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DU ggtfrattene Pettt-eUe oder Deren Raum 20 $f& in SUnameteU DU Stile 60 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Vuchdruckerei Les verein. eo. Waijenhaujeo in Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Mt- und Landkreis Kana«.

Vezugspreto,

Llerteljährlich 1.80 TIL, monatlich MPfg., für Post, bezug vierteljährlich 2.10 ML, monatlich 70 Pfg, Die einzelne Nummer tostet 1 Pfg.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. Derantwortl Redakteur: G Schrecker hi Kamm.

Nr. 14 ff-»»spr«<l>a»s-l,l»si Nr. 230.

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Amtliches.

Stadtkreis ^anau. Bekanntmachung

Die Haushaltspläne

deS Grundstücksfonds für 1913 und

des Hafen- und Jndustriegeländefonds für 1913 liegen vom 18. d. Mts. ab auf Zimmer 35 des Neustädter Rathauses (2. Obergeschoß) 8 Tage lang zur Einsicht der Gemeindeangehörigen offen.

Hanau den 15. Januar 1913. 1717

Der Magistrat.

Dr. Eebeschus.

Städtisches Wasserwerk.

Diejenigen, welche mit Zahlung des Waffergeldes und Kanalbenutzungsgebühr für Oktober / Dezember 1912 noch im Rückstände sind, werden hierdurch aufgefordert, diese Rückstände bis zum 22. Januar 1913 bei unserer Kasse, Leipzigerstr. 17, während der Stunden vormittags von 10121/» Uhr einzuzahlen, da vom 23. Januar 1913 ab die zwangsweise Beitreibung der rückständigen Beträge erfolgen wird.

Bemerkt wird noch, daß die Mahngebühr auch dann zu zahlen ist, sobald die Mahnzettel zur Zustellung aus­gegeben sind.

Hanau den 14. Januar 1913. 1655

Die Wasserwerks-Direktion.

von Eäßler.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Richard Altmannsperger in Firma Fr. Königs Buchhandlung R. Altmannsperger in Hanau ist Termin zur Prüfung der nachträglich angemeldeten For­derungen anberaumt auf den

19. Februar 1913, vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau Nuß­allee Nr. 17, Zimmer Nr. 17.

Hanau den 8. Januar 1913. 1661

Königliches Amtsgericht, Abt. 5.

Eingetragen ist heute im Handelsregister die Gesell­schaft mit beschränkter Haftung in FirmaOge", Schuh­gesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem Sitze in Hanau.

Der Gesellschaftsvertrag ist am 5. September 1912 festgestellt worden.- Abänderungen des Gesellschaftsver- trags sind erfolgt am 23. September, 26. September, 23. Oktober 1912 und 3. Januar 1913. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Schuhwaren. Das Stammkapital beträgt 30 000 Mark. Die Geschäfts­führer sind der Kaufmann Emil Goldschmitt in Aschaffenburg und der Kaufmann Julius Oppen­heimer in Leipzig. Jeder der beiden Geschäftsführer ist berechtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß der Zeichnende zu der Firma dèr Gesellschaft seine Namensunterschrift hinzufügt. Die Dauer der Gesellschaft ist auf 10 Jahre vom 1. Oktober 1912 bis zum 31. Dezember 1921 be­stimmt. Oeffentliche Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen nur durch einmalige Insertion im Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Caffel.

Hanau den 10. Januar 1913. 1659

Königliches Amtsgericht, Abt. 6.

Eingetragen ist heute die Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Firma Nerkanfsstelle der Schwarzkalkwerke Aschaffenburg Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem Sitze in Hanau.

Der Gesellschaftsvertrag ist am 19. November 1912 festgestellt worden.

Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf des von den Gesellschaftern hergestellten gebrannten reinen Kalkes, die Regelung der Verkaufspreise und des für den Verkauf bestimmten Produktionsquantums, ferner An- und Verkauf fremden Kalkes, Erwerbung bezw. Pachtung und Betrieb von Kalkwerken und Kalkstein- brüchen, Beteiligung an solchen Unternehmungen, über­haupt Wahrnehmung der gemeinschaftlichen Interessen der Gesellschafter hinsichtlich der Kalkindustrie.

Das Stammkapital beträgt 20 000 Mark.

Die Geschäftsführer sind:

a) Kaufmann Wilhelm Kämmerer,

b) Kaufmann Otto Link, c) Kaufmann Wilhelm Grebe, d) Kaufmann Ferdinand Schien lämtlich in Hanau.

Freitag den 17. Januar

T-1"1 .................... -...... .

Fernsprechanschlttst Nr. 230. 1913

Die Willenserklärungen und Zeichnungen für die Gesellschaft sind verbindlich, wenn sie durch die Geschäfts­führer erfolgen und zwar durch den zu a genannten allein, durch einen der dort unter bd genannten je in Gemeinschaft mit einem der anderen Geschäftsführer.

