wo
unmöglich sei. Man müsse zunächst nach den Gründen der Deferi innen von Monastir forschen. Als der Redner vom Komitee sprach, das sich der Offiziere bedient habe, um zu herrschen, entstand ein großer Lärm. Es wurden heftige Protestrufe laut, eine Anzahl Abgeordneter wollte nicht zulasten, daß der Redner die Beleidigungen der Armee fortsetze, weshalb der Präsident den Redner unterbrach und die Kammer aufforderte, dem Redner den Tadel auszusprechen und ihn nicht weiter reden zu lassen. Der Präsident erklärte, die Handlungen einiger Offiziere könnten nicht auf die ganze Armee zurückfallen. (Beifall.) Ali Ghalib wurde genötigt, von der Tribüne herabzusteigen. Der Lärm und die Zwischenrufe hielten einige Zeit an.
Der Führer der Jungtürken erklärte, die große Mehrzahl der Offiziere sei treu. Die Handlungsweise der Offiziere von Monastir stehe vereinzelt da. Die jungtürkische Partei wünsche, obwohl sie viele Offiziere in ihren Reihen zähle, die dringende Durchführung der Gesetzes.
Die Kammer beschloß hierauf mit großer Mehrheit den Schluß der Generaldebatte.
Rach den von der Kommission der Kammer angenommenen Abändernugen des Gesetzentwurfes werden Militärpersonen, die politische Reden halten oder sich in Wahlhandlungen einmischen, mit Gefängnis von zwei bis vier Monaten, tm Wiederholungsfalls mit Entlastung aus der Armee, bestraft. Milttürpersonen, die geheime Komitees gründen ober solchen angehören, werden mit Entlastung aus der Armee und mit Zwangsarbeit bestraft werden.
Eine Erregung unter den Mirdite«
Die von Konstantinopel und den Dardanellen in Saloniki eingetroffenen Truppen werden nach dem Süden des Wilajets Skutarl und gegen El Bassan gesandt, da sich unter den Mirdtten Anzeichen von Erregung bemerkbar machen. Nach amtlichen Mitteilungen ist es unzutreffendn, daß feiest Truppen auch gegen die Meuterer von Monastir Cerwenbung finden sollen.
Die Untersuchung der „Tavignauo"-Affäre.
Aus Malkt wird gemeldet: Drei französische und zwei italienische Seeoffiziere sind hier eingetroffen, um in Verein mit einem englischen Kapitän Bit Angelegenheit des fran- zösischen Dampfers „Tavignano" zu prüfen, der seinerzeit in den tunesischen Gewässern von italienischen Kriegsschiffen anssehalten wurde.
Ein Kampf mit Malistore«.
Das Blatt „Sabah" bringt die Meldung von einem Kampfe türkischer Truppen mit den Malistoren zwischen Skutari und Alessio. Die Malistoren hätten die Flucht ergriffen. Der Kaimakam von Alessio sei getötet worden.
Die Offiziere in Smyrna verlangen ebenfalls einen Regierungswechsel.
Der Oberkommandant der Truppen des Smyrnaer Bezirks ist in Konstantinopel eingetroffen. Wie in den Kreisen der türkischen Opposition verlautet, verlangen die Offiziere der Smyrnaer Garnison einen Regierungswechsel.
Bit Mentaler Des Senger StnMMs.
