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Erste» Blatt.

Hinunter K Anzeiger

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MerkekfShrNch 1.8» Mk., monatlich 60 Pfg., für aus- wârttge Abonnenten mit dem betreff. Postaufschlag. Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Rotationsdruck mtb Verlag der Buchdrârei des verein, eo. Waisenhauses in Hanan.

General-Anzeiger

AUllilhes Organ für Stadt- and Landkreis Kana«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einriickungsgebilhrr

Die ögespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 P^ hu Reklamenteil die Zeile 45 Pfg.

Verantwort!. Redakteur: E. Schrecker in HanaU»

Nr. 66 ircrnlvrcchanschlutz Nr. 230.

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Montag den 18. März

Fernfprechattschlutz Nr. 230. 1912

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14 Seiten.

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Amtliches.

Bekanntmachung.

Die Gewerbetreibenden werden darauf aufmerksam ge­macht, daß den Arbeitern unter 18 Jahren die zum Besuche der gewerblichen Fortbildungsschule erforderliche Zeit zu gewähren ist.

Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß ein Fortbil- dungsschüler ohne zwingenden Grund aus geschäftlichen Gründen nicht den Unterricht versäumen darf. Ist ein Ver­säumen des Unterrichts aus diesen Gründen unbedingt erforderlich, so muß der Gewerbetreibende dies vorher schrift­lich dem Direktor der gewerblichen Fortbildungsschule an­zeigen, in Ausnahmefällen jedoch, in denen dies nicht mög­lich ist, muß die schriftliche Anzeige sofort nachgeholt werden. Eine ungenügende und verspätete Entschuldigung dieser Versäumnisse wird bestraft.

Hanau den 19. Februar 1912. 5761

Das Kuratorium der gewerblichen Fortbildungsschule.

Hild.

Holz-Berkauf.

Königliche Oberförsterei Hanau.

Schutzbezirk Naumburg Jag. 43 und 48.

Am Montag den 25. März 1912, von vormittags 9’/* Uhr ab, sollen zu Rüdigheim im Gasthause „Zum Rotz"

A. Nutzholz:

15 St. Fichtenstämme 4. Kl. — 1,96 fm, 19 St. Derb­holzstangen 1.—3. Kl.

B. Brennholz:

Eiche : 18 rm Scheit, 14 nn Knüppel, 0,70 Hdt. Well. Reisig 3. Kl.

Buche: 44 rm Scheit, 80 rm Knüppel, 7,40 Hdt. Well. - Reisig 3. Kl.

. Fichte: 1 rm Knüppel, 0,10 Hdt. Well. Reisig 3. Kl. öffentlich meistbietend versteigert werden.

Auf Antrag erteilen Revierförster Stein zu Eichen und Waldschütz Zeller zu Rüdigheim mündlich nähere Auskunft. 7071

Gefundene und verlorene Geuenstände re.

Gefunden:! zweireihiges kleines weißes Uhrkettchen,

Eine Nacht am Nil.

Künstlerfest.

9 Künstlerische Gediegenheit, goldner Humor und lachender Frohsinn, vereint mit erlesenem Geschmack und ergötzlicher Originalität haben das am Samstag abgehaltene Fest unserer Bühnenkünstler auf ein Niveau gehoben, wie es bisher kaum von einer ähnlichen Veranstaltung bei gleichen Mitteln erreicht wurde. Schon der äußere Rahmen, der prächtig dekorierte Centralhallensaal, sorgte für die erfor­derliche Stimmung, während der Titel, den man dem Feste gegeben hatte, „Eine Nacht am Nil", der Phantasie und allen Vergnügungsmöglichkeiten weiten Spielraum ließ.

Künstlerkonzert, sehr seriös, leitete den Abend ein. Prächtige Darbietungen der Ulanenkapelle unter der Lei­tung ihres Dirigenten Herrn Obermusikmeister Urbach gingen voraus, von denen wir auch eine Festouvertüre nennen können, die Herr Theater-Kapellmeister L. K ä h l e r komponiert hatte und die er selbst dirigierte. Die gesang­lichen Nummern bestritten mit großem Erfolg Frl. Heim von der Frankfurter Oper, die erlesene Genüsse bot, Frau Beling-Schäfer vom Mannheimer Hoftheater, eine hochgeschätzte Künstlerin, die hier feste Wurzeln gefaßt hat, Frl. Mia Adam vom Hanauer Stadttheater, ferner Herr Erdos aus Frankfurt, Herr Fünfgeld vom Hanauer Stadttheater, Herr Kammersänger Forchhammer war leider am Erscheinen verhindert. Ein Eingehen auf die Einzel­leistungen der Künstlerinnen und Künstler kann uns er­spart bleibens wenn wir noch die Versicherung anschließen, daß der konzertliche Teil restlosen Genuß gewährte. Dann trat des Vergnügens zweiter Teil, der Frohsinn, in seine Rechte. Das Neinerträgnis des Festes war bestimmt für die Unterstützungskasse der Vühnengenosienschaft, schon ein ge-

1 Ledertäschchen mit Vogelfutter, 1 Portemonnaie mit 4 Mk.,

1 altes Portemonnaie mit 1.26 Mk.

