daß ihre Abstufung der Höhe des Gehaltes angepaßt wird.
Abg. Waldstein (Vp.)' verlangt Berücksichtigung der Helgoländer Fischer, die durch den Hafenbau geschädigt werden. Hier liegt eine moralische Pflicht vor. Nicht nur in ihren Rechten, auch in ihren alten Gewohnheiten müssen diese Fischer geschützt werden. Sie waren auch unter englischer Herrschaft immer gute Deutsche.
Staatssekretär v. Tirpitz:
Wir werden aus Billigkeitsgründen für diese Hummerfischer eine bestimmte Summe in den nächsten Etat einsetzen.
Damit ist der Marineetat in zweiter Lesung erledigt.
Der Aachtragselat.
Es handelt sich im wesentlichen um die Kosten für die erste Einrichtung der V e r w a l t un g i n N e u k a m e r u n, wofür 1 491 322 Mark gefordert werden.
Der Nachtragsetat wird ohne Aussprache in zweiter Lesung angenommen.
Der Mat für das Reichskolonialamt.
Abg. Henke (Soz.):
Ueber die Be si e o e l u n gLf r a g e in Ostafrika ha! der neue Gouverneur Dr. Schnee ein Gutachten abgegeben, das nicht gerade sehr hoffnungsvoll klingt. Die Gebiete, die für die Ansiedlung in Frage kommen, sind danach sehr klein und für Ansiedler ohne erhebliches Kapital existiert keine Möglichkeit des Vorwärtskommens. Deshalb ist es frevelhaft, Hoffnungen in den Ansiedlungslustigen zu erregen, die sich nicht erfüllen können. Aber eslbst kapitalkräftige Elemente sollten ihre Finger davon lassen, weil es an der Absatzmöglichkeit und an Arbeitern fehlt. Die Eingeborenenkultur wollen wir mit allen Mitteln fördern. Die Propagandareise, des Staatssekretärs Solf hat sich als wahre Bierreise erwiesen. (Vizepräsident Tove rügt diesen Ausdruck.) Also sagen wir, sie ist ergebnislos geblieben. Unsere ganze Kolonialpolitik muß Bankerott machen, wenn die Diamanten fünde aufhören. Unsere Ausgaben wachsen ständig und die Einnahmen gehen zurück. Die Agrarierarbeiterkultur ist in den Kolonien für die Eingeborenen etwas Unerträgliches. Der Redner ergeht sich in diesem Zesammenhang in einer langen Polemik gegen Dr. Oertel.
Es gibt überhaupt keinen von Natur aus faulen Menschen (Heiterkeit); wer faul ist, wird es durch Ihre Kultur. 150 000 Leute sind in Ostafrika in 25 Jahren niedergeschossen. (Unruhe.) Der Staatssekretär hat diese Zahlen berichtigt. Ja, woher wissen Sie, daß Ihre Zahlen richtig sind? Drrs sind Menschenschlächtereien. Gut nennen Sie es nicht Mord, Herr Staatssekretär. Schon bet uns in der Jnstruktionsstunde ist vom inneren Feind die Rede und nun gar dort in Afrika! Wir sehen nicht so hoch herab auf diese schwarzen Arbeiter; sie sind unsere Brüder, und diese schwarzen Brüder in Afrika sind uns wahrhaftig lieber als unsere schwarzen Brüder hier in Deutschland. (Abg. Erzberger gähnt.) Der Abg. Henke hat schon anderthalb Stunden gesprochen. Er spricht dann weiter über Samoa und dann über die Mischehe. Er schließt nach mehr als zwei Stunden. Dann vertagt sich das Haus.
Mittwoch 2 Uhr (der späte Beginn ist mit Rücksicht auf die Budgetkommission angesetzt). Schwerinstag: kleine Garnisonen, Petitionen.
Schluß GK- Uhr.
Parlamentarisches.
mb. Die Reichstagskommission für die Konkurrenz- klausel hat gestern auch den § 75 des Handelsgesetzbuches in einigen wesentlichen Punkten zu Gunsten des Handlungsgehilfen gegenüber den Vorschlägen der Regierung geändert. Bei Lösung des Dienstverhältnisses durch den Handlungsgehilfen wegen vertragswidrigen Verhaltens deS Prinzipals wird die in der Vorlage dem Gehilfen für seine Erklärung, daß er sich an die Vereinbarung nicht gebunden erachte, gewährte zweiwöchige Frist verdoppelt. Ferner wird bestimmt, daß die Konkurrenzklausel durch Erklärung des Gehilfen in jedem Falle unwirksam wird, wenn der Prinzipal das Dienstverhältnis kündigt; die Zusatzbestimmung der Regierungsvorlage, die die Unwirksamkeit ausschließt, wenn der Prinzipal einen von ihm selbst nicht verschuldeten Anlaß für die Kündigung hat, wurde gestrichen.
