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$afen bestimmte Dampfer habe Kriegskonterbande an Bord. Jedenfalls wird sich die Sache bald aufklären.

Ein offiziöser deutscher Kommentar.

Die „Köln. Ztg." meldet aus Berlin:

„Die Vorgänge in Budapest, die seit gestern zu einer Fülle zum Teil im Jnteresie der Stimmungsmache zweifel­los übertreibend gefärbter Meldungen Anlaß gaben, zeigen, daß die Verhandlungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien über die Lösung der albanesischen Frage und der eines serbischen Adriahafens in vollem Gange sind. Alar­mierende Nachrichten, welche zum Teil reiner Bluff waren, zum Teil allzu starke Schlußfolgerungen aus dem, was in Budapest geschehen, haben sich inzwischen als das Herausge- stellt, was sie wirklich sind. Die serbischen Behauptungen, daß Serbien vom Balkanbund Vollmacht habe, gegen Oester­reich aufzutreten, sind unbegründet. Serbien hat anschei­nend von Oesterreich eine genaue Formulierung der dortigen Wünsche erhalten und man muß nun seine Antwort abwar­ten. Inzwischen wird auch über die Haltung des Dreibundes allerlei gesagt, was einer Richtigstellung bedarf. Es steht sticht so, daß der Dreibund jemand bedrohen oder heraus­fordern will, sondern das Umgekehrte ist der Fall. Wenn der Dreibund in Tätigkeit treten sollte, müßte er von an­derer Seite herausgefordert werden. Das entspricht der Hal­tung, die er von Anfang an eingenommen hat."

Das offiziöse Wiener .^remdenblatt" schreibt:

Oesterreich-Ungarn hat seit dem Ausbruch des Krieges seine Sympathien für die Balkanstaaten bewiesen, kein Zweifel konnte über die Stellung Oesterreich-Ungarn mehr Platz greifen. Oesterreich-Ungarn kennt in vollstem Maße die politsche und wirtschaftliche Selbständigkeit der Balkan- staaten an und findet es auch begreiflich, daß Serbien be­strebt ist, einen Hafen für seinen Export zu gewinnen, mit der einzigen Beschränkung, daß dieser Hafen nicht an der Adria liege. Oesterreich-Ungarn hat bewiesen, daß es die wohlwollendsten Intentionen gegenüber den Valkanstaaten hegt, und daß sein Entgegenkommen nur dort seine uner­läßliche Grenze finde, wo das österreichische Interesse be­ginnt. Wenn trotz dieser unwiderleglichen Tatsachen ein Teil der russischen und serbischen Presse fortfährt, Oester­reich-Ungarn als den Friedensstörer hinzustellen und der Gehässigkeit gegen die Valkanstaaten zu zeihen, so muß diese grundfalsche Auffassung darauf zurückgeführt werden, daß die Flut der Ereignisse diese publizistisihen Organe von einem ruhigen, objektiven Urteil abhielt, und es ist zu hoffen und zu ermatten, daß die Befangenheit einer gerech­ten Beurteilung weichen wird. Denn es wird wohl allgemein anerkannt, daß Oesterreich-Ungarn sich der äußersten Zurück­haltung beflissen, und daß die Monarchie von dem einzig richtigen Grundsatz in der Politik, fremde Rechte zu achten und eigene nicht zu mißachten, nicht abgewichen ist.

Italien schließt sich Oesterreichs Vorgehe« in Belgrad an.

Der italienische Geschäftsträger in Belgrad suchte am Montag den Ministerpräsidenten Pasitsch auf, nachdem der österreichisch-ungarische Gesandte den Minister verlassen hatte, und gab im Namen seiner Regierung folgende Er­klärung ab:

Die italienische Regierung hat immer die nationale Entwicklung Serbiens mit größtem Wohlwollen begleitet. Die italienische Regierung hat es auch verstanden, daß Serbien es unternommen hat, den Stammcsgenosien in Mazedonien zu Hilfe zu kommen. Aber oerade der Grund, der die Serben dazu veranlaßt hat, in diesen Krieg zu gehen, müßte den Serben die Verpflichtung auferlegen, Albanien gegenüber eine andere Haltung einzunehmen, als es gegenwärtig geschieht. Auf Grund des nationalen Prinzips hat Serbien den Krieg begonnen, und es darf dieses Prinzip den Albaniern gegenüber nicht verletzen. Vom nationalen Standpunkt aus wäre es zu verurteilen, wenn die Serben die albanische Nation unterdrücken woll-

Volks bekämpft werden, damit der Einzelne die Freiheit erlange, aus eigener Kraft das Große zu wagen.

