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Ma vgelpaN-ne Petttzetle oder deren Raum 20 Pfg. im SUtlametell Dia Zette 50 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdrucker«! tief verein. eo. Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Ä= und Fandkreis Kanan.

Bezugspreist

vierteljährlich 1.80 ant, monatlich 60 W. P» W bezug vierteljährlich LIO ant, monatlich 70 Pfg. Die einzelne Nummer kostet 5 Pfg.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Verantwort!. Redakteur: & Schrecker in Hanau.

Nr. 295 Aernfprechanschlttß Nr. 230.

An der Königl. Lehranstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau zu Geisenheim a. Rhein finden im Jahre 1913 folgende Unterrichtskurse statt: 1. Oeffentlicher Reblauskursus in der Zeit vom 13. bis 15. Februar.

2. Obstbaukursus in der Zeit vom 17. Febr. bis 1. März.

3. Baumwärterkursus in der Zeit vom 3. bis 15. März. 4. Pflanzenschutzkursus in der Zeit vom 15. bis 17. Mai.

5. Obstbaunachkursus in der Zeit vom 14. bis 19. Juli.

6. Baumwärternachkursus in der Zeit vom 21. bis26.Juli.

7. Obstverwertungskursus für Frauen in der Zeit vom 28. Juli bis 2. August.

8. Obstverwertungskursus für Männer in der Zeit vom 4. bis 14. August.

9. Analysenkursus in der Zeit vom 29. Juli bis 9. August.

10. Hefekursus in der Zeit vom 11. bis 23. August.

Das Unterrichtshonorar beträgt:

Für den Kursus 1: Nichts.

Für den Kursus 2 und 5: für Preußen 20 Mk., für Nichtpreußen (auch Lehrer) 30 Mk. Preußische Lehrer sind frei. Personen, die nur am Nachkursus (Nr. 5) teilnehmen, zahlen 8 Mk., Nichtpreußen 12 Mk.

Für den Kursus 3 und 6: Preußen sind frei, Nicht­preußen zahlen 10 Mk. und wenn sie nur am Nach- kursus (Nr. 6) teil^ymen 5 Mk.

Für den Kursus 4: Preußen und Nichtpreußen 10 Mk. Für den Kursus 7: Preußen 6 Mk. und Nichtpreußen 9 Mark.

Für den Kursus 8: Preußen 10 Mk. und Nichtpreußen 15 Mark.

Für den Kursus 9 und 10: Preußen je 20 Mk., Nicht­preußen je 25 Mk., wozu noch 20 Mk. für Ee- brauchsgegenstände, (Reagentien pp) und 1 Mk. für Bedienung kommen.

Anmeldungen sind zu richten: bezüglich der Kurse 2, 3, 5 bis 8 an die Direktion der König!. Lehranstalt, bezüglich des Kursus 4 an den Vorstand der Pflanzen­pathologischen Versuchsstation der Königl. Lehranstalt, bezüglich des Kursus 9 an den Vorstand der önochemischen Versuchsstation der Königl. Lehranstalt und bezüglich des Kursus 10 an den Vorstand der pflanzenphysiologischen Versuchsstation der Königl. Lehranstalt.

Wegen Zulassung zum Reblauskursus (Nr. 1), wollen sich Personen aus der Provinz Hessen-Nassau an den Herrn Oberpräsidenten in Cassel, Nichtpreußen an ihre Landesregierung wenden.

Weitere Auskunft ergeben die von der Anstalt kosten­frei zu beziehenden Satzungen.

Die Direktion.

SerbillMMttWM auf dem NeWGmkkt.

Wenn du, lieber Leser oder liebe Leserin, den Weihnach's- marft durchstreifst, dann wirst du neben Buden mit Spiel­zeug, Christbaumschmuck imb Lebkuchen auch einen von dem Christkind weihnachtlich geschmückten Stand wahrnehmen, der eine reichhaltige Auswahl der schönsten Bücher enthält, mit denen wir unsere Lieben groß und klein, eine hohe Festes­freude bereiten können. Du wirst dem Büchermann gewiß dankbar sein, wenn er es dir leicht macht, ein gute? Buch n zu wählen, so daß du dein sauerverdientes Geld nicht für Schund wegzuwerfen brauchst. Und werda weiß, welchen gewaltigen Einfluß ein Buch auf ein junges, empfängliches Gemüt ausziiübcn vermag, der ist froh, wenn er eine Ge­währ hat, daß er seinem Kinde nichteine Schlange statt eines Fisches" bietet. Hunderte von Beispielen haben gelehrt, daß durch schlecht gewählte Lektüre junge Menschen in geistigen und sittlichen Sumpf hinabgezogen worden sind, und die Lebensgeschichten vieler hervorragender Männer und Frauen zeigen uns, wie eine gesunde geistige Kost das ganze Leben günstig zu beeinflußen vermag.

