Einzelbild herunterladen
 

EknrSckungsgeSllhrt

Die Sgespattene Petttzelle oder deren Raum 20 Pfg. im RellameteU Die Zeile 50 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckers! des verein ev. Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Bezugspreis;

Vierteljährlich 1.80 Mk.. monatlich 60 Pfg., für Post, bezug vierteljährlich 2.10 SJIL, monatlich 70 Pfg. Die einzelne Nummer kostet 5 Pfg.

Verantwort!. Redakteur: 6. Schrecker in Hanau,

Nr. 207 ffernsprechanschlttß Nr. 230.

.I<ww

Mittwoch den 4. September

Fernsprechanschlutz Nr. 230.

1912

Amtliches.

Eandkreis Fjanau.

Der Landweg von der HanauFriedbergerstraße nach Mittelbuchen wird für die Zeit vom 5. bis einschl. 12. d. Mts für Lastfuhrwerke über 20 Ztr. Ladegewicht, sowie für alle Kraftfahrzeuge polizeilich gesperrt.

Hanau den 3. September 1912. V ßl92

Der Königliche Landrat.

J. V.: Karbe.

Bekanntmachung.

Nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte vom 20. De­zember 1911 (Reichs-Eesetzbl. S. 989) sind von den versicher­ten Angestellten und ihren Arbeitgebern Vertrauensmänner zu wählen. Diese Vertrauensmänner wählen Beisitzer für den Verwaltungsrat, die Rentenausschüsse, die Schieds­gerichte und das Oberschiedsgericht und können von der Reichsversicherungsanstält oder den Rentenausschüssen bei Erledigung ihrer Geschäfte zur Mitwirkung in Anspruch ge­nommen werden. Sie sind also die Vertreter der Beteiligten bei der Ausführung und Handhabung des Versicherungs­gesetzes für Angestellte.

Die Wahlen der Vertrauensmänner werden voraussicht­lich im Herbste ds. Js. stattfinden. Hierbei gilt als Aus­weis für die versicherten Angestellten die Versicherungs­karte, für die Arbeitgeber eine von der Gemeindebehörde ausgestellte Bescheinigung über die Zahl der von ihnen regelmäßig beschäftigten versicherten Angestellten. Die Der- sicherungskarten werden von den Ausgabestellen (Ortspolizeibehörden) der Angestelltenversicherung für die versicherten Angestellten ausgestellt, insoweit sie nicht Mitglieder von Ersatzkassen sind. Voraussetzung für die Ausstellung der Versicherungskarte ist, daß der versicherte Angestellte zuvor die Vordrucke einer Aufnahme- und Versicherungskarte, welche bei den Aus­gabestellen unentgeltlich erhältlich sind, ausgefüllt und der Ausgabestelle eingereicht hat.

Alle versicherten Angestellten werden aufgefordert, sich schleunigst von der Ausgabestelle, in deren Bezirk sie be­schäftigt sind, oder von ihrem Arbeitgeber, sofern er im Be­sitze der Vordrucke ist, die Vordrucke einer Aufnahme- und einer Versicherungskarte verabreichen zu lassen und unter Einreichung der ansgefüllten Vordrucke bei der Ausgabe­stelle ihres Beschäftigungsortes die Ausstellung der Ver- ficherungskarte zu beantragen. Ueber die Ausfüllung gibt die mit den Vordrucken auszuhändigende Belehrung Aus­kunft.

Stadttheater in Hanau.

Der heutigen Ausgabe dieses Blattes liegt der Prospekt für die kommende Spielzeit des Hanauer Stadttheaters bei, welcher eine gute Uebersicht über die äußerst günstigen Abonnementsbedingungen, das neu engagierte Künstlerpersonal, sowie die in Aussicht genommenen Novitäten und Gastspiele gibt. Die Saison beginnt am Sonntag den 22. September mit einer Vorstellung außer Abonnement. Zur Aufführuug kommt des berühmten Operettenkomponisten Franz Lehars letzte Schöpfung, betitelt:Eva, dasFabrikmädel". Die Werke dieses genialen Meisters der Operette erbrachten eine solche Kette von Erfolgen, daß es sich erübrigt, näher auf die Bedeutung desselben hinzuweisen; in frischer Er­innerung sind die genußreichen Stunden, die wir seinen OperettenDie lustige Witwe",Der Graf von Luxemburg", »Z'geunrrliebe",Der Rastelbinder" usw. verdanken konnten. AuchEva, das Fabrikmndel" mthält neben einer wirklichen Handlung eine wundervolle Musik und schone Aufgaben für die Operettenkrâfte. Die hier bereits bekannte Operetten« langn in Margarete Arpe hat die Titelrolle schon in dieser ^omwerspielzeit im Fürstlichen Schauspielhaus zu Putbus ' rsn grinch kreiert und sich schnell die Sympathien des Pub- 1 erworben. Neben ihr gefiel in gleicher Weise der auch für die kommende hiesige Spielzeit verpflichtete, sehr negaute Uperettentenor Eugen Hietel, welcher sich eben- falls ba d die Herzen der Hörer und besonders der Hörerinnen gewinnen dürfte. Eine ausgezeichnete Kraft hat ble -Erektion in dem neu engagierten Tenorbuffo Josef C h r r st e a n erworben; derselbe' gehörte auch bereits dem Sommerensemble in Putbus an und konnte durch seine erst­klassigen Leistungen von Erfolg zu Erfolg schreiten. Die Tanzduette in der OperetteEva, das Fabrikmädel" wird er mit unserer beliebten und graziösen Soubrette Lila - Harves ru trefflicher Geltung bringen. Den offiziellen

