Einzelbild herunterladen
 

Kmmner K Asneiger

Bezugspreis r

BiettelfährNch 1.80 Mk., monatlich 60 Pfg., für aus- Värttge Abonnenten mit dem betreff. Postaufschlag. Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Notationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

Aivllllhts Organ für S1aM= und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrücknngsgebilhrt

Die ^gespaltene Petitzeile oder deren NäM « PK, im Neklamenteil die Zeile 45 PfS,

Verantwort!. Redakteur: (5. Schrecker tu Hanois

Rr. 44

^ernsprechanschlntz Nr. 230.

Mittwoch den 21. Februar

Fernsprechanfchlutz Str. 230

1912

Amtliches.

Auf Grund von Ziffer n 5 Abs. 2 der Bekanntmachung über die Einrichtung der Quittungskarten für die Inva­liden- und Hinterbliebenenversicherung, sowie das Entwer­ten und Vernichten der Beitragsmarken und der Zusatz­marken vom 10. November 1911 (R.-E.-Bl. S. 937) be­stimme ich, daß die Beitragsmarken bei nachträglicher Ein­ziehung und Entwertung durch die Kontrollbeamten der Landesversicherungsanstalten auch unter dem Tage der Kon­trolle entwertet werden dürfen.

Berlin W. 9, Leipzigerstraße 2, den 9. Januar 1912.

Der Minister für Handel und Gewerbe.

I. V.: Schreiber.

Materialien für die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zim­mer 22, zur Einsicht aus und können von dort zum Preise von 1.00 Mark bezogen werden.

Verschloffene, mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Samstag den 16. März, vormittags 12 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Hanau den 14. Februar 1912. 4687

Der Magistrat.

Dr. Eebeschus.

Bekanntmachung.

Die Iagdverordnung vom 1. Februar 1909, wonach die Schußzeit für wilde Enten für das Jahr 1909 und die folgen­den Jahre bis 15. März einschließlich ausgedehnt wurde, wird hierdurch aufgehoben. Es verbleibt also bezüglich der wilden Enten bei der gesetzlichen Schonzeit (1. März bis <0. Juni).

Cassel den 6. Februar 1912.

Der Bezirksausschuß zu Cassel.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachung.

nachbezeichneten stadt. Grundstücke sollen vn- werden:

pachtet

Gemarkung Großauheim:

Nr.

1 Wiese, Ju den Hergersgärten, S 132 34 qm,

99

2 Wiese, Im Grund, E 509 1 ar 10 qm,

9»

3 Garten, Im Tümpel, X 382 8 qm,

99

4 Wiese, Die Schifferlache, DD 943 1 ar 11 qm,

W

5 Wiese, Die Hergerswiese, DD 600 1 ar 77 qm,

w

6 daselbst DD 601 3 ar 76 qm,

H

7 daselbst DD 462 30 qm,

w

8 daselbst DD 463 1 ar 24 qm,

N

9 daselbst DD 465 45 qm,

»

10 daselbst DD 466 1 ar 37 qm,

M

11 daselbst DD 467 1 ar 72 qm,

W

12 daselbst Dl) 468 2 ar 69 qm,

H

13 Garten, Hinterster Hopfengarten, W 741 16 qm.

M

14 Garten, Mittelster Hopfengarten, W 1112 14 qm,

99

15 Wiese, In denneuenWaldwiesen, W 17 1 ar 19 qm,

>1

16 Acker, Im krummen Gewann, CC 5 3 ar 98 qm,

99

17 Wiese, In der Schifferlache, DD 947 95 qm,

n

18 Acker, Im Auerneck neben dem Main, B 280 4 ar 45 qm,

19 Acker, Im Kautengewann, E 47 3 ar 98 qm.

W

M

20 Garten, In der neuen Waldwiese W 69 94 ar,

99

21 Wiese, Die Schmalwiese, CC 241a 22 qm,

99

22 Wiese, Die Hergerswiese, DD 452 1 ar 42 qm,

99

23 daselbst DD 457 94 qm,

99

24 daselbst DD 541 1 « 18 qm,

99

25 daselbst DD 542 31 qm,

99

26 Acker das krumme Gewann CC 6 7 ar 40 qm,

99

27 Acker, Im Auerneck neben dem Main, B 233

w

Nr.