Es darf euch deshalb, ihr lieben Eltern, nicht gleich­gültig sein, was eure Kinder lesen. Es ist eure heiligste Pflicht, der Lektüre eurer Kinder die vollste Aufmerksamkeit zu schenken. Hier gilt am meisten der alte Spruch:Für die Jugend ist'das Beste gerade gut genug." Und gibt es denn köstlichere Stunden im Leben, als wenn wir uns an traulichen Winterabenden zu unseren Kleinen setzen, Kinder * mit Kindern werden und mit ihnen Bilder betrachten oder «ndGeschichten" vorlesen lassen. Da künden gerötete Wangen und strahlende Augen innere Freude und Seligkeit. Wenn ihr also in den nächsten Tagen den Weihnachts­markt durchwandert, so besucht auch den billigen Düchermann mit seiner großen Auswahl guter und fesselnder Schriften. Er hat solche für ganz klein, klein, mittel undreif".

Dienstag den 17. Dezember

Widm und mlmne Milt rc.

Gefunden: 1 rotes Portemonnaie mit 19 Pfg. und 3 ausländischen Münzen.

Verloren: 1 schwarzes Damenportemonnaie mit etwa 26 bis 27 Mk., 1 Eranatarmband, 1 Portemonnaie mit 2 Mk. und 2 Konsummarken, 1 blaue Satinbluse, 1 schwarzes Herrenportemonnaie mit etwa 21 Mk., Kon­summarken und 1 Zettel mit Notizen.

Hanau den 17. Dezember 1912.

Sie internationale Lage. Die Friedenskonferenz.

London, 16. Dezbr. Bei Eröffnung der ersten Sitzung der Friedenskonferenz sagte Sir Edward Grey in französischer Sprache, der König habe ihn beauftragt, den Delegierten die Gefühle feines Wohlwollens auszudrücken. Der König hege die aufrichtigsten Wünsche für den Erfolg ihrer Aufgabe. Grey hieß die Delegierten ebenso namens der Regierung will­kommen. Da der König wünsche, ihnen ihre Arbeiten mit allen möglichen Mitteln zu erleichtern, habe er die Säle des St. Jamespalastes zur Verfügung gestellt. Die Regierung werde ihr möglichstes tun, um den Delegierten das zu sichern, was für sie nötig sein könnte. Sie werden hier in England, fuhr Grey fort, eine ruhige, unparteiische, ihrer Aufgabe günstige Atmosphäre finden, Sie werden in diesen Sälen »sozusagen auf wirklich neutralem Boden weilen, wo nur Ihre Politik gibt. Jede Friedensverhandlung nach einem Kriege trägt Schwierigkeiten in sich. Es ist nicht meine Sache, über die Natur dieser Schwierigkeiten im gegenwärti­gen Falle zu sprechen. Ich glaube, daß diese Schwierigkeiten sicherlich der Gegenstand genauer Instruktionen seitens Ihrer Regierungen gewesen sind. Keine Aufgabe ist edler, als die, die Ihnen übertragen worden ist, diese Hindernisse zu über­winden und Ihre Bemühungen und Anstrengungen mit dem Werke des Friedens und der Versöhnung glücklich zu beenden. Auf diese Weise werden Sie dazu gelangen, den Grund zu legen, auf dem es einer weisen vorausschauenden Politik ge­lingen wird, das wirtschaftliche und moralische Wohl­ergehen für Ihre Länder zu sichern. Läßt die Politik es an Weisheit und Mäßigung fehlen, so haben die kriegerischen Gewinne keinen Wert für die künftigen Generationen, andern­falls aber können die Schäden, die der Krieg verursachte, wieder gut gemacht werden, und die Bitterkeit macht den Wohltaten des Friedens Platz. Ich habe Ihnen nun nur noch, meine Herren, Erfolg zu wünschen für die Aufgabe, die Sie erwartet und Ihnen zu versichern, daß Ihnen allen für den Zweck Ihrer Vereinigung wohlwollende Sympathie gesichert ist und daß der Friede, der sich aus Ihren Be­ratung erge3en wird, Ihnen die Achtung ganz Europas

