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zahlreichen Freunde deS Dichters im Hanauer Lande auf diese Aufführung besonders aufmerksam gemacht.
, 8 Gelnhausen, 28. Jan. Ein schwerer Zusammenstoß zwischen Förstern und Wilderern hat sich am Abend des verstossenen Sonntags im Revier Großenhainerrain des Büdinger Forstes zugetragen. Fürstlich Nsenburgische Förster stießen auf fünf mit falschen Bärten ausgerüstete Wilderer. Es wurde geschossen und einer der Wilderer erhielt einen Schuß, infolge dessen er zusammenbrach, von zwei seiner Komplizen jedoch fortgetragen wurde, während die zwei anderen Wilderer den Rückzug deckten. Eine mit Polizeihunden vorgenommene Streife führte nach Wittgenborn, woselbst der verwundete Wilderer festgestellt werden konnte. Seine Komplizen hofft man gleichfalls zu ermitteln.
8 Gelnhausen, 28. Jan. Im benachbarten Dorfe Höchst ist der zehnjährige Junge Peter Walther vom Scheunengerüst gestürzt und in eine Egge gefallen, deren Zinken ihm in den Kopf drangen.
§ Somborn, 28. Jan. An den Verletzungen, die er bei einer Schlittenfahrt zugezogen hatte, ist hier der Schneider P. Weigand gestorben. Er war in einem Nachbardorfe gewesen und von zwei anderen hiesigen Einivohnern, die eine Schlittenvartie unternommen hatten, mitgenommen worden. Auf der Heimfahrt stürzte der Schlitten um und die Insassen trugen Verletzungen davon. Weigand ist dann an den Folgen dieser Verletzuügen verschieden. Er hinterläßt eine Witwe und 7 Kinder.
m. Offenbach, 29. Jan. Die Offenbacher Polizei soll nach Beschluß des Verfassungsausschusses um 8 Schutzleute vermehrt werden. Außerdem soll bei der Kriminalabteilung ein stellvertretender Kriminalkommissar, ein neuer Kriminalwachtmeister und ein weiterer Kriminalschutzmann angestellt werden.
Waldstschbach bei Pirmasens, 27. Jan. Heute nach- mittag nach 4 Uhr ereignete sich am hiesigen Bahnhof ein schwerer Unglücksfall. Die Witwe des Schneiders Heinrich Hepp, geb. Lehnung hier und der 7jâhrige Sohn des Taglöhner August Rock hier, waren kurz nach 5 Uhr mit Holz-
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und Kohlensammeln am Bahnhof beschäftigt und dabei unter die Wagen gekrochen. Beim Rangieren gerieten beide unter die Räder, wobei dem 7jährigen Rock der Kopf vollständig vom Rumpf getrennt wurde. Der Witwe Hepp wurden die Beine und der rechte Arm vollständig abgefahren. Sie gab kurz nach 7 Uhr ihren Geist auf.
Handel, Gewerbe und Verkehr.
* Viehmarkt in Frankfurt. Zum Verkauf standen 1501 Schweine. Geschäft ziemlich rege, bleibt Ueberstand; bezahlt wurden für Schweine: a) vollfleischige bis 100 Kilogramm Lebendgewicht Mk. 64.00—67.00 (83—85), b) vollfleischige unter 80 Kilogr. Lebendgewicht Mk. 64.00—67.00 (82—84), c) vollfleisch, bis 120 Kilogr. Lebendgewicht M. 65.00—67.00 (83.00-^85), d) vollfleischige bis 150 Kilogr. Mk. 65.00 bis 67.00 (82—84).
Drahtnachrichten.
Berlin, 29. Jan. Dem Verspiel der Forstbehörde folgend, hat die Reichspostverwaltung den Landbriefträgern in Gebirgsgegenden Schneeschuhe überwiesen, damit sie ihre dienstlichen Verpflichtungen im Winter leichter erfüllen können. Die ersten Versuche finden im Vogtlande statt.
Dresden, 29. Jan. Der frühere Landgerichtsdirektor Schill hinterließ der Stadt ein Vermögen im Betrage von 444 000 Mark.
Posen, 28. Jan. Für die Unterstützung der polnischen studierenden Jugend hat der Rentner Sikorski in Konitz testamentarisch eine Million Mark bestimmt.
Petersburg, 29. Jan. Die „Vossische Zeitung" meldet: Die Hauptverwaltung für Post und Telegraphie plant mit Unterstützung Libauer Finanzkreise eine telephonische Verbindung Libau—Memel. Ein Börsenkomitee hat für den genannten Zweck bereits 10 000 Rubel bewilligt.
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Düstere Prophezeiungen.
DT. Sofia, 29. Jan. Der frühere Ministerprästdent Malino erklärte in einer Unterredung einem Journalisten: „Ueber das, was in Konstantinopel geschieht, sind wir sehr empört. Wir fürchten nicht die Verlängerung des Krieges, da wir an unserem Siege nicht zweifeln, wir sind aber empört, daß unnütze Blutopfer gebracht werden sollen. Ueber das, was Europa tut, sind wir recht erstaunt, denn Europa scheint geneigt, wieder das Werkzeug des jungtürkischen Komitees zu werden. Wir sind heute militärisch günstiger daran, als zu Beginn des Krieges; wir haben während des Waffenstillstandes reichlich Lebensmittel und Munition nach dem Kriegsschauplätze gebracht. Durch die Aushebung von 80 000 Mann sind unsere Verluste wieder wettgemacht worden. Von Saloniki werden sich die Vulgaren niemals losreißen, erhalten wir Saloniki nicht, dann sind schwere Komplikationen auf dem Balkan unvermeidlich. Auch Silistria oder eine andere Festung werden wir niemals freiwillig abtreten. — Malinos Aeußerungen entwerfen ein recht trübes Bild von der nahen Zukunft auf dem Balkan, aber auch dort wird, wie überall, nicht so Heitz gegessen, wie gekocht wird.
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