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Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein. ev. Waisenhauses in Hanau.
Gtncral-Anztlger
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Einrückungsgebvhrr
Die »gespaltene Petitzelle oder deren RaM 10 P^ im Reklamentell die Zelle 45 Pfg.
verantwort!. Nevakteur: G. Schreckerkn Hamu^
Nr. 30
Fernfprechanschlittz Nr. 230.
Montng den 5. Februar
F<rnspr«chanschl«tz Nr. 330. 1912
«mNich-s.
Landkreis F)anau. Bekanntnmchnna
Vetr. Untersuchung von eingeführtem Klauenvieh.
Zn Erweiterung meiner Kreisblattbekanntmachung vom 29. v. Mts. — V. 452 (Hanauer Anzeiger Nr. 25 vom 80. v. Mts.) — wird auch für die Gemeinde Kilianstädten die Unterfuchungszeit für in diese Gemeinde mittels Bahn oder auf dem Landwege einzuführende unterfuchungspflich- tige Biehtransporte von jetzt ab auf jeden Samstag in der Woche, nachmittags, bis auf weiteres von mir festgesetzt.
Die Anmeldungen für die vorzunehmenden Untersuchungen haben rechtzeitig, d. h. mindestens 24 Stunden vorher, beim Kreistierarzt zu erfolgen und zwar unter Angabe des Namens und des Wohnortes des Einführers, der Herkunft, der Gattung, der Zahl und der Ankunftszeit des einzuführenden Klauenviehs.
Ich mache gleichzeitig darauf aufmerksam, daß die etwa außer des vorstehend festgesetzten Untersuchungstermins beschafften Anmeldungen weder Anspruch auf rechtzeitige Erledigung noch auf Uebernahme der Untersuchungskosten auf die Staatskasse haben.
Den Herrn Bürgermeister in Kilianstädten ersuche ich, die vorstehende Bekanntmachung wiederholt in ortsüblicher Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen.
Hanau den 2. Februar 1912. V. 452 I
Der Königliche Landrat.
Frhr. Laur.
Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.
Das Hospitalgrundgück Abt. 7 von X 35/14 = 2 ha 38 ar 20 qm und die städt. Grundstücke:
Q 247—250/124, Ochsenwiese, 2 ha ^ ar 20 qm, 88 18, Acker auf der Ruhebank, 20 ar 76 qm, SS 242(89 a, Land an der Rückingerstraße, 5 ar 50 qm, WW 49, Acker am Klausenwege, 23 ar 15 qm, ZZ 1, an der Bürgermeisterallee, 21 qm, H 575/576, Acker im Weinsteingewann (Großauheim) 10 at 18 qm
sollen Mittwoch den 7, Februar d. Z., nachmittags 3 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Kaffe, Neustädter Rathaus, 1. Obergeschoß, Zimmer Nr. 4, verpachtet werden. Pachtliebhaber werden zu diesem Termin eingeladen. Hanau den 1. Februar 1912. 3183g
Stadthauptkasse.
Bekanntmachung.
Die städtischen Parzellen:
Gemarkung Hanau, Kartenblatt GG 52 und 54 (Brachland
Kunst und Ceben.
13. Wissenschaftliche Sitzung der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.
Frankfurt a. M„ 8. Februar 1912.
Vorsitzender: Prof. Dr. A. Knoblauch.
Prof. Dr. I. Versluy«, Gießen, spricht über:
„Die Geschichte der Meeresfaunen in den Tropen*.
In den tropischen Meeren rings um die Erde finden wir überall eine Tierwelt von gleichem Charakter. Im zentralen ültlanhfdm Ozean und im tropischen Indopazifischen Ozean leben größtenteils ähnliche, miteinander zweifellos verwandte Tiere. Die Faunen der beiden Gebiete müssen demnach gemeinsamer Herkunft sein. Diese Erscheinung ist interessant, weil diese Gebiete durch die Landmassen der alten und neuen Welt voneinander getrennt werden.