Das Ziel des Einzelnen, die Möglichkeit der Selbstent­wicklung muß aber eine Ergänzung finden durch die L i e b e. Wir kennen sie alle, diese göttliche Eigenschaft, die sich grade vor den dunkelsten Schatten abhebt, die wahre Menschlich­keit. Ein jeder kennt diesen Funken echter Menschenliebe, der überspringt in die härtesten Herzen und die Taten der Menschen verklärt.

Dann wird die persönliche Religion seines Namens mehr bedürfen; sie steht für jeden offen, der Mensch heißt. Sie wird d l e Religion sein.

So sehen wir Jathos Werk vor uns als eine neue Lebensrichtung, geläutert an den Erfahrungen der Ge­schichte, aufgebaut auf den psychologischen Entdeckungen der jüngsten Zeit, frei von allem hemmenden, traditionellen Ballast. Es ist aber mehr. Wir finden es in vollem Ein­klang mit den Ergebnissen unserer modernen Wertwissen­schaft, der Ethik. Der Mensch muß sein Ideal verfolgen, das was für ihn allein das Wertvollste ist. Mit der Ver­schiedenheit der Individuen entfällt die Möglichkeit diesem Ideal einen für alle verbindlichen Inhalt 'zu geben. Ohne Rücksicht auf Geschichte und Umgebung muß jeder sein ei­genes Ich erforschen, um seine höchstpersönliche Aufgabe zu entdecken. Er darf nicht die Pflichten geigen sich selbst zu solchen gegenüber anderen erniedrigen. Er muß sein eigener Gesetzgeber sein, doch keiner, der sich pedantische Regeln auf­zwingt, sondern ein solcher, der sein g'anzes Leben, sein Fühlen und Wollen unabhängig von allem Nichtigen des Tags so erzieht, daß es wie ein woh^estimmtes Saiten­spiel immer den rechten Klang gibt auf jeden Ton, der unsere Seele berührt. — Der Mensch findet sich nun^nicht isoliert, sondern als Glied von Gemeinschaften, deren Schick­sale mit den seinigen eng verbunden ^inb. So erweitert sich notwendig die Jndividualethik zur 55ozialethik. Das indi­viduelle Ideal wird verknüpft mit dem sozialen, dem des

____— Mittwoch

ten. Italien fühlt sich in den Angeleaenheiten Albaniens und der Frage der albanischen Häfen mit Oesterreich- Ungarn solidarisch. Italien gibt Serbien den Rat, seine Ansprüche zu mäßigen. Italien würde dazu beitragen, daß die wirtschaftlichen Bedürfnisse Serbiens nach Mög­lichkeit befriedigt werden. — Ministerpräsident Pasitsch antwortete, er verkenne nicht die wohlwollende Gesinnung der italienischen Regierung. Die serbische Regierung werde den Rat der italienischen Regierung in Erwägung ziehen.

Oesterreich-Ungarn und Italien sind also in dieser An­gelegenheit gemeinsam vorgegangen, und dieser Schritt der beiden hier zunächst interessierten Mächte wird Serbien hoffentlich verständlich machen, daß es seine Forderungen überspannt hat.

Neue Mobilisierungsgerüchte.

Der „Voss. Ztg." wird aus Pola gemeldet, daß dort am Dienstag die Mobilisterungsorder für die Kriegsmarine ausgegeben worden sei. An demselben Tage soll in Semlin die Donauflotte mobilisiert worden sein. Aus Reichenberg wird gleichzeitg die offizielle Kundgebung bekannt, daß die Reservejahrgänge von 1912 am Donnerstag mobilisiert würden. Inzwischen haben bereits angeblich zahlreiche Re­servisten ihre Berufung erhalten.

