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. BferfeTt^Tt^ 180 ML, monatlich 60 Pfg, für aus. «artige Abonnenten mit dem betreff. Poftanffchlag. Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

votaNonsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

Geutral-Auzeiger

AutWts Grgau für Stadt- und FaadLreig Sanaa.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

WnrSckungsgebil-rt

Die Sg-fpaften« Petitzeile oder deren NE Ä P^ im Reklamenteil die Zeile 45 Pfg.

DerantworÜ. Rebakteur: E. SchreServ» Hana»,

Nr. 33

ft-ernfprechanschliitz Nr. 230

Donnerstag den 8. Februar

Fevnsprechanschlutz Nr. 230

1912

MV

Amtliches.

Eandkreis Ranau.

Bekanntmachung.

Das Kurmärkische Dragoner-Regiment Nr. 14 in Colmar 1 Els. teilt mit, daß bis Ende August 1912 Dreijährig-Frei­willige für Oktober 1912 angenommen werden. Junge Leute, welche bereit und im Besitze eines Meldescheines zum dreijährig-freiwilligen Dienst find, wollen denselben an das Regiment unter Angabe der genauen Adresse einsenden. Handwerker, insbesondere Schmiede, Schneider, Sattler, Schuhmacher, Buchbinder, Musiker, Schreiber pp. haben den Vorzug.

Hanau den 6. Februar 1912.

Der Königliche Landrat.

Frhr. Laur.

Bekanntmachung.

Das Schiedsgericht für Arbeiterversicherung in Cassel hat in seiner Sitzung am 26. Januar dieses Jahres auf Grund des § 8 des Gesetzes, betreffend die Abänderung der Unfallversicherungsgesetze vom 30. Juni 1900, die Herren

Sanitätsrat Dr. Knier im^

Dr. Adolf Alsberg und in Cassel vr. I o r n s 1 und die Herren

Sanitätsrat Dr. Gesang )

vr. Raabe in Fulda

vr. S ch i d l o w s k y ' tls bei den Verhandlungen vor dem Schiedsgerichte im Jahre 1912 zuzuziehende ärztliche Sachverständige gewählt. 3597

Cassel den 1. Februar 1912.

Der Vorsitzende des Schiedsgerichts für Arbeiterversicherung.

A n d r i tz k y, Regierungsrat.

Stadtkreis Ranau. Bekanntmachung.

Bewerber um die Bierschenk'sche Stiftung zur Unter­stützung solcher bedürftigen, jungen Leute aus der Stadt Hanau, welche nach erlangter Reife zur Universität sich dem Studium widmen, mit Ausnahme der Theologie Studierenden, wollen sich unter eingehender Darlegung ihrer Verhältnisse schriftlich bei uns melden.

Hanau den 30. Januar 1912. 3393

Der Magistrat.

Dr. G e b e s ch u s.

Städtische Sparkaffe.

Das am 3. November 1900 für Margarete Faatz Witwe geb. Ruppert hier ausgefertigte Einlagebuch Nr. 9400 ist angeblich abhanden gekommen. Der etwaige Besitzer des Buches wird gemäß § 26 der Satzungen aufgefordert, sich zu melden und feine Ansprüche auf das Guthaben beim Cparkaffen-Vorstande geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf von 3 Monaten ein neues Einlagebuch ausgefertigt wird.

Hanau den 7. Februar 1912. 3603

Der Borstand.

Zwangsversteigerung.

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft die in Ansehung der in Rüdigheim belegenen, im Erundbuche von Rüdigheim Artikel 2 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Ackermanns Timon Ruth III., Simons Sohn in Rüdigheim, einge­tragenen Grundstücke, Abteilung I Nr. 4 bis 14, 15a, 17, 18, 19, 20 u. 21:

KEI. 4 Parz. Nr. 18 Wiese auf den Scheuertorsgärten 3,55 ar, Reinertrag = 0,83 Tlr.