Da die Ozeane um die Kontinente herum miteinander in Verbindung stehen, wäre zuerst an eine fortwährende Wanderung von Tieren auf freiem Wege, besonders um Südafrika herum, zu denken. Doch zeigt eine Untersuchung der an den Südspitzen der Kontinente oder im hohen Norden lebenden Meeresfaunen, daß diese, mit wenigen Ausnabmrn, aus ganz anderen Tieren bestehen, als wir in den tropischen Meeren finden. Von einer Wanderung tropischer Meerestiere auf diesem Wege ist nichts zu erkennen. Auch durch eine solche Wanderung in früheren Perioden der Erdgeschichte ließe sich die Entstehung der einheiil'chen zirkumtropiichen Meeresfauna, besonders einige Eigentümlichkeiten derselben richt in genügender Weise erklären.
So sehen wir uns gezwungen, nach einer anderen Erklärung dieser Erscheinung zu such-n. Und wir finden sie in Meere8v"ibindungtn, die früher die tropischen Meere quer über die jetzige alte und neue Welt miteinander vereinigt haben. Geologen haben das Bestehen solcher Verbindungen im Mrloioikum und im Ansang des Tertiärs sicher
und Weiden am Papiermühlenwehr) — 36,03 Ar und Kartenblatt ZZ 340/31 (Wiese am rechten Ufer des Fallbachs) = 33,45 Ar,
Gemarkung Kesselstadt, Kartenblatt 3 Nr. 7 Abt. 20 A (Acker) = 20,68 Ar, sollen
Dienstag den 6. Februar d. Zs., nachmittags 3 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Kaffe, Neustädter Rathaus, 1. Obergeschoß, Zimmer Nr. 4, verpachtet werden. Pachtliebhaber werden zu diesem Termin eingeladen. Hanau den 31. Januar 1912. 3015 Stadthauptkaffe.
Bekanntmachung.
Arbeitsuchende: 1 Bureaudiener, IDienstmädchen zum 1. 3., 1 Fabrikarbeiterin, 1 Friseur, 3 Hausburschen, 1 Monatsfrau, 1 Schreiner, 1 Schuhmacher, 8 Taglöhner und einige Fabrikarbeiter, 2 Mädchen, welche 9 Jahre die Mittelschule besucht haben, suchen Stelle in einem Bureau, ferner werden Lehrstellen gesucht für 1 Verkäuferin und für 1 Sattlerlehrling (erwünscht Kost und Logis).
Offene Stellen. Gesucht werden: 4 Dienstmädchen, 1 Eisendreher, 1 Hafner, 1 jüng. Hausbursche (ungefähr 15 Jahre alt), 1 Poliseuse, 1 jüng. Schreiner nach auswärts, 2 Schmiede, 1 Porteftuiller- und 1 Sattlerlehrling; ein Znfanterieregiment sucht noch Handwerker außer Schlaffer zum sofortigen Diensteintritt.
Im Monat Januar erhielten Stellen zugewiesen:
1 Bäcker, 1 Vijouterielehrling, 2 Dienstmädchen, 1 Former, 1 Fahrbursche, 1 Goldarbeiter, 6 Hausburschen, 2 kaufm. Lehrlinge, 1 Kernmacher, 1 Köchin, 1 Packer, 1 Pferdeknecht, 1 Schlaffer, 1 Schmied, 3 Schreiner, 2 Schuhmacher, 1 landw. Taglöhner und 9 sonstige Taglöhner.
Hanau den 3. Februar 1912. 8217
Städt. Arbeitsoermittelungsstelle.
I' " ■■ i I ■ ■ ........................ "4 ihm«. I— Handelsregister.
Firma: Fr. Sauerwein in Hanau.
Die dem Kaufmann FriedrichWilhelmSauer- wein in Hanau erteilte Prokura ist erloschen. Der Kaufmann Friedrich Wilhelm Sauerwein in Hanau ist in das Handelsgeschäft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten.
