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EinrSckougsgeviihrr
Die Sgefpaltene Petitzetle oder deren Raum 20 Pfg. im Rellameteil die Zelle 50 Pfg.
Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- und FandKreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Dezugspreisr
vierteljährlich 1.80 Mk., monatlich SVPfg., für Post, bezug vierteljährlich 240 Mk.. monatlich 70 Pfg.
Die einzelne Nummer kostet 5 Pfg.
Verantwort!. Redakteur: E. Schreck« in Hanau.
Ms 201 Aernsprechanschlittz Nr. 230.
Mittwoch den 28. August
Fernsprechanschlittz Nr. 230. 1912
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Amtliches.
Eandkreis Ranau.
Einstellung von Dreijährig-Freiwilligen.
Zum 1. November 1912 werden bei der 4. Matrosen- Artillerie-Abteilung Cuxhaven noch Dreijährig-Freiwillige angenommen. Mindestmaß: 1,64 Meter, ferner kräftiger Körperbau.
Gesuche sind unter Beifügung eines Meldescheins zum freiwilligen Eintritt, welche unter Vorlage einer Geburtsurkunde, einer schriftlichen bezw. mündlichen Einwilligung des Vaters bezw. Vormundes, polizeilicher Führungszeug- nisie vom 12. Lebensjahre an, von dem Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission (Bezirksamt) zu erhalten sind, zu richten an das
Kommando der 4. Matrosen-Artillerie-Abteilung Cuxhaven.
Die Herren Bürgermeister und Eutsvorsteher ersuche ich, vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise zur Kenntnis der Einwohner zu bringen.
Hanau den 26. August 1912. M. 2073
Der Königl. Landrat.
J. V.: Karbe.
Stadtkreis Ranau. Bekanntmachung.
Nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte vom 20. Dezember 1911 (Reichs-Eesetzbl. S. 989) sind von den versicherten Angestellten und ihren Arbeitgebern Vertrauensmänner zu wählen. Diese Vertrauensmänner wählen Beisitzer für den Verwaltungsrat, die Rentenausschüsse, die Schiedsgerichte und das Oberschiedsgericht und können von der Reichsversicherungsanstalt oder den Rentenausschüsien bei Erledigung ihrer Geschäfte zur Mitwirkung in Anspruch genommen werden. Sie find also die Vertreter der Beteiligten bei der Ausführung und Handhabung des Versicherungs- gesetzes für Angestellte.
Die Wahlen der Vertrauensmänner werden voraussichtlich im Herbste ds. Js. stattfinden. Hierbei gilt als Ausweis für die versicherten Angestellten die Versicherungskarte, für die Arbeitgeber eine von der Gemeindebehörde ausgestellte Bescheinigung über die Zahl der von ihnen regelmäßig beschäftigten versicherten Angestellten. Die Versicherungskarten werden von den Ausgabestellen der Angestelltenversicherung für die versicherten Angestellten ausgestellt, insoweit sie nicht Mitglieder von Ersatzkasien sind. Voraussetzung für die Ausstellung der Versicherungskarte ist, daß der versicherte Angestellte zuvor die Vordrucke einer Aufnahme- und Versicherungskarte, welche bei den Ausgabestellen unentgeltlich erhältlich sind, ausgefüllt und der Ausgabestelle eingereicht hat.
Alle versicherten Angestellten werden aufgefordert, sich schleunigst von der Ausgabestelle, in deren Bezirk sie beschäftigt sind, oder von ihrem Arbeitgeber, sofern er im Be- fitze der Vordrucke ist, die Vordrucke einer Aufnahme- und einer Versicherungskarte verabreichen zu lasten und unter Einreichung der ausgefüllten Vordrucke bei der Ausgabestelle ihres Beschäftigungsortes die Ausstellung der Versicherungskarte zu beantragen. Ueber die Ausfüllung gibt die mit den Vordrucken auszuhändigende Belehrung Auskunft.
Als Ausweis ist der Ausgabestelle der Steuerzettel und gegebenenfalls die Quittungskarte der Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung vorzulegen.
Versicherte Angestellte, welche bei den Wahlen nicht im Vesitz einer Versicherungskarte find gehen ihres Wahlrechts verlustig. '
Die Arbeitgeber, welche versicherte Angestellte beschäftigen, werden aufgefordert, bis zur Wahl sich von der Ee- merndebehörde eine Bescheinigung über die Zahl der von ihnen regelmäßig beschäftigten versicherten Angestellten au jteilen zu lasten. Ohne diese Bescheinigung können sie zur Wahl nicht zugelasten werden.
) ie Ausgabestelle der Angestelltenversicherung für den Stadtkreis Hanau befindet sich im Rathaus, Marktplatz 16, 2. Stock.
Hanau den 20. August 1912. 20765
Der Magistrat.
3. A.: Bartmuß.
Bekanntmachung.
Die Pflasterarbeiten im Sandeldamm zwischen Eberhardstraße und Mühltorweg, in der Sternstraße zwischen
Frankfurter- unb Herrnstraße, der Hahnenstraße und der Frankfurterstraße zwischen Sternstraße und Frankfurtertor sollen in getrennten Losen unter Zugrundelegung Ler Bedingungen für die Ausführung von Arbeiten und Lie Lieferung von Materialien für die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.
Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zimmer 21, zur Einsicht aus und können von dort gegen Entrichtung von 0.50 Mark für jedes Formular bezogen werden.
Verschlostene und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin, am Samstag den 7. September, vormittags 12 Uhr, einzureichen.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Hanau den 27. August 1912. ' 21167
Der Stadtbaurat.
Ehrich.
Bekanntmachung.
Am Sonntag den 1. September d. I., nachmittags pünktlich 3 Uhr, findet auf der Wiese unmittelbar vor Wil- helmsbad
ein Jugend- und Turnfest statt. Es nehmen wie im vergangenen Jahre baran teil die sämtlichen Schulen Hanaus (auch Mädchenschule), sowie die der deutschen Turnerschaft angehörenden Turnvereine. Die Preisverteilung findet am Schluste des Festes an der festlich erleuchteten Bismarcksäule statt.
Wir laden alle Freunde des Turnwesens und der Jugendfürsorge hierdurch zu dem Feste herzlichst ein und bitten, unserer Einladung recht zahlreich zu folgen. Besondere Einladungen ergehen nicht.
Eintrittskarten für 20 Pfg. für die Person sind an den Eingängen zum Festplatz, vorher in Fr. Königs Hofbuchhandlung, E. M. Albertis Hofbuchhandlung, der Buchhandlung Zippelius, sowie in den Zigarrengeschäften Ler Herren Jean Erbs, Nürnberger- und Hammerstraße, Karl Fritz, Vorstadt, Wilhelm Krack, Marktstraße, Karl Langenhagen, Mühlstraße, Heinrich Schleicher, Seinheimerstraße, Karl Wiltheiß, Marktplatz, Karl Wißner, Krämerstraße zu haben. Hanau den 22. August 1912. ' 20831
Der Ausschuß für die Heraeus'sche Jugendstiftung.
J. A.: Hild, Bürgermeister.
Eelmdene md verlorene Seoenftrinbe it.
Gefunden: 1 graues wollenes Umschlagetuch, 1 silb. Damenuhr, 1 Fahrrad mit der Fabriknummer 253 073 und den Buchstaben N. 8. U.
Stehengeblieben bei Bähner, Hainstr. 6: 1 Fahrrad (Marke Glaes, mit rot Nr. 0. 6088); Empfangnahme daselbst.
Verloren: 1 gold. Trauring (gez. M. B. 12. 4. 08.) Entlaufen: 1 hellgrauer deutscher Schäferhund m. Eeschl.
Hanau den 28. August 1912.
Politische Rundschau.
Das Befinden des Kaisers.
Casiel, 27. August. Mit Rücksicht auf das anhaltend ungünstige Wetter ist in den Reisedispofitionen des Kaisers heute nach einer Konferenz der beiden Leibärzte mit dem Hofmarschall abermals eine Aenderung eingetreten. Das kaiserliche Hoflager wird bis zum 30. August hier verbleiben und dann nach Berlin übersiedeln. Die Teilnahme des Kaiserpaares an dem Ealadiner für die Provinz Brandenburg im Schlofie zu Berlin bleibt sichergestellt, ebenso ist bestimmt, daß der Kaiser am 2. September die Parade auf Lem Tempelhofer Felde abnehmen wird. Hinsichtlich der bevorstehenden Reise des Kaisers nach der Schweiz sind' bestimmte Dispositionen noch nicht getroffen. Als ziemlich bestimmt wurde dem Korrespondent der „Franks. Ztg." mitgeteilt, daß diese Reise nicht erfolgen wird, weil die beiden Leibärzte unbedingt dafür sind, daß der Kaiser nach dem erwähnten Diner sowie nach der Parade Ler Ruhe bedarf. Dem Verner politischen Departement ist auf wiederholte Anfrage mitgeteilt worden, daß der beabsichtigte Kaiserbesuch in der Schweiz noch sehr zweifelhaft sei. — Heute hat der Kaiser bereits einige Stunden außerhalb des Bettes verbracht und gearbeitet. Der Kaiser gab dem Wunsche Ausdruck, den Schlußgefechten des Kaisermanövers in den j Tagen vom 11. bis 13. September persönlich beizuwohnen, um die Kritik abhalten zu können. Das Militärkabinett
hat unverzüglich für ein geeignetes Hauptguartier Les Kaisers Sorge getragen. — Die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise wohnten heute abenL im Casseler Hoftheater der Wiederholung des Lustspiels „Husarenliebe" bei.
Wilhelmshöhe, 27. August. Die Abreise des Kaiserpaares nach Potsdam ist auf Freitag vormittag 10% Uhr festgesetzt.
Die Festlichkeiten in Merseburg.
Merseburg, 27. Aug. Bei der Königlichen Tafel für die Provinz Sachsen, die gestern abend um 7 Uhr im hiesigen Ständehause stattfand, erhob sich der Kronprinz und verlas im Auftrag des Kaisers die von uns bereits veröffentlichte kaiserliche Botschaft. Hierauf brachte Oberpräsident v. Hegel das Kaiserhoch aus, in dem es u. a. hieß: Wie bereits die kaiserliche Botschaft angebeutet, besteht die Provinz Sachsen nicht als ein altes historisches Gebilde, sie besteht in ihrem gegenwärtigen Umfange erst seit hundert Jahren. Jeder Teil hat seine besondere Geschichte, und nur ein kleiner Teil darf sich rühmen, den ältesten Bestandteilen der preußisch-brandenburgischen Monarchie zuzugehören. Gleichwohl hat jeder Teil große Erinnerungen und eine glänzende Vergangenheit, aber dies alles wird wenigstens auf weltlichem Gebiete überstrahlt durch das, was die Provinz in den letzten hundert Jahren unter der segensreichen Regierung des Hohenzollernhauses erlebt hat, die Einigung des Vaterlandes unter dem Heldenkaiser Wilhelm dem Großen und die glänzende Entwicklung, der sich unser Vaterland hat erfreuen dürfen vornehmlich unter der Regierung unseres gegenwärtigen Kaisers und Königs Majestät. An dem allen hat Lie Provinz vollen Anteil genommen und daraus reichen Gewinn geschöpft. Dies alles verdankt sie dem Friedenswerke, dem unser vielgeliebter Kaiser in Unermüdlichkeit und mit großem Erfolg obliegt. Aber wie könnten Preußen, wie könnten Deutsche froh sein des Friedens, wenn sie nicht zugleich wüßten, daß ebensosehr die Ehre des Vaterlandes in der starken Hand unseres vielgeliebten Kaisers hochgehalten wird. Stolz blicken wir auf das Erdenrund, und nie, mand wird ungestraft wagen, unsere Ehre anzutasten, und wenn dennoch uns manche Sorge für die Zukunft beschleichen will, so sei auch heute das Gelöbnis erneuert, daß wir uns um den Thron scharen und unentwegt daran arbeiten wollen, unsere Volksseele von Schlacken zu befreien, die ihr noch anhaften, daß sie sich in alter preußischer Treue und voller Reinheit entfalten möge.
Merseburg, 27. Aug. Um 7 Uhr war im Ständehaus in Merseburg königliche Tafel für das vierte Armeekorps. An der Haupttafel hatten wiederum das Kronprinzenpaar und die schon gestern anwesenden Prinzen des Königlichen Hauses Platz genommen. Von deutschen Bundesfürsten waren eingetroffen der Herzog von Anhalt und der Herzog von Sachsen-Altenburg. Im Verlauf des Mahles brachte der Kronprinz ein dreifaches Hurra auf das vierte Armeekorps aus. Der kommandierende General erwiderte mit einem Toast auf den Kaiser. Später fand im Schloßgarten großer Zapfenstreich der vereinigten Kapellen des vierten Armeekorps statt. Die Stadt war illuminiert.
Merseburg, 27. Aug. Der Kronprinz und die Kronprinzessin trafen heute vormittag wieder in Merseburg ein und besichtigten dort den Dom. Die Kronprinzessin besuchte auch das Vereinshaus des Vaterländischen Frauenvereins. Die Abreise des Kronprinzen zu den Festlichkeiten in Dresden erfolgt morgen vormittag um 11 Uhr 31 Minuten von Merseburg aus; die Ankunft in Dresden um 3 Uhr nachmittags. Die Kronprinzessin verbleibt noch einen Tag auf dem Rittergut Schkopau.
Halle a. S., 27. Aug. Der Kronprinz empfing heute vormittag nach einem Spaziergang im Trothaschen Schloß in Schkopau die Jugendwehren von Halle und Merseburg und danach den Merseburger Ruderklub. Bei der Abfahrt nach Merseburg wurden dem Kronprinzenpaar lebhafte Ovationen dargebracht.
Prinz Heinrichs Japanreise. Prinz Heinrich von Preußen passierte auf seiner Reise nach Japan gestern Irkutsk.
Deutsch-englischer Einspruch gegen das spmrisch- französische Marokkoabkommen. Nach Pariser Blättern ist die Unterzeichnung des französisch-spanischen Nebereinkommen infolge eines Einspruchs aufgeschoben worden, der von Deutschland und England gegen die Zollabgrenzung zwischen dem spanischen'und dem französischen Protektionsgebiete gerichtet worden ist. Es ist nicht bekannt, so schreibt dazu die «Köln. Ztg.ob der Aufschub in der Unterzeichnuna