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DU Bgefpaftene Pettt-eil« oder deren Raum 20 Pfg, in RtUamcitU Mt geile 60 Pfg,

Rotation sdruü und Verlag der Buchdruckerei 6ef

General-Anzeiger

Awtliitzts Organ für Stadt- und Landkreis Kana«.

Verugspreivr

vierteljährlich 1.80 Mk^ monatlich OO^f^ Rt Post, bezug vierteljährlich 2.10 Mk^ monatlich 7Q Psg, Die einzelne Nummer kostet 6 Pfg.

verein. ev. Waisenhauses in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

verantwort!. Redakteur: E. Schrecker in Hanau.

Ml. 32 Nernsprrchanschltttz Nr. 230.

Amtliches.

Eandkreis fjsnau.

An die Ortspolizeibehörden des Kreises.

Ich bringe hiermit zur Kenntnis, Satz die Verlagsbuch­handlung von Richard Schoetz in Berlin SW., Wilhelm- stratze 10, das PlakatRettung Ertrinkender" (Min.-Dl. 1912, S. 241) auf Blech hat Herstellen lassen. Der Einzel­preis eines derartigen Plakates beträgt 1.40 Mark, bei Be­zug von mindestens 50 Exemplaren 1.35 Mark und bei Bezug von mindestens 100 Exemplaren 1.30 Mark.

Hanau den 5. Februar 1913. V. 416

Der Königliche Landrat.

F r h r. L a u r.

Handelsregister.

1. FirmaMitteldeutsche Creditbank, Filiale Hanau".

1. Das bisherige Vorstandsmitglied Kommerzienrat Anton Gustav Wittekind in Berlin ist aus dem Vorstand ausgeschieden.

2. Bankdirektor Dr. August Weber in Löbau in Sachsen ist zum Vorstandsmitglied bestellt.

3. Den Bankbeamten HeinrichKrahmerin Berlin und Max Dekkert in Berlin-Lichterfelde ist Eesamtpro- kura derart erteilt, daß jeder derselben in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitgliede oder stellvertretenden Vorstands- mitgliede zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt ist.

2. FirmaHanauer Kunstseidefabrik, Aktiengesellschaft" mit dem Sitz in Großauheim.

Berthold Bonwitt ist aus dem Vorstand ausge­schieden.

Einträge des Königlichen Amtsgerichts, Abt. 6 in Hanau zu 1 und 2 vom 1. Februar 1913. 3411

Aufgebot.

Die Agnes Johanna Grotz, Beamtengattin in Wien XXI, Vrünnerstraße 36, und die ledige Anna Maria Klein, Kontoristin in Wien XXI, ebenda, beide Kinder des Mar­tin Lorenz Klein, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Malk­mus in Hanau, haben das Aufgebot des verloren gegange­nen Hypothekenbriefes vom 4. Juli 1900, ursprünglich lau­tend auf 24 500 Mark Darlehen, verzinslich zu 4K %, sodann durch Abtrennung eines Teilhypothekenbriefes auf 16 333.33 Mark ermäßigt, über die in dem Erundbuchartikel 3358 des Königlichen Amtsgerichts Hanau auf dem Grundstück Nr. 2, Abt. III Nr. 3, ursprünglich für die Kinder des Martin Lorenz Klein in Hanau, Agnes Johanna, Johann Heinrich unb Anna Maria Klein zu gleichen Teilen zu 424 % unter Bezugnahme auf die Eintragungsbewilligung vom 28. Juni 1900 eingetragene Darlehensforderung von 24 500 Mark, jetzt den beiden Antragstellern zu gleichen Teilen in Höhe von insgesamt 16 333.33 Mark zustehend, beantragt.

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 8. Mai 1913, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht Zimmer Nr. 13 anberaumten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Ur­kunde erfolgen wird.

Hanau den 1. Februar 1913. 3397

Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

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B«schl«tz.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Erundbuche von Hanau Band 54 Artikel 3090 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsver­merkes auf den Namen des Glasarbeiters Thimoteus Meininger zu einem ideellen 1/i eingetragene Grundstück:

M 315/179 Weberstraße Nr. 16 = 7,84 ar,

a) bebauter Hofraum,

Nr. 2381 der Erundsteuermutterrolle, Nr. 643 der Eebäudesteuerrolle,

2498 Mark jährlicher Nutzungswert am 4. April 1913, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Eerichtsstelle Nußallee Nr. 17, Zimmer Nr. 21 versteigert werden. Hanau den 31. Januar 1913. 3395

Königliches Amtsgericht, Abt. 6.

Fischerei-Verpachtung.

Königliche Oberförsters! Hanau.