Die offene Handelsgesellschaft, deren Sitz Hanau ist, hat am 1. Januar 1912 begonnen.
Eintrag des Kgl. Amtsgerichts 5 in Hanau vom 1. Februar 1912. 8273
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Emil Culmann, Inhabers der Firma „Wil-
erwiesen. Nur dadurch konnte sich früher eine ziemlich gleichmäßige zirkumtropilche Meeresfauna bilden. Diese war durch das alte, sehr breite Decken deS östlichen Pazifischen Ozeans und durch den zentralen Atlantischen Ozean in zwei Faunen getrennt: eine Tropisch-Amerikanische und eine Enropâisch- Paz'fische. Diese waren aber nicht erheblich verschieden, da über die Ozeane, besonders über den Atlantischen, ein regelmäßiger Austausch von Formen stattfinden konnte.
Etwa im Miozän, noch vor der Mitte des Tertiär-, wurde dann jede der beiden Reaionen des zirkumtropischen Gebietes endgültig geteilt. Die Amerikanische durch Zentralamerika, die Europäisch-Pazifische durch die Verbindung von Afrika mit Asien und Europa. Die jetzt getrennten Faunen entwickelten sich weiter, und so bildeten sich Unterschiede aus, die nicht mehr durch Wanderung ausgeglichen werden konnten. Die Zahl der tropischen Arien, die sowohl im Atlantischen als im Indopazifischen Ozean leben, ist schon ziemlich gering geworden. Aber viele Arten des östlichen Atlantischen Ozeans werden im Indopazifischen Meere noch jetzt durch sehr ähnliche Formen vertreten, und die weitaus meisten Ostallant schen Gattungen werden auch im Indopazifischen Otean gefunden. Am deutlichsten kommt der Einfluß der früheren Mecres- verbindungen zum Ausdruck bei denjenigen Tiergrnppen, die ein geringes Verbreitungsvermögen besitzen, wie die Seeigel j und die Korallen, und mo daher die früheren Verhältnisse ; nm langsamsten verwischt w rbm. Noch jetzt sind die Seeigel, die den östlichen Atlantik bewohnen, den Seeigeln des Malayischen Archipels ähnlicher als den westindischen, trotzdem nur noch mit letzterem Gebiete ein Austausch von Arlen stattfindet. Wenn aber die jetzt ze Form und Verbindung der Kontinentalinassen noch lange Zeit unverändert bleiben sollt , werden auch die Faunen des tropischen Atlantischen .und Indopazifischen Ozeanseinander immer weniger ähnlich werden; unb dann wird bie Verbreitung der Mecrestiere in den Tropen mehr mit der bestehenden Glirderung der Ozeane in Einklang stehen, als es jetzt der Fall ist.
Helm Koch Sohn- in Hanau, ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf den 15. März 1912, vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau, Nußallee 17. Zimmer Nr. 17, anberaumt.
Hanau den 26. Januar 1912. 3283
Königliches Amtsgericht 5.
Das Konkursverfahren über das Vermögen des Maurermeisters Johann Wilhelm Hack in Hanau wird aufgehoben, nachdem der in dem Vergleichstermin vom 18. August 1911 angenommene Zwangsvergleich bestätigt und Schlußrechnung von dem Verwalter gelegt ist. Hanau den 25. Januar 1912. 3269
Königliches Amtsgericht 5.
Nutz- und Brennholz-Verkauf.
Am Montag den 12. Februar 1912, von vormittags 91/* Uhr ab soll in der Gastwirtschaft „Zum Schützenhof" (Bach) in Niederrodenbach aus dem Schutzbezirk Oberrodenbach, Jagen 30b, 84a, 36b, 39c u. d, 43b, 45b und auf Nachfrage weitere Brennhölzer aus Jagen 67 und der Totalität des Schutzbezirks Niederrodenbach
1. Nutzholz:
Eichen: 1 Stamm A 1. Kl. = 3,23 fm, 11 Stämme B 2., 4. u. 5. Kl. = 12,32 fm,
Rotbuchen: 210 Stämme B 2./5. Kl. --- 122,47 fm, 42 Stangen 1./3. Kl.