Auch die Genfer „Suisse" meldet, daß in Genf wohnende, österreichische Reserveoffiziere telegraphisch die Ordre er­halten hätten, bis, Freitag bei ihren Regimentern sich zu melden. Den Offizieren sei auch mitgeteilt worden, daß Frei­tag ein Sonderzug von Buchs nach Wien abgehe. Dem öster­reichischen Konsul in Genf ist bis zur Stunde von dieser Maßregel noch nichts bekannt.

Auch in Wien werden alle solche Gerüchte von einer österreichischen Mobilisierung beharrlich und jeden Tag zweimal dementiert. Nur der Vollständigkeit halber seien die obigen Gerüchte verzeichnet.

Zur Beschlagnahme des deutschen Dampfers „Tneedos".

Hamburg, 12. Novbr. Ueber die Beschlagnahme des Dampfers „Tenedos" teilt die Direktion der Deutschen Le­vantelinie mit, daß der Dampfer einige Tage auf Anord­nung des deutschen Konsuls in Saloniki zurückgehalten wurde, um eventuell deutsche Flüchtlinge an Bord zu neh­men .Gestern früh ging nun der Dampfer nach Konstan­tinopel ab, wurde aber unterwegs angehalten, weil ver­dächtige Personen an Bord sein sollten. Wegen Störung der Telegraphenleitung vermochte die Direktion auf ihre An­frage in Saloniki noch keine Antwort zu erhalten.

Grey über die Haltung Englands.

London, 12. Novbr. Der Abgeornete King fragte im Un­terhause, ob die Mächte die Bedingungen festgesetzt hätten, auf denen sie bei der Teilung irgendwelcher Gebiete der europäischen Türkei bestehen wollten, ob solche Bedingungen den verbündeten Valkanstaaten mitgeteilt worden seien und ob eine Antwort darauf eingegangen sei. Sir Edward Grey erwiderte, daß Asguith in seiner Rede vom 9. Novbr. die Grundsätze erklärt habe, von denen sich die Regierung in ihrer Haltung leiten lasse, und auch den Gesichtspunkt ge­kennzeichnet habe, von dem aus die Regierung die gegen­wärtige europäische Lage betrachte. Sie habe dieser Er­klärung zurzeit nichts hinzuzufügen.

Serbien lehnt den österreichischen Einspruch ab.

Semlin, 12. Novbr. Ministerpräsident Pasitsch hat heute in llesküb König Peter Bortrag gehalten über seine Kon­ferenz mit dem österreichisch-ungarischen Gesandten von Ugron. Er wird morgen nach Belgrad zurücklehren. Hierauf wird Pasitsch dem Gesandten die königliche Entscheidung bekanntgeben, die ohne Zweifel gegenüber dem österreichisch­ungarischen Standpunkte ablehnend lauten wird. Die Si­tuation ist daher andauernd ernst. Die Gerüchte von der Mobilisierung der Armeekorps von Temesvar, Agram und

Humanismus, des kategorischen Imperativs; die Strenge einer Normmoral wird gemildert durch die Schaffung einer künstlerischen Einheit der Persönlichkeit, eines Lebensstils.

Daß Jathos Lehren auf dem Boden pantheistischer Welt­anschauung stehen, ändert an ihrer großen Bedeutung nichts. Sie besteht für mich darin, daß das Ergebnis der ethischen Wissenschaft in künstlerischster Form, entkleidet von dem schweren Panzer der Wissenschaftlichkeit, der Allgemeinheit geschenkt wird. Sein Pantheismus ist die religiöse, weil geglaubte Zutat, die von seinen wesentlichen Lehren zu trennen, èr selbst von uns verlangt.

Der reiche Beifall, der den Redner für den hochinte­ressanten Abend belohnte, war wohlverdient. Die Tatsache, daß sich zu diesem Vortrag eine so große Zuhörerschaft einge­funden hatte, beweist das große Jnteresie für religiöse Fra­gen in unserer Zeit — trotz leerer Kirchen. —

Kerl Mim Är.

