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• Das Ergebnis der städtischen technischen Betriebe. Im Rechnungsjahre 1910 haben die der Leitung des Direktor- v. Gäßler unterstehenden Betriebe, Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerk, finanziell wiederum gut abgeschnitten. Es wurden aus den genannten drei Betrieben Ueberschüsse von insgesamt 311987.73 Mk. erzielt (1909: 250 800.89 M.), wovon auf das Gaswerk 228 958.04 Mk. (1909: 193 356.99 Mark), auf das Elektrizitätswerk 68 099.10 Mk. (1909: 33 036.74 Mk.) und auf das Wasserwerk 14 930.59 Mk. (1909 : 24 467.16 Mk.) entfallen. Für das Wasserwerk war ßm Voranschlag ein Betrag von 15 000 Mk. eingestellt. Der Fehlbetrag von 69.41 Mk. wurde aus dem Betriebs- und Ausgleichsverlag entnommen, um die volle Summe an die Stadtkasse abführen zu können. Erfreulich ist also das finanzielle Ergebnis bei dem Elektrizitätswerk und Gaswerk, während die Ueberschüsse des Wasserwerks im Verhältnis zu den Vorjahren zurückgegangen sind. Im einzelnen gestaltete sich das Ergebnis wie folgt: Der Betrieb des Gaswerks, wird in den soeben erschienenen Berichten gesagt, gestaltete sich im Rechnungsjahre 1910 äußerst schwierig, teils in den alten und den neuen Oefen und Apparateanlagen. Durch die achtwöchige Bauarbeiteraussperrung und die darauf erfolgte vierzehntägige Arbeitseinstellung am Gaswerksneubau im Sommer 1909 erlitt die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Ofenhauses mit dem Kohlensilo und den neuen Kammeröfen eine empfindliche Verspätung. Am 25. April 1910 wurden die neuen Oefen in Betrieb gesetzt und am 9. Oktober die ganze Anlage. Das Gaswerk gab im Jahre 1910 insgesamt 4 491780 Kubikmeter Gas ab, das find 567 310 Kubikmeter oder 14,43 Proz. mehr als im Vorjahre. Das Mehr ist auf die Kasernen und die Verwendung des Gases im Haushalte zurückzufiib^n. So wurden im Berichtsjahre allein 707 neue Easm^ser mit zusammen 3990 neuen Gasmesserflammen aufgestellt. Unter diesen Gasmessern befinden sich 158 Automaten, das sind 22,34 Proz. der Neuaufstellungen. Leuchtgas wurden 1516 052 Kbm. gegen 1379 732 Kbm. im Vorjahre verbraucht. Der Verbrauch für öffentliche Beleuchtung betrug 418 545 Kbm. gegen 374 374 Kbm. in 1909. Davon entfallen auf die Straßenlaternen in Hanau-Kesselstadt 339 089 Kbm., ein Mehr von 25 339 Kbm., gleich 8,10 Proz. 616130 £ Lm. Eas verbrauchten die Gasmotoren. Auch hier eine Steigerung von 66 731 Kbm. oder 12,14 Proz. Industrie- u. Schmelzgas wurden 468 594 gegen 383 422 Kbm. in 1909 verbraucht, Koch- und Heizgas 1002 779 Kbm. (1909: 876 007 Kbm.), durch Gasautomaten 96 608 Kbm. Derselbe ist damit um 28 063 Kbm. oder 40 92 Proz. höher als im Vorjahre. Der Selbstverbrauch betrug 67 933 Kbm. gegen 69 025 Kbm. im Vorjahre und der Verlust 305139 Kbm., gleich 6,79 Proz. der gesamten Gasabgabe. 4 233 154 Kubikmeter Gas wurden in Hanau verbraucht, 126 763 Kbm. in Klein-Steinheim und 131 863 Kbm. in Grotz-Stein- heim. Bei 37 529 Einwohnern in Hanau-Kesielstadt beträgt der Verbrauch pro Kopf und Jahr 112.79 Kbm., in Klein- Steinheim bei 3087 Einwohnern 41.32 Kbm. und in Groß- Steinheim mit 2789 Einwohnern 43.68 Kbm. pro Kopf und Jahr.
