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einzelne Buchmacher zu konzessionieren. Zur Fleischteuerung teilte der Minister mit, daß infolge der von der Regierung getroffenen Maßnahmen in einzelnen Städten die Fleischpreise herabgedrückt worden seien. Ueber den 1. April 1914 hinaus werde die Regierung indes die Erleichterungen nicht erstrecken. Die Konferenz zur Untersuchung der Preisbildung habe ein positives Ergebnis bisher nicht geliefert, wohl aber dankenswerte Ausschlüsse über die Verhältnisse auf dem Fleischmarkt. Die Erleichterungen der Fleischeinfuhr haben bisher eine Zunahme der Viehseuchen nicht herbeigeführt, im Gegenteil sei der Stand der Viehseuchen in Preußen gegenwärtig ein besonders günstiger. Der Erreger der Maul- und Klauenseuche ist noch immer nickt gefunden, das Löfflersche Serum werde indes mit gutem Erfolg angewendet, da, wo bösartige Krankheitserscheinungen vorliegen, es gewährt Schutz, wenn es zu Anfang in großen und später in kleinen Dosen eingegeben werde. Allerdings seien die Kosten noch sehr hoch, für jedes einzelne Tier etwa 30 M. Ein Zentrumsabgeordneter bezweifelte, daß die Fleischpreise merklich gesunken seien, jedensrâ dürfe das Fleischergewerbe bei der Fleischversorgung nicht ausgeschaltet werden. Der Minister gab zu, daß die Preisfeststellung bei den Fleischern Schwierigkeiten mache. Der konservative Berichterstatter wünschte eine Erhöhung der Fonds für Viehzucht und auch für die landwirtschaftlichen Winterschulen. Dieser Anregung trat ein fortschrittlicher Abgeordneter vorbehaltlos bei. Beklagt wurde die Zunahme der viehlosen Wirtschaften, die Ursache dafür glaubte man in Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Arbeitskräften zu finden. Ein fortschrittliches Kommissionsmitglied fügte als weitere Ursache die Begünstigung des Körnerbaues hinzu, die diesem Zweig der landwirtschaftlichen Tätigkeit zu einer ungewöhnlichen Rentabilität verhalfen und zur Mobilisierung des großen Grundbesitzes geführt habe. Einen weiteren Gegenstand der Beratung bildete die steuerliche Belastung des Grundbesitzes. Ein Zentrumsabgeordneter rügte, daß die Räume der landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin den Bodenresormern für Agitationsvorträge zur Verfügung gestellt würden Der Minister versprach, hierüber Bericht einzufordern und bezeichnete ins übrigen eine Revision des Gemeindeabgabengesetzes als erforderlich zur steuerlichen Entlastung des Grundbesitzes. Ein konservativer Abgeordneter wünschte, daß die Landräte den Vorsitz in den Landkrankenkaffen Übernähmen, eine Auffassung, welcher ein Regierungsvertreter mit Berufung auf das geltende Gesetz entgegentrat. Das Besitzbefestigungsgesetz wird nach einer Mitteilung des Ministers voraussichtlich am 1. April d. J. in Kraft treten. Ein fortschriftlicher Abgeordneter fragte den Minister, ob er geneigt sei, auf eine Ermäßigung oder Beseitigung der Futtermittelzölle hinzuwirken, eine solche Maßregel sei an- gesichts der Teuerung der Futtermittelpreise und zum Ausgleich der Preisbewegung im Interesse der Mehzüchtenden Klein- und Miltelbesitzer dringend erforderlich. Der Minister widersprach einer Aufhebung oder Ermäßigung der Futter- mitlelzölle und das Zentrum sowie ein nationalliberaler Abgeordneter schlossen sich ihm an. Am Freitag abend wird die Debatte fortgesetzt und an diesem Tage vielleicht auch die Denkschrift über die Ostmarkenpolitir vorgelegt werden.
Die Balkankrisis.
Die Londoner Verhandlungen.
W. London, 15. Jan. Die Botschafter traten heute nachmittag mit Sir Edward Grey im Auswärtigen Amt zu einer Beratung zusammen.