^ttbl. 1 Parz, Nr. 31 Acker auf dem Ccheuertorsgewann 50,12 ar, Reinertrag = 5,45 Tlr.

Kribl. 2 Parz. Nr. 47 Wiese am Windeckerweg 12,89 ar, Reinertrag = 1,52 Tlr.

Krtbl. 2 Parz. Nr. 48 Acker daselbst = 95,43 ar, Reinertrag = 20,18 Tlr.

Krtbl. 7 Parz. Nr. 3 Acker auf dem Drügesfloß = 53,87 ar, Reinertrag = 5,06 Tlr.

Krtbl. 11 Parz. Nr. 19 Acker auf der Kirchhohl 3,28 ar, Reinertrag = 0,10 Tlr.

Krtbl. 11 Parz. Nr. 163 Acker auf der Gelnhäuser Hohl = 20,76 ar, Reinertrag = 2,12 Tlr.

Krtbl. 12 Parz. Nr. 46, Garten beim Schwärzel 1,03 ar, Reinertrag = 0,12 Tlr.

Krtbl. 12 Parz. Nr. 129 Acker am Müllersborn = 7,53 ar, Reinertrag = 0,53 Tlr.

Krtbl. 13 Parz. Nr. 84 Acker auf dem heiligen Stock 90,70 ar, Reinertrag = 15,99 Tlr.

Krtbl. 15 Parz. Nr. 37 Wiese auf der Hirtenwiese 16,56 ar, Reinertrag = 3,89 Tlr.

Krtbl. 16 Parz. Nr. 810/98 Garten hinterm Scheryhof 1,89 ar, Reinertrag 0,22 Tlr.

Krtbl. 16 Parz. Nr. 647/301 Hauptstraße Nr. 53 nach dem Hofe,

a) Wohnhaus mit Küchenanbau 6,89 ar

Krtbl. 16 Parz. Nr. 646/300 Hofraum und Hausgarten 1,95 ar

Krtbl. 16 Parz. Nr. 647/301 b) Scheuer mit Stall (A) c) Schweinestall (B)

d) Pferdestall am Hause

Nutzungswert 135 Mark

Krtbl. 13 Parz. Nr. 82 Acker auf dem heiligen Stock 21,05 ar, Reinertrag 3,10 Tlr.

Krtbl. 16 Parz. Nr. 188 Garten im Dorfe 0,25 ar, Reinertrag = 0,04 Tlr.

Krtbl. 16 Parz. Nr. 365 Garten am Scheryhof 0,40 ar, Reinertrag = 0,05 Tlr.

besteht, sollen diese Grundstücke

am 6. April 1912, nachmittags 2 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in Rüdigheim in der Gastwirtschaft Uhrig versteigert werden.

Hanau den 1. Februar 1912. 3557

Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

Politische RundTd^ao.

Die Thronrede. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung* schreibt: Die Thronrede enthält keine ins einzelne gehende Aufzählung der Aufgaben des neuen Reichstages; sie läßt aber die Grundlinien klar erkennen, die die Reichsregierung in den Fragen der inneren und äußeren Politik zu verfolgen gedenkt. Mit zuversichtlicher Sprache wendet sich die Thron­rede an die vaterländischen Gesinnungen des Reichstages und der gesamten Bevölkerung. Möge daS feste Vertrauen in die Zukunft unseres Volkes, von dem die kaiserliche Kund­gebung getragen ist, durch die Arbeit des Reichstages gestärkt werden. Zu den wenigen Aufgaben der nächsten Session, die in der Thronrede ausdrücklich genannt sind, gehören die neuen Wehrforderungen. Auf Einzelheiten ist auch hier nicht eingegangen. Der Grund ist darin zu sehen, daß die Neu­forderungen militärischer und finanzieller Natur den Bundes- rat noch nicht beschäftigt haben.

