BferMIWH^ sM VL. wumatfi» « W M mb» »toty ttbenwnt« mit dem betreff VositurffchlaG. Dt» ttnaelw Ramm« kostet 10 Pfg.
OUtaH»ß*btinf anb Verlag bet vnchdrucknet lw •exehi. «. Watsenhaose, in Hana».
General-Anzeiger
AmlKchts Oram für Stabt- nnb Landkreis Kanan.
Erscheint tSglrch mit Un«^abm« der Sonn- und Feiertage, mit belletristsscher Beilage.
Einest ckmeysgeLSh^
Di« SgefpaNen» Petttze«« oder der« Na«« U P^ tat Nellameatetl Me Belle <6 Vig.
Veravtworti. ReSatteac: R Betetet in Hana»
?®L 13 Bernsprechauschlntz Nr. 230. ! —-...... .......... ..............
Amtliches.
Stadtkreis Ranau. IIE Bekantttmachttng.
Der Keller im Altstädter Rathaus ist anderweit zu vermieten.
Offerten mit Angabe des Pachtpreises sind alsbald an uns zu richten.
Hanau den 3. Januar 1912. 1239
Der Magistrat.
Hild.
Handelsregister.
1. Firma:
„Deutsche Steinholz-Industrie Schmidt & Brenner" in Hanau. Das Handelsgeschäft ist auf den Weißbindermeister Philipp Schütz zu Hanau übergegangen.
Der Uebergang der in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten ist bei dem Erwerbe des Geschäfts durch den Weißbindermeister Philipp Schütz ausgeschlosien.
2. Die Firma:
„Friedrich Rousselle"
in Hanau und die dem Bergingenieur Udo Rousselle in Hanau erteilte Prokura ist erloschen.
Eintrag des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau zu 1 vom 6. Januar 1912, zu 2 vom 8. Januar 1912. 1549
In das Handelsregister B. Nr. 4 ist bei der Firma Oppenheimer & Wahl, G. m. b. H. zu Mainkur, eingetragen worden: Dem Kaufmann Gustav Oppenheimer in Frankfurt a. M., Brüder-Grimmstraße 31, ist Prokura erteilt.
Bergen bei Hanau, den 10. Januar 1912. 1593
Königliches Amtsgericht.
I Zwangsversteigerung.
Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung des in der Gemarkung Dörnigheim belegenen, im Grundbuche von Dörnigheim Band 22 Artikel Nr. 1158 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Landwirte
1. Friedrich Wilhelm Fix in Fechenheim,
2. Theodor Goebels ebenda,
3. Wilhelm Schultheis dahier Eutleuthof
eingetragenen Grundstücks:
Kartenblatt A Nr. 59 Wiese im Kirschel 6 ar 60 qm = 1,04 Tlr. Reinertrag
— Erundsteuermutterrolle Nr. 233 — besteht, soll dieses Grundstück am
Dienstag den 16. Janunr
12. März 1912, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in der Gastwirtschaft „zur Mainlust" versteigert werden.
Der Versteigerungsvermerk ist am 27. November 1911 in das Grundbuch eingetragen. Hanau den 20. Dezember 1911. 1569 Königliches Amtsgericht, Abt. 2.
Plenarsitzung der Handelskammer
am Freitag den 19. Januar er., nachmittags ^5 Uhr, im Sitzungssaals der Handelskammer (Stadtschloß). Tagesordnung:
1. Protokollgenehmigung.
2. Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 1911.
3. Einführung der neuen Handelskammer-Mitglieder.
4. Konstituierung der Handelskammer für 1912.
5. Zusammensetzung der Ausschüsse der Handelskammer und der Fachausschüsie für 1912.
6. Etat-Voranschlag für das Rechnungsjahr 1912.
7. Entwurf eines nieder!. Zolltarifgesetzes.
8. Post-Ueberweisungs- und Scheckverkehr.
* 9. Vorbildung der Handelslehrer.
10. Jugendpflege.
11. Metrisches Karat im Juwelenhandel.
12. Brieftelegramme. — Mitteilungen. — Verkehrsangelegenheiten.
Hanau den 12. Januar 1912.
Die Handelskammer.
Canthal.
Der Syndikus.
Dr. phil. Grambow.
Im Nomen des Königs.
In der Strafsache gegen den Arbeiter Servatus Michael Blumör in Hainstadt, geboren daselbst am 13. Mai 1895, katholisch, wegen Beleidigung pp. hat das Königliche Schöffengericht in Hanau in der Sitzung vom 5. Dezember 1911 für Recht erkannt:
Der Angeklagte wird wegen Beleidigung pp. zu einer Geldstrafe von dreißig Mark, ersatzweise fünf Tagen Gefängnis pp. verurteilt und trägt die Kosten des Verfahrens.
gez. Dr. Popper.