Don ihrem böhmischen Mitarbeiter wird den „Leipz. Reuest. Rachr." geschrieben: „Der Pöbel hört nie auf, Pöbel zu sein--", schreibt Schiller in der Vorrede zu seinen „Stäubern". Das konnte man im „slawischen Prag", wo der Pöbel sich keineswegs aus den niederen Volksschichten allein rekrutiert, wissen; man dachte wohl auch daran, als man zu der ebenso schwächlichen als verkehrten Maßregel griff, das „Deutsche Haus" während des Sokolfestzuges polizeilich zu sperren, anstatt es ausreichend zu schützen. Lag doch in der Sperrung eine indirekte Anerkennung der auf dem „Graben" etablierten PLbelherrschaft. Wie gern hätte man — wär's möglich — den deutschen Studenten während der altslawischen Feste Hausarrest diktiert, auf
ihr Anblick nicht sanft-fromme tschechische Gemüter errege. Und mit der reichen Erfahrung kunstgewandter Brunnenvergifter hatten tschechische Prager Blätter in letzter Zeit all das aufgetischt, was den Haß gegen das Deutschtum wecken konnte: von der aufdringlichen Anbiederung der Franzosen — man hatte sie ja auch an die Spitze des Sokol- ftstzuges gestellt — als der durch die Barbarei der Deutschen schmählich beraubten „Brüder", bis zu jenen „Winken
Bie FMage", die das Vermeiden der deutschen Sprache unter die tschechischen Anstandsregeln stellte. Die Prager „Pepici" in Mütze und Zylinderhut verstehen solche Winke s^ur zu gut. So kam es, wie es kommen mußte: die deutschen Studenten wurden von den gerade vor dem „Deutschen Hause" dichtgedrängt stehenden Tschechen kunstgerecht einge- keilt, gestoßen und blutig geschlagen und die ihnen — welche „Heldentat" — entrissenen Mützen und Bänder in Stücken zerkleinert, triumphierend den Sokoln zugeworfen.
Der deutsche llniversitätsprofessor Dr. H. Boennecken, der selbst mit Faustschlägen traktiert wurde, bezeugt in einem an die Prager „Vohemia" gerichteten Schreiben, daß die Menge durch Zurufe aus den Fenstern des Gebäudes der tschechischen Bank „Vohemia" aufgereizt worden sei. Von einem Balkon dieses Hauses sah auch der böhmische Oberstlandmarschall, Prinz Lobkowitz, mit seinem Sohne und dem Nchechischen Mitgliede des österreichischen Herrenhauses Dr. Mattus die Pöbelexzesse. Auch wurde gesehen, wie aus dem Muster eines vornehmen Hauses eine Dame auf die deutschen Studenten herabspuckte.
So ist auch die Prager Heerschau des Allslawentums nicht verlaufen, ohne den Gästen der Tschechen — es mag mannen Kreisen ja hochpeinlich sein — ein Stückchen heimischer Eigenkultur vorzuführen. Daß die offizielle Vertretung der Wiener Regierung auf diesem Feste — der Unterrichtsminister Hustarek und der Minister für öffentliche Arbeiten, Dr. Trnka, waren persönlich anwesend, der Kriegsminister durch den Prager Korpskommandanten, General der Infanterie Frhrn. v. Koller, vertreten — die Einlösung eines dem „Ausgleichsstatthalter", Fürsten Franz Thun, gegebenen Versprechens war ist für besten tschechen- Lr^undüche Ksttmm bsdeuLjaw. Der BrstM des „Dost-
schon Nationalverbandes" gegen diese Haltung der Regierung ist wohlbegründet: daß er so spät erfolgte, ist um so weniger zu verstehen, als tschechische Blätter die offizielle Vertretung des Ministeriums schon am 23. und 24. Juni als sicher meldeten.
Zwei Interpellationen wegen bet Vorgänge in Prag.
Im österreichischen Abgeordnetenhause sind zwei Interpellationen der Alldeutschen und des deutschnationalen Verbandes über die letzten Vorfälle in Prag eingebracht worden.
Ein Mißtrauensvotum der Deutsch-Radikalen.
Die deutsch-radikale Vereinigung beschloß, bei 5er Abstimmung über das Budgetprovisorium den Saal zu verlassen, um dadurch der Regierung ihr schärfstes Mißtrauen auszudrücken.
Das Ende des Prager Sokolkongreffes.
Pkag, 2. Juli. Auf den Prager Bahnhöfen sind gestern 75 000 Gäste des Sokolkongresses abgereist. — Die Polizei verhaftete acht internationale ffawische Taschendiebe.
Aus Hana« Stadt und Land.
Hanau, 3. Juli.
* Vibelstunde. Heute abend 8 Uhr findet in der Hospitalkirche Bibelstunde statt, zu der jedermann freundlichst eingeladen ist.
