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Ammer K Anzeiger

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MerteljLhrNch 1.80 Mk., monatlich 60 Pfg., fHt aus­wärtige Abonnenten mit dem betreff. Postausichlag. Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein. e». Waisenhauses in Hanau.

General-Allzeiger

AAlkches Organ für Stobt und Landkreis Sanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme bet Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrückungsgevvhrr

Dir ^gespaltene PetitzeU« oder deren Raum N Pfg, im Reklamenteil die Zeile 45 Pfg.

Verantwort!. Redakteur: E, Schreckeri» Kanaan

Nr. 27

Aernfprechanschlittz Nr. 23V.

Donnerstag den 1. Februar

Fernfpr<chanschl«tz Nr. 230. 1912

Amtliches.

VandrspolizeUiche Anordnung, betreffend die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche im Stadtkreise Hanau.

Meine landespolizeiliche Anordnung vom 9. Januar 1812 A UL 127 betreffend die Bekämpfung der im Stadtkreise Hanau aufgetretenen Maul- und Klauenseuche Amtsblatt Nr. 2, S. 19 wird hierdurch mit Wirkung wm 3t Januar 1912, wie folgt abgeändert:

Aus dem Sperrgebiet im § 1 scheidet der Sperrbezirk im Stadtteil Kesselstadt aus und tritt zum Beobachtungs- vebiet.

Caßel den 26. Januar 1912. A m. 127a

Der Regierungspräsident.

Graf von Bernstorff.

Stadtkreis Ranau. Bekanntmachung.

Nachdem die Maul- und Klauenseuche unter dem Vieh­bestände des Landwirts Karl Stephan zu Hanau-Kesselstadt, Mittelgasie 18, erloschen ist, wird der mit Bekanntmachung vom 5. v. M. P. 120 gebildete Sperrbezirk aufgehoben. Er tritt zum Beobachtungsgebiet über.

Hanau den 1. Februar 1912.

Königliche Polizeidirektion.

J. A.: Karbe.

Nachdem die Straßenstrecke der Hainstraße zwischen Kin­zig- und Ramsaystraße mit einer Pflasterdecke versehen ist, »»erden bk Anlieger dieser Straßenstrecke aus die Vor­schriften der Polizeiverordnung vom 3. Juli 1790 in Ver­bindung mit der Straßenpolizeiverordnung vom 28. Mai 1909 aufmerksam gemacht.

Demnach müssen die Straßen, einschließlich der Rinnen und Bürgersteige, Mittwochs und Samstags nachmittags längst der ganzen Frontlänge eines Grundstücks bis zur Mittellinie des Straßendammes gründlich gereinigt wer­den. Verantwortlich sind die Eigentümer oder Mieter ganzer Häuser.

Die Verpflichtung zur Straßenreinigung beginnt mit dem 7. L Mt».

Hanau den 26. Januar 1912. P. 1013

Königliche Polizei-Direktion.

J. A.: Karbe.

Eandkreis Ranau. Bekanntmachn«« betreffend Untersuchung von eingeführtem Klauenvieh.

Die Einfuhr von untersuchungspflichtigem Klauenvieh in den Landkreis hat in einzelnen Gemeinden in letzter Zett einen ungewöhnlich großen Umfang angenommen.

Die Untersuchung des eingeführten Klauenviehs, insbe­sondere in Fallen von Einzelsendungen, stellt an die Lei­stungsfähigkeit des ohnehin schon mit Dienstgeschäften über­lasteten Kreislierarztes Anforderungen, denen er ohne Be- nnträchtigung feiner sonstigen Dienstobliegenheiten auf die Dauer unmöglich gewachsen ist: andererseits hat das seit­herige Verfahren der Ausführung der Untersuchungen eine unverhältnismäßig hohe Belastung der Staatskasse zur Folge. Zur Beseitigung dieses unhaltbaren Zustandes bin ich von dem Herrn Regierungspräsidenten in Caßel ermäch­tigt worden, hinsichtlich der für eine solche Vieheinfuhr besonders in Betracht kommenden Ortschaften des Kreises eine zeitliche Einschränkung der vorgeschriebenen Viehunter- suchungen eintreten zu lassen. Auf Grund dieser Ermäch­tigung wird unter Aufhebung der unterm 14. Juli 1911 J.-Nr. V. 4255 gebildeten Untersuchungsstelle Win­decken (vergl.Hanauer Anzeiger" Nr. 163 vom 15. s. M., zweites Blatt) vorläufig für die Gemeinden Gronau und Niederdorfelden die Untersuchungszeit für in diese Ge­meinden mittels Bahn oder auf dem Landwege einzufüh- renden untsrsnchungspslichtigen Viehtransporte von jetzt ab auf jede« Samstag in der Woche, nachmittags, bis auf weiteres von mir festgesetzt.