mb. Der Seniorenkonvent des Reichstags einigte sich gestern vor Beginn der Plenarsitzung nach längerer Besprechung dahin, die Osterferien am Samstag den 8. März beginnen imb bis Dienstag den 1. April einschließlich dauern zu lassen. In dieser Woche soll noch am heutigen Mittwoch ein SchwerinStag sein, auf dessen Tagesordnung der konservative Antrag über die, Schaffung kleinerer Garnisonen imb außerdem Petitionen gesetzt werden. An den drei übrigen Tagen dieser Woche soll dann nur «roch der Koloirialetat erledigt iverden. Der Präsident teilte mit, daß der Reichskanzler ihn« gegenüber die Hoffnung ausgesprochen habe, die neue Militärvorlage am 28. März dem Reichstag zukommen zu lassen. Diese Vorlage soll dann am 7. April, das ist also in der zweiten Woche nach dem Wiederbeginn der Beratungen, auf die Tagesordnung gesetzt werden. Daß gleichzeitig auch die Deckungsvorlagcn am 28. März an den Reichstag gelangen werden, ist wohl anzunehmen, doch hat der Reichskanzler sich darüber dein Präsidenten gegenüber nicht geäußert. Der konservative Antrag über die kleinen Garnisonen soll heule nur ganz allgemein besprochen werden, ohne Bezugnahme aus die große Militärfrage; die Militärvorlage soll auch nicht mit der Beratung des Militäretats verbunden iverden.
mb. Der Kolonialetat in der Kommission. Die Budgetkommission des Reichstags erledigte gestern zunächst den Etat für O st a f r i k a. Dr. Solf machte Mitteilung über das Ergebnis seiner Recherchen wegen der behaupteten Grausamkeiten der Schutztruppe gegen Eingeborene. Es habe sich aus den Akten nichts darüber ergeben, namentlich auch nichts über behauptete Grausamkeiten der Truppe des Majors Iohannes. Auf eine telegraphische Ansrage beim Gouverneur fei eine negative Antwort eingetroffen. Die Verwaltung wolle das Licht der Oessentlichkeit nicht im geringsten scheuen anb bitte um Vorlegung etwaigen Materials. Beim Gbat für Togo wurde Auskunft gegeben über den Stand der Schlafkrankheit. Sie verläuft dort anders als in den anderen Kolonien. Es sind meist Leimt kranke, die die Krankheit nicht so fühlen und bi? Behandlung erschweren, weil ie nicht genügend Geduld zum Aufenthalt in den Lagern haben. Man habe deshalb eine geringere Summe in den Etat eingestellt. Der Staatssekretär gab weiter Auskunft über die Ausbreitung der deutschen Sprache in ^.ogo. An d« i Aüite sei das Pidginenglisch, das übliche Küstenenglisch in den .Kolonien, durch die deutsche Sprache verdrängt worden, im Innern sei diese dem Englisch erst näher gerückt. L-ie Eingabe der deutschen Kolonsalgesellschast um Bau einer Bahn durch die Oelpalmengebiete wird als Material der Verwaltung überwiesen. Zum Etat für Süd - We st a f r i r a liegt eine Resolution vor, nach der der Erat für die Schutz crupt e und die Polizeitruppe eiitheitlich ausgestellt und nach einem bestimmten Prozentsatz auf das Schutzgebiet und das - 'ich verteilt werden soll. Durch diese Neuregelung soll auch das Schutzgebiet selbst an einer Herabsetzung der Schutztruppe in