(Zu seinem Gastspiel am Samstag den 16. November 1912.)

Anläßlich des Gastspiels des Herrn Karl William Büller dürfte manchen Theaterfreund folgende biographische Notiz interessieren: Karl William Büller, der bedeuiendste deutsche Charakterkomiker, dessen Darstellungsweise in mancher Beziehung eine geradezu klassische zu nennen und jedenfalls für zahllose Nachahmer typisch geworden ist, würbe am 23. Februar 1853 in Hamburg, als Lohn eines dortigen Rechts­anwalts, geboren. 'Aber seine 59 Lerne trägt der Künstler mit fast jugendlicher Frische und Elastizität. Zwar — auf das Haupt ist schon leichter Schnee gestreut; aber die Angen leuchten hinter dem schwarzumränderten Kneifer mit lebhaftem Feuer und das Antlitz, von einem Schimmer jovialer Schalk­haftigkeit überglänzt, beweist, wie vortrefflich sich der Künstler zu konservieren verstand. Im Alter von 10 Jahren sah er zum ersten Mal im Hamburger Thalia-Theater eine Vor- fkdung und von der Stunde an beherrschte das Theater sein

12 5’-ob trabet

Sarajewo erhalte« sich bortnäckig, sind aber ! M r a^ nicht bestätigt. Die Velgra^r Blätter V^Ua ^ute eTc sehr an­maßende und herausfordende Sprache gegen Oesterreich-Un­garn und meinen, jetzt könne man beruhigt zur gewaltsamen Abrechnung mit Oesterreich-Ungarn schreiten.

Der Ton der russischen Presse wird von Tag zu Tag kriegerischer. So schreibt die „Rowoje Wremja":

Serbien hat nichts zu befürchten, solange Rußland. Frankreich und die Mehrheit des englischen Volkes hinter ihm steht. Der Druck, den Oesterreich-Ungarn augenblick­lich auf Serbien ausübt, hat nicht allein eine neuerliche Festigung des Drieverbandes zur Folge gehabt, sondern auch eine Besserung der Beziehungen der Valkaustaaten zu den Dreibundmächten.

Rußland unterstützt Serbien.

Wien, 12. Novbr. Die „Neue Freie Presse" erfährt, daß die russische Regierung die Forderung Serbiens nach einem Adriahafen auf albanesischem Gebiete kräftig unterstütze. Aus hiesigen diplomatischen Kreisen erfährt man, daß man hier die Möglichkeit einer diplomatischen Unterstützung der serbischen Forderungen durch Rußland zugibt. Ob aber Ruß­land geneigt ist, dieser Unterstützung Serbiens eventuell militärischen Nachdruck zu geben, wird hier keineswegs als ausgemacht angesehen.

Die Türkei bittet Bulgarien um Waffenstillstand.

London, 12. Novbr. Wie dem Reuter'schen Bureau aus Konstantinopel gemeldet wird, hat sich die Pforte direkt an Bulgarien gewandt, um einen Waffenstillstand herbeizuführen.

Die Flottenansammlung in den türkischen Gewässern

Toulon, 12. Novbr. Der Kreuzer „Zurren dr la Gra­viere" ist heute früh nach Syra in See gegangen.

Washington, 12. Novbr. Die Kreuzer „Tennessee" und „Montana" sind heute früh von Philadelphia nach Smyrna und Beirut abgegangen.

Bulgarische und serbische Freiwillige aus Amerika.

Tetschen, 12. Novbr. Gestern und heute haben 2500 Bulgaren und Serben aus Amerika, die als Freiwillige an dem Kriege teilnehmen wollen, in Exlrazâgen die Grenz­station passiert.

Der weitere Bormarsch der Griechen.

General Sapundjakis telegraphiert aus Arta: Die griechische Armee besetzte gestern die Festungswerke von Pendepigadia. Der Feind wurde verfolgt, zog sich noch den Höhen hinter Pendepigadia zurück und stellte dort Batterien auf, die den ganzen Tag erfolglos feuerten.