W. London, 15. Jan. Die Delegierten des Balkan- bundes haben beschlossen, die Antwort der Pforte auf die Note der Mächte abzumarten, bevor sie einen neuen Schritt unternehmen. Der englische Sekretär Normair war in der heutigen Sitzung anwesend, da einige Protokolle unterzeichnet werden mußten. Nach der Versammlung herrschte..lebhafte Bewegung unter den Delegierten, die darauf mehrere Bot- chaftcn besuchten.
W. London, 15. Jan. Das „Reuter'sche Bureau" erfährt: Leitende Bevollmächtigte der Balkanstaaten teilten als Ergebnis der gestrigen Sitzung offiziellen Kreisen mit, daß die Mission der Balkanstaaten die Konferenz als mißlungen betrachteten, da die türkische Mission während der letzten Woche keinen einzigen neuen Vorschlag gemacht habe.
W. Konstantinopel, 15. Jan. Die türkischen Bevollmächtigten haben die Weisung erhalten, London bis zu der auf den Schritt der Großmächte bezüglichen Entschließung der Pforte nicht zu verlaffen.
Adrianopel.
W. Konstantinopel, 15. Jan. Das Kriegsministerium veröffentlicht ein Telegramm des Kommandanten von Adrianopel vom 13. Januar, das besagt, die Familien aller Offiziere seien am Leben, die Gehälter seien ordnungsgemäß ausbezahlt und ebenso Lebensmittelrationen verteilt worden.
Die Note der Mächte.
Die Botschafter-Reunion in London ist mit der Feststellung des Textes der von den Mächten an die Türkei zu richtenden Note immer noch nicht zu Ende. Nach den an zuständiger Stelle in Berlin vorliegenden Nachrichten hat sich, wie ein Berliner Vertreter erfährt, die Botschafter-Union auch heute wieder mit der Note beschäftigt. In der Hauptsache dürfte es sich um die von Deutschland bezm. den Dreibundmächten gewünschten Aenderungen an der Note handeln, die wie schon mitgeteilt, auf eine Milderung abzielen. Die Richtschnur für das Verhalten Deutschlands in dieser Angelegenheit dürfte das Bestreben sein, sich von keiner andern Macht in bezug auf die Bemühungen, der Türkei auch in Zukunft eine Sicherung ihrer Existenz in politischer und wirtschaftlicher .Hinsicht zu gewährleisten, übertreffen zu lassen. Es kann als sicher betrachtet werben, daß die Note der Mächte mit reiner® lei Presstonsandrohimg verbunden sein wird, und daß namentlich nicht von einer Flottendemonstkration Lie Rede sein wird. Trotz der Schwierigkeiten, die zu überwinden smd, erwartet man in den maßgebenden Berliner politischen Kreisen auch heute noch, daß die vielbesprochene Note am Donnerstag in Konstantinopel übergeben werden kann.
Aus Hanau Stadt und Land.
Hanau, 15. Januar.
• Kaisers Geburtstagsfeier. — Festmahl. Wir weisen darauf hin, daß das am 27. b. M. im Wartesaale II. Klaffe des Ostbahnhofes zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. stattfindende Festmahl pünktlich 3^2 Uhr nachmittags beginnt.