Aber nicht nur für unsere Jugend hält der billige Bücher­mann gesunde Lesekost bereit. Auch für die Großen bietet er allerlei, was ihnen Freude macht. Da geht keiner leer aus. So verschieden auch die Geschmäcker deS Publikums sind, der Büchermann hat eine reichhaltige Speisekarte, auf der der Freund kräftiger Hausmannskost so gut seine Leib- und Magengerichte entdeckt wie der verwöhnteste Feinschmecker. Und was die Hauptsache ist: Beim billigen Büchermann merkt man nichts von hohen Fleischpreisen.Bücher von 2 Pfen­nig bis zu einer Mark" hat er auf sein Aushängeschild ge- schrieben, und zwar kosten die allermeisten der aufgelegten Bücher einen, zwei oder drei Groschen. Hören wir nun, was er dafür zu leisten vermag!

Wer sich erheitern will, findet bei ihm die lustigsten Sachen. Helene Böhlau erzählt vonKußwirkungen" im alten Wei­mar, (20) M. von Ebner-Eichenbach von den Freiherren v. Gemperlein", (illnstr. 20). Schücking von den3 Groß­mächten" aus der Zeit der Ta'chenfürsten (ill. 25). In die- selbe Zeit versetzt uns Ernst Muellenbach inFriedrich Franz Ferdinand", einem wahren Kabinettstück liebenswürdigen Tu­mors (20 Pfg.). Ebenso köstlNb sind Otto Müller«Münch­hausen im Vogelsberg" und Ernst Johann GrothsKuh­haus" (ia. 15). " *

Sein Vorrat an belustigenden Büchern ist damit noch lange nicht erschöpft, aber wir wollen schnell auch die anderen Gebiete überblicken.

Wer sich an den unoergânglichen Werken unserer Dichter- fürsten erbauen will, kann für 10 oder 20 Pfg. sowohl ihre Gedichte als auch ihre Dramen erstehen, und wer mit unseren großen Erzählern, wie Otto Ludwig, Gottfried Keller, Theo­dor Fontane, Wilhelm Raabe, Peter Rosegger, Wilhelm Zahn usw. Freundschaft schließen will, der wähle den billigen Büchermann zum Vermittler.

Auch Freunde weiter Reisen und kühner Forscher sollten ja^nicht versäumen, beim Büchermann vorzusprechen. Für

10 Ms- können sie sich an den verwegenstenLuftfahrten"

Fernsprechanschlutz Nr. 230. 1912

gewinnt. Der Vorfitzende jeder Misfion dankte Grey warm. Grey nahm das Anerbieten des Ehrenvorsitzes der Friedens­konferenz an. Die Sitzung wurde sodann aufgehoben. Die nächste Sitzung findet morgen früh 11 Uhr statt. Die Delegierten haben sich geeinigt, daß derVorfltz abwechselnd nach dem alphabe­tischen Namensverzeichnis der Staaten geführt wird. In seiner Antwort auf die Begrüßungsrede Greys drückte Danew seinen tiefen Dank für den gastfreundlichen Empfang aus und fuhr fort: Als wir die engliche Hauptstadt zum Sitz der Konferenz wählten, ließen wir uns vor allem von der festen Hoffnung leiten, daß die friedliche Atmosphäre, die unsere Arbeiten umgeben wird, dem Erfolg unserer Mission nur günstig sein kann. Der vorherrschende Gedanke aller unserer Anstrengungen wird sein, zu arbeiten für das Zu­standekommen eines Friedensinstruments, baß der Balkan­halbinsel, die die Vergangenheit schwer erschüttert hat, einen dauerhaflen Frieden sichert und den Anfang einer Aera der Ruhe und des Fortschritts bildet. Nach Dr. Danew sprach Veniselos. Er dankte für den wahrhaft königlichen Empfang, den die Delegierten in dem alten historischen Palast gefunden hätten. Er hoffe, daß in dieser sympathischen Umgebung und in dieser ruhigen Atmosphäre gelingen werde, mit Hilfe des Allmächtigen zu einem dauerhaften Frieden zu gelangen, und er danke Sir Edward Grey herzlich für die Worte, mit denen er die Delegierten willkommen geheißen habe und zur Lösung Ser wichtigen Aufgabe ermutigte.