Am Montag den 17. Februar d. I., von vormittags 10 Uhr ab, werde idi* in meinem Geschäftszimmer zu

Freitag den 7. Februar

Hanau, Marienstr. 5, folgende Fischereinutzungen auf 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachten:

1. Altes abgegrabenes Kinzigbett im Neuhofer Felde bei Hanau.

2. Nidderfluß von der Landesgrenze am nördlichen Ende des Kilianstädter Waldes bis zum Weißen­stein.

3. Nidderfluß von der Mühle bei Büdesheim bis zur Landesgrenze am nördlichen Ende des Kilianstädter Waldes.

4. Nidderfluß soweit er in der Kilianstädler Gemar­kung an den Domänenwiesen bei Büdesheim ent­lang die Landesgrenze bildet.

5. Nidderfluß von der Gronau - Niederdorfelder Grenze aufwärts bis zum Ausfluß des Niederdorfelder Mühlgrabens sowie in letzterem rechtsseitig auf­wärts bis zur Niederdorfelder Mühle.

6. Nidderfluß vom Mühlenwehr bei Windecken bis unter die Räder der Heldenberger Mühle.

7. Krebsbach von der Grenze der Gemarkungen Kinzig- heimerhof, Bruchköbel aufwärts bis Rüdigheim.

Die Bedingungen werden im Termin bekannt ge­geben werden. Nähere Auskunft erteilen der Unter­zeichnete und Revierförster Stein in Eichen, Kreis Hanau. 3391

Der Forstmeister.

MMM Md Mome GWMmdt it.

Eefu nden: 1 Hutnadel, 1 brauner Knaben-Pelzkra- gen, 1 Quittungskarte für freiwillige Mitglieder von der Hanauer Ortskrankenkaffe für Margarete Kraft, 2 Schlüssel an einem Ring (davon eine Schlinke), 2 Schlüssel am Scha- nier, 1 schwarzer Ledergürtel mit länglich gelber Schnalle.

Verloren:1 kleineMargaretenbrosche (Freundschafts­brosche).

Zugelaufen: 1 schwarzbrauner junger Hund (Ba­stard), m. Geschl.

Hanau den 7. Februar 1913.

Politische Rundschau.

Der Kaiser ist mit Gefolge gestern vormittag 8 Uhr 50 Min. mittels Sonderzugs von Königsberg nach Posen abgereist. Der Kronprinz und die Kronprinzessin sind mit dem fahrplanmäßigen Berliner Schnellzüge 9 Uhr 13 Min. nach Danzig abgefahren.

Der Syndikus des Zentralverbandes deutscher Industrieller, Dr. Otto Ballerstedt, ist in der Nacht zum 5. Februar plötzlich an Herzlähmung im 61. Lebens­jahre gestorben. Er hat sich durch zahlreiche Schriften auf allen Gebieten der Industrie, insbesondere auch durch zahl­reiche Vorträge in vielen Städten einen Namen gemacht. Er war nach Hugo Jacobi mehrere Jahre Chefredakteur der Berliner Neuesten Nachrichten."

Ein Zwischenfall in der belgischen Kammer. In der gestrigen Kammersitzung ereignete sich gelegentlich der Beratung über die Verfaffungsrevision ein Zwischenfall. Der katholische Abgeordnete aus Flandern Gielen rief einem an­deren Redner seiner Fraktion, der von dem französischen Wahlsystem sprach, zu:Frankreich ist eine morsche Repu­blik" (républiqne pourrie). Der Kammerpräsident und der Ministerpräfident protestierte» gegen die Ausdrucksweise. Nachdem aus der Mitte des Hauses interpelliert worden war, erhob sich der Kammerpräsident und rief :Vive la France!" In diesen Ruf stimmte die Kammer ein. Der Abg. Gielen schränkte nachher seinen Ausruf dahin ein, daß er ihn nur mit Bezug auf das französische Wahlrecht gebraucht habe.

Neuguinea. Der Stationär Kondor, Kommandant Korvettenkapitän Mommsen, hat vor kurzem eine Strombe­reisung im Kaiser-Wilhelms-Land ausgeführt. Er dampfte von Rabaül auf Neupommern nach der Mündung des Kaiserin-Augusta-Flusses und drang in das Innere des noch wenig erforschten Stromgebiets. Da der Fluß auf 400 Kilometer für größere Dampfer schiffbar ist, konnte der Kondor die Bergfahrt ganz erheblich ausdehnen und die Flagge in Gegenden zeigen, wo noch nie ein deutsches Kriegs­schiff geweilt hat. Die Flußufer sind gut besiedelt. Die Hamburger Südsee-Expedition hat 1909 den Fluß befahren und wertvolles Material zur Erforschung des Landes ge­wonnen. Die Kondor-Expedition bauerte fast drei Wochen. Das Schiff traf wohlbehalten wieder in Rabaul ein. Die Flußanwohner zeigten keinerlei Feindseligkeiten gegen die Deutschen.

Rußland und England in Persien.

Teheran, 6. Febr. Der Minister des Aeutzern unter­zeichnete ein Uebereinkommen mit einer russischen Gesell-

Fcrnsprechanschlitf; Nr. 230«. 1913

schuft, das dieser das Recht auf den Bau einer Eisenbahn von Dschulfa nach Täbris mit Verlängerung bis zum Urmia-See und das Vorrecht auf den Bau einer Bahn von Täbris nach Kaswin gewährt.

