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Vierteljährlich 1.80 ML, monatlich to^g^ fHt Post« bezug vierteljährlich HO ML, monatlich 70 $fo Die einzelne Nummer tostet 6 Pfg,

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Dtt Vgelpasiene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. t» NetlameteU die Aelle 60 Pjg.

Rotation eb nid und Verlag der Buchdruckerei der verein, eo. Waisenhauses in Hanau.

Gentml-Anzeigtr

Aiuüiihts Orga« für S!aM= und MKrtis Kana».

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Verantwort! Redakteur: & Schrecker ht Hamm,

$L 16 Bern sprech an sch lutz Nr. 230.

Amtliches

L'andkreis banau,

Einrichtung allgemeiner Sprechtage.

Mit Rücksicht auf den stets zunehmenden Geschäfts­verkehr und die ordnungsmäßige Erledigung der Dienst­geschäfte werden von jetzt ab bis auf weiteres für den persönlichen Verkehr der Kreisbewohner im Bureau des Landratsamtes und des Kreisausschusses

drei allgemeine Sprechtage und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags vormittags von 10 bis 121 /> Uhr festgesetzt.

An die Kreisbewohner richte ich in ihrem eigenen Interesse die Aufforderung, in allen Angelegenheiten des mündlichen Verkehrs, abgesehen von jederzeit zu behan­delnden Eilsachen, von diesen Sprechtagen Gebrauch zu machen.

Die Herren Bürgermeister und Eutsoorsteher, die auch ihrerseits dieser Einrichtung Rechnung tragen wollen, ersuche ich, die vorstehende Anordnung wiederholt orts­üblich bekannt zu machen.

Hanau den 14. Januar 1913. V 412 Der Landrat und Vorsitzende des Kreisausschuffes.

Frhr. Laur.

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Das neue Schuljahr beginnt Montag den 31. März, nachm. 2 Uhr. Der Unterricht erstreckt sich auf wöchent­lich 20 Pflichtstunden, die vormittags von 812 Uhr abgehalten werden. Der Unterricht im Französischen und Englischen ist wahlfrei. Es wird in folgenden Fächern unterrichtet:

1. Rechnen 4 Std. Wiederholung der 4 Spezies durch Aufgaben aus der kaufmänischen Praxis, Prozent-, Zins-, Diskont-, Kontokorrent-, Effekten- und Termin­rechnung.

2. Buchführung 4 Std. Buchungen von mehre­ren Geschäftsgängen nach der einfachen und doppelten Methode. Das amerikanische Journal. Abschlüsse.

3. Handelskunde und Schriftverkehr

6 Std. Dom Handel und den Handelspersonen. Der Betrieb des Handels. Tauschmittel im Handelsbetrieb. Die Bank im Dienste des Kaufmanns. Briefe im Waren- und Bankverkehr.

4. Kurzschrift und Maschinenschreiben

5 Std. Verkehrs- und Redeschrift nach System Eabels- berger. Uebungen auf Adler-, Stöwer-, Torpedo-, Üder- wood-, Remington- und Smith Premier-Maschinen.

5. Lebenskunde 1 Std. Stellung der Frau im häuslichen, beruflichen und sozialen Leben.

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Kunst und Leben.

11. Wiflenschaftliche Sitzung der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.

Frankfurt a. M., 18. Jan. 1913.

Vorsitzender: Dr. A. von Weinberg.

Exz. Wirkt. Geheimrat Prof. Dr. P. Ehrlich spricht über:

Moderne Heilprinzipien".

In der ganzen Welt ist man jetzt bestrebt, die verschieden­artigsten Infektionskrankheiten chemotherapeutisch zu heilen. Der Weg ist kein ganz leichter: man muß sich bemühen, die Aetiologie der Erkrankungen genau festzustellen, was bei ge­wöhnlichen Bakterien- und Protozoenkrankheiten mikroskopisch möglich ist. Dagegen gibt es Krankheiten (Masern, Schar­lach, Pocken), deren Erreger dem mikroskopischen Nachweis größte Schwierigkeiten bereiten. Weiterhin ist er erwünscht, die Erreger der Krankheiten in Reinkultur zu züchten. Dies gelingt . bei gewöhnlichen Bakierienerkrankungen (tropische Kinderanämie, Kala-azar, Sumpifieber) und Spirillen­erkrankungen (Rückfallfikber, Hühnerspirillosc, Syphilis); aber nur ein Teil dieser Reinkulturen ist im Stande, die Krankheit bei Tieren zu erzeugen. Offenbar können die Parasiten höherer Ordnung während deS Kulturverfahrens so große biologische Veränderungen erfahren, daß sie für den tierischen Organismus nicht mehr pathogen sind.