Erlen: 7 rm Nutzscheit 2. Kl. in Rollen
Fichten u. Tannen: 169 St. Bauholz 1./4. Kl. = 55,17 fm, 490 Stangen 1./3. Kl., 0,32 Hdt. Stangen 4. Kl.
Kiefern: 7 St. Sägeblöcke 2 /3. Kl. == 7,68 fm, 6 6t. Bauholz 1„ 3. u. 4. Kl. = 5,77 fm.
2. Brennholz:
Eichen : 15 rm Scheit, 91 rm Knüppel, 2,2 rm Stock- holz 1. Kl. und 23,20 Hdt. Wellen Rei« 3. Kl.
Buchen: 308 rm Scheit, 248 rm Knüppel, 4 rm Stockholz 1. Kl., 82,60 Hdt. Wellen Reis 3. Kl.
Erlen: 2 rm Scheit, 9 rm Knüppel, 1,10 Hdt. Wellen Reis 3. Kl.
Fichten: 3 rm Knüppel.
Kiefern: 51 rm Scheit, 20 rm Knüppel, 6 rm Stockholz 1. Kl., 68,60 Hdt. Wellen Reis 3. Kl. öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werden.
Der im Termin anwesende Rendant nimmt Zahlungen entgegen.
Der betreffende Förster erteilt über das zum Verkauf kommende Holz auf Ansuchen mündlich nähere Auskunft. Das Brennholz kommt von ca. 10 Uhr ab zur Versteigerung. 3293
Königliche Oberförsterei Wolfgang.
Stadttlieater in Hauau.
„Mamzelle Nitouche".
Vaudeville-Operette von H. M ei lh ac und A. Milland.
Musik von Herv 6.
Der durchschlagende Erfolg, mit dem vor Jahren bie Vaudeville-Operette „Mamzelle Nitouche" hier ihren Einzug gehalten hat, ist ihr auch bei der nach erfolgter Neueinstudierung gestern abend stattgefundenen Wiederaufführung treu geblieben. Alles wirkte zusammen, um einen Erfolg sondergleichen herbeizuführen, Handlung, Musik und Darstellung haben das Entzücken des Publikums hervorgerufen. Die Handlung ist bekannt durch die früheren oftmals wiederholten Aufführungen, ebenso die Musik, auch die darstellenden Kräfte haben uns in Gesang und Spiel bei dem Erscheinen des heiteren Werkes im Spielplan unserer Bühne hübsche genußreiche Stunden bereitet, doch die köstlichste Würze des Ganzen, ein Gastspiel der Frau Margarete B e- ling-Schäfer vom Hoftheater in Mannheim in der Titelpartie, wurde uns erst gestern vermittelt. Wenn in Vornotizen behauptet worden ist, daß „Mamzelle Nitouche" zu den besten Leistungen der genannten Operettensoubrette gehört, so kann nach dem gestrigen Gastspiel diese Kennzeichnung vollständig unterstrichen werden. Mit geradezu unbeschreiblichem Liebreiz gestaltete Frau Beling-Schöfer ihre Partie. Ihr neckisches Spiel, ihre prächtigen stimmlichen Mittel, ihre reizende äußere Erscheinung, alles vereinigte sich hier, ihr einen Erfolg zu sichern, der kaum zu übertreffen ist. Immer und immer wieder mußte die beliebte m hi - lerin, die sich bekanntlich von ihrem ersten Äussre e Hanau an die Herzen aller Theaterbesucher im S u oüert hat, vor der Rampe erscheinen, um für den g Ip , stürmischen Beifall sich dankend zu verneigen. ^Yr P«r H-rr Haase war als „Thamplatreuk" -uch l-erzuglich d» Partie des »Celesten" gab Herrn Giorgi iM reichen