Nr.

28

29

30

31

32

33

34

36

38

4 ar 77 qm, Wiese, Im Grund auf dem Main, Wiese, Im Grund auf der

4 ar 77 qm, Wiese, daselbst C 395 4 ar 30

C432 4 ar 30

Schanze, C

qm, 371

qm,

Wiese, Im Grund aufs Nähfahrt, C 274c 1 ar 8

Wiese, Im Grund, E 376 1 ar 2 qm,

Wiese, daselbst, E 427 91 qm,

Wiese, Die Schifferlache, DD 946a 83 qm, Acker, Auf dem Mittelweg, AA 181a 8 ar 99 Acker, Im Auerneck, B 112 6 ar 92 qm.

Gemarkung Dörnigheim:

Die Hufen Acker CC 421/17 24 ar 5 qm.

Gemarkung Hanau:

qm,

qm,

Grasnutzung auf der Böschung nach der Kinzig am Viehmarktplatz.

Berpachtungstermin wird auf Montag den 26. Februar d. Js., nachmittags 3 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Kaffe, Neust. Rathaus, 1. Obergeschoß, Zimmer Nr. 4, anberaumt.

Pachtliebhaher werden eingeladen. Hanau den 19. Februar 1912.

Stadthauptkasse.

4707

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 30 000 Qmtr. Kleinpflastersteinen aus Hartbasalt soll unter Zugrundelegung der Bedingungen kür die Ausführuna von Arbeiten und die Lieferung von

Bekanntmachung.

Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß bei uns noch Lehrstellen für nachverzeichnete Berufe zur Anmeldung ge­langt sind und zwar werden gesucht:

1 Dachdeckerlehrling, 2 Formerlehrlinge (Eisen­gießerei und Maschinenfabrik), 2 Eärtnerlehrlinge, 2 Elaserlehrlinge, 1 Kettenmacherlehrling, 2 Metall­dreherlehrlinge, 1 Metzgerlehrling (nach auswärts), 1 Portefeuillelehrling, 1 Sattlerlehrling, 8 Schlosser- lehrlinge, 3 Schneiderlehrlinge, 1 Schuhmacherlehr­ling, 8 Silberschmiede- und Formerlehrlinge, 4 Silberschmiede- und Ziseleurlehrlinge, 1 Schmiedelehrling, 3 Spenglerlehrlinge, 1 Stahl- graveur- und Ziseleurlehrling, 1 Wagnerlehrling, 4 Weißbinderlehrlinge, 2 Lehrlinge (Steinholz-In­dustrie), 1 Lehrmädchen für Laden und Buchhaltung, 1 Poliseuselehrmädchen.

Eltern oder Vormünder, welche ihre Söhne, Töchter oder Pflegebefohlenen einem der vorbemerkten Berufe zu­führen wollen, werden ersucht, dies bei der städtischen Ar­beitsvermittelungsstelle Langstraße 41 anzumelden. Die Vermittelung erfolgt kostenfrei.

Sodann machen wir darauf aufmerksam, daß wir noch Lehrstellen suchen für:

1 Ziseleur, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 1 Sil- berschmied, 2 Lehrmädchen für Kontor.

Die Herren Arbeitgeber werden gebeten, ihren Bedarf an Lehrlingen unserer Vermittelungsstelle bekanntzugeben.

Hanau den 13. Februar 1912. 4685

Hild.

Der Magistrat.

Die Ausführung der Erd-, Maurer-, Asphalt-, Steinmetz- und Schmiedearbeiten (Los 1) sowie der Zimmerarbeiten (Los 2) zum Neubau eines Arbeiterhauses auf der Kreis- sammelwasenmeisterei bei Bruchköbel soll vergeben werden.