Die Anmeldungen für die vorzunehmenden Untersuchun­gen haben rechtzeitig, d. h. mindestens 24 Stunden vorher, beim Kreistirrarzt zu erfolgen und zwar unter Angabe des Ramsns und des Wohnortes des Einführers, der Herkunft, der Gattung, der Zahl und der Ankunftszeit des einzu- führenden Klauenviehs.

Ich mache gleichzeitig darauf aufmerksam, daß die etwa außer des vorstehend festgesetzten Untersuchungstermines beschafften Anmeldungen weder Anspruch auf rechtzeitige Erledigung noch auf Uebernahme der Untersuchungskosten auf die Staatskasse Laben.

Die Herren Bürgermeister in Gronau und Niederdor­felden ersuche ich, die vorstehende Bekanntmachung wieder­holt in ortsüblicher Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen.

Hanau den 29. Januar 1912. V. 452

Der Königl. Landrat.

Frhr. L a u r.

Stadtkreis Ranau.

Anleihen der Stadt Hana«.

Ziehung am 28. September 1911, Auszahlung am 31. März 1912.

I. Anleihe vom 1. April 1888 (Privileg vom 30. Juni 1880, II. Reihe zu 3*/2°/o, 22. Ziehung).

Lit A Nr. 36, 72, 78 zu 1000 Mark.

B 117, 154, 187, 190, 199, 313, 324, 330 zu 500 Mark.

C , 70, 165, 205, 207, 209, 246, 300, 345, 403, 449, 480, 534, 575, 582, 593, 598, 717, -744 zu 200 Mark.

Rückständig: Lit. C Nr. 546, 632, 714 zu 200 Mark.

IL Anleihe vom 1. Oktober 1889, II. Serie zu 3i/> o/o, 22. Ziehung.

Lit. A Nr. 116, 125, 168 zu 2000 Mark.

B 228, 265, 271, 277, 278, 285 zu 1000 Mk. , C 205, 274, 322, 357, 360, 375 zu 500 Mk. D 259, 327 zu 200 Mark.

I II Anleihe vom 1. Oktober 1889, I. Serie zu 3*/2 °/0 19. Ziehung.

Lit. A Nr. 24, 40 zu 2000 Mark.

, B , 41, 79, 148 zu 1000 Mark.

C , 51, 84, 133, 142 zu 500 Mark.

; D 53, 156, 205 zu 200 Mark.

IV. Anleihe vom 21. Juni 1898, zu 31/. "/., 13. Ziehung.

Lit. A Nr. 10, 77, 81, 206, 214, 232, 235, 263, 284 zu 2000 Mark.

LH. B Nr. 78, 98, 115, 148, 150, 157, 163, 177, 208, 225, 298, 301, 303, 447 zu 1000 Mk. , C , 38, 96, 98, 100, 121, 130, 158, 179, 240, 262, 272, 384, 408, 424, 430, 566, 599 zu 500 Mark.

Lit. D 2, 43, 87, 89, 96, 106, 145, 187, 236, 302, 324, 334, 347, 366, 417, 430, 436, 562, 563, 587, 600, 608, 663, 738 zu 200 Mark.

Rückständig Lit. B Nr. 199, 372 , 6 81, 88 D 320, 326, 371, 498, 712.

Hanau den 5. Oktober 1911. 7

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus.

Städtische Sparkasse.

260 000 Mark sind sofort oder später auf erststelli'ge Hppoiheken zu 4^4 °/o auszuleihen.

Hanau den 30. Januar 1912. 2847

Der Borstand.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Grundbuche von Hanau Band 74 Blatt 3822, Abteilung I unter Nr. 1 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Kauf­manns Hans Zawar tn Hanau eingetragene Grundstück: Kartenblatt EE Parzelle 553/22 rc.

a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, Hasenpfad 1 = 3 ar 64 qm,

jährlicher Nutzungswert 3700 Mark, Grundsteuermutterrolle Nr. 2995 Gebäudesteuerrolle Nr. 3281 am 22. März 1912, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle, Zimmer 13, versteigert werden.