I Die Möglichkeit, Infektionen an Tieren künstlich zu er­zeugen, bildet die Grundlage der Chemotherapie. Heilkräftige Substanzen müßen an großen Reihen von Tierversuchen er­probt werden, bevor sie am Krankenbett Anwendung finden dürfen, und besonders geeignet sind solche Stoffe, von denen schon ganz kleine, von der schädlichen Grenze weitensiernte Dosen im Tierexperiment heilen. Die Suche nach geeigneten Stoffen ist nicht ganz leicht. Der Vortragende ließ sich bei seinen Untersuchungen von der chemischen Vorstelluna leiten. daß die LeilÜofje durch

Montag den 20. Januar w^I. I I,___________im

6. Englisch (wahlfrei) 3 Std. Klaffen für An­fängerinnen und Vorgeschrittene.

7. Französisch (wahlfrei) 2 Sid. Einführung in die französische Handelskorrespondenz. Vorkenntnisie er­forderlich.

Schulgeld jährlich 60 Mk. Anmeldungen werden vom 20. bis 24. Januar, von 11 bis 121 /< Uhr vor­mittags im Schulhause, Eärtnerstraße 65, entgegen­genommen, können indessen auch schriftlich erfolgen.

Hanau den 17. Januar 1913. 1703

Der Direktor.

Pfeifer.

Beschluß. Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Hanau belegenen, im Grundbuche von Hanau Band 40 Art. 2525 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs­vermerkes auf den Namen des Maurermeisters^Johann Heinrich Hack in Hanau eingetragenen Grundstücke:

YY 486/66 usw. an der Gustav Adolfstraße, Hofraum 2 ar 60 qm,

YY 490/66 usw. an der Gustav Adolfstraße, Hofraum 4 ar 27 qm,

Erundsteuermutterrolle Nr. 2147, sowie die in Hanau- Kesselstadt belegenen, im Grundbuche von Kesselstadt Band X Artikel 484 zur Zeit der Eintragung des Ver­steigerungsvermerkes auf den Namen des Bauunter­nehmers Johann Heinrich Hack in Hanau eingetragenen Grundstücke: \

Bl. 4 Nr. 130/100 rc. Frankfurter-Landstraße Nr. 38

a) Wohnhaus, b) Stalloebäude mit Remise und Burschenstube 7,01 ar,

Nr. 33 der Gebäudesteuerrolle,

2590 Mark jährlicher Nutzungswert, 92,40 Mark Gebäudesteuer,

B1. 5 Nr. 163/30 rc. an der Frankfurter-Landstraße Nr. 42, a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten 5,70 ar,

Nr. 470 der Gebäudesteuerrolle,

2100 Mark jährlicher Nutzungswert,

84 Mark Gebäudesteuer,

Bl. 5 Nr. 164/30 rc. Ohlegarten, Garten, 20,83 ar, 6 Tlr. 53/100 Reinertrag,

am 28. März 1913, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an der Eerichtsstelle, Nußallee Nr. 17, Zimmer Nr. 21, versteigert werden.

Hanau den 3. Januar 1913. 1927

Königliches Amtsgericht, Abt. 6.

bestimmte Gruppierungen dazu befähigt, mit den Parasiten eine chemische Verbindung eingehen, von ihnen verankert wer­den und sie dadurch abtoten. Fernwirkung ist nicht denkbar. Ehrlich vergleicht die parastientötenden Substanzen mit einem Giftpfeil, dessen Spitze das verankernde Prinzip darstellt und die Parasiten zuerst trifft; der Schaft ist eine chemische Grup­pierung, an den therapeutisch wirksame Radikale (Arsen Queck­silber, Antimon) angehängt werden, also ein Bindeglied zwischen zwei wirksamen Komponenten. Die Schwierigkeit bei der Konstruktion von Arzneistoffen ist die Auffindung der Pfeil­spitze. Wird dem Schaft eine Gruppe angebängt, die eine maximale Verwandtschaft zu Gruppierungen des Parasiten- Protoplasmas, aber eine möglichst geringe Verwandtschaft zu den Körperzellen besitzt, so entsteht ein Helimittel, das den infizierten Körper vollkommen sterilisiert, ohne ihm zu schaden. Bei der Hühnerspirillose ist dieses Ideal im Salvarsan (Dioxydiamidoarsenobenzol) erreicht, da der hundertste Teil- der tödlichen Dosts zur Heilung ausreicht. Hier ist die Amidophenolgruppe die Pfeilspitze, dasverankernde Prinzip", das offenbar nicht nur für Spirillen, sondern auch für Amöben und Bakterien verschiedenster Art in Frage kommt; denn er­find viele Erkrankungsarten der therapeutischen Beeinflussung durch Salvarsan zugängig. Ist die Pfeilspitze einmal an die Parafitenzelle fest verankert, so kann auch das eigentliche Heilprinzip (in diesem Falle (Arsen l an die Parasitenzelle gelangen und seine therapeutische Wirkung entfalten.

Der Redner wendet sich dann .gegen die von einigen Stellen vertretene Anschauung, daß das Salvarsan als solches nicht imstande sei, Parasiten direkt abzulöten, sondern daß es indirekt wirke, indem die Körperzellen stimuliert würden, parasitensbtötende Stoffe zu produzieren. Diese Anschauung basiert auf der Beobachtung, daß unter dem Einflüsse des Salvarsans die (Spirochäten unter dem Mikroskop ihre Bc- wegungsfähigkeit behalten. Der hieraus gezogene Schluß ist aber ein Trugschluß. Im Speyerhaule wurde nack^ewiesen, daß in einer mit Souren von Salvarsan versetzten Serum-

Fernsprechanschlutz Nr. 230. 1913

Konkursverfahren.