Oeffentliche Bekanntmachungen der Gesellschaft er­folgen durch den Deutschen Neichsanzeiger.

Hanau den 4. Januar 1913. 1657

Königliches Amtsgericht, Abt. 6.

WWW MMMlsAe für WM.

Das neue Schuljahr beginnt Montag den 31. März, nachm. 2 Uhr. Der Unterricht erstreckt sich auf wöchent­lich 20 Pflichtstunden, die vormittags von 812 Uhr abgehalten werden. Der Unterricht im Französischen und Englischen ist wahlfrei. Es wird in folgenden Fächern unterrichtet:

1. Rechnen 4 Std. Wiederholung der 4 Spezies durch Aufgaben aus der kaufmänischen Praxis, Prozent-, Zins-, Diskont-, Kontokorrent-, Effekten- und Termin­rechnung.

2. Buchführung 4 Std. Buchungen von mehre­ren Geschäftsgängen nach der einfachen und doppelten Methode. Das amerikanische Journal. Abschlüße.

3. Handelskunde und Schriftverkehr

6 Std. Vom Handel und den Handelspersonen. Der Betrieb des Handels. Tauschmittel im Handelsbetrieb. Die Bank im Dienste des Kaufmanns. Briefe im Waren- und Vankverkehr.

4. Kurzschrift und Maschinenschreiben

5 Std. Verkehrs- und Redeschrift nach System Eabels- berger. Uebungen auf Adler-, Stower-, Torpedo-, Uder- woo'o-, Remington- und Smith Premier-Maschinen.

5. Lebenskunde 1 Std. Stellung der Frau im häuslichen, beruflichen und sozialen Leben.

6. Englisch (wahlfrei) 3 Std. Klaffen für An­fängerinnen und Vorgeschrittene.

7. Französisch (wahlfrei) 2 Std. Einführung in die französische Handelskorrespondenz. Dorkenntniffe er­forderlich.

Schulgeld jährlich 60 Mk. Anmeldungen werden vom 20. bis 24. Januar, von 11 bis 121/< Uhr vor­mittags im Schulhause, Eärtnerstraße 65, entgegen­genommen, können indessen auch schriftlich erfolgen.

Hanau den 17. Januar 1913. 1703 Der Direktor.

Pfeifer.

LmiwMiiMmer für den RegiermgrbeM EM. Baumwärterkurse.

Der Herr Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten hat zur Erleichterung der Ausbildung tüch­tiger Baumwärter an der Obstbauanstalt zu Oberzwehren einen Staatszuschuß als Beihilfe zu den Ausbildungs­kosten geeigneter Personen, die später im öffentlichen Obstbau tätig sein sollen, bewilligt.

Die Höhe des mit' den verfügbaren Mitteln zu er. möglichenden Zuschußes für eine Person ist wechselnd je nach den Kosten, die den Teilnehmern für Aufenthalt und Reise erwachsen.

Die näheren Bedingungen, unter welchen die Be­willigung einer Beihilfe erfolgen kann, werden von der Obstbauanstalt der Landwirtschaftskammer in Oberzwehren auf Wunsch mitgeteilt. Etwaige Gesuche sind unter Bei­fügung eines polizeilichen Führungs- und eines Gesund­heitsattestes bis spätestens den 1. Februar I. I. eben, falls dorthin zu richten.

In Betracht kommen im allgemeinen nur solche Teil­nehmer, die von einer Gemeinde oder einem Verein zur Ausbildung entsendet werden, um später der Allgemein­heit dienstbar zu sein. Grundbedingung für die Ge­währung einer Beihilfe ist, daß die Stelle, welche den betreffenden Mann zur Ausbildung bringt, in gleich starkem Maße an der Deckung der Ausbildungskosten sich beteiligt.

Caffel den 2. Januar 1913. A 1

Der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Caffel.

Maertens.

®tWtne M otrlorent EWnMe it.

Gefunden: 1 Sturmlaterne, der Petroleumbehälter ist rot und gelb angestrichen, 4 Stricknadeln mit angefangenem Strumpf und etwas schwarze Wolle.

Verloren: 1 silberne Damenuhr.

Hanau 17. Januar 1913.

Politische Rundschau.

Die Korfureise des Kaisers. Die KaiserjachtHohen- zollern" erhielt Befehl, am 19. Februar nach Venedig ab­zudampfen, wo der Kaiser auf seiner Korfureise an Bord geht.

In der Budgetkommission des Reichstages wurde gestern von dem Regierungsvertreter ein neues Kaligesetz an­gekündigt.

