ErS-S Blatt.
Dezngsprels?
MerkeyShrNch 1.80 DL, monatlich 60 Pfg., für aus- wärtige Abonnenten mit dem betreff. Postaufschlag. Die eirrzelne Nummer kostet 10 Pfg.
NoLlltionsbriuk und Verlag der Buchdruckerei des verein. ev. Waisenhauses in Hanau.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für §tüt- uO Landkreis Sana«.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
EinrÄckunKSgeLAHer
Sie Sgespalkene Petitzeile oder deren MM A W im Reklamenteil die Zeile 45 Pfg.
Verantroortl. Revakteur: L SchreSer kn $onöw
Nr. 47
Zyeensprechanschlutz Nr. 230.
Samstag den 24. Februar
Fernsprschanfchlittz Rr» 230
1912
Ak ünflit Summn «Mi Mn d.WerhâBltk 18 Seiten.
Amtliches.
Stadtkreis Ranau.
Wegen Vornahme von GleisarLeiten wird der Eisenbahnübergang der Frankfurterlairdstraße am Mittwoch den 28. d. M., von vormittags 7 Uhr bis nachmittags 6 Uhr, für den öffentlichen Fuhrverkehr gesperrt.
Hanau den 23. Februar 1912. P. 2190
Königliche Polizeidirektion.
_ ________J. D.: Karbe.
Candkreis Banau.
An die Ortspolizeibehörden des Kreises.
Nachdem die Ortspolizeibehörden mit Quittungskarten neuen Musters versehen sind, ersuche ich, die noch vorhandenen Karten alten Mustos gelegentlich, möglichst jebod) bis zum Anfang April d. I., an die Landesverstcherungs- Anstalt Hessen-Nassau in Gaffel mit den zum Umtausch gelangten Quittungskarten einzusenden.
Hanau den 19. Februar 1912. J. 149
Der Königliche Landrat.
I. A.: Karbe.
Bekanntmachung.
Arbeitsuchende: 1 Mädchen, das 1 Jahr die kaufm. Fortbildungsschule besucht hat, sucht Stelle im Kontor, 1 Former, 1 Gärtner, 1 Silberschmied, 1 Waschfrau, 12 Taglöhner und Hausburschen.
Offene Stellen: Gesucht werden: 1 jüng. Bauschloffer, 6 Dienstmädchen, 1 Metallgießer und Former, 1 Monats- frau, 1 jüng. Sattler, 1 Schmied für eine Maschinen- fabttk, 3 Schneider, 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 2 Sil- berschleifer und 6 Arbeiter, die schon in einer Zementfabrik gearbeitet haben.
Offene Lehrstellen: Gesucht werden: 2 Bijouterielehrlinge, 1 Kettenmacherlehrling, 3 Kettenmacherinnen- und 3 PoNseufenlehrmädchen, 1 Etuismacherlehrling, 1 Metzgerlehrling und 3 Schreinerlehrlinge.
Lehrstellen gesucht für 2 Maschinenschlosserlehrlinge, 1 Juwelierlehrling und 1 kaufm. Lehrling.
Hanau den 24. Februar 1912. 5069
Stöbt Arbeitsvermittelungsstelle.
Aufgebot.
Der Schuhmacher Konrad Ohl, Andreas Sohn, in Kilianstädten hat das Aufgebot zum Zwecke der Ausschließung des Gläubigers der im Grundbuch von Kilianstädten Blatt 1089 in Abt. III als laufende Nr. 1 eingetragenen Hypothek:
„342,86 Mk. (Dreihundertzweiundvierzig Mark 86 Pfg.) mit 56/e verzinsliches Darlehn für Chirurgen Preis er zu Hanau laut Obligation vom 31. Januar 1783, eingetragen am 27. August 1878“
-emäß § 1170 B.-G.-B. beantragt.
Die Rechtsnachfolger des eingetragenen Gläubigers werden aufgefordert, ihre Rechte spätestens in dem auf den 25. April 1912, vormittags 9 Uhr, anberaumten Termin vor dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, widrigenfalls sie mit ihrem Rechte ausgeschloffen werden.