Als Ausweis ist der Ausgabestelle der Steuerzettel und gegebenenfalls die Quittungskarte der Invaliden- und Hinkerbliebenenversicherung vorzulegen.

Versicherte Angestellte, welche bei den Wahlen nicht im Besitz einer Versicherungskarte sind, gehen ihres Wahlrechts verlustig.

Die Arbeitgeber, welche versicherte Angestellte beschäfti­gen, werden aufgefordert, bis zur Wahl sich von der Ge­meindebehörde eine Bescheinigung über die Zahl der von ihnen regelmäßig beschäftigten versicherten Angestellten ausstellen zu lassen. Ohne diese Bescheinigung können sie zur Wahl nicht zugelasten werden.

Hanau den 3. September 1912. V. 5122

Kgl. Versicherungsamt für den Landkreis Hanau.

J. V.: Karbe.

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Wegen bevorstehender Auflösung des städtischen Siel- bau-Bureaus sind alle noch ausstehenden Rechnungen für Lieferungen und Arbeiten, die durch diese Dienststelle vergeben wurden, umgehend, spätestens aber bis zum 7. September d. Zs. dorthin einzureichen.

Hanau den 27. August 1912. 21253

Der Oberbürgermeister.

J. V.: Hild.

Bekanntmachung.

Die Wohnung im 2. Obergeschoß (Vordergebäude) des Hauses Nordstraße 42 ist sofort zu vermieten.

Etwaige Bewerber wollen sich im Neustädter Rathaus, Zimmer Nr. 35, während der Sprechstunden (vormittags von 1012^8 Uhr) melden.

Hanau den- 28. August 1912. 21713

Der Magistrat.

Hild.

Bekanntmachung.

Die Vorschriften der Polizeiverordnung über das Meldewesen vom 18. Januar 1908, wonach bei schrift­lichen An- und Abmeldungen Scheine in doppelter Aus­fertigung vorzulegen sind, (§ 2 Abs. 2 und § 4 Abs. 3 der Polizeiverordnung) werden hiermit aufgehoben.

Hanau den 1. September 1912. 21759

Städtische Polizei-Verwaltung.

Der Oberbürgermeister.

J. A.: Bartmuß.

Anfang der Abonnementsvorstellungen macht am Mittwoch den 25. September das LustspielHeiligenwald" von Alfred Halm und Robert Saudeck. Das Werk darf man als eines der feinsten Lustspiele der neueren Literatur bezeichnen, als ein wahresHoftheaterstück" I Von den Verfassern wurde dasselbeDas Märchen vom Heiligenwald" genannt, nicht etwa, weil es einMärchen" ist, sondern wegen der Stimmungsmalerei, welche das Lustspiel in reichem Maße enthält. Die Prinzessin von Waldstauffen-Ernstadt weilt für einige Wochen mit ihrer Hofdameincognito unter dem NamenFrl. Kretschmar" znr Erholung in dem Forsthaus und WaldkurortHeiligenwald", und diesIncognito haben die Autoren zum Aufbau einer entzückenden HandWeg ausgenutzt. Frl. Alide Ballin konnte alsPrinzessin von Waldstauffen" schon anläßlich der Aufführung dieses Stückes am Homburger Kurhaustheater einen schönen Erfolg ernten; als vortrefflicher Partner wird sich der neue erste Liebhaber Herr Walter Brand t einführen, ferner bietet sich dem Komiker Herrn Bruno Palitzsch, der Anstands­dame Frl. Hesse, sowie dem wieder verpflichteten Herrn Martin W i e b e r g Gelegenheit zu hervortretenden Leistungen. Als zweite Novität bringt die Direktion Ernst Hardts packendes DramaGudrun" und hierauf sofort die momentan beste SchwanknovitätSo'n Windhund" von Eurt Kraatz und Arthur Hoffmann, in der Herr Direktor Stef fter selbst die Hauptrolle darstellen wird.

Kunst und Lebe«.

Salzbrunn, 4. Septbr. Beim Gemeinderat war der Antrag gestellt worden, Gerhart Hauptmann, der am 6. November 1862 in Salzbrunn geboren wurde, zu seinem 50. Geburtstag ein Prachtalbum mit Ansichten des Ortes zu^ überreichen. Der Antrag wurde abgelehnt mit der Be­gründung, daß der Dichter sich um seinen Heimatsort so gut wie gar nicht bekümmert habe.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Karl Philipp Hetz, Inhabers der Firma Karl Philipp Hetz in Hanau ist Termin zur Gläubiger- versammlung auf

den 20. September 1912, vormittags 10 Uhr,

vor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau, Nuß. allee Nr. 17, Zimmer Nr. 17, anberaumt.

Es soll über eine dem Eemeinschuldner zu gewährende Unterstützung für seinen Unterhalt Beschluß gefaßt werden.

Hanau den 31. August 1912. 21697

Der Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts S.

Handelsregister.

1. Firma:

W. Seitens* in Hanau.

Dem Kaufmann Eduard Tiefenfee in Hanau ist Prokura erteilt.

2. Unter der Firma:

Richard Pelz" betreibt in Hanau der daselbst wohnende Kaufmann Richard Pelz ein Handelsgeschäft. Das Geschäft ist ein Abzahlungsgeschäft. 21699

Einträge des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau zu 1 vom 29. August 1912, zu 2 vom 2. September 1912.

Gefunden: 1 Taschenmesser, 1 Bürste, 1 Ring; abzuholen auf dem Geschäftszimmer der Armenverwaltung.

Hanau den 2. September 1912.

Winden« Md otriortM EWiMde it

Gefunden: 1 Herrenschirm (auf der Strcche HanauNiederrodenbach), 1 Portemonnaie mit 38 Pfg. und einer Bescheinigung zur Erlangung einer- Arbeiter­fahrkarte für Michael Eichinger.

Entlaufen: 1 schwarze iDobermannrübe mit braunen Abzeichen.

Hanau den 4. September 1912.

Politische Rundschau.

Gegen die Einjahrig-Freiwilligen. Die Abschaffung des Einjährig-Freiwilligen-Vorrechts wird jetzt auch in einem konservativen Blatte empfohlen. DerReichsbote" macht folgenden Vorschlag: Jedermann muß zweijährig dienen! Wer sich durch besondere Tüchtigkeit hervortut, kann im Verlaufe dieser Jahre zum Offizier befördert werden. Das erste halbe Jahr wohnen alle in der Kaserne. Alsdann können Soldaten, die in jeder Beziehung nach Tüchtigkeit,

Paris, 4. Septbr. Die Direktion der Pariser Großen Oper erklärt, sie sei genötigt, denParzifal" im Januar 1914 aufzuführen, sonst kämen ihr andere Pariser Unter­nehmen zuvor.

* Die AusstellungDer Mensch" bei Massenbesuch. Di- AusstellungDer Mensch" in Darmstadt ist am Sonntag von über 5000 Personen besucht worden. Bei diesem starken Andrange hat sich die räumliche Anlage der Ausstellung im Residenzschloß vorzüglich bewährt. Die breiten Zugänge in der Mitte der einzelnen Hallen ermöglichten ein bequemes Hindurchschreiten und ein ruhiges Verteilen des Publikums in die einzelnen Seitengänge, ohne daß besonders bemer- fenstoerte Stauungen entstanden wären. Auch für eine Den- tilaüon in der Ausstellung ist durch die großen Schloß- fenster in den hohen Hallen gesorgt, so daß stets friste Luft zugeführt werden kann. Die Besucher setzten sich zum großen Teil aus Inhabern von Tageskarten und aus den mit Son­derzügen von auswärts Gekommenen zusammen. Vereine befanden sich unter den Besuchern nur wenige, da sich diese für gemeinsame Massenbesuche meistens die Wochentage aussuchen.

Albumblätter.

Das ist eben der Jammer, daß man sich stets von denen trennen muß, die man am meisten liebt.

sie

Wer seinem Stand gemäß In rechten Grenzen bleibet, Wer dem Gesetz gehorcht, Das Gottes Weisheit schreibet, Wer stets Verstand und Herz Verbessert und regiert, Ist auf dem wahren Weg, Der zu dem Glücke führt»