Hk. 6063 russische Handels- und Industrie-Firmen. Der Deutsch-Russische Verein hat sein reichhaltiges Ädressen- material von russischen Firmen kürzlich in wertvoller Weise bereichert durch ein Verzeichnis von 2237 industriellen Betrieben und 3826 Hanbelsunternehmungen in Rußland. Dieses Verzeichnis, das im russischen Handelsministerium zusammengestellt und somit durchaus zuverlässig ist, erlaubt infolge weitgehender Spezialisierung eine leichte und vorteilhafte Verwertung. Außerdrm bietet eS über jede einzelne Firma nach mehreren Richtungen hin genaue Angaben. Wegen Beschaffung deS Adressenmaterials wollen Interessenten sich an die Handelskammer zu Hanau wenden, welche gerne zur Vermittelung bereit ist.
* Ueber die Erkrankungen an Unterleibs-Typhus ist im amtlichen Teile der heutigen Ausgabe eine aufllärende Bekanntmachung des Magistrats enthalten.
* Umzug. Der 1. Juli ist ein Termin an dem hier- selbst häufig die Wohnung gewechselt und im Drange der Arbeit die Anmeldung beim Einwohner-Meldeamt vergessen wird, weshalb wir an rechtzeitige Anmeldung hiermit erinnern.
• Techniker-Verein Hanau. Donnerstag den 4. Juli d. J. findet im Vereinslokal, „Hotel zum Riesen", Hauptversammlung statt. Die Tagesordnung wird an vorgenanntem Abend bekannt gegeben. Der bereits beschlossene Ausflug nach Heidelberg zur Schloßbeleuchtung findet nicht am 17. sondern am 28. d. MtS. statt. An diesem Tage fährt ein Sonderzug von Hanan nach, Heidelberg und zurück. Karten für diesen Ansflug, werden in der Hauptversammlung verabfolgt. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen wird freundlichst gebeten.
* Kurort Wilhelmsbad. Heute nachmittag von 4 Uhr ab findet großes Konzert (Streichmusik) der gesamten Manenkapelle, unter Obermusikmeister Urbachs Leitung in Wilhelmsbad statt, worauf wir hiermit noch ganz besonders hinweisen.
* Obst und Gemüse im Haushalt. Der Hanauer Kreis- obstbauverein hat soeben Heft 3 seiner Schriften herausgegeben: „Obst und Gemüse im Haushalt". Das von Herrn Kreisobstbautechniker Walther verfaßte, mit Abbildungen versehene Merkchen wird gerade jetzt in der Einmachzeit den Hausfrauen und Töchtern ein willkommener Ratgeber sein. In geschickter, übersichtlicher Weise wird hier Anleitung über alle Arten der Obst- und Gemüseverwertung gegeben. Aus dem reichen Inhalt nennen wir nur die Kapitel: Das Einkochen von Obst und Gemüse — Die zum Einkochen geeigneten Obst- und Gemüsearten — Das Dörren von Obst und Gemüse — Die Obstsaftbereitung — Die Herstellung von Dunstfrüchten — Die Bereitung von Marmelade und Gelee — Die Herstellung von Essigfrüchten — Die Apfel- und Beerenweinbereitung usw. Theorie und Praxis sind in dem Büchlein glücklich vereinigt, dessen Wert noch erhöht wird dadurch, daß es speziell den Verhältnissen im Hanauer Kreis Rechnung trägt. Das Merkchen, dem wirklich weite Verbreitung zu wünschen ist, wird zu einem sehr geringen Preis (40 Pfg.) abgegeben und ist durch die hiesigen Buchhandlungen zu beziehen. Der Vorstand' des Kreis- obstbauvereins hat durch die Herausgabe desselben aufs neue bewiesen, daß es ihm ernst ist mit seinem Bestreben, nicht nur die Obstzucht an sich zu heben, sondern auch für ordnungsmäßige, der Familie zu gut kommende Verwertung der Produkte, soweit sie nicht zum Verkauf kommen, zu sorgen.