Stehengeblieben bei Leuchter, Bangertstr. 13:

1 Schirm. Empfangnahme daselbst.

Verlor en: 1 grauer Ulster-Ueberzieher.

Entlaufen: 1 grauer Wolffpitz.

> Zugelaufen:! Dachshund, schwarz und grau gefleckt.

Hanau den 18. März 1912.

PolitiTcbe Rundschau.

Wermuths Rücktritt. Nachdem am Donnerstag die Besprechung des Reichskanzlers mit den einzelstaatlichen Mi­nistern stattgefunden hat, reichte der Staatssekretär des Reichs­schatzamtes, Wermuth am Freitag morgen sein Enilassungs- gesuch ein. Dieses wurde ihm vom Kaiser genehmigt und UnterstaatSsekretär des Reichsschatzamtes Kühn zum Nachfolger Wermuths ernannt. Zum Nachfolger des zum Reichsschatz­sekretär ernannten Unterstaatssekretärs Kühn ist der Ministerial­direktor Herz bestimmt, der wieder durch den Geheimen Ober­regierungsrat Meuschel ersetzt werden soll. — Zum Rücktritt Wermuths schreibt die „Köln. Zig." in einem Berliner Tele­gramm: Wermuth hat sich für die Finanzen des Reiches glänzend bewährt und ist erfreulicherweise auch noch bei der Vorbereitung der letzten Finanzvorlagen durchgedrungen, allerdings nicht in dem Maße, wie es der Staatssekretär ge­wollt hatte, der die Deckung für den gesamten Neubedarf von vornherein sichern wollte. Der Umstand, daß die Bundes­regierungen hierüber anderer Ansicht waren, hm ihn wohl zu seinem Rücktritt veranlaßt, der um so mehr zu bedauern ist, als in den letzten Wochen eine durchsichtige Intrige gegen den Staatssekretär getrieben wurde. Das Reich hat jeden­falls allen Grund, seiner in aufrichtigster Anerkennung zu gedenken.

Die „Liebesgabe". Der „Verl. Lokalanzeiger" schreibt: In mehreren Blättern begegnen wir der Ansicht, daß die Beseitigung der Liebesgabe im Verhältnis zu den neu auf­zubringenden Mitteln nur einen verschwindenden Betrag darstellen würde. Dabei wird als durch neue Steuern auf­zubringen eine viel zu hohe Summe, in einzelnen Blättern sogar der Betrag von 170 bis 180 Millionen Mark genannt. Wir möchten daran erinnern, daß auch bisher nicht daran gedacht worden ist, die Neuforderungen völlig durch neue Steuern zu decken. Der durch neu aufzutreibende Mittel zu deckende Betrag reicht auch nach den früheren Berechnungen nicht annähernd an die genannte Ziffer heran. Die durch Erweiterung der Erbschaftssteuer aufzubringende Summe würde sich nach Maßstab der Pläne von 1909 auf etwa 50 Millionen belaufen haben. Aus der Beseitigung der Liebes­gabe würden bis 40 Millionen zu erwarten sein. Der Unters

wichtiger Grund für alle Teilnehmer des Festes, sich nicht engherzig zu betätigen. Zeit zum Ueberlegen war auch nicht vorhanden. Immer liebenswürdig suchten die Damen vie­lerlei schöne Dinge an den Mann zu bringen, ein löbliches Beginnen, das auch später, als für die vielen Teilnehmer die Platz- und Sitzfrage befriedigende Lösung gefunden hatte, eifrige Uebung fand. Wer vermochte schließlich auch den „Zugeknöpften" zu spielen gegenüber einer wohltättgen Aktion, die der Unterstützung weiter Kreise wert zu erachten ist? Reichhaltig war das Programm des Festes. Nächst den Freuden des Tanzes bescherten die Arrangeure ihren Gästen ein interessantes Kabarett. Ein „Nilwasserzelt" lud ver­lockend zum Verweilen ein, es reihten sich ihm an noch andere Zelte, in denen als Verkäuferinnen Mitglieder un­seres Theaters unermüdlich ihres Amtes walteten. All die großen und kleinen Darbietungen des Abends zu registrieren war unmöglich, ein anderer Festbesucher hat es unter­nommen an folgender Stelle getreuer nach Zeit und Stunde den Chronisten zu markieren. Schließlich wurde, als Schön­heitskonkurrenz und anderes mehr Erledigung gefunden hatten, auch noch die Vnuernschänke zur „Polnischen Wirt­schaft" eröffnet, wo es bei Bier, Musik und Tanz gleichfalls hoch herging. Soll eine Bilanz über den Gesamterfolg ge­zogen werden, so kann sie zweifellos in künstlerischer Hinsicht und bezüglich der Unterhaltungsmöglichkeiten jedweder Prü­fung Stand halten. Als die „Nacht zum Tag" wurde, man sich anschicken mußte, die Stätte des ungetrübten Frohsinns zu verlassen, belebten sich blitzschnell noch die Räume unserer Cafès, in denen sich der Schluß vollzog.

schied ist also keineswegs erheblich. Aufgabe der Minister- besprechung war es, darüber schlüssig zu werden, welcher Teil der neuen Ausgaben durch Erschließung neuer Ein­nahmequellen zu decken sein würde. Die Höhe dieser Summe ist unter völliger Wahrung der bisherigen Grundsätze der Reichsfinanzverwaltung festgestellt worden.