* Schiffsliste für billige Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika (10 Pfg. für je 20 g):
George Washington Victoria ßuife* President Lincoln* Prinz Friedrich Wilhelm" Kaiserin Auguste Victoria Kronprinz Wilhelm"
ab Bremen 6. Jan. , Hamburg 11. Jan. „ Hamburg 13. Jan. , Bremen 20. Jan. , Hamburg 27. Jan. , Bremen 30. Jan.
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Alle diese Schiffe sind Schnelldampfer oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgang die schnellste Beförderung-gelegenheit bieten. Es empfiehlt sich, die Briefe mit einem Leitvermerk wie „direkter Weg" oder „über Bremen oder Hamburg" zu versehen. Die Portoermäßigung erstreckt sich nur auf Briefe, nicht auch auf Postkarten, Drucksachen usw. und gilt nur für Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z B. Canada.
* Rudersport. Die erste Ruderfahrt im neuen Jahre wurde gestern früh von einer Vierermannschaft der „Haffia" gemacht.
* Der Silvesterunfug durch Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist in diesem Jahre in besonders starkem Maße hervorgetreten. Nicht nur au- den Fenstern heraus, sondern auch auf die Dächer hinauf wurden Feuerwerkskörper geworfen. Es konnte ein solcher UntugÜifter festgestellt werden, der auch das Dach der französischen Kirche als Ziel erkoren hatte. Wenn man bedenkt, daß auf diesen Dächern oft alte Vogelnester sich befinden und dadurch leicht Feuer entstehen kann, so ist die Gefährlichkeit eines solchen Beginnens leicht zu ersehen. Der Brand des Fuldaer Domes soll bekanntlich ebenfalls durch das Abbrennen eines Feuerwerks entstanden sein. Viele Unfugstifter sind, wie uns mitgeteilt wird, zur Anzeige gekommen, da es sich in zahlreichen Fällen nicht nur um Harmlosigkeiten handelte, sondern u. a. auch scharfe Schüsse abgegeben wurden. Obwohl der Verkauf von Feuerwerkskörpern am Silvester»Nachmittag nicht gestattet war, ist diese Anordnling doch vielfach übertreten worden, sodaß auch nach dieser Richtung hin Bestrafungen zu gewärtigen sind.
§§ Die Nundholzversteigerungen im Walde erfreuen sich durchweg starken Besuches und großer Kauflust. In den letzten Wochen des alten Jahres fanden einige größere Rundholzversteigerungen statt, die sämtlich sehr hohe Preise brachten. So brachte das Forstamt Völkershausen (Kreis Eschwege) 635 Festmeter Eichen-, Buchen-, Kiefern-, Fichten- und Lärchenstammhölzer bei sehr gutem Kaufbesuch zur Versteigerung und erlöste- folgende Preise: Für Eichenstammholz 2. Klasse 44 Mk., 3. Kl. 34 Mk. und 4. Kl. 24 Mk.; für Buchenschneideholz 1. Kl. 25.10 Mk., 2. Kl. 22.60 Mk., 3. Kl. 20.10 Mk. und 4. Kl. 16 Mk.; für Buchenstammholz, Veschaffenheitsklasse A, wurden bezahlt: 1. Kl. 30.50 Mk., 2. Kl. 26.50 Mk., 3. Kl. 20.50 Mk. und 4. Kl. 17.49 Mk,; für Kiefernschneideholz 1. Kl. 28 Mk., 2. Kl. 23—26 Mk., 2 âk 18^20 5®l. unb 4. ÄU2=16 3KL: ^ickteubaubolr
(Stammholz) 2. Kl. 23 Mk., 3. Kl. 18 Mk und 4 Kl. 16 Mk.; Lärchenholz für Wagner und Schreiner erlöste 20 Mk. für 3. Kl., alles für das Festmeter ab Wald. Die Preise sind gegen das Vorjahr um 8 bis 12 Proz. gestiegen. — Sehr hohe Preise brachte auch die Versteigerung der Kgl. Oberförsterei Großenlüder (Kr. Fulda), die im Submissionsweg 497 Festmeter Kiefern- und Lärchenlangholz zum Verstrich brachte und bei gleichfalls sehr zahlreicher Angebotsbeteiligung für Kiefernschneideholz 2. Kl. 22.84 Mk., 3. Kl. 16.03 Mork und für 4. Kl. 11.81 Mk. erzielen konnte; Lärchenschneidehölzer wurden mit 22.51 Mk. für Klaffe 2, 15.63 Mk. für Kl. 3 und 11.80 Mk. für die Kl. 4 bezahlt. — Schließlich sei noch der Verkauf der Kgl. Oberförsterei Veckerhagen (Kr. Hofgeismar) erwähnt, der 1074 Festmeter Fichtenbauhölzer zur Versteigerung brachte und bei überaus großer Kaufbeteiligung für Fichtenlanghölzer 2. Kl. 23.74 Mk., für Fichtenbauhölzer 3. Kl. 20.88 Mk. und 4. Kl. 14.45 Mk., olles für das Festmeter ab Wald erlöste.