* Volkstümliches Konzert. Einen reinen Kunstgenuß bot uns gestern abend die Ulanenkapelle im Saalbau „zum deutschen Haus", einen Operetten-Abend, in welchem die bekanntesten Melodien der älteren und der jüngsten Operetten» Komponisten zum Vortrag kamen. Herr Obermufik- meister Urbach hat aufs Neue bewiesen, daß er es versteht, sich in den Geist eines jeden Komponisten hinein zu leben, daß es ihm gelingt, seine Auffassung auch auf die Kapelle zu übertragen. Bei so künstlerisch exakter Ausführung, wie sie uns gestern abend geboten wurde, ist es ein Hochgenuß, solch' gefälliger Musik lauschen zu dürfen. Genaueste Beachtung der Zeichen, elegante Bogenführung, strengste Unterordnung der Blasinstrumente, das sind die Vorzüge einer gut geschulten Kapelle, wie sich als solche gestern wieder das Ulanen-Mufikkorps zeigte. Stürmischer Beifall lohnte die trefflichen Vorträge nach jeder einzelnen Nummer. Das Konzert mußte der ungünstigen Witterung wegen im Saale abgehalten werden, wo die zarte Streichmusik so recht zur Geltung kam. Das Programm war, wie immer, äußerst geschmackvoll zusammengestellt. Hoffentlich bietet uns b: Direktion nächstens einen schönen Bayerischen- oder Wal' Abend.
* Zum 75jährigen Jubelfeste der Turugemeinde Hanau sandte auch der Turnverein Kesselstadl dm in herj- liehen Worten abgefaßte Gratulation, der eine Ehrengabe, bestehend aus 24 Nickelstäben, beigefügt war.
* Als Festplatz für das vom 6. bis 8. Juli aus Anlaß her 75jährigeck Jubelfeier der Turngemeinde stattfindende Turnfest, ist, wie bereits mitgeteilt, der Turnplatz der Turn- gemeinde nebst angrenzendem Gelände vorgesehen und ist man daselbst gegenwärtig mit dem Aufschlagen der Bierhallen usw. beschäftigt. Die Turnhalle ist als Hauptfesthalle gedacht und vom Festplatze aus durch die große Freitreppe leicht zu erreichen.
* Ehemalige 116er. Eine weitere Zusammenkunft ehemaliger 116er findet am Samstag den 6. d. MtS., abends S1^ Uhr, in der „Concordia" statt. Zahlreiches Erscheinen der in Hanan und Umgegend wohnenden Kameraden ist dringend erwünscht, da nunmehr eine Ortsgruppe Hanau und Umgegend gebildet werden soll. In den betreffenden Lokalblättern der Umgegend wird ebenfalls auf obige Zusammenstellung noch besonders hingewiesen.
* Neue Hanauer Carnevalgesellschaft 1910. Die Mitglieder werden ersucht, heute abend 9 Uhr zur MonatSver» sammlung in der „Centralhalle" recht zahlreich erscheinen zu wollen, da u. a. auch die Kartenausgabe für das Sommerfest stattfindet.
• Sensationsberichterstattung. Ein Frankfurter Blatt meldet aus Hanau: „Leutnant Volk vom Ulanen-Regiment Nr. 6 stürzte am Dienstag beim Exerzieren mit dem Pferde so unglücklich, daß ihm die Schädeldecke zertrümmert wurde. An seiuem Aufkommen wird gezweifelt." — Der Sturz, der sich vor längerer Zeit beim Exerzieren auf dem Uebungsplatze bei lDarmstadt ereignete, hat glücklicherweise für den Offizier nur eine Verletzung leichterer Natur gezeitigt.
* 70. Geburtstag. Morgen den 4. Juli feiert unser alter Bauer Herr Gustav Biermann in bester Gesundheit, Jugendfrische und gutem Humor seinen 70. Geburtstag.
* Ein famoses Stücklein hat fich auf der Bahn von Fulda nach Gießen zugetragen. Die Fuldaer Militärkapelle saß im Zuge und reiste nach einem oberhesfischen Städtchen zum Konzert. Plötzlich, inmitten der vollen Fahrt, wird die Notleine gezogen, der Zug hält, alles stürzt entsetzt an die Fenster, wähnend, ein großes Unglück sek geschehen. Doch nichts von alledem. Nur die große Pauke war durch eine plötzlich aufgegangene Tür aus dem Zuge gefallen und in rasender Eile talabwärts einen steilen Abhang hinabgerollt. Unter stürmischem Gelächter wurde der Deserteur mühsam aus der Tiefe heraufgeholt und nun sicher verstaut. Dann fuhr nach einem Aufenthalt von 8 Minuten die Bahn wieder von bannen.