Das Ende der wirtschaftlichen Vereinigung. Die Wirtschaftliche Vereinigung im Reichstag hat Mittwoch nach­mittag beschlossen, von einer Neukonstituierung abzusehen. Der größere Teil der 13 Abgeordneten, die bisher in dieser Fraktion verein« waren, wird sich der konservativen Reichs­tagsfraktion anschließen. Ein kleiner Teil wird zu der Gruppe Bruhn und Werner übertreten. Der Rest wird wild bleiben.

Lotterievertrag zwischen Preußen, Bayern und Baden. Dem preußischen Abgeordnetenhaus ging ein Lotterieve^trag zwischen Preußen einerseits und Bayern und Baden andererseits zu.

Regentschaftswechsel in Bayern ? DerFrkft. Ztg? wird aus München gemeldet: Der politische Konflikt in Bayern, der im November zur Landtagsauflösung führte und am Tage der Neuwahlen den Rücktritt des Gesamtministeriums zur Folge hatte, wird in allernächster Zeit noch andere Konsequenzen nach sich ziehen. Der Prinzregent hat vor­gestern die Demission des Kabinetts dahin beantwortet, daß er sich seine Entschließung zunächst vorbehalte. Inzwischen hat er sich in mehreren längeren Unterredungen mit seinem Sohne, dem Prinzen Ludwig, beraten. Prinzregent Luitpold möchte mit Rücksicht auf sein hohes Alter die Regentschaft, die er 25 Jahre lang verwaltet, in die Hände seines Erben legen. Dieser Wunsch des greisen Fürsten kann schon in Bälde zur Tat werden. Mit dem Ueber gang der Regent­schaft an den Prinzen Ludwig würde ein neuer Kurs in die bayerische Politik einziehen. Da die Auswahl der Persön­lichkeiten, die das neue Ministerium bilden sollen, schon unter diesem Gesichtspunkt erfolgt, ist es neuerdings sehr fraglich geworden, ob Graf Podewils wieder an die Spitze der kommenden Regierung tritt. Die Ungewißheit über die Zusammensetzung des Kabinetts findet wahrscheinlich schon heute ein Ende. Jedenfalls steht die Berufung deS neuen Ministeriums unmittelbar bevor.

Die Zuckerkonferenz.

Brüssel, 7. Febr. In der heutigen Sitzung der stän­digen Kommission der internationalen Zuckerkonferenz konnten, mit das offiiieUe Communiauè besagt, noch nicht alle Dele­

gierten Stellung z« den Vorschlägen betreffend das außer» ordentliche Kontingent, das Rußland für die jetzige Kampagm zu bewilligen sei, nehmen. Die Kommission prüfte daher auf Grund der Ausführungen der belgischen Delegierten, wie die Vorschläge auf die Produzenten und Konsumenten wirken werden. Nach einer Privatmeldung der Agence Havas-Reuter wird die morgige Sitzung lediglich redaktio* nellen Fragen gewidmet sein.

Die Lage in Persien.

Petersburg, 7. Febr. Der russische Konsul in Astera- bad meldet -ernste Unruhen, Morde und Raubanfäll« in der Proyin; Mansanderan. Es herrscht dort völlige Anarchie, da sich in diesem Gebiet der Kampf zwischen den Anhänger« des früheren Schahs und den Verteidigern der Regierung abspielt. Die örtlichen Behörden find machtlos. Di« Truppen des Schahs find in großer Unordnung und es fällt schwer, die Turkmenen und andere Anhänger des Schahs davon abzuhallen, Barferusch zu plündern. Der örtlich« Handel ist deshalb ganz eingestellt worden und die Kaufleute bezogen aus Furcht vor dem Tode in großer Zahl ein Asyl in der russischen Konsularagenlur in Daferusch. In Anbe- tracht der augenblicklichen Gefahr für Leben und Eigentum der russischen Untertanen hat der Konsul um Verstärkungen der Truppen gebeten, da die in Asterabad befindlichen zwei Sotnien Kosaken mit zwei Maschinengewehren unzulänglich sind. Desgleichen haben die Vertreter von Moskauer Firmen, die in Masanderan Handel treiben, den Minister deS Reußer« telegraphisch um Schutz gebeten. Es sind zwei Kompanien Infanterie mit zwei Maschinengewehren und zwei GebirgS- geschützen nach Baferusch und eine Kompanie nad) Mescheldis« geschickt worden.