Marokko. Aus Fes wird vom 16. März gemeldet: Der Sultan hatte in einem Anfall von Neurasthenie die Absicht, abzudanken und den Palast zu verlasien. Er ist aber auf die ihm gemachten Vorstellungen hin von seinem Entschluß zurückgekommen.

74. Mittclrheillischer Kreisturutag.

Die diesjährigen Verhandlungen des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschaft fanden am 16. und 17. März in Trier statt. Die Artigen Turnfreunde hatten alle Vor­bereitungen auf das Beste getroffen und auch dafür Sorge getragen, daß die Abgeordneten mit den zahlreichen Sehens­würdigkeiten ihrer Stadt bekannt gemacht wurden. Die Verhandlungen begannen am Samstag den 16. März, nach­mittags, mit der Sitzung deS Kreisausschuffes in Anwesen­heit des GeschäftSführenden u. Turn - Ausschusses, sowie der Vertreter der 25 Gaue des Kreises. Unterstützungen zu Turnhallebauten imd Herstellung von Turnplätzen erhalten die Vereine zu Obernheim (Pfalz), Groß-Zimmern, Welles- weiler und Attenhausen (a. d. Lahn). Der KreiSvertrrt« teilt weiter mit, daß der Mittlere Nahe-Gau sich angemeldet habe, aber noch nicht ausgenommen werden konnte, weil er sich noch nicht mit dem Nahe-Zdartal-Gau über die Grenzen geeinigt hat. Der Kreisturntag wurde am Sonntag den 17. März, vormittags 11 Uhr, eröffnet. AuS dem Bericht des L Kreisvertreters, Herrn Schulrat Schmuck- Darm­stadt, ist folgendes mitzuteilen : Im Jahre 1911 hat die Zahl der Vereine um 56 zugenommen. Sie beträgt jetzt 1258, die sich auf 1129 Orte verteilen. Die Gesamtzahl aller über 14 Jahre alten Mitglieder beträgt 128 183 (4- 6361 gegenüber dem Jahre 1910). Unter diesen sind Mitglieder vom 14. bis 17. Jahre (Zöglinge) 24 464 (+1443). Die Frauen«bteilun gen zählen 4974 Mitglieder (4- 828). Selbst­ständige Frauenturnvereine können mit gleichen Rechten und Pflichten wie die übrigen Turnvereine in die Gaue und da­mit auch in den Kreis ausgenommen werden. In den Schülerabteilungen turnen 9315 Knaben und 1972 Mädchen. Die Schüler sind aber ferne Vereinsmitglieder, sondern er* halten als Ergänzung der Schulturnstunden noch weiteren Unterricht in dm körperlichen Uebungen. Eigene Turnplätze haben 360 (+ 22) Vereine, eigene Turnhallen 183 (4- 9) Vereine. Der letztere Punkt ist besonders wichtig für die Jugendpflege, da sie hierdurch, wie auch der preuß. Verkehrs-

Vom Küustlcrfcst.

Telegraphische Mitteilungen aus Afrika in der Nacht von Samstag auf Sonntag.

Ausgenommen in schnurrigen «öftren von Ludwig Strauß.

8 Uhr abends.

Angelangt am fernen Niles-Strand

In Aegyptens selt'nem Wunderland

Zeigt den Blicken sich ein Reich

Wie im Märchen — als Vergleich. —

9 Uhr abends.

Den Sängern man gerne mit Spannung lauscht,

Von ihrer Kunst ist man vollauf berauscht

In freudig-dankbarem Entzücken Sie wohlverdienten Lorbeer pflücken.

10 Uhr abends.

Zur Fidelitas fest zu schreiten man plant,

Genüsse sich bieten, die Keiner geahnt

Auch wird jetzt schon ziemlich stark und ungeniert An den gütigen---Opfersinn appeliert!

11 Uhr abends.

Was im Kabarett man an Abwechslung zeigt Als „Grande-Attraktion" ist wahrlich unerreicht, Sogar gastieren — die Reklame steht wohl ganz einzig da „Unsere Hanauer" als „Fünf Frankfurter" in Afrika!!

12 Uhr Mitternacht.

Liebliche Schönen jetzt stramm und vornehm agitieren Zum Kaufe egyp 1 ischer Waren zu amnaere. Und wahrlich ihr Handwerk versteh'» ste famos Denn schwupp. schwupp---- ‘VXusll -