Ueber den Nachlaß des am 14. Dezember 1912 hi dem Diakoniffenheim in Hanau a. M. verstorbenen zu Langenbergheim wohnhaft gewesenen Wilhelm Heinrich Martin Münch wird heute am 17. Januar 1913, nach­mittags 4 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist.

Der Sparkaffenrechner Jakob Wagner in Alteu- stadt wird zum Konkursverwalter ernannt.

Konkursforderungen find bis zum 10. Februr 1913 bei dem Gerichte anzumelden.

Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschuffes und eintretenden Falls, über die in § 132 der Konkursord­nung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der cm* gemeldeten Forderungen auf

Montag den 17. Februar 1913, nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt.

Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse ge­hörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Ge­meinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache ab­gesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Kon­kursverwalter bis zum 10. Februar 1913 Anzeige zu machen. 1921

Erotzherzogliches Amtsgericht zu Altenstadt, Hesse«.

Holz-Verkaufsbekanntmachung.

Königliche OberfSrsterei Wolfgang, Revierteil Horbach.

Am Mittwoch den 29. Januar 1913, von vormittags 9*/« Uhr ab, soll in der Harth'schen Gastwirtschaft zu Horbach aus den Distrikten 2, 3, 5, 7, 8» 9, 10 nach­stehend verzeichnetes Holz, nämlich:

Eichen: 3 Stämme A ÄI 5 mit 1,17 fm, 6 Stämme B Klasse 3 bis 5 mit 5,52 km, 2 Stangen 2. Kl., 3 rm Nutzscheite 2. Kl., 62 rm Scheite, 43 rm Knüppel, 12,10 Hundert Wellen Reisig, Buchen: 52 Stämme A Kl. 2 bis 4 mit 46,97 fm, 475 rm Scheite, 170 rm Knüppel, 63^0 Hdrt. Wellen Reisig,

Erlen: 15 Stämme 4. und 5. Kl' mit 6,77 fm, 9 rm Scheite, 6 rm Knüppel, 1,80 Hdrt. Wellen Reisig,

Fichten: 108 Stämme 3. und 4. Kl. (Bauholz) mit 27,32 fm, 272 Stangen 1. bis 3. ÄL, 4,30 Hdrt. Stangen 4. bis 8. Kl.

Spirochätenmi'chung nach Abzentrifugieren aller Flüssigkeit zwar die Spirochäten noch beweglich waren, daß sie aber, Tieren eingeimpft, eine Infektion nicht mehr auslösten. Dies beweist, daß das» Salvarsan von den Spirochäten öw ankert wird, und daß schon minimale Quanitäteu des verankerten Arzneistoffes auSreichen, die Parasiten an ihrer Vermehrungsfähigkeit innerhalb des Körpers zu hin­dern. Eine zelluläre Funktion. des Salvarfans ist unter diesen Umständen ganz ausgeschlossen, da überhaupt kein ge­löstes Salvarsan mehr vorhanden war.

Der Vortragende bespricht ferner die Verankerung des Salvaxsans an die Zelle. Wie erwähnt wird daselbe zu­nächst mit Hilfe der Orthoamidophenolgruppierung an ia Zelle verankert, und seeundo loco tritt eine weitere Ver­ankerung durch den Arsenrest ein. Nur ungesättigte Arsen­reste die dem dreiwertigen Typus entsprechen, fhtb dank der ihnen innwohnenden latenten Verwandtschaft ju dieser sekundären Verankerung, die die Heilwirkung auslöst, be­fähigt. Vollkommen gesättigte Arsenreste, die fünfwertiges Arsen enthalten, können nicht mehr von den Bestandteilen der Zelle gefaßt werdep. Der Heileffekt entspricht also ge­wissermaßen einer Kombinationswirkung mehrerer Kompo­nenten. Dieser Erfahrung entsprechend hat Ehrlich stets dre Kombinationstherapie" empfohlen, worunter man die gleich­zeitige Anwendung verschiedenartiger, einen bestimmten fiten abtötender Heilstoffe versteht. Für solche Zwecke sind nur Stoffe verwendbar, die von verschiedenartigen Rezeptoren der Par^sitcuzelle gefaßt »erben. Zwei Gruppen derselben Klasse, B. der Arsenikreihe, zu kombinieren, hat keinen Zweck; dagegen empfiehlt sich die Kombinaton eines Arsen- stoffes (; B. Salvarsan) mit geeigneten Farbstoffen (Trypaflavin, Trypanrot, T yparosanX Durch solche Kom­binationen kann der Heilefekt nicht nur addiert, sondern bei geeigneter Wahl potenziert werden, so daß mit kleinen, un­schädlichen Mengen jeder einzelnen Komponente voller Erfolg errielbar ist. Die Kombinationstberavbie bat außerdem be^