* Sm Saale der Turngemeinde findet am nächsten Sonntag, wie bereits mitgeteilt, die Große Damen-Sitzung der Neuen Hanauer Carnevalo-scllschaft 1910 statt. Die junge Gesellschaft, welche bei cs( ihren seitherigen Veranstaltungen so außerordentlich gute Unterstützung fand, wird auch dieses Mal wieder ihre ganzen Kräfte einsetzen, um den verehrt. Besucherynach des Tages Last und Mühe einige ungezwungene vergnügte Stunden im Kreise der Narhallesen zu bieten. Das Programm ist sehr reichhaltig und vielseitig und so ausgestellt, daß eine rasche Abwickeluug erfolgen und nicht .gut eine Ermüdung eintreten kann; u. a. sind auch zwei ganz prächtige Tanz-Szenen unter Leiümg und Mit- '.virkung von Frau Tanzlehrer S o h n J e I r vorgesehen. Der Beginn ist auf 6.11 Uhr festgesetzt, damit der Ball foi Zeiten seinen Anfang uebmen kmn. Also rLchstm Sonntag muß die Parole lauten: Zu don nc.^ee C arn-e- valisten in d ie Turnhalle»
* Kurort Wilhelmsbad. Die Silvche^ r«d Nrujahr- Deranstaltunqen, welche von im Grschaftsleitung ar-angiert waren, hatten sich eines gutri, Zuspruchs zu erfreuen. Besonders das am gestrigen Neujabrstage von der Kapelle deS Darmstädter Leibgarde-Dragoner-Rcgiments gegebene große Streichkonzert hatte trotz der trüben Witterung eine solche Schar von Freunden einer guten Musik nach dem stets gern ausgesuchten Kurhaus gelockt, daß kein Stuhl in den beiden geräumigen, mollig durchwärmten Sälen unbesetzt blieb. Das Publikum folgte den Weisen der Kapelle mit großem Interesse und begleitete dieselben mit freudigem Beifall. Die Bedienung war eine flotte und die Speisen rmd Getränke gelangten in gleich vorzüglicher Güte zur Verabreichung. — Abends konzertierte die Darmstädter Militär-Kapelle im „Deutschen Haus". Auch hier waren alle vorhandenen Sitz- Plätze besetzt, und über die Leistungen der Kapelle herrschte nur eine Stimme deS Lobes.
* Kaiser-Caf6. Auch während der beiden vergangenen Festtage (Silvester und Neujahr) bildete das neueröffnete Kaiser-Cafè das Ziel weiter Kreise unserer Bürgerschaft. Die vornehm gehaltene Ausstattung de» Etablissements in Verbindung mit gewandter, zuvorkommender Bedienung findet allgemeinen Anklang.
* Festgenommer» wurde am 29. v. M. wegen eines dahier verübten Diebstahls der mehrfach vorbestrafte Friedrich Breuning aus Frankfurt a. M.
Attr Reichstagswahlbewegmlg
Neujahrsparole: Wohlfarth-Berlin.
„In Treue fest", auf dem Panier, für unseren Wohlfarth schlagen wir den heißen Kampf im Jänner, als treue, deutsche Männer. All*, die Ihr noch treudrutsch und frei tretet ein in unsere Reih*, Ihr Söhne auS dem Hessenland ^
. kämpft mit für's große Vaterland.