Teheran, 7. Febr. Die Pension des Exschah würd« gestern auf 200 000 Mark jährlich festgesetzt. Rußland und England wollen dafür sorgen, daß er nach Persien nicht m$t zurückkehrt.

Scuatsverhandlungen über den deutsch- franziislschen Vertrag.

Paris, 6. Febr. Gaudin de Villaine (Rechte) faßt sein

Urteil über den deutsch-französischen Vertrag dahin zu­sammen, daß er eine unentschuldbare Verzichtleistung auf den Kongo und ein diplomatisches Gaukelbild in Marokko bedeute. Rußland habe zweimal Frankreich seinen bewaff­neten Beistand angeboten, aber dieses habe ihn zurückge- wiesen. Auch England sei bereit gewesen, im Laufe des marokkanischen Streites einzugreifen, und auch dieses Aner­bieten habe man abgelehnt. Redner mißt es der Schuld Frankreichs bei, daß der Dreiverband keine klare und be­stimmtere Politik verfolge. Auch die französisch-italienische Freundschaft sei in die Brüche gegangen. (Pichon: Das ist nicht richttg, das kann man nicht behaupten.) Der Redner kritisiert abfällig die Geheimhaltung Delcasses in den Ver­trägen mit Spanien, und geht dann zu den Gründen über, die nach seiner Ansicht die Schwierigkeiten mit Deutschland in Marokko veranlaßten. Sie liegen auch für ihn in dem Scheitern der deutsch-französischen Besprechungen über die Ngoko-Sanga-Frage und die Kamerunbahn. Ein Fehler des Kabinetts Monis sei es gewesen, den Marsch nach Fes zu unternehmen, ohne sich sofort von Anfang an darüber mit der deutschen Regierung verständigt zu haben. So habe sich Frankreich zu den Opfern entschließen müssen, die glück­licherweise die Bewegung in der öffentlichen Meinung Frankreichs darüber einschränkten. Deutschland, sagt der Redner, will nicht den Krieg, England ist es, das ihn will. Die Entente Cordiale ist die wirkliche Gefahr für den euro­päischen Frieden. Um den Eintausch Marokkos für das ab­getretene Stück des Kongos Frankreich gewinnbringend er­scheinen zu lassen, meint er, habe die Regierung den Wert dieses Stückes wesentlich herabgesetzt. Frankreich verliere Hunderte von Millionen an den schon in Angriff genomme­nen Arbeiten am Kongo. In Marokko gäbe Frankreich da­gegen viel an Deutschland und erhalte selbst wenig. Hinter Spanien ständen andere Mächte, die nicht wollten, daß es nachgäbe. Der Redner schließt mit der Erklärung, daß er den Vertrag, der ihn die tragischen Stunden von 1870 wieder

habe durchleben lassen, nicht annehmen werde. De las Cases (klerikaler Republikaner) kritisiert zunächst das Kon­goabkommen, das Deutschland große Vorteile biete, und glaubt, daß Deutschland an dem ihm überlassenen Küsten­strich von Gabun einen Hafen anlegen werde, der Libreville zugrunde richte. Besonders bedauert er den gewährten Zu­gang zum Kongo, der Deutschland nicht nur die Möglichkeit biete, Frankreich unter Umständen die Verbindung mit dem oberen Ubangi und dem Schari abzuschneiden, sondern aucy das Vorkaufsrecht Frankreichs auf den belgischen Kongo . der schweren Hypothek belaste, zunächst mit Deuteln ' rüber zu reden, wenn Frankreich -- --"-"» machen walle. Dagegen findet der Redner die Stellung aap die iarteue