Ausgefertigt.
Hanau den 29. Dezember 1911. 1547
Der Eerichtsjchreiber König!. Amtsgerichts.
Dienstnachrichten ans dem Kreise.
Im Schlacht- und Viehhof zu Frankfurt a. M. ist die
Maul- und Klauenseuche erloschen; in Rothenbergen und
Ferusprechanschlutz Nr. 330. 1912
Meerholz, Kreis Gelnhausen, sowie in Melbach, Kreis Friedberg, ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden.
In der Gemarkung Niederrodenbach ist die Schweinejeuch« festgestellt worden.
Bekanntmachung
Der Vertreter des Herrn Baurat Wohlfarth ist jeden Mittwoch von 9-1 Uhr auf dem Bureau des Landesbauamts zu sprechen.
Hanau den 12. Januar 1912. 1583
Landesbauamt.
MkmkeMe des Llindkreisks Hiniau.
Die öffentlichen Kaffenstunden sind an jedem Werktag: vormittags von 9—1 Uhr, nachmittags von 3—4 Uhr, Samstags nur von 9—1 Uhr.
Hanau den 16. Januar 1912.
Der Vorstand.
A. P f o s ch. 1587
LMmWsWr Kreisoereill Ham.
Nächste Versammlung Samstag den 20. d. Mts^ um 2)4 Uhr, im Gasthaus zum goldnen Löwen, hier.
Tagesordnung:
1. Geschäftliche Mitteilungen.
2. Vortrag des Herrn Pfarrer Hufnagel über Tier- und Vogelschutz.
3. Besprechung über gemeinschaftlichen Bezug von Saatkartoffeln.
4. Mitgliederaufnahme.
5, Sonstiges.
Die Herren Bürgermeister wollen die vorstehende Bekanntmachung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in den Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen.
Hanau den 16. Januar 1912.
Der Vorsitzende. ,
Frhr. L a u r, Landrat.
Gefundene nnb verlorene ©enenftiinbt re.
Gefunden: 1 fast noch neue silberne Herrenuhr (in einem Keller der Gartenstraße), 1 Quittungsbuch vom Verband der Kupferschmiede Deutschlands für Wilhelm Weigel.
Verloren: 1 Herrenportemonnaie mit etwa 6 Mk., 1 Damenportemonnaie mit etwa 6 Mk., 2 kleine Schlüssel- chen und 1 Päckchen Nähnadeln.
Hanau den 16. Januar 1912.
Stadttheater in Hanau.
„Zwei glückliche Tage."
Schwank in 4 Akten von F. v. Schönthan und Gustav Kadelburg.
Jm Hinblick auf die vielen Nichtigkeiten, die in Gestalt von Novitäten auf den Bühnen erscheinen, hat eS unsere Direktion offenbar für angebracht gehalten, zu bew'hrten älteren Werken zurückzugreifen, was wir nur begrüßen können. Am Sonntag abend wmde neueinfhibtert der vier- aktige Schwank „Zwei glückliche Tage" geboten, der uns in köstlicher Weise die Leiden und Freuden eines neugebackenen Villenbesitzers vorführt. Für ihn ist der Einzug in das neue eigene Heim ein glücklicher Tag, dem sich dann noch ttn zweiter anreiht, als es ihm gelingt, das neue Heim wieder zu verkaufen. Lustiges, unterhaltendes Beiwerk ist in starkem Maße vorhanden, so daß der Schwank, der vor einigen Jahren schon einige Male aufgeführt worden ist, seine Wirkung auf die Zuschauer nicht verfehlt. So war es auch am Sonntag. Die das Haus bis auf den letzten Platz füllende Besucherschar nahm das lust'ge Werk mit Dank entgegen, der sich nach den Aktschlüssen durch reiche Beifalls» spenden kundgab. In hervorragender Weise trug zu dem Erfo'ge der Neueinstudierung auch die vorzüglich zu nennende Wiedergabe derselben bei. Das Ehepaar Weinholz wurde durch Herrn K l i e w e r und Frl. Hammer sehr hübsch verkörpert. Frl. Michel alS Else, des Ehepaars Weinholz Tochter, stellte einen reizenden Backfisch ans die Bretter und verstand es, durch frisches, warmpulsierendes Spiel zu fesseln. Köstlich war auch Herr Georgi als Lübchen, ebenso verstanden es Herr Krahe und Frl. Alide Ballin als Ehepaar Hugo und Gertrud Witte ihre Partien feinsinnig durchzufühl en und dadurch die Zuhörer zu fesseln. Die Erbtante fand durch Frau Schmidt-Schütz eine treffende Verkörperung, Herr Direktor S t e f f t e r hot als Pepi
Freisinger eine Glanzleistung und mußte mehrfachen Hervorrufen Folge leisten. Mit Anerkennung sind ferner die Leistungen der Herren Heinze (Morawetz) und Wagner (Hiller) zu verzeichnen. In kleineren Rollen waren noch beschäftigt Frl. Harves, Frl. W o s si d l o, Frl. Kayser, Frl. Rentrop, Frl. S ch i e w e g, die Herren Grundmann und Reichardt. G. S.
