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RotaHflnsbrnd unh Verlag Der Buchdrucker«! lief petein. ev. Waffenhauses in Hanau.
Aivllilhts Organ für Stadt- und Landkreis Kanan.
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. verantwortl. Redakteur: G. Schrecker in Hanau.
Nr. 19 ^tnfrrtAanfdM Nr. 830. Donnerstag den 23. Januar aegBgBB' w ..............?gw " ' "—w- I ■■ -■»,.■.■»— ------------
Fcrttsprechanschlitf; Nr. 230-
1913
Amtlich««.
Stadtkreis fianau.
Bekanntmachung.
Es ist die Beobachtung gemacht worden, daß dem Nachtragsortsstatut vom 5. November 1912, betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in Hanau zuwider, von einzelnen Geschäften Arbeiter, namentlich mit der Abholung der Postsachen, beschäftigt worden sind, ohne daß die Absicht bestand und anordnungsgemäß mir mitgeteilt wurde, daß der betreffende Sonntag als einer der 4 Ausnahmetage rechnen sollte.
Indem ich die Geschäftsinhaber nochmals auf meine Bekanntmachung im „Hanauer Anzeiger" Nr. 11 vom 14. d. Mts. ausdrücklich Hinweise, gebe ich bekannt, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, jede Zuwiderhandlung unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen, damit die gerichtliche Strafverfolgung der betr. Geschäftsinhaber eingeleitet wird.
Hanau den 21. Januar 1913. P 828
Königliche Polizeidirektion.
3. A.: Karbe.
Eandkreis hanau.
Einrichtung allgemeiner Sprechtage.
Mit Rücksicht auf den stets zunehmenden Geschäftsverkehr und die ordnungsmäßige Erledigung der Dienstgeschäfte werden von jetzt ab bis auf weiteres für den persönlichen Verkehr der Kreisbewohner im Bureau des Landratsamtes und des Kreisausschuffes
drei allgemeine Sprechtage und zzoar Dienstags, Donnerstags und Samstags vormittags von 10 bis 12^ Uhr festgesetzt.
An die Kreisbewohner richte ich in ihrem eigenen Interesse die Aufforderung, in allen Angelegenheiten des mündlichen Verkehrs, abgesehen von jederzeit zu behandelnden Eilsachen, von diesen Sprechtagen Gebrauch zu machen.
Die Herren Bürgermeister und Eutsvorsteher, die auch ihrerseits dieser Einrichtung Rechnung tragen wollen, ersuche ich, die vorstehende Anordnung wiederholt ortsüblich bekannt zu machen.
Hanau den 14. Januar 1913. V 412
Der Landrat und Vorsitzende des Kreisausschuffes.
Frhr. Laur.
Zur SiWier her MerrWe in Sonnn.
Die alte Mainstadt Hanau, aus kleinen Anfängen zu einem blühenden Gemeinwesen erwachsen, weltbekannt durch ihre heimische Industrie, kann im Jahre 1913 zwei wichtige Säkularerinnerungen feiern: im Herbst den Tag der Schlacht bei Hanau, im Frühjahr die Gründung der heutigen Ober- reallchule.
Es war am 1. Februar des Jahres 1813, eben als sich die Völker Europas zu dem großen Waffengange rüsteten, als in Hanau, das damals zum Großherzogtum Frankfurt gehörte, eine Bürger- und Realschule mit einem kleinen Häuflein Knaben eröffnet wurde: eine Anstalt mit höhern Zielen als die Volksschule, mit andersgearteten als das Gymnasium. Nach dem Willen des Gründers, des Großherzogs Karl, sollten „die Städte, in denen eine große Anzahl von Einwohnern sich mit dem Handel oder dem Fabrikwesen beschäftigt, und in denen für einige bürgerliche Klassen ein mehr als gewöhnlicher Umfang von Kenntnissen notwendig wird, mit Realschulen versehen werden, die für Zöglinge aller Konfessionen gemein find, und in denen die zur glücklichen Betreibung der höhern bürgerlichen Gewerbe nötigen Kenntnisse gelehrt werden." Freilich war es nur ein schwacher Anfang, der vor hundert Jahren gemacht wurde. Widrige Umstände verschiedenster Art, unter anderm der frühe Tod des ersten Direktors Heynemann und das Verwaistsein der Stelle viele Jahrzehntelang, wollten auch später, trotz des offenkundig vorhandenen Bedürfnisses und des redlichen Strebens der beteiligten Kräfte, die Schule nicht recht gedeihen lassen. Bester wurde es im ganzen erst, als sie 1856 in Dr. Karl Herwig einen tüchtigen Direktor bekam; wesentlich trug dann weiterhin zur Hebung der Anstalt die organische Einreihung in das preußische höhere Schulsystem und im Zusammenhang damit die Zuweisung einer Anzahl militärischer und ziviler Berech
Der Kreisausschuß hat in seiner Sitzung am 10. I v. Mts. gemäß § 17 des Ausführungs-Gesetzes zum Vieh- seuchen-Gesetze vom 26. Juni 1909 zur Abschätzung von an Seuchen gefallenen Tieren für das Jahr 1913 nachgenannte Personen gewählt:
1. Bürgermeister Baumann, Bruchköbel,
2. Landwirt P h l. Viehmann, Niederissigheim,
3. Landwirt und Metzger Joh. Fr. Dückhardt lll., Langendiebach,
4. Bürgermeister Lind, Oberissigheim.
Hanau den 15. Januar 1913. V 7123
Der Königl. Landrat. Frhr. Laur.
Stadtkreis Hsasu.
Bekanntmachung.
Folgende Grundstücke < Karte U Nr. 482/8a = 1,11 ar und 483/8» = 2,64 ar in der Gemarkung Hanau und
Karte E Nr. 263 = 5,73 ar,
Karte H Nr. 138 = 3,45 »r in der Gemarkung Großauheim sind pachtfrei geworden.
Termin zur Neuverpachtung wird'anberaumt auf Donnerstag den 23. Januar 1913, nachmittags 3 Uhr, im Geschäftslokale der Stadthauptkasse, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 5.
Pachtliebhaber werden hierzu eingeladen.
Stadthauptkaffe. 2061
Bekanntmachung.
Die Wohnung im Erdgeschoß des Hauses Nordstraße 42 ferner ein Vleichgarten ist vom 1. Februar 1913 an zu vermieten.
Auskunft wird in Zimmer Nr. 35 des Rathauses, 2. Obergeschoß erteilt.
Hanau den 7. Januar 1913. 1081
Der Magistrat.
Hild.
Die in Nr. 7 erfolgte Bekanntmachung betr. Zwangsversteigerung des Grundstücks Gustav Adolfstraße 13 wird dahin berichtigt, daß das Grundstück Gustav Adolfstraße Nr. 13a zur Versteigerung steht.
Hanau den 15. Januar 1913. 2193
Königliches Amtsgericht, Abt. 6.
tigungen bei. Ihren Ausbau zur O b e r r e a l s ch u l e erfuhr sie seit 1894 unter der Leitung von Dr. Ferdinand Schmidt, der 1889 dem dritten Direktor Friedrich Becker (seit 1876) folgte. Heute steht die Schsile, die 1813 an die Stelle eines nicht mehr lebensfähigen lutherischen Gymnasiums getreten war, im Prinzip als gleichberechtigt neben dem Gymnasium da. Ueber all diese Dinge: da« höhere Schulwesen Hanaus in der Vergangenheit, die Umstände, die zur Grün- dung der Realschule führten, die Geschichte der Anstalt in den hundert Jahren ihres Bestehens usw. berichtet eine Festschrift mit möglichster Ausführlichkeit:
Seit dem 1. Februar 1813 haben übet 3500 Schüler die Hanauer Realschule besucht und dort größtenteils die Grundlage zu ihrer allgemein-menschlichen und beruflichen Bildung gelegt. Wohl die überwiegende Mehrh«it von Hanaus Bürgern ist durch die Realschule gegangen, ist durch Tradition, Erfahrung und Erinnerung Mit ihr verbunden und verwachsen. Kein Wunder also, daß sie sich's nicht wollen nehmen lassen, in harmonischem Verein mit der Schule den Gründungstag so festlich und so würdig, wie nur möglich, zu begehen. Festkommers, Akademische Feier, Frühtrunk, Festbankett, Fackelzug, Schülerfeier u. a. m. sind' für die Tage vom 13. bis 15. März d. Js. vorgesehen. Mit ganz besonderer Freude und mit herzlichem Dank ist es zu begrüßen, daß die Bürgerschaft sich zusammengeschlossen, um zur bleibenden Erinnerung an die Jubelfeier eine Stiftung zu errichten, die der körperlichen und geistigen Erziehung und Weiterbildung kommender Geschlechter über den gebotenen Rahmen der Schule hinaus in geeigneter Weise dienen soll. Fürwahx, ein hochherziger Dank an die Vergangenheit, diese vorsorgende Saat für die Zukunft. Einladungen ^u der Feier sollen an alle noch lebenden ehemaligen Realschüler ergehen, soweit ihr Aufenthaltsort festzustellen ist. Wer nicht zu erreichen war, oder unabsichtlich übersehen werden sollte, möge sich, wenn ihm diese Zeilen zu Gesichte kommen, an den Vorsitzenden des Festausschusses, den nicht unbefangen
Beschlutz.
