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SiarSckvngsgebühr»

DU ßgefpatfene Petitzeile oder deren Naum 20 Pfg. tm NellameteU Die Seile M Pfg.

Rotationebrud und Verlag der Buchdruckerei Les verein. ev. Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Fandkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Bezugspreise

vierteljährlich 1.80 TIL, monatlich 80 Pfg., für Post» bezug vierteljährlich 2.19 Mk monatlich 70 Pfg, Die einzelne Nummer kostet 6 Pfg.

Verantwort!. Redakteur: E. Schrecker in Hanau,

SIL 2 ^ernsprechanschltttz Nr. 23V.

Freitag den 3. Januar

Fernsprechattschlttst Nr. 23V. 1913

AmNichk».

Stadtkreis fianau.

Bekanntmachung.

Nachdem die Neue Anlage zwischen Auheimcrweg und Ostbahnhofstraße, der Sandeldamm zwischen Eberhardstraße und Mühltorweg, die Mühlstraße zwischen Leimenstraße und Sandeldamm nunmehr gepflastert sind, werden die Anlieger dieser Straßenstrecken auf die Vorschriften der Polizeiverord­nung vom 3. Juli 1790 in Verbindung mit der Straßen­polizeiverordnung vom 28. Mai 1909 aufmerksam gemacht.

Danach müssen die Straßen einschließlich der Rinnen und Bürgersteige Mittwochs- und Samstagsnachmittags längs der ganzen Frontlänge eines Grundstücks bis zur Mittellinie des Straßendammes gründlich gereinigt werden. Verantwortlich sind die Eigentümer oder Mieter ganzer Häuser.

Die Verpflichtung zur Siraßenreinigung beginnt am Mittwoch den 8. Januar 1913,

Hanau den 30. Dezember 1912. P 14258

Königliche Polizeidirektion.

Frhr. Laur.

Bekanntmachung.

Die Wage am städtischen Steueramt (Heuwage) kann wegen Reparatur' vom 3. bis 9. Januar einschließlich nicht benutzt werden.

Hanau am 2. Januar 1913. 275

Der Magistrat.

J. A.: Ehrich.

Kreissparkasie zu Hanau.

Aktiva^ Bilanz auf 31. Dezember 1912 Passiva

IW--^" I' ....... ' E»« ^ 1^»^^

1.

Hypothendarlehen .

M.

7 606 703.04

2.

Vürgschaftsdarlehen

w

106 955.

3.

Lombarddarlehen .

ff

600.

4.

Gemeindedarlehen .

ff

1 049 832.26

5.

Wertpapiere .

ff

1 356 420.80

6.

Bankguthaben

2 565.12

7. Kastenbestand

280 354.14

8.

Inventar

* .

5 199.66

9.

Vorschüße

ff

659.91

M. 10 409 289.93

1. Spareinlagen

2. Lombarddarlehen

3. Reservefonds

4. Reingewinn von 1912

Hanau am 1. Januar 1913.

281

Soll

Der Vorsitzende

M. 10 035 393.91

143 596.08

208 908.15

21 391.79

M. 10 409 289.93 des Vorstandes.

Laur.

Kreissparkasse zu Hanau.

Gewinn- und Verlustrechnung für 1912?

Haben

1. Zinsenausgaben :

a) Zinsen für Spareinlagen M. 366 642.20

b) Zinsen für Lombard­

darlehen . . . 2 664.70 M. 369 306'90

2. Kursverluste . 37 316.50

8. Verwallungskosten . 16 984.31

4. Verschiedene Ausgaben . 17.70

M. 423 625.41

Reingewinn von 1912 . 21 391.79

M. 445 017.20

1. Zinsencinnahmen:

a) von HypothekendarlehenM. 340 834.16

b) Bürgschaftsdarlehen c) Lombarddarlehen d) Gemeindedarlehen e) Wertpapieren f) Bankguthaben

2. Kursgewinne .

3. Verschiedene Einnahmen

5 547.55

14.25

43 462.10

53 480.50

1 642.03 M. 444 980.59

. 32.50

___Hl

M. 445 017.20

Bekanntmachung.

Auf Grund des § 188 des Versicherungsaesetzes für Angestellte werden hiermit die säumigen Angestellten, die noch nicht im Besitze einer Versicherungskarte sind, aufgefordert, sich umgehend eine solche auf der Aus­gabestelle Neustädter Rathaus, Zimmer 42 aus­stellen zu lassen, widrigenfalls Bestrafung erfolgen müßte. Hanau den 17. Dezember 1912. *31317

Der Magistrat.