Iphigenie auf Tauris.
Eine Tragödie in 5 Akten von Wolfgang von Goethe.
In Szene gefetzt von Dir. Burg.
Zweites GesambGastspiel Rosa Poppe, Königl. preußische Hofschauspielerin.
Wenn auch Iphigenie, wie sie Goethe geschaffen hat, nicht von jeder Schwäche frei ist, so macht sie der Adel ihrer Seele zu einem Vorbilde vollkommener Weiblichkeit: sie erfüllt die Pflichten des ihr unliebsamen Berufes mit hingebender Aufopferung, da es ihres Inneren festeste Ueberzeugung ist, daß die Götter nicht grausam sein können. In ifirm Herzen wohnt heilige Ruhe und ihr Wesen zeigt Milde und Würde. Gegen ihre Wohltäter ist sie stets von Dankesgefühlen erfüllt, seien es Menschen oder Götter, und ihre Dankbarkeit gegen Thoas läßt ihr den Abschied schwer werden. Kurzum, in allen Lebenslagen und Zuständen finden wir Iphigenie, die nur Goethe in meisterlicher Form entworfen hat, von seltener Mildtätigkeit, die sie selbst zu schätzen weiß, ohne jedoch die Bescheidenheit einzubüßen, die ihr zur schönsten Zierde gereicht. Rosa Poppe wußte diese edle Frauengestalt in eindringlicher Weise uns höchst verständnisvoll und bewunderungswürdig vor Augen zu führen. Den Edelmut dieser erhabenen Priesterin, das offenherzige Menschlichkeitsgefühl, das schnell aufbrausende, glühende Temperament, das unsägliche Schmerzgefühl, alle diese Züge verschmolz die Künstlerin zu einem Ganzen von geradezu überwältigender Echtheit. Dazu muß noch besonders betont werden. daß ibre Aussprache, die Modulation
ihres Organs, das vortrefflich plastische Mienenspiel, die vornehmen erhabenen Bewegungen weiterhin als glänzende Vorzüge ihrer hohen Kunst genannt werden müssen. Eine fernerhin hochkünstlerische Leistung bot uns Herr Rich. Hahn (Orest) Seine bis auf die kleinste Nuance durchstudierte Darbietung fesselte in hohem Grade durch fein ausgeklügelte Einzelzüge, sie ließ in jeder Weise alle Stimmungen der Leidenschaft, des Hasses, der Sehnsucht und Liebe dieses auflodernden Charaters in gleichmäßig wirksamer Art zu ihrem Rechte kommen. Herr Paul Pauly brachte die Gespräche des gewaltigen Thoas mit einer kraftvollen Bedeutsamkeit hervor, wie auch die geistige Durchleuchtung des Textes zum eigentlichen Kern des Genusses wurde. Eine zufriedenstellende Verkörperung erfuhr ferner der „Pyladcs" durch Herrn Emmerich Harms. Die von ihm geschaffene Figur zeugte von guter logischer Auffassung, wenn auch etwas mehr Wärme und Innigkeit zur einwandfreien Beendigung seiner Jüngliugsgestalt beigetragen hätte. Gut am Platze stand Herr Dr. Franz Rothe nfelder als „Arkas". — Am Schlüsse unseres Referates möchten wir der Direktion für die Vermittlung dieses abermaligen außergewöhnlich en Kunstgenusses unseren Dank nicht vorenthalten. Stürmische lang anhaltende Beifallsbezeugungen nach den einzelnen Aktschlüssen bekundeten das starke Wohlgefallen des nahezu ausverkauften Hauses. L. 8.
Albumblätter.
Ich preise dich und singe, Herr, deine Wundergnad*, Die mir so große Dinge Bisher erwiesen hat. Denn das ist meine Pflicht: In meinem ganzen Leben Dir Lob und Dank zu geben, Mehr hab' und kann ich nichtt
7 Paul Gerhardt.