Der Kriegsbrand am Balkan.

Die Kampfe zwischen Griechen und Türken.

Jetzt liegen über die Kämpfe in Epirus auch Meldungen von türkischer Seite vor. Und zwar wird berichtet:Einem Telegramm des Kommandanten des Armeekorps in Janina zufolge wurden die aus zwei Regimentern Infanterie, einer Anzahl von Irregulären und einer Gebirgsbatterie bestehenden griechischen Streitkräfte bei dem Kampfe im Osten von Janina unter beträchtlichen Verlusten zurückgeschlagen. Nach einem anderen Telegramm der Westarmee, das vom 12. datiert ist, unternahmen die türkischen Truppen einen heftigen Angriff auf die feindlichen Streitkräfte, die bei Saranda ge­landet wurden und aus Regulären, Irregulären, einer Ge- birgsbatterie und einer Mitrailleusen-Adteilung zusammen­gesetzt waren. Der Feind soll große Verluste erlitten und in großer Unordnung, verfolgt von den türkischen Truppen, in der Richtung auf Santi Quaranta und Chimara den Rückzug angetreten haben." Im allgemeinen stimmt das mit den bisherigen griechischen Meldungen überein, wenn diese auch den Mißerfnlg nicht so deutlich zugeben.

Ein amtliches Telegramm des Kommandanten der Garnison von Chios von gestern besagt:Wir sind mit den griechischen Truppen beim Dorfe Kibru zusammen- beteiligen, und für dasselbe Geld können sie Sven Hedin auf seinenSchleichwegen durch Tibet" ober Nansen auf seinen Fahrten nach dem Nordpol oder Leutnant Shackleton auf seinem eisigen Pfaden in der Nähe des Südpols begleiten. Für 30 Pfg. gelangen alle Reiselustigen in das Land der deutschen Diamanten oder in den australischen Busch, und auf Wunsch befördert sie der Büchermann für denselben Preis in den brasilianischen Urwald oder nach Marokko. Doch vor einer anderen Fahrt möchte das genannteReisebureau" jeden Deutschen, besonders die jungen, bewahren: vor der Fahrt ins Elend, in die Fremdenlegion. In erschütternder Weise erzählt Erwin Rosen in seinem Buche2 Jahre in der Fremdenlegion" (ill. 30 Pfg.) von der wucherischen Aus­beulung von Deutschen als Soldaten und Arbeiter in fran- zöstschen Diensten.

Daß auch Freunde der Natur und der vaterländischen Geschichte auf ihre Kosten kommen, ist selbstverständlich. Für die letzteren hält der Büchermann besonders auch Schriften bereit, die uns die Zeit vor hundert Jahren vor Augen führen, wieFörster Flecks Erlebnisse in Rußland 1812* (20 Pfg.) oderErlebnisse eines sächsischen Landpredigers in den Kriegsjahren 18061813" (25 Pfg.) oderAus den Kriegsjahren 1806-/13" (30 Pfg.) usw.

Wer ein Freund der Handbetätigung ist, sehe sich einmal dieLehrmeisterbibnothek" an, die ihm Anleitung zu allerlei praktischer Arbeit gibt. Die Bändchen kosten 20 Pfg. und geben in gründlicher Weise Auskunft über Schnitzerei und Blumenbinden, über Schlosser- und Schreinerarbeit für den Hausgebrauch und über das gründliche Sammeln der verschiedensten Sachen. Daneben behandeln sie auch manche« Stoff aus der Naturkunde.

Wie in alten Zeiten, so ist auch der Büchermann auf dem diesjährigen Wethnachtsmarkt zugleich ein Kalendermann. Besonders zwei Kalender mochte er seinen Kunden warm empfehlen. Für die Kleinen einen allerliebstenMärchen- ratender" für 10 Pfg. (60 Seiten stark, mit Abbildungen)