Angebotsformulare können von dem Unterzeichneten gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung von 1.50 Mark für Los 1 und 0.80 Mark für Los 2 bezogen werden.

Verdingungstermin am Donnerstag den 29. Februar 1912, vormittags 9 Uhr, im Vaubureau, Hainstraße 8.

Stübiug, Kreisbaumeister.

Hafer und Stroh (Roggen)

kauft Proviantamt Hanau. 3375

Gefundene und verlorene Gegcnstcinde re.

Gefunden: 1 graubrauner Lodenhut (im Schweiß­leder die Buchstaben H. I.), 1 Zierschürze.

Liegengeblieben bei K. I. Cahn, Hammerstraße: 60 Pfg. bar. Empfangnahme auf dem Fundbureau.

Verloren: 1 silbernes Kettenarmband, 1 Schlüssel­bund, 1 Verbandsbuch der Tapezierer für Karl Seikel, 1 Brille mit einem Elas, 1 schwarze Damen-Sammettasche mit Taschentuch und einem Abmeldeschein der Hanauer Orts­krankenkaffe von Elisabeth Hopf.

Hanau den 21. Februar 1912.

PolitiTcbe RundTAao.

Der Reichstag führte gestern die erste Lesung des Etats zu Ende. Die Debatte wurde in der Hauptsache durch die Vorgänge bei der Präsidentenwahl ausgefüllt, über die sehr bemerkenswerte Feststellungetz gemacht wurden. (Den Be­richt siehe in der Beilage.)

Zum Wechsel im österreichischen Reichsfinanz­ministerium. Der Wechsel im Reichyfinanzministerium ist bereits vollzogen. An Stelle des Freiherrn v. Burian, welcher ausscheiden mußte, weil er ungarischer Staatsange­höriger ist, wurde der ehemalige Finanzminister und lang­jährige Gouverneur der österreichisch ungarischen Bank, der derzeitige Obmann des Dolenklubs. Ritter o. Biliuski. zum

gemeinsamen Finanzminister ernannt. Auch sonst hat b« Ernennung des Grafen Berchtold zum Minister des Aeußer« bereits Veränderungen zur Folge gehabt. Der SektionScheß im Auswärtigen Amt, Graf Paul Esterhazy, ist unter Er­nennung zum außerordentlichen Botschafter in Disponibilität versetzt worden. Man motiviert die» mit Gesundheitsrück­sichten und damit, daß Graf Esterhazy sich der Bewirtschaf­tung seiner Güter widmen wolle. Der wahre Grund des Rücktritts ist jedoch die Wiederherstellung der Parität zwischen Oesterreich und Ungarn, da mit dem Grafen Esterhazy zwei von den drei Sektionschefs des Auswärtigen Amtes Ungarn wären. Graf Esterhazy war einer der Hauptmitarbeiter deS Grafen Aehrenthal, der insbesondere in der ungarischen Dele- gation die Exposee» Aehrenthals ungarisch vortrug, da dieser nicht gut ungarisch verstand. Bekannt ist auch die Ent­schiedenheit, mit der Graf Esterhazy 1906 in der unga­rischen Delegation die Sekundantenrolle Oesterreich« auf bet Konferenz von Algeciras gegen bit Angriffe der Oppofiti«» verteidigte.

Graf Berchtolds Ministerdebüt. Der italienische Minister deS Aeußern, Marchese di San Giuliano, hat, wies aus Rom gemeldet wird, von dem neu ernannten öster­reichisch-ungarischen Minister des Aeußern, Grafen Berchtoll^ ein Telegramm etwa folgenden Inhalts erhalten:Ich Mit den Ausdruck der lebhaftesten Dankbarkeit der Regierung für die warmen Worten anläßlich des Hinscheiden» bei Graf« Aehrenthal entgegenzunehmen. Dem Grafen Aehrenthal hat es besonders am Herzen gelegen, die innigen Beziehung« zwischen unseren beiden verbündeten und befreundeten Re­gierungen immer enger zu gestalten. Von demselben GefW beseelt, habe ich mir vorgenommen, dem Wege zu folgen den er vorgezeichnet hat. * Der italienische Minister Giulia»- antwortete darauf:Die Gefühle, die Ew. Exzellenz rott zum Ausdruck brachten, werden in Italien ein sympathische- Echo finden. Ich bin tief davon überzeugt, daß meine Be­ziehungen zu Ew. Exzellenz gegründet werden auf derftlb« Uebereinstimmung der Ansichten, die dazu beitragen werde» die Innigkeit der Beziehungen zwischen unseren beiden be­freundeten und verbündeten Ländern immer mehr zu «r-