Wtndecken den 19. Februar 1912. 5021 __Königliches Amtsgericht.
Gefundene und verlorene GegenWilde re. Gesunden: 1 schwarze Damen-Ledertasche ohne Inhalt, 1 kleines Päckchen Drehspäne von Gold und Silber. Verloren: 1 Paket Spitzen.
Zugelaufen: 1 weißer Foxterrier mit schwarzen Ab- ^ich^^m. Eefchl., 1 wolfsfarbiger deutscher Schäferhund,
Hanau den 24. Februar 1912.
Politische RundTdrao.
Die serbische Presse gibt ihrer Befriedigung darüber Auedruck, daß der neue österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen Graf Berchtold die von Aehrenthal inauau-
rierte, auf Erhaltung des europäischen Friedens abzielende Politik fortsetzen werde, ist jedoch gleichzeitig von Besorgnis davor erfüllt, daß die Annäherung Rußlands und Oesterreich-Ungarns für die Interessen des serbischen Volkes neuerlich ungünstige Folgen nach sich ziehen könnte. Das Regie- rungsotgan „Samo Uprava" verzeichnet mit Genugtuung, daß Graf Berchtold gegen die Slawen nicht unfreundlich gesinnt sei.
Deutscher Jnduftrieschutzverband. In der unter dem Vorsitz des Herrn Landtagsabgeordneten Dr. Zophel-Leipzig abgehaltenen Vorstandssitzung wurde von Herrn Direktor Grützner-Deuben über eine Anzahl von Arbeitseinstellungen berichtet. Nach Erledigung einer Reihe von Beratungsgegenständen erklärte die für die Prüfung der Entschädi- gungsanttäge eingesetzte Kommission, daß sie die von 210 Arbeitseinstellungen des Vorjahres betroffenen Mitglieds- ftrmen für 899 353 ausgefallene Arbeitstage zu entschädigen Vorschlägen werde. Hierzu reichen die vorhandenen Mtttel aus, sodaß eine Erhöhung des Mitgliedsbettrages von 1 Mk. v. T. der Lohnsumme nicht vorgenommen zu werden braucht. Ueber die in den einzelnen Fällen zu bewilligenden Ent- fchädigungsbeträge wird die Kommission in den nächsten Sitzungen des Vorstandes unter eingehender Berichterstattung Vorschläge unterbreiten. Die Mitgliederzahl des Verbandes ist in fortgesetzt schnellem Wachstum begriffen und beträgt zurzeit 3140 Betriebe aller Branchen.
ParlamentaMtS.
mb. Die Steuerkommisfion des Abgeordueteu- hauses trat vorgestern in die Spezialberatung der einzelnen Paragraphen des Entwurfs ein. Der § 11 Ziffer 1 wurde ohne Widerspruch angenommen. Zu § 1 I Ziffer 2 lag ein nationalliberaler Antrag vor, durch den die Frist für den Eintritt der Steuerfreiheit bei solchen Preußen, die ohne inländischen Wohnsitz sich im Auslande aufhalten, von 6 Monaten auf 2 Jahre verlängert werden soll, falls der Auslandsaufenthalt nicht zum Zweck des Erwerbs oder des Berufs erfolgt. Begründet wurde dieser Antrag mit dem Hinweis auf die in wohlhabenden Klassen immer mehr um sich greifende Gewohnheit, langjährigen ausländischen Aufenthalts ohne inländischen Wohnsitz (Globetrotter). Von freisinniger Seite wurde dieser Antrag unterstützt mit dem Hinweis darauf, daß die an die kurze sechsmonatige ausländische Aufenthaltsfrist geknüpfte Sleuerentlastung bei Aufgabe inländischen Wohnsitzes geradezu zur Aufgabe dieses Wohnsitzes anreize. Der nationalliberale Antrag wurde schließlich angenommen mit einem konservativen Zusatz, wonach nunmehr von der Einkommensteuerpflicht ausgenommen sind diejenigen, „welche sich seit mehr als einem Jahre oder des Bewerbs oder Berufs halber seit mehr als 6 Monaten dauernd im Auslande aufhalten". Zu § 11 Ziffer 3, durch welchen die preußischen Staatsangehörigen, die ihren dienstlichen Wohnsitz im Auslande haben, steuerfrei werden sollen, beantragten die fortschrittlichen Mitglieder die Streichung und die Aufrechterhaltung des jetzigen gesetzlichen Zustandes. Sie wiesen darauf hin, daß es sich hier um die Neuschaffung eines Privilegs für die Reichsbeamten im Auslande, insbesondere die Gesandten und ihr Personal, handle. Es würde eine Rechtsungleichheit zwischen Reichsbeamten und preußischen Staatsbeamten herbeigeführt. Denn die preußischen Staatsbeamten blieben hinsichtlich ihres dienstlichen Einkommens nach § 2 Abs. III steuerpflichtig j auch sei es unbillig, reiche Botschafter oder Gesandte gänzlich steuerfrei zu stellen und zwar auch hinsichtlich ihres häufig recht großen Privätoermögens. Der fortschrittliche Antrag wurde abgelehnt und die Regierungsvorlage angenommen. Zu 8 1IV Ziffer 3 und 4, der die in Preußen ansässigen eingetragenen Genossenschaften, deren Geschäftsbetrieb über den Kreis ihrer Mitglieder hinausgehen, der Einkommensteuer unterwerfen will, lagen konservative Abänderungsanträge vor. Es wurde nach längerer Debatte beschlossen, diese beiden Ziffern zurückzustellen und gemeinsam mit dem § 15, der die Steuerpflichtigkeit der Rabatte bei den Konsumvereinen behandelt, zu erledigen. Am Dienstag, 27. Februar, wird die Einzelberatung fortgesetzt werden.
mb. Die Agrarkommisfion des Abgeordnetenhauses hat in ihrer vorgestrigen Sitzung beschloffen, einen Antrag deS Abg. Kesternich (Ztr.), der die Staatsregierung auffordert, Maßnahmen zu treffen, um die Schäden wieder gut zu machen, die die vorjährige Dürre dem Fischbestand der Gewässer in der Rheinprovinz zugefügt hat, der StaatSregierung als Material für eine evtl. Vorlage zu überweisen. Der Antrag des nationalliberalen Abg. Ecker-Winsen betreffend staatliche Förderung des Obst- und Gemüsebaues wurde für eine nächste Sitzung zurückgestellt.
Aus der Landwirtschaftlichen Woche.
8. & H, Berlin, 23. Febr. Die Deutsche Landwirtschasts- gesellschaft hielt heute im Kaisersaal des „Rheingold" in Anwesenheit des Landwirtschastsministers Frhrn. v. Schor- lemer-Liefer ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Zunächst wurde ein Antrag angenommen auf Abänderung des Grundgesetzes der Eeselffchaft dahin, daß eine Erweiterung der Zahl der Präsidialmitglieder als wünschenswert bezeichnet wird, um auch den Vorsitzenden einiger Abteilungen Gelegenheit zu geben, im Präsidium vertreten zu sein. Hierauf wurde folgendes Huldigungstelegramm an den Kaiser abgesandt: »Die Deutsche Landwirtfchaftsgesellschaft entbietet dem Allerhöchsten Schirmherrn der Gesellschaft ihren ehrfurchtsvollen Gruß mit dem Gelöbnis unwandelbarer Treue". Ein zweites Telegramm wurde an den Herzog Albrecht gesandt und sodann in die Tagesordnung eingetreten. An erster Stelle berichtete Regierungs- und Veterinärrat Nevermann (Berlin) über das „Neue Reichsviehseuchengesetz". Der Redner forderte in erster Linie einen größeren Grenzschutz gegen Rußland, da gerade aus Rußland die Seuchen eingeschleppt werden. — Professor Dr. Holldack, Dozent für landwirtschaftliche Maschinenlehre (Hohenheim) hielt einen Vortag über „Motorpflüge und landwirtschaftliche Maschinenlehre".
Hus Ban au Stadt und Fand.
Hanau, 24. Februar.
* Ernannt. Der Gerichts-Assessor Winkelstern in Cassel ist zum Amtsrichter in Hanau ernannt worden.
* Familienabend der Marienkirchengemeiude. Aus den Familienabend der Marienkirchengemeinde Sonntag abend */j8 Uhr sei nochmals hingewiesen.
* Kunstindnstrie-Berein. Am nächsten Mittwoch den 28. Februar hält Fritz v. O st i n i, der Chefredakteur der Münchener .Lugend", im Kunstindustrie-Verein „Heitere Vorlesungen aus eigenen Werken". Der Redner ist einer unserer geschätztesten modernen Schriftsteller, wir haben daher am nächsten Mittwoch einen hochinteressanten Abend zu erwarten. Mnzelkarten zu dem Vortrag zu 1.50 Mk. sind noch in den beiden hiesigen Hofbuchhandlungen zu haben.
* Schülerinnen-Abteilung der Kaufmännischen Fortbildungsschule. (Jahresbericht.) Das laufende Schuljahr verlief normal. Der Zugang hielt sich auf der Höhe der vorigen Jahre, sodaß eine Höchstbesuchsziffer von 107 Mädchen erreicht wurde Die vor einigen Jahren errichtete Oberklasse hat sich nicht bewährt, da die Schülerinnen die Anstalt ausnahmslos sofort verlassen, wenn sie Stellung gefunden haben. So ging denn auch im laufenden Schuljahr die Oberklasse von 33 Schülerinnen auf 5 Schülerinnen zurück. Diese Tatsache veranlaßte den Schulvorstand, den Kursus auf ein Jahr zu beschränken, und dafür die Stundenzahl zu verdoppeln. Damit ist die Schülerinnenabteilung zu einer Handelsvorschule für Mädchen geworden. Da der Lehrplan dieser Anstalt für Kontoristinnen zugeschnitten ist, besteht die Absicht, der Schule 1913 noch einen Verkäuferinnenkursus anzugliedern. — Wir verweisen im übrigen auf die Anzeige im amtlichen Teile dieses Blattes.
* Der Spielplan des Stadttheaters zu Hanau lautet: Sonntag den 25. Februar, nachmittags */i4 Uhr: „Mamzelle Nitouche". Ermäßigte Preise. Abends ^/>8 Uhr: „Die keusche Susanne". Außer Abonnement. — Montag bee 26., abends 8^/, Uhr! Ausschuß für Volksvorlesungen: VolkS
liebe".
vortrag. — Dienstag, den 27., abends 8 Uhr: „Zigeuner- liebe". Kleine Preise. — Mittwoch den 28., abends 1/»8 Uhr: Gastspiel Edmund Heding: „Goldfische". Abonnements. — Donnerstag den 29., abends l/«8 Uhr: Gastspiel des Wiener Kinder-Operettenensembles: „Der Mikado". — Frtt- tag den 1. März, abends ^»8 Uhr: „Die keusche Susannes Abonnement B. — Samstag den 2., abends 8 Uhr: „Zwei glückliche Tage". Kleine Preise. — Sonntag den 8., na#* mittags ^»4 Uhr: „Der fidele Bauer". Kleine Preise. Abends 1/28 Uhr: „Die keusche Susanne". Abonnement A.
• Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad Konzert der Kapelle des Eisenbahn-Regiments Nr. 3 mit gut gewähltem Programm statt. Die Säle find gut durchheizt.
* Katholischer Arbeiterverein Hanau. Der nach dem JahreS-Programm für morgen Sonntag abend festgesiv ' Familienabend fällt wegen der Fastenpredigt aus. bie heute abend stattfindende Versammlung der chnf icy Gewerkschaften im Gasthaus« „zum Elefanten st> £ hingewiesen. Mögen sich alle Mitglieder deS kath. Arbeiter Vereins zu dieser wichtigen
• Das Hahneukammhaus ist nur Vosrumt»