Der preußische Gesandte in Darmstadt, Freiherr v. Ionisch, ist als Nachfolger des Staatssekretärs v. Jagow für den Botschafterposten in Rom in Aussicht genommen.

Die Annahme der Homerule-Bill im englischen Unterhause. Die Homerule-Bill wurde in dritter Lesung mit 368 gegen 258 Stimmen unter ungeheurem Enthusiasmus auf feiten der Ministeriellen angenommen.

DT. Ein amerikanischer Kreuzer nach Mexiko unter­wegs. Der KreuzerDonver" mit einer Kompanie Marine- soldaten und 270 Matrosen an Bord hat Befehl erhalten, unverzüglich von San Diogo in Kalifornien nach Aoapuloo in Mexiko abzu «ehen. Dort sind Unruhen ausgebrochen, und da die mexikanischen Behörden nicht im Stande sind, bit Ausländer zu schützen, besteht Gefahr für deren Leben und Eigentum.

Parlamentarisches

mb. Die Wahlprüfungskommission des Reichstages erklärte die Wahl des sozialdemokratischen Abgeordneten Haupt, der in Jericho gegen den konservativen Abgeordneten von Byren gewählt ist, für ungültig. Die Wahl des sozial­demokratischen Abgeordneten Haase-Königsberg wurde für gültig erklärt.

mb. Die llnterrichtskommisfion des Abgeordnetenhauses beriet gestern abend Petitionen und beschloß einstimmig eine Petition um Gewährung staatlicher Beihilfen an solch« leistungsschwachen Gemeinden, die nach dem Lehrerbesoldungs- gesetz den Volksschullehrern Ortszulagen zahlen müssen, der Staatsregierung zur Erwägung zu überweisen. Eine Petition betreffend die Altersversorgung älterer Privatlehrerinnen, für welchen Zweck im neuen Etat bereits 60 000 Mk. anstatt bisher 40 000 eingestellt sind, soll motiviertes als Material überwiesen werden. Eine weitere Petition betraf einheitliche Regelung des Diensteinkommens der Lehrerinnen an öffent­lichen Mittelschulen. Ein Antrag auf Ueberweisung dieser Petition zur Berücksichtigung wurde abgelehnt und ihre Ueberweisung zur Ueberwägunq beschlossen.

mb. Die Handels- und Eewerbekommisfion des Ab­geordnetenhauses beriet in ihrer letzten Sitzung Petitionen, von denen die folgende allgemeines Interesse hat: Der Reichsverband Deutscher Städte unter 25 000 Einwohner hatte um die Einrichtung einer amtlichen Zentralstelle zur Auskunftserteilung für elektrische Ueberlandszentralen gebeten. AuS der Mitte der Kommission wurde allseitig daS Bedürf­nis dafür anerkannt und insbesondere darauf hingewiesen, daß die mittleren Städte und auch die Kreise sich in einer üblen Situation gegenüber den großen Monopolbetrieben in der elektrischen Industrie befänden. Die Regierung bestritt das Vorhandensein eines Bedürfnisses für die Schaffung einer staatlichen Einrichtung und wollte die Petenten auf den Weg der Selbsthilfe gewiesen haben. Einzelne Städte und auch Private seien ja schon in der Schaffung von Ueberland- zentralen voranaeaangen. Die Kommission verwies aber mit 12 gegen 6 Stimmen die Petition der Regierung zur Berücksichtigung.

Die Balkankrifis.

Aeußerungen des Sultans.

W. Konstantinopel, 16. Jan. Der Sultan empfing gestern den Chefredakteur des BlattesSabah , Diran Ke e- kian, in längerer Audienz. Der Sultan soll, demDabay zufolge folgendes geäußert haben: Wir leben m ein schweren Zeit. Niemanden Herz ist so betrübt, rote meinige, aber ich überwinde den Kummer, um meine ch erfüllen zu können, die die göttliche Gnade mir an vertrau e Wir haben mehr als je die Pfl^l zu arbeiten. Ich das erste Beispiel hierfür geben. Wir muffen uns w Ge. genwart und Zukunft sichern, indem wir uns der göttlichen Gnade anvertrauen. Ich bin ein versa ff ungsmaß'ger Herr scher. Das Glück meiner Nation hängt von d r cutzbar machung der Wohltaten der Verfassung ab. Mac Beilegung der gegenwärtigen Schwierigkeiten tft unsere Jie Pflitzt die Eröffnung der Natinalversammlung. In meiner Dyna­stie und meiner Nation gibt e§ niemand, der gegen die Der- fassung wäre. Der Absolutismus, der notwendiger Weise die einer Willkürherrschaft annimmt, kann niemals, insbesondere nicht in dem Jahrhundert, in dem wir leben, für die Be- dürfnisse der Nation soraen und deren Wohl sichern. Die