London, 6. Febr. Der Nationalist Dillon richtete im Unterhause an den Minister des Aeutzern Sir Edward Grey eine Anfrage, ob irgendwelche Eisenbahn- oder Bergwerks- Konzessionen in Persien für England oder Rußland augen­blicklich den Gegenstand von Verhandlungen bildeten und ob in Verbindung damit ein unmittelbarer oder mittelbarer Druck auf die persische Regierung ausgeübt werde. Grey er­klärte schriftlich: Nach meiner Kenntnis sind bisher keine Eifenbahnkonzesfionen gemacht worden. Jedoch find Verhand­lungen über zwei Konzessionen in der Schwebe. Die eine be­trifft das Projekt Dschulfa-Täbris, das den Gegenstand von Verhandlungen zwischen der persischen Regierung und einem russischen Syndikat bildet. Die andere betrifft das Projekt Mohammerah-Khorrammabad, worüber Verhandlungen zwischen der persischen Regierung und einem englischen Syn, dikat schweben. Was die Bergwerkskonzessionen anlangt, so sind die Unterhandlungen darüber zwischen der persischen Regierung unb einem englischen Syndikat eingeleitet. Die britische Regierung gewährte den englischen Konzessionen ihre Unterstützung, jedoch nicht in der Form, die man korrekterweise als einen Druck bezeichnen könnte. Auf eine andere Anfrage erwiderte Grey: Die britische Regierung würde ungern Schritte tun in der Angelegenheit der kürz­lich erfolgten Ermordung eines britischen Offiziers in Süd­persien, da die Schritte das persische Kabinett in der Be­mühung der Wiederherstellung der Ordnung hindern könn­ten. Die britische Regierung überlege sich, wie sie dem per­sischen Kabinett am besten ihren Beistand gewähren und es in feiner Aufgabe ermutigen könne.

Parlamentarisches.

mb. Die Reichstagskommission für die Konkurrenz- klausel erörterte gestern eingehend die Frage der notariellen Beurkundung der Konkurrenzklausel. Anträge auf Einfügung des notariellen Beurkundungszwanges wurden mit 11 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Angenommen wurde folgende vom Abg. Waldstein (Vp.) beantragte Bestimmung:Eine Ver­einbarung zwischen dem Prinzipal und dem Handlungs­gehilfen, die den Handlungsgehilfen für die Zeit nach Be­endigung des Dienstverhältnisses in seiner gewerblichen Tätig­keit beschränkt (Wettbewerbsverbot), bedarf der Schriftform und der Aushändigung einer vom Prinzipal unterzeichneten, die vereinbarten Bestimmungen enthaltenden Urkunde an den Handlungsgehilfen". Dienstag geht die Beratung weiter.

mb. Der Marineetat in der Budgetkommission. Die Budgetkommission des Reichstages begann gestern die Be­ratung des Marineetats. Es fand eine Besprechung zwischen den Mitgliedern der Kommission und dem Staatssekretär des Reichsmarineamts von Tirpch statt über die Verhältnisse der Flottenstäxke. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der hierbei abgegebenen Erklärungen beschloß die Kommission im Einverständnis mit dem Staatssekretär, daß die Aussprache durch Erklärungen des Staatssekretärs des auswärtigen Amts, der zur morgigen Kommisfionssitzung erscheinen wird, er­gänzt werden soll und man faßte mit Rücksicht hierauf den Beschluß, über die Verhandlungen erst im Zusammenhang der Oeffentlichkeit Mitteilung zu machen.

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8. & H. Berlin, 6. Febr. In Gegenwart des preußischen Landwirtschaftsministers Frhrn. v. Schorlemer-Lieser und von Vertretern aller landwirtschaftlichen Verwaltungen und Vereinigungen der Monarchie beginnen heute vormittag tm Festsaal des Preußischen Herrenhauses die Verhandlungen der 14. Hauptversammlung des Kgl. Preußischen Landes- Oekonomie-Kollegiums, das die amtliche Vertretung der ge­samten Landwirtschaft im Königreiche Preußen darstellt und dessen Verhandlungen diesmal im Zeichen des 25. Negie­rungsjubiläums des Kaisers stehen. Der Vorsitzende P! s dent des preußischen Abgeordnetenhauses Graf Schwerin- Löwitz eröffnete die Verhandlungen mit einer Ansprache, in der er die Erschienenen willkommen hieß und die Fürsorge der preußischen Könige für die Landwirtschaft pries Er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Dann nahm der Land- wirtschaftsminister das Wort. Er gedachte der Jubiläums­feier des Freiheitskrieges und konstatierte, daß es der Agrar, staat, daß es Junker und Bauern waren, die damals i» ernster Zeit Gut und Blut freiwillig auf dem Altar des Vaterlandes opferten. Das flache Land sei auch heute nod