J. A.: Bartmuß.

Dienstnachrichten.

Die Schweineseuche und Schweinepest unter dem Schweine­bestande des Landwirts Friedrich Boß II in Frank­furt a. M. - Preungesheim, Oberwiesenstraße 4 ist erloschen.

In der Gemarkung Marköbel ist die Schweineseuche festgestellt worden.

Hanau den 2. Januar 1913. V 7385

Stadttheater in Hanau.

Bunter Abend.

Im Stadtthealer wurde gestern ein Operettenabend (Bunter Abend) bei volksiümlichen Preisen geboten, der den außerordentlich zahlreich erschienenen Besuchern einige ver­gnügte Stunden bereitete, während die auftretenden Mit- glieder unseres Operettenpersonals reiche Ehrungen in Gestalt von tosendem Beifall und Hervorrufen entgegenzunehmen in der Lage waren. Die gut gewählien Darbietungen hatten eine vorzügliche Stimmung erzeugt, die bis zum Schluß an­hielt. Das vorgesehene Programm erlitt eine Aenderung, da Frl. Marg. Arpe erkrankt war. Der Direktion war es dann in letzter Stunde noch gelungen, Frl. Schnitzer aus Hanau zu gewinnen, die mit einigen gut gelungenen, ihre hübschen Siimmit'el trefflich kennzeichnenden Lieder­vorträgen erfreute und reichen Beifall entgegennehmen konnte. Fräul. Lila Harves hatte wie stets den Erfolg auf ihrer Seite und loste Beifallsstürme aus. Fräulein Else Trauner, die sich offensichtlich immer mehr zum erklärten Liebling des Hanauer Theaterpublikums entwickelt, feierte gleichfalls Triumphe, namentlich in dem besonders gut gelungenen Auftrittslied derGonda" aus der OperetteDie geschiedene Frau". Ebenso entzückend war die junge vielversprechende Künstlerin in dem Duett aus Walzertraum". Von dem Herrenpersonal waren tätig Eugen Hie te l und Josef Christe an, die ebenfalls reichen Anteil an dem durchschlagenden Erfolge der Ver­anstaltung für sich iu Anspruch nehmen durften. Daß sich auch außerhalb des Programms noch Herr Gg. Land in den Dienst der Unterhaltung stellte und sich wiederum als geschmackvoller Vortragskünstler bewährte, wollen wir als besonders anerkennenswert bezeichnen, da er eine hübsche Ab­wechselung bereitete und alle Besucher köstlich zu amüsieren

Hanau am 1. Januar 1913.

283

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Handelsregister.

Firma:Fr. Königs Buchhandlung N. Altmanns­perger" in Hanau.

Das unter dieser Firma betriebene Geschäft hat der Buch­händler August Zippelius in Hanau von dem Kon­kursverwalter erworben und führt es unter der Firma Fr. Königs Buchhandlung R. Altmannsperger Nachf. fort.

Der Uebergang der Verbindlichkeiten der bisherigen Firma auf den Erwerber ist ausgeschlossen.-

Eintrag des Königlichen Amtsgerichts Abt. VI in Hanau vom 23. Dezember 1912. 261

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bau­unternehmers Johann Heinrich Hack, Inhabers der Firma Johann Heinrich Hack in Hanau ist Termin zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen anberaumt auf

verstand. Die musikalische Leitung lag in den Händen des Herrn Kapellmeisters Kähler.

Kunst und Leben.

h Frankfurt a. M., 8. Januar. Heute feiert die Rothschild-Bibliothek das Fest ihres 25jährigen Bestehens. Das aus einer Stiftung der Freiin Luise von Rothschild hervorgegangene Institut zählt heute zu den be­deutendsten seiner Art und umfaßt rund 75 000 Bände. Gleichzeitig kann der Leiter der Bibliothek, Direktor Dr. Berghöffe r, sein silbernes Jubiläum feiern. In den Vorstand der Stadtverordnetenversamm­lung ist heute als zweiter Vorsitzender der Sozialdemokrat Eduard Gräf mit den Stimmen der Fortschrittler und Sozialdemokraten gewählt worden. - Das Amt des ersten Präsidenten wurde wieder Geheimrat Fri e d l eb en . über­tragen. Der langjährige zweite Vorsitzende Kommerzienrat Ladenburg wurde nicht wiedergewählt.