teressiert werden. Des weiteren wurde ausführlich über die Diamantenfrage' verhandelt. Staatssekretär Dr. Sols erklärte, in dieser Frage sei man im letzten Jahre ein gutes Stück vorwärts gekommen. Es sei die neue Diamantenbesteuerung nunmehr durchgeführt, von der man eine Belebung der Produktion erwarte. Die Förderer seien nunmehr den Wünschen des Reichstags entsprechend an der Regie beteiligt, nicht nur mit 50 Prozent an den Aktien, sondern auch mit 50 Prozent an den Aufsichtsratsstellen,' auch sei eine verstärkte staatliche Aufsicht durchgeführt durch einen zweiten Kommissar, der sich völlig in den technischen Betrieb einarbeite. Endlich sei für den Verkauf der Diamanten ein allgemeiner öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben, der entgegen den Behauptungen eines Kammissionsmitgliedes durchaus ernsthaft gedacht ist; es werden sich auch mit Sicherheit fünf bis sechs Konzerne beteiligen. Den deutschen Firmen habe er allerdings geraten, sich nicht in dem Sinne zu beteiligen, daß ein besonderer deutscher Diamantenmarkt geschaffen werden sollte; dazu wären die Qualitäten noch zu gering und die deutschen Steine zu einheitlicher Art. Die Debeers-Companie verfüge über alle Sortimente. Für die Verwaltung müsse in erster Linie natürlich die Aufgabe stehen, die Produktion möglichst gut zu verkaufen, aber im Rahmen dieser Aufgabe sei er, der Staatssekretär, gern bereit, alles zur Förderung der deutschen Industrie zu tun. Es sei ihr 5 Prozent Rabatt gewährt, dieser Vorsprung dürfe nicht als gering angesehen werden. Wenn die Lohnschleifer daran nicht teilnehmen können, weil ihnen das Kapital zum Steineinkauf fehle, so könne das von der Verwaltung selbst nicht geändert werden; man habe aber angeregt, eine Einund Verkaufsgenossenschast zu gründen, die auch dem armen Arbeiter Einkauf auf Kredit ermöglichen könnte. Weiter sei ein Beitrag für die Hanauer Schleifschule gegeben worden und auch in Berlin soll eine Schleifschule begründet werden. Auf Anfrage eines Zentrumsmitgliedes erklärt der Staatssekretär, die Feldersteuer der Kalonialgesellschaft sei auf Grund von Verhandlungen wesentlich herabgesetzt worden, von 30 Mark auf 1.50 Mark. Dem gegenüber hält aber das Kommissionsmitglied seine Behauptung aufrecht, daß eine neue Feldersteuer auch für solche Felder, die bisher steuerfrei waren, eingeführt sei. Bei der Beratung der oben genannten Resolution wandte sich ein Sozialdemokrat gegen diese abermalige Umstoßung der etatrechtlichen Beziehungen zwischen Reich und Schutzgebiet. Auch von nationalliberaler und konservativer Seite wurden gegen die Resolution Bedenken geäußert. Das Urteil eines finanziell interessierten Landesrats könne nicht völlig maßgebend sein. Die Verantwortung ruhe doch immer wieder auf Verwaltung und Reichstag. Der Staatssekretär wandte sich gegen die Auffassung, als könne sich Schutz- und Polizeitruppe gegenseitig ersetzen. Keine Kolonie könne eine schlagfertige Schutztruppe entbehren, die selbstverständlich nicht gegen einen äußeren Feind bas Land verteidigen soll. Weiterberarung Mittwoch.
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Hsmdel, Gewerbe rmÄ Belehr.
Berlin, 4. März. W ei zen Mai 208.25, Juli 210.25, Septbr. 204.—. Roggen Mai 172.75, Juli 174.50. Hgscr Mm 169.50, Juli 171.25/Mals Mai —.-. Rüböl Mai 66.40, Oktbr. —, Weizenmehl 23.75—27.75. Roggeumehl 20.60—23.00.
.HnmNnrq, 4. März. Kaffee Sautos März 61"/4, mini 62H«, Sept.62—, Dëz. 61'/- Pf. Ro l)zucke rMärz 10.00- , Avril 10.05—, Mai 10.17'/-, Aug. 10.45, Okt.-Dez. 10.17'/.-, Januar-März 10.321/». Baumwolle Febr. —,— März--, April--, Mai ---. August—Oktober-Dezember —.—. Weizen Mecklenburg, März 203—. Werste Südruv. März 136—. Mais stet. Amerik. mix. März 109—. La Plata März 115—. Rüb öl fest. Loco verzollt 68—. Salve ter fett loco 12.--, Mm 11.30—, März-Avril 1914 10.92—, Schmalz »et. »lmcrik. steam. 55— (Chamberlain oO3/«. Cacao : Quahanil. 69*/«, Trinidat 7M/<.