Fragt nicht nach Parteiengunst und Haß, kämpft mit uns ohne Unterlaß, tretet ein als starke Wehr .
für deS deutschen Reiches Ehr. z
Bewahrt das heilige deutsche Gut vor der roten wilden Flut, , ‘ zum Kampf geht*s für echt deutsche Art, es gilt, des Vaterlandes WohlfahN. K.
Bon der konservativen Partei wird geschrieben: "
Wer hat den Blockbruch 1909 verschuldet?
Bekanntlich wird von den Liberalen den Konservativen der Vorwurf gemacht, sie seien Schuld daran, daß der 1907 unter so günstigen Aussichten ins Leben getretene Block zerfallen sei und damit alle die großen Hoffnungen, die man an ihn für eine gedeihliche Entwicklung wichtigster Reichsangelegenheiten geknüpft habe, zu Grabe getragen seien.
Entspricht diese Behauptung liberalerseits dèn wirklichen Tatsachen?
Wie kurz ist doch das Gedächtnis der heutigen Liberalen! Vielfach weiß man gar nicht mehr, oder will gar nicht mehr wissen, was der Block denn eigentlich sollte. Er sollte in allen nationalen Fragen (Heer, Marine, Kolonien) der Regierung eine feste Mehrheit sichern, die für diese va- terländischen Zwecke das Notwendige bewilligte, ohne daß die eine oder die andere Partei ihre Zustimmung von Gegenleistungen auf anderen Gebieten der Politik abhängig machte. Denn das war ja gerade der Vorwurf, der gegen das Zentrum erhoben wurde, daß es seine Zustimmung zu Neichsnotwendigkeiten durch anderweitige Zuge- ständniffe erkaufen ließ, daß es nicht selbstlos bei seinen Bewilligungen war. Die Regierung sollte von dieser Abhängigkeit befreit werden. Und was geschah nun bei der Beratung der Finanzreform? Die Rollen wurden einfach vertauscht. Zuerst die Freisinnigen, dann auch die Nationalliberalen traten an die Stelle des Zentrums. Bei den Konservativen batte sich schon längst die
Meinung bilden müssen, daß ^ede Zustimmung der Frèßi sinnigen zu ReichsnotwendigkeUen mit Zugeständnissen an die politischen Ziele des Liberalismus bezahlt werde« sollte. Beim.Vereinsgesetz und beim Börsengesetz hatte man einen Vorgeschmack bekommen. Wie wollten die Freisinnigen die Zustimmung zu Hunderten Millionen Mark neuer Steuern erst ausnutzen?
Offen haben das die freisinnigen Führ« auch ausgesprochen.
So verlangte der Abgeordnete Schrader am 23. November 1908:
„Uns verantwortliche, unabhängige Personen, welche biet Verwaltung des Reiches führen", und weiter: „Wir warte» ab, wie die allgemeinen politischen Fragen, die wir angerührt haben, sich entwickeln, und danach hocken wir unsere Stellung zu nehmen."
Der Abgeordnete Payer forderte auf:
„Die günstige Lage zur Eroberung weiterer politischer Rechte für den Reichstag zu benutzen. Finanzfrage und die Frage des parlamentarischen Regimes müßte» verknüpft werden."
Der Abgeordnete Wiemer sagte am 18. Juni 1909 im Reichstage:
„Nicht nur im Reiche, sondern auch t» Preutze» muß i» liberalem Sinne regiert werden."
In ähnlichem Sinne sprachen sich andere üukHtehMdo Parlamentarier und Zeitungen aus.
Der Block sollte also den Liberalismus i» bt» Sattel heben. U m bestimmte politisch-de» makratische Ziele zu erreich»« —, Annäherung des preußischen Wahlrecht» a« das Reichstagswahlrecht, parlamentarisches Regiment im Reiche und demnächst wohl auch inPreußen — wollte man eine Weile die Blockpolitik mitmachen, nicht um dasReich in feinen Lebensbedürfnisse« von Partsidestrebu«» gen unabhängig machen.
Damit war innerlich der Blockgedanke begrabe».