Wozu dient der Blinddarm? In den nächsten Tagen erscheint im Verlage von Julius Springer in Berlin das erste Heft einer neuen ZeitschriftDie Naturwiffenschaften". Darin schreibt der Direktor des tierpsychologischen Instituts der landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin, Geheimrat Prof. Dr. Zuntz: Daß es im Darm des Menschen wie der Tiere von kleinen Lebewesen wim­melt, für die der Speisebrei der denkbar günstigste Nährboden ist, ist allgemein bekannt. Gewöhnlich aber ist nur davon die Rede, was.für Schaden die Bakterien anrichten können, und der Alltags­mensch denkt eher an ihre Bekämpfung, als daran, wie nützlich, ja unentbehrlich für die Verdauung viele unter ihnen sind. Zahl­reiche Spaltpilze sind zum chemischen Abbau einzelner Nahrungs­stoffe durchaus unentbehrlich, und der Tierkörper ist ihrer An­wesenheit geradezu angepaßt. Zu diesen Anpassungseinrichtungen gehört der Blinddarm. An verschiedenen Stellen des Darmlanals sind Ausbuchtungen vorbanden, in denen aroße Mengen der Nah­

Der Vorsitzende des Vorstandes.

F r h r. Laur.

den 5. Februar 1913, vormittags 11 Uhr

vor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau, Nußallee Nr. 17, Zimmer Nr. 17.

Hanau den 3. Dezember 1912. 263

Der Gerichtsschreiber Kgl. Amtsgericht 5.

Windm uns Dcrlorene SegenWM re.

Gefunden: 1 kleines Schwungrad (anscheinend von einer Bremse eines Personenfuhrwerks), 1 Porte­monnaie mit 44 Pfg.

Verloren: 1 silberne Damenbörse mit 15 Mk. (bestehend aus einem Zehnmarkschein, das übrige einzel Geld), 1 Portemonnaie mit 2,75 Mk. und 2 silberne Ringe, 110 Mark (bestehend aus einem Hundert- und einem Zehnmarkschein).

Hanau den 3. Januar 1913.

rung längere Zeit stehen bleiben, ohne mit den Magen- und Darmsäften, die von diesen Abschnitten des Darmkanals entweder garnicht oder in geringer Menge geliefert werden, in Berührung zu kommen. Diese Stagnation begünstigt die Entwicklung be­stimmter, der Beschaffenheit des Speisebreies angepaßter Spalte­pilze, die durch ihre Eährung Nahrungsstoffe spalten und dadurch der Aufnahme ins Blut zugänglich machen. Der Blinddarm ist eine der verbreitetsten Einrichtungen dieser Art. Bei manchen Tieren, z. B. den Einhufern und den Nagern, nimmt diese Aus­buchtung des Darmkanals eine solche Größe an, daß sie mehr als die Hälfte der ganzen Füllung des Darmkanals beherbergen kann. Prof. Zuntz hat vor einigen Jahren am Kaninchen Versuche auv- geführt, aus denen sich die Bedeutung des Blinddarms für die Verdauung ergibt. Der Riesenblinddarm dieser Tiere wurde operativ vom übrigen Darmkanal getrennt und ist mit seiner Mündung nach außen geleitet. Nach volfftändiger Berber ung zeigte sich, daß die Tiere die Eiweißkörper, die Fette und 0l Stärke der Nahrung genau so gut wie vorher, vie eich I etwas bester, ausnutzten, daß aber die Zellulose der Pf kost, von der normal ein großer Teil verdaut wir , letz größerer Menge durch den Kot ausgeschieden wur e. 1 ,. f t »eit lief, sich*eifen, dutz be, SHnbbaml^ die Zellulose in Lösung überführen und bnbr(^oe! * 6ci^ C- Hondo« sich also -u-schliehNch um »-â-Iemm-âN^ tiefe Unfähig,°u, Z-lluloso zu lösen. Ist, â -- i«-'nt^«' â Wirbeltieren vorhanden. Der einzig sie ere -Liebermann Zellulose lösenden Stoffes bei liefen stammt°" ® '^ bet bei einer Schnecke einen B-rd-uung-snst gefunden h^ der Zellulose zu Zucker abbaut. Wie °- nun m dem M*» b« Menschen steht ob er auch noch wie beim Tter der Verdauung der Zellulose dient oder ein völlig nb-rfliisstge-rubtmentates n gau> ist, untersucht Zuntz nicht.