Paris, 4. März. Roggen März 20.25, April 20.50, Mai- Aug. 20.50, Juli-August 20.50, Weizen März 27.80, April 27.80, Mai-Aira. 27.55, Juli-August 27.20. Mehl März 38.05, April 37.65,
Mai-Aug. 36.85, Jnli-Angnst 36.60. Rüböl März 70'/., April 70V«, Mai-August 68Vü, Sept.-Dezbr. 68h-. Spiritus März 43h«, April 43'/-, Mai-Aug. 42h«, Sept.-Dez. 41h.. Rohzucker loco 27h«, Zucker März 31^, April 31h«, Mai-Aug. 32/s, Oktober-Januar- 31h«. Leinöl März 61'/-, April 61ht, Mai-Aug. 60h-, September Dezeiuber 59 H4.
Z^nrs-Bericht.
27. Febr.
4,Mär
27.Febr34.März
Provinzial- und
Aktie» v. Transport»
Koittmunal-Obl.
Nnternehinuttgen.
<S Nbemprovinz
97.80
97.80
Kablgrnnd E.-B.
120.-
120.—
4°/o Hanauer
97.20
Hamburg-Amerika
Stadt-Anleihe
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Paket
152—
4°/o Lissaboner
76,50
76.50
Norddeutsche Lloüd
12025
120.30
Lose.
Oesterr. Staatsbahn Oesterr. Südbahn
153.55
153.35
BV»0/« Köln-
140. -
(Lombard.)
23.80
23,85
Mind. Lose
Baltimore «.OhioSch.
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4#/o Mein. Prültt.-
136.75
Pfandbriefe
*136.80
4°/o Oesterr. V. 60
176.30
176 30
Aktien industriell.
2‘Wo Raab Graz. Ungar, fl. (Guld.) 100 Lose
112.50
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380 -
llttteruchmnuqeu.
chrks. Henninger Br.
117—
117—
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Deutsche
Badische Anilin- n.
Staatspapierc.
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655. —
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629—
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99 40
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87.80
99— 92.20 86.60
Assgenl. Elektr.-Aktien Labnlever Schuckert-Aktien
236.50
123.50
144.40
236.50
123 50
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77.-
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Siemens u. Halske,
214.75
214,50
86*40
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OMebcrrh. Leder, Spier Adlerwerke Kleher
191.30
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183—
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Westd. Jutespinuerei
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Staatspapierc.
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90.50
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80.50
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4°/o Oesterr. Staatsb. von 1883
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91.-
4°/o „ Krollen
83.35
83.60
4°/o Ruff. Süd ost.
86 60
5°/o Chinesen
99,—
99.20
4°/o Rybinsk E.-B.
86,50
86*90
Bank-Aktien.
k>o/o I. Anatolier
94.-
93.30
Berliner Handels- ges.-Aktien
168.25
168.50
3°/o Salonigne Monastir-Anl.
62.20
61.70
Darmstädter Bank
—
Pfandbriefe.
Disk.-Komin. A.
191,00
190^80
Dresdner Bank-
4°/') Franks. Hypoth.-
Aktien
155.75
156.50
Bank, Ser. 20
97.50
97.50
Mitteldeutsche
4°/nFrankf.Hypothek.-
Kreditbank
120.60
120.10
Kredft-Ber., Ser. 48
97,30
97—
Oesterreichische
4°/o Meininger Hypo
Kredit-Anstalt
202.60
—- —
thekenbank. Ser. 13
96.3 ,
96.10
Sparsamkeit mit klugem Sinu fördert Wohlstand und Gcloirrn. Es wird unsern deutschen Hausfrauen nachgerühmt, daß sie es verstehen, ökonomisch zu wirtschaften und auch mit beschränkten Mitteln den Tisch gut zu decken. Eine solche weise Wirtschaftsführung ist hcnte mehr denn je erforderlich; sind doch fast alle Lebensmittel im Preise gewaltig gestiegen, ohne daß die Steigerung der Einkünfte mit dieser Teuerung Schritt halten konnte. Da heißt es natürlich „Nachdenken" lind sicherlich wirb es der Hausfrau nicht immer ganz leicht sein, mit dem manchma! recht knapp bemessenen Wirtschaftsgelde auszukommen. Hier springt jedoch die moderne Nahrungsmittel- Industrie helfend ein. Sie hat uns billige, vollwertige Nahrungs- und Gennßlmttel verschafft, die immer metir an Verbreitung und Beliebtheit gewinnen. Erwähnt sei z. B. nur die Margarine, welche unter der Marke „Rheinperle" in ganz Deutschland zn hohem Ansehen gelangte und in qualitativer Beziehung der NaturbuttU nicht nächstem. Ihr Preis ist jedoch wesentlich billiger. Wir können unsern verehrtern Leserinnen nur empfehlen, „Rheinperle" als Ersatz für Naturbutter zu verwenden; sie werden recht bald ihren Wert kenne» lernen.