* Ueber Togo sprach gestern abend in der hiesigen Abteilung her. Deutschen Kolouialqesellschaft Herr Vergaffeffor a. D. Fr. H u p f e l d , Direktor der Deutschen Togogesellschaft in Berlin. Wir lernten in Herrn Hupseld einen hervorragenden Kenner dieser unserer kleinsten afrikanischen Kolonie kennen, dem reiche praktische Erfahrungen zur Seite stehen, die er sich während seines wiederholten Aufenthalts in Togo gesammelt hat. Er schilderte eingehend die wirtschaftlichen und kulturellen Einrichtungen und Erfolge die hier schon errungen wurden und betonte mit besonderem Stolz, daß Togo in nationalen Fragen an der Spitze unserer Kolonien stehe. Sämtliche Plantagen seien in deutschen Händen, und es arbeiteten von Europäern nur Deutsche dort, auch sei die deutsche Münze eingeführt. In den Schulen lernten 6000 Kinder außer der Landessprache nur das Deutsche. Nach seiner Ansicht ist die Mischung von Eingeborenen- und europäischen Pflanzungsbetrieben hier von großem Vorteil. Auch die Errichtung weiterer europäischer Plantagen würde die Kultur der Eingeborenenbetriebe bedeutend verbessern und auf die Abwanderung der im allgemeinen erwerbsfreudigen Togoneger nach der englischen Goldküste hemmend wirken. ES müßten mehr wirtschaftliche Unternehmungen entstehen, damit die Leute, die arbeiten wollten, auch Arbeit fänden. Togo beziehe keinen Reichszuschuß und brauche auch keinen. Seine Ausfuhr zeige, daß das Wohlergehen des Landes von der Landwirtschaft ahbängc. Die Kolonie ist wirtschaftlich schon weit entwickelt, ihre besten Teile liegen in der Nähe der Küste und sie hat eine günstige Verbindung nach Hause. Das Land ist nicht übermäßig fruchtbar, doch für eine Reihe von Kulturen gut geeignet, aus ihm kann man wirtschaftlich noch viel mehr machen, als dies bisher geschah. Der Vortragende schloß seine, ein umfaffendes Bild von dem Werte Togos gebenden Ausführungen mit der Versicherung, Togo sei ein Land welches wert sei, daß wir unsere deutsche Arbeit, unseren deutschen Fleiß und unser deutsches Kapital hineinsteckten. — Eine Anzahl Lichtbilder aus Togo, die von Herrn Stassen auf die weiße Wand gebracht wurden, bildeten eine trefflicke Ergänzung des Vortrages.
* Der Speffart-Touristen-Verein hält laut Anzeige von vorgestern heute abend seine Jahres-Hauptversammlung ab, in der die Tagesordnung: Jahresund Kassenbericht, Vorstandswahl, Wahl der verschiedenen Ausschüsse und Verschiedenes, vorschreibt. Die Einladung zu recht zahlreichem Besuche sollte von jedem Mitglied« auch beherzigt werden und gerade bei solchen Versammlungen jeder, der irgend kann, hierbei nicht fehlen, da von den Wahlen doch das ganze Wohl und Wehe der Vereine abhängt. Wir erlauben uns deshalb an dieser Stelle nochmals darauf hinzuweisen, daß die Versammlung um 9 Uhr beginnt.
* Hühnerbergverein. Wir verweisen hiermit nochmals auf die Freitag, den 17. Januar stattfindende Generalversammlung, abends 9 Uhr, Hotel Riesen. Tagesordnung: Vorstandswahl, Wahl der Baukommission, und bitten wir die Mitglieder um zahlreiches Erscheinen.
* Jugend-Abteilung Evang. Arbeiter-Verein. Heute abend: Vortrag. Thema: Jung Brandenburg erneuert die Ehren seiner Väter 70—71. Mitglieder find hierzu herzlich eingeladen um halb 9 Uhr im Vereinslokal.
* Vereinigung ehem. 166er Hanau. Vergangenen Sonntag veranstaltete genannte Vereinigung im Saale des Hotels zum Riesen eine Abendunterhaltung mit Tanz, welche in jeder Hinsicht vorzüglich gelang. Wenn auch der rührige Vorstand vorsichtigerweise von dem Gedanken ausgegangen sein mag, vorerst für seine Festlichkeit einen kleinen Saal zu nehmen, in welchem man wohl für die Gemütlichkeit seiner Gäste schneller und besser sorgen kann, als in einem großen Saale, so dürfte doch einem jeden Besucher dieser Festlichkeit bei dem Anblick dieser gewaltigen Menge von Festteilnehmern zum Bewußtsein gekommen sein, daß der Besitzer des Hotels