Das Verfahren zum Zwecke der Zwangsversteigerung des in Hanau belegenen, im Grundbuchs von Hanau Band 40 Art. 2525 auf den Namen des Maurermeisters Johann Heinrich Hack in Hanau eingetragenen Grundstücks :
YY 399/60 Frankfurter Landstraße 16 3,33 ar, Wohnhacks mit Hofraum und Hausgarten wird aufgehoben, da der Gläubiger den Versteigerungs. antrag zurückgenommen hat.
Der auf den 14. März 1913 bestimmte Termin fällt weg.
Hanau den 20. Januar 1913. 2191
Königliches Amtsgericht, ALt. 6.
Holzverkauf.
Königliche Oberförsterei Hana«.
Schutzbezirk Bruchköbel, Lamboywald.
Am Mittwoch den 29. Januar 1913, von vormittags 10 Uhr ab, sollen im „Deutschen Hof" zu Hanau Lamboystraße
Eiche: 81 rm Scheit, 19 rm Knüppel, 68 rm Stöcke 1. Kl., 18,30 Hdt. Well. Neis. 3. Kl.,
Buche: 16 rm Scheit, 17 rm Knüppel, 12 rm Stöcke 1. Kl., 16,40 Hdt. Well. Reis. 3. Kl.,
Birke: 17 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 2,00 Hdt. Well. 'Reis. 3. Kl.,
Erle, Linde: 35 rm Scheit, 48 rm Knüppel, 45 rm Stöcke 1. Kl., 6,70 Hdt. Well. Reis. 3. Kl.,
Fichte, Kiefer: 60 rm Scheit, 104 rm Knüppel, 3,90 Hdt. Well. Reis. 3. Kl.
öffentlich meistbietend verkauft werden.
Auf Antrag erteilen Hegemeister Haust, Bruchköbel und Förster Hergt, Hanau, Ameliastr. 1, mündlich nähere Auskunft. 2197 Geldzahlungen werden nach dem Termin angenommen.
Selmre« int »Mem EeMnnde il
Gefunden: 1 grüne Leiter (aus dem Stadtgraben gezogen).
Liegengeblieben bei M. L. Derlizheimer Söhne: 1 Paar graue Filzsohlen; Empfangnahme auf dem Fundbureau, desgl. bei Rang, Sternstraße 16: 1 Portemonua« mit etwa 1.50 Mk.
Verloren: 1 Portemonnaie mit 2.25 Mk. und einer Monatskgrte von der Kleinbahn zur Fahrt Langenselbold— Hanau, 1 grauer Damen-Glacehandschuh (rechter).
Hanau den 23. Januar 1913.
Fabrikanten Herrn Fritz Kreuter, wenden. Manch einer, der draußen weilt, dürfte wohl, zumal so kurz vor Ostern, die Gelegenheit benutzen, um die alte Heimat roiet^r sehen.
Und nun Glückauf zur Säkularfeier der Oberrealschulel Zum guten Anfang das beste Gelingen! Mögen die Iden des März uns freundlich sein!
Kunst und Leben.
DerPreischorfürdas Wettsinge« um den Kaiserpreis. Aus Berlin, 22. Januar, meldet den „Frkf. N/ ein Privattelegramm : Der Kaiser wohnte Mittwoch vormittag einer Probe von „Kerkyra" im Königl. Opernhause bei. In einer Pause ließ sich der Monarch zwei Preischöre, von denen einer für das Kaiserpreiswettsingen in Frankfurt a. M. in Frage kommt, durch den Königl. Opernchor unter Leitung von Profeffor Rüdel im Konzertsaal des Opernhauses Vorsingen. Der Kaiser, der mit seiner Anerkennung für die treffliche Leistung des Chores nicht zurückhielt, hat^ sich bis jetzt noch für keine der beiden Kompositionen endgültig entschlossen.
Albumblatter.
Ich kehre mich nicht dran, Ich laß die Leute klügeln, Wer kann denn jedermann Das lose Maul verriegeln? Ich kann nicht besser leben Als daß ich dazu lach', So haben sie vergeben« Sich viele Müh' gemacht.
* * *
Wer etwas Treffliches leisten will, Hätt' gern was Große- geboren, Der sammle still und unerschlafft Im kleinsten Punkte die böchsie SralL Schiller