Hanau den 19. Januar 1912. 2975

Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

Zwangsver^^igerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Grundbuche von Hanau, Band 74, Blatt I 3822. Abteilüna I Nr. 2 zur Zeit der Eintragung des

I Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Kaufmanns

Hans Zawar in Hanau eingetragene Grundstück: Kartenblatt E E Parz. 550/1 rc., Hofraum = 1 ar, Hasenpfad 1,

Grundsteuermutterrolle Nr. 2995

Gebäudesteuerrolle Nr. 3281 am 22. März 1912, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 13, versteigert werden.

Hanau den 19. Januar 1912. 2973

Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

Djevstnachrichten aus dem Kreise.

In Effolderbach, Lindheim mit Enzheim, Lorbach, Dau- ernheim, Elauberg, Wenings und Mittelgrund««, Kreis Büdingen, ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden.

Hanau den 31 Januar 1912.

Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 Herrenschirm, 1 kleiner weißer Kinder» Pelz.

Verloren: 1 1v-Markstück.

Hanau den 1. Februar 1912.

Politische Rundschau.

Das deutsche Kronprinzenpaar hat gestern von Berlitt eine Reise nach der Schweiz angetreten.

Die Unteroffiziere der französischen Marine sollen zur Förderung der Fachkenntniße und des Avancements be­sondere Prüfungen ablegen.

Die Zuckerkonferenz. Nach privaten Miteilungen, die dieAgence Havas" aus unterrichteten Kreisen erhalte« hat, wird angenommen, daß die Zuckerkonferenz, da die Beschlüsse einstimmig angenommen werden müssen und da Deutschland auf seinem Widerstand gegen die Erhöhung des russischen Exportkontingents in dem verlangten Umfange be­harrt, zu einem Kompromiß gelangen wird, um den Fort­bestand der Union zu sichern.

Der italienisch-französische Zwischenfall.

Paris, 31. Januar. Zwischen der französischen und der italienischen Regierung schweben Besprechungen behufs ge­nauer Festellung derjenigen Puntte des Zwischenfalles von Cagliari, die dem Haager Schiedsgericht unterbreitet wer­den sollen.

Marseille, 31. Januar. Die Untersuchungskommission be­endete ihre Aufgabe, die Identität der türkischen Pasiagiere festzustellen, und begab sich dann nach Paris zurück. Die Er­gebnisse der Untersuchung werden dem Ministerpräsidenten Poincarö unterbreitet. Die Türken sollen in Le Frioul bleiben, bis die Entscheidung der Regierung gefallen ist.

Die Revolution in China.

Peking, 31. Januar. Das Auswärtige Amt teilt mit: Die Kaiserin-Witwe unterrichtete das Kabinett davon, daß der Thron sich für den Frieden entschieden habe und wies den Minister an, entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Mukden, 31. Januar. Anläßlich der Verhaftung mehrerer Japaner, die der Revolutionspropaganda verdächtig waren, ist eine japanische Truppenabteilung zum Schutz von Leben und Eigentum der Japaner in Mukden einmarschiert. Gestern und heute wurden 37 Revolutionäre hingerichtet. In der Stadt herrscht große Erregung. Die Geschäfte find teilweise geschloßen. Viele Einwohner verlaßen Mukden.

Der Generalstreik in Lissabon.

Lißabon, 31. Januar. Während die Zeitungen heute nicht erschienen, ließ die Regierung mit Automobilen in der Stadt eine Note verbreiten, worin sie über den Ver­lauf der Ereignisse berichtet: Nach Aufhebung der konsti­

tutionellen Garantien habe man bestimmte kompromittierte Persönlichkeiten verhaftet. In den Wohnungen der Führer der Syndikalisten habe man Bomben beschlagnahmt. Das Gebäude der Vereinigung der Syndikate sei von Feld- artillerie und Infanterie belagert worden. An die Syndi­kalisten wurde die Aufforderung gerichtet, sich binnen einer Viertelstunde zu ergeben, widrigenfalls Gewalt angewendet würde. Darauf ergaben sich die Syndikalisten, von betten dann etwa 600 auf Kriegsschiffe gebracht wurden. Die Note besagt weiter, daß die Bewegung, in die man die ehrlichen Arbeiter Lißabons habe verwickeln wollen, von den vym, kalisten, die in innigen Beziehungen zu den ständen, vorbereitet und mit monarchistischem stützt worden sei. - Die Stimmung beruhigte fick «ack» vem