Der Fluch des Humanismus. Herr Maximilian Harden hat dieser Tage in Wien einen Vortrag über die politische Lage gehalten, in dem er u. a. seiner Ueberzeugung von bC gemeinsamen Kraft Deutschlands und Oesterreichs Ausdr^ gab. In dem Bericht des „Neuen Wiener Tageblatts" beM es über diesen Teil seiner Rede: Wenn beide, Oesterreich- Ungarn und Deutschland, zum letzten entschlossen sind, so kann keiner an — und ganz gewiß kann keiner vorläufig dagegen an, Vergißt man das immer ? Muß man denn sein Geschäft so führen, als vertrete man eine schon halb insolvente Firma? Haben sich denn solche Völker, wie die unserigen, so viel geplagt, jahrzehntelang geplagt, und sind denn so viele Werte vom Kaufmann, vom Forscher, vom Soldaten und wem nicht alles geschaffen worden, damit sie, wenn.der Zahlrag da ist, gar nicht ausgemünzt werden? Lectuntur activi — am letzten Ende bezahlen die Völker die Zeche. — Es wird hohe Zeit, dem Humanistischen Gym­nasium und den alten Sprachen endlich einmal energisch an den Kragen zu gehen: denn nur durch sie werden solche lateinischen Zitate möglich,' bei denen sie dann unter der Hand ein „plectuntur Achivi" in Lectuntur activi ver­wandelt.

—.—..... in aMOTMMMM—!■■■■' mm«— ganzes Denken. Er mußte sich aber der Jugenieurkarriere zuwenden und die Ausübung dieses Berufes führte den 20- jährigen im Sommer 1873 nach Leipzig, hier gab die Privat- Theatergesellschaft „Thalia", die heute noch blüht, ihm Ge­legenheit, in seinen Freistunden dem alten Triebe nachzu- hängen. Der damalige Oberregisseur am Leipziger Stadt- thearer, Graus, sah ihn dort spielen und empfahl ihn seinem Direktor Friedrich Haase; dieser lud Büller ein, im Früh­jahr 1874 in einer komischen Rolle im alten Thern er zu debütieren, und der Erfolg war so ermutigend, daß Büller sich jetzt ganz der Bühnenkunst zuwandte. Zuerst freilich gab's Entbehrungen und Enttäuschungen genug, denn es waren herzlich kleine Schmieren, bei denen der neue Kunst­jünger zuerst Unterkommen fand. Doch fand diese Periode einen schnellen Abschluß. Das damalige zweite Theater in Düsseldorf, das Thalia-Theater, engagierte Buller als 1. Komiker und Regisseur — ein stolzer Posten für einen Dar­steller von 22 Jahren — und der junge Darsteller entwickelte sich künstlerisch sehr schnell. Engagements in Halle, Zürich, und am Dresdener Hoflhealer folgten, bis ihn das Casseler Hoftheater berief, an welchem er drei Jahre wirkte. Und nun erging von Direktor Staegemann der Ruf an ihn, nach Leipzig zu kommen. Als ein Anfänger halte er Klein-Paris verlassen, als ein reicher Künstler kehrte er jetzt dahin zurück, wo er sich schnell die Symparhien des Publikums erwarb. Als der Künstler int Jahre 1889 Leipzig verließ, folgte er einem lockenden Rufe des Rates Hasemann an das Berliner Wallner-Theater. Aber schon nach zwei fahren häusten sich die Gastspielangebote so, daß er sich entschloß, sein reiches Darstellullgsvermögen nur als gastierender Künstler auszU' üben. Einmal suchte das Wiener Deutsche Voikslheater durch eine glänzende Gage den Künstler zu fesseln, aber mtfl kurze Zeit, dann nahm Büller seine Gastspiellärigkeit wieher j auf, und in welchem Umfange ! Es gibt wohl keine nennens-| werte deutsche Büh ne von auch nur einiger Bedeumug int Reich, die ihn nicht zu sich gerufen hätte.

Ueber feinen „Anton Hasemann" in „Hasemann f