zum Riesen, falls er auch die nächsten Feste der 166er in seinen Räumen gefeiert sehen möchte, den schon längst geplanten Neubau seines Saales baldigst zur Ausführung bringen muß. — Es war wirklich ein schönes Familienfest, welches die ehemaligen Kameraden des Regiments Hessen-Homburg feierten und lange wird es allen denen in angenehmster Erinnerung bleiben, welche daran teilgenommen haben. Unter den anwesenden Vertretern hiesiger militärischer Vereinigungen bemerkten wir unter anderen den Vorsitzenden des Kriegervereins Herrn Hauptmann a. D. v o n B u t t l a r, welcher immer gerne dort weilt, wo es gilt, den königstreuen Gedanken zu verkörpern, und durck fein vornehmes, ritterliches Wesen und seinen biederen, einfachen Charakter auf jeden Soldaten vorbildlich wirken muß. Des weiteren war Herr Vizeseldwebel Nake vom Regiment Hessen-Homburg aus Bitsch erschienen, nm auf Befehl des Regimentskommandeurs Herrn Oberst Scholz an der Feier der 166er teilzunehmen und die Gruße der in der Ferne weilenden Regimeniskameraden zu überbringen. Das Regiment hat mit der Wahl dieses liebenswürdigen Herrn als Vertreter des Regiments guten Geschmack bewiesen und wenn derselbe, vom Urlaub zurück, seinem Regimentskommandeur von der besuchten Festlichkeit Meldung abstatten wirb, dann kann er wohl davon berichten, welch ein vorzüglicher kameradschaftlicher Geist unter den ehemaligen Kameraden herrscht, wie herzlich er überall ausgenommen würbe und wie sehr sich die ehemaliger 166er mit den persönlich überbrachten Grüßen gefreut haben. Der Vorsitzende der Vereinigung, Kamerad Max Schwab waltete seines, an diesem Abend ziemlich umfangreichen Amtes in vortrefflicher
ist. Januar
------—— II „ ^■■■11 ■■■ ■■ I WWW——W—IWW n,,, , I „ I III IBM—I Weise. In kraftvollen Worten sprach derselbe über bi« augenblicklich ernsten politischen Verhältnisse, rühmte die hervorragenden Herrsckertugenden unseres allergnädigsten Königs und Herrn, betonte dessen Friedensliebe und seine vortreffliche Fürsorge für sein treues, deutsches Volk und brachte den Kaiserwast auS. Aus vielhundertstimmig ehrlichen Soldatenkehlen erklang das Hurra mit einer Begeisterung, welche bewies, wie sehr der Vorsitzende im Sinne seiner Kameraden gesprochen und den richtigen Ton getroffen hatte. Herr Hauptmann von Buttlar beglückwünschte die Vereinigung zu dem guten Gelingen ihres Festes und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die ehemaligen 166er sich in kameradschaftlicher Weise zusammengeschlossen hätten, um die Traditionen zu ihrem Regiment zu pflegen und die Vaterlandsliebe hoch zu halten, sein Toast galt dem weiteren Blühen, Wachsen und Gedeihen der Vereinigung. Herr Vizefeldwebel Rafe überbrachte die Glückwünsche des Herrn Oberst Scholz und der Regimentskameraden in Bitsch und erwähnte, wie sehr sich das Regiment in Bitsch über die vortrefflichen Fortschritte, welche die Vereinigung ehemaliger 166er Hanau unterdessen gemacht, gefreut habe. Er toastete auf die gute Kameradschaft, welche auch in Zukunft zwischen Regiment Hessen-Homburg und der Vereinigung bestehen möge. Das Unterhaltungsprogramm war geschmackvoll und abwechselungs- reich zusammengestellt und erntete den auch wohlverdienten Beifall. Es klappte alles in vorzüglicher Weise und wer Gelegenheit nahm zu beobachten, wie Vorstand, Vergnügung?» formtet und Mitglieder in kameradschaftlichster Weise zusammenarbeiteten, um die zahlreich erschienenen Gäste aufs Beste zu unterhalten, der muß, der Wahrheit die Ehr« gebend, sagen, daß der Chorgeist der ehemaligen 166er mustergültig zu nennen ist. Kamerad Ferd. Liese erfreute durch einige Liedervorträge, die er in solch meisterhast-künst- lerischer Weise zu Gehör brachte, daß ihm wahre Beifallsstürme für diesen herrlichen Genuß dankten. Eine niedliche forsche Studentin entzückte durch ihr liebenswürdiges Spiel und bewies, daß unter Umständen auch eine „flotte Schwester Studio" auch ein „flotter Bruder Studio" sein kann. Ein Gänseliesel, so appetitlich und Heb, wie wohl kaum ein zweites zu finden sein mag, verstand sich schnell die Herzen aller anwesenden Soldaten zu erobern. Mit wunderbaren Blumenarrangements dankte der Verein den beiden liebenswürdigen Damen für die hübschen Darbietungen. Einen außerordentlich glücklichen Gedanken hatten die Festgeber durch das Arrangieren einer Kinderpolonaise zur Ausführung gebracht und wer die lieben Kleinen sah, mit welch drolligem Ernst sie mit den erhaltenen Fahnen und Bretzeln hintereinander hertrippelten, der hatte wohl seine helle Freude an dieser Ueberaschung. Eine Mitglieder- Verlosung brachte sâmlichen erschienenen Kameraden der Vereinigung wertvolle Geschenke und eine Tombola mit ihren praktischen Gewinnen erfreute die zahlreichen Freunde, soweit ihnen Göttin Fortuna hold gewesen. Da dem unterdessen unaufmerksam gewordenen Gänfeliesel die zu behütende Gans entflohen war und dieselbe nur mit vieler Mühe wieder ein- gefângen werben, konnte, arrangierte man flugs eine amerikanische Versteigerung, deren Ergebnis allerdings den Beweis erbrachte, daß man im allgemeinen ein solch nützliches Tierchen auf dem hiesigen Markt bedeutend vorteilhafter einkaufen kann. Ein ulkiger Komiker war erfolgreich bemüht, die anwesenden Gäste durch seine Couplets zu erfreuen, ein anderer Freund der Vereinigung widmete seine hübschen Lieder und die Hauskapelle spielte unermüdlich zum Tanze auf, sodaß jedem einzelnen Besucher des Festes in jeder Hinsicht Rechnung getragen war. Mit herzlichen Worten dankte der Vorsitzende den mitwirkenden Damen und Herren für ihre liebenswürdigen Darbietungen, mit welchen sie die Festlichkeit verherrlicht hatten, ermahnte die Mitglieder der Vereinigung, auch weiterhin in kameradschaftlicher Weise zusammenzuhalten und auch heute während der schönen Festes- stimmung daran zu denken, daß die eigentliche Ursache dieser wohlgelungenen Festlichkeit den Erinnerungen an die gemeinschaftlich verlebte Dienstzeit und den guten Beziehungen zu dem in der Ferne weilenden Regiment Hessen-Homburg zu verdanken sei. Deshalb wolle man nach echter Soldatenart dem ferneren Wohlergehen des Regiments ein kräftiges Hurra weihn. — Als gewissenhafter Chronist müßten wir nunmehr darüber berichten, wann die schöne Feier ihrem Ende entgegengegangen wäre, aber wir wollen diskret sein und nur erwähnen, daß es allerdings bei Schluß deS Festes schon sehr hell war, aber dies lag wohl an dem unterdessen gefallenen Schnee!
* Erste Hanauer Carnevalgesellschaft. Der brillant verlaufenen Damensitzung wird am nächsten Samstag den 18. b. Mts. die große Herrensitzunq folgen. Den äußeren Rahmen der im „Deutschen Haus" stattfindenden Sitzung wird wieder die originelle und glanzvolle Dekoration geben, die schon anläßlich der Dameusttzung allgemeine Bewunderung fand und den Inhalt werden Vorträge, Lieder und künstlerische Darbietungen bilden. Für erstere sind mehrere hiesige und auswärtige Kräfte verpflichtet worden und bei der Fülle von interessantem Stoff, den das vergangene Jabr sowohl in der Lokalgeschichte wie in der großen Politik geboten hat, ist nicht nur kein Mangel, sondern die Bewältigung be^ Stoffes würde Schwierigkeiten machen, wenn eben nicht so tüchtige Kräfte zur Verfügung ständen. Der musikalische Teil wird von der Ulanenkapelle ausgeführt. Die Sitzung beginnt um 8.45 Uhr. Auf Einzelheiten des Programms werden wir in der morgigen Nummer näher ein» gehen.
* Durch Eisglätte verunglückt. Als der Zugführer Voll aus Friedberg, der gestern mittag den Personenzug Nr. 1834 von Friedberg nach Hanau fuhr, auf der Station Ostheim dem Stationsbeamten einen Brief übergeben wollte, glitt er beim Aussteigen auf dem vereisten Trittbrett aus und stürzte auf den Bahnsteig, wo er bewußtlos lieaen blieb. (Erst nach einiger Zeit kebrte