Aeußerlich erhielt der Block den ersten Stoß ebenfalls von den Liberalen, indem diese gegen die Konser-> v a t i v e n die Vorschläge der Regierung:
das Branntweinmonopol,
die Weinsteuer,
die Gas- und Elektrizitätssteuer,
die Reklame- und Jnseratensteuer, ablehnten. Nur für das Branntwerumono^)l stimmten di- Nationalliberalen.
Also — das mutz besonders hervorgehoben werden —* diejenige Partei, die sich jetzt dem kleinen Mann, dem Handwerker, dem Kleinkaufmann und Gewerbetreibenden, als die einzige, als die wahre Beschützerin und Förderin sog laut und aufdringlich anpreift, lehnte diese durchaus gerech» ten Steuern ab.
Damit wurde der erste Keil in bei Block getrieben.
Trotzdem ist bei den Finanzverhand, lungen von den Konservativen mouate^ lang versucht worden, um desReiches wil, len den Bruch noch zu vermeiden und dis Finanzgesetze im Block zu machen.
Wie kurz ist das Gedächtnis der Liberalen! Wie wurde, so lange der Block an den Finanzgesetzen arbeitete, im Lande und in der Presse geklagt und gescholten über unwürdiges Feilschen und Handeln, über die Unfähigkeit des Reichstages, das nationale Werk zu Stande zu bringen, über dis Schadenfreude des Auslandes ob der deutschen Hilflosigkeit!
Siehe z. B. die Nr. 256 des „Berliner Tageblattes" mm 1909 und die Eingabe der „Dmrtf^n Intellektuellen" a» den Reichstag.
Als dann das Feld einem Trümmerhaufen glich und nunmehr die Konservativen die Führung übernahmen und die wi^erholt an die' Liberalen gerichtete Warnung, man werde, wenn das so weitergehe, eine andere Mehrheit suchen, zur Tat werden ließen, und als dann Leben in dis Sache kam und Schlag auf Schlag die abgelehnten Steuer« wieder hergestellt oder durch andere ersetzt wurden, bis das Bedürfnis des Reiches voll befriedigt war, da ging ein Geschrei los über das Ende des Blockes, als wenn der Block der Angelpunkt der Finanzreform wäre, nicht das Lebensbedürfnis des Rei» ches.
Die Parteirücksicht»« wurden über das Vaterland gestellt.
Von den Freisinnigen ist «an das ja! gewöhnt. Es war ein Wahn, daß eine selbstlose Betätig gung von ihnen erwartet werden könne Aber daß die Nationalliberalen sich den Freisi?rnigen, der nunmehrige« Fortschrittlichen Volkspartei, auf Gedeih und Verderb anget schlossen haben, mit einem „hörbaren Ruck" nach links ab-s^ schwenkten, ja daß sie später in ihrem Hasse gegen die Kon» scrvativen auf Geheiß ihrer Führer Bassermann, Paaschs Weber die Parole: „Rechts steht der Feind k" ausgegeben, und damit einen Bruch mit ihrer ganzen Vergangenheit vollzogen haben, hatte doch niemand ermattet Denn der äußere Anlaß der Trennung, das verschiedene Verhalten gegenüber der Ausdehnung der Erbanfallsteuer auf Kinder und Ehegatte» (ein Gegenstand von 55 Millionen Mark gegenüber 400 Millionen sonstiger Steuern) bedeutete doch seinen inneren Gegensatz. Zudem kann nicht genug betont werden, daß über diese Ausdehnuung anfangs rcn beiden Seiten gleich, d. h. gleich abfällig ge» urteilt wurde. Ja, von keiner Seite ist dieser! Teil der Steuervorlage der Regierung mit so scharfen Ausdrücken verurteilt worden, wie gerade von nationalliberaler Seite.
Str Abgeordnete Paasche erklärte am 29. November lb08:
„Ich bin der festen Ueberzeugung, daß eine solche Steuer namentlich in ländlichen und kleinbürgerlichen Kreisen eine derartige Erbitterung hervorbringen wird, daß *d) um gern die Verantwortung dafür übernehmen möchte. . . . Kickt bloß.der jSAffiüi^ÄÜÄJt w4Ld ^AiÂSÄi ö 1 <