stärken/ Wenngleich Graf Berchtolds Telegramm von vorn­herein nur feinem /Danke für die Beileidskundgebung bei italienischen Regierung zum Tode seines Amtsvorgängers AuSdruck geben sollte, so ist es doch zu einem sehr warme» Bekenntnis zu dem Bündnis mit dem südlichen Nachbar ge* worden. Da es zugleich die erste Amtshandlung bei neu« Ministers darstellt, so verstärkt es den Eindruck, baß Berchtold entschlossen scheint, die Politik des Grafen Aehren­thal im Einverständnis mit den Wünschen des Monarch« fortzusetzen und den Beziehungen der Doppelmonarchie ja Italien nach wie vor sorgsame Pflege zuteil werden zu lassen.

Ein Nachspiel zum Jenaer sozialdemokratische« Partei­tag. Wie erinnerlich, hat im September vorigen Jahren eine Gruppe der Jenaer Studentenschaft zu dem in Jenas Mauern tagenden sozialdemokratischen Parteitag durch Ver­anstaltung eines öffentlichen Umzuges Stellung genommen, der namentlich auf der Seite der Genossen nicht ungeteilte» Beifall fand. Am meisten verdachte man es den Studenten, daß sie das Ergebnis des Parteitages durch einen mit Mist beladenen Wagen symbolisch darstellten. Die Folge wäre» Reibereien zwischen Studenten und Arbeitern und et« heftige Pretzfehde, in der auch der Student Vubendey das Wort ergriff. Auf der Gegenseite fiel das WortMistfink^ durch das sich Vubendey beleidigt fühlte, weshalb er gegen den für den betreffenden Arttkel in der sozialdemokratische« Weimarischen Volkszeitung" verantwortlichen NÄnrkteur Drechsler in Gera die Beleidigungsklage anhängig machte. Die Sache kam am Montag in Jena vor dem Schöffengericht zum Austrag. Die Verhandlung endete mit der Verurtei­lung des Beklagten zu 40 Mark Geldstrafe. Auch wurde best Kläger Publikationsbefugnis zugesprochen.

Die Unstimmigkeiten zwischen bett Vereinigte« Staaten und Kolumbien. DerKölnischen Zeitung* wird aus Washington gemeldet: Der Zwischenfall mit Kolumbiev nahm in den letzten Stunden eine überraschende Wendung. Nachmittags erschien nämlich der Erzbischof von Ireland bei Taft und bat, die Sache möge dem Schiedsgericht unterbreitet werden. Kolumbien ist der einzige Staat, der die katholisch« Kirche als staatliche Einrichtung ansteht. Die amerikanische.« Katholiken können bei der nächsten Wahl dem Präfidenterr Taft helfen, aber auch schwer schaden, besonders weil sie ohnehin demokratische Neigungen haben. Staatssekretär Knorr dehnt nun seine Reise nicht nach Kolumbien aus; er hat geg^ den Gesandten Ospina nichts unternommen. Ob ein Schieds­gericht angerufen wird, ist noch unentschieden- ,

Der Aufruhr iu Mexiko. Nach einem in Kap eingetroffenen amtlichen Bericht hat am l^- .miicben der Grenze von San Domingo, ein schwerer Kan pfZ ^ Revolutionären und Regierungstruppen so 6 __

Regierungstruppen verloren 40 Tote un Z h «bekannt, mundete. Der Ausgang des Kampfes ,st noch unb^MMt. Die Landverbindungen über die Grenze und w^Ä