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Erstes Blatt.

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RotoHonebrud und Verlag der Buchdrucker«! Des verein. ev. Warenhauses in Hanau.

Orga» für Stadt- a»d Landkreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. verantwort!. Redakteur: S. Schrecker in Hanan.

Nr. 40 K-ruwrechaiMlusj Nr. 330.

Montag den 17. Fcbrnnr

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Ferttsprechauschlttst Nr. 23V. 1913

gerichtet

an die alten und jungen Manen anläßlich der Hundertjahrfeier des Thüringischen Manen-Aegiments Ur. 6 am 18. Aebruar 1913 zu Hanau.

Kgl. preup. ®«wra [major Adolph von DLhoro.

Dus Gelüdde froh erneuern:

Milllrommen, willlrommen Ihr hohen, flinken Mrrnen! Es grüßt Euch die Muinftrldt Mit Jubel, Mufilr und Juhnen. Mnf're Herren schlugen Euch heute freudig entgegen: Den alten, ergrauten,

Auf Ifrrlntrreichs blutigen A luren,

Getreten in deren Spuren, Dus Häuflein, dus kleine, Ist herrlich willbommen. Millbommen, Ihr HeldenI ommen um schönen Marne !

Mo laßt uns denn alle Areudig dus Jubelfest feiern

Die jüngst noch gestunden Im Regiment der planen, Dunn hin Mm Herm 'schen Herd Gelogen und heute kamen, Mm mit Dumeruden Die schöne Juhrhundertfeier Ifestlich M begehen, Auels Ihr seid lieb uns und uns teuer.

Mnd Ihr seid gegrüstet.

Die Ihr heute noch dient

Kchrlut an Euch die alten,

Gelobt, es ^u werden

Menn's gilt, auch mackere Jieger.

^^ jur oen ^iMjeri"

Dubei auch schwören aufs neue

Jem teuren Duterlunde:

Deutsche Diebe, deutsche Treue?- 3. ,. Sfd|, ^,, ., s.

Willkommen in unserer frohen Mainstadt, herzlich will­kommen! Wenn heute die ehemaligen Angehörigen unseres Ulanenregiments in hellen Scharen unsere Stadt durchwan­dern und sehen, wie sich alles bemüht, ihnen einen herzlichen Empfang und angenehme Stunden des Aufenthaltes zu be­reiten, so können sie versichert sein, daß die Gefühle, die man ihnen entgegenbringt, echt und wahr sind.

Willkommen, ehemalige Ulanen! Unsere Stadt ist stolz darauf, daß gerade sie es ist, in deren Mauern ein Re­giment seine Jubelfeier begeht, das, in schwerer Zeit frei- »intg, auf dem Willen des einzelnen seiner Angehörigen be­ruhend, gegründet, dazu berufen war, mit an der Wiederer­richtung des deutschen Vaterlandes nach der schmachvollen Unterdrückung durch den gewaltigen Korsen mitzuhelfen und zwar an glänzender Stelle. Die Taten eines Lützow und seiner schwarzen Schar lso nach ihrer Kleidung genannt)

sind so tief in uns eingewurzelt und stehen uns gerade in der jetzigen Zeit so lebendig vor Augen, daß wir etwas wie Dankesschuld an jene Freiheitshelden abzutragen glauben, wenn wir der Hundertjahrfeier ihrer Nachfahren, Ler Ulanen, einen glänzenden Rahmen geben.

Nicht umsonst erhielten damals die Lützowschen Reiter bei ihrer Neuformierung die BezeichnungUlanen", bedeu­tet doch dieses Wortder Brave, Wackere". Auch dieses Namens haben sie sich wert gemacht, das beweist uns die wechselvolle Geschichte unseres Vaterlandes. Nach 1813/15 mitLützows wilder, verwegener Jagd", kam das bewegte Jahr 1849, dann 1866. An den Tag von Königgrätz am 3. Juli erinnert besonders die alte Regimentsstandarte, deren Spitze durch einen Granatsplitter abgerissen wurde. Aber auch in dem glorreichen Kriege 1870/71 hat die alte Ulanen- tavierkeit glänzende Probe bestanden.

Besonders freudig begrüßen wir die Kämpfer von 1866 und 1870/71, die in diesen Tagen den Weg in unsere Stadt finden und deren Soldatenherz noch einmal jung sein will in frohem Zusammensein mit den jungen Regimentskame­raden.

Mögen alle Festteilnehmer in unserer Stadt Stunden ungetrübter Freude verleben und möge deren Nachglanz noch lange in ihren Herzen lebendig bleiben, wie auch wir nn* stets gern und freudig der Tage erinnern wollen, an denen wir, vereint mit ehemaligen und jetzigen Airgehörigen des Regiments den 100. Stiftungstag unserer Ulanen feiern konnten, und darum nochmals:

Herzlich Willkommen!