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Bette

Aus aller Wett.

Don Miguels Spielglück. Aus Trouville wird ge­meldet, daß das Glück während der großen Woche von Trou­ville den Prinzen Dan Miguel von Braganza auffallend be­günstigt hat. Er hat im Laufe der letzten Woche nahezu eine halbe Million gewonnen.

An den Folgen einer Mensur gestorben. Der Stubent Wilhelm Rogge, Sohn des Eisenbahnverwaltungs- fekretärS Rogge aus Kiel, ist in der Akademischen Heilanstalt in Kiel an den Folgen einer Mensur gestorben. Rogge war am 14. August mit zwei Schmissen an der oberen Stirn in die Heilanstalt eingeliefert worden.

Seltsamer Fund. Ein Nachkomme von Münchhausens Häsin ist in Niederbayern gefunden worden, wo nach einem früheren Ausspruch das Straubinger Tageblatt berichtet, daß der Kleinbauer Leberfinger in Poxau beim Ernten einen jungen Hasen gefunden habe, der zwei vollständig ausge­bildete Körper mit acht Läufen, aber nur einen Kopf hatte. Das ist sicher ein Abkömmling von Münchbausens be­rühmter Häsin, die auch acht Läufe hatte, vier am Bauch und ebensoviel« auf dem Rücken, und die sich, sobald sie müde war, einfach herumwarf, um dann mit frischen Kräften weiter­zulaufen.

Drei Berliner Bankbeamte auf dem Müggelsee ertrunken. Auf dem Müggelsee, dem für Segler gefähr­lichsten See in der Umgebung Berlins, hat sich am Montag nachmittag wieder ein schweres Bootsunglück ereignet. Bier Herren von der Deutschen Bank hatten eine Segelpartie unternommen. Infolge ungenügender Sachkenntnis geriet das leichte Boot ins Schwanken und kenterte. Die vier Herren, die des Schwimmens unkundig waren, fielen ins Waffer und gingen unter. Nur einem Herrn Lange gelang es, sich über Wasser zu halten, bis er gerettet werden konnte. Die Personalien der Ertrunkenen, deren Leichen noch nicht geborgen sind, konnten bisher nicht festgestellt werden, da der Gerettete zur Zeit noch nicht vernehmungsfähig ist.

Das Gespenst der Vergangenheit. Wie ein ehemaliger Einbrecher ein angesehener Mann wurde und schließlich doch Dem Gespenste der Vergangenheit weichen mußte, wird aus Philadelphia gemeldet. Mr. William Burke, ein wohl­habender Fabrikant, war viele Jahre lang Mitglied des dortigen Stadtrats gewesen und hat als solcher dem Bürger­meister Blankenburg in dessen Kreuzzug gegen die Korrup­tion der Polizei und andere Beamten große Dienste ge­leistet. Nun hat er plötzlich sein Amt niedergelegt und in den Zeitungen das Geständnis gemacht, daß er vor vielen Jahren in Boston wegen eines Einbruches eine längere Freiheitsstrafe verbüßt hat. Er war dann nach Philadelphia gegangen und hatte ein neues Leben begonnen und sich die Hochachtung aller, die ihn kannten, erworben. Dor^einigen Jahren aber erkannte ihn ein anderer Sträfling des Bo­stoner Zuchthauses auf der Straße und hat ihn seither auf das grausamste verfolgt. Immer und immer wieder mutzte Stadtrat Burke oder, wie er in Wirklichkeit hieß, Benjamin Sripp, das Schweigen des Bostoner Zuchthausvogels für schwere Summen erkaufen. Schließlich wurden dessen For­derungen und Drohungen so unverschämt, daß Burke es nicht länger aushalten konnte und sich zurFlucht in die Oeffentlichkeit" entschloß. Bürgermeister Blankenburg, seine Kollegen im Stadtrat und die Zeitungen haben Burke zugeredet, im Amt zu bleiben, da seine Lebensweise längst alle Schuld ausgeglichen habe. Aber Burke erklärte, daß er, nachdem seine Schande bekannt geworden, nie mehr unbe­fangen vor das Publikum treten^ könne.

Als Erben des ermordeten Spielhöllenbesitzers Rosen­thal in Newyork werden jetzt vier arme Verwandte des Millionärs genannt, die in Bergisch-Eladbach und bei Köln wohnen. Die Neffen bezw. Nichten sollen angeblich die stattliche Summe von 14 Millionen Mark erben. Vorläufig ist diese für die deutschen Verwandten gewiß erfreuliche Kunde aber mit Vorsicht aufzunehmen, da sich solche Nach- keit damals, meine Angst, er könne von mir gehen, ohne sich mit meiner Zukunft auszusöhnen. Und dann die Erlösung

die Befreiung ach! doch ich wills erzählen.

Ich stand vor ihm in all meiner Mutlosigkeit, da hub er an:Denkst du noch wie damals, Louise? Liebst du noch jenen Mann? Bist du noch heut bereit, dein Leben mit ihm zu teilen?"

Der Vater sprachs in seiner stockenden, abgeriffenen Weise, die seinen Worten eine innere Schwere verlieh, daß sie sich auf mich senkten und mich niederrissen vor sein Lager.

Da kniete ich denn, den Kopf auf den Bettrand gedrückt und weinte haltlos fassungslos. Keinen Ton weiter brachte ich hervor, nur wieder und wieder das eine Wort: ^Vatei !"

Er hatte mich doch verstanden, der Vater.

, .Ich fühlte plötzlich seine Hand auf meinem Haupt; sie strich darüber hin in scheuer, zärtlicher Berührung. Es war die erste Liebkosung, die er mir geschenkt und die mir doch endlich verriet, wie wert ich ihm war.

Lange verharrten wir so, lange, lange, bis seine leise, ichwingende Stimme an mein Ohr schlug, die taumelndes Gluck und grenzenloses Leid in mir wachrief.

Dann eile dich Louise und schreibe ihm! Wenn er mich noch einmal etwas fragen will, be bevor ich von hinnen gehe, dann soll er kommen, aber ohne Säumen."

3$ lag noch immer und weinte vor Jammer und Glück, aber er ließ mir keine Ruhe.

Schreibe Louise schreibe."

Zeig her!" rief er, als ich den Brief zusammenfalten wollte. Er las und nickte.Fort Louise dringe ihn fort!"

Ich stürzte zur Post und wieder zurück zum Kranken. Der lag da mit stillem, zufriedenem Antlitz. Seine Hand streckte sich mir verlangend entgegen.

3$ b^â - es gut gemeint. damals r Louise. ^

ritten schon häufig als Schwindel berausgeftellt haben. In diesem Falle kommt noch hinzu, daß Rosenthal verheiratet war und demnach seine Witwe die zunächststeherlde Erbin ist.

Eine Bark mit 19 Personen untergegangen. Die norwegische BarkInga", von Mandal in Norwegen nach Südamerika unterwegs, ist mit ihrer ganzen Besatzung in Stärke von 19 Personen untergegangen. Unter den Toten befinden sich auch der Kapitän und seine beiden erwachsenen Kinder.

Blutiges Drama in einem englischen Seebade. Am Montagmorgen erschoß im Seebad Eastbourne der Haupt­mann -a. D. Hicka Murray seine beiden kleinen Kinder, eine fremde erwachsene Person und ein fremdes Kind. Darauf verwundete er seine Gattin schwer und zündete das Haus, das er soeben erst zum Sommeraufeuthalt bezogen hatte, an. Unter den Trümmern des Hauses wurden die Leichen ge­funden. Der Hauptmann beging Selbstmord.

Eine sechsköpfige Familie an Pilzvergiftung gestorben.

Weißenfels, 19. Aug. Der Unvorsichtigkeit, ohne ge­nügende Kenntnisse eßbare Pilze zu suchen und zu genießen, fiel im benachbarten Dobergast eine ganze Familie zum Opfer. Der dort wohnende 32 Jahre alte Molkereiver­walter Fritz Greves hatte sich vor kurzem von einem Leip­ziger Verwandten beim Suchen von Pilzen die Unter­scheidungsmerkmale zwischen giftigen und eßb"ren Pilzen zeigen lassen. Da ihm die an diesem Tage unser Beihilfe seines Verwandten gesuchten Pilze sehr gut schmeckten, glaubte er, auf Grund der erhaltenen Kenntnis selbst auf die Suche gehen zu können. Am Donnerstag kam er auch mit selbst- gesammelten Pilzen heim und ließ sie zubereiten. Gegen abend stellten sich nach dem Genuß bei sämtlichen Familien­mitgliedern Kopfschmerzen ein. Während der Nacht er­krankten schließlich alle sehr schwer. Der herbeigerufene Arzt gab sofort Brechmittel ein. Doch zu spät 1 Nach qualvollen Schmerzen starben am Samstag der Mann und seine beiden vier und fünf Jahre alten Kinder. In der Nacht zum Sonntag starb noch daS zweijährige Kind. Die Ehefrau und das vierte Kind starben in der Nacht zum Montag. Das Schicksal der Familie erregt Teilnahme im ganzen Orte. Aber auch der Leichtsinn des Mannes wird verurteilt.

Gerichtskaal.

Masseneinbrecher vor Gericht.

8. & H. Stuttgart, 19. August. Der Einbrecherbande, die Anfangs dieses Jahres die Umgebung von Cannstatt durch ihre nächtlichen Streifzüge lange Zeit in Angst und Schrecken hielt, wurde nunmehr endlich vor der hiesigen Strafkammer der wohlverdiente Lohn zu Teil. Die Vorge­schichte der Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer hat fast einen romantischen Anstoß. Der Tagelöhn;? Karl Rau wurde eines Tages im Februar unter dem Verdacht verhaf­tet, an einem Diebstahl in Cham in der Schweiz beteiligt gewesen zu sein, wobei einem Wirte 4000 Franken gestohlen worden waren. Bei seiner Verhaftung wurde bei ihm ein in Geheimschrift abgefaßter Brief gefunden, den man aber entziffern konnte. Einen ähnlichen Brief hatte er von Cham aus an seinen Bruder nach Zuffenhausen geschickt; in dem­selben war der Plan eines Einbruchs ganz genau spezifiziert. DieSache" wurde auch gemacht und das gestohlene Geld unter den Akteuren verteilt. Der Vater des Rau, der sich gleichfalls unter den sieben Angeklagten befand, hatte etwa die Hälfte des gestohlenen Geldes, und zwar lauter Papier­geld, in seinem Keller vergraben. Als die Gauner verhaftet werden sollten, kam es zu einer ziemlich aufregenden Jagd, da die Verbrecher auf die Schutzleute ein regelrechtes Schnellfeuer aus Revolvern eröffneten und sich dann auf die Dächer flüchteten. Allmählich gelang es aber der Polizei dennoch, die Einbrecher sämtlich in ihre Hand zu bekommen, wenn auch einer derselben inzwischen bis Genua hatte ent­fliehen können. Das Urteil lautete gegen die einzelnen Mit- ich wollte doch nur dein Glück! Aber du mutzt ja selber fühlen, wohin dein Herz dich zieht. Ich möchte dich nicht alleinlasten, lieber in treuer Hut."

---Meine Nachbarin schwieg erschöpft. Ihre Augen gingen weit über ihre Umgebung hinaus, schwebten in wesenloser Ferne. Sie fühlte sich wieder am. Lager des Vaters, durchlebte noch einmal die schicksalsschwere Stunde, die sie so reich gemacht. Ich saß still, ohne mich zu rühren, um sie nicht beim Gedenken zu stören.

Endlich fand sie sich wieder. Ihre schwermutsvollen Blicke streiften mich, und hastig fuhr sie fort:

Zwei Tage darauf war Fritz gekommen. Und nach acht Tagen wurden wir getraut, am Lager des Sterbenden. Er wollte unsern Bund gesegnet sehen und fügte selbst unsere Hände ineinander. Dann schlummerte er hinübejr, ein friedvolles Lächeln im Gesicht.

Ein trauriges Hochzeitsfest! Aber das Bewußtsein, ihm angehören zu dürfen mit dem Segen des Vaters dies Bewußtsein hat mich stark gemacht, hat mich all die Unbill, all die Gehässigkeiten, mit denen man mir anfangs hier begegnete, freudig tragen lasten.

Wohl! Liebgewonnen hat mich hier keiner ich bin ihnen allen fremb geblieben, aber---ich habe ihn! Ihn und das Meer! Und die ganze Welt mit diesen beiden!"--

Still und in sich versunken saß sie noch eine ganze Zeit an meiner Seite. Dann stand sie auf.

Nur noch einen Blick auf die See!" sagte sie.

Schweigend gingen wir nebeneinander durch das Dunkel Ler Nacht, bis wir die Düne erreicht hatten. Dort unten lag die See in zauberhafter Schönheit; sie leuchtete und flammte. Der laue Seewind trieb die phosphorsprühenden Wellen dem Strande zu, auf dem sie wie in unzähligen Queckfilberverlchen serrannen.

glieder der Bande von 3 Jahren Gefängnis bis zu vier Jah­ren Zuchthaus. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen.

Handel, Gewerbe und Verkehr.

Dich markt in Frankfurt a. M. am 19. August. (Amtliche Notierungen). Zum Verkauf standen: 542 Ochsen, 56 Bullen, 780 Färsen und Kühe, 1 Fresser, 240 Kälber, 145 Schafe und 2438 Schweine. Bezahlt wurde für 50 Kilogramm Lebend­gewicht: Ochsen a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwettes un Alter von 47 Jahren Mk. 5560 (Schlachtgew. Mk. 100106), b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mk. 5054 (Mk. 9199), c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 4448 (Mk. 8090). Bullen: a) vollfleischige ausgew. höchsten Schlachtwertes Mk. 5054 (Mk. 8390), b) vollfleischige junge Mk. 4548 (Mk. 7883). c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere Mk. 0000 (Mk. 0000). Färsen und Kühe: a) vollfleischige vollgemästete Färsen höchst. Schlachtwert. Mk. 4852 (Mk. 8693), b) ausfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Mk. 4853 (Mk. 8994), c) 1. wenig gut entw. Färsen Mk. 42 bis 46 (Mk. 8188). 2. ältere ausgemäst. und wenig gut entwickelte jüng. Kühe Mk. 4046 (Mk. 7486). d) mäßig genährte Kühe und Färsen Mk. 3338 (Mk. 6676), e) gering genähte Mhe und Färsen Mk. 2630 (Mk. 5967). Kälber: a) mittlere Mast- und beste Saugkälber Mk. 6064 (Mk. 102108), b) geringere Mast- und gute Saugkälber Mk. 5559 (Mk. 93100). c) geringe Saugkälber Mk. 000C (Schlachtgew. Mk. 0000). Schafe: Mastlämmer und Masthämmel Mk. 4142 (Mk. 8688). geringe Masthämmel und Schafe Mk. 00 bis 00 (Mk. 00). Mäßig genährte Hämmel und Schafe Mk. 00 (Mk. 00). Schweine: a) vollfleischige von 80100 Kg. Lebendgewicht Mk. 68.0069.00 (Mk. 8788), b) vollst, unter 80 Kg. Lebendgew. M. 67.5068.50 (M. 8687), c) Vollfleisch, von 100120 Kg. Le­bendgewicht Mk. 68.0069 (Mk. 8788), d) vollfleischige von 12( bis 150 Kg. Lebendgewicht Mk. 68.0069 (Mk. 8788). Am Rindermarkt gedrückter Handel, es verbleibt Ueberstand, Kälber und Schafe werden bei langsamem Geschäftsgang ausverkaust. Der Schweinemarkt verlief rege; es wird nicht ausverkauft.

Frankfurter Frachtmarkt vom 19. August. Es notieren je nach Qualität: Weizen hiesiger und Wetterauer Mk. 21.2521.40, kurhessisch. Mk. 21.2521.40, norddeutsch. Mk. 21.2521.40, russische: 23.50-24.00, Manitoba 22.0024.00, Kansas 23.5024.00, Lo Plata Mark 23.5024.00, Roggen hiesiger Mark 17.3017.40, russischer Mk. 18.0018.10. Gerste hies. und Wetterauer Mk. 21.00. bis 21., Pfälzer Mk. 20.5521.50, Ried Mk. 20.5021.50 Hafer: hiesiger Mk. 20.7522., bayrischer Mk. 00.0000.00, russischer Mk. 20.50 bis 22., rumänischer 00.0000, Laplata Mk. 16.25 bis 17. Mais mixed 00.00 b. 00.00, russ.00.00 00.00, Donau 00.00 00.00, Laplata 15.00-15.25 Alles per 100 Kg. netto effektiv loko hier. Mehl: stetig. Weizenmehl Mk. 31.2531.50. Basis 0, feinere Marken Mk. 0.501 höher. Roggenmehl Mk. 26.0026.50. Basis 0 ab hier. Alles per 100 Kilo infL Sack loko hier. Futter­mittel : stetig. Weizenschalen Mk. 11.0011.25, Weizenkleie Mk. 11. bis 11.25. Roggenkleie Mk. 12.75 bis 13.00, Futtermehl Mk. 1416, getrockn. Biertreber Mk. 13.5014.00. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier.

Berlin, 13. Aug. Weizen Sept. 207., Oft. 207., Dez. 207.-. Roggen Sept. 170.75, Okt. 169,75. Dez. 1697.5. Hafer Sept. 169., Dez. 168.25. Mais Sept. 168.25, Ott. 170.50. Rübö! Okt. 67.50, Dez. 68.10 Weizenmehl 26.5029.50, Roggenmehl 20.8022.70.

Hamburg, 19. Aug. Kaffee Santos. Sept. 64/«, Dez. 65, März 64 7«, Mai 64*/i Pf. Robzucker Aug. 11.90, Sept. 11.77'/,, Okt. 10/>2'/,, Okt.-Dez. 9.97'/,, Jan.-März 10.07'/,, Mai 10.22'/,. Amerikan. Baumwolle Aug. 61*/i, Sept.58'/,, De; 58"/« Br. Weizen Mecklenburg. Aug. 223.. Gerste Südruis. Aug. 121. Mais stet. Amerik. mix. Aug.. La Plata Aug.- Sept. 110. Rüböl fest. Loco verzollt 69. Salpeter se i loco 10.95, Sept.-Ott. 10.95, Febr.-März 10.32V«. Schmal z stet. Amerik. steam 55, Chamberlain 56"/«. Cacao: Quayanil 63, Trinidat 72.

Paris, 19. Aug. Roggen Aug. 20.25, Sept. 20.25, Sept.- Dez. 20.25, Nov.-Febr. 20.60. Weizen Aug. 27.35, Sept. 26.2", Sept.-Dez. 26.20. Nov.-Febr. 26.30. Mehl Aug. 38.30, Sept. 34.9.",, Sept/Dez. 34.25, Nov.-Febr. 33.85. Rüböl Aug. 77"/., Sept. 77"/., Sept.-Dez. 77'/«, Jan.-April 77"/«. Spiritus Aug. 55'/«, Sept. 53"/«, Sept.-Dez. 50'/«, Jan.-April 49'/«. Rohzucker loco 33% Zucker Aug. 42-, Sept. 37, Okt.-Jan. 32'/«, Jan.-April 32"/., Leinöl Aug. 81'/,, Sept.80'/,, Sept.-Dez. 80'/«, Jan.-April 741/" Budapest, 19. Aug. Weizen Ott. 11.47, April 11.84. Roggen Okt. 9.53, April 0.00. Hafer Okt. 9.89. Mais Aug. 9.47, Mai 7.61.

Schiffsnachrichten.

Hamburg, 17. August. Der DampferCalabria" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in New - Orleans nnd der DampferSteigerwald" vorgestern in Galveston * eingetroffen.

Stumm streckte mir meine Begleiterin die Hand hin, die ich warm und ergriffen drückte. Dann schritt sie heim.

Ich schaute ihr nach, wie sie so ruhig und selbstsicher da­hinging glücklich im Besitz des Besten, was die Welt uns zu geben vermag: treuer, unwandelbarer Liebe.

Kunst und Leben.

Worauf beruht die Heilwirkung des Radiums?

Wie der Radiumforscher Dr. Aschoff in einem Experl» mentalvortrag mitteilte, hat die Anwendung des Radiums für Heilzwecke bereits eine so große Ausdehnung genommen, daß in dem deutschen Fundort des Radiums, Bad Kreuznach, ebenso umfangreiche Einrichtungen für die Radiumbehand­lung getroffen werden mußten, wie in dem österreichischen Joachimstal. In einer dauernd von zahlreichen Aerzten und Gelehrten des In- und Auslandes aufgesuchten grotzen Zentrale stehen den Forschern in Kreuznach alle modernen technischen Einrichtungen und Radiumpräparate in jeder benötigten Menge zur Verfügung. Wie Dr. Aschoff dar­legte, wird das Radium in Kreuznach aus dem Quell­schlamm der salzhaltigen Heilquellen destilliert und in 6 verschiedenen Anwendungsformen benutzt, zum Vaden, Inhalieren, Einspritzen, Trinken usw. Jahrelang fortge­setzte Versuche ergaben die Gewißheit, daß die meisten Heil­wirkungen des Radiums auf 3 Eigenschaften dieses geheim­nisvollen Stoffes beruhen: 1. Die Strahlen, die das Ra­dium aussendet, dringen sehr tief in den Körper ein. 2. Die milde Bestrahlung regt die Körperfermente (Pepsin) usw. zu regerer Tätigkeit an und verleiht dadurch dem schlaff ge­wordenen Körper und seinen Organen neue Jugendfrische und Lebenskraft. 3. sind starke Nadiumstrahlen im Stande, die Harnsäure im Blute zu lösen und schnell wachsende ent­artete Körperzellen zu töten. Auf diese letzte Eigenschaft setzt die Menschheit die Hoffnung einer wirkungsvollen Be­kämpfung der KrebskraMeit. Die bisherige» Erfolge. die