* Verein der Hochspessartfreunde Rothenbuch. Zweitägige Thüringerwald-Tour — Beste Wetterlage. Diese Triple-Vereinigung brachte am 23. und 24. Juni 110 naturfrohe Wanderer (wovon 42 Hanauer) in Bewegung. Eisenach war der Ausgangspunkt. Die „Wartburg",» das Mekka Mitteldeutschlands, das erste Ziel. Die gründlichen Erklärungen der Kastellane der Burg brachten dem Beginne der Wanderung erhebliche Verspätung. Nach reichlichen Genüssen auf historischem und künstlerischem Gebiet folgten die der Natur. Zunächst das Annatal mit der berühmten Drachen- schlucht, schmale Pässe zwischen steilen Felsen, an dunkeldrohend düsteren Felsen vorbei im grünen Walddom endigend, führte der Weg zur „Hohen Sonne". Dort gab es Erfrischungen, außerdem herrliche Rund- und Durchblicke, deren interessantester in überraschend schöner Art die Wartburg zeigte. Nach der Torfsteinhöhle bei Thal weisen eine Anzahl Schilder, die in ihrer ständigen, allzu reichlichen Häufung recht neckig wirkten. Endlich heißt eS nicht mehr „Nach der Tropfsteinhöhle", sondern nur „Nach der Höhle" und schließlich „Wo die Fahne weht, ist die Höhle". Ca: 200 Stufen führen hinab. 10 Jahre braucht ein Millimeter-Ansatz der Gesteinsbildung, 3 Tage das Regenwetter, um durch die mannigfaltigen Gesteinsschichten durchzustckern. Ebensoviel Zeit würde eine eingehende mineralwiffenschaftliche Beschreibung und Schilderung der Schönheiten der Höhle erfordern, sagt der Führer. Erwähnt sei noch die bengalische Beleuchtung und die humorvolle Erwiderung des Führers, der aus Meldung eines Teilnehmers, ihm sei ein Tropfen auf bi« • Nase gefallen, im schönsten Sächsisch sagte: „Na, wenn Se lange stähn blei'm, bilbt* sich bei Ihnen vielleicht ooch Tropp- stein!" Das schmucke Bad Thal, liegt am Fuße der seit 1895 neu erschlossenen Tropfsteinhöhle. Auf schattigen Waldwegen, in reiner labender Luft, vom plätschernden Wasser begleitet, wandert man weiter. Köstlich unterbrechen wunderbare Durchblicke den Marsch. Auf der Höhe von Winterstein schweift der Blick weit in das herrliche Thüringer Land. Der Jnselberg, das Endziel des ersten Tages, breitet sich majestätisch aus. In Winterstein wird längere Rast gemacht, um sich zum letzten steilen Aufstieg zu stärken. In V/a ftünbiger strammer Steigung ist der Gipfel des Insel- bergs erreicht. Nachtmahl und Bettruhe find redlich erworben. An Müdigkeit denken aber nur wenige, denn Gesang und Tanz hielt die Mehrzahl noch stundenlang beisammen. In 916 Meter Höhe liegt ein gothaischer und ein preußischer Gasthof, ein gothaischer und ein preußischer Aus- sichtSturm. Der im Programm vorgesehene Sonnenaufgang konnte Witterungsverhältnisse halber weder auf der preußi- schen, noch auf der goihaischen Seite statifinden. Oafür entschädigte am Morgen der Abstieg durch den Lauchaer Grund. Allerlei seltsame Felsformationen mit ebenso seltsamen Namen, Aschenstein, Torstein, Backosenlöcher usw. bilden in ihrer wildromantischen Schönheit einen erfrischenden Gegensatz zu dem in verfeinerter Kultur mit elegantem Villenschmuck am Ausgang des Grundes liegenden Tabarz. Zwischen Tabarz und dem ähnlichen Charakter tragenden Friedrichsroda liegt die Marienhöhle. Nur in einer einzigen Grotte de« ehemaligen Bergwerks ist das wirkliche ^ **4.ngTaBr nicht' Glimmer, zu * ' - -r" ^"